Arne M.Boehler : Das Weinen der Kinder

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Arne M.Boehler hat ein beachtenswertes Erstlingswerk geschrieben mit „Das Weinen der Kinder“.
„Das Weinen der Kinder“ ist doppeldeutig. Im Krimi gibt es weinende Kinder auf Bildern und weinende Kinder von Anke Neuhaus.

Aber der Reihe nach.
Prof. Yvonne von Laatz trifft sich mit ihm. Er hat ihr vorgespielt, dass er dringend ihre Expertise benötigt für ein russisches Kunstwerk.
Aber er kommt mit einer Sauer P 229, die er unter dem Mantel versteckte, und beendet das Leben von Yvonne von Laatz. Rache für das , was die Professorin seiner Familie angetaen hat.
Die Tote ist in die Fluten des wilden Flußes, der Wiltach, gestürzt.

Anke Neuhaus muss als Ersatz, da Yvonne von Laatz tot ist, deren Aufgaben übernehmen und nach München.
Remigius Wohlstedt, der Galerist will es so.
Er schickt danach Anke nach Bayern, dort will Zachy ein Museum aufbauen mit einer Galerie, eine neue Dependance, voran geht es nicht.
Sie soll nach dem Rechten sehen.

Anke und ihre Töchter Cora und Mara fahren dorthin, in das alte Schloß.
Man kann in keinster Weise erkennen wofür Zachy soviel Geld benötigt hat, renoviert ist kaum etwas, Bilder hängen auch kaum dort.

Anke beschäftigt sich mit den Unterlagen im Museum und der Verdacht reift heran, dass Zacharias das Geld veruntreut hat, das er von Remigius bekommen hat.

Sie trifft in einer Therapiegruppe auf Jakob Wigland von der Kripo. Warum ist si ein der Gruppe? Braucht sie Jakobs Hilfe???
Fragen über Fragen. Es werden Tränen bei ihren Töchtern laufen.
Hat Niels Sörensen seine eigenen Kunstwerke zerstört?
Wer ist der Mörder von Yvonne?
Warum musste sie sterben??

Lesen sie selbst.

Arne M.Boehler nimmt uns Leser, in dem Krimi, quasi an die Hand, wir sind Voyeur, Ermittler, Beobachter. Wir fiebern mit den Ermittlern, mit Anke und Ihren Kindern….

Mir hat dieses Debüt sehr gut gefallen. Es ist dem Autor gelungen die Charaktere realistisch zu schildern, man sieht sie vor dem inneren Auge.
Nichts ist wie es scheint, es gibt Irrungen und Wirrungen.
Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

ISBN: 9783748555292

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Karin Büchel : Die Toten vom Ennert

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Mira Jäger, ist Kriminalhauptkommissarin in Bonn. Sie wohnt in Bonn-Beuel.
Gerade ist Mira in einer Krise, Gerd ihr Ehemann nervt, sie hat sich getrennt vom Noch-Ehemann, der nicht sie, sondern seine ständig wechselnden Liebschaften im Kopf hat.

Eine kurze Auszeit an der Nordsee hat Mira sich gegönnt.
Sie sitzt in einer Sandkuhle und denkt nach, nach einem heftigen Abend in der Kneipe „Zappel“.
Dann fasst Mira den Entschluß wieder nach Hause zu fahren, ab auf die Fähre und dann heim.

Mira macht zuhause noch einige Tage Urlaub, mal ausschlafen, das wird ihr gut tuen. Das denkt sie.
Weit gefehlt, es klingelt, Gerd, sie macht nicht auf.

Am 17.10. geht sie wieder ins Büro und bringt eine Yucca-Palme mit. Langsam alles nach dem Urlaub angehen lassen, das ist der Plan.
Ihr Kollege Hansen kommt rein. Ein Toter wurde am Fuße des Ennert gefunden. Ende mit Ruhe
Die Ermittlungen gehen los. Mira kennt den Toten, es ist Utz Bracker Saxofonist. Sie war eine Zeit lang seine Muse.

Mira und Hansen, unterstützt durch den Kollegen Offergeld und Knebel von der Gerichtsmedizin, ermitteln.
Todesursache: Utz wurde erschossen.

Sie ermitteln und es gibt neue Tote.
Ein Massenmörder am Ennert???? Da ist der Dornheckensee, ein alter Steinbruch und sonst nichts, ausser …

Mehr verrate ich nicht.
In diesem spannenden Krimi geht es heftig zu. Mira wird mehr in den Fall verstrickt als ihr lieb ist. Kollege Offergeld, Kategorie Schlaftablette, ist keine große Hilfe.
Es spielen einige Bekannte eine Rolle, immer wieder nervt der Ex Gerd seine Mira.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lebt von der Ortskenntnis der Autorin, die sie auf Mira überträgt.
Ebenso lebt die Geschichte von den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den handelnden Personen.
Ein gelungener Beueler Krimi.

ISBN: 9783870622817

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Elke Schwab : Tief unter Wasser

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Ich mag die Krimis von Elke Schwab, die meist im Saarland spielen, der Heimat der Autorin.
„Tief unter Wasser“ ist der neueste Krimi von Elke Schwab.
Der Schauplatz des Geschehens ist der Burbacher Weiher, hier fing alles an.

August 1995
Britta Ballhaus denkt an 2 verschwundene Schulfreundinnen, Angelika Diemke und Daniela Barthold.
Britta ist am Burbacher Weiher, ein Ort an dem sich die Freundinnen oft und gerne getroffen haben. Brittas beste Freundin Cindy Graf war meistens mit von der Partie.

2015
20 Jahre später wird Britta wieder an die schönen aber auch schaurigen Erlebnisse am Weiher erinnert. Sie ist mittlerweile Kriminalkommissarin in der Abteilung Tötungs- und Sexualdelikte.
Cindy ist immer noch ihre beste Freundin.
Markus Gronski, der vor 20 Jahren verdächtigt wurde, am Weiher den Rechtsanwalt Ernst Gerlach getötet zu haben, kommt frei.
Gronski wurde von den Mädchen mit einem Stein niedergeschlagen und konnte so festgenommen werden. Wird er sich rächen?
Nun wird der Sohn von Gerlach, Thomas Gerlach tot aufgefunden, der zukünftige Chef von Cindy,und eine ganze Reihe andere Leute, die Britta noch aus der Jugendzeit kennt.
Britta soll den Fall übernehmen.

Im Laufe der Story geschehen viele Morde, die teils nach einem Unfall aussehen und teils sind die Opfer mit einem Messer erstochen worden.
Britta und ihre Kollegen ermitteln. Wer ist der Täter?

Immer wieder findet Britta Parallelen zu ihrer Jugendzeit. Zufall???
Das verrate ich nicht.

Elke Schwab ist es gelungen alles was ich bisher von ihr gelesen habe, zu toppen.
Dieser Krimi ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die Story nimmt immer wieder eine andere Wendung. Nichts ist vorhersehbar. Immer, wenn man denkt man kennt den Täter, ist das auf der nächsten Seite wieder Schnee von gestern.
Dieses Buch zu überbieten wird schwer fallen, ich hoffe trotzdem auf eine Fortsetzung mit Britta Ballhaus.

ISBN: 9783752897586

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Michael Opoczynski : Schmerzensgeld

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Der langjährige WISO-Moderator Michael Opoczynski ist unter die Krimiautoren gegangen.

Vorweg, das Debüt ist gelungen.
Man merkt im Buch, dass Opoczynski nicht als Krimiautor gearbeitet hat, sondern als WISO-Moderator in Wirtschaftsdingen firm ist.
In „Schmerzensgeld“ lässt er die „Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen“ ermitteln und helfen.

Die Mitglieder der Gesellschaft betreiben ein Verbraucherbüro.
Silvio Cromm, der ehemalige BKA-Berater, hilft im Gastrobetrieb der Familie neben seiner Tätigkeit in der Gesellschaft, als Mann für die Steuer, die Einkäufe, etc..
Van de Loo ist reich, er liefert die Finanzmittel.
Hugo Eschweiler ist IT-Fachmann im Elektronikmarkt.
Vural Tabak der Mann für feste Handgriffe.
Feli – Felicitas Hahnmann das Aushängeschild für Verhandlungen.
Sönke Ahlers, der Journalist steht der Gesellschaft nahe.

Zunächst geht es um einen Unfall der wohl keiner war. Zumindest flieht nicht der Verursacher, sondern derjenige, der den Schaden hat, Narek Petrosian. Seltsam oder?

Ahlers ist bei Prof.Würth, dem ehemaligen Chef einer großen Unternehmensberatung. Der Name Dr.von Tretter kommt ins Spiel.
Nach und nach decken Ahlers und die Leute der Gesellschaft Skandale auf in einer Dimension, die niemand für möglich gehalten hätte.

Michael Opoczynski hat für sein Debüt eine illustre Truppe an Ermittlern zusammengestellt, die oft am Rande der Legalität handeln.
Er skizziert die Personen sehr lebendig.
Die Handlung ist manchmal etwas langatmig.
Insgesamt ein gutes Buch, dem als Krimi noch ein wenig mehr Spannung gut täte, das aber von dem grossen Erfahrungsschatz des Autors im Wirtschaftbereich lebt und oft an die vergangenen Bankenskandale erinnert.

Für das erste Buch aus meiner Sicht lesenswert.

ISBN: 9783710900440

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Alexander Rühl : Fingerzeig

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Nachdem ich schon das erste Buch von Alexander Rühl, „Tod im Weinberg“, gelesen habe, war ich gespannt wie es in „Fingerzeig“ mit Matthäus Müller und seinem Plan ein Detektivbüro aufzumachen, weitergeht.

Alexander Rühl lebt mit seiner Familie in Flörsheim, dort spielt auch der Krimi. Der Autor beschäftigt sich seit 2011 mit der Flörsheimer Mundart und ich kann, falls Sie einen der herrlichen verwendeten Ausdrücke nicht verstehen, nur auf die Internetseite des „Flerschemer Werrderbuch“ verweisen. Denn Flerschemer Mundart findet man in Fingerzeig auch wieder.
Und ebenso die Lebensart in Flörsheim und besonders in Wicker, wo sich Alexander Rühl gut auskennt.

Im Prolog erfahren wir Leser was Matthäus zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß.
Die Frau eines Weingutbesitzers kommt gefrustet aus Kiedrich zurück, da die Veranstaltung, die sie besuchen wollte, wegen eines Elektrikschadens abgesagt wurde. Den Blitzer bei Massenheim hat sie auch vergessen, das Knöllchen ist ihr sicher. Dann kommt sie heim und erwischt ihren Mann in Flagranti mit einer der polnischen Helferinnen. Das Maß ist voll.
Die Frau wirft einen Stein hinter dem flüchtenden Mädchen her.

Währenddessen sitzt Matthäus Müller zuhause, seine Freundin ruft an und fragt wie weit er mit dem Packen ist. Die beiden werden zusammen in eine Wohnung ziehen.
Matthäus ist jetzt offiziell Privatdetektiv, hat eine Prüfung abgelegt und holt bei seinem Freund Murat die gedruckten Visitenkarten.

Die beiden wollen auf den Faschingsumzug. Julia wird entführt und Matthäus ermittelt. Gefunden hat er vor Julias Haustür deren kaputtes Handy.
Er schaltet Kommissar Koch von der Kripo Hofheim ein.

Mehr verrate ich nicht.

Alexander Rühl ist wieder ein spannender und stellenweise auch amüsanter Krimi gelungen. Als Leser begleitet man Matthäus, taucht ein in die Welt der Flörsheimer und die Lebensart der Menschen in Wicker wo jeder jeden kennt.
Man kann mitfiebern mit Matthäus. Bekommt er Julia heil zurück? Was hat der Prolog zu tuen mit der Story?

Ich kann auch diesen Krimi von Alexander Rühl wieder empfehlen und zwar auch Lesern, die gerne regionale Krimis lesen und nicht aus Flörsheim sind.

ISBN: 9789463675314

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Tilman Schulze : Provinzabgründe

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„Provinzabgründe“ wurde von Tilman Schulze geschrieben. Es ist ein Krimi der anderen Art, skurill und sehr ungewohnt.

Gustav Meta, Musiklehrer, wird ermordet. Aber bei einem Mord bleibt es nicht, es folgen mehrere. In kurzer Zeit kann man im kleinen, beschaulichen Ort schon 5 Tote verzeichnen.
Wer ist der Mörder? Das ist die Frage. In einem Ort, in dem jeder jeden kennt, aber nicht alle sich mögen, geht das Rätseln los.

Soweit so gut. Ein ganz normaler Krimi könnte man meinen. Ist es aber nicht.
In   „Provinzabgründe“ lässt der Autor Tote denken, z.B. Gustav. Aber auch andere Dorfbewohner denken und alle Gedanken zu den Todesfällen, zu den Toten, den Verhältnissen untereinander und miteinander hat der Autor in die Handlung einfliessen lassen, nein sie sind sogar die Handlung.

Die Handlung an sich ist mal ganz was anderes und gefällt mir gut.
Die Orientierung im Text, wer nun gerade seine Gedanken äussert, ist mir schwergefallen. Auch direkte Rede ist nicht unbedingt gekennzeichnet.

Ich finde es verwirrend das Buch zu lesen, habe mir Notizen gemacht, um die Personen zu sortieren.

Mein Fazit: ein Krimi der anderen Art, gelungen von der Idee, aber aus meiner Sicht mühsam zu lesen, da nicht gleich zu erkennen, wer nun wieder sein Wissen oder seine Vermutungen zum Besten gibt.

ISBN: 9783845917849

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Christoph Güsken : Das Wunder von Hiltrup

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„Das Wunder von Hiltrup“ ist ein Krimi, der im Münsterland spielt. Geschrieben hat ihn Christoph Güsken, den ich bislang als Krimiautor nicht auf dem Schirm hatte, das wird sich ändern.

Die Hiltruper Kanalinsel liegt im Dortmund-Ems-Kanal. Das erleichterte mir die örtliche Einordnung des Geschehens.

Malina Kerssenbrock, 4.Klässerin, soll auf dem Schulweg eine schöne Frau erschienen sein, die neben sich einen Heiligenschein hatte. So entstand „Das Wunder von Hiltrup“.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine Kapelle gebaut.

Und dann entsteht etwas ganz Ungewöhnliches, vor allem wenn man bedenkt, dass es im streng katholischen Münsterland ist. Es wird „Pope City“ gebaut, ein katholischer Freizeitpark.
Das Bistum Münster hat investiert und hofft auf Gewinn. Passt das zu einem Bistum? Vergnügen und Kapelle nebeneinander. Erscheinung und Vergnügen?
Ich kam ins Grübeln. Und nicht nur ich.

Niklas de Jong war mal Polizist und ehemals auch Kollege von Küppers, der nun auch nicht mehr bei der Polizei ist und als Privatdetektiv in Everswinkel arbeitet.
Küppers will verreisen und de Jong, der auf einem Hausboot wohnt, vertritt ihn. Kann ja nicht viel Arbeit bedeuten im beschaulichen Münsterland.
Ja könnte man meinen, aber es kommt eine Leiche dazwischen. Eine Leiche, die schon gar nicht mehr da ist.
Mickie Kelzenberg, ein Mitschüler von de Jong, ist mittlerweile Musiker, hat eine Band und hat eine Radiooper mit dem Titel „Tod macht blau“ geschrieben.
Weiter kommt Mickie zunächst nicht mit seiner Recherche, denn Mickie wird als Leiche entsorgt.

Es gibt auch  eine mysteriöse Gesellschaft „GSO-Gesellschaft für Selbstoptimierung“ mit Sitz im Langstrumph-Haus.
Pater Monk spielt eine Rolle, Catweazle auch. Den kennen wir doch woanders her.
Der Schauspieler Pinkwart alias Hauptkommissar Rilke (im Krimi) stirbt und es gibt noch mehr Leichen.
Wo ist bloß der Zusammenhang? De Jong grübelt genauso wie der Polizist Merzenich.

Mehr verrate ich nicht.

Christoph Güsken ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der spannend ist, aber auch oft zum Schmunzeln verführt, wenn man sich die Typen, die er beschreibt, vorstellt.
Skurile Gestalten tummeln sich im Krimi.
Wie kommt es zu den Morden? Wer ist der Mörder? Wo ist der Schlüssel, um die Geheimnisse zu lüften?
De Jong auf Wegen und Abwegen. Wir Leser können ihn begleiten.
Es ist ein Krimi der etwas anderen Art. Mir hat er gut gefallen.

ISBN: 9783954413836
Via amazon können Sie das Buch hier bestellen.

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Dora Heldt : Wir sind die Guten

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Nach „Böse Leute„, dem ersten Sylt-Krimi von Dora Heldt, ist nun der neue Krimi „Wir sind die Guten“ da.

Dora Heldt lässt wieder Maren Thiele, Polizeiobermeisterin, ihrem nicht gerade beliebten Chef Runge  auch Anna von der Kripo Flensburg mitspielen.
Und, na klar, auch die „Rentner-Ermittler“ sind dabei, allen voran Karl Sönnigsen. Er war lange Kriminalhauptkommissar und der Vorgänger von Runge.
Onno Thiele, der Vater von Maren, der mit Helga angebandelt hat, gehört dazu. Zur Rentnergang gehören auch noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.
Inge ist mit Walter verheiratet und ihr Bruder Walter mit Charlotte.
Sie sehen es bleibt in der Familie.

Dann ist da noch Rike, Marens beste Freundin und Robert, Marens Freund, der 10 Jahre jünger ist als sie und in Hamburg lebt.

Inge und Charlotte haben eine Putzhilfe, Sabine Schäfer. Davon dürfen ihre Männer nichts wissen. Sabine wohnt im Keller von Wilma und die Wohnung ist nicht angemeldet.
Eines Tages wird Sabine vermisst. Wilma will nicht auffliegen wegen der illegalen Wohnung und bittet Helga, dass diese Karl und Onno um Hilfe bittet bei der Ermittlung.

Und was ist mit Corinna, die tot sein soll?
Eine Leiche am Roten Kliff in Kampen spielt eine Rolle. Ebenso die Freunde Kai Kruse, der ein Haus auf Sylt hat, Dirk Nowak und Alexander von der Heyde.

Ein Toter, eine Vermisste, ganz schön viel auf einmal denkt sich die Truppe um Karl.
Maren ermittelt im Fall des Leichenfundes.

Die Truppe um Karl ermittelt auch, aber anders als die Polizei dies kann und in beiden Fällen.

Ein rätselhaftes Foto einer jungen Frau sorgt für Aufsehens. Wie ist die Gärtnerei Tiedemann darin verwickelt? Diese ist in Altmannshausen Nähe Oldesloe.
Welche Rolle spielt Wolf Bertram?

Diese Fragen werden Sie sich stellen, wenn Sie dieses spannende und zugleich amüsante Buch lesen.
Verraten werde ich es nicht.
Nur soviel, es erwarten Sie 506 Seiten im Buch und eine Story, die es sich zu lesen lohnt.

Dora Heldt ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem vieles anders scheint als es ist.
Werden da etwa Tote lebendig?
Auch hat Dora Heldt es verstanden, viel Sylter Lebensart einzubauen, man merkt, dass die Autorin ihre Heimat liebt.
Die Personen sind herrlich beschrieben mit ihren Macken und ihren liebenswerten Seiten.
Man fühlt sich als Leser als sei man Teil der Handlung.

Eintauchen in die Geschichte lohnt sich.

ISBN: 9783423261494
Bestellen können Sie das Buch gleich bei amazon hier.

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Jutta Profijt: Unter Fremden

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Die ersten Krimis von Jutta Profijt habe ich verschlungen. Dann kamen welche, die mir so gar nicht gefallen haben und ich bin froh, dass ich diesen neuen Krimi von Jutta Profijt gelesen habe.
Er ist ganz anders als die alten Krimis der Autorin, ein tolles Buch.

Jutta Profijt hat in diesem Kriminalroman, der, aus meiner Sicht, gar nicht so richtig in die dieses Genre passt, ein Meisterwerk geschrieben.
Krimi ist zu wenig für dieses hervorragende Buch.

Jutta Profijt stellt Madiha in den Mittelpunkt der Story. Madiha ist eine junge syrische Frau, die geflohen ist vor den Gräueltaten in ihrer Heimat.
Madiha hat die Flucht geschafft und überlebt mit der Hilfe von Harun. Harun ist auch Flüchtling wie sie und ihr Lebensretter.
Madiha lebt in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie kann nicht schreiben und nicht lesen, aber sie spricht Deutsch.
Madiha ist die einzigste der 437 Flüchtlinge, die Deutsch spricht. Amelie, eine der Helferinnen braucht sie ständig als Dolmetscherin, ebenso die Flüchtlinge.
Auf Madihas Bedürfnisse nimmt niemand Rücksicht.

Dabei ist Harun, ihr Retter, verschwunden.
Madiha hat den Schlüssel von Haruns Spind, er hat ihr diesen anvertraut für den Fall, dass Harun weg ist.
Die Jagd auf Haruns Hab und Gut beginnt. Rafiq bedroht Mahida. Das beeindruckt sie wenig, sie will Harun finden.

Jutta Profijt lässt uns Leser teilhaben an den Nöten und Ängsten von Madiha, aber auch an ihrem Willen Harun zu finden.
Eine junge Frau, die unfreiwillig noch einen kleinen Jungen im Schlepptau hat, konfrontiert wird mit Dingen, denen sie entfliehen wollte, ihren Onkel kennenlernt und vieles mehr.
Jutta Profijt hat es verstanden den Lesern ihres Buches die Welt der Flüchtlinge mit ihrer Vergangenheit nahe zu bringen. Das Ganze verpackt in einen Kriminalfall, der zur Nebensache wird.

Das Buch kann ich nur empfehlen.

ISBN: 9783423261654
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Dora Heldt : Böse Leute

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Dora Heldt kann auch Krimis schreiben, das beweist sie mit „Böse Leute“.
Da ich Sylt liebe, lese ich die Bücher von Dora Heldt sehr gerne. Sie schafft es immer ins Buch auch eine gehörige Portion Inselflair einzubauen.

Nach etlichen Büchern, die auf Sylt spielen und eher Familiengeschichten sind, hat Dora Heldt nun einen Krimi geschrieben.
Im vorderen Einband schreibt sie, dass sie mal „böse Leute“ in der Geschichte haben wollte.
Und diese gibt es in „Böse Leute“ genug.

Karl Sönnigsen war lange Kriminalhauptkommissar, er ist nur berentet. Leicht fällt ihm dieses süße Nichtstuen nicht.
Seine Frau ist nach einer Operation in Reha. Gut, dass es seinen Freund Onno Thiele gibt, dessen Frau verstorben ist.
Zum Rentnerquartett gehören noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.

Maren Thiele, Onnos Tochter, die Polizeiobermeisterin ist, kommt nach 20 Jahren zurück auf die Insel.
Sie hat sich frisch von Henry getrennt, will zurück auf die Insel und zu Rike, ihrer besten Freundin.
Maren hat auf Sylt gleich alle Hände zu tuen.

Dora Heldt lässt Maren keine Zeit dafür erst einmal richtig anzukommen, nein sie muss gleich arbeiten. Ihr Chef Funke, Karls Nachfolger, ist kein Sympathieträger.

Auf der Insel gibt es eine Einbruchsserie, Jutta Holler stirbt und vieles mehr.
Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch das Quartett um Karl ist im Undercover-Einsatz.
Wer ist der Mörder? Ist der Mörder auch der Einbrecher? Was hat es mit gut aussehenden jungen Herren auf sich? Welches Familiengeheimnis wird gelüftet?
Lesen Sie selbst.

Dora Heldt hat es geschafft einen spannenden Krimi zu schreiben, mit ganz viel Syltflair, herrlichen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und oft auch einem Augenzwinkern.

Ich finde das Buch sehr gelungen und freue mich auf Krimi Nr.2 der Autorin. Dora Heldt ist ihrem Anspruch Unterhaltungsliteratur zu schreiben, mal wieder gerecht geworden.
„Böse Leute“ ist ein Buch das der Entspannung dient.

ISBN: 9783423216777
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

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