Günther Bloch: Mein Hundewissen (unbezahlte Werbung)

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Günther Bloch hat sein neues Buch „Mein Hundewissen:Wie ich zum Hundemenschen wurde und was Sie daraus lernen können“ genannt.
Wer einen Hund hat, ist meist schon mal über Günther Bloch „gestolpert“ und wer sich für Wölfe interessiert, sowieso.

Günther Bloch habe ich schon mehrfach erlebt, sowohl in Seminaren zum Thema Hund als auch an Wolfstagen zusammen mit Elli H. Radinger.
Das Buch ist eine Art Zeitreise durch das Leben des Autors und beinhaltet auch wieder ganz viel Tipps für Hundehalter, vor allem für diejenigen, die schon viele Bücher gelesen haben zur Hundeerziehung oder Seminare besucht und doch klappt nichts.
Günther Bloch, Kölner durch und durch spricht eine deutliche Sprache. So ist auch das Buch geschrieben. Kein Gedruckse, sondern wie es sich für ’ne kölsche Jung gehört, klare Worte.

Bloch war in seinem Leben schon ziemlich viel, auch obdachlos, Hippie, Dogsitter, Freilandforscher Wolf und Hund, Hundepensionbesitzer, etc.
Im Buch schildert er seinen Werdegang, der nicht immer gradlinig war.
Auch er hatte Probleme mit manch einem seiner Hunde.
Irgendwann ging sein Traum in Erfüllung, es ging mit seiner Frau Karin nach Kanada, Wölfe im Banff beobachten.
Dieses und viel mehr erfährt man über Günther Bloch und sein Leben.

Ebenso findet man im Buch aber ganz viele Tipps zum Thema Hundeerziehung. Da braucht es kein Quietschi hier und einen Clicker da, sondern klare Handlungen und Worte.
5 Punkte „Anweisungen“ führen zum Erfolg.
Bitte, danke und Tralala kann man sich beim Hund sparen, das habe ich früh bei Günther Bloch gelernt. Deutliche Ansagen und ehrlich gemeintes Lob, das ist die Sprache, die der Hund versteht und der Weg zu einem guten Miteinander.

Ich bin begeistert vom Buch, es ist eine große Hilfe für alle, die gefrustet sind, dass mit ihrem Hund nichts klappt, eine Bestätigung für die, die nicht zur „Wattebauschfraktion“ gehören und für Hundeanfänger ein „an die Hand nehmen“ man kann viel lernen.
Günther Bloch ist, auch im Buch, einfach Bloch.

Bloch-Fans erfahren viel über den Menschen Günther Bloch.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Mir wurde das ebook via Netgalley kostenlos zur Verfügung gestellt.
#MeinHundewissen #NetGalleyDE

ISBN: 9783833862526

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Gülay Ücuncü : Der gelassene Hund

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„Der gelassene Hund“ von Gülay Ücüncü heißt der neue Ratgeber aus dem Kosmos-Verlag.
„Ein Navigationssystem für die Mensch-Hund-Beziehung“ verspricht der Rückeinband.

Gleich vorweg, konkrete Anleitungen finden Sie in diesem Buch nicht.

Dorit Urd Feddersen-Petersen hat das Vorwort zum Buch geschrieben und gibt schon mal einen Hinweis was uns Leser erwartet:
„Ein ganz wichtiges Buch zum Verständnis der Beziehung zum Hund in unserer nicht selten widersprüchlichen Zeit.“
Wie recht sie hat, wenn man Bücher oder Artikel zum Thema Hundeverhalten, etc. liest, ins Fernsehen schaut, mit dem Hund unterwegs ist,.., kann es einem als Hundebesitzer schon mal Angst und Bange werden, was Hunden da zugemutet wird, was von ihnen erwartet wird.
Ich sage nur rosa Schleifchen im Haar des Hundes, rosa Halsband, usw. so habe ich es heute Morgen erlebt.

Die Gesellschaft hat heute Erwartungen an den Hund, die teils unrealistisch sind. Darf er noch Hund sein?
Wie schafft man es als Hundebesitzer, dass der Hund ruhig bleibt, wenn die Umgebung mal wieder gar nicht hundgerecht ist.

Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht für Alltagssituationen, wird bei diesem Buch enttäuscht sein.
Wer aber ganz strukturiert erfahren möchte, wie der Hund im Allgemeinen strukturiert ist, was ihn stört, beeinträchtigt, freut, lernen lässt, ihn gesellschaftsfähig macht und vor allem was man als Halter dafür wissen und tuen muss, der ist hier genau richtig.

Die Autorin hat akribisch recherchiert in den Studien, die es gibt, was heutiger Stand der Wissenschaft ist und beschreibt wie man das umsetzen kann, um den Alltag hundetauglich zu machen.

Mich persönlich stört, dass sie sich Studien an Menschen bedient, Stichwort ADHS, und von diesen ableitet auf Hundeverhalten. Sie schränkt zwar ein, dass es eben nichts zu Hunden gibt, aber ich persönlich habe damit ein Problem. Nun bin ich es auch gewohnt mit Studien zu arbeiten und sehe dabei auch viel Unfug. Es ist halt nur eine Art „Krücke“ so vorzugehen.
Das ist mein Kritikpunkt, der sicher die meisten Leser nicht stört.

Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert für alle, die etwas zum Thema Hundeverhalten in der Umwelt, Impulskontrolle, etc. lernen möchten.

ISBN: 9783440153925

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Anton Fichtlmeier : Der Hund an der Leine

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Anton Fichtlmeier hat eine völlig überarbeitete Ausgabe seines Buches “ Der Hund an der Leine “ geschrieben.
Der Hundetrainer ist ja teilweise verschrieen, weil man so hört, dass er mit Stachelhalsband & Co arbeiten würde. So liest es man es dann im Internet.
Ich wollte mir ein Bild von seinen Büchern machen und habe mir dieses Buch ausgesucht.
In “ Der Hund an der Leine “ geht es nicht darum Gewalt gegen den Hund auszuüben, sondern das Thema ist die Leine als Kommunikationsmittel.

Im Vorwort steht ein Satz, den ich so unterschreiben kann „Der Schlüssel für den Gebrauch der Leine als Nebensache ist die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes.“
Ohne Leine geht es oft nicht. Man hat eine befahrene Straße in der Nähe, ist im Naturschutzgebiet, es besteht Leinenzwang, der Hund hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, usw.
Was soll man da ohne Leine machen?

Fichtlmeier unterteilt die Hundeführung in 4 Themen:
1. der Hund – der geführt wird und der nicht vernunftgesteuert ist
2. der Mensch – der führt, hier wird das Konzept der 5 Freiraumzonen vorgestellt
3. die Leine als Nebensache – das ruhige und entspannte Gehen mit angeleintem Hund soll selbstverständlich sein
4. die Leine als Kommunikationsmittel – die Leine dient der Signalübermittlung.

Bevor man zum Thema Leine kommt, geht es darum den Hund zu lesen, was ist Imponiergehabe? welche Symbole gibt es bei Hunden untereinander und gegenüber Menschen?
Der Mensch führt, dazu muss er aber auch die Führung ergreifen, hier geht es auch um das Thema Körpersprache, Haltung.

Im Buch wird Schritt-für Schritt mit gut verständlichen Erklärungen und reicht bebildert der Weg hin zu der Kommunikation Mensch-Hund via Leine aufgebaut.
Das Buch ist gut strukturiert geschrieben und macht Mut die Leine zu nutzen.

Ich habe viele hilfreiche Tipps mitgenommen.

ISBN: 9783440153932

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Anne Krüger-Degener : Wenn Hunde lachen

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„Wenn Hunde lachen: HarmoniLogie® – Kommunikationstraining für Mensch und Hund“ heisst das Buch von Anne Krüger-Degener.
Wer einen Hund hat, weiß, dass Hunde lachen können.
Die Autorin ist Schäferin und ich habe vor längerer Zeit mal einen Filmbeitrag gesehen, in dem ihr Umgang mit ihren Hunden gezeigt wurde.

Das Buch hat mich interessiert weil ihr Ansatz „Ein gelungener Dialog schafft tiefes Vertrauen“ ein Weg im Umgang mit dem Hund ist, den wir im Training schon kennengelernt haben.
Die 4 Säulen der Kommunikation sind
1.Die Ansprechbarkeit – der Hund nimmt Blickkontakt auf, wenn wir seinen Namen sagen
2. Die Störbarkeit – Störung ist ein Hilfsmittel, um die Ansprechbarkeit zu unterstützen
3. Die Lobbarkeit – das Lob muss ankommen und ist nicht zwangsläufig ein Leckerli
4. Die Abgrenzbarkeit.

Auf S.18 verdeutlich eine Grafik wie die Autorin ihr Vorgehen sieht.

Und eins kam mir aus dem Training in den Sinn, als ich das Buch gelesen habe, man muss den Hund lesen können, denn er ist perfekt darin uns zu lesen.
Oft liegt darin sicher ein Missverständnis. Ich kenne das selber, ich interpretiere das was mein Hund mir sagt, falsch oder missachte es und schon klappt nichts.

Das Ziel im Vorgehen der Autorin ist der lachende Hund.

Im Buch werden alle Teile der HarmoniLogie genau erklärt. Wir müssen umdenken, die Hunde sind so wie sie sind. Wir müssen die Hunde dahin führen, dass der Dialog zwischen uns funktioniert.
Die Autorin erklärt sehr gut verständlich wie ihr Weg zum Dialog mit den Hunden ist.
Themen wie, wie lobe ich richtig? über die richtigen Signale, die richtige Tonart und vieles mehr werden detailliert beschrieben. Viele Fotos verdeutlichen das geschriebene Wort.
Ich ertappe mich nach dem Lesen des Buches oft bei Fehlern, bei Dingen, die ich aus dem Training in der Hundeakademie schon weiß, die aber in Vergessenheit geraten.

Ich nehme von fest jedem Hundebuch Tipps für den Alltag mit. So auch aus dem diesem, einige Dinge sind nur Auffrischung, andere neue Impulse.

ISBN: 9783440158463

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Präkelt/Begemann/Auerbach : Retriever – eine Liebeserklärung

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Tatjana Kreidler, die Gründerin von VITA e.V. hat das Vorwort zum Buch „Retriever“ geschrieben.

Annette Präkelt ist Züchterin (Labrador) und hat einen Teil der Texte geschrieben, Verena Begemann hat quasi für das Aussehen des Buches gesorgt und Anna Auerbach hat die wundervollen Fotos beigesteuert.
Eine Reihe von Gastautorinnen haben Beiträge zu den Rasseporträts beigesteuert.

Den Retriever gibt es nicht, sondern es sind 6 verschiedene Rassen unter dem Begriff Retriever zusammengefasst.
Es gibt Labrador Retriever, Golden Retriever, Flat Coated Retriever, Curly Coated Retriever, Chesapeake Bay Retriever und Nova Scotia Duck Tolling Retriever.
Wer, so wie wir, einen Retriever (in unserem Fall Golden Retriever) hat und schon mal beim DRC im Training war, hat die anderen Rassen kennengelernt.

Alleine vom Aussehen her würde man sie nicht alle als Retriever bezeichnen. Toller und Golden Retriever haben äußerlich und charakterlich nicht viel Gemeinsames.

In diesem Buch werden alle 6 Rassen fundiert vorgestellt, von der Herkunft angefangen über die typischen Charaktereigenschaften, die Merkmale, die Durchschnittsgrößen, die Fellfarben und das Gewicht erfährt man als Leser etwas.

Im nächsten Kapitel lernt man kennen wie es ist, einen Retriever als Welpen bei sich zu haben und was einen in der Pubertät erwartet. Danach geht es weiter über die Mitte des Lebens bis zur Phase des alten Hundes.

Die Autorinnen lassen immer wieder passende Zitate einfliessen, wie das auf Seite 42 „Wer einen kleinen Welpen kauft, der bekommt für sein Geld wilde und entschlossene Liebe.“ (Rudygard Kipling)

Zugleich ist das Foto auf den Seiten 42/43 mein Lieblingsfoto im Buch.
Die Fotos sind alle so wunderbar, bringen Gefühl rüber und lassen den Betrachter einfach dahinschmelzen, wie die kleine Nougatnase auf Seite 71.

Im Buch finden sich auch viele Geschichten zu den Hunden, wie die vom Diabeteswarnhund, der den kleinen Sohn der Familie behütet und viele mehr.

Es ist ein wundervolles Buch, das den Autorinnen gelungen ist. Eine Liebeserklärung an die Retriever.
Aufgrund der großformatigen und schönen Aufmachung auch ein tolles Geschenk für Retrieverliebhaber.

ISBN: 9783440149508

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Schmidt-Röger/Blank : Hundeverhalten

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Das Buch „Hundeverhalten“ mit dem Untertitel „Körpersprache und Ausdrucksweise erkennen und verstehen“ haben Heike Schmidt-Röger und Susanne Blank geschrieben.
Susanne Blank ist lange Jahre Hundetrainerin und Heike Schmidt-Röger ist Journalistin, Autorin, Fotografin und Hundehalterin.

Im Buch wird in Wort und Bild erklärt was Hundeverhalten bedeutet. Wie erkennt man es? Wie kann man darauf reagieren und sollte man reagieren?
Zunächst erklären die Autorinnen was ist angeborenes Verhalten? Was ist rassetypisch? Was ist erlernt? Was beeinflusst das Verhalten?
Anhand von Fragebögen kann man in etwa abschätzen welchen Typ Hund man hat.

Die Autorinnen geben Tipps zu dazu wie reagiert man richtig, bezogen auf den Typ des Hundes, das Alter, etc. Mit einem Welpen muss man anders umgehen als mit einem ergrauten Veteranen.
Jagdhundverhalten ist anders als Hütehundverhalten, usw.

Spiel ist nicht gleich Spiel, manchmal ist man als Halter gefordert einzugreifen. Wie erkenne ich wann dieser Zeitpunkt gekommen ist? Diese und ganz viele andere Fragen, die man sich als Hundehalter stellt, werden beantwortet.
Manche Fragestellungen werden auch in Interviews von Hundeexperten, wie Udo Gansloßer, Günther Bloch, usw. beantwortet.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch geeignet für Hundeanfänger, Welpenbesitzer und alle, die sich in das Thema Hundeverhalten einarbeiten wollen.

ISBN: 9783440149751

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Gansloßer /Käufer: Auszeit auf Augenhöhe

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PD Dr.Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben das, aus meiner Sicht, wichtige Buch „Auszeit auf Augenhöhe“ geschrieben.
Der Untertitel verrät um was es geht „Mensch-Hund-Spiel: Kleiner Einsatz mit grosser Wirkung“.

Dr.Udo Ganßloßer ist Zoologe, seit einigen Jahren  sind die Canidae (Hundeartige) einer seiner Schwerpunkte.
Er und seine Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit Themen der Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik,usw.
Der Autor ist gut vernetzt und immer sehr gut informiert, was man merkt, wenn man ihn auf Vorträgen erlebt.
Mechtild Käufer ist Hundetrainerin und Dipl.Sozialarbeiterin, sie ist bekannt für ihre Arbeit zum Thema Spielverhalten beim Hund.

Die Autoren ermuntern im Buch zum Spielen mit dem Hund. Mensch-Hund-Spiel war lange verpönt. Als wir unseren ersten Hund vor 8 Jahren bekamen und mit ihm beim DRC trainiert haben, war spielen NoGo, ein Hund musste funktionieren. Anjo (Hund 2) haben wir nun 5 Jahre, zur Welpenerziehung waren wir in der Hundeakademie Perdita Lübbe und wir wurden sowohl im Einzeltraining wie auch in den Hunderunden ermuntert und angeleitet zum Spiel. Was ein Glück, denn Anjo liebt es zu spielen. So stärkt man die Bindung an den Menschen, das ist auch der Tenor des Buches von Udo Gansloßer.

Das Buch ist sehr strukturiert aufgebaut. Die Autoren erklären zunächst den Spielbegriff, gibt es artübergreifendes Spiel, etc., danach werden verschiedene Arten des Spiels erklärt, man bekommt als Leser sehr viele Tipps, wie man mit dem Hund spielen kann mit und ohne Spielzeug. Oft sah ich Anjo vor mir, der sich genauso verhält wie beschrieben.
Man lernt im Buch den Hund im Spiel zu „lesen“. Hilfreiche Tabellen, usw. ergänzen das Buch.

Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel, die schon zeigen wie vielfältig und umfassend die Autoren das Thema darstellen:
– Etikettenschwindel
– Pseudospiele
– Echte Sozialspiele
– Spielkommunikation
– Spielroutinen, Typen, Stile
– Sozialspiel
– Spielkompetenz.

Mir gefällt sehr gut, dass es im Buch „Merkkästchen“ und Checklisten gibt, die schnell aufzufinden sind und immer wieder auf einen Blick die wichtigen Dinge aufzeigen.
Das für mich wichtigste Kästchen im Buch ist die Liste auf S.11, die ich zitiere:
„Kriterien für Spiel
1. Die Spieler verfolgen keine über das Spiel hinausgehenden Ziele.
2. Das Verhalten im Spiel sieht anders aus als außerhalb des Spiels.
3. Das Verhalten wird nicht stereotyp, sondern in stets neuen Varianten wiederholt.
4. Spiel ist spontan, freiwillig, selbstbelohnend und macht Spaß.
5. Ein Tier spielt nur, wenn es zufrieden ist und sich sicher und entspannt fühlt.“

Diese Liste orientiert sich an der Definition von Spiel von Burghard(2015).
Diese Kriterien sagen eigentlich alles und machen deutlich, dass z.B. Apportiertraining kein Spiel sondern Beschäftigung ist.

Den Autoren ist es gelungen klar zu machen was ist reines Spiel, wo ist der Unterschied zwischen Spiel und z.B. Nasenarbeit, etc.?
Sie motivieren den Hundehalter und auch Trainer Spiel zuzulassen, auch Spiel, das vom Hund initiiert wird.
Auch Bellen darf der Hund dabei und wer genau aufpasst, kann auch beim eigenen Hund das Spielbellen vom sonstigen Bellen unterscheiden.
Bellspiele habe ich kennengelernt im Buch, die kannte ich nicht, sie sind rassetypisch.

Und ich bin beruhigt, unsere geliebten Zerrspiele mit einem alten geknoteten T-Shirt, sind gut und stärken die Bindung. Wie verpönt waren und sind z.T. diese „bösen Zerrspiele“ doch. Aber generell sind sie förderlich für die Mensch-Hund-Beziehung.

Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben ihre sehr gut verständlichen Aussagen stets belegt mit Studien, Aussagen von Experten, usw. Jede Menge Quellenangaben findet man im Serviceteil.

Mir gefällt es sehr gut, dass das Spiel von Kindern und Hunden, speziell Welpen, verglichen wird. Man kann es eben nicht 1:1 übertragen.

Wer sich auf das Buch und die Aussagen und Anleitungen der Autoren einlässt, wird entweder bestätigt in dem was er schon macht und bekommt noch jede Menge Ideen und Tipps, danke dafür, oder aber denkt danach hoffentlich um, dass Strenge und Drill in der Hunderziehung, zumindest beim Familienhund, eher weniger bringen als die Stärkung der Bindung. Und vor allem macht es auch einem selber mehr Spaß auf diese Art und Weise mit dem Hund das Zusammenleben zu gestalten.

Das Buch ist reich bebildert mit Fotos, die die Aussagen und Tipss verdeutlichen.

Aus meiner Sicht sollten alle Welpenbesitzer und auch manch ein Hundetrainer dieses Buch als Pflichtlektüre lesen.

ISBN: 9783440151952
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

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Amann, Aliloski: Mein Hund hat eine Seele

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„Mein Hund hat eine Seele“ mit dem Untertitel „Was Ihr Hund schon immer sagen wollte & was Sie von ihm lernen können“ von Laurent Amann und Asim Aliloski ist ein Buch zum Thema Seele des Hundes. Dies suggeriert der Titel.

Das Hunde auch Gefühle haben, um das Wort Seele nicht zu strapazieren, oder auch Tiere generell, weiß jeder Hundehalter.
Auch kann man dies von wissenschaftlicher Seite durchaus belegt finden in den Arbeiten von Marc Bekoff, der schildert was es mit der Empathie von Tieren auf sich hat.

Ich hoffte nun aufgrund des Titels des Buches, ein Äquivalent zum Buch von Bekoff nur für den Hund zu bekommen.
Teilweise ist es den Autoren auch gelungen ganz sachlich zu zeigen, dass Hunde Gefühle haben, dass sie uns quasi lesen können und wir besser darin werden müssen, sie zu lesen.

In Praxistipps wird hervorgehoben was den Autoren wichtig ist. Immer wieder schwingt aber so esoterische Richtung mit.

So etwa ab S.122, „Die seelischen Bedürfnisse erfüllen“ habe ich mich gedanklich ausgeklinkt. Das was folgt, kann ich nur noch unter dem Thema Esoterik, Pseudowissenschaft, abhaken.
Schade, ein ganz sachliches Buch zum Thema nur auf den Hund bezogen, fehlt.

Mein Fazit: für alle, die sich der Esoterik verschrieben haben, sicher ein gutes Buch, für diejenigen, die sich für wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren,untauglich.

ISBN3: 9783902991362
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

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Löckenhoff : Dogwalk

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„Dogwalk“ mit dem Untertitel „Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung“ wurde von Ursula Löckenhoff geschrieben.

Die Autorin, die mit Pferd und Hunden aufgewachsen ist, hat sich lange Jahre neben ihrem Beruf als Grafikerin im Tierschutz engagiert.
2009 hat sie eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin gemacht und seit 2010 betreibt sie ein Hundehotel. Sie hat ihre Leidenschaft, das Zusammenleben mit Hunden, zum Beruf gemacht.
Ursula Löckenhoff hat das Dogwalk-Konzept entwickelt, mit dem Sie eine Möglichkeit beschreibt, Hunde ohne Leckerlies zu führen.

Der Titel des Buches „Dogwalk“ mag zu Missverständnissen führen. Es ist kein Gassi-Trainings-Buch, sondern ein Buch zum Konzept der Autorin.
Und der Dogwalk beginnt schon vor dem Spaziergang draussen. Wenn der Hund im Haus keine Beziehung zu seinem Führer hat, so kann es auch draussen nicht funktionieren.
Folgerichtig baut die Autorin  im Buch Schritt-für-Schritt ihre Anleitung zu einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung auf.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Kommunizieren und eine Einheit bilden: Kontaktaufnahme, Körpersprache, Einsatz der Stimme, Augenkontakt, Arbeit mit der Leine
– Jeder Walk beginnt im Haus: Hunde ruhen, Regeln und Rituale, sinnvolles Zubehör, entspannt unterwegs
– Auf der Strasse und in der Stadt
– Der Wald – ein echtes Abenteuer
– Auf der Wiese – verführerische Weite
– Im Wasser – völlig losgelöst, u.A. den Hund ans Wasser heranführen
– Nach dem Walk ist vor dem Walk – von Duschen, abtrocknen bis Massage

Im Serviceteil findet man weiterführende Literatur.

Der Autorin ist es gelungen, teils auch durch Bilder, die zeigen was sie meint, wie sie es macht, uns Lesern ihr Konzept des Miteinander von Mensch und Hund zu vermitteln. Dabei ist es egal ob man einen oder mehrere Hunde hat. Infos für Mehrhundehalter sind immer wieder eingeschoben. Im Fazit findet man grundlegende zusammenfassende Statements.
Mir gefällt auch die Rubrik …auf einen Blick“. Dort hat Lückenhoff stichpunktartig die wichtigsten Punkte einer Aktion aufgeführt, die z.B.  bei „Ableinen und „GO“ auf einen Blick“ noch durch eine Bildstrecke ergänzt werden.

Ursula Löckenhoff hat die Themen, die man im Alltag mit dem Hund benötigt, gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben.
Das Buch ist aus meiner Sicht auch für Hundeanfänger geeignet.

ISBN: 9783440153598
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Ruthe, Barth : Hunde! Das macht der sonst nie

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„Hunde ! Das macht er sonst nie“ ein Buch zum Lachen aber auch zum Nachdenken.

Ralph Ruthe ist einer der bekanntesten Cartoonisten in Deutschland. Er ist verantwortlich für die wundervollen Cartoons im Buch.
Markus Barth ist Autor. Unter anderem schreibt er für die „heute-show“ und „Ladykracher“. Jetzt können Sie sicher schon erahnen, was Sie textlich erwartet.

Texte und Bilder, die einen als Leser und Betrachter zum herzlichen Lachen animieren, in denen aber auch oft jede Menge Wahrheit ist, sind im Buch zu finden.
Laut gelacht habe ich bei den beiden Tagebucheinträgen, einmal vom Landhund, einmal vom Stadthund. Herrlich und so wahr.
Ein Beispiel vom Stadthund :
„19 Uhr : Abendessen. Herrchen stellt mir das restliche Nassfutter hin. Ist aber an den Rändern schon leicht eingetrocknet. Also wieder hinlegen und Wangen einziehen…“
Ich kenne das, einer unserer Hunde ist auch sehr erfinderisch, wenn es etwas gibt was er nicht mag.

Herrlich die „10 Kommandos , die viel zu selten trainiert werden“.
Und die Krönung ist die Waldorf-Hundeschule.

Viele Zeilen kommen mir bekannt vor, teils aus eigener Erfahrung, teils aus dem was man draussen erlebt mit anderen Hunden.
Markus Barth muss Hundeerfahrung haben, denn er legt den Finger in die Wunde. Ich sehe auch die Hunde vor mir, die ein Tagesprogramm haben wie ein Manager, die mit dem rosa Schleifchen im Haar und was mir sonst beim Lesen einfiel.

Ein Buch für alle Hundehalter und Trainer, die mal herzhaft lachen wollen und eine Empfehlung für alle, die sich den ersten Hund holen wollen.
Denkt aber darüber nach, was der Autor sagen will mit seinen Texten.
Als Geschenk auch sehr gut geeignet.

ISBN: 9783830334507
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