Philipp Barth : Das Buch für Ideensucher

twitterrss
twitter

„Das Buch für Ideensucher – Denkanstöße, Inspirationen und Impulse für Kreative“ wurde geschrieben von Philipp Barth.
Philipp Barth war und ist selber ein Ideensucher.
13 Jahre war er für Jung von Matt als Creative Director tätig, mittlerweile ist er freiberuflich tätig.

Das Buch kommt in einem ungewöhnlichen Outfit daher. Der Einband erinnert an Packpapier.
Auf dem Titelbild eine gelbe Schaufel, Farbkleckse und der Titel.
Witzig und provokativ zugleich finde ich das Cover, so nach dem Motto „Pack an“ und genau dazu will das Buch motivieren.
Anpacken, loslegen, Ideen suchen und entwickeln, Altbekanntes liegen lassen, Neues ausgraben.

Philipp Barth hat die Tipps für Ideensucher unterteilt in mehrere Kapitel, die bereits viel über den Inhalt aussagen:
– Ideen muss man haben.
– Die richtige Einstellung finden.
– Die Kunst, einfach anzufangen.
– Ideen kommen von allen Seiten.
– Kreativtechniken für die Praxis.
– Tipps für Ideensucher.
– 10 Leitsätze für mehr Kreativität.
– Ideen präsentieren.
– Nachhaltig erfolgreich sein.

Ideensucher sind viele, egal ob Blogger, Werbeleute, Produktmanager, Lehrer, Geschäftsleute, Eventmanager, viele Berufszweige fallen mir dazu ein.
Ideensucher werden nicht immer fündig oder wissen oft gar nicht, dass sie einer sind.
Ideen finden ist nicht immer leicht denkt man oft.
Ideensucher bekommen in diesem Buch ganz viel Tipps, Tipps gewohnte Pfade zu verlassen und neue zu beschreiten. Mal mutig sein, viel fragen, alle möglichen Resourcen anzapfen, dazu ermutigt der Autor.

Aus meiner Sicht bietet das Buch sehr viele Denkanstösse und Ideen man sich weiterentwickeln kann, den ersten Schritt muss man natürlich selber machen.

Der Inhalt des Buches für Ideensucher ist perfekt. Was mich persönlich beim Lesen gestört hat, ist das Layout.
Eine Reihe von Textpassagen sind gelb gemarkert, das erschwert die Lesbarkeit und mich lenkt es vom Text ab.
Ausserdem gibt es immer wieder gelbe Seiten mit weissem Text, bei Lampenlicht kaum lesbarer Text.
Hier hätte weniger gelb zur besseren Lesbarkeit beigetragen.

Ein guter zusammenfassender Spruch steht auf dem Rückeinband „Kopf umgraben, Schätze finden“, dieses Motto sagt alles über den Inhalt des Buches, beherzigen muss man ihn als Leser selber.
Eine Leseprobe finden Sie auf dieser Seite.

Quelle:Rheinwerk-Verlag

Quelle:Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836242820
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Wolfgang Bosbach : Endspurt

twitterrss
twitter

Wolfgang Bosbach hat mit Hugo Müller-Vogg zusammen dieses Interviewbuch mit dem Titel „Endspurt“ veröffentlicht.

Wolfgang Bosbach der Querdenker der CDU, der auf seiner Homepage auch Einblicke in sein Privatleben zulässt, verabschiedet sich von politischen Ämtern.
Hugo Müller-Vogg war lange Jahre bei der FAZ als Journalist tätig, heute arbeitet er freiberuflich und hat die Herausforderung, uns Lesern den Menschen und Politiker Wolfgang Bosbach in einem Interviewbuch nahe zu bringen, gerne angenommen.

Zu verschiedenen Themen wurde Wolfgang interviewt, die die Spannbreite des Buches spiegeln.
– Werte und Worte
– Einzelhändler, Rechtsanwalt, Politiker
– Zwischen Gewissen und Solidarität
– Konservative und CDU
– Flüchtlinge
– Euro und Europa
– Innere Sicherheit
– Begegnungen
– Demokratie und politisches Engagement
– Zu guter Letzt.
Alleine diese Kapitel zeigen schon, dass es um das private Leben des Wolfgang Bosbach genauso geht, wie um das politische.

Bosbach gewährt Einblicke in seinen Werdegang, seine Familie, man erfährt wie ehrgeizig er ist.

Aber man erfährt auch sehr detailliert wie schwer ihm seit geraumer Zeit die politische Arbeit fällt.
Ein Zitat verdeutlicht das „Früher warst du Rebell, wenn du eine revolutionäre Bewegung angeführt hast. Heute bist Du ja schon Rebell, wenn du bei deiner Meinung bleibst und wenn man nicht kritiklos jede politische Kursänderung mitmacht, sondern aus inhaltlicher Überzeugung bei dem bleibt, was die Partei zu bestimmten Themen immer gesagt hat.“
Und genau das ist es was Wolfgang Bosbach ausmacht.

Er ist eine CDU eingetreten, weil er in der Partei aktiv sein wollte, die für Werte, für das Konservative, steht.
Da sich die Partei in den letzten Jahren davon entfernt hat, kann er sich  mit vielen Beschlüssen nicht mehr identifizieren.
Eine andere Partei kommt für Bosbach nicht in Frage.
Die logische Konsequenz lag bereits im Rücktritt von Ämtern und nun auch darin, dass er nicht mehr für den Bundestag kandidiert.

Natürlich spielt auch die Krebserkrankung eine Rolle, die an den Kräften zehrt.

Im Buch lernt man diesen Politiker mit Rückgrat näher kennen. Er äussert sich offen über sein Verhältnis zu verschiedenen Kollegen, sei es zu Helmut Kohl, zu Angela Merkel, Friedrich Merz, etc.

Ins Buch eingeflossen sind immer wieder Zitate aus verschiedenen Quellen, die im Leben des Wolfgang Bosbach wichtig waren.

Mir hat das Buch gut gefallen, ein Buch voller Ehrlichkeit, wie man es heute oft bei Politikern vermisst.
Ein Punkt ist mir sehr negativ aufgefallen. Hugo Müller-Vogg fragt zu unterschiedlichen Themen ähnliche Fragen und na klar sind die Antworten auch Wiederholungen. Hier hätte ich erwartet, dass ein solch erfahrener Journalist dies unterlässt oder wenigstens für das Buch korrigiert.

Quelle:Bastei-Lübbe

Quelle:Bastei-Lübbe

ISBN: 9783869950921
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Keil/Scherf: Das letzte Tabu

twitterrss
twitter

Annelie Keil und Henning Scherf haben zusammen das Buch „Das letzte Tabu – Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ geschrieben.

Annelie Keil ist Sozialwissenschaftlerin, sie war lange Professorin in Bremen.
Heute arbeitet sie im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung.

Henning Scherf war Politiker und Bürgermeister von Bremen.
Er engagiert sich stark im sozialen Bereich.

Die Autoren sind schon lange befreundet. Ein gemeinsames Anliegen ist es, das Thema Sterben aus der Tabuzone herauszuholen.
Sterben ist das Ende des Lebensweges, ein Weg den jeder Mensch gehen muss.
Beide haben ganz unterschiedliche familiäre Hintergründe, unterschiedliche Erfahrungen aus denen sie schöpfen.

Keil und Scherf tragen ihre Gedanken bei zu diesem Buch. Gedanken zum Sterben, das so vielfältige Gesichter haben kann.
Dabei ist die Sicht von Annelie Keil eher geprägt von der wissenschaftlichen Seite, teils esoterisch angehaucht.
Henning Scherf ist da pragmatischer.

Ihre Berichte aus der Sterbebegleitung, egal wie auch immer geartet, verdeutlichen wie wichtig es ist zu erfahren welchen Tod, welche Begleitung sich der Mensch, der im Sterbeprozess ist,  wünscht.
Man sollte bereits vor dieser Phase offen über das Thema Sterben reden, Wünsche äussern. Das vereinfacht dem Sterbenden und den Angehörigen und Freunden den Umgang mit diesem Lebensabschnitt.
Scherf und Keil machen Mut dieses Thema anzupacken.

Auch das Thema Suizid lassen die Autoren nicht aus, ebenso wie die Sterbehilfe.

Annelie Keil und Henning Scherf geben aus ihren Erfahrungen Tipps und Anregungen für das Gespräch über dieses wichtige Thema, aber auch, um erst einmal selber darüber nachzudenken.

Annelie Keil berichtet auch aus der Erfahrung ihrer Arbeit darüber was Sterbende oft bereuen, was sie gerne noch erledigt hätten.

Ein lesenswertes Buch das wachrüttelt. Mir persönlich haben die Teile von Henning Scherf besser gefallen.

Quelle:Herder-Verlag

Quelle:Herder-Verlag

ISBN: 978-3-451-34926-3
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Peter Seewald :Benedikt XVI- Letzte Gespräche

twitterrss
twitter

„Benedikt XVI-letzte Gespräche“, ein Buch über den Ex-Papst wurde von Peter Seewald geschrieben.

Peter Seewald, arbeitete als Journalist für Spiegel,Stern und das Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Mittlerweile ist er einer der erfolgreichsten Autoren im Bereich religiöser Bücher.
Bemerkenswert finde ich, dass der Autor es in Kathpedia geschafft hat, das katholische Äquivalent zu Wikipedia. Dort wir dann auch sofort von seinem Kirchenaustritt berichtet.

Peter Seewald hat mehrere Bücher über Benedikt XVI. geschrieben, er kam dem Ex-Papst sehr nahe, kennt ihn gut.

In „Benedikt XVI.-letzte Gespräche“ geht es um die Gespräche, die Seewald mit Benedikt XVI. kurz vor und nach seinem Rücktritt geführt hat.
Man erfährt als Leser viel über den Werdegang von Benedikt XVI., seine Jugend, streng katholisch geprägt, die enge Verbundenheit mit seinen Geschwistern,seine Jahre als Professor.

Benedikt XVI. gibt offen zu, dass er immer im Lehrbetrieb bleiben wollte. 25 Jahre war er dort tätig.
Die Berufung zum Erzbischof von München und Freising durch Papst Paul VI. gefiel ihm gar nicht.
Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, wird aber ein Bischof, der verehrt wird.

Lange hatte er sich schon ins Konzil eingemischt, Papst Paul II. holt ihn dann nach Rom.
Das Buch gewährt Eindrücke in das Wirken von Benedikt XVI. unter Paul II. ebenso wie als Papst.
Benedikt XVI. deckt Missstände im Vatikan auf, viele begonnene Dinge führt Papst Franziskus heute fort.

Das Buch ist streckenweise geprägt von den Vorlieben Benedikts XVI. für gewisse Wegbegleiter, Strömungen in der katholischen Kirche, etc. Diesen Teil finde ich persönlich nicht so interessant. Aber das ist Ansichtssache. Ich muss allerdings feststellen, dass auch in diesen Punkten Benedikt XVI. sehr ehrlich ist. Auch aus Abneigungen gewissen Personen gegenüber macht er keinen Hehl.

Mich persönlich haben am meisten die Passagen, und die überwiegen, beeindruckt, in denen man den Menschen Joseph Ratzinger kennenlernt. Den Menschen hinter verschiedenen Ämtern.
Auch die Wandlung vom Lehrenden zum Oberhaupt der katholischen Kirche.

Das Buch ist geprägt vom Vertrauen das Benedikt XVI. zum Autor Peter Seewald hat. Er erzählt sehr offen.

Aus meiner Sicht ist es ein lesenswertes Buch, wenn man den Menschen Benedikt XVI. kennenlernen möchte.

Quelle: Droemer Knaur

Quelle: Droemer Knaur

ISBN: 9783426276952
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Gabi Ingrassia : Danke, gut genug!

twitterrss
twitter

Gabi Ingrassia ist Diplom-Psychologin.
Sie arbeitet als Therapeutin, Coach und Referentin.

Tappen Sie auch schon mal oder häufiger in die Perfektionismusfalle?
Möchten Sie Ihr Leben auch leichter machen?
Raubt Ihnen Ihr Perfektionismus Zeit und Lebensfreude?

Dabei hilft Gabi Ingrassia mit dem Buch „Danke gut genug – Perfektionimus entspannt hinter sich lassen.“

Unterteilt hat die Autorin das Buch in mehrere Kapitel:
– Perfektionismus unter der Lupe: So erkennen Sie, welches Lebenskleid zu Ihnen passt
– Zeit für Veränderung: Probieren Sie neue Muster aus
– Räumen Sie ihren Weg frei: Starten Sie durch in eine freie Zukunft.
Alleine die Kapitelüberschriften zeigen schon, dass Ingrassia das Ganze sehr praxisorientiert angeht.

In den Text einfliessen lässt die Autorin Fragen, die es zu beantworten gilt, Tests, Praxistipps, Übungen, Tipps zum Neustart und viele Dinge mehr.

Ingrassia führt vor Augen wieso Perfektionismus schadet. Er ist nicht nur ein Zeiträuber, nein er nimmt auch Lebensfreude.
Man kann gut leben ohne hin.
Den Weg hin zu einem vernünftigem Verhältnis von perfekt und unperfekt begleitet die Autorin.

Das Buch ist so eine Art Seminar zum Thema für zuhause.
Als Leser bekommt man in hervorragenden und gut verständlichen Texten, ganz viele Tipps und Denkanstösse.
Nur ändern muss man sich selber.

Keine Sorge es ist keins von den manchmal üblichen Psychologenbüchern mit Sätzen, die man 3 mal lesen muss, um sie halbwegs zu verstehen.

Quelle: Scorpio-Verlag

Quelle: Scorpio-Verlag

ISBN: 978-3958030770
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Antje May : Mascha Du darfst sterben

twitterrss
twitter

Sterben ist ein Teil jeden Lebens, die Endstrecke.

Antje May war schon länger sowohl im ambulanten Bereich als auch im stationären Bereich in der Altenpflege tätig. Engagiert war sie auch in der Lebenshilfe.
Sterben und Tod waren ihr nicht fremd.

Nach einem Verkehrsunfall Ihrer Tochter Mascha erlebt Antje May das Thema aus einer anderen Sicht. Sie ist plötzlich betroffene Mutter.
Die Autorin kennt die Meinung ihrer Tochter. Mascha will nicht vor sich hin vegetieren in einem Zustand, den man nicht mehr Leben nennen kann.

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma fällt Mascha in ein Wachkoma.
Ihr Zustand schwankt zwischen hoffen und aufgeben. Die Ärzte wollen oft Maximalmedizin, die Mutter will das Beste für ihr Kind.
Letztendlich fällt die Entscheidung in einer aussichtslosen Situation gegen die Apparatemedizin und für das Hospiz.
Es ist eine Situation in der Tod eine Erlösung für Mascha wäre.
Ihrer Mutter ist die Entscheidung nicht leicht gefallen.

Beeindruckend ehrlich schildert Antje May ihre Gefühle und Gedanken in der Zeit. Sie tut sich leichter mit Einschätzungen und Entscheidungen als andere Angehörige, da sie einen entsprechenden beruflichen Hintergrund hat.
Dennoch empfindet man anders, wenn es um das eigene Kind geht, das ja eigentlich sein Leben noch vor sich hat.
Als Leser kann man die Zerissenheit der Mutter und der anderen Angehörigen nachempfinden so eindrücklich schildert Antje May diese.

Dieses Buch, und das ist auch die Intention der Autorin, regt dazu an nachzudenken. Nachzudenken was für den Menschen im Grenzbereich zwischen Leben und Tod wichtig ist, eigene Bedürfnisse hinten an zu stellen.
Das Buch ist ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit im Medizinbetrieb. Aber auch ein Plädoyer für mehr Palliativemdizin und Hospize.

Auf dem Rückeinband steht:
„Sie ermutigt mit ihrer Erfahrung, den vermeintlichen Willen eines Menschen bis in die letzte Konsequenz zu erfüllen, auch wenn es eine Entscheidung gegen das Leben ist.“

Und genau das ist das Buch auch, es macht Mut an den Menschen zu denken, der im Sterben liegt oder auf dem Weg dorthin ist. Keine Maximalmedizin, um jemanden am Leben zu erhalten.
Die Autorin kämpft für die Menschenwürde bis zum Tod.
Und sie schildert auch wie Angehörige den Tod eines geliebten Menschen verkraften müssen, was das bedeutet.

Aus meiner Sicht sollte dieses Buch Pflichtlektüre werden für alle jungen Ärzte, die mit vielen lebenserhaltenden Massnahmen groß werden, aber oft nicht lernen was mir mal ein altgedienter Hausarzt gesagt hat und was beeindruckt hat „Man muss sterben lassen können.“
Ein kleiner Satz mit viel Wahrheit.

Dieses Buch kann helfen den Tod aus der Tabuzone rauszuholen. Es ist lesenswert.

Quelle: Randomhouse

Quelle: Randomhouse

ISBN: 9783579086347
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Hutter : Heimat des Weines

twitterrss
twitter

Claus-Peter Hutter ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Leiter der Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg.
Er setzt sich schon lange für die Bewahrung der Weinberglandschaften ein und für die landschaftsökologische Inwertsetzung flurbereinigter Rebgebiete.

Der Wein ist in Deutschland ein Kulturgut.
In 13 sehr unterschiedlichen Weinanbaugebieten werden diverse Rebsorten angebaut. All dies lässt uns der Autor Claus-Peter Hutter im Buch entdecken.

Bereits im Vorwort merkt man, dass dem Autor der Wein und die Weinberge am Herzen liegen.
„..überall, wo Weinberge bewirtschaftet und ehemalige Rebflächen als wertvolle Lebensräume gepflegt werden, ist rund 2000 Jahre zurückreichende Kulturgeschichte spürbar und an vielen Orten lebendige Natur erlebbar.“
Dieser Satz des Autors hat mich beeindruckt.

Ich lebe in Mainz, Rheinhessen und der Rheingau liegen vor der Haustür. Oft führen uns Spaziergänge in den Wingert (Weinberg). Lieblingsweingüter hat man auch.
Aber so richtig mit der Geschichte des Weinbaus habe ich mich nie beschäftigt.
Die Weinbaugebiete als Kulturland hat mir der Autor nun nahe gebracht. Das Neumagener Römer-Weinschiff finde ich sehr faszinierend.
Die sehr gut verständlichen Texte des Autors, die jede Menge Informationen zum Thema Wein, aber auch Weinbau und Geschichte liefern, werden ergänzt durch stimmungsvolle Fotos.

Kurz und knapp ermöglicht Hutter einen Einblick in den weltweiten Weinbau.

Den Hauptteil des Buches nehmen die Vorstellungen der einzelnen deutschen Weinbaugebiete ein:
– Franken
– Saale-Unstrut
– Sachsen
– Württemberg
– Baden
– Pfalz
– Nahe
– Mosel, Saar und Ruwer
– Ahr
– Rheingau
– Mittelrhein
– Rheinhessen
– Hessische Bergstraße.
Dazu erfahren wir Leser etwas über die Weinbaunachbarn und die Rebsorten werden detailliert vorgestellt.

Claus-Peter Hutter beschreibt zu jedem Gebiet das Typische. Bei Franken fehlt der Bocksbeutel ebensowenig wie die Raddampfer in Sachsen, die Steilhänge, Schloß Hambach, usw.
Jede Region bietet andere Rebsorten, kulturelle Highlights, Begleitpflanzen, Weinbergsbewohner, wie z.B. Schmetterlinge oder Vögel, Kräuter, etc.
Auch die Geschichte ist jedes Mal eine andere.

In einer Art Steckbrief erfährt man das Wichtigste zur Region: Geografie/Klima, Geologie/Böden, Weinbauregionen, wichtigste Rebsorten, Naturhighlights, kulturelle Highlights und Links zu weiterführenden Informationen, auch touristisch.

Das Buch hat mich angeregt auch mal Weine aus Rebsorten zu probieren, die ich bislang noch nicht getrunken habe. Man hat ja meist „Standardweine“.
Mein Fazit: ein sehens- und lesenswertes Buch nicht nur für Weinliebhaber, das aufgrund seiner Aufmachung auch gut als Geschenk geeignet ist.

Quelle: Kosmos-Verlag

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 978-3-440-14604-0
Bestellen können Sie das Buch gleich hier.
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Shams Ul-Haq : Die Bruststätte des Terrors

twitterrss
twitter

Danke an den Autor des Buches Shams Ul-Haq und den Südwestbuch-Verlag für das Vertrauen, dass ich das Buch  als Vorabexemplar lesen dürfte.

Shams Ul-Haq, einer der Autoren des Buches „Die Brutstätte des Terrors“ ist Journalist und Terrorismusexperte.
Er berichtet für verschiedene Sender aus Krisengebieten und leitet auch Journalistenreisen dorthin. Ebenso schreibt er für diverse Medien.
Das Buch wurde  mit Markus Miksch, Journalist und Buchautor, zusammen erstellt.

Haq, Jahrgang 1975, stammt aus Pakistan. Aufgewachsen ist er in einer armen Familie.
Er hatte den festen Willen ein anderes Leben zu führen als es in Pakistan möglich war. Seine Familie wurde politisch verfolgt, eine Zukunft im Heimatland war undenkbar.
Bereits mit 15 ist er mit Hilfe von Schleusern geflohen.

Da ein Cousin seines Vaters in Deutschland lebte, wollte Ul-Haq in dieses Land. Obwohl es ja auch das Land von Hitler und seinen Gräueltaten war und er gleichzeitig Angst hatte.
Einer Verhaftung in Pakistan ist er knapp entgangen. Etwa 200 €, umgerechnet, hat der Autor den Schleusern bezahlt. Heute kostet die Flucht etwa 10.00 € oder sogar mehr.

Haq kann also anhand seiner eigenen Lebensgeschichte genau nachempfinden wie man sich als Flüchtling fühlt, welche Motivation einen treibt. Mit welchen Hoffnungen und Ängsten man in ein neues Land kommt.

Mit diesem Hintergrund begann Shams Ul-Haq eine nicht ungefährlich Recherche.
Er hat sich undercover in Flüchlingsheimen in Österreich, Deutschland und der Schweiz aufgehalten.
Stets war dies verbunden mit dem Risiko enttarnt zu werden. Mutig, vor allem, wenn an bedenkt, dass er auch Familie hat.

Das Buch ist unterteilt in mehrere Kapitel, die Ihnen schon zeigen, wie vielfältig der Inhalt ist:
– Flüchtlingsheime in Deutschland, Österreich und der Schweiz: eine Bestandsaufnahme
– Warum so viele Flüchtlinge unbedingt nach Deutschland wollen
– Warum Europa an den Flüchtlingen zerbrechen könnte
– Die perfiden Anwerbetricks islamistischer Fundamentalisten
– Welche Strategien verfolgen islamistische Fundamentalisten in Europa?
– Was muss dringend unternommen werden, um eine Flüchtlingskatastrophe zu verhindern?
Dazu ein Literaturverzeichnis, das sehr lesenswerte Quellen enthält.

Das Buch, das ich nicht weglegen konnte, habe ich an 2 Abenden gelesen. Es hat mich gefesselt.
Haq hat zum einen geschrieben, aus eigener Erfahrung, wie es ist in ein fremdes Land zu kommen. Was bedrückt einen Flüchtling?
Aber genauso berichetet er darüber  wozu, aus seiner Sicht, ein Flüchtling verpflichtet ist, wenn er in Deutschland bleiben will.
Die Berichte aus den Flüchtlingsheimen sind oft erschreckend.
Kleinigkeiten würden genügen, um die Unzufriedenheit der dort lebenden Menschen zu verringern und damit auch eine Art Gefahrenabwehr zu erreichen.

Viele Dinge waren mir nie bewusst, woher auch.

Wie leicht es Anwerber, z.B. vom IS haben, Flüchtlinge anzuwerben, wird detailliert ausgeführt. Hier bekommt jeder Verantwortliche in Verwaltungen und auch in der Politik quasi direkt die Gebrauchsanweisung wie er handeln muss. Es sind wirklich meist Kleinigkeiten.

Ich bin sehr angetan wie ehrlich und zugleich schonungslos Haq berichtet. Man merkt als Leser, dass er gerne Deutscher ist und es ihm wichtig ist dieses Land vor Terrorismus bewahren will. Sein Heimatland soll vor terroristischen Anschlägen bewahrt werden.
Dazu gehören zunächst einmal so simple Dinge, wie ein Datenabgleich. Es ist erschreckend in wieviel Flüchtlingsheimen sich der Autor anmelden und aufhalten konnte, ohne dass aufgefallen ist, dass er längst registeriert ist und unter mehreren Namen auftauchte.

Shams Ul-Haq legt den Finger in die Wunde, schonungslos zeigt er Fehler des Systems auf, gleichzeitig bietet er aber auch Lösungsmöglichkeiten an.
Gut, dass es Mahner gibt.

Aus meiner Sicht sollte dieses Buch eine Pflichtlektüre sein für alle Entscheider in diesen Bereichen und auch für Politiker.
Ich kann es auch allen interessierten Lesern empfehlen. Klar kann ich nicht immer den Wahrheitsgehalt überprüfen, aber für Aussagen ausserhalb der eigenen Erfahrungen hat Haq stets die Quellen angegeben, die man überprüfen kann.

Quelle: Südwestbuch-Verlag

Quelle: Südwestbuch-Verlag

ISBN: 9783945769973
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Michael Frey Dodillet : Herrchentrubel

twitterrss
twitter

Michael Frey Dodillet ist Werbetexter, Hundehalter, Blogger und Autor.
Zur Familie Dodillet gehören Wiki und Luna.

Das vorliegende Buch ist das 3. aus der Reihe rund um das Leben mit  der Hündin Luna, der Diva, und mit Wiki, einem Terriermischling.
Ich kenne die beiden ersten Bücher nicht, werde dieses „Vergehen“ aber definitiv ausbügeln.

Luna groß und launisch, Wiki klein, wendig, mit ADHS, Terrier eben, bringen das Leben von Herrchen Michael Frey Dodillet gewaltig durcheinander.
Dabei sind in diesem Buch „die turbulenten Zeiten“ schon vorbei.
Ja eigentlich, aber den Hunden hat das wohl keiner gesagt.

Luna, die andere Hunde nicht so gern mag, und Wiki mit Beuteagression sind eine Herausforderung für Dodillet.
Immerhin ist das Blog geschlossen, da, Stand 28.8.16: „Blog geschlossen.Hund perfekt.“
Ob das so bleibt? frage ich mal provokativ, wär schade für die Leser.

Dodillet schildert in erfrischender Art und Weise wie anstrengend das Leben mit den Fellnasen so sein kann.
Ich garantiere jedem Hundehalter, irgendwo findet man sich wieder.

Die Erlebnisse mit Luna und Wiki sind so realitätsnah geschildert, dass man mitfiebern kann. Butterkotze mal wieder? Heute keine Leckerlies?
Festhalten wie Nadin Matthews? Bringt das heute was? Krauses im Vortrag….

Obwohl der Autor alles witzig schreibt, ist ganz viel Realität und Wahrheit drin. Von Verzweiflung, weil nichts klappt, bis hin zur Feststellung, dass man selber sich ändern muss.
Wattebauschwerfen sinnlos, Leckerlies helfen begrenzt, klare Ansagen sind gefragt, herrlich wie der Weg des Herrchens ist.

Es macht grossen Spaß das Buch zu lesen und nett verpackt, bekommt der Hundehalter viele Denkanstösse.
Man ertappt sich dabei, dass man viele „Fehler“ auch macht. Frei nach dem Motto „Nobody is perfect“.
Und Fellnasen nutzen das nun mal aus.

Ein herrliches Buch, man kann herzhaft lachen.

Quelle: randomhouse

Quelle: randomhouse

ISBN: 9783453200876
Bestellen können Sie das Buch gleich hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Andreas Urs Sommer: Werte. Warum sie braucht, obwohl es sie nicht gibt

twitterrss
twitter

Autor des Buches „Werte. Warum ann sie braucht, obwohl es sie nicht gibt.“ ist Andreas Urs Sommer ist Professor am Philosophischen Seminar in Freiburg.
Sommer bezeichnet sein Buch als Essay, womit schon klar ist, dass den Leser kein wissenschaftliches Buch im allgemeinen Sinn, sondern die Meinung des Autors.

„Der Essay (seltener das Essay; Plural: Essays), auch: Essai, ist eine geistreiche Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden. Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema. Die Kriterien wissenschaftlicher Methodik können dabei vernachlässigt werden; der Schreiber hat also relativ große Freiheiten.“ Wikipedia

Genau so erscheint mir dieses Buch.
Die These von Sommer ist, dass es keine Werte gibt. Es gibt nur Übereinkünfte.
Laut Autor „Bewerten ist ein Tun, ohne das animalisches (einschließlich menschliches) Leben nicht auskommt.“
Sommer zweifelt alles an was mit der Bezeichnung „Wert“ zu tuen hat, u.A. die „Charta der Grundrechte der Europäische Union“ .
Das allgemein gebräuchliche Wort „Wert“ das durchaus übereinstimmend im Alltag genutzt und verstanden wird, ist für den Autor in der Form nicht existent.

Der Autor setzt sich aus philosophischer Sicht mit dem Thema auseinander. Es ist interessant die Abhandlung zu lesen, aber für jemanden der, wie ich, aus dem naturwissenschaftlichen Bereich kommt, schwer nachvollziehbar.
Mit Vehemenz wendet sich Sommer gegen Werte obwohl er zugibt, dass diese nötig sind, zum Zusammenleben.
Ohne Werte funktioniert der Alltag nun mal nicht.

Mein Fazit: Theorien mit denen man sich auseinandersetzen kann, die oft passen, teils aber auch nicht. Aus meiner Sicht nicht immer leicht zu verstehen. Wohl eher ein Buch für Philosophiefans, sicher nicht für jedermann geeignet.

Quelle: Verlag

Quelle: Verlag

ISBN: 9783476026491
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird