Robert Mehl : Die Psyche des Hundes

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Robert Mehl hat das sehr informative Buch “ Die Psyche des Hundes “ geschrieben.
Der Autor ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.).
Seit einigen Jahren ist er freiberuflich als Referent und Autor sowie Coach und Systemischer Berater tätig.
Sein Schwerpunkt liegt auf den neurobiologischen Grundlagen von Lernen und Problemverhalten.

Der Untertitel lautet „Wie Prozesse im Gehirn das Verhalten steuern“.

Wer eine Anleitung sucht wie er mit seinem Hund trainieren muss und warum der sich so verhält wie er es tut, ist hier nicht ganz richtig.

Im Buch erhält man quasi Einblicke in das Gehirn des Hundes.
Bei Säugetieren wird das Verhalten des Tieres (auch bei uns Menschen) vom Gehirn gesteuert.

Man unterscheidet zwischen dem ZNS – dem zentralen Nervensystem, das man meist noch aus dem Schulunterricht kennt. Dies umfasst Gehirn und Rückenmark.
Der 2.Teil des Nervensystems ist das PNS – das periphere Nervensystem, das dafür verantwortlich ist, dass die Signale des ZNS am Ort des Geschehens, also Muskel, Gelenk,etc. ankommen.

Das Gehirn des Hundes unterscheidet sich, rein vom Aufbau her, nicht groß von dem des Menschen.

Dem Autor ist es gelungen uns ein hochkomplexes Thema gut verständlich nahezubringen.
Er arbeitet bei den Beschreibungen viel mit Bildern, der Corpus Callosum – „der Balken ist die Datenautobahn, über die die beiden Hirnhälften kommunizieren.“
Pons wird mit einem Autobahnkreuz verglichen..

So lernt man die Psyche des Hundes von der anatomischen und der funktionellen Seite kennen.
Und man lernt im Buch wie sich daraus die Psyche ableiten lässt.

Für alle, die etwas mehr über Hunde und ihre Psyche wissen wollen, ein sehr empfehlenswertes Buch.

ISBN 978-3440167014

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Andreas Ohligschläger : Hunde als Weggefährten

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Andreas Ohligschläger hat das Buch “ Hunde als Weggefährten “ geschrieben.
Der Autor ist Hundetrainer oder, wie er sich selber bezeichnet, Mensch-Hund-Coach.
Ich habe ihn durch seine Auftritte im Fernsehen kennengelernt und war gespannt was und wie er nun schreibt.

Zunächst einmal lernt man den Menschen Andreas Ohligschläger kennen, der seit seiner Kindheit die Natur liebt und mit den Hunden der Eltern groß wurde.
Er sieht sich nicht als Hundetrainer, ihm geht es darum Mensch und Hund zum Team zu machen.
„Vielmehr sensibilisiere ich Menschen für ihre Verhaltensweisen und die Wirkung auf ihre Hunde.“

Ich habe mich in den Ausführungen von Andreas Ohligschläger häufiger wiedergefunden.
Man merkt ja oft die eigenen Fehler nicht.

Andreas Ohligschläger hat mit 16 ein Praktikum im Tierheim gemacht, das ihn sehr traurig machte.
2002 machte er sich als Dogwalker selbstständig. So lernte er Hunde und Halter noch besser kennen.
Entspannt hat er sich indem er Gitarre spielte und sang.

Sein „Revier für Hunde“ ist 7000 qm groß und jeden Tag kommen 30-40 Hunde.

Er macht uns Haltern klar, dass sich unser Stress, Terminstress, etc. auch den Hund stresst.
Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen aus der Corona – Homeoffice – Zeit.
Auch beschreibt er, das Stress im Kopf es Menschen sich auf den Hund überträgt.

Der Autor verschweigt auch nicht, dass er einen Burn-Out hatte und es eine schwere Zeit war. Auch dies blieb nicht ohne Einfluß auf die Hunde.

Im Nachwort schreibt er „Mein „Hundebuch“ sollte dich nicht belehren oder bevormunden, es sollte dich berühren..“
Mich hat es berührt.

Andreas Ohligschläger setzt da an wo es im Allgemeinen hapert, beim Hundehalter.
Er schreibt locker und gut verständlich.

Das Buch ist kein Trainingsbuch mit Anleitungen, sondern er macht bewusst wo und bei wem es hängt. Wie sich das Verhalten des Menschen auf den Hund die Beziehung zum Hund auswirkt.

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3440172032

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Dr.Marie Nitzschner : Die Persönlichkeit des Hundes

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Dr.Marie Nitzschner hat das Buch “ Die Persönlichkeit des Hundes – Wie Gene und Umwelt das Wesen bestimmen “ geschrieben.
Der Autorin ist es gelungen allgemeinverständlich die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema zusammenzufassen.

Jeder, der einen Hund hat, weiß, dass kein Hund wie der andere ist.
Einer ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen, der andere ängstlich, zurückhaltend, Marke Blümchen-rühr-mich-nicht an.

Wir haben das bei unseren Golden Retrievern erlebt, Halbbrüder und doch ganz unterschiedlich.

Die Persönlichkeit des Hundes wird durchaus durch genetische Faktoren bestimmt, ist abhängig vom Genotyp.
Aber es kommen auch Umwelteinflüsse dazu.

Marie Nitzschner beleuchtet im Buch alle Aspekte, egal ob Fellfarbe, Einfluß des Besitzers, Rassenunterschiede, was ist überhaupt Persönlichkeit?..
Sie stellt auch Persönlichkeitsmodelle vor und zeigt auf welche Tests es gibt.

Man lernt die Stresspersönlichkeiten kennen, die Reaktionstypen, die Persönlichkeitsmerkmale, den Einfluß der Genetik, etc.

Alle Aspekte der Persönlichkeitsbildung des Hundes erklärt die Autorin sehr gut verständlich.
Auch als Laie auf dem Gebiet erfährt man wie Hunde „ticken“.
Man bekommt jede Menge Denkanstösse wie man den eigenen Hund zu einem gut sozialisierten Hund machen kann.
Der Bezug zum Alltag mit dem eigenen Hund wird immer wieder herangezogen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Neben sehr verständlich beschriebenen wissenschaftlichen Erkenntnissen, bekommt man als HundehalterIn immer Tipps und Anregungen wie man dafür sorgen kann, dass der eigene Hund ein sozial verträglicher Hund mit einem guten Wesen wird.

ISBN‏ : ‎ 978-3440158524

Quelle : Kosmos

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Sonja Meiburg : Lass das !

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Das neue Buch von Sonja Meiburg “ Lass das! “ ist bei Kosmos erschienen.

Wer einen Hund hat kennt das meist zur Genüge, man begegnet Menschen, die ihren Hund erziehen wollen indem sie ihn so stark an der Leine ziehen, dass der Hund kaum noch Luft bekommt, manche werden getreten, etc. oft ist es tierschutzrelevant.

Grenzen sollte man anders setzen.
Wie das erfährt im Buch Sonja Meiburg.
Zunächst lernt man im Buch die Dinge kennen, die nicht zum Erfolg führen, die Autorin räumt auf mit Tipps, die manchmal gegeben werden.

Es folgen kurze und knappe Strafregeln, wie z.B.dass das bestrafte Verhalten durch den Hund willentlich steuerbar sein muss.
Ein Beispiel, ein Hund knurrt einen anderen Hund an, weil er nicht ausweichen kann und mein Hund Panik hat aufgrund des Verhaltens der Hundes, der angerast kommt. Die Situation kenne ich nur zu gut.
Da kommt mein Hund nach hinten und ich stehe als Schutz davor.
Wenn mein Hund nun nicht ausweichen kann und sich gruselt, ja dann kann ich ihm das Knurren nicht verbieten.

Als Halter, so habe ich es gelernt, ist man dafür verantwortlich den Hund zu schützen.

Die Autorin hat die Tipps für das Training sehr gut und deutlich geschrieben. Oft zeigen Fotos was gemeint ist und was NoGo ist.
Mit Hilfe des Buches kann man selber mit dem eigenen Hund gut üben. Oft gilt es ja auch nur ein Fehlverhalten auszumerzen.

Mir gefällt das Buch gut. Es ist kurz und deutlich formuliert worden von der Autorin.
Man findet viele Tipps und Denkanstösse, um das Miteinander von Mensch und Hund zu verbessern.

ISBN : 978-3440169155

Quelle : Kosmos-Verlag

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Perdita Lübbe-Scheuermann , Frauke Burkhardt : Der ganz normale Wahnsinn!

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Die beiden Hundetrainerinnen Perdita Lübbe-Scheuermann und Frauke Burkhardt haben das Buch „Der ganz normale Wahnsinn!: Von Hunden und ihren Menschen“ geschrieben.

Bevor ich schreibe was ich vom Buch halte, möchte ich etwas vorweg erklären.
Beide Hundetrainerinnen kenne ich persönlich. Das ist auf der einen Seite gut, da ich weiß wie sie „ticken“ und arbeiten, auf der anderen Seite schlecht, da ich noch genauer hinschaue.
Ich nehme mir auch die Freiheit an manchen Stellen persönliche Erfahrungen einfliessen zu lassen.

Das Thema des Buches “ Der ganz normale Wahnsinn!Von Hunden und ihren Menschen “ ist keine leichte, seichte Kost.
Das würde aber auch nicht zu den Autorinnen passen.
Charakterisiert wird es ganz gut durch einen Satz von Dorit Feddersen-Petersen in deren Vorwort „Kurzweilige Lektüre mit massivem Hang zur Wahrheit.“
Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Es steht ganz viel, auch unbequeme, Wahrheit im Buch.

Es gibt viele Gründe einen Hund zu halten.Ein zunehmendes „Problem“ ist, dass Gebrauchshunde modern und chic sind.
Wie der Begriff aber sagt, ist es ein Gebrauchshund und kein Schoßhund.
Und das bedeutet ganz viel Arbeit, um dem Hund gerecht zu werden und ihn zu führen.
Ich weiß wovon ich spreche, wir haben den 2.Golden Retriever und es kostet Kraft und Zeit ihn zu erziehen und ihm als Jagdhund auch gerecht zu werden.

Mir gefällt sehr gut ein Statement der Autorinnen dazu im Buch „Trainer sind nicht dazu da, den Hund passend zu machen, sondern dem Menschen die Besonderheiten seines Hundes als Chance oder auch als Geschenk aufzuzeigen.“
Im Buch geht es nicht darum was mit dem Hundebesitzer ist, im Gegenteil, der muss damit rechnen, dass er im Buch auch mit harten Tatsachen konfrontiert wird, die ihm möglicherweise nicht passen, nein es geht um den Hund und was unser – des Menschen – Zutun mit ihm macht.

Früher hatte man einen Hund, weil man ihn für den Job brauchte, zur Jagd, um Haus und Hof zu bewachen, als Herdenschutzhund… Kurzum der Hund hatte eine Aufgabe, einen Job.
Heute ist der Hund oft Sozialpartner, wird vermenschlicht, ist Accessoire, wenn ich an die armen Tea-Cup-Hunde denke.

Die Autorinnen geben auch im Buch Denkanstösse, z.B. ob es ein eigener Hund sein muss, ob nicht auch als Gassigeher im Tierheim helfen kann, wenn es nur um die eigene Bewegung geht, etc.

Ein grosses Thema ist Bindung und Beziehung. Der Hund mein Freund, ob das funtioniert? Ich bin Chef sonst klappt es nicht, das kann ich bei unserem Hund nur bestätigen.
Die Führungsrolle muss der Mensch übernehmen, im Buch wird beschrieben was Führung bedeutet.

Mir gefallen Sätze wie „Die Hunde sollen bitte nicht vor uns Menschen rumstehen, rumsitzen oder rumhampeln.“ und dazu die Frage, die man stellen muss „Wo denkt der Hund hin?“.

Das Buch ist in einer deutlichen Sprache geschrieben, man wird aufgerüttelt und aufmerksam gemacht auf Fehler, die sich unbewusst einschleifen.
Oft kann man nur sagen oh ja, muss ich (mal wieder) dran denken oder man sieht den Nachbarshund vor sich, wenn es um den Bällchen-Junkie geht.
Ja wir als Halter sollen „das Klassenbuch und somit auch den Stundenplan unserer Hunde fest in der Hand halten..“

Mir gefällt die deutliche Sprache, die die beiden Damen sprechen sehr gut. Ich mag das, aber Achtung das Buch ist nichts für Leser,
die gleich beleidigt sind, wenn sie sich ertappt fühlen. und auch nicht für ganz empfindliche Menschen geeignet, die jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Es kommen auch Themen zur Sprache wie Hundeausstellungen zu denen man die Gedanken der Autorinnen findet, z.B. was sie davon halten, wenn der Hund den ganzen Tag im Kennel am Stand sein muss unter nicht hundegerechten Bedingungen, auch wird das Thema Tierheim und Pflegestellen kritisch beleuchtet, ebenso Züchter und der Umgang mancher Halter mit dem Hund, ich sage nur „Manny Schlauchschneider“.

Und in mir kamen viele Erinnerungen hoch. Erinnerungen an deutliche Worte zur Züchterin unseres jetzigen Hundes beim Welpentest.
Unser Anjo war nicht für uns vorgesehen, Perdita hat aber erkannt welcher Chararkter in dem Mini steckte und hat deutlich darauf bestanden,
dass er nicht zu Anfängern darf sondern ihn für uns ausgesucht, da sie uns bereits vom ersten Hund kannte.
Ich war damals auch erst traurig hatten wir uns doch unseren Favoriten schon ausgesucht.
Bis heute bin ich sehr froh und dankbar, dass es so kam. Perdita hatte die sensible Seite und den Dickkopf von Anjo erkannt.
Er ist ein Traumhund aber er versucht auch heute mit seinen 8 Jahren seinen Kopf durchzusetzen, wenn man mal nicht konzentriert ist,
und doch ist er immer zur Stelle, wenn es einem von und mal nicht gut geht und muntert gleich auf einfach durch seine Art mal flott zu Kuscheln, etc.

Und noch eine Erinnerung kam hoch, das Wort, dass Hunde „Menschenbenutzer“ sind. Das ist bei uns ein gefügeltes Wort geworden, denn das sind sie wirklich, wenn man sie lässt.

So genug geschrieben über den geschriebenen Inhalt.
Erwähnen möchte ich auch die wundervollen und stets passenden Zeichnungen (Karikaturen) von Fred Fuchs, die das Gesagte lebendig werden lassen und das Kopfkino anschalten.

Mein Fazit: Ich kann das Buch allen Hundebesitzern und auch denen, die planen einen Hund anzuschaffen, Hundeliebhabern .. empfehlen, die auch klare Worte nicht übelnehmen.
Diese werden vom Buch profitieren. Es hilft beim Reflektieren des eigenen Tuns.
Jemand, der sehr empfindlich ist, sich schnell angegriffen fühlt, die Mimosen, werden nicht glücklich mit dem Buch. Sie würden sich angefriffen fühlen.
Sorry, aber diesen rate ich von diesem Buch ab.

ISBN : 978-3440170106

Quelle : Kosmos-Verlag

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Gansloßer , Kriwy : Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch

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„Verhaltensbiologie Hund Praxisbuch“ ist das neue Gemeinschaftswerk von Udo Gansloßer und Petra Krivy.
Der Untertitel „Wie Rasse, Geschlecht, Aussehen und Alter das Verhalten beeinflussen“ verrät schon viel über den Inhalt des Buches.

Das Buch ist für Hundehalter geschrieben und soll helfen zu verstehen wieso der Hund nun gerade so agiert oder reagiert wie er es tut, weil nun mal eine Verhaltensweise biologisch bedingt ist und wie man darauf reagieren sollte.

Die Autoren geben ganz viele Tipps anhand von 40 Fällen, die sie vorstellen.

Oft wundern sich Hundehalter über die Hyperaktivität ihres Hundes, andere wundern sich gar nicht, wenn sie dem Hund begegnen samt Halter.
Mir fiel beim Thema Hyperaktivität gleich ein Hund samt Frauchen ein, die ich nicht ohne Ball kenne.
Er ist ein richtiger Balljunkie, er wurde dazu gemacht.
Hier erinnern die Autoren auch daran, dass ein Hund viel Schlaf braucht.
Jeder, der selbst einen Hund hat, kennt es sicher. An Tagen, an denen viel los war, Besuch da war, etc., dreht der Hund leicht durch.
Es fehlen die Erholungsphasen.
Ein Satz aus dem Buch passt da „Je mehr Spaziergänge, desto größer das Hyperaktivitätsrisiko.“

Die Autoren zeigen auch auf, dass viele Verhaltensweisen angezüchtet sind, so reagiert und agiert ein Jagdhund nun mal anders als ein Herdenschutzhund.
Sie machen bewusst, dass man schon vor der Anschaffung des Hundes überlegen muss, was man mit dem Hund machen möchte, in welche Umgebung er kommt.
Ein Hütehund, der nicht bellen und nicht wachen soll, das passt halt nicht.

40 Fälle und jede Menge Grundlagenwissen werden vorgestellt, genau analysiert, verhaltensbiologische Anmerkung ergänzen die Tipps.
Egal ob es um das Thema Handfütterung, Kind und Hund, Stress, Fellfarbe, Hundesenioren, etc. geht, man findet in mehreren Kapiteln, wissenschaftliche fundierte Artikel zum Thema.
Unterteilt sind die Themen in die Kapitel:
– Biologische Begriffe und ihre Bedeutung
– Verhalten und Rassen
– Verhalten und Geschlecht
– Verhalten und Exterieur bzw. Fellfarbe
– Verhalten und Lebensalter
– Soziales Lebewesen Hund
– Kind und Hund
– Zum guten Schluss – mit hilfreichen Tipps und Adressen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist gut verständlich geschrieben, beinhaltet viel hilfreiches Wissen und Tipps und lässt erkennen was am Verhalten des eigenen Hundes quasi normal ist und unabänderlich und woran man arbeiten kann.

ISBN: 978-3440162897

Quelle :Kosmos-Verlag

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Jeanette Przygoda : Gemeinsam unterwegs

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Jeanette Przygoda hat mit „Gemeinsam unterwegs – Gassi-Spaß für jeden Hundetyp“ ein sehr hilfreiches Buch zum Thema Gassigehen geschrieben.

Hunde sind sehr unterschiedlich und was bei dem einen passt klappt beim anderen gar nicht.
Unterwegs sein mit dem eigenen Hund ist schon manchmal ein Abenteuer je nachdem wie der Hund tickt.
Beim fremden Hund wird es dann erst recht schwierig.

Die Autorin hat in “ Gemeinsam unterwegs “ die Hunde zunächst in mehrere Kategorien eingeteilt, denn jede Kategorie benötigt eine andere Strategie für den entspannten Spaziergang.
Die Kategorien sind: jagdlich motiviert, territorial motiviert, sozial motiviert und sexuell motiviert.
Dazu kommt dann noch die Einteilung in Typ A sicher bzw. unsicher und Typ B sicher oder unsicher.

Wie man den Hund einordnet, was ihn kennzeichnet, findet man im Buch.
Auch wie das Verhalten des jeweiligen Hundes entsteht, bringt uns die Autorin nahe. Ebenso lernen wir im Buch auch die Theorie wie eigentlich das Verhalten grundlegend entsteht.
Diese Grundlagen ermöglichen es dem Hundehalter einzuordnen wo er mit seinem Hund steht und wie man sich das Leben  unterwegs miteinander  erleichtern kann.

Im Buch sind viele Übungen für jeden Typ, die sehr detailliert beschrieben und bebildert sind.
Man kann leicht Übungen finden, die zum Hund passen und es macht Spaß damit weiter daran zu arbeiten, dass es unterwegs besser klappt.

Aus meiner Sicht ist das Buch auch für Anfänger oder auch für Gassigeher geeignet.

ISBN: 978-3440162958

Quelle : Kosmos Verlag

 

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Günther Bloch: Mein Hundewissen (unbezahlte Werbung)

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Günther Bloch hat sein neues Buch „Mein Hundewissen:Wie ich zum Hundemenschen wurde und was Sie daraus lernen können“ genannt.
Wer einen Hund hat, ist meist schon mal über Günther Bloch „gestolpert“ und wer sich für Wölfe interessiert, sowieso.

Günther Bloch habe ich schon mehrfach erlebt, sowohl in Seminaren zum Thema Hund als auch an Wolfstagen zusammen mit Elli H. Radinger.
Das Buch ist eine Art Zeitreise durch das Leben des Autors und beinhaltet auch wieder ganz viel Tipps für Hundehalter, vor allem für diejenigen, die schon viele Bücher gelesen haben zur Hundeerziehung oder Seminare besucht und doch klappt nichts.
Günther Bloch, Kölner durch und durch spricht eine deutliche Sprache. So ist auch das Buch geschrieben. Kein Gedruckse, sondern wie es sich für ’ne kölsche Jung gehört, klare Worte.

Bloch war in seinem Leben schon ziemlich viel, auch obdachlos, Hippie, Dogsitter, Freilandforscher Wolf und Hund, Hundepensionbesitzer, etc.
Im Buch schildert er seinen Werdegang, der nicht immer gradlinig war.
Auch er hatte Probleme mit manch einem seiner Hunde.
Irgendwann ging sein Traum in Erfüllung, es ging mit seiner Frau Karin nach Kanada, Wölfe im Banff beobachten.
Dieses und viel mehr erfährt man über Günther Bloch und sein Leben.

Ebenso findet man im Buch aber ganz viele Tipps zum Thema Hundeerziehung. Da braucht es kein Quietschi hier und einen Clicker da, sondern klare Handlungen und Worte.
5 Punkte „Anweisungen“ führen zum Erfolg.
Bitte, danke und Tralala kann man sich beim Hund sparen, das habe ich früh bei Günther Bloch gelernt. Deutliche Ansagen und ehrlich gemeintes Lob, das ist die Sprache, die der Hund versteht und der Weg zu einem guten Miteinander.

Ich bin begeistert vom Buch, es ist eine große Hilfe für alle, die gefrustet sind, dass mit ihrem Hund nichts klappt, eine Bestätigung für die, die nicht zur „Wattebauschfraktion“ gehören und für Hundeanfänger ein „an die Hand nehmen“ man kann viel lernen.
Günther Bloch ist, auch im Buch, einfach Bloch.

Bloch-Fans erfahren viel über den Menschen Günther Bloch.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Mir wurde das ebook via Netgalley kostenlos zur Verfügung gestellt.
#MeinHundewissen #NetGalleyDE

ISBN: 9783833862526

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Gülay Ücuncü : Der gelassene Hund

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„Der gelassene Hund“ von Gülay Ücüncü heißt der neue Ratgeber aus dem Kosmos-Verlag.
„Ein Navigationssystem für die Mensch-Hund-Beziehung“ verspricht der Rückeinband.

Gleich vorweg, konkrete Anleitungen finden Sie in diesem Buch nicht.

Dorit Urd Feddersen-Petersen hat das Vorwort zum Buch geschrieben und gibt schon mal einen Hinweis was uns Leser erwartet:
„Ein ganz wichtiges Buch zum Verständnis der Beziehung zum Hund in unserer nicht selten widersprüchlichen Zeit.“
Wie recht sie hat, wenn man Bücher oder Artikel zum Thema Hundeverhalten, etc. liest, ins Fernsehen schaut, mit dem Hund unterwegs ist,.., kann es einem als Hundebesitzer schon mal Angst und Bange werden, was Hunden da zugemutet wird, was von ihnen erwartet wird.
Ich sage nur rosa Schleifchen im Haar des Hundes, rosa Halsband, usw. so habe ich es heute Morgen erlebt.

Die Gesellschaft hat heute Erwartungen an den Hund, die teils unrealistisch sind. Darf er noch Hund sein?
Wie schafft man es als Hundebesitzer, dass der Hund ruhig bleibt, wenn die Umgebung mal wieder gar nicht hundgerecht ist.

Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht für Alltagssituationen, wird bei diesem Buch enttäuscht sein.
Wer aber ganz strukturiert erfahren möchte, wie der Hund im Allgemeinen strukturiert ist, was ihn stört, beeinträchtigt, freut, lernen lässt, ihn gesellschaftsfähig macht und vor allem was man als Halter dafür wissen und tuen muss, der ist hier genau richtig.

Die Autorin hat akribisch recherchiert in den Studien, die es gibt, was heutiger Stand der Wissenschaft ist und beschreibt wie man das umsetzen kann, um den Alltag hundetauglich zu machen.

Mich persönlich stört, dass sie sich Studien an Menschen bedient, Stichwort ADHS, und von diesen ableitet auf Hundeverhalten. Sie schränkt zwar ein, dass es eben nichts zu Hunden gibt, aber ich persönlich habe damit ein Problem. Nun bin ich es auch gewohnt mit Studien zu arbeiten und sehe dabei auch viel Unfug. Es ist halt nur eine Art „Krücke“ so vorzugehen.
Das ist mein Kritikpunkt, der sicher die meisten Leser nicht stört.

Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert für alle, die etwas zum Thema Hundeverhalten in der Umwelt, Impulskontrolle, etc. lernen möchten.

ISBN: 9783440153925

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Claudia Thesenfitz : Mit James auf Sylt (Werbung unbezahlt)

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Claudia Thesenfitz hat ein ein modernes Märchen geschrieben.

Allerdings muss ich gleich betonen, dass das Buch nicht so ganz realistisch ist. Das behaupte ich zumindest mal so als Hundebesitzerin.
Nie würde ich, und auch andere Hundebesitzer, die ihre Hunde lieben, den Hund 2 Monate an einen Menschen, auch, wenn es die Schwester ist, geben, der bekennender Hundehasser ist.
Soviel dazu, darum bezeichne ich die Story auch als Märchen, es hat was von Prinzessin, aber egal, es ist ein Buch bei dem man nicht denken muss. Ein Buch zum Abschalten.

Nele ist schwanger. Sie und ihr Mann Tom wollen Zeit für das Baby Zeit haben, da ist ihr Neufundländer James im Weg.
Neles Schwester Jana ist arbeitslos. Jana hasst Hunde und genau sie soll nun 2 Monate samt James ins Haus von Nele nach Sylt.
Genau das ist das was ich ankreide, unrealistischer geht es nicht.

Jana fährt mit James nach Sylt, Nele zahlt gut dafür und Sylt ist doch nett, wenn man arbeitslos ist.
Einkaufen für James soll Jana im „Pudels Kern“ in Keitum, dort weiß man was der Hund braucht.
Sie selber geht zu Feinkost Meyer in Wenningstedt, wo auch die Wohnung ist.
Jana lernt den Schnösel Dr.Konrad, Anwalt kennen, Herrchen von Paula – Weimaranerhündin, der Janas Auto anfährt.
Er lädt sie als Entschädigung zum Essen ein.

Als James verletzt ist, fährt Jana mit ihm zum Tierarzt Dr.Kretschmann, der einen Wesenstest verlangt, weil James schnappt.
Naja, dann müsste fast jeder Hund zum Wesenstest, so wie Jana und der Tierarzt sich aufgeführt haben. Hilfe holt sich Jana bei Daniel von „Pudels Kern“.
Der empfiehlt ihr für das Training mit James Ben.

Die Geschichte ist nett, lustig aber teilweise sehr weit ab von der Realität.
Wenn man das akzeptieren kann, hat man Spaß am Syltroman, an der Geschichte von Jana, die James lieben lernt, mit vielen Irrungen und Wirrungen, und einer Story zum Träumen.

#MitJamesAufSylt #NetGalleyDE

ISBN: 9783548291437

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