Andreas Ohligschläger : Hunde als Weggefährten

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Andreas Ohligschläger hat das Buch “ Hunde als Weggefährten “ geschrieben.
Der Autor ist Hundetrainer oder, wie er sich selber bezeichnet, Mensch-Hund-Coach.
Ich habe ihn durch seine Auftritte im Fernsehen kennengelernt und war gespannt was und wie er nun schreibt.

Zunächst einmal lernt man den Menschen Andreas Ohligschläger kennen, der seit seiner Kindheit die Natur liebt und mit den Hunden der Eltern groß wurde.
Er sieht sich nicht als Hundetrainer, ihm geht es darum Mensch und Hund zum Team zu machen.
„Vielmehr sensibilisiere ich Menschen für ihre Verhaltensweisen und die Wirkung auf ihre Hunde.“

Ich habe mich in den Ausführungen von Andreas Ohligschläger häufiger wiedergefunden.
Man merkt ja oft die eigenen Fehler nicht.

Andreas Ohligschläger hat mit 16 ein Praktikum im Tierheim gemacht, das ihn sehr traurig machte.
2002 machte er sich als Dogwalker selbstständig. So lernte er Hunde und Halter noch besser kennen.
Entspannt hat er sich indem er Gitarre spielte und sang.

Sein „Revier für Hunde“ ist 7000 qm groß und jeden Tag kommen 30-40 Hunde.

Er macht uns Haltern klar, dass sich unser Stress, Terminstress, etc. auch den Hund stresst.
Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen aus der Corona – Homeoffice – Zeit.
Auch beschreibt er, das Stress im Kopf es Menschen sich auf den Hund überträgt.

Der Autor verschweigt auch nicht, dass er einen Burn-Out hatte und es eine schwere Zeit war. Auch dies blieb nicht ohne Einfluß auf die Hunde.

Im Nachwort schreibt er „Mein „Hundebuch“ sollte dich nicht belehren oder bevormunden, es sollte dich berühren..“
Mich hat es berührt.

Andreas Ohligschläger setzt da an wo es im Allgemeinen hapert, beim Hundehalter.
Er schreibt locker und gut verständlich.

Das Buch ist kein Trainingsbuch mit Anleitungen, sondern er macht bewusst wo und bei wem es hängt. Wie sich das Verhalten des Menschen auf den Hund die Beziehung zum Hund auswirkt.

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3440172032

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Simone Kern : Trockenhelden Naturnah gärtnern ohne gießen

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Simone Kern ist die Autorin des neuen Gartenbuches aus dem Kosmos – Verlag.
“ Trockenhelden – Naturnah gärtnern ohne gießen “ heisst das sehr hilfreiche Buch.

Wer einen Garten hat, der hat auch schon in den vergangenen Jahren bemerkt, dass die Sommer immer heißer und trockener werden.
Der Klimawandel hat das Klima extrem verändert.
In der Folge bleiben uns, die wir einen Garten haben, nur 2 Optionen. Entweder man wässert alle Pflanzen ständig, das ist nicht sehr sinnvoll, da Wasser auch knapp wird.
Möglichkeit 2, wir gestalten unseren Garten um und passen den Garten dem Klima an.

Tolle Ideen für die 2.Möglichkeit findet man im Buch von Simone Kern.
Ich bin ganz begeistert wie wunderschön und/oder praktisch man den Garten mit den Trockenhelden gestalten kann.

Die Autorin startet im Buch mit „Was ist wann zu tun -im Garten der Zunkunft?“, indem sie uns kurz und knapp nahebringt was in welcher Jahreszeit ganz wichtig ist.
Danach geht es weiter mit dem “ Hitzekünstler „. Hier erfahren wir Leser viel über die Überlebenskünstler unter den Pflanzen, den richtigen Standort, wie der Garten der Zukunft aussehen sollte usw.

Weiter geht es mit „Beetideen – für trockene Gärten“, egal ob Präriebeet, Steppenbeet, Steingarten, mediterraner Garten, etc. hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Es folgen noch die Kapitel „Praxis und Pflege – über`s Jahr“ und „Pflanzenporträts – Gehölze, Stauden, Gräser & Zwiebelpflanzen“ .

Tipps an welchem Standort was besser ist, über Ideen für ganz trockene Gärten mit wunderschönen Präriepflanzen, ein Steppenbeet mit „Blütenpracht in Stockwerken“ , Beeten für Insekten oder Schmetterlinge, Gemüse, dass man bei Trockenheit anbauen kann und vielem mehr, findet man im Buch.

Der Autorin ist gelungen, sehr strukturiert und gut verständlich, uns Hobbygärtnern ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten zu zeigen, wie man einen schönen Garten und auch einen Nutzgarten in Zeit des Klimawandels haben kann.

Ein sehr nützliches Buch aus meiner Sicht.

ISBN-13 : 978-3440170885

Quelle : Kosmos – Verlag

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Perdita Lübbe-Scheuermann , Frauke Burkhardt : Der ganz normale Wahnsinn!

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Die beiden Hundetrainerinnen Perdita Lübbe-Scheuermann und Frauke Burkhardt haben das Buch „Der ganz normale Wahnsinn!: Von Hunden und ihren Menschen“ geschrieben.

Bevor ich schreibe was ich vom Buch halte, möchte ich etwas vorweg erklären.
Beide Hundetrainerinnen kenne ich persönlich. Das ist auf der einen Seite gut, da ich weiß wie sie „ticken“ und arbeiten, auf der anderen Seite schlecht, da ich noch genauer hinschaue.
Ich nehme mir auch die Freiheit an manchen Stellen persönliche Erfahrungen einfliessen zu lassen.

Das Thema des Buches “ Der ganz normale Wahnsinn!Von Hunden und ihren Menschen “ ist keine leichte, seichte Kost.
Das würde aber auch nicht zu den Autorinnen passen.
Charakterisiert wird es ganz gut durch einen Satz von Dorit Feddersen-Petersen in deren Vorwort „Kurzweilige Lektüre mit massivem Hang zur Wahrheit.“
Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Es steht ganz viel, auch unbequeme, Wahrheit im Buch.

Es gibt viele Gründe einen Hund zu halten.Ein zunehmendes „Problem“ ist, dass Gebrauchshunde modern und chic sind.
Wie der Begriff aber sagt, ist es ein Gebrauchshund und kein Schoßhund.
Und das bedeutet ganz viel Arbeit, um dem Hund gerecht zu werden und ihn zu führen.
Ich weiß wovon ich spreche, wir haben den 2.Golden Retriever und es kostet Kraft und Zeit ihn zu erziehen und ihm als Jagdhund auch gerecht zu werden.

Mir gefällt sehr gut ein Statement der Autorinnen dazu im Buch „Trainer sind nicht dazu da, den Hund passend zu machen, sondern dem Menschen die Besonderheiten seines Hundes als Chance oder auch als Geschenk aufzuzeigen.“
Im Buch geht es nicht darum was mit dem Hundebesitzer ist, im Gegenteil, der muss damit rechnen, dass er im Buch auch mit harten Tatsachen konfrontiert wird, die ihm möglicherweise nicht passen, nein es geht um den Hund und was unser – des Menschen – Zutun mit ihm macht.

Früher hatte man einen Hund, weil man ihn für den Job brauchte, zur Jagd, um Haus und Hof zu bewachen, als Herdenschutzhund… Kurzum der Hund hatte eine Aufgabe, einen Job.
Heute ist der Hund oft Sozialpartner, wird vermenschlicht, ist Accessoire, wenn ich an die armen Tea-Cup-Hunde denke.

Die Autorinnen geben auch im Buch Denkanstösse, z.B. ob es ein eigener Hund sein muss, ob nicht auch als Gassigeher im Tierheim helfen kann, wenn es nur um die eigene Bewegung geht, etc.

Ein grosses Thema ist Bindung und Beziehung. Der Hund mein Freund, ob das funtioniert? Ich bin Chef sonst klappt es nicht, das kann ich bei unserem Hund nur bestätigen.
Die Führungsrolle muss der Mensch übernehmen, im Buch wird beschrieben was Führung bedeutet.

Mir gefallen Sätze wie „Die Hunde sollen bitte nicht vor uns Menschen rumstehen, rumsitzen oder rumhampeln.“ und dazu die Frage, die man stellen muss „Wo denkt der Hund hin?“.

Das Buch ist in einer deutlichen Sprache geschrieben, man wird aufgerüttelt und aufmerksam gemacht auf Fehler, die sich unbewusst einschleifen.
Oft kann man nur sagen oh ja, muss ich (mal wieder) dran denken oder man sieht den Nachbarshund vor sich, wenn es um den Bällchen-Junkie geht.
Ja wir als Halter sollen „das Klassenbuch und somit auch den Stundenplan unserer Hunde fest in der Hand halten..“

Mir gefällt die deutliche Sprache, die die beiden Damen sprechen sehr gut. Ich mag das, aber Achtung das Buch ist nichts für Leser,
die gleich beleidigt sind, wenn sie sich ertappt fühlen. und auch nicht für ganz empfindliche Menschen geeignet, die jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Es kommen auch Themen zur Sprache wie Hundeausstellungen zu denen man die Gedanken der Autorinnen findet, z.B. was sie davon halten, wenn der Hund den ganzen Tag im Kennel am Stand sein muss unter nicht hundegerechten Bedingungen, auch wird das Thema Tierheim und Pflegestellen kritisch beleuchtet, ebenso Züchter und der Umgang mancher Halter mit dem Hund, ich sage nur „Manny Schlauchschneider“.

Und in mir kamen viele Erinnerungen hoch. Erinnerungen an deutliche Worte zur Züchterin unseres jetzigen Hundes beim Welpentest.
Unser Anjo war nicht für uns vorgesehen, Perdita hat aber erkannt welcher Chararkter in dem Mini steckte und hat deutlich darauf bestanden,
dass er nicht zu Anfängern darf sondern ihn für uns ausgesucht, da sie uns bereits vom ersten Hund kannte.
Ich war damals auch erst traurig hatten wir uns doch unseren Favoriten schon ausgesucht.
Bis heute bin ich sehr froh und dankbar, dass es so kam. Perdita hatte die sensible Seite und den Dickkopf von Anjo erkannt.
Er ist ein Traumhund aber er versucht auch heute mit seinen 8 Jahren seinen Kopf durchzusetzen, wenn man mal nicht konzentriert ist,
und doch ist er immer zur Stelle, wenn es einem von und mal nicht gut geht und muntert gleich auf einfach durch seine Art mal flott zu Kuscheln, etc.

Und noch eine Erinnerung kam hoch, das Wort, dass Hunde „Menschenbenutzer“ sind. Das ist bei uns ein gefügeltes Wort geworden, denn das sind sie wirklich, wenn man sie lässt.

So genug geschrieben über den geschriebenen Inhalt.
Erwähnen möchte ich auch die wundervollen und stets passenden Zeichnungen (Karikaturen) von Fred Fuchs, die das Gesagte lebendig werden lassen und das Kopfkino anschalten.

Mein Fazit: Ich kann das Buch allen Hundebesitzern und auch denen, die planen einen Hund anzuschaffen, Hundeliebhabern .. empfehlen, die auch klare Worte nicht übelnehmen.
Diese werden vom Buch profitieren. Es hilft beim Reflektieren des eigenen Tuns.
Jemand, der sehr empfindlich ist, sich schnell angegriffen fühlt, die Mimosen, werden nicht glücklich mit dem Buch. Sie würden sich angefriffen fühlen.
Sorry, aber diesen rate ich von diesem Buch ab.

ISBN : 978-3440170106

Quelle : Kosmos-Verlag

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Gansloßer , Kriwy : Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch

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„Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch“ ist das neue Gemeinschaftswerk von Udo Gansloßer und Petra Krivy.
Der Untertitel „Wie Rasse, Geschlecht, Aussehen und Alter das Verhalten beeinflussen“ verrät schon viel über den Inhalt des Buches.

Das Buch ist für Hundehalter geschrieben und soll helfen zu verstehen wieso der Hund nun gerade so agiert oder reagiert wie er es tut, weil nun mal eine Verhaltensweise biologisch bedingt ist und wie man darauf reagieren sollte.

Die Autoren geben ganz viele Tipps anhand von 40 Fällen, die sie vorstellen.

Oft wundern sich Hundehalter über die Hyperaktivität ihres Hundes, andere wundern sich gar nicht, wenn sie dem Hund begegnen samt Halter.
Mir fiel beim Thema Hyperaktivität gleich ein Hund samt Frauchen ein, die ich nicht ohne Ball kenne.
Er ist ein richtiger Balljunkie, er wurde dazu gemacht.
Hier erinnern die Autoren auch daran, dass ein Hund viel Schlaf braucht.
Jeder, der selbst einen Hund hat, kennt es sicher. An Tagen, an denen viel los war, Besuch da war, etc., dreht der Hund leicht durch.
Es fehlen die Erholungsphasen.
Ein Satz aus dem Buch passt da „Je mehr Spaziergänge, desto größer das Hyperaktivitätsrisiko.“

Die Autoren zeigen auch auf, dass viele Verhaltensweisen angezüchtet sind, so reagiert und agiert ein Jagdhund nun mal anders als ein Herdenschutzhund.
Sie machen bewusst, dass man schon vor der Anschaffung des Hundes überlegen muss, was man mit dem Hund machen möchte, in welche Umgebung er kommt.
Ein Hütehund, der nicht bellen und nicht wachen soll, das passt halt nicht.

40 Fälle und jede Menge Grundlagenwissen werden vorgestellt, genau analysiert, verhaltensbiologische Anmerkung ergänzen die Tipps.
Egal ob es um das Thema Handfütterung, Kind und Hund, Stress, Fellfarbe, Hundesenioren, etc. geht, man findet in mehreren Kapiteln, wissenschaftliche fundierte Artikel zum Thema.
Unterteilt sind die Themen in die Kapitel:
– Biologische Begriffe und ihre Bedeutung
– Verhalten und Rassen
– Verhalten und Geschlecht
– Verhalten und Exterieur bzw. Fellfarbe
– Verhalten und Lebensalter
– Soziales Lebewesen Hund
– Kind und Hund
– Zum guten Schluss – mit hilfreichen Tipps und Adressen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist gut verständlich geschrieben, beinhaltet viel hilfreiches Wissen und Tipps und lässt erkennen was am Verhalten des eigenen Hundes quasi normal ist und unabänderlich und woran man arbeiten kann.

ISBN: 978-3440162897

Quelle :Kosmos-Verlag

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Gansloßer , Kitchenham : Hundeforschung aktuell

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Udo Gansloßer und Kate Kitchenham haben nach 7 Jahren wieder einmal auf hervorragende Art und Weise die neuesten Ergebnisse zur Hundeforschung zusammengefasst in ihrem Buch
„Hundeforschung aktuell – Anatomie, Ökologie, Hundeverhalten“.

Das Buch ist gedacht für alle, die nicht die Zeit haben, sich selber jede Publikation durchzulesen.
Die Autoren haben auf gut verständliche Art und Weise die Daten der letzten Zeit aufgearbeitet.
Das Buch ist umfangreich und lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite.
Udo Gansloßer und Kate Kitchenham ist es wieder einmal gelungen uns Lesern die spannenden Themen aus der Forschung zum Thema Hund zusammenzufassen.

Die Autoren haben sehr unterschiedliche Themen bearbeitet. Alleine die Kapitelüberschriften lassen schon erahnen was den Leser erwartet:
– Domestikation – auch mit Genetik, Fellfarben, etc.
– Das soziale Leben der Hunde – mit uns Menschen – hier findet man auch viel zum Thema Bindung, Stress, Gefühlswelt, Emotionen
– Das soziale Leben der Hunde – mit Artgenossen – vom Straßenhund über Kastration bis hin zur Kommunikation über Signale
– Lernen und Intelligenz – was Hunde leisten – Problemlösekompetenz, Lernmethoden, Zeitempfinden..
– Lebenslauf – was formt den Hund – von Beginn bis zum Alterungsprozeß
– Helfer auf vier Pfoten – Helfer der Menschen und der Natur – Assistenzhunde, Hundenase und Krebs,das Thema, das mich am meisten fasziniert, gerade, wenn man die Studien kennt, zum Thema Krebsfrüherkennung
– Genetik und Zucht – rassetypisches Verhalten, Rassezucht, genetische Disposition für Größe, etc.,
– Wildtierhunde – wild lebende Hunde, Goldschakal, Wolf, Herdenschutzhunde, etc.

Den Autoren ist es gelungen auch komplizierte Zusammenhänge für Laien verständlich aufzuarbeiten.
Der Versuchsaufbau wird teils mit Tabellen verdeutlich. Es gibt blaue Seiten „Aus der Forschung“ auf denen eine spezielle Studie vorgestellt wird.

Im Anhang findet man das Literaturverzeichnis, sodass man sich spezielle Studien komplett anschauen kann.

Aus meiner Sicht kann man als Hundehalter oder auch Trainer ganz viel aus dem Buch lernen zum Verhalten des Hundes, wie erklärt sich was? Was bedeutet heute Hundezucht im besten Fall und auch was ist Qualzucht.
Und viele andere Themen, die sehr interessant sind, wird man entdecken.
Ich habe lange gebraucht, um das Buch zu lesen.
Es ist dick und bietet viel Inhalt, über den ich ab und an auch mal nachdenken musste oder die Originalpublikation gelesen habe, bevor es weiterging.

Mein Fazit: dieses Buch ist lesenswert. Man kann keine Anleitung erwarten zu einem Thema.
Wer sich aber mit dem Thema Hund als Ganzes auseinandersetzen möchte, seinen Hund besser verstehen möchte oder Tierarzt oder Trainer ist und beruflich auf dem neuesten Stand der Forschung sein möchte, der ist hier richtig.
Danke an die Autoren, es wieder einmal gelungen, eine umfangreiche Materie verständlich zusammenzufassen und für den Leser gut aufzubereiten.

ISBN: 9783440156445

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Travis Elborough : Atlas des Unerwarteten

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Travis Elborough, der Autor des Buches “ Atlas des Unerwarteten – aussergewöhnliche Orte und ihre Geheimnisse“, ist Journalist und Autor.
Er ist tätig für Zeitschriften, die BBC – hier speziell für Geschichtsmagazine, man kennt ihn in England aus dem Fernsehen und aus Magazinen.

Das vorliegende Buch ist eine Sammlung von Orten, die zufällig entstanden ist.
Elborough stellt uns Lesern in verschiedenen Kapiteln ganz unterschiedliche Orte vor:
– zufällige Entdeckungen – eine Inselgruppe ebenso wie eine unterirdische Stadt, die Galapagosinseln und viele andere Orte
– seltsame Ursprünge – u.A. Fort House in Schottland, Chess City in Russland…
– Reiseziele auf gut Glück – vom Kaspischen Meer nach Kairo „Manshiyat Naser“ nach London, zu Baumhäusern
– Höhlen – die bekannten Höhlen von Lascaux besuchen wir ebenso wie die versteinerte Quelle und vieles mehr
– einzigartige Landschaften – mein Lieblingskapitel, der Weg führt von China nach Neuseeland und an den grünen See in der Steiermark, nach Japan, usw.

Alleine anhand der Kapitel kann man sehen, dass es nicht langweilig wird beim Lesen des Buches.
Der Autor hat es verstanden kurzweilig den jeweiligen Ort zu beschreiben. Tolle Karten von Martin Brown, Pläne und stimmungsvolle Fotos reichern den informativen Text an.

Uns gefällt diese schöne und sehr informative Buch gut. Man lernt Dinge kennen, die man sonst nicht entdecken würde.

ISBN: 9783440165461

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Burkhard Bohne : Kräuter – es geht auch einfach

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„Kräuter – es geht auch einfach“ ist ein sehr hilfreiches Buch von Burkhard Bohne.
Der Autor ist Gärnter. Er widmet sich besonders den Kräutern und hat auch eine Kräuterschule.

Da ich anfangen möchte Kräuter selber anzupflanzen, kam dieses Buch genau zum richtigen Zeitpunkt heraus.

Das Buch beginnt mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe “ In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in Verbindung mit dem Ganzen steht.“. Wie wahr.
Im vorderen inneren Einband präsentiert uns der Autor die Top 10 der pflegeleichten Kräutern. Genau richtig für Gartenanfänger.

Unterteilt ist das Buch in mehrere, aufeinander aufbauende, Kapitel:
– Erste Schritte – was benötigt man, Einkauf von Saatgut und Pflanzen, Kräuteraussaat auf der Fensterbank..
– Kräuterbeete anlegen – Einfassungen für das Beet, Küchenkräuter, essbare Blumen, Wildkräuter..
– Kräutergarten-Praxis – von Wasser über Bodepflege bis zu Kräutern im Winter
– Kräuter ernten und verwenden – incl. toller Rezepte.

Der Autor erklärt sehr gut verständlich und durch viele weiterführende Fotos angereichert, wie man einen Kräutergarten anlegt, von ganz klein im Topf bis groß.
Man wird im Buch von der Auswahl über die Aussaat bis zur Ernte hingeführt zum Genuß leckerer Speisen.

Die einzelnen Kräuter werden vorgestellt, man erfährt wie man sie vermehren kann, Schädlingsbekämpfung bzw.-vermeidung ist ein Thema und vieles mehr.
Praktisch finde ich auch die Seite mit Bezugsquellen für Pflanzen und Saatgut.

Ich finde dieses kompakte und doch umfassende Buch sehr empfehlenswert.

ISBN: 9783440164044

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David Lindo : Urban Birding

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David Lindo hat das „Urban Birding“ zum neuen Hobby vieler Menschen gemacht.
„Urban Birding“ ist einfach Vögel beobachten.

Menschen, die Urban Birding als Hobby haben, sieht man also wohl so als „Hans-guck-in-die Luft“ herumlaufen. Meist noch mit Fernglas in der Hand, so sieht man den Autor auf seiner Homepage.
Lindos Botschaft ist „Look up“ Schaut nach oben!
In der Stadt gibt es viele Vögel und das rund um den Erdball.

Los ging es für David Lindo mit einem TV-Auftritt in der BBC in 2006.
Er schildert im Buch sein Leben als „Urban Birder“, das ihn rund um den Erdball führte.
Vögel haben schon immer eine Rolle gespielt, ich war mir dessen nicht bewusst. Alfred Hitchcocks Film „Vögel“ ist sicher vielen Lesern im Gedächtnis.

Lindo nimmt uns mit auf die Reise, wir begleiten ihn beim Urban Birding. Egal ob in England, in Island, auf den Azoren, in Paris, Belgrad, Jerusalem, die Reise führt in viele Städte und Länder.
Voller Leidenschaft schildert der Autor welche Vögel er gesehen hat, was die Besonderheiten sind, welche Lebensräume man beim Urban Birding antrifft.

Aus meiner Sicht sind alle, die ein Buch zu Vogelbestimmung suchen, hier falsch. Richtig sind diejenigen, die Interesse am Leben der Vögel haben und kennenlernen möchten wie einzelne Vogelarten leben und die Spaß haben David Lindo auf seiner Entdeckungsreise zu begleiten.

ISBN: 9783440158579

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Rudi Beiser : Unsere essbaren Wildpflanzen

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Rudi Beiser hat dieses Buch „Unsere essbaren Wildpflanzen“ aus der Reihe der Kosmos – Naturführer geschrieben.
Er beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit Wildkräuter und -pflanzen. Beiser ist als Autor und Dozent tätig und gibt sein grosses Wissen gerne weiter.

Das vorliegende Buch zu den essbaren Wildpflanzen lässt uns Leser 150 Arten entdecken, man lernt sie zu bestimmen, zu sammeln und die Zubereitung.

Los geht es im Einband mit Bestimmungsmerkmalen und dem Aufbau einer Pflanze.
Man muss sich schon ins Thema einarbeiten, zu groß ist bei so manch einer Wildpflanze die Verwechslungsgefahr, die im schlimmsten Fall auch tödlich enden könnte.
Mir gefällt aus diesem Grund das kompakte, rucksacktaugliche Format des Buches. Man kann es mitnehmen, wenn man Wildpflanzen sammeln will und genau schauen, ob man die richtige erntet.

Es ist zwar selten, dass eine Pflanze sehr giftig ist, aber selten ist halt nie.
Sehr gut gefallen mir die Tabellen im einleitenden Teil des Buches, in denen zum einen der „Bärlauch und seine 3 giftigen Doppelgänger“ genau verglichen werden.
Zum anderen findet man auch eine Tabelle und Zeichnungen zu den Doldenblütengewächsen bei denen eine Verwechslungsgefahr besteht.

Der Autor gibt Tipps zum richtigen Sammeln der Wildpflanzen, aufbewahren, Grundrezepte findet man, und andere nützliche Hinweise.

Danach folgt der grosse Teil zu den einzelnen Wildpflanzen. Jedes Porträt ist identisch aufgebaut.
Man findet auf 2 Seiten geballtes, gut verständliches Wissen zu dem Sammelgut, den kulinarisch verwertbaren Pflanzenteilen, die botanische Einordnung, dir Bestimmung und Hinweise auf Doppelgänger, die man tunlichst nicht ernten sollte. Dann die Einordnung nach Blattform, Erfahrungen zum Genuss, Namenserklärung, etc., ein kleines Rezept und ggf. die heilkundliche und gesundheitsfördernde Wirkung der jeweiligen Wildpflanze.

Viele Fotos und Zeichnungen zeigen genau welche Pflanze man nehmen kann.

Toll finde ich den Sammelkalender, in dem man pro Monat findet welche Wildpflanze man suchen kann.
Im Anhang findet man auch eine ganze Reihe weiterführende Links und Anschriften.

Mir gefällt dieser Naturführer sehr gut. Man kann so viele Wildpflanzen nutzen und geniessen. Löwenzahnsalat ist so gesund und lecker und vieles mehr.

ISBN: 9783440159101

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Otmar Diez: Es geht auch einfach

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„Es geht auch einfach“ das Buch von Otmar Diez trägt den Untertitel „Gärtnern für Selbstversorger mit wenig Zeit & wenig Platz“.
Mal schnell Kräuter aus dem Garten holen, hier eine Tomate, da ein Radieschen, einen Salat, welcher Gartenbesitzer möchte das nicht.
„Wie soll ich das machen?“ war meine Frage, da der Garten neu ist und ich keine Ahnung habe von Gartenarbeit.

Dieses Buch gibt ganz viele Antworten auf Fragen, die einem im Kopf herumschwirren und liefert Denkanstösse was man noch machen kann.
Im Vorwort erklärt der Autor warum er das Buch geschrieben hat. In dem Satz „Mit meinem Buch möchte ich Menschen ansprechen, die sich für eine gesunde Ernährung interessieren und den Garten als Ausgleich zu ihrem Beruf nutzen wollen.“ habe ich mich wiedergefunden.

Otmar Diez hat das einfach machen zum Motto im Buch gemacht.
Er führt in mehreren Kapiteln die Leser hin zum Genuss des eigenen Gemüses, Salates, Krautes, etc.:
– Planung – ohne die geht nichts
– Der Weg zum Rahmengarten zeigt den Unterschied von bisherigen Beeten und Rahmenbeeten und sie sind einfach zu bauen
– Anlage und Musterbeete -von Werkzeug über Aussaat bis zu den Musterbeeten
– Pflege – wie Humus, Kompost und Terra Preta einfach gemacht werden, Pflanzenpflege, Mikroorganismen richtig einsetzen, aber auch Schädlinge und wie schütze ich die Pflanzen, sind Themen
– Gemüse im Rahmengarten – hierzu zählen auch Salate, aber auch wie man erntet, lagert, konserviert sind Themen und verschiedene Gemüse werden vorgestellt
– Kräuter im Rahmengarten – von Küchenkräutern bis Teekräutern, wie baue ich sie an, wie mache ich sie nach der Ernte haltbar…

Im Buch ist es dem Autor gelungen mit guten und verständlichen Erklärungen, Beschreibungen der Pflanzen mit Anbau und Einsatzgebiet, Bauanleitungen und sehr guten Fotos, die viele Dinge verdeutlichen, Lust darauf zu machen, gleich mal loszulegen. Es muss jetzt nur noch wärmer werden.

Es ist mit dem Buch wirklich einfach zu gärtnern. Das Versprechen im Vorwort, einer Anleitung für „Gärtnern light“ wurde eingelöst.

ISBN: 9783440157589

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