Hans W. Cramer : Evas Erbe

twitterrss
twitter

“ Evas Erbe “ heisst der fesselnde Thriller von Hans W. Cramer.
Schon das Titelbild zeigt was eine Hauptrolle im Buch spielen wird. Ein alter Koffer, der der Oma von Eva gehört hat.

Hans W.Cramer, der Autor des Buches, ist im wahren Leben Gynäkologe und hat einen Teil seiner Facharztausbildung in Dortmund absolviert.
Diese Orts – und Fachkenntnisse lässt er im Buch einfließen.

Die Geschichte, oder besser deren Hintergrund, beginnt am 16.10.1970. Um 2:43 h sind Berthold Fischer, Karl-Heinz Tönner – die „Tonne“ und Friedrich König, der den Wagen fährt, im Wald auf dem Weg zum Treffpunkt.
Die Männer, die sie treffen sollen haben 50 % der Beute verlangt.

10.5.2011
Dr.Michael Berger hat vor 2 Jahren seine Frau verloren, Hirntumor. Er ist Gynäkologe und hat eine Praxis in Dortmund.
Er lebt nun alleine in seiner Doppelhaushälfte, unglücklich.
Noch ahnt er nicht, dass sein Leben sich komplett ändern wird.

Seine erste Kraft in der Praxis ist Martina Kuhlmann, sie ist seit 25 Jahren dort.
Aufgeregt zeigt sie ihrem Chef einen Brief vom Gericht.
Es ist eine Einladung zu einer Testamentseröffnung, die Erblasserin ist Margit Hook, eine langjährige Patienten, die verstorben ist.
Ebenso eingeladen ist Eva Maybaum die Enkelin von Margit Hook.

Eva arbeitet als Buchhändlerin in Marburg.
Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, der Vater 1985 bei einem Autounfall.

Bei der Testamentseröffnung erbt Eva das Haus der Oma ausser dem beweglichen Besitz auf dem Dachboden, den erbt Michael.
Das verstehen die 2 nicht.
Der Dachboden wird aufgeräumt, die alte Dame hat Hinwiese hinterlassen, die teils erfolgreich verfolgt werden.

In Frankfurt gibt es einen spektulären Bankraub.

Gibt es Zusammenhänge?
Wie verläuft ein Besuch bei Alexander, dem Bruder von Michael?
Was hat es mit einem alten Herrn in einem grossen Haus zu tuen?

Lesen Sie selber.

Dieser excellente Krimi lebt von einer ausgeklügelten Handlung, die mehrere Dinge und Orte verknüpt.
Die Charaktere werden vor dem inneren Auge der Leser lebendig, so gut hat es der Autor verstanden sie zu beschreiben.

Meine Leseempfehlung

Quelle : Gmeiner-Verlag

ISBN : 978-3839222089

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Prof.Dr.Jürgen Schäfer : Der Krankheitsermittler

twitterrss
twitter

Prof.Dr.Jürgen Schäfer ist Leiter des ZusE, also des „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“ in Marburg.

Prof.Schäfer ist Endokrinologe und Internist, er hat die Professur für „Präventive Kardiologie“ in Marburg.
Zusammen mit seinem Team ist er zuständig für das ZusE.
Bereits auf der Homepage beschreibt Prof.Schäfer das er nicht der deutsche Dr.House ist. Er hat sich auf die Fahne geschrieben Menschen mit ganz seltsamen Erkrankungen zu helfen.

In seinem Buch beschreibt Prof.Schäfer wie es zu dem Namen „deutscher Dr.House“ für ihn kam.
Medizinstudenten in Vorlesungen zu begeistern fällt nicht immer leicht.
In einem kleinen Seminar hat der Autor medizinisch-fachliche Themen, seltene Erkrankungen an Beispielen aus der Serie Dr.House aufgearbeitet.
Ja so kommt zu einem Titel, den man gar nicht will, den die Medien aber lieben.

Das Buch „Der Krankheitsermittler“ von Prof.Schäfer erklärt eigentlich schon im Titel was die Arbeit von Prof.Dr.Jürgen Schäfer ist.
Eigentlich Detektivarbeit am Kranken.

Der Autor und sein Team wollen Kranken helfen, die eine wahre Odyssee hinter sich haben. Patienten mit ellenlangen Diagnosen, aber nicht der richtigen.
Sie diagnostizieren solange bis sie eine Abschlussdiagnose haben.
Egal mit welchen Mitteln, es wird stets weitere Diagnostik gemacht bis man weiß was der Patient hat.

Mutig finde ich den Ansatz von Prof.Schäfer, der in seinem Buch schreibt, dass es solche Zentren wie das ZueS (Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen) eigentlich in jeder Uni geben müsste. Recht hat er.
Aber er beschreibt auch wie die Arbeit heute in einer Klinik abläuft. Es gibt Fallpauschalen, etc. die klar bestimmen wieviel Geld für einen Patienten zur Verfügung steht. Und die Patienten, die bei Prof.Schäfer landen, sind durch dieses Raster gefallen.

Der Autor beschreibt 13 Fälle, deren Abschlussdiagnosen meist gar nicht so aufregend sind, aber der Weg dahin war es für den Patienten.
Egal ob nun ein Patient ständig unter Übelkeit und Erbrechen litt scheinbar ohne erkennbare Ursache, eine Patientin eine Epilepsie zu haben scheint, aber keine hat, ein verkappte Schlafapnoe, usw.

Prof.Schäfer hat alle Fälle mit detailliert beschrieben, aus der nüchternen medizinischen Sicht genauso wie aus Patientensicht, oft aus der Sicht der Angehörigen, des Umfelds des Patienten.
Vor allem erkennt man wie der Autor mitfühlt, wie er sich reinkniet in diese Detektivarbeit.
Als Leser lernt man so ganz nebenbei aber auch etwas, nämlich für einen Arzt zur Diagnosestellung auch Kleinigkeiten, ich denke nur an den Fall der Papageien-Allergie, Nebensächlichkeiten, ganz wichtig sein können.

Ein lesenswertes Buch für alle, die auch mal hinter die Kulissen schauen wollen.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird