Hefele / Hüsler : Geisterhäuser verlassene Orte in den Alpen

“ Geisterhäuser – verlassene Orte in den Alpen “ heisst der wundervolle Bildband von Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler.

Stefan Hefele ist Abenteuer- und Landschaftsfotograf. Seine Fotos findet man in GEO und National Geographic.
Ihn faszinieren Lost Places, die Geisterhäuser und vieles mehr was verlassen wurde in den Alpen.
Eugen E.Hüsler kennt die Alpen sehr gut.
Mit Hilfe der Dokumentation der verlassenen Orte und der Geisterhäuser möchten sie die Vergangenheit sichtbar machen.
Vergangenheit und Gegenwart gehören zusammen.

Auf der ersten Seite des Buches findet man ein sehr passendes Zitat von Friedrich von Schiller „Zu Trümmern wird alles gehn, was wir bedächtig bauten.“
Wie wahr, viele wundervolle Bauten, Wohnhäuser, Strassen, usw. sind heute Trümmer, Ruinen, Denkmäler, Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Lost Places haben einen morbiden Charme, den Stefan Hefele hervorragend in Szene gesetzt hat.

Mir gefällt auch die Aufteilung des Bildbandes sehr gut, die zu den Alpen und dem Leben in den Alpen passt:
– Zauber des Vergänglichen, mit einem tollen Text, der deutlich macht was Vergänglichkeit bedeutet, Pflanzen sterben aus, wenn man nicht vorsorgt, Ötzi taucht auf, eine Sprungschanze zerfällt
– Lebensadern – die Ponte Vecchio, um den Verkehr zu ermöglichen, ein Stausee, um die Wasserversorgung zu sichern, historische Pfade…
– Bauernwelt – das karge Leben der Bergbauern, geblieben sind oft Geisterhäuser, auch ganze Dörfer sind fast vollständig verschwunden
– Eingebunkert – in den Alpen gibt es noch Überbleibsel alter Festungen, auch alte Bunker, den französischen Alpenwall…
– Arbeitswelten – ich hätte keine verfallenen Fabriken in den Alpen erwartet, die hier wundervoll dokumentiert sind, man sieht verlassene Schulen, Kraftwerk, usw.
– Spielwelten – die Ruine einer olympischen Bobbahn, neben alter Bäderkultur, die Ruine eines 5-Sterne-Hotels und ein Spukschloss
– Verblichener Glanz – alte Villen, Palazzi, wunderschöne Treppenhäuser, etc..

Es ist den Autoren gelungen einen Bildband zu schaffen, der die ganze Spannbreite der Geisterhäuser und verlassenen Orte der Alpen dokumentiert.
Dabei sieht man auch die unterschiedlichen Baustile der Epochen genauso wie der geographischen Gegenden. Süditalien hatte eine andere Architektur, wie Österreich, Deutschland, etc.
Auch dies hat der Fotograf hervorragend eingefangen.

Mein Fazit: In diesem wundervollen Bildband wurde fotografisch und auch per Text, eine vergangene Zeit eingefangen und dargestellt. Eine Zeit, die das Leben in den Alpen wiederspiegelt mit dem Prunk der Reichen und Schönen, den sportlichen Seiten des Lebens und auch mit dem Leben der Bewohner, die nicht so betucht waren.
Auch ein tolles Geschenk für alle, die sich für diese Themen und für Lost Places interessieren.

ISBN: 9783734311031

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Marion Hogl : Digitale Fotografie

“ Marion Hogl: Digitale Fotografie “ ist eine „Fotoschule für Technik, Bildgestaltung und Motive“.

Fotografie ist mehr als nur Knipsen und mancher Anfänger ist völlig frustriert und überfordert.
Im Internet sieht man tolle Fotos, alles scheint soooo einfach. Die Werbeversprechen der Smartphone – und Kamerahersteller suggerieren, dass man nur das nötige Equipment braucht und schon gelingen perfekte Fotos.

Aber, weit gefehlt. Ich erinnere mich immer wieder an den Spruch eines Workshopleiters, der nichts an Wahrheit eingebüsst hat, seit der Zeit der Analog – Kameras, mit denen ich die ersten Fotos gemacht habe: „Das Foto macht nicht die Kamera, sondern der Mensch dahinter“.

Und ohne Grundlagenwissen geht es aus meiner Sicht auch nicht.
Losziehen, Kamera kaufen, Akku laden und draufhalten, das ist sinnlos.
Zunächst muss man sich mal klar werden welche Kamera man benötigt. Und genau da steigt das Buch ein.

Im Vorwort „Lieber fotografieren als nur knipsen“, das die Autorin mit einem Zitat von Ansel Adams „Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.“ beginnt, erklärt Marion Hogl grundlegende Dinge zur Fotografie. Und sie hilft auch dabei das Buch zu lesen.
Wie oft lese ich die Frage, was das ist, wenn ein Foto mit EXIF-Daten gepostet wird.
EXIF-Daten sind für Anfänger nun mal böhmische Dörfer, das vergisst man oft.
Diese werden im Infokasten auf Seite 21 gut verständlich erklärt.

Dann geht es im ersten Teil des Buches, dem Part „Technik“ mit „Die digitale Kamera“ los.
Ich finde dieses Kapitel bereits als Hilfe zur Kaufentscheidung wichtig und gut.
Im Kapitel werden grundlegende Unterscheidungsmerkmale erklärt wie
– Sucher oder Display
– Sensortypen, Sensorgröße und Cropfaktor, je nach Einsatzgebiet kann eine Berücksichtigung entscheidend sein für den Kauf der richtigen Kamera
– WLAN und NFC
– oder das Fotohandy? oder plus Handy mit passenden Apps
– Kompaktkamera
– Bridgekamera
– Systemkamera
– Spiegelreflexkamera
– Actionkamera
– Mittelformatkamera
Das ist jede Menge Wissen, das man durchaus schon vor dem Kauf der Kamera lesen sollte.

Danach folgen ganz viele Kapitel zur Fotografie. Von Zubehör über Objektive, Blitzen über Motive, Bildkomposition, Menschen oder Tiere fotografieren und ganz viel mehr.

Die Autorin führt den Leser von den ersten Schritten bis hin zur Actionfotografie.
Die Texte sind verständlich geschrieben, mit Fotos und Screenshots versehen und mit ganz vielen Tipps.
Die Kapitel bauen aufeinander auf und man kann sich auf seinem Weg zu tollen Fotos lange vom Buch begleiten lassen.

Wenn Sie nun detailliert wissen möchten, was Sie erwartet, schauen Sie auf die Seite des Verlages. Dort finden Sie eine Leseprobe und das komplette Inhaltsverzeichnis. Anhand dessen können Sie entscheiden, ob das Buch für Sie richtig ist.

ISBN: 9783842103245

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Dalai Lama , Desmond Tutu , Douglas Abrams : Das Buch der Freude

Erzbischof Desmond Tutu und der Dalai Lama waren schon lange freundschaftlich verbunden.
Sie sind Brüder im Geiste.

Sie hatten ein gemeinsames Ziel. Sie wollten ein gemeinsames Buch zum Thema Freude herausgeben.
Das Buch soll zu mehr Freude und Lebensglück einladen.

Das Motto der beiden ist, dass man seine Zukunft selbst bestimmt, jeden Tag aufs Neue. Für die Freude im Leben muss und kann man selber sorgen.

Der Wunsch wurde Wirklichkeit. Douglas Abrams hat die beiden Großen der Geschichte bei dem Plan als Autor unterstützt.
1 Woche haben sie sich getroffen.
Der Dalai Lama und Desmond Tutu hatten Abrams gebeten als Erzähler zu fungieren im Buch.

1 Jahr Vorbereitungszeit steckte im Projekt “ Das Buch der Freude „, dann trafen die 3 sich in Dharamsala.
Es gab sehr berührende Augenblicke. Abrams schildert wie er diese beiden Männer erlebt hat.
Jeder der beiden betrachtet den anderen als seinen „schelmischen Bruder im Geiste“.

Im Buch finden sich die Lehren des Dalai Lama und die von Erzbischof Tutu zum Thema Freude , wissenschaftliche Erkenntnisse zur Freude und der für mich faszinierendste Teil beinhaltet die Schilderungen von Douglas Abrams wie er die Woche mit dem Dalai Lama und Erzbischof Desmond Tutu erlebt hat.

Im Anhang findet man Übungen zur Freude von den Autoren.

Schliessen möchte ich mit einem Zitat des Dalai Lama „Die Quelle des Glücks liegt in uns selbst“.
Dieses sagt alles über die Art des Buches.

Das Buch ist sehr gut lesbar. Man kann empfinden wie es in dieser Woche zuging und bekommt ganz viele Inspirationen für sein eigenes Leben und Denken.

ISBN: 9783778782651

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Prinzessin Märtha Louise , Elisabeth Nordeng : Hochsensibel geboren

Prinzessin Märtha Louise, die norwegische Prinzessin, und ihre Freundin Elisabeth Nordeng sind hochsensibel.

Im Buch schildern beide abwechselnd, angefangen von der Kindheit bis heute, wie es ihnen mit der Tatsache hochsensibel zu sein, geht.
Es ist ein sehr persönlicher Bericht.
Märtha Louise schildert sehr offen wie sie in der Schule nicht immer freundlich behandelt wurde, welche Probleme es in der Ehe geben kann, wenn man hochsensibel ist.

Was ist überhaupt mit einem Menschen, der hochsensibel ist? Man empfindet anders, hört mehr als andere Menschen, viele Dinge des Alltags belasten einen. Ich höre Dinge, die meine Familie nicht wahrnimmt, Gerüche sind oft ganz schlimm für mich. Genau das schildern die beiden Autorinnen auch.

Man unterscheidet zwischen intro – und extrovertierten Hochsensiblen, und es auch Hochsensible, die den Nervenkitzel brauchen, die HSS = High Sensation Seeker, dazu zählt Prinzessin Märtha Louise.

Hochsensible Menschen sind aufgrund der Eindrücke, die auf sie einprasseln, viel schneller im Alltag ausgelaugt. Auch dies schildern die beiden Frauen.

Irgendwann gehen die 2 das Thema „hochsensibel“ beruflich an, sie planen eine „Selbstentwicklungsschule“. Und sie verwirklichen den Traum auch.
Wie es ihnen damit geht, was sie dort machen, kann man im Buch lesen.

Ihren privaten und auch beruflichen Weg schildern die beiden hochsensiblen Frauen sehr offen mit Höhen und Tiefen.
Sie wollen Mut machen, dass man, wenn man hochsensibel ist, lernen muss damit umzugehen und die auch die Schwäche in eine Stärke umwandeln kann.
Herrlich, wenn man sich wiedererkennt, ich kenne auch die Auszeiten beim Weg auf die Toilette, wenn es mal wieder zuviel wird.

Auch Übungen findet man im Buch.

Aus meiner Sicht ist das Buch für jeden geeignet, der hochsensibel ist, auch für Partner von hochsensiblen Menschen, für Lehrer und Co., die sich womöglich gar nicht damit auskennen und nicht nachvollziehen können wie es hochsensiblen Menschen geht und warum manchmal einfach alles zuviel ist.

Das Buch hat mir gut gefallen, den Part mit den Engeln, usw., den die beiden beschreiten, ist nicht mein Ding, der wäre für mich entbehrlich gewesen.

ISBN: 9783442222384

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Sabine Drasnin : Computer für Senioren

“ Computer für Senioren – Die Anleitung in Bildern“ ist das neue Buch von Sabine Drasnin zu Windows 10.
Viele werden es kennen, die ältere Generation fängt an und will mailen, Fotos bearbeiten, mit der Verwandeschaft skypen und vieles mehr.
So leicht, wie es einem selber fällt, geht das aber nicht, da die Grundlagenkenntnisse fehlen. Und älter ist  durchaus mal knapp über 60.

Für einen solchen Fall habe ich als Geschenk ein Buch gesucht, das ganz früh anfängt. Ein Buch, dass für Senioren geeignet ist, verständlich und einfach eingeschrieben ist.
Jemand, der gerade in Rente ist und nun mitmachen will, beim Mailen, surfen, usw. und Hilfe braucht, da ja nicht genau dann, wenn er Fragen hat, jemand des berufstätigen Umfelds greifbar ist, sollte Hilfe bekommen in Form eines Buches bekommen.

Mir gefällt das Buch “ Computer für Senioren “ sehr gut, da es den Anfänger da abholt wo er steht und das geht schon los bei der Überlegung Notebook oder PC. Hilfe so viele Anschlüsse, welcher Stecker kommt wo hin und was wird da eingesteckt?
Genau da beginnt das Buch für Senioren, es wird gegenüber gestellt welche Kriterien für die Entscheidung Netbook, Ultrabook, Notebook, Laptop oder PC einziehen soll.
Auch die Anschlüsse, Laufwerke und Co. werden erklärt, damit man erst einmal den eigenen Bedarf festlegen kann und danach erst die Kaufentscheidung trifft.
Toll finde ich die vielen Bilder und die Erläuterungen auch für die simpelsten Dinge, nämlich Computer erst einmal einschalten bevor man arbeiten will.
Simpel ist vieles, aber es kann vergessen werden, Selbstverständlichkeiten für einen selber und eine Hürde für einen älteren Neuling. Den Fall hatte ich schon, so nach dem Motto „Bildschirm schwarz, der PC ist kaputt“ , was war Kabel nicht drin und PC nicht angeschaltet.

Das Buch ist in mehrere aufeinander aufbauende Kapitel unterteilt:
– PC oder Notebook
– Erste Schritte mit dem Computer
– Am Bildschirm zurechtfinden
– Internet zu Hause und unterwegs incl. Anschluss an den Router
– E – Mails schreiben
– Fotos sortieren und bearbeiten
– Texte schreiben
– Rechnen mit dem Computer
– Dateien und Ordner verwalten
– Spezielle Einstellungen vornehmen
– Zusätzliche Geräte verwenden
– Für Sicherheit sorgen
– Probleme lösen.

Es gibt in den Kapiteln viele praktische Tipps, z.B. auch alternativen Browser statt Edge nutzen, Einkaufen im Internet, Skypen, Adressbuchpflege, usw.
Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass bzgl. Schreiben und Rechnen/Tabellen nur auf Office eingegangen wird, das man kaufen muss. Ich hätte einen Hinweis auf das kostenlose Open Office begrüsst, da viele Senioren diese Programme weniger nutzen werden und die kostenfreie Variante oft ausreichend ist.
Zumindest habe ich keinen Hinweis gefunden in den beiden Kapiteln.

Mein Fazit: ein sehr gutes Handbuch, das es Senioren und anderen Computer-Anfängern ermöglicht sich schnell und unkompliziert einzuarbeiten. Aus meiner Sicht ist es ein Buch, das durchaus schon vor dem Kauf Sinn macht, um die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

ISBN: 9783842104884

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Daan Schoonhoven : Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie

Das “ Praxisbuch außergewöhnliche Naturfotografie “ ist von Daan Schoonhoven vor Kurzem herausgegeben worden.
Ich schätze seine Bücher sehr, da die, die ich bislang kenne und auch dieses, Artikel verschiedener Fotografen enthalten.
Man bekommt also zum jeweiligen Thema Tipps aus verschiedenen Blickwinkeln.

Gleich vorweg, dies ist ein Buch zum Thema Naturfotografie, dessen Fotos mich größtenteils faszinieren.
Das Lesen war zunächst einmal zweitrangig, so toll sind die Fotos.
Mittlerweile habe ich das Buch komplett gelesen , viel gelernt und tolle Ideen bekommen.

Viele der Projekte, die in 73 Workshops gezeigt werden, werde ich nie realisieren können oder auch nicht realisieren wollen.
Trotzdem habe ich aus fast jedem Workshop, den der jeweilige Fotograf selber beschrieben hat, etwas für mich mitgenommen.
„The Wave“ oder das Polarlicht werde ich nicht fotografieren.
Die Zeit für die Fuchswelpen werde ich erst im Rentenalter haben,  aber Ideen habe ich jede Menge bekommen.
Auch Ideen, wenn es um die Realisation eines Projektes geht, die man auch für andere Projekte nutzen kann.

Dass ich dem Igel Katzenfutter auf einen Stamm oder etwas Ähnliches lege, um ihn an einen bestimmten Platz zu gewöhnen, Kamera griffbereit und dann warten, das kann ich im Garten.
Faszinierend die Pilze von Johan van der Wielen (Titelfoto), die an dunklen Tagen eher gut zu fotografieren sind mit einem Wassersprüher, der hilft die Milchstraße zu simulieren. Es sind oft die Kleinigkeiten, die den besonderen Reiz eines Fotos ausmachen.

Auch die „Kühe verkehrt herum“ eigentlich simpel, aber die Idee muss man erst mal haben.

Das Buch bietet jede Menge Ideen, die man nicht 1 : 1 nachstellen muss, aber man kann Teile daraus auch für andere Motive nutzen.
Die Fotografen haben sehr gut beschrieben wie ihre Gedankengänge waren, die zum Foto führten, welches Equipment man benötigt und vieles mehr.
Aus meiner Sicht ist es ein Buch, dass nicht so geschrieben ist, dass man Schritt-für-Schritt-Anleitungen bekommt, deshalb finde ich auch die Bezeichnung „Foto-Workshops“ eher irreführend, sondern  man begleitet quasi den Fotografen bei der Entstehung des Fotos von der Planung bis zum Endergebnis. Dabei lernt man u.A. etwas über die Gewohnheiten des fotografierten Tieres und ähnliche Dinge.

Mein Fazit: Wer ein Buch erwartet, dass er in die Hand nimmt, um eine genaue Anleitung zu erhalten, wie und wo er genau dieses Foto schießen kann, der ist hier falsch.
Wer aber Ideen bekommen möchte, um sich weiterzuentwickeln in der Naturfotografie was sein fotografisches Schaffen angeht, der bekommt jede Tipps.

ISBN: 9783864905346

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Sänger + Sänger : Fotografieren für Einsteiger

„Fotografieren für Einsteiger“, das neue Buch von Kyra und Christian Sänger, trägt den Untertitel „Alles zu Technik und Praxis. Einfach richtig gut fotografieren“.

Wenn man selber schon länger fotografiert, passiert es, dass man nach einem Einsteiger-Buch gefragt wird. So kam ich dazu mir dieses Buch vorzunehmen, weil ich darum gebeten wurde.
Ich finde es toll, wenn sich Einsteiger erst einmal mit den Grundlagen beschäftigen möchten und nicht wild mit dem Smartphone loslegen (wobei es auch gute Smartphonefotos gibt), fotografieren wie die Wilden, die Werke dann in Foren einstellen und sich als grossen Fotografen sehen.
Ohne Grundkenntnisse geht es nun mal beim Fotografieren nicht, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigen will.

Da Kyra und Christian Sänger schon länger Bücher zum Thema Fotografieren schreiben, ich auch eine Reihe besitze und nutze, hatte ich nichts anders erwartet als ein sehr gut verständliches und strukturiertes Buch.
Geschrieben ist für alle die, die mit einer Digitalkamera fotografieren wollen. Behandelt werden Kompaktkamera, Systemkamera und DSLR.

Das Buch ist in mehrere große Kapitel unterteilt, die aufeinander aufbauen:
– Die Kamera verstehen
– Objektive einsetzen
– Richtig belichten
– Schärfe und Unschärfe gekonnt anwenden
– Perfekt blitzen
– Richtig gut fotografieren
– Bilder nachbearbeiten.

Das hört sich viel an, ja inhaltlich bietet das Buch jede Menge, aber keine Angst, es sind keine 600 Seiten, sondern unter 200 Seiten, die reicht bebildert sind.

Los geht es im Buch, was mich zunächst gewundert hat, aber für völlige Anfänger  wichtig ist, mit einer „Einführung ins Buch“.
Die Piktogramme werden erklärt und die 3 Schritte, die man geht, wenn man den Autoren durchs Buch folgt, nämlich Wissen, Praxis und Projekt. Auch die Details, die das Leben einfacher machen, wie Detailaufnahmen, Infokästen, Kameraeinstellungen und Ergebnisbilder werden erläutert.

Mir gefällt es sehr gut, dass angefangen von der Funktionsweise der Kamera für Systemkamera ( und damit auch Kompaktkamera) und Spiegelreflexkamera erklärt wird, wie das Bild ensteht, was Belichtung bedeutet und dann für Kompaktkamera, Systemkamera und Spiegelreflexkamera, ein Part Wissen folgt.
Dieser Part zeigt die Unterschiede auf und ist aus meiner Sicht schon vor dem Kauf einer Kamera nützlich, um zu überlegen „Welche Kamera brauche ich für meine Bedürfnisse“. Nicht jeder muss eine High-End-DSLR haben, mit der man überfordert ist und dann das Ergebnis nur Frust ist.

Dann geht es im Buch weiter, systematisch wird dem Einsteiger erklärt wie man zu guten Fotos kommt. Da fehlen auch so, vermeintliche, Nebensächlichkeiten wie die Haltung der Kamera nicht.
Im Praxisteil gibt es viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die anhand vieler Bilder zeigen was wie eingestellt wird, usw.

Was mir beim Buch aufgefallen ist, es hat einen festen Einband, untypisch für Vierfarben, aber praktisch für ein „Arbeitsbuch“, das ja auch mal in die Fototasche wandert, weil man Outdoor etwas probieren will und die Anleitung braucht.

Wer vor dem Kauf erst einmal ins Buch reinschnuppern möchte, dem empfehle ich mein Vorgehen bei Büchern aus diesem Verlag. Auf der Seite des Vierfarben – Verlages das Buch suchen, da findet man das detaillierte Inhaltsverzeichnis und ein Leseprobe. So kann man schauen, ob einem die Art wie die Sängers erklären liegt.

Mein Fazit: ich kann das Buch jedem Einsteiger in die Fotografie empfehlen. Man bekommt viel nützlichen Inhalt zu einem soliden Preis.

ISBN: 9783842103139

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Treichler : Affinity Photo – Das umfassende Handbuch

“ Affinity Photo – Das umfassende Handbuch “ von Frank Treichler ist ein gewichtiges Werk.
925 Seiten Tipps und Tricks zu Affinity Photo findet man im Handbuch.
Frank Treichler ist Trainer für das Thema Bildbearbeitung und auch für MS Office.

Dieses Handbuch ist sehr strukturiert aufgebaut und bietet für jeden, der auf Affinity Photo umsteigt oder der es als erstes Bildbearbeitungsprogramm hat, jede Menge Anleitungen zum Programm.
In der letzten Zeit sind ja viele ehemalige Photoshop – Nutzer, so auch ich, aufgrund der Adobe – Preispolitik auf Affinity Photo umgestiegen.
Das Programm ist recht umfangreich und sich ohne Handbuch einzuarbeiten ist schwierig.

Zu Beginn habe ich mir das Buch von Markus Wäger: „Affinity Photo“ aus dem Rheinwerk-Verlag gekauft und würde dies auch heute wieder machen. Es ist nicht ganz so mächtig wie dieses Handbuch und  für den Anfang sehr parktisch.

Das Handbuch von Frank Treichler ist viel ausführlicher und beleuchtet noch viel mehr Themen.
Das vorliegende Handbuch liefert jede Menge Schritt – für – Schritt – Anleitungen. Auch mit diesem Buch gelingt der Einstieg ins Programm sehr gut.
Jeder Autor geht anders an die Materie ran und ich schätze es bei solch umfangreichen Programmen, am Anfang mindestens 2 Bücher unterschiedlicher Autoren nutzen zu können.

Das Handbuch von Frank Treichler ist in mehrere große Kapitel unterteilt, die aufeinander aufbauen:
– Der Einstieg in Affinity Photo – mit Kennenlernen, Arbeitsoberfläche und Bedienung
– Grundlegende Techniken und der Umgang mit Daten – von Auswahl mit Werkzeugen über Freistellen bis Dateien anlegen, öffnen und speichern hin zur Bildgröße
– Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung – Ebenen und Masken, Farbe, Helligkeit, Kontrast hin zu Schwarz-Weiß-Fotos, Retusche und dem Bearbeiten von Fotos
– RAW – Entwicklung
– Kreativ mit Affinity Photo – von Montage über das Arbeiten mit Effekten, usw.
– Bilder ausgeben und präsentieren
– Affinty Photo auf dem ipad
– Anhang – wie kann man Affinty Photo erweitern und Wissenwertes, u.A. auch Tastaturkürzel.

Es macht Spaß mit Hilfe des Handbuchs das Programm zu erkunden. Ich hatte mich bislang mit der Retusche kaum beschäftigt, Collagen in Affinity Photo waren kein Thema. Die Workshops und Anleitungen im Buch helfen sehr dabei, sich einzuarbeiten und zu entdecken was das Programm alles bietet.

Das umfassende Handbuch zu Affinity Photo is,t aus meiner Sicht, gut verständlich und strukturiert gestaltet. Fotos und jede Menge Screenshots verdeutlichen was man machen muss, um einen gewünschten Effekt zu erreichen.
Eine ganze Reihe an Möglichkeiten, besonders im Bereich der Fotomontage, hätte ich ohne das Buch höchstens mal zufällig entdeckt.

Als Hilfe zum Üben kann man Beispieldateien laden.

Dies Buch kann ich empfehlen für Einsteiger ins Programm, für Umsteiger von Photoshop und auch für alle, die sich systematisch in Affinity Photo einarbeiten wollen.
Aufgrund des Index hat man immer ein Nachschlagewerk an der Hand.
Wer sich nicht sicher ist, ob das Buch für ihn persönlich geeignet ist, dem kann ich empfehlen es so zu machen, wie ich beim Rheinwerk-Verlag mache.
Man findet auf der Verlagsseite das komplette Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe. Ich schaue immer, ob das Buch das bietet was ich suche.

ISBN: 9783836259408

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Daan Schoonhoven : Praxisbuch Makrofotografie

Das “ Praxisbuch Makrofotografie “ ist von Daan Schoonhoven vor Kurzem herausgegeben worden.
Ich schätze seine Bücher sehr, da die, die ich bislang kenne und auch dieses Artikel verschiedener Fotografen enthalten.
Man bekommt also zum jeweiligen Thema Tipps aus verschiedenen Blickwinkeln.

Gleich vorweg, dies ist ein Buch zum Thema Makrofotografie an dem ich nicht satt sehen kann.
Das Lesen war zuerst einmal zweitrangig, so toll sind die Fotos.
Mittlerweile habe ich das Buch komplett gelesen , viel gelernt und tolle Ideen bekommen.

In mehreren Kapiteln bringen uns die verschiedenen Autoren die Makrofotografie nahe und zwar sehr praxisnah.
– Ausrüstung – von Kamera über Objektive bis zu Zubehör
– Schärfe – die grundlegenden Überlegungen wie Schärfentiefe, Blende & Co werden genauso behandelt wie Kamerastandpunkt, Abstützen und Focus- Stacking
– Licht und Beleuchtung – natürliches Licht, Streiflicht, Gegenlicht, usw., hin zu Blitzlicht und anderen künstlichen Lichtquellen
– Freígestellte Bilder aus dem Freilandstudio – ein Kapitel das mich sehr fasziniert hat
– Bildkomposition
– Kreative Makrofotografie – von Abstraktion über Unschärfe bis Formen und Rahmen
– Vorbereitungen – hier findet man hilfreiche Apps
– Schmetterlinge
– Libellen
– Amphibien und Reptilien
– Flora
– Pilze
– Weitere Tiere
– Verantwortungsvolle Makrofotografie – ein Thema, das ich sehr wichtig finde, aber nie bewusst in einem Buch entdeckt habe
– diverse Fotokalender nach Jahreszeiten sortiert.

Es gibt im Buch auch hilfreiche Theorieteile, wie z.B. einen Vergleich der verschiedenen Makrofotografie – Methoden mit Vor- und Nachteilen.
So systematisch in Tabellenform habe ich das bislang nicht entdeckt.

Viele angesprochene Punkte im Buch werden toll verdeutlicht, ich nehme als Beispiel zum Thema „Freigestellte Bilder aus dem Freilandstudio“ mal die Schritt – für Schritt – Anleitung mit den detaillierten Grafiken zur Anordnung von Licht, Objekt und Kamera.

Egal ob Flora oder Fauna, im Buch findet man Tipps. Man nimmt einen Wassersprüher mit, um Effekte zu erzielen, und vieles mehr.
Das Buch verdient den Titel Praxisbuch zu Recht.

Ein sehr hilfreiches Buch für Freunde der Makrofotografie und auch für Einsteiger in die Makrofotografie.

ISBN: 9783864905605

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Ulrike Herzog : Pimp my home Stauraum

“ Pimp my home Stauraum “ von Ulrike Herzog ist ein praktisches Buch.
Wer kennt es nicht, man hat ein neues Buch (ich mal wieder), Handtücher, Gläser oder was auch immer gekauft und wohin damit?
Oder es stehen Dinge in der Wohnung herum, die ich nicht ständig sehen will und auch nicht dauernd brauche.
Was soll ich tuen? frage ich mich da oft.

Als ich dieses Buch entdeckt habe, das unkonventionell daherkommt was den Einband angeht, und das mich beim Blättern gleich angesprochen hat, musste es zuhause gleich gelesen werden als es da war.
Es sind tolle Ideen im Buch, die man nicht alle umsetzen kann und wird, aber alleine die Idee, die man so oder in abgewandelter Form nutzen kann, ist Gold wert.

Mich hat als erstes fasziniert mit welch geringem Aufwand man in der Schräge unter der Kellertreppe ein Flaschenregal schaffen kann, oder auch ein Regal für jede Menge Krimskrams, von Gummistiefeln über Reisetaschen, usw.
Witzig finde ich die selbst gebaute Garderobe mit den abgesägten Kleiderbügeln, die werden wir sicher noch in Angriff nehmen.

Manch einer mag nicht selber bauen, für den finden sich auch Tipps wo man etwas findet und Dinge, die man käuflich erwerben kann.
Wie die Flurbank, die gleichzeitig Schuhablage ist.

Ein Bulli-Bett für kleine Camperliebhaber findet man genauso wie einen Waschtisch mit Stauraum.
eine witzigeIdee, die schnell Ordnung schafft ist es auch, alles was zum Thema gehört in einem Schrank unterzubringen. Von der Waschmaschine über das Bügelbrett bis zum Waschmittel und den sauberen Handtüchern.

Ausserdem liebäugele ich mit der Eckbank, die gleichzeitig Stauraum bietet.

Checklisten ermöglichen es sich erst einmal den eigenen Bedarf klar zu machen für jeden Raum.

Das Buch ist aus meiner Sicht eine tolle Quelle für jede Mengen Ideen, wenn man Stauraum schaffen möchte. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

ISBN: 9783959612180

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