Rudi Beiser : Unsere essbaren Wildpflanzen

Rudi Beiser hat dieses Buch „Unsere essbaren Wildpflanzen“ aus der Reihe der Kosmos – Naturführer geschrieben.
Er beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit Wildkräuter und -pflanzen. Beiser ist als Autor und Dozent tätig und gibt sein grosses Wissen gerne weiter.

Das vorliegende Buch zu den essbaren Wildpflanzen lässt uns Leser 150 Arten entdecken, man lernt sie zu bestimmen, zu sammeln und die Zubereitung.

Los geht es im Einband mit Bestimmungsmerkmalen und dem Aufbau einer Pflanze.
Man muss sich schon ins Thema einarbeiten, zu groß ist bei so manch einer Wildpflanze die Verwechslungsgefahr, die im schlimmsten Fall auch tödlich enden könnte.
Mir gefällt aus diesem Grund das kompakte, rucksacktaugliche Format des Buches. Man kann es mitnehmen, wenn man Wildpflanzen sammeln will und genau schauen, ob man die richtige erntet.

Es ist zwar selten, dass eine Pflanze sehr giftig ist, aber selten ist halt nie.
Sehr gut gefallen mir die Tabellen im einleitenden Teil des Buches, in denen zum einen der „Bärlauch und seine 3 giftigen Doppelgänger“ genau verglichen werden.
Zum anderen findet man auch eine Tabelle und Zeichnungen zu den Doldenblütengewächsen bei denen eine Verwechslungsgefahr besteht.

Der Autor gibt Tipps zum richtigen Sammeln der Wildpflanzen, aufbewahren, Grundrezepte findet man, und andere nützliche Hinweise.

Danach folgt der grosse Teil zu den einzelnen Wildpflanzen. Jedes Porträt ist identisch aufgebaut.
Man findet auf 2 Seiten geballtes, gut verständliches Wissen zu dem Sammelgut, den kulinarisch verwertbaren Pflanzenteilen, die botanische Einordnung, dir Bestimmung und Hinweise auf Doppelgänger, die man tunlichst nicht ernten sollte. Dann die Einordnung nach Blattform, Erfahrungen zum Genuss, Namenserklärung, etc., ein kleines Rezept und ggf. die heilkundliche und gesundheitsfördernde Wirkung der jeweiligen Wildpflanze.

Viele Fotos und Zeichnungen zeigen genau welche Pflanze man nehmen kann.

Toll finde ich den Sammelkalender, in dem man pro Monat findet welche Wildpflanze man suchen kann.
Im Anhang findet man auch eine ganze Reihe weiterführende Links und Anschriften.

Mir gefällt dieser Naturführer sehr gut. Man kann so viele Wildpflanzen nutzen und geniessen. Löwenzahnsalat ist so gesund und lecker und vieles mehr.

ISBN: 9783440159101

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Spohn: Blumen und ihre Bewohner

Margot und Roland Spohn sind Biologen. Roland Spohn beschäftigst sich ausserdem mit dem Thema Naturfotografie.
Auch malt er Bilder zu biologischen Themen.
Die Beiden haben schon eine ganze Reihe Bücher im Bereich der Natur publiziert. Man findet diese unter

Das Buch widmet sich dem Thema Blumen und zwar Gartenpflanzen genauso wie Wildpflanzen.
Die Autoren beginnen, ganz systematisch, zunächst damit die Blume als Lebensraum vorzustellen. Dann führt den Leser der Weg über die Bewohner der Blumen, die sich von Insekten bis hin zu Mirkoorgansimen erstecken. Diese extreme Vielfalt ist einem gar nicht so bewusst. Die Kontaktmöglichkeiten von Blume und Besucher werden beleuchtet, von Kurzbesuchen, wie bei Bienen bis hin zur Symbiose.

Das grösste Kapitel beleuchtet dann konkret 80 Blütenpflanzen. Pflanzen, die man meist aus einem Alltag kennt, wie Brennnessel, aber auch Lilien. Auch unbekanntere Pflanzen werden vorgestellt. Ein bunter Strauß an Blumen wird hier gebunden.

Mir ist beim Lesen des Buches klar geworden wie unachtsam ich durch die Natur wandere. Viele Bewohner waren mir nicht bekannt, ich habe sie nie bewusst wahrgenommen.
Viele kannte ich, konnte sie aber nicht benennen und einordnen. Und das geht sicher nicht nur mir so.

Angereichert wird der Text mit erklärenden Zeichungen und Fotos.

Mein Fazit: Ein Naturführer für alle, die gerne mit offenen Augen ihre Umwelt wahrnehmen. Für Naturliebhaber, Naturfotografen, Familien sehr gut geeignet. Gut verständlich und kompetent geschrieben.

ISBN: 978-3-258-07905-9

1. Auflage 2015
304 Seiten, 300 Fotos, 65 Zeichnungen
Flexibroschur, 15,5 x 22,5 cm, 768 g
Haupt Verlag

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