Ulrike Renk : Seidenstadt-Schweigen

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„Seidenstadt – Schweigen“ heißt der neue Niederrhein – Krimi von Ulrike Renk.
Wer den Niederrhein kennt, weiß schon beim Titel wo der Krimi spielt, in Krefeld, der Stadt von Samt und Seide.

Zumindest wird dort im Krefelder Zoo eine Leiche gefunden.
Hauptkommissar Jürgen Fischer und sein Kollege Oliver Brackhausen müssen zum Krefelder Zoo. Dort wird bei Bauarbeiten in der Nähe vom Regenwaldhaus eine Bombe gefunden.
Das wäre ja kein Fall für die Kriminalpolizei. Aber neben der Bombe liegt eine Leiche und die liegt schon länger da.

Jürgen Fischer ist nicht gerade begeistert davon, denn in 2 Tage beginnt sein Urlaub, der Schreibtisch soll bis dahin leer sein.
Und zu allem Überfluss findet Fischer auch einen Umschlag zwischen den Akten, darin ein Foto eines Grabkreuzes.

In Münster hat ein Mörder bei jedem Mord, den er verübt hat, die Ansichtskarte eines Friedhofes geschickt.
Er ruft seinen Kollegen in Münster an und erfährt, dass der Täter, der so vorgegangen war, tot ist.
Wie kommt der Umschlag in die Akte?

Im Jahr 1939 hat Fritz aus Krefeld gerade 6 Monate Reichsarbeitsdienst hinter sich, er beginnt jetzt den Wehrdienst.
Dort trifft er auf Alfred Peershoven, der auch aus Krefeld ist.

In Krefeld ist nun Oliver Brackhausen mit den Ermittlungen im Zoo beschäftigt.
Jürgen Fischer hat gar keine Zeit. Im Urlaub will er mit seiner neuen Partnerin, der Staatsanwältin Martina Becker zusammen ziehen in ein Haus in Krefeld – Traar.
Jürgens Ex-Frau wohnt noch in Münster. Jürgen erreicht sie nicht und bittet seine alten Kollegen nach dem Rechten zu sehen.

Mehr verrate ich nicht.

Es ist Ulrike Renk gelungen einen Krimi zu schreiben, der Geschehnisse in der Kriegszeit und Geschehnisse im Hier und Jetzt verbindet.
Der Krimi lebt zwar von der Handlung, aber ganz besonders auch von den handelnden Charakteren.
Man fiebert mit Jürgen Fischer mit. Als Leser taucht man ein die Polizeiarbeit, in die Suche nach Details und nach dem Großen und Ganzen.
Man fühlt mit Fischer mit, erlebt seine Ängste und auch was die Verbundenheit seiner Kollegen erreichen kann.

Ein sehr spannender Krimi, der auch gleichzeitig uns Lesern ein Stück Krefelder Geschichte nahebringt.

ISBN: 9783839227527

Quelle: Gmeiner-Verlag

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Olaf Müller : Tote Biber schlafen nicht

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„Tote Biber schlafen nicht“ heißt der neue Krimi von Olaf Müller.

Der Eifel – Krimi ist wieder einmal sehr gut gelungen.

Zunächst führt der Weg nach Halle zur Leopoldina. Dort liegt ein toter Bieber mit einer roten Rose daneben.
Der Hausmeister will schnell die Blutspur auf dem Marmorboden beseitigen und den toten Bieber, da kommt Prof. Hermann Haberstock und sagt „Scheiße, ein toter Bieber“.

Prof.Haberstock ist 75 Jahre alt und emeritierter Lehrstuhlinhaber Biologie der RWTH Aachen.
In Halle ist er, weil er einer der Top-Referenten des 13. Biber-Symposiums an der Leopoldina ist.
Dies ist der 3.tote Bieber seit Beginn des Kongresses.

Haberstock bittet den Hausmeister Mateo Modic den Bieber einzupacken, möglicherweise hat er die Pest und ist ansteckend.
Es wird Zeit die Polizei einzuschalten denkt Haberstock.
3 Biber der Sachsen-Population tot, das ist viel.

Haberstock fährt danach nach Kraakau zu einem Folgekongreß und dann will er in die Vorkarpaten bei einem Biberproblem helfen.
Auf der Busfahrt dahin ist Agniezka Globus eine Sitznachbarin, die gerne und viel erzählt.
Haberstock verstirbt in Krakau.

Auch in der Eifel hat der Biberexperte schon geholfen.
In Heimbach konnte ein Gebiet durch die Umsiedlung der Biber erschlossen werden, Ferienhäuser können gebaut werden.
Und er hat seltene Erden gefunden

Die Kriminalpolizei in Aachen, die Herren Fett und Schmelzer, die schon in den anderen Krimis von Olaf Müller eine Rolle spielen, müssen in die Eifel.
An der Victor-Neels-Brücke in der Nähe der ehemaligen Ordensburg Vogelsang hängt ein Toter.
Es ist der aus Aachen stammende Dr.Wilfried Brauers, der Geschäftsführer der Eifel-All-Inklusive-GmbH“.
Brauers gehörte zur Aachener Stadt-Prominenz.

Sie ermitteln in Aachen, suchen nach dem Motiv für den Tod von Brauers. Die erste Anlaufstelle von Fett und Schmelzer ist die Chefsekretärin von Brauers Marion Schnell.
Schnell ist quasi der Schatten von Brauers gewesen.
Selbstmord schließt Marion Schnell aus.Sie kannte ihren Chef schon 20 Jahre. Die geschäftlichen Termine können die Polizisten auf dem PC einsehen, sie nennt ihnen das Passwort.

Die Polizisten telefonieren nachdem sie wieder im Büro sind, mit allen Leuten, die möglicherweise Informationen über das Opfer haben.
Am Sonntagmorgen fährt Fett nach Mariawald, das Kloster soll geschlossen worden und Brauers wollte es kaufen.
Dann geht es weiter nach Vogelsang. Der Tod von Brauers, weiß man nun, trat zwischen 4 und 5 Uhr durch Genickbruch ein.

Der Bürgermeister von Heimbach hat nur die geplanten Investionen von Brauers im Kopf, hilfreich isr er nicht.
In Moresnet wurden seltene Erden entdeckt, erfahren Fett und Schmelzer, belgische Firmen interessieren sich dafür.

Bei Kloster Steinfeld entdecken Wanderer einen Toten im Klärbecken. Kriminaloberkommissar Edgar Etheber kommt und Nadine die Kriminaltechnikerin.
Der Tote ist „Büb“, wie ihn alle nennen, aus Sötenich. Pfarrer Vincken erzählt dem Kommissar, dass Büb angerufen hatte und zur Beichte kommen wollte.
Im Laufe der Ermittlungen kommt WIDUKIND ins Spiel, Hambi, Sonja, der Staatsschutz und viele mehr.

Was alles passiert, wer mit wem verbandelt ist, wer hinter welcher Tat steckt, das müssen sie selber lesen.

Auch dieses Mal ist Olaf Müller ein sehr spannender Krimi gelungen.
Der Autor beweist wieder einmal wie gut er die Gegend (in der ich in der Kinder- und Jugendzeit immer im Urlaub war und sehr gut kenne) kennt, die Charaktere der Menschen dort nachempfinden kann, die Querelen, aber auch die Geschichte der Gegend. Er lässt im Krimi auch viel Hintergrundwissen einfliessen, z.B. zur Ordensburg Vogelsang, usw..

Es macht Freude das Buch zu lesen und es fesselt einen.
Ich kann den Krimi nur empfehlen.

ISBN: 978-3839227664

Quelle: Gmeiner -Verlag

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Guido Eckert : Charming Boy

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Guido Eckert hat sich in seinem Buch „Charming Boy“ dem Thema Cyberkriminalität angenommen.

Sebastian Heiser, smarter Typ, hat den ersten Arbeitstag als Redakteur, Ressort Deutschland für „investigative Recherche“.
Er kommt rein, lächelnd, das hat er vor dem Spiegel geübt.
Schwarzer Anzug, weißes Hemd, das perfekte Business – Outfit, alles muss passen.

Benny Weiker ist da ein Kollege, der Ressortleiter ist Karl Berger. Dieser ruft Sebastian gegen Abend zu sich er möchte Heiters Auftrag besprechen.
Ein Projekt das Heiter vorgeschlagen hat.
Offiziell macht Heiter Urlaub, er braucht eine Tarnidentität und einen Briefkasten. Er soll mit Lisa zusammenarbeiten. Sie wollen unsaubere Geschäfte und Verquickungen  auffliegen lassen.
Auch privat kommen sie sich näher.

Im Laufe der Recherche geschehen seltsame Dinge. Es dauert nicht lange und Lisa schöpft Verdacht, dass etwas nicht stimmt mit Sebastian, dass sie dem Falschen vertraut hat.
Wird Lisa überleben?
Was ist mit Benny, David, usw.? Kann Sebastian Gedanken lesen??

Guido Eckert hat eine spannende Krimihandlung geschaffen und darin hat er Dinge verquickt, die heute schon möglich sind.
Das Thema Cyberkriminalität, Manipulation von Menschen, usw. findet sich im Krimi wieder.
Die Story ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ein Krimi, der sicher auch Menschen, die etwas sorglos mit ihren Daten, Smartphone und allem was Online ist, umgehen, nachdenklich macht.

Der Krimi lebt zum einen vom Fachwissen zum Thema, das Guido Eckert eingebracht hat, aber auch nicht zuletzt von den Charakteren.
Er ist auch eine Warnung nicht gleich jedem sensible Daten anzuvertrauen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

ISBN 978-3-8392-2566-0

Quelle : Gmeiner-Verlag

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Mick Schulz : MS Mord

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“ MS Mord “ von Mick Schulz ist ein Kreuzfahrt-Krimi.

Es startet nicht die “ MS Mord “ sondern “ MS Mythos “ von Kiel aus Richtung Fjorde.
An Bord u.A. der Verleger Holk Sonntag und seine Frau Winnie, Guntram Fellner – ehemals Soldat der Wehrmacht – sein Enkel Alex, nebst Urenkel Max, und seine Enkelin Hilde, Margo Sebald, George, Jürgen Wörner und Jutta.

Auf einer Kreuzfahrt ins Reich der Fjorde haben die Passagiere Zeit, viel Zeit.
Zeit ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen, Zeit Abstand von Krankheit und Ehe zu bekommen, Zeit zu flirten oder sich als Detektiv zu betätigen.

Mit an Bord ist auch der junge Joan, ein Mitglied der Crew. Er arbeitet im Service.
Schnell wird Joan, der stets hilfsbereit und freundlich ist, vermisst. Margo lässt es keine Ruhe, sie geht auf Suche. Bald befürchtet sie ein Mord könnte geschehen sein.
Eigentlich will sich Margo nur erholen, erholen von der Zeit mit Arnim, ihrem verhassten Ehemann, und erholen von ihrer Chemotherapie.

Holk Sonntag will auch Frieden mit seiner Vergangenheit schliessen. Ihn verfolgt der Gedanke, dass er seine Tochter Verena in die Prostitution und den Tod geschickt haben könnte.

Guntram Fellner entdeckt, dass er als Besatzungsmitglied in Norwegen falsch gehandelt hat.
Er und seine Frau Greta konnten keine Kinder bekommen. Sein Sohn Alfred ist nicht Gretas Sohn.
Tone spielt eine Rolle, Tone, die Ove geheiratet hat.

Jürgen Wörner glaubt einen der Stasi – Leute, die ihm sehr geschadet haben, Schmidt, gesehen zu haben. Er verfällt in Panik.

Margo wird von George umgarnt, ein Gentleman alter Schulte, das tut ihr gut. Trotzdem ist in Sorge um Joan. Die Suche nach ihm wird zur Gefahr.

Holk und Winnie geraten in Streit.

Habe ich Sie genug verwirrt?
Ja verwirrt war ich beim Lesen des spannenden Krimis, der auch mindestens einen Mord beinhaltet, auch.

Schulz hat einen spannenden Krimi geschrieben, allerdings ist dieser aus meiner Sicht, auch gleichzeitig sehr verwirrend.
Viele handelnde Personen, alle mit Vergangenheit und Gegenwart, sind verstrickt in die Story.
Es gilt die Namen auseinander zu halten und die Geschichte der Personen.

Etwas weniger Zeit- und Personensprünge hätten, aus meiner Sicht, der Handlung gut getan.

ISBN: 9783839222379

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