Heike Borufka – Udo Scheu : Tatort Frankfurt

Heike Borufka ist Gerichtsreporterin, Udo Scheu ist der frühere Landespolizeipräsident.
Beide haben im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn viele Prozesse in Frankfurt erlebt.
Für dieses Buch haben die Autoren jede Menge Akten gewälzt. Akten von aufsehenerregenden Fällen.

Sie schildern in dem Buch Fälle, die in und um Frankfurt herum geschehen sind.
Anhand der Fälle lernt der Leser Örtlichkeiten näher und aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Aus der Perspektive des Verbrechens erlebt man ein Nobelbordell, ebenso wie die A66, den Stadtwald und den Osthafen und viele Orte mehr.

Neben der reinen Beschreibung der Tat, Vornamen wurden beibehalten, sonstige Namen geändert, wird auch der Tatort zu einem Hauptbestandteil des Kapitels.
Oft wird die Geschichte des Täters bereits ab der Kindheit aufgearbeitet. Man lernt die Hintergründe der Tat kennen, die Motive werden beleuchtet, der Täter als Mensch dargestellt.

Dies ist kein Krimi im eigentlichen Sinne, kein Krimi der Extraklasse wie von Udo Scheu gewohnt, sondern eher Tatsachenberichte angereichert mit Hintergrundinformationen und ein Heranführen an den Tatort als Ort.

Von schaurig bis amüsant ist alles dabei.

Mir hat es gefallen, obwohl es manchmal etwas langatmig ist.

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Tony Husband : Mach´s gut mein Sohn!

Tony Husband ist Cartoonist. Er wurde für seine Arbeit mit mehr als 15 bedeutenden Preisen ausgezeichnet.
Ron Husband der Vater von Tony erkrankt an Demenz. Eine Diagnose, die sein Leben und das Leben seiner Familie verändert.

Das Buch, das mit den letzten Worten von Ron Husband, der an Demenz leidet, an seinen Sohn Tony Husband beginnt „Mach´s gut mein Sohn“, enthält die autobiographische Geschichte von Ron Husband und seiner fortschreitenden Demenz.
Tony Husband, der Zeichner, hat das Buch liebevoll illustriert. In seine Zeichnungen sind Situationen eingeflossen, die für seinen Vater wichtig waren in der Zeit des mentalen Abschieds.
Der Hund Lossie, der stets ein treuer Begleiter von Ron war, dessen Anwesenheit ihm gut tat.
Die Erinnerungen ans Golfspiel, sein liebgewordene Hobby. Und viele Szenen mehr aus Rons Leben, aus seinen Erinnerungen im Dialog mit Tony.

Der Übergang zur Betreuung durch einen Pflegedienst ebenso wie die unvermeidbare Unterbringung im Heim ohne den geliebten Hund.
Die Sorge um Lossie, der bei Tony einzieht.
Tony Husband hat hervorragend die Mimik seines Vaters eingefangen. Die Mimik, die starr wird im Laufe der Zeit, freudlos.

Da meine Mutter an Alzheimer erkrankt war, kann ich so gut nachvollziehen was Tony erlebt hat., dessen Vater eine vaskuläre Demenz hatte.

Den Dialog zwischen Tony und seinem Vater verfolgen, erleben wir Ron noch einzelne Erinnerungen wach rufen kann geht sehr ans Herz.

Das Buch ist für mein Empfinden sehr gut geeignet für alle Angehörigen und Freunde von Demenz-Kranken, für Personen, die beruflich mit der Thematik zu tuen haben und für jeden Leser, der dieses langsame Abschiednehmen zwischen Tony und Ron erleben möchte.

Tony Husband hat die Geschichte seines Vaters und dessen Demenz liebevoll in Bild und Wort aufgezeichnet.
Eine Geschichte, die bedrückend ist, aber auch wachrüttelt was wichtig ist für den Erkrankten aber auch für die Familie.

Ich kann das Buch nur empfehlen, es zeigt das wirkliche Leben der Kranken.

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Ganten / Niehaus : Die Gesundheitsformel

Prof.Dr.Detlev Ganten ist Facharzt für Pharmakologie und molekulare Medizin. Bekannt ist er für seine Herz-Kreislaufforschung. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité.

Jochen Niehaus ist Arzt und tätig als Redaktionsleiter von Focus Gesundheit.

Beide Autoren sind erfahren auf dem Gebiet der Evolutionsmedizin.
Dieses Buch mit dem Untertitel „Die großen Zivilisationskrankheiten verstehen und verhindern“ ist mit Hilfe vieler Medizin- und Wissenschaftsjournalisten und Mediziner entstanden.

Gesundheit als Formel, das klingt zunächst einmal provokativ, aber es gibt sie die Gesundheitsformel und sie ist einfach.
„Gesundheit ist eine Funktion (f) der Biologie unseres Körpers, äußerer Faktoren unserer Umwelt sowie unseres Verhaltens und Lebensstils in dieser Umwelt“
Ja und man kann vieles davon messen, z.B. den Blutdruck, das Körpergewicht, Alter, Klima, usw. alles Faktoren der Umwelt und Lebensstils, die sowohl messbar wie auch grösstenteils beeinflussbar sind.

Wenn man sich das vergegenwärtigt kann man ganz leicht nachvollziehen was die Autoren mit der Gesundheitsformel sagen wollen.

Unser Körper wurde nun evolutionsgeschichtlich nun mal nicht für den aufrechten Gang, sitzende Tätigkeiten, etc. gemacht.
Viele Einflüsse, die wir beeinflussen können oder auch als gegeben hinnehmen müssen, beeinflussen unsere Gesundheit.
Vieles können wir aber verändern, wenn es uns bewusst ist und wir es ändern wollen.

Man kann Treppen hinauf laufen, Aufzug ist kein Muss.
Sonnenmilch kann man nutzen, um das Hautkrebsrisiko zu minimieren.

Es lassen sich viele Beispiele finden.

Die Autoren haben es in ihrem Buch verstanden zu Themen wie Krebs, Diabetes, Arthrose, Gicht und vielen Erkrankungen mehr, zunächst einmal aufzuzeigen wie es bedingt durch die Evolution dazu kommt. Es folgen immer sehr gut verständliche Erklärungen, z.B. bei Krebs was eine Mutation ist. Oft werden diese Erklärungen durch Grafiken veranschaulicht. Klare Worte fehlen nicht , z.B. bei Lungenkrebs der Hinweis, dass die beste Prävention nun mal das Nichtrauchen ist. Und immer wird für die jeweilige Erkrankung die Gesundheitsformel ins Feld geführt mit spezifischen Erklärungen genau für diese Erkrankung.

Das Buch bietet auf diese Art und Weise für den Laien verständliche Erklärungen zu den großen Zivilisationskrankheiten, gibt Hinweise auf Noxen, denen man sich aussetzen oder aber entziehen kann, ebenso Hinweise zur Prävention oder ganz einfach auch nur zu gesundem Verhalten.

Mein Fazit: ein hervorragend recherchiertes und gut verständliches Buch zum Thema Gesundheit. Jeder, der sich dafür interessiert, warum er z.B. Rückenschmerzen hat, was er dagegen tuen kann und welche Tipps es allgemein gibt, um die Gesundheit möglichst lange zu behalten und kleinen Wehwehchen entgegen zu wirken, sollte das Buch lesen.

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Axel Petermann : Der Profiler

Die Homepage von Axel Petermann beginnt mit dem Statement „Live is stranger than fiction“.
Wie wahr.

Der Autor war lange Leiter einer Mordkommission, er hat mehr als 1000 unnatürliche Todesfälle bearbeitet.
Seit 1980 gibt es auch in Deutschland die operative Fallanalyse. Fälschlicherweise wird oft der amerikanische Begriff Profiler benutzt, richtig ist laut BKA Fallanalytiker.

Petermann begann 2000 damit in Bremen die Dienststelle „Operative Fallanalyse“ aufzubauen.

In diesem Buch berichtet Axel Petermann anhand mehrerer Fälle von seiner Arbeit. Er schildert Fälle, die ihn beeindruckt und lange beschäftigt haben.
Als Fallanalytiker sieht er nicht nur das Geschehen, den Mord, sondern die Umstände drum herum.
Es ist nicht immer so einfach wie es scheint. Die schnelle Lösung muss nicht die richtige sein.

Lange hat sich Axel Petermann jeweils mit dem vermutlichen Täter, dem Opfer, dem jeweiligen Umfeld und den Angehörigen beschäftigt.
Der Autor hat sich mit der Gerichtsmedizin ebenso beschäftigt wie mit der Pathologie.
Alle Aspekte eines Falles werden beleuchtet bis ins kleinste Detail.

Selbst Fälle, die unaufklärbar schienen, konnten gelöst werden.

Man merkt beim Lesen des Buches von der ersten bis zur letzten Seite, dass Axel Petermann für seinen Beruf brennt und dabei ganz Mensch geblieben ist.
Er ist ein empathischer Mensch, dem auch Fälle „unter die Haut gehen“, ohne dass er die Professionalität verliert. Der Autor geht behutsam mit Angehörigen der OPfer um, aber auch klar genug, um in der Lösung des Falles weiterzukommen.

Der Autor hat das Buch so geschrieben, dass man die Schritte der Fallanalyse nachvollziehen kann. Ebenso gewährt er Einblick in seine Gedankengänge und seine Emotionen.
Es ist erschreckend zu erleben wie grausam Täter sein können.
Wie Petermann auf seiner Internetseite schreibt „Live is stranger than fiction“, er konnte es oft erleben wie grausam die Realität sein kann.

Ein Buch das schonungslos wachrüttelt wie entsetzlich Menschen sein können. Das Buch klärt aber auch auf was die Polizei heute schon leisten kann und leistet, damit diese Verbrecher ihrer Strafe zugeführt werden können.
Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Jürgen Todenhöfer : Inside IS

Wer Jürgen Todenhöfer und seine Bücher kennt, weiß, dass er den Islam verteidigt wo er nur kann.
Nicht die Religion und die demokratischen Muslime sind die Gewalttäter, sondern Radikale, Terroristen.

Im Post zur Lesung in Frankfurt habe ich dies auch mit Zitaten von Jürgen Todenhöfer belegt.

Das Buch ist erschreckend und spannend zugleich.

Ich will nicht die Einstellung des Autors Jürgen Todenhöfer (JT) ins Visier nehmen. Das steht mir auch nicht zu. JT polarisiert, das ist klar. Für ihn sind die westlichen Staaten, allen voran die USA, schuldig.

Er, sein Sohn und ein Begleiter waren 10 Tage im Islamischen Staat. Todenhöfer schildert die langen Vorbereitungen. Lange vor dem Besuch wurden Interviews per Skype geführt.
Letztendlich verließ sich die Gruppe auf die Zusage des Kalifen, dass sie wieder lebend heim kämen.
Mutig sind die 3 Männer dann in den Islamischen Staat gereist. Sie sind wieder zurück gekommen, haben für ihre Sache Todesängste ausgestanden und Torturen auf sich genommen.

JT ist es aber wichtig aufzuklären, auch gerade junge Menschen, die in den IS wollen in guter Absicht, will er aufrütteln was dahinter steckt.

Dieser Staat, der, mit im Verhältnis wenigen Kämpfern, grosse Landstriche seiner Herrschaft unterworfen hat. Mit Kämpfern für die ein Menschenleben nichts wert ist.
Schonungslos schildert JT wie diese Männer vorgehen.
Oft sind die treibenden Kräfte Europäer.
Mit einem der bekanntesten IS-Kämpfer, der aus Solingen stammt, hat Jürgen Todenhöfer ein langes Interview geführt. Wenn man diesen Teil des Buches liest, kann es einem schlecht werden. Ein junger Mann, der anbietet auch mal so nebenbei zur Demonstration seiner Macht einen Menschen umzubringen.c2efb36825394cb89994e8b2c8ecd4ab

Nach aussen erlebt die Gruppe natürlich, dass man ihnen den Islamischen Staat als rechtlich einwandfreien Staat präsentiert. Man hat dort eine Gesundheitsfürsorge, Kranke werden versorgt, Polizei, etc. alles ist da.
Die Gräueltaten werden oft verschwiegen oder aber herausgestellt als Taten im Sinne von Allah.
Der Koran wird vorgeschoben, obwohl dieser im eigentlichen Sinne Frieden predigt.

Das große Anliegen des Autors ist die Tatsache, dass der Koran und der Islam mit diesem Islamischen Staat und seinen Machenschaften nichts zu tuen hat.

Mein Fazit: ein lesenswertes Buch. Beim Thema bleibt es nicht aus, dass es stellenweise grausam ist. Dieses Buch bringt die Wahrheit über den IS dem Leser schonungslos nahe.

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Bernhard Mackowiak : Die Erforschung der Exoplaneten

Der Autor Bernhard Mackowiak ist Wissenschaftsjournalist und ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Astronomie.

In diesem Buch hat er sich einem Thema angenommen, das immer wieder im Gespräch ist.
Gibt es Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems, die um andere Sterne kreisen?

Diese Frage ist immer wieder aktuell, immer wieder kommen wilde Theorien auf, sie Inhalt von Science Fiction Filmen.
Mackowiak fasst sehr gut verständlich, auch für Laien, zusammen was es zum Thema gibt.
Zunächst erklärt der Autor die Begriffe, die mit dem Thema zusammenhängen, wie Spektralanalyse, Transitmethode, habitable Zone, usw. Alles böhmische Dörfer, das waren sie für mich auch, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Der Autor schafft es aus einem Fragezeichen im Kopf, wenn man diesen Begriff hört, ein Aha zu machen.

Danach beschreibt er in übersichtlichen Kapiteln die Fiktion, die Geschichte der ersten Exoplanetenentdeckung, über die Steckbriefe einzelner Planeten, kann man auf Exoplaneten leben?, was kann man von der Exoplanetenforschung noch erwarten, was können Amateurforscher tuen?

Das Thema hat mich nur interessiert, ich hatte davon bislang keine Ahnung, verstehe aber, nachdem ich das Buch gelesen habe, zumindest worum es geht und die Grundlagen.
Die Oberflächentemperatur der Sonne kenne ich nun genauso wie Fraunhofer´sche Linien.

Bernhard Mackowiak hat es verstanden eine komplexe Materie für Laien verständlich aufzubereiten. Viele Grafiken und Fotos machen das Lesen spannend und helfen beim Verstehen.
Ein sehr lesenswertes Buch.

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Henning Scherf : Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung

Der Autor des Buches ist Henning Scherf, Jahrgang 1938. Er war Politiker, seine Vita findet sich hier.

Henning Scherf hat sein Buch untertitelt mit „Lektionen des Lebens“.
Im Buch schildert er viele Stationen und Erfahrungen seines Lebens.

Mit dem Buch will der Autor Mut machen, Mut im Kopf nicht alt zu werden , auch wenn man es nach Jahren wird.

Der Satz „Alt ist, wer mit 50 Prozent seiner Gedanken in der Vergangenheit ist, jung ist wer mit 50 Prozent seiner Gedanken in der Zukunft ist. Dieses Zitat, das Henning Scherf heranzieht beinhaltet soviel Wahrheit. Und es kennzeichnet auch das Leben von Henning Scherf.

Scherf berichtet über die Nachkriegszeit genauso mitreißend wie über das Leben heute in der Wohngemeinschaft für die er die Brötchen holen geht.
Man lernt seine Vorbilder, z.B. Gustav Heinemann, kennen.
Kann Gesprächen von Hans-Jochen Vogel mit Dieter Hildebrandt lauschen.

Der Autor versteht es den Leser mitzunehmen auf eine Reise durch das Leben des Menschen und des Politikers Henning Scherf.
Dieser Mann ist im Kopf viel jünger als viele andere Menschen an Jahren.

Die Denke des Autors und wie er sein Leben gelebt hat und noch lebt, haben Vorbildcharakter.
Danke für diese Einblicke.

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Eyal Winter : Kluge Gefühle

Eyal Winter ist Wissenschaftlicher. Er arbeitet am „Federmann Center for the Study of Rationality“ der Universität von Jerusalem
Seine Spezialgebiete sind Spieltheorie und Verhaltensökonomie.

Er beschreibt, dass ein Leben ohne Gefühle kaum möglich ist, erst recht kein Zusammenleben.
Das Buch stützt sich auf die neuen Forschungsarbeiten zu Emotion und Rationalität.

Spannende Themen werden behandelt:
– Unmut und Selbstfindung
– Vertrauen und Großzügigkeit
– Sexualität und Liebe
– Optimismus, Pessimismus und Gruppenverhalten
– Rationalität, Emotionen und Gene.

Alle Themen sind sehr interessant, man versteht nach dem Lesen des Buches warum eine rein rationaler Mensch kaum eine Chance hätte zu überleben.

Leider hat der Autor einen sehr trockenen Schreibstil und ich habe das Buch immer wieder weglegen müssen, da es anstrengend war es zu lesen.

Normalerweise lese ich Sachbücher, die gut geschrieben sind, genauso schnell wie Belletristik. Auch komme ich selber aus den Naturwissenschaften und mir ist die Denke nicht fremd. In diesem Fall war es aber mühsam das Buch zu lesen.

Aber der Inhalt ist es wert sich durchzubeissen.

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Sabine Asgodom : Der kleine Konflikt-Lösungs-Coach

Sabine Asgodom hat mit Kai Pannen als Illustrator, ein kleines aber feines Buch zum Thema Konflikte herausgebracht.

Das Buch ist witzig aufgemacht.
Auf dem Titel des Buches prangt eine Art Superwoman.

Der Untertitel des Buches „Frieden schaffen in meiner Welt“.
Sabine Asgodom ist schon lange als Coach tätig und weiß wovon sie spricht.

Sie behandelt in diesem Buch jede Menge Konfliktsituationen. Oft musste ich herzhaft lachen, denn ich mich erkannt. Aber ich habe beim Autofahren noch nie die Zeit gestoppt. Egal ob ich beim Fahren gestresst war oder entspannt. Allerdings muss ich gewaltig üben beim Megastau im morgendlichen Verkehr gen Frankfurt nicht gestresst zu sein sondern „lieb“.
Egal ob es um Konflikte mit dem Partner, den Geschwistern, den Nachbarn, in der Familie, auf der Straße, mit dem Chef, zwischen Kulturen, usw. geht, die Autorin hat jede Menge praktische Tipps parat.

Los geht es mit dem Thema „Wenn uns Menschen nerven“ , sicher hat das Thema das grösste Konfliktpotential, es ist so allgegenwärtig.
Es sind Übungen im Buch, sich und seine Glaubenssätze zu hinterfragen. Der Leser bekommt Ideen an die Hand, um sich gegen diesen Konflikt zu wappnen.

Mir hat auch das Zitat aus den Upanishaden sehr gut gefallen. Eigentlich einfache Erkenntnisse, die heute genauso Sinn machen wie 700 vor Christus.

Das Schlußwort von Sabine Asgodom ist auch hervorragend.

Dieses Buch ist wunderschön gemacht, die kleinen Skizzen, die der Illustration dienen, lockern es auf.
Es ist so ganz und gar kein trockenes Sachbuch, sondern witzig und hilfreich zugleich.
Das Ganze dann auch noch in einem Format, dass es schnell gelesen ist und auch als Geschenk tauglich ist. Denn ganz ehrlich, wer von uns führt ein Leben ohne jeden Konflikt???

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Margot Käßmann , Konstantin Wecker : Entrüstet Euch !

Margot Käßmann und Konstantin Wecker haben dieses Buch herausgegeben.
Unterschiedlicher könnten Autoren nicht sein.
In der Sache sind sie absolut einig.

Der Untertitel des Buches lautet „Warum Pazifismus für uns das Gebot der Stunde bleibt“.
Der Pazifismus ist das was die beiden doch sehr unterschiedlichen Autoren verbindet.

Das Buch beginnt mit einem langen Interview, das Matthias Morgenroth mit den beiden Autoren führt.
Im Laufe des Interviews erfährt man als Leser weshalb es dieses Buch gibt, was die beiden Autoren zusammen geführt hat.
Man lernt Margot Käßmann und Konstantin Wecker besser kennen. Offen und ehrlich stellen sie sich den Fragen. Alleine das Interview macht das Buch lesenswert. Für mich ist es fast der Hauptteil.

Es folgen klassische Texte bekannter Autoren, Liedtexte von Konstantin Wecker und ganz vieler Gäste.
Zu den Gästen, die sich Gedanken zum Thema Frieden machen, zählen:
Antje Vollmer
Eugen Drewermann
Friedrich Schorlemer und viele andere.

Ganz unterschiedliche Texte erwarten den Leser, so verschieden wie die Autoren.

Egal wie man selber zum Thema Pazifismus steht, dieses Buch bietet ganz viel Denkanstösse. Man kann seine eigenen Einstellungen überprüfen und sich mit Gedanken zum Thema auseinander setzen.

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