Perdita Lübbe-Scheuermann , Frauke Burkhardt : Der ganz normale Wahnsinn!

twitterrss
twitter

Die beiden Hundetrainerinnen Perdita Lübbe-Scheuermann und Frauke Burkhardt haben das Buch „Der ganz normale Wahnsinn!: Von Hunden und ihren Menschen“ geschrieben.

Bevor ich schreibe was ich vom Buch halte, möchte ich etwas vorweg erklären.
Beide Hundetrainerinnen kenne ich persönlich. Das ist auf der einen Seite gut, da ich weiß wie sie „ticken“ und arbeiten, auf der anderen Seite schlecht, da ich noch genauer hinschaue.
Ich nehme mir auch die Freiheit an manchen Stellen persönliche Erfahrungen einfliessen zu lassen.

Das Thema des Buches “ Der ganz normale Wahnsinn!Von Hunden und ihren Menschen “ ist keine leichte, seichte Kost.
Das würde aber auch nicht zu den Autorinnen passen.
Charakterisiert wird es ganz gut durch einen Satz von Dorit Feddersen-Petersen in deren Vorwort „Kurzweilige Lektüre mit massivem Hang zur Wahrheit.“
Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Es steht ganz viel, auch unbequeme, Wahrheit im Buch.

Es gibt viele Gründe einen Hund zu halten.Ein zunehmendes „Problem“ ist, dass Gebrauchshunde modern und chic sind.
Wie der Begriff aber sagt, ist es ein Gebrauchshund und kein Schoßhund.
Und das bedeutet ganz viel Arbeit, um dem Hund gerecht zu werden und ihn zu führen.
Ich weiß wovon ich spreche, wir haben den 2.Golden Retriever und es kostet Kraft und Zeit ihn zu erziehen und ihm als Jagdhund auch gerecht zu werden.

Mir gefällt sehr gut ein Statement der Autorinnen dazu im Buch „Trainer sind nicht dazu da, den Hund passend zu machen, sondern dem Menschen die Besonderheiten seines Hundes als Chance oder auch als Geschenk aufzuzeigen.“
Im Buch geht es nicht darum was mit dem Hundebesitzer ist, im Gegenteil, der muss damit rechnen, dass er im Buch auch mit harten Tatsachen konfrontiert wird, die ihm möglicherweise nicht passen, nein es geht um den Hund und was unser – des Menschen – Zutun mit ihm macht.

Früher hatte man einen Hund, weil man ihn für den Job brauchte, zur Jagd, um Haus und Hof zu bewachen, als Herdenschutzhund… Kurzum der Hund hatte eine Aufgabe, einen Job.
Heute ist der Hund oft Sozialpartner, wird vermenschlicht, ist Accessoire, wenn ich an die armen Tea-Cup-Hunde denke.

Die Autorinnen geben auch im Buch Denkanstösse, z.B. ob es ein eigener Hund sein muss, ob nicht auch als Gassigeher im Tierheim helfen kann, wenn es nur um die eigene Bewegung geht, etc.

Ein grosses Thema ist Bindung und Beziehung. Der Hund mein Freund, ob das funtioniert? Ich bin Chef sonst klappt es nicht, das kann ich bei unserem Hund nur bestätigen.
Die Führungsrolle muss der Mensch übernehmen, im Buch wird beschrieben was Führung bedeutet.

Mir gefallen Sätze wie „Die Hunde sollen bitte nicht vor uns Menschen rumstehen, rumsitzen oder rumhampeln.“ und dazu die Frage, die man stellen muss „Wo denkt der Hund hin?“.

Das Buch ist in einer deutlichen Sprache geschrieben, man wird aufgerüttelt und aufmerksam gemacht auf Fehler, die sich unbewusst einschleifen.
Oft kann man nur sagen oh ja, muss ich (mal wieder) dran denken oder man sieht den Nachbarshund vor sich, wenn es um den Bällchen-Junkie geht.
Ja wir als Halter sollen „das Klassenbuch und somit auch den Stundenplan unserer Hunde fest in der Hand halten..“

Mir gefällt die deutliche Sprache, die die beiden Damen sprechen sehr gut. Ich mag das, aber Achtung das Buch ist nichts für Leser,
die gleich beleidigt sind, wenn sie sich ertappt fühlen. und auch nicht für ganz empfindliche Menschen geeignet, die jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Es kommen auch Themen zur Sprache wie Hundeausstellungen zu denen man die Gedanken der Autorinnen findet, z.B. was sie davon halten, wenn der Hund den ganzen Tag im Kennel am Stand sein muss unter nicht hundegerechten Bedingungen, auch wird das Thema Tierheim und Pflegestellen kritisch beleuchtet, ebenso Züchter und der Umgang mancher Halter mit dem Hund, ich sage nur „Manny Schlauchschneider“.

Und in mir kamen viele Erinnerungen hoch. Erinnerungen an deutliche Worte zur Züchterin unseres jetzigen Hundes beim Welpentest.
Unser Anjo war nicht für uns vorgesehen, Perdita hat aber erkannt welcher Chararkter in dem Mini steckte und hat deutlich darauf bestanden,
dass er nicht zu Anfängern darf sondern ihn für uns ausgesucht, da sie uns bereits vom ersten Hund kannte.
Ich war damals auch erst traurig hatten wir uns doch unseren Favoriten schon ausgesucht.
Bis heute bin ich sehr froh und dankbar, dass es so kam. Perdita hatte die sensible Seite und den Dickkopf von Anjo erkannt.
Er ist ein Traumhund aber er versucht auch heute mit seinen 8 Jahren seinen Kopf durchzusetzen, wenn man mal nicht konzentriert ist,
und doch ist er immer zur Stelle, wenn es einem von und mal nicht gut geht und muntert gleich auf einfach durch seine Art mal flott zu Kuscheln, etc.

Und noch eine Erinnerung kam hoch, das Wort, dass Hunde „Menschenbenutzer“ sind. Das ist bei uns ein gefügeltes Wort geworden, denn das sind sie wirklich, wenn man sie lässt.

So genug geschrieben über den geschriebenen Inhalt.
Erwähnen möchte ich auch die wundervollen und stets passenden Zeichnungen (Karikaturen) von Fred Fuchs, die das Gesagte lebendig werden lassen und das Kopfkino anschalten.

Mein Fazit: Ich kann das Buch allen Hundebesitzern und auch denen, die planen einen Hund anzuschaffen, Hundeliebhabern .. empfehlen, die auch klare Worte nicht übelnehmen.
Diese werden vom Buch profitieren. Es hilft beim Reflektieren des eigenen Tuns.
Jemand, der sehr empfindlich ist, sich schnell angegriffen fühlt, die Mimosen, werden nicht glücklich mit dem Buch. Sie würden sich angefriffen fühlen.
Sorry, aber diesen rate ich von diesem Buch ab.

ISBN : 978-3440170106

Quelle : Kosmos-Verlag

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Gansloßer , Kriwy : Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch

twitterrss
twitter

„Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch“ ist das neue Gemeinschaftswerk von Udo Gansloßer und Petra Krivy.
Der Untertitel „Wie Rasse, Geschlecht, Aussehen und Alter das Verhalten beeinflussen“ verrät schon viel über den Inhalt des Buches.

Das Buch ist für Hundehalter geschrieben und soll helfen zu verstehen wieso der Hund nun gerade so agiert oder reagiert wie er es tut, weil nun mal eine Verhaltensweise biologisch bedingt ist und wie man darauf reagieren sollte.

Die Autoren geben ganz viele Tipps anhand von 40 Fällen, die sie vorstellen.

Oft wundern sich Hundehalter über die Hyperaktivität ihres Hundes, andere wundern sich gar nicht, wenn sie dem Hund begegnen samt Halter.
Mir fiel beim Thema Hyperaktivität gleich ein Hund samt Frauchen ein, die ich nicht ohne Ball kenne.
Er ist ein richtiger Balljunkie, er wurde dazu gemacht.
Hier erinnern die Autoren auch daran, dass ein Hund viel Schlaf braucht.
Jeder, der selbst einen Hund hat, kennt es sicher. An Tagen, an denen viel los war, Besuch da war, etc., dreht der Hund leicht durch.
Es fehlen die Erholungsphasen.
Ein Satz aus dem Buch passt da „Je mehr Spaziergänge, desto größer das Hyperaktivitätsrisiko.“

Die Autoren zeigen auch auf, dass viele Verhaltensweisen angezüchtet sind, so reagiert und agiert ein Jagdhund nun mal anders als ein Herdenschutzhund.
Sie machen bewusst, dass man schon vor der Anschaffung des Hundes überlegen muss, was man mit dem Hund machen möchte, in welche Umgebung er kommt.
Ein Hütehund, der nicht bellen und nicht wachen soll, das passt halt nicht.

40 Fälle und jede Menge Grundlagenwissen werden vorgestellt, genau analysiert, verhaltensbiologische Anmerkung ergänzen die Tipps.
Egal ob es um das Thema Handfütterung, Kind und Hund, Stress, Fellfarbe, Hundesenioren, etc. geht, man findet in mehreren Kapiteln, wissenschaftliche fundierte Artikel zum Thema.
Unterteilt sind die Themen in die Kapitel:
– Biologische Begriffe und ihre Bedeutung
– Verhalten und Rassen
– Verhalten und Geschlecht
– Verhalten und Exterieur bzw. Fellfarbe
– Verhalten und Lebensalter
– Soziales Lebewesen Hund
– Kind und Hund
– Zum guten Schluss – mit hilfreichen Tipps und Adressen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist gut verständlich geschrieben, beinhaltet viel hilfreiches Wissen und Tipps und lässt erkennen was am Verhalten des eigenen Hundes quasi normal ist und unabänderlich und woran man arbeiten kann.

ISBN: 978-3440162897

Quelle :Kosmos-Verlag

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Jeanette Przygoda : Gemeinsam unterwegs

twitterrss
twitter

Jeanette Przygoda hat mit „Gemeinsam unterwegs – Gassi-Spaß für jeden Hundetyp“ ein sehr hilfreiches Buch zum Thema Gassigehen geschrieben.

Hunde sind sehr unterschiedlich und was bei dem einen passt klappt beim anderen gar nicht.
Unterwegs sein mit dem eigenen Hund ist schon manchmal ein Abenteuer je nachdem wie der Hund tickt.
Beim fremden Hund wird es dann erst recht schwierig.

Die Autorin hat in “ Gemeinsam unterwegs “ die Hunde zunächst in mehrere Kategorien eingeteilt, denn jede Kategorie benötigt eine andere Strategie für den entspannten Spaziergang.
Die Kategorien sind: jagdlich motiviert, territorial motiviert, sozial motiviert und sexuell motiviert.
Dazu kommt dann noch die Einteilung in Typ A sicher bzw. unsicher und Typ B sicher oder unsicher.

Wie man den Hund einordnet, was ihn kennzeichnet, findet man im Buch.
Auch wie das Verhalten des jeweiligen Hundes entsteht, bringt uns die Autorin nahe. Ebenso lernen wir im Buch auch die Theorie wie eigentlich das Verhalten grundlegend entsteht.
Diese Grundlagen ermöglichen es dem Hundehalter einzuordnen wo er mit seinem Hund steht und wie man sich das Leben  unterwegs miteinander  erleichtern kann.

Im Buch sind viele Übungen für jeden Typ, die sehr detailliert beschrieben und bebildert sind.
Man kann leicht Übungen finden, die zum Hund passen und es macht Spaß damit weiter daran zu arbeiten, dass es unterwegs besser klappt.

Aus meiner Sicht ist das Buch auch für Anfänger oder auch für Gassigeher geeignet.

ISBN: 978-3440162958

Quelle : Kosmos Verlag

 

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Günther Bloch: Mein Hundewissen (unbezahlte Werbung)

twitterrss
twitter

Günther Bloch hat sein neues Buch „Mein Hundewissen:Wie ich zum Hundemenschen wurde und was Sie daraus lernen können“ genannt.
Wer einen Hund hat, ist meist schon mal über Günther Bloch „gestolpert“ und wer sich für Wölfe interessiert, sowieso.

Günther Bloch habe ich schon mehrfach erlebt, sowohl in Seminaren zum Thema Hund als auch an Wolfstagen zusammen mit Elli H. Radinger.
Das Buch ist eine Art Zeitreise durch das Leben des Autors und beinhaltet auch wieder ganz viel Tipps für Hundehalter, vor allem für diejenigen, die schon viele Bücher gelesen haben zur Hundeerziehung oder Seminare besucht und doch klappt nichts.
Günther Bloch, Kölner durch und durch spricht eine deutliche Sprache. So ist auch das Buch geschrieben. Kein Gedruckse, sondern wie es sich für ’ne kölsche Jung gehört, klare Worte.

Bloch war in seinem Leben schon ziemlich viel, auch obdachlos, Hippie, Dogsitter, Freilandforscher Wolf und Hund, Hundepensionbesitzer, etc.
Im Buch schildert er seinen Werdegang, der nicht immer gradlinig war.
Auch er hatte Probleme mit manch einem seiner Hunde.
Irgendwann ging sein Traum in Erfüllung, es ging mit seiner Frau Karin nach Kanada, Wölfe im Banff beobachten.
Dieses und viel mehr erfährt man über Günther Bloch und sein Leben.

Ebenso findet man im Buch aber ganz viele Tipps zum Thema Hundeerziehung. Da braucht es kein Quietschi hier und einen Clicker da, sondern klare Handlungen und Worte.
5 Punkte „Anweisungen“ führen zum Erfolg.
Bitte, danke und Tralala kann man sich beim Hund sparen, das habe ich früh bei Günther Bloch gelernt. Deutliche Ansagen und ehrlich gemeintes Lob, das ist die Sprache, die der Hund versteht und der Weg zu einem guten Miteinander.

Ich bin begeistert vom Buch, es ist eine große Hilfe für alle, die gefrustet sind, dass mit ihrem Hund nichts klappt, eine Bestätigung für die, die nicht zur „Wattebauschfraktion“ gehören und für Hundeanfänger ein „an die Hand nehmen“ man kann viel lernen.
Günther Bloch ist, auch im Buch, einfach Bloch.

Bloch-Fans erfahren viel über den Menschen Günther Bloch.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Mir wurde das ebook via Netgalley kostenlos zur Verfügung gestellt.
#MeinHundewissen #NetGalleyDE

ISBN: 9783833862526

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Gülay Ücuncü : Der gelassene Hund

twitterrss
twitter

„Der gelassene Hund“ von Gülay Ücüncü heißt der neue Ratgeber aus dem Kosmos-Verlag.
„Ein Navigationssystem für die Mensch-Hund-Beziehung“ verspricht der Rückeinband.

Gleich vorweg, konkrete Anleitungen finden Sie in diesem Buch nicht.

Dorit Urd Feddersen-Petersen hat das Vorwort zum Buch geschrieben und gibt schon mal einen Hinweis was uns Leser erwartet:
„Ein ganz wichtiges Buch zum Verständnis der Beziehung zum Hund in unserer nicht selten widersprüchlichen Zeit.“
Wie recht sie hat, wenn man Bücher oder Artikel zum Thema Hundeverhalten, etc. liest, ins Fernsehen schaut, mit dem Hund unterwegs ist,.., kann es einem als Hundebesitzer schon mal Angst und Bange werden, was Hunden da zugemutet wird, was von ihnen erwartet wird.
Ich sage nur rosa Schleifchen im Haar des Hundes, rosa Halsband, usw. so habe ich es heute Morgen erlebt.

Die Gesellschaft hat heute Erwartungen an den Hund, die teils unrealistisch sind. Darf er noch Hund sein?
Wie schafft man es als Hundebesitzer, dass der Hund ruhig bleibt, wenn die Umgebung mal wieder gar nicht hundgerecht ist.

Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht für Alltagssituationen, wird bei diesem Buch enttäuscht sein.
Wer aber ganz strukturiert erfahren möchte, wie der Hund im Allgemeinen strukturiert ist, was ihn stört, beeinträchtigt, freut, lernen lässt, ihn gesellschaftsfähig macht und vor allem was man als Halter dafür wissen und tuen muss, der ist hier genau richtig.

Die Autorin hat akribisch recherchiert in den Studien, die es gibt, was heutiger Stand der Wissenschaft ist und beschreibt wie man das umsetzen kann, um den Alltag hundetauglich zu machen.

Mich persönlich stört, dass sie sich Studien an Menschen bedient, Stichwort ADHS, und von diesen ableitet auf Hundeverhalten. Sie schränkt zwar ein, dass es eben nichts zu Hunden gibt, aber ich persönlich habe damit ein Problem. Nun bin ich es auch gewohnt mit Studien zu arbeiten und sehe dabei auch viel Unfug. Es ist halt nur eine Art „Krücke“ so vorzugehen.
Das ist mein Kritikpunkt, der sicher die meisten Leser nicht stört.

Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert für alle, die etwas zum Thema Hundeverhalten in der Umwelt, Impulskontrolle, etc. lernen möchten.

ISBN: 9783440153925

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Claudia Thesenfitz : Mit James auf Sylt (Werbung unbezahlt)

twitterrss
twitter

Claudia Thesenfitz hat ein ein modernes Märchen geschrieben.

Allerdings muss ich gleich betonen, dass das Buch nicht so ganz realistisch ist. Das behaupte ich zumindest mal so als Hundebesitzerin.
Nie würde ich, und auch andere Hundebesitzer, die ihre Hunde lieben, den Hund 2 Monate an einen Menschen, auch, wenn es die Schwester ist, geben, der bekennender Hundehasser ist.
Soviel dazu, darum bezeichne ich die Story auch als Märchen, es hat was von Prinzessin, aber egal, es ist ein Buch bei dem man nicht denken muss. Ein Buch zum Abschalten.

Nele ist schwanger. Sie und ihr Mann Tom wollen Zeit für das Baby Zeit haben, da ist ihr Neufundländer James im Weg.
Neles Schwester Jana ist arbeitslos. Jana hasst Hunde und genau sie soll nun 2 Monate samt James ins Haus von Nele nach Sylt.
Genau das ist das was ich ankreide, unrealistischer geht es nicht.

Jana fährt mit James nach Sylt, Nele zahlt gut dafür und Sylt ist doch nett, wenn man arbeitslos ist.
Einkaufen für James soll Jana im „Pudels Kern“ in Keitum, dort weiß man was der Hund braucht.
Sie selber geht zu Feinkost Meyer in Wenningstedt, wo auch die Wohnung ist.
Jana lernt den Schnösel Dr.Konrad, Anwalt kennen, Herrchen von Paula – Weimaranerhündin, der Janas Auto anfährt.
Er lädt sie als Entschädigung zum Essen ein.

Als James verletzt ist, fährt Jana mit ihm zum Tierarzt Dr.Kretschmann, der einen Wesenstest verlangt, weil James schnappt.
Naja, dann müsste fast jeder Hund zum Wesenstest, so wie Jana und der Tierarzt sich aufgeführt haben. Hilfe holt sich Jana bei Daniel von „Pudels Kern“.
Der empfiehlt ihr für das Training mit James Ben.

Die Geschichte ist nett, lustig aber teilweise sehr weit ab von der Realität.
Wenn man das akzeptieren kann, hat man Spaß am Syltroman, an der Geschichte von Jana, die James lieben lernt, mit vielen Irrungen und Wirrungen, und einer Story zum Träumen.

#MitJamesAufSylt #NetGalleyDE

ISBN: 9783548291437

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Anton Fichtlmeier : Der Hund an der Leine

twitterrss
twitter

Anton Fichtlmeier hat eine völlig überarbeitete Ausgabe seines Buches “ Der Hund an der Leine “ geschrieben.
Der Hundetrainer ist ja teilweise verschrieen, weil man so hört, dass er mit Stachelhalsband & Co arbeiten würde. So liest es man es dann im Internet.
Ich wollte mir ein Bild von seinen Büchern machen und habe mir dieses Buch ausgesucht.
In “ Der Hund an der Leine “ geht es nicht darum Gewalt gegen den Hund auszuüben, sondern das Thema ist die Leine als Kommunikationsmittel.

Im Vorwort steht ein Satz, den ich so unterschreiben kann „Der Schlüssel für den Gebrauch der Leine als Nebensache ist die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes.“
Ohne Leine geht es oft nicht. Man hat eine befahrene Straße in der Nähe, ist im Naturschutzgebiet, es besteht Leinenzwang, der Hund hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, usw.
Was soll man da ohne Leine machen?

Fichtlmeier unterteilt die Hundeführung in 4 Themen:
1. der Hund – der geführt wird und der nicht vernunftgesteuert ist
2. der Mensch – der führt, hier wird das Konzept der 5 Freiraumzonen vorgestellt
3. die Leine als Nebensache – das ruhige und entspannte Gehen mit angeleintem Hund soll selbstverständlich sein
4. die Leine als Kommunikationsmittel – die Leine dient der Signalübermittlung.

Bevor man zum Thema Leine kommt, geht es darum den Hund zu lesen, was ist Imponiergehabe? welche Symbole gibt es bei Hunden untereinander und gegenüber Menschen?
Der Mensch führt, dazu muss er aber auch die Führung ergreifen, hier geht es auch um das Thema Körpersprache, Haltung.

Im Buch wird Schritt-für Schritt mit gut verständlichen Erklärungen und reicht bebildert der Weg hin zu der Kommunikation Mensch-Hund via Leine aufgebaut.
Das Buch ist gut strukturiert geschrieben und macht Mut die Leine zu nutzen.

Ich habe viele hilfreiche Tipps mitgenommen.

ISBN: 9783440153932

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Schmidt-Röger/Blank : Hundeverhalten

twitterrss
twitter

Das Buch „Hundeverhalten“ mit dem Untertitel „Körpersprache und Ausdrucksweise erkennen und verstehen“ haben Heike Schmidt-Röger und Susanne Blank geschrieben.
Susanne Blank ist lange Jahre Hundetrainerin und Heike Schmidt-Röger ist Journalistin, Autorin, Fotografin und Hundehalterin.

Im Buch wird in Wort und Bild erklärt was Hundeverhalten bedeutet. Wie erkennt man es? Wie kann man darauf reagieren und sollte man reagieren?
Zunächst erklären die Autorinnen was ist angeborenes Verhalten? Was ist rassetypisch? Was ist erlernt? Was beeinflusst das Verhalten?
Anhand von Fragebögen kann man in etwa abschätzen welchen Typ Hund man hat.

Die Autorinnen geben Tipps zu dazu wie reagiert man richtig, bezogen auf den Typ des Hundes, das Alter, etc. Mit einem Welpen muss man anders umgehen als mit einem ergrauten Veteranen.
Jagdhundverhalten ist anders als Hütehundverhalten, usw.

Spiel ist nicht gleich Spiel, manchmal ist man als Halter gefordert einzugreifen. Wie erkenne ich wann dieser Zeitpunkt gekommen ist? Diese und ganz viele andere Fragen, die man sich als Hundehalter stellt, werden beantwortet.
Manche Fragestellungen werden auch in Interviews von Hundeexperten, wie Udo Gansloßer, Günther Bloch, usw. beantwortet.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch geeignet für Hundeanfänger, Welpenbesitzer und alle, die sich in das Thema Hundeverhalten einarbeiten wollen.

ISBN: 9783440149751

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Jeanette Przygoda : An lockerer Leine

twitterrss
twitter

Jeanette Przygoda ist Hundetrainerin in Köln.
Aus ihrem beruflichen Alltag kennt sie das Problem, das wohl jeder Hundehalter kennt, sehr gut, die Leinenführigkeit.

Gerade kämpfe ich wieder selber damit. Ich bin lange ausgefallen, weil ich den Fuß gebrochen hatte, und nun muss ich wieder neu ran. Bei Anjo scheint der Speicher für „ordentlich an der Leine gehen bei Frauchen“ gelöscht zu sein.

Bei Welpen gilt es strukturiert die Leinenführigkeit aufzubauen und immer wieder dran zu arbeiten. Bei älteren Hunden gilt es das Thema als Dauerbrenner auf dem Schirm zu haben.
In ihrem vorliegenden Ratgeber „An lockerer Leine – Der leichte Weg zum leinenführigen Hund“ hat die Autorin von Beginn an das Training zusammengestellt.

Bereits im vorderen Einband geht es los mit den Dingen, die man braucht. Vom richtigen Halsband bis hin zu den Leinen hat sie kurz und knapp die Utensilien beschrieben.
Was mir sonst noch nicht aufgefallen ist, sie nimmt Stellung zur Länge der Schleppleine in Bezug auf die Größe des Hundes.

Danach geht es, reich bebildert, los mit den einzelnen Stufen des Trainings.
Und es beginnt nicht etwa damit, dass man gleich losgeht, sondern, was man sonst oft vermisst, damit, dass man die Aufmerksamkeit des Hundes braucht.
Przygoda arbeitet nicht mit Leckerlies, sondern über Körpersprache und sie legt auch im Buch immer wieder Wert auf die Körpersprache, die in der jeweiligen Situation erforderlich ist.

Unterteilt ist das Training in mehrere Kapitel:
– Training vorbereiten
– Der Weg zum leinenführigen Hund
– Friedlich an der Leine
– Service.

Jedes Kapitel besteht aus einzelnen Unterkapiteln mit Tipps, konkreten Übungen , usw.

Anhand der Bilder kann man genau sehen was die Trainerin meint. Beim Weg abschneiden, z.B. ist im Text erklärt in welchem Winkel man gehen soll, welches Bein was macht, etc. und passend dazu das Foto. Auch die möglichen Reaktionen des Hundes und was man dann macht, werden behandelt.

Was ich für besonders erwähnenswert halte, da es selten ist, es gibt auch einige spezielle Parts für Rollstuhlfahrer, toll.

Im Kapitel Service findet man weiterführende Literatur.

Mir gefällt das Buch sehr gut. Es ist geeignet für Ersthundebesitzer und alle, die mal wieder am Thema Leinenführigkeit arbeiten wollen oder müssen und eine Auffrischung für das brauchen, was sie im Training gelernt haben, oder einfach eine andere Methode, da die gewohnte nicht mehr funktioniert.
Ich gehe gerade auch mal einen etwas anderen Weg mit Hilfe des Buches, der Effekt, Hund verwirrt und aufmerksam.

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 9783440151327
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Kurt Kotrschal : Hund & Mensch

twitterrss
twitter

„Hund & Mensch – Das Geheimnis unserer Seelenverwandschaft“ ist das neueste Buch von Kurt Kotrschal.
Es ist erschienen im Brandstätter – Verlag, den ich bislang nicht kannte.

Prof.Kurt Kotrschal ist Leiter und Gründer des WSC.
Er forscht zusammen mit den beiden anderen Leiterinnen und Gründerinnen Friederike Range und Dr.Zsófia Virànyi am Wolfsforschungszenrum, WSC, im Wildpark Ernstbrunn in Österreich.

Im WSC wird geforscht zu den geistigen und kooperativen Potenzialen von Hunden und Wölfen und ihren Beziehungen zu Menschen.
Das Team des WSC ist weltweit führend bei diesen Themen. Nur in Ungarn wird, meines Wissens,  auch wissenschaftlich zum Thema Mensch – Hund gearbeitet.

Sicher muss man zum Thema Wölfe gewisse Abstriche machen und somit auch zu den Vergleichen im Buch zwischen Hund und Wolf.
Die Forschung in Ernstbrunn wird an Gehegewölfen gemacht nicht im Freiland. Inwieweit die Ergebnisse denen der Freilandforschung entsprechen, sei dahingestellt.
Freilandforschungsergebnisse findet man in Büchern von Elli H.Radinger und Günther Bloch ( 2017 kommt ein neues Buch dazu).

Dies nur als Bemerkung, da Prof.Kotrschal im Buch häufiger das Hundeverhalten mit dem Wolfsverhalten vergleicht.

Ich beschränke mich in meiner Beurteilung auf den Inhalt, der dem Titel „Hund & Mensch“ entspricht.
Die Mensch- Hund- Beziehung hat das Team vom WSC intensiv erforscht. Kurt Kotrschal hat die Ergebnisse in diesem Buch sehr gut dokumentiert.
Der Autor schreibt allgemein verständlich.

Hundehalter werden vieles schon aus dem Alltag kennen, manche Erkenntnisse sind neu.
Und jeder Hundemensch wird bestätigen, dass es eine Seelenverwandtschaft zwischen dem Hund und seine Menschen gibt.

Ich finde das Buch ausgesprochen interessant. Es gibt so viele Dinge in der Literatur zur Hundeerziehung, die sich oft ändern, je nachdem welche Strömung nun gerade mal wieder etwas schreibt.
Wissenschaftlich fundiert ist das beileibe nicht immer.
Darum ist es, aus meiner Sicht, umso wichtiger, dass Wissenschaftler zum Thema ihre neuesten Erkenntnisse mit uns Hundehaltern, Trainern oder sonst am Thema Interessierten teilen zum Wohle der Hunde.
Das ist in diesem Buch geschehen. Kurt Kotrschal berichtet zu den unterschiedlichsten Aspekten der Hund – Mensch – Beziehung. Diese ist sehr vielschichtig.
Ein tolles Buch.

Quelle : Brandstätter Verlag

Quelle : Brandstätter Verlag

ISBN: 9783710600548
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird