Ingrid Davis : Aachener Todesreigen

„Aachener Todesreigen – Der erste Fall für Britta Sander“ ist zugleich der erste Krimi von Ingrid Davis.
Schon mal vorweg, es ist ein gelungenes Debüt.

Aachen, die Stadt, die eng mit Karl dem Großen verbunden ist, ist der Schauplatz des Todesreigen .

Die Detektei „Schniedewitz & Schniedewitz“ ist der Arbeitsplatz von Britta Sander und auch der von Eric Lautenschläger, Brittas Kollegen.
Der übliche Arbeitstag gilt der Observation von untreuen Ehepartnern und anderen langweiligen Aufträgen.
Britta observiert Mietzi gerade, es geht auch in die Richtung Untreue.

Ja und da platzt Pia Brand in den Arbeitstag. Sie ruft bei Britta an, man kennt sich von der Schule. Brittas ehemalige Mitschülerin und Pias Schwester Sabrina ist verschwunden.
Sabrina ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, sie leitet eine Werbeagentur, und wollte einige Tage ausschalten und nun erreichen Pia und auch Sabrinas Ehemann Sabrina nicht.
Sie muss in Bad Bertrich in einer Ferienwohnung sein. Pia ist schon vor Ort, sie hat für Britta ein Zimmer im Hotel reserviert.
Britta erforscht wo Sabrina abgestiegen ist. Fündig wird sie bei Familie Brösisch.

Herr Brösisch schaut in der Ferienwohnung nach und findet Sabrina tot. Es sieht nach Selbstmord aus. An Suizid glaubt Pia nicht.

Britta und Eric beginnen zu ermitteln, unterstützt von Silke.
Eric bekommt einen Auftrag von Familie Fuhrmann, Tessa, ihre Tochter ist tot. Eine Klassenkameradin von Sabrina. So ein Zufall, oder kein Zufall? Der Todesreigen beginnt.

Im Verlauf des „Aachener Todesreigen“ lernen wir eine ganze Reihe von Sabrinas Klassenkameradinnen kennen, nicht nur als Verdächtige.

Sammy und Kommissar Körber kommen ins Spiel, die Aachener High Society, Brittas Familie, die man gar nicht alle kennenlernen will und viele mehr.

Ingrid Davis hat den Todesreigen raffiniert aufgebaut. Sie lässt uns in die tiefsten Abgründe mancher handelnden Person blicken.
Wir Leser dürfen teilhaben an Irrungen und Wirrungen mancher Beteiligter und Britta und Eric bei ihren Ermittlungen begleiten.
Ich bin gespannt auf den nächsten Band.

ISBN: 9783954414116

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Alexander Rühl : Tod im Weinberg

„Tod im Weinberg“ ist ein regionaler Krimi, der in Flörsheim und Umgebung spielt.
Ein Weinberg und eine Leiche, passt nicht so ganz zusammen, oder? Wein un dGemütlichkeit eher. Das gibt es im Buch auch.

Alexander Rühl, der Autor des Krimis, wohnt samt Familie in Flörsheim und was liegt da näher als den Krimi in der Umgebung spielen zu lassen.
Dass der Autor sich in Flörsheim, speziell in Wicker, wo der Weinberg sich befindet, auskennt, das merkt man im Buch.
Er kennt nicht nur die Gegend und die Weinberge, sondern auch die Menschen dort, ihre Lebensart und auch ihre Sprache.
Alexander Rühl beschäftigt sich seit 2011 mit der Flörsheimer Mundart und ich kann, falls Sie einen der herrlichen verwendeten Ausdrücke nicht verstehen, nur auf die Internetseite des „Flerschemer Werrderbuch“ verweisen.

Jetzt habe ich schon mal eine Besonderheit des „Tod im Weinberg“ verraten. Der Autor lässt die Leute aus Flörsheim in ihrer Sprache agieren.
Meist versteht man um was es geht, zumindest ich, aber ich wohne auch schon länger in der Gegend. Sie sicher auch.
Was das Buch weiterhin auszeichnet ist, dass es dem Autor gelungen ist, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Matthäus Müller hat mal wieder ein Vorstellungsgespräch. Nur ein Posten als Trainee, das will er nicht. Das war es mit dem Redakteursposten.
Wofür hat er Publizistik studiert? Frust macht sich breit.
Mit seinen Freunden ertränkt er den Frust im Wickerer Riesling. Ein Aushilfsjob bei Murats Vater ist doch kein richtiger Job.
Arbeitlos , wovon soll er leben? Da kommt er auf die Idee Privatdetektiv zu werden.
Murat hilft schnell Flyer zu drucken und bei der Flerschheimer Kerb will Matthäus diese beim Kerbekaffeebesuch im Gemeindezentrum verteilen.

Schnell hat er einen Auftrag, Julia Stein vermisst ihre Nichte Aneta, die auf dem Weingut Hammer arbeitet.
Matthäus beginnt zu ermitteln. Dabei kommen ihm seine Ortskenntnisse, der Zufall, der Dorfklatsch und vieles mehr zur Hilfe.

Mehr verrate ich nicht, ausser, das der Krimi einen Teil meines Schlafes gekostet hat, weil ich ihn nicht weglegen konnte.
Er ist herrlich geschrieben, man lernt die Art der Einheimischen kennen, taucht ab ins Frankfurter Kriminellen – Milieu und kann einer spannenden Handlung folgen.
Es lohnt sich das Buch zu lesen.

Ich warte auf eine Fortsetzung.

ISBN: 9789463421836

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Dietrich Faber: Hessen zuerst!

„Hessen zuerst“ ist das erste Buch, das ich aus der Reihe rund um Ex-Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann lese.
Der Autor ist Dietrich Faber, Kabarettist. Viel Gutes hatte ich von seinen Krimis rund um Bröhmann gelesen.

Gleich vorweg, ich habe das Buch 5 x angefangen und 5 x weg gelegt, um es dann beim 6.Mal komplett zu lesen, da ich gehofft habe, dass es auch mich begeistert.

Henning Bröhmann lebt mit seiner Familie im Vogelsberg.
Den Polizeijob hat er durch sein Verhalten verloren. Nun ist er Hausmann.

Eine Wanderung mit dem Vermieter und Nachbarn Rüdi = Rüdiger steht an. Mit von der Partie ist auch Gisa, Rüdis Ehefrau, Hessi (Heswig) und Manni Kreuzer, Lehrer aus Nidda, Hennings Mutter, usw.

Im Ort gibt es „Hessen zuerst“, dies soll ein AfD-Ablager sein. Man munkelt, dass Rüdi dabei ist.

Es gilt den Mord an Bürgermeister Erhard Groß aufzuklären, für Rüdi steht fest, dass Flüchtlinge ihn getötet haben. Eine Bürgerwehr soll geründet werden.
Sie ahnen es sicher schon Bröhmann wird in die Ermittlung verstrickt. Es ist schwer Dichtung und Wahrheit voneinander zu trennen.
Viele Verstrickungen, Interessen, usw. gibt es zu erkunden.

Mein Fazit: das Geschehen plätschert so vor sich hin. Eine richtige Spannung entsteht nicht. Das hauptsächliche Geschehen rankt sich um Rüdi und die Bürgerwehr.
Der Autor hat sich des Konflikts Flüchtlinge und Rechtsradikalismus bedient, was nicht zu einer fesselnden Handlung beigetragen hat.
Ich bin enttäuscht vom Buch.

ISBN: 9783499291210

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Martina Kempff : Umkehrschuss

Martina Kempff hat mit „Umkehrschuss“ ihren 8.Eifel-Krimi aus der Reihe rund um das Dorf Kehr geschrieben.
Dies ist der erste Krimi, den ich von der Autorin lese.
Zunächst musste ich mich einlesen, da mir die Zusammenhänge des kleinen Dorfes Kehr, das in der Eifel liegt, und vor allem der Dorfgemeinschaft, fehlten.

Kehr gibt es nicht nur in der Fantasie von Martina Kempff, sondern es gibt das Dorf wirklich.
Das Besondere an dem kleinen Ort zeigt ein Zitat aus Wikipedia:
„Kehr ist ein Dorf in der Eifel, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Die Grenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 265. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt…“

Das muss erst einmal ein Ort nachmachen, ein kleines Dorf, wenige Familien, die dort leben, aber 2 Länder und auch dazu im deutschen Teil noch 2 Bundesländer.
All das ist die Kulisse eines Mordes.

Dorfmittelpunkt ist die „Einkehr“ das Restaurant von Katja Klein, die mit Marcel Langer, dem belgischen Polizisten befreundet ist. Da geht der internationale Kuddelmuddel schon los.

Der Tote wird auf dem Friedhof gefunden, aber nicht einem Grab sondern er liegt auf dem Rasen und ein Loch ist in der Brust.
Was soll das? Unruhe kommt auf im Eifeldorf. Wer hat das getan? Verdächtigungen über Verdächtigungen.

Mehr verrate ich nun nicht. Lesen Sie selber.
Martina Kempff ist es gelungen einen Eifel-Krimi zu schreiben, der geprägt ist von unterschiedlichen Charakteren, herrlichen Schilderungen der Familienverquickungen, der Schilderung alten, teils störrischen Eifeler, dem Kompetenzgerangel der Polizeibeamten,aber auch deren Zusammenarbeit.
Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen, auch, wenn ich dafür etwas gebraucht habe, um die Charaktere zuzuordnen.

Ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Eifel-Fans.

ISBN: 9783954413867

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Chris Karlden : Der Totensucher

„Der Totensucher“ ist mein erstes Buch von Chris Karlden.
Karlden hat als Schauplatz für seinen Krimi Berlin gewählt. Der Autor ist hauptberuflich Jurist.

Bereits im Epilog erfährt man als Leser die tragische Geschichte, die im Krimi von Karlden eine Rolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle, spielen wird.
Lucy, die Tochter von Kriminalhauptkommissar Adrian Speer, der bei der Drogenfahndung der Kriminalpolizei ist, wird wach. Sie hat ein Geräusch gehört. Ihre Mutter ist nicht zuhause, ihr Bruder Jonathan übernachtet bei einem Freund, aber Papa müsste ja reagieren.
Stille, keine Antwort, Lucy ruft den Vater an, der zu einem Einsatz musste und nun sofort kommt. Er beruhigt sie während der Fahrt via Handy.
Bis er zuhause ankommt, ist Lucy weg, entführt.

Adrian Speer erlebt schlimme Zeiten. Er geht davon aus, dass er Lucy nie mehr sehen wird, dass sie tot ist.

Nach 2 Jahren fängt er bei der 8.Mordkommission an, die von Robert Bogner geleitet wird. Zum Team gehört auch noch Oberkommissarin Tina Jeschke.

Fernanda Gomez ist Leiterin des Dezernats für Tötungsdelikte bei der Berliner Polizei.
Sie überträgt der neuen 8.Mordkommission einen besonders grausamen Fall. Gefunden wird die Leiche von Horst Rokov, einer Kiezgröße. Dieser wurde übel zugerichtet.

Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass ein Serienmörder mit einer besonders perfiden Handschrift am Werke ist.
Die 8.MK ermittelt in viele Richtungen.

Mehr nehme ich nicht vorweg, ausser, dass Karlden einen sehr spannenden Krimi geschrieben hat, der trotz der Brutalität der Taten, sehr gut lesbar, ist.
Die Charaktere sind hervorragend geschildert. Als Leser taucht man ein in die Gefühlswelt des Adrian Speer, aber man wird auch Zeuge eines pädophilen Netzwerks mit Mitgliedern, die man nicht erwartet hätte.
Alte Geschichten und Verletzungen spielen eine Rolle.

Der Psychothriller ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

ISBN: 9783746633428

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Christoph Güsken : Das Wunder von Hiltrup

„Das Wunder von Hiltrup“ ist ein Krimi, der im Münsterland spielt. Geschrieben hat ihn Christoph Güsken, den ich bislang als Krimiautor nicht auf dem Schirm hatte, das wird sich ändern.

Die Hiltruper Kanalinsel liegt im Dortmund-Ems-Kanal. Das erleichterte mir die örtliche Einordnung des Geschehens.

Malina Kerssenbrock, 4.Klässerin, soll auf dem Schulweg eine schöne Frau erschienen sein, die neben sich einen Heiligenschein hatte. So entstand „Das Wunder von Hiltrup“.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine Kapelle gebaut.

Und dann entsteht etwas ganz Ungewöhnliches, vor allem wenn man bedenkt, dass es im streng katholischen Münsterland ist. Es wird „Pope City“ gebaut, ein katholischer Freizeitpark.
Das Bistum Münster hat investiert und hofft auf Gewinn. Passt das zu einem Bistum? Vergnügen und Kapelle nebeneinander. Erscheinung und Vergnügen?
Ich kam ins Grübeln. Und nicht nur ich.

Niklas de Jong war mal Polizist und ehemals auch Kollege von Küppers, der nun auch nicht mehr bei der Polizei ist und als Privatdetektiv in Everswinkel arbeitet.
Küppers will verreisen und de Jong, der auf einem Hausboot wohnt, vertritt ihn. Kann ja nicht viel Arbeit bedeuten im beschaulichen Münsterland.
Ja könnte man meinen, aber es kommt eine Leiche dazwischen. Eine Leiche, die schon gar nicht mehr da ist.
Mickie Kelzenberg, ein Mitschüler von de Jong, ist mittlerweile Musiker, hat eine Band und hat eine Radiooper mit dem Titel „Tod macht blau“ geschrieben.
Weiter kommt Mickie zunächst nicht mit seiner Recherche, denn Mickie wird als Leiche entsorgt.

Es gibt auch  eine mysteriöse Gesellschaft „GSO-Gesellschaft für Selbstoptimierung“ mit Sitz im Langstrumph-Haus.
Pater Monk spielt eine Rolle, Catweazle auch. Den kennen wir doch woanders her.
Der Schauspieler Pinkwart alias Hauptkommissar Rilke (im Krimi) stirbt und es gibt noch mehr Leichen.
Wo ist bloß der Zusammenhang? De Jong grübelt genauso wie der Polizist Merzenich.

Mehr verrate ich nicht.

Christoph Güsken ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der spannend ist, aber auch oft zum Schmunzeln verführt, wenn man sich die Typen, die er beschreibt, vorstellt.
Skurile Gestalten tummeln sich im Krimi.
Wie kommt es zu den Morden? Wer ist der Mörder? Wo ist der Schlüssel, um die Geheimnisse zu lüften?
De Jong auf Wegen und Abwegen. Wir Leser können ihn begleiten.
Es ist ein Krimi der etwas anderen Art. Mir hat er gut gefallen.

ISBN: 9783954413836
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Dora Heldt : Wir sind die Guten

Nach „Böse Leute„, dem ersten Sylt-Krimi von Dora Heldt, ist nun der neue Krimi „Wir sind die Guten“ da.

Dora Heldt lässt wieder Maren Thiele, Polizeiobermeisterin, ihrem nicht gerade beliebten Chef Runge  auch Anna von der Kripo Flensburg mitspielen.
Und, na klar, auch die „Rentner-Ermittler“ sind dabei, allen voran Karl Sönnigsen. Er war lange Kriminalhauptkommissar und der Vorgänger von Runge.
Onno Thiele, der Vater von Maren, der mit Helga angebandelt hat, gehört dazu. Zur Rentnergang gehören auch noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.
Inge ist mit Walter verheiratet und ihr Bruder Walter mit Charlotte.
Sie sehen es bleibt in der Familie.

Dann ist da noch Rike, Marens beste Freundin und Robert, Marens Freund, der 10 Jahre jünger ist als sie und in Hamburg lebt.

Inge und Charlotte haben eine Putzhilfe, Sabine Schäfer. Davon dürfen ihre Männer nichts wissen. Sabine wohnt im Keller von Wilma und die Wohnung ist nicht angemeldet.
Eines Tages wird Sabine vermisst. Wilma will nicht auffliegen wegen der illegalen Wohnung und bittet Helga, dass diese Karl und Onno um Hilfe bittet bei der Ermittlung.

Und was ist mit Corinna, die tot sein soll?
Eine Leiche am Roten Kliff in Kampen spielt eine Rolle. Ebenso die Freunde Kai Kruse, der ein Haus auf Sylt hat, Dirk Nowak und Alexander von der Heyde.

Ein Toter, eine Vermisste, ganz schön viel auf einmal denkt sich die Truppe um Karl.
Maren ermittelt im Fall des Leichenfundes.

Die Truppe um Karl ermittelt auch, aber anders als die Polizei dies kann und in beiden Fällen.

Ein rätselhaftes Foto einer jungen Frau sorgt für Aufsehens. Wie ist die Gärtnerei Tiedemann darin verwickelt? Diese ist in Altmannshausen Nähe Oldesloe.
Welche Rolle spielt Wolf Bertram?

Diese Fragen werden Sie sich stellen, wenn Sie dieses spannende und zugleich amüsante Buch lesen.
Verraten werde ich es nicht.
Nur soviel, es erwarten Sie 506 Seiten im Buch und eine Story, die es sich zu lesen lohnt.

Dora Heldt ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem vieles anders scheint als es ist.
Werden da etwa Tote lebendig?
Auch hat Dora Heldt es verstanden, viel Sylter Lebensart einzubauen, man merkt, dass die Autorin ihre Heimat liebt.
Die Personen sind herrlich beschrieben mit ihren Macken und ihren liebenswerten Seiten.
Man fühlt sich als Leser als sei man Teil der Handlung.

Eintauchen in die Geschichte lohnt sich.

ISBN: 9783423261494
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Volker Dützer: Freier Fall

Nachdem ich vor Kurzem den Krimi „Der Schacht“ von Volker Dützer gelesen habe und begeistert war vom Ermittlerduo Funke und Stein, war es klar, dass der neue Krimi von Volker Dützer, mit dem Titel“Freier Fall“, flott auf meinen Bücherstapel musste.
Es ist mein 3.Krimi, den ich vom Autor lese und jedes Mal hat sich die Qualität mit dem neuen Krimi nochmals gesteigert.

Volker Dützer lebt und arbeitet im Westerwald und auch „Freier Fall“ spielt in der Gegend rund um Koblenz und dem Westerwald.

Helen Stein, Kriminalhauptkommissarin und Profilerin, ist immer noch traumatisiert von den Geschehnissen im letzten Fall, auch, wenn sie sich dies selber nicht eingesteht.
Ben Funke, eher knorrig und wortkarg, Polizist in Hachenburg im Westerwald hat seine Tochter mit Helens Hilfe gefunden, und sortiert sein Leben neu.

Funke hat wieder Freude am Leben gefunden, Nora, seine Tochter, die aufgrund der Dinge, die sie erlebt hat, einen Autismus hat, der Golden Retriever Joker, der nicht von Noras Seite weicht, sind sein Leben. Er hat keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Ja selbst eine Geliebte hat Funke mittlerweile, Carola Wesseling, Ehefrau von Holger Wesseling, dem bekannten Politiker.
Langsam findet Funke wieder in sein altes Leben zurück.
Mit Carola trifft er sich immer im Ferienhaus der Wesselings am Dreifelder Weiher.

Auch jetzt freut er sich auf Carola, die ihn dringend sehen will.
Irgendwann erwacht Funke neben seiner toten Geliebten, die offensichtlich mit seiner Dienstwaffe erschossen wurde.

Ich werde nun nicht verraten wie es weitergeht, das müssen Sie selber lesen.
Auf alle Fälle erwartet den Leser ein Krimi, der sehr spannend ist, eine unvorhersehbare Handlung und mitreissende Szenen.

Volker Dützer hat es wieder einmal verstanden den handelnden Personen quasi Leben einzuhauchen. Die Personen im Krimi werden so genau beschreiben, besonders auch ihre Handlungen und deren Hintergründe, dass man sich völlig in sie hineinversetzen kann.
Auch die Art der Menschen im Menschen, manchmal etwas schroff, kommt nicht zu kurz.
Ein vor Arroganz triefender Ehemann Wesseling begegnet uns Lesern genauso wie empathische Ärztin Dr.Elenor Cox.

Geschehnisse in Afrika, ein Amulett, ein Krimiautor und seine Phantasien und ein arroganter Polizist namens Kain, spielen eine Rolle.

Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache, dass Volker Dützer noch nicht weiß, ob es einen dritten Krimi mit Ben und Helen gibt. Den muss es geben.

ISBN: 9783954413829
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Cathrin Moeller :Mordsacker

Das Buch von Cathrin Moeller „Mordsacker“ spielt in Mecklenburg, genauer gesagt im Dorf Mordsacker.

Nach Mordsacker hat es die Familie von Franziska Bach, der Schauspielerin aus Berlin, verschlagen.
Offiziell sind Franziska Bach, ihr Mann Paul und ihre Tochter Sophie bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Franziska heisst jetzt Klara Himmel und ihr Mann hat sich für einen Job als Dorfpolizist in Mordsacker entschieden. Sophie ist dort Ärztin in einer Landarztpraxis.
Dabei war Sophie Assistenzärztin in der Herzchirurgie in der Charité, hatte große Pläne für ihre Zukunft.

Klaras Mann war im Undercover-Einsatz und jetzt muss die Familie im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms unter anderem Namen in der Pampa leben.
Die Schuld gibt sich Klara, sie hatte nicht richtig zugehört, als ihr Mann mit ihr den geplanten Einsatz und die Gefahren besprochen hatte. Sie hatte zugestimmt und muss nun die Konsequenzen tragen.
Schluß mit der Schauspielerei, dem Job an der Schauspielschule, mit Berlin.

Gefühlt versteht sich Paul zu gut mit seiner Kollegin Anette.
Das Hausfrauendasein ist nichts für Klara, das Backen eines Käsekuchens gerät zur gefühlten Katastrophe.

Sophie wird zu einem Notfall gerufen und Paul zu einem Einsatz, den er trotz einer heftigen Erkältung ausführt.
Bauer Schlönkamp wird tot in der Güllegrube gefunden.
Paul liegt krank im Bett, Anette ermittelt. Irgendwie lässt die Langeweile Klara keine Ruhe. Sie ermittelt heimlich mit im geheimnisvollen Todesfall von Mordsacker.
Im Verlaufe des Geschehens kommt sie Isabel, der Tochter der Schlönkamps, näher, arbeitet im Stall, tanzt Tango, lernt die Landfrauen und die Familienverhältnisse im Dorf kennen und vieles mehr.

Mehr verrate ich nicht. Lesen Sie den Dorfkrimi selber.

Cathrin Moeller hat diesen Krimi mit viel Witz und Spannung geschrieben.
Leider haben sich wenige Fehler eingeschlichen.

Mein Fazit: ein witziger Landkrimi, es macht Spaß ihn zu lesen.

ISBN: 9783956496813
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Dora Heldt : Böse Leute

Dora Heldt kann auch Krimis schreiben, das beweist sie mit „Böse Leute“.
Da ich Sylt liebe, lese ich die Bücher von Dora Heldt sehr gerne. Sie schafft es immer ins Buch auch eine gehörige Portion Inselflair einzubauen.

Nach etlichen Büchern, die auf Sylt spielen und eher Familiengeschichten sind, hat Dora Heldt nun einen Krimi geschrieben.
Im vorderen Einband schreibt sie, dass sie mal „böse Leute“ in der Geschichte haben wollte.
Und diese gibt es in „Böse Leute“ genug.

Karl Sönnigsen war lange Kriminalhauptkommissar, er ist nur berentet. Leicht fällt ihm dieses süße Nichtstuen nicht.
Seine Frau ist nach einer Operation in Reha. Gut, dass es seinen Freund Onno Thiele gibt, dessen Frau verstorben ist.
Zum Rentnerquartett gehören noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.

Maren Thiele, Onnos Tochter, die Polizeiobermeisterin ist, kommt nach 20 Jahren zurück auf die Insel.
Sie hat sich frisch von Henry getrennt, will zurück auf die Insel und zu Rike, ihrer besten Freundin.
Maren hat auf Sylt gleich alle Hände zu tuen.

Dora Heldt lässt Maren keine Zeit dafür erst einmal richtig anzukommen, nein sie muss gleich arbeiten. Ihr Chef Funke, Karls Nachfolger, ist kein Sympathieträger.

Auf der Insel gibt es eine Einbruchsserie, Jutta Holler stirbt und vieles mehr.
Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch das Quartett um Karl ist im Undercover-Einsatz.
Wer ist der Mörder? Ist der Mörder auch der Einbrecher? Was hat es mit gut aussehenden jungen Herren auf sich? Welches Familiengeheimnis wird gelüftet?
Lesen Sie selbst.

Dora Heldt hat es geschafft einen spannenden Krimi zu schreiben, mit ganz viel Syltflair, herrlichen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und oft auch einem Augenzwinkern.

Ich finde das Buch sehr gelungen und freue mich auf Krimi Nr.2 der Autorin. Dora Heldt ist ihrem Anspruch Unterhaltungsliteratur zu schreiben, mal wieder gerecht geworden.
„Böse Leute“ ist ein Buch das der Entspannung dient.

ISBN: 9783423216777
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