Mareike Marlow : Blutroter Flieder

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Mareike Marlow, die Autorin von „Blutroter Flieder“ kannte ich nicht. Dies ist das erste Buch, das ich von ihr lese.

Wie es dazu kam? Nein nicht der Flieder ist schuld.
Mareike Marlow ist das Pseudonym von Marion Meister.
Ja und Marion Meister ist verheiratet mit Derek Meister, dessen Bücher „Der Jungfrauenmacher“ und „Die Sandwitwe“ ich verschlungen habe.
Und über die facebook-Seite von Derek habe ich dieses Buch entdeckt.
Zum Glück muss ich sagen.

„Blutroter Flieder“ ist ein spannender Krimi, genau 2 Abende habe ich gebraucht. In einem Rutsch lesen ging nicht, schlafen musste ich auch mal.
Mareike Marlow hat lange in Berlin gelebt bevor die Familie Meister in einen kleinen Ort in der Nähe des Steinhuder Meeres gezogen ist.
Die Ortskenntnisse aus diesen verschiedenen Wohnorten und die Eigenschaften der Menschen in den Gegenden hat die Autorin in diesen Krimi einfliessen lassen.

Tessa hat als Journalistin in Berlin gelebt, sie ist eine typische „Großstadtpflanze“. Kaffee in diversen Variationen aus dem Kaffeevollautomat ist ihr Lebenselixier.
Sie hat eine Halbschwester, Jana, die in Burgheide lebt, einem kleinen Ort zwischen Lüneburg und Bremen. 30 Jahre Altersunterschied liegen zwischen Jana und Tessa.
Jana war Landärztin in Burgheide, sie ist mittlerweile im Ruhestand. Jana lebt im Haus am See, dem Haus, das Joona, der Vater der beiden Schwestern, ihnen vererbt hat mit einer Bedingung.
Jana und Tessa müssen 1 Jahr zusammen im Haus wohnen bleiben.

Jana und Tessa, 2 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Jahr zusammenleben. Horror oder nicht?
Als erstes stellt Tessa fest, dass Jana keine Kaffeemaschine hat. Tee soll sie trinken oder Instant-Kaffee. Das geht gar nicht, eine Kaffeemaschine wird sofort bestellt.
Auch sonst fühlt Tessa sich nicht so ganz wohl. Langweilig ist Burgheide, nur Ruhe, nichts los.

Dann wird Sara, die Profireiterin und Mitbesitzerin eines Gestütes tot aufgefunden. In den Flieder gestürzt. Von ihrem geliebten Pferd „Dancing Queen“ gestürzt. Sara ist tot.
Sara ohne Helm? Sie reitet nur mit Helm. Und ihr Helm hängt im Stall.
Es gibt eine Reihe Ungereimtheiten.

So nach und nach, Sie können es sich denken, beginnen Tessa und Sara zu ermitteln.

Mehr verrate ich nicht.

Mareike Marlow ist es gelungen, den Leser eintauchen zu lassen ins Geschehen. Man fühlt sich mittendrin im Dorfgeschehen, lernt schrullige und weniger schrullige Menschen kennen.
Die Menschen, die mit dem Gestüt zu haben, spielen eine Rolle, Martin und der mit Alkohol gebackene Kuchen und vieles mehr.
Und so ganz nebenbei bekommt man auch noch Rezepte für leckere Kuchen.

Wer Krimis mit einem Schuß Humor, die mit grossem Einfühlungsevrmögen in die handelnden Personen geschrieben sind, mag, der ist hier richtig.

Quelle : Droemer Knaur

Quelle : Droemer Knaur

ISBN: 9783426517000
Bestellen könne Sie das Buch gleich hier.

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Michael Theißen : Leons Erbe

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„Leons Erbe“ ist der Debütroman von Michael Theißen.
Michael Theißen lebt in Korschenbroich. Der Autor hat Sozialwissenschaften in Köln studiert.
Er ist ein Fan von Psychothrillern, die er gerne liest und schreibt. Nun hat er seinen ersten Psychothriller veröffentlicht.
Im Moment gibt es nur das ebook, bald ist dann auch das Taschenbuch verfügbar (laut Verlagsseite ab 11.7.16).

Katja Helmke ist in einer bürgerlichen Familie zusammen mit ihrer Schwester Nicole, genannt Nicci, aufgewachsen.
Nicci ist seit etwa einem halben Jahr verschwunden.
Verheiratet ist Katja mit Markus. Sie haben einen Sohn, Leon, der gerade auf der Schwelle vom Jugendlichen zum Erwachsenen steht.

Und nun kommt der zweite große Schicksalsschlag für Katja. Leon wird angefahren und verstirbt. Der Unfallfahrer hat ihn einfach liegen lassen.
Für Katja und Markus bricht eine Welt zusammen. Katja leidet, Markus gibt keine Ruhe, er schaltet einen Detektiv ein. Der soll herausfinden wer Leon getötet hat.
Leon könnte vielleicht noch leben, wenn der Mensch, der ihn überfahren hat, direkt Hilfe geholt hätte.
Viel schwirrt im Kopf von Katja herum.

Und in mitten in der Trauer, in dieser schlimmen Phase, ruft der Notar Kruse an. Katja solle schnell zu ihm kommen, er habe etwas, das er ihr geben solle.
Katja fährt hin und erhält ein Paket von Leon, dass der Notar ihr überreichen soll, wenn Leon etwas zustösst.
Es ist ein Armband drin das Nicci gehört hat.

Katja vergisst das Kästchen von Leon und wird, als sie es holen will, in weitere Geschehnisse verstrickt.

Ein Unfallzeuge meldet sich.

Mehr verrate ich nicht, ausser dass es sehr spannend wird.
Der Leser begleitet Katja auf ihrer Suche nach der Wahrheit.

Michael Theißen hat es verstanden die Handlung schlüssig und nachvollziehbar zu schildern.
Er verzichtet auf Schnörkel. Der Autor hat einen klaren Schreibstil. Die Spannung steigt von Seite zu Seite.

Auch beschreibt der Autor die Gefühlswelt von Leon sehr gut. Man kann sich in den jungen Mann hinein versetzen.
Ebenso die Geschichte von Katjas Familie, sowohl ihrer Ursprungsfamilie wie auch ihrer eigenen kleinen Familie, bietet genug Stoff für Spannung pur.

Hut ab für einen solchen Debütroman, bin gespannt was als nächster Thriller von Michael Theißen kommt.

Quelle : Bastei Lübbe

Quelle : Bastei Lübbe

Taschenbuch
ISBN: 978-3-7413-0014-1
ebook
ISBN: 978-3-7325-2510-2

Bestellen können Sie gleich hier das ebook und hier das Taschenbuch.

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Nele Löwenberg : Straße nach Nirgendwo

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Nele Löwenberg ist das Pseudonym, der Mädchenname von Nele Neuhaus.
Nele Neuhaus ist uns Lesern bekannt als Autorin ihrer bekannten Taunus-Krimis und ihrer Jugendbücher.
Unter dem Namen Nele Löwenberg schreibt sie nun auch eine andere Art von Büchern.

Ich muss gestehen, ich war skeptisch, Nele Löwenberg und dann kein Taunuskrimi? Geht das??
Was soll ich sagen, Skepsis ade, ich bin begeistert von dem Buch.

„Straße nach Nirgendwo“ ist eine Familiengeschichte. Keine einfache Familiengeschichte, nein kein „Friede, Freude, Eierkuchen“, ganz im Gegenteil.
Nele Löwenberg lässt uns Leser Sheridan Grant einen Teil des Lebensweges begleiten.

Sheridan Grants Leben ist eine Tragödie. Spät erfährt sie, dass sie adoptiert wurde.
Ein Leben auf einer Farm in Nebraska hat sie bislang gelebt. Ein Leben mit mehreren Brüdern, einer alles beherrschenden Mutter und einem liebevollen Vater.

Willow Creek, die Farm der Grants wird zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens.
Detective Lieutenant Jordan Blystone wird dorthin berufen. Es soll eine Schießerei mit mehreren Verletzten und mindestens einem Toten gegeben haben.
Begrüsst wird er bei der Ankunft von Sheriff Lucas Benton, der ihm berichtet, dass es 5 Tote und 2 Schwerverletzte gibt.
Es sind Familienmitglieder und Mitarbeiter der Familie Grant erschossen worden.
Ermordet und verletzt wurden diese Menschen von Esra, einem der Söhne der Grants. Dieser ist flüchtig.

Die Grants sind in der Gegend sehr bekannt, die Presse schaltet sich ein.
Vermisst wird die 17-jährige Tochter Sheridan Grant. Sie wird von der Presse gesucht.
Vernon Grant, der Vater, wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wie einer der Söhne auch. Rachel Grant erleidet einen Nervenzusammenbruch und kommt auch in die Klinik.
Sheridan wird gesucht. Sheridan, die die Tagebücher ihrer leiblichen Mutter Carolyn gefunden hatte und dadurch erfahren musste, dass sie adoptiert ist.
Sheridan, die unter Rachel und ihrem Bruder Esra gelitten hat.
Rachel gibt Sheridan die Schuld an dem Amoklauf von Esra. Es geht das Gerücht um, dass Sheridan ihren Vater Vernon Grant verführt haben soll.

Detective Jordan Blystones Leben nimmt auch eine ganz neue Wendung und er deckt ein lange gehütetes Familiengeheimnis auf.
Sheridans Leben nimmt eine ganze Menge Wendungen.

Nele Löwenberg hat es verstanden die Flucht von Sheridan, die abenteuerlich ist, detailliert zu schildern. Dabei hat die Autorin die junge Frau und die Irrungen und Wirrungen ihrer Kindheit und der Familiengeschichte so zu schildern, dass man ständig mit Sheridan mitfiebert.
Liebevoll schildert sie die Ängste und Sehnsüchte der jungen Frau. Ebenso schildert sie die anderen Personen so, dass man als Leser das Gefühl bekommt mitten in der Geschichte zu sein.

Ein lesenswertes Buch, das einen oft schlucken lässt ob der Bosheiten, die Menschen einfallen können.

Quelle:Ullstein

Quelle:Ullstein

ISBN: 9783548287386
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Krüger & Krüger : Die Tränen der Vögel

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Nachdem ich von Uwe Krüger bereits das Buch „Frankfurter Fische“ gelesen habe, ein toller Krimi, hat mich auch der neue Krimi „Die Tränen der Vögel“ interessiert.
Der Autor Uwe Krüger hat in Frankfurt gelebt, er hat dort Zoologie, Hydrologie, Mikrobiologie und Botanik studiert und in einem Zierfischgroßhandel gearbeitet.
Sein Bruder Jonas Torsten Krüger, der auch in Frankfurt geboren wurde, hat Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Botanik studiert.

Wer mehr über die beiden Autoren, die nun „Die Tränen der Vögel“ zusammen geschrieben haben, erfahren möchte, möge hier schauen.
Klar fragt man sich, warum ein Frankfurt – Krimi mit Vögeln, Ornithologie und Verbrechen sein muss. Welch eine Verbindung gibt es. Antworten geben die Krüger-Brüder in einem Interview.

Frankfurt, die grosse Stadt am Main, ist Schauplatz des neuen Krimis „Die Tränen der Vögel“ der Brüder Uwe und Jonas Torsten Krüger.
Der Hintergrund der Brüder Krüger, beide haben ein biologisches Studium absolviert, fließt in die Handlung des Krimis ein. Genauer gesagt die Ornithologie.

Die Kommissarin Karola Bartsch wird zu einem Tatort gerufen. Neben der Leiche sitzt eine Nachtschwalbe.
Ja und, werden Sie sagen. Vögel gibt es nun mal in der Stadt. Klar, aber der Schnabel dieser Nachtschwalbe ist blutig. Und die Leiche liegt nicht im Park, wo man Vögel vermutet, sondern im Gebäude der Firma Orni Charm Pharmaceutical.
Der Tote ist Dr.Sven Seidelmann, Mitarbeiter der Orni Charm. Orni Charm Pharmaceuticals arbeitet an ornithologischen Präparaten.

Die ersten Ermittlungen am Tatort oder ist es nur der Ort, an dem die Leiche aufgefunden wurde, gestalten sich schwierig.
Jede Menge aufgeregte Vögel flattern in Käfigen herum. Ähnlich aufgeregt sind die Mitarbeiter der Pharmafirma.

Karola und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Was hat der Vogel mit dem Toten zu tuen? Wieso hat er Blut am Schnabel?
Und mit Vögeln kennen sie sich auch nicht aus. Da kommt Karola die Idee, dass ihr Bruder Karsten Hobby-Ornithologe ist. Karsten, der Ex-Drogenfahnder, muss also helfen.
Was die Kommissarin nicht ahnt, ist, dass ihr Bruder nun anfängt zu ermitteln.
Der Fall hat mit seiner Vergangenheit zu tuen.
Karsten kümmert sich zwar mittlerweile um die Gestrandeten der Stadt, um Junkies, usw. aber das „Fahndergen“ hat er noch.
Der Staatsanwalt Wollbricht verhält sich seltsam, welchen Grund gibt es dafür?

Es gibt viele Ungereimtheiten. Wird Karola Bartsch den Fall auflösen? Ja sie wird, mehr verrate ich aber nicht.
Ausser, dass der Leser hier einen Krimi hat, wie er spannender nicht sein könnte.

Die Krügers haben es geschafft, die handelnden Personen exakt zu beschreiben, als Menschen, mit ihren Gefühlen und Ängsten.
Man kann tief eintauchen in Abgründe der Seelen der Protagonisten und in deren Leben. Es spielen viele Menschen aus dem Umfeld der Hauptpersonen mit, wie Mirko, der Diensthundeausbilder, Laurenz, Lotty, Jannick….
Den Autoren ist gelungen ein Buch zu schreiben, dass spannend ist vom Anfang bis zum Ende, ein Buch, das ich nicht weglegen konnte.

Und so ganz nebenbei gibt es auch noch etwas Ornithologieunterricht.

Meine Bitte an die Autoren, lasst uns Leser nicht so lange auf ein neues Buch warten, wie von den „Frankfurter Fischen“ bis zu diesem.

Quelle:Emons-Verlag

Quelle:Emons-Verlag

ISBN: 9783954518104
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Rudolf Jagusch : Eifelmonster

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Rudolf Jagusch gehört zu den Autoren, deren Bücher ich sehr mag. Sie spielen in der Eifel.

Die Eifel ist eine Gegend, die ich liebe und Rudolf Jagusch hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dieses fast Mystische was die Eifel ausmacht, die wundervolle Landschaft und die knorrigen Menschen für die Handlung des Krimis einzusetzen.

Jan Welscher muss seine erste Liebe zu Grabe tragen. Nein, keine Angst, nicht seine Freundin, sondern seinen alten Fiesta.
Dies setzt Rudolf Jagusch theatralisch in Szene „Es kam ihm vor, als hätte er ein Todesurteil gesprochen. Wie ein römischer Kaiser Kaiser, der mit dem gesenkten Daumen gnadenlos über den unterlegenen Gladiator richtet.“

Und genau in diesem bewegenden Moment ruft Hotte Fischbach an, der Kollege von Jan.
Es muss wichtig sein, denn er sollte nur in Notfällen anrufen.
Jan Welscher ist Kriminaloberkommissar, denn selbst in der sonst eher beschaulichen Eifel gibt es Verbrechen.
Jan muss los. Eine Leiche wurde aufgefunden.

Rudolf Jagusch beschreibt die Szene so, dass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt.

Fischbachs Harley steht bereits in der Einfahrt.
Jan geht in die Ausstellungshalle des Autohauses. Die Halle ist voll mit Oldtimern.
Der Tote ist Peer Clerk, er ist der Besitzer des Autohauses.
Ein edel gekleideter Mann mit einer Breitling am Handgelenk, der erschossen wurde. Offensichtlich war der Täter ein Scharfschütze.

Peer Clerk und Frank Lux, der Angestellte von Clerk, sind im Organisationsteam der „Eifel-Klassik“, einer Oldtimer-Tour durch die Eifel.
Ein niederländischer Geschäftsmann, der in Bad Münstereifel lebt, als Mordopfer.
Jan und Hotte können sich keinen Reim darauf machen.

So, mehr verrate ich nicht.
Es wird spannend.

Die Polizei ermittelt im Umfeld des Peer Clerk. Ein Kriminalkommissar a.D. kommt ins Spiel.
Die Oldtimerrallye spielt eine Rolle.
Die Jagd nach dem Mörder nimmt dramatische Züge an.

Rudolf Jagusch lässt uns Leser abtauchen in die Welt der Ermittlungen und des Verbrechens.
Wir lernen die Hintergründe kennen und die Ermittler lieben. Auch das Privatleben der Kommissare wird einbezogen.

Ein Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert ist.

Danke an den Autor, dass ich das Buch als Eifelkrimifan vorab lesen konnte.

Quelle : Emons-Verlag

Quelle : Emons-Verlag

ISBN 978-3-95451-778-7
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Cornelia Härtl : Finstere Geschäfte

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Cornelia Härtl lebt schon lange im Rhein-Main-Gebiet.
Sie hat in diesen spannenden Krimi ihre Erfahrungen aus ihrer Verwaltungstätigkeit und ihre Ortskenntnisse einfliessen lassen.

Emilia Hornauer wird erhängt im Offenbacher Stadtwald aufgefunden.
Emilias Schwester Christine glaubt nicht an Selbstmord und bittet ihre alte Schulfreundin Lena um Hilfe.
Lena Boroswki ist auch Sozialarbeiterin. Sie ist völlig schockiert, als sie erfährt, dass ihre lebenslustige Kollegin tot ist.
Selbstmord kann das nicht sein, das ist für Lena klar. Das passt so gar nicht zu Emilia, die das Leben geliebt trotz ihres harten Jobs.

Cornelia Härtl siedelt die Handlung in Offenbach und Frankfurt an.
Lena wohnt dort. Sie vermisst Tamae ihre Geliebte, die beruflich in Neuseeland weilt.
Überhaupt ist ihr Leben gerade nicht so ganz in Ordnung.
Neben Tamae gibt es noch Gerd Rohloff, der ihr den Hof macht. Ein Mann aus dem Frankfurter Rotlichtmilieu. Und Karin gibt es auch noch.

Lena kannte Emilia, hat noch vor kurzem mit ihr gesprochen. Nach dem Tod von Emilia muß Lena teilweise deren Job übernehmen.
So langsam versteht sie warum Emilia so verstört und unruhig war in der letzten Zeit.

Daneben hat Cornelia Härtl stets, kursiv geschrieben, eine 2. Handlung eingeflochten. Ich werde sicher nicht verraten welche. Das müssen Sie schon selber lesen. Nur soviel, es ist absolut spannend, aber auch grausam.

Cornelia Härtl hat es geschafft, mehrere sehr schwierige aber auch aktuelle Themen in ihren Krimi einfliessen zu lassen.
Sie schildert alles so, dass man das Gefühl hat als Zuschauer dabei zu sein.
Absolut schonungslos werden die Gefühle der handelnden Personen, die Grausamkeiten, die Menschen teils erleben müssen, Ängste usw. geschildert.

Leider gibt es heute aber Brutalität, gerade in bestimmten Milieus. Aber auch Liebe gibt es.
All dies ist in dem Buch verwoben.
Es lohnt sich diesen Krimi, der mit einem Schuß regionaler Besonderheiten versehen ist, zu lesen.

Bestellen können Sie ihn gleich hier.
ISBN: 978-3-95400-574-1

Quelle: Sutton Verlag

Quelle: Sutton Verlag

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Oliver Bottini : Im weissen Kreis

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Oliver Bottini hat den mittlerweile 6.Band der Krimis um die Ermittlerin Louise Boni vorgelegt.

Louise Boni ist Kriminalkommissarin bei der Kripo in Freiburg.
Ein Informant gibt ihr den Tipp, dass russische Kriminelle 2 Waffen an einen Mann verkauft haben.
Diese Information kommt von Kilian, einem ehemaligen Kollegen, der nun undercover für das LKA arbeitet.
Was hat der Mann nur mit den Waffen vor?

Im Laufe der Ermittlungen stossen Louise und ihr Team auf den Halter des Wagens mit dem der Waffenkäufer gefahren ist.
Nur ist dieser Mann nicht gefahren, er hat ein unumstössliches Alibi.
Der Fahrer des Wagens war Ricky Janisch. Janisch ist kein Unbekannter. Die Abteilung Staatsschutz kennt ihn. Er ist Mitglied der „Brigade Südwest“ einer rechtsradikalen Vereinigung.
Und die haben Waffen gekauft?
Was planen diese Männer?

Die Ermittlungen führen Louise und ihre Kollegen immer tiefer in das rechtsradikale Milieu. Walczak, ein Campingplatz und viele mehr kommen ins Visier der Ermittler.
Ja und dann gibt es noch Kabangu, den Afrikaner, der seinen Großvater Mabruk sucht.

2 Fälle sind zu arbeiten.
Viel zu viel für so wenige Kriminalbeamte.
Louise wird immer tiefer in den Fall hinein gezogen.
Janischs Leiche wird gefunden.
Kabangu verschwindet. Geht noch alles mit rechten Dingen zu??
Findet Louise Großvater Mabruk?
Kann sie den rechtsradikalen Sumpf trocken legen?

Ich will jetzt nicht zuviel verraten. Sie müssen schon selber lesen.

Es erwartet sie ein Krimi der Extraklasse. Oliver Bottini versteht es die Charaktere sehr exakt zu beschreiben.
Man lernt die berufliche und private Seite der Ermittler kennen. Seiten, die man oft nicht trennen kann.

Die Spannung bleibt das ganze Buch über erhalten. Man muss einfach mitfiebern.

Mein erstes Buch des Autors, aber nicht mein letztes.

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Steffen Jacobsen : Bestrafung

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Steffen Jacobsen ist Chirurg und Autor.
Dies ist mein erstes Buch vom Autor und sicher nicht mein letztes.

Lene Jensen ist Kommissarin und ermittelt zusammen mit Michael Sander, einem Privatdetektiv.

Es gab einen Anschlag in Dänemark im Tivoli durch einen Selbstmordattentäter. Mehr als tausend Menschen kostete dieser das Leben.

Etwa ein Jahr danach ruft eine junge Frau, Ain, bei Lene an. Sie fühlt sich bedroht. Lene kennt Ain durch die Arbeit bei der Telefonseelsorge.
Lene wird Ohrenzeugin von Ains Tod. Ein Zug überrollt die junge Frau. Ist sie vor die Gleise gesprungen?
Lene kann es nicht glauben.

Alles scheint eindeutig, Selbstmord was sonst?

Lene bekommt Hilfe von Michael. Die beiden krempeln alles um, nicht ist so wie es scheint.
Die Kollegen nehmen Lene nicht ganz ernst.
Nach dem Tod ihrer Tochter Josefine trinkt Lene eindeutig zuviel. Für den Tod macht sie die Psychiaterin Irene Adler verantwortlich. Und genau diese scheint auch in Ains Tod verwickelt zu sein.

So, nun verrate ich aber nicht mehr.
Lesen sie dieses spannende und mitreissende Buch selber.

Es ist ein Krimi der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist. Man kann nicht vorhersehen was passiert.
Ein Krimi, der Terrorismus, akribische Ermittlungsarbeit und auch das Leben der handelnden Personen vereint. Man fühlt sich mitten im Geschehen.

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David Lagercrantz : Verschwörung

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Ich will jetzt nicht auf Diskussion über das Buch, auf dessen Titel „nach Stieg Larsson“ steht, eingehen.
Ich bewerte hier dieses Buch vom Autor David Lagercrantz.

Verschwörung ist ein dickes Buch, es umfasst 601 Seiten, die ich nun innerhalb von nicht ganz Tagen, jeweils in wenigen Stunden, verschlungen habe.
Ganz ohne Larsson geht es nicht.
Was an Stieg Larsson erinnert sind einige der handelnden Personen, wie Mikail und Lisbeth und Millenium . Was gar nicht an ihn erinnert, ist die Art wie das Buch geschrieben es.

David Lagercrantz hat eine ganz andere Art zu schreiben als Larsson. Er schreibt weitaus strukturierter.
Und vorweg, mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen.
Es ist ein vom Anfang bis zum Ende spannender Krimi.

Der Autor hat aktuelle Themen eingebaut, wie die NSA, die Russenmafia und ihre Machenschaften.
Eindrücklich schildert er die Personen. Sehr einfühlsam wird August Balder beschrieben. August ist Autist, ein Savant, es ist nicht einfach ihn zu beschreiben, aber dem Autor ist es gelungen. Lisbeth Salander und Mikail und die Beziehung der beiden wird so geschildert, dass man mitfiebern muss.

Lagercrantz hat in die Verschwörungsgeschichte viele aktuelle Themen wie den Quantencomputer einfliessen lassen. Er muss sehr gut recherchiert haben. Handelnde Personen stellen Fragen was z.B. ein Quantencomputer ist und so kann man als Leser auch teilhaben an den Erläuterungen und lernt die Zusammenhänge um das Geschehen kennen und verstehen.

Den Anfang nimmt die Story quasi mit der Ermordung von Prof.Frans Balder, einem Professor , der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Zeuge des Mordes ist dessen Sohn August Balder, der Autist, der nicht als Zeuge brauchbar ist. Oder doch?? August, ein Junge, der viel Leid ertragen musste, eine Inselbegabung hat oder mehrere?

Mein Fazit: Verschwörung ist ein spannender, sehr gut geschriebener Krimi, der nicht aus der Feder von Stieg Larsson stammt. Wer Larsson erwartet, wird enttäuscht sein, wer einen richtig guten Krimi lesen will, bekommt ihn.

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Regine Kölpin : Möwenschrei und Meuchelmorde

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Regine Kölpin, die ja als Krimiautorin bekannt ist, hat eine ganz andere Art des Krimis herausgebracht.
Die Autorin liebt die Nordsee und ihre Inseln und hat es geschafft, mit Hilfe einiger ihrer Kolleginnen und Kollegen, in diesem Band Kurzkrimis dieser Gegend mit der Geschichte der jeweiligen Ecke zu verbinden.

Die Krimis dieses Bandes auf den ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist, Borkum und auch dieses Mal ist Helgoland wieder dabei.

Immer gibt es eine Kurzbeschreibung der Gegend, dann mehrere Kurzkrimis. Zu jedem Kurzkrimi gehört der jeweilige historische Hintergrund.

Da ich zwar Nordfriesland gut kenne, aber Ostfriesland so gar nicht, gab es für mich bei diesen Kurzkrimis neben fabelhaften Geschichten, auch ganz viel zu entdecken.
Neben der Gegend, die man im Krimi ein wenig kennenlernt, habe ich ganz viel Geschichtliches gelernt.
Dass Ostfriesland 1806 dem Königreich Holland zugeschlagen wurde, letztendlich damit französisch war, wusste ich nicht.
Ich bin auch nicht so der Geschichtsfan, finde es aber toll, dass man, durch die Krimis animiert, sich auch mit der Geschichte der Gegend beschäftigt.

Die Verquickung aus Krimi und historischen Begebenheiten ist eine ganz tolle Art sich während des Lesens auch fortzubilden. Danke an Regine Kölpin für die Idee.

Da mehrere Autoren am Buch beteiligt sind, bietet dies auch eine Vielfalt an ganz unterschiedlichen Krimis, so verschieden wie die Autoren.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich auf diese Art und Weise Kurzkrimis verschiedener Autoren lesen konnte, aber auch gleichzeitig viel über die Geschichte der ostfriesischen Inseln gelernt habe.

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