Olaf Müller : Tote Biber schlafen nicht

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„Tote Biber schlafen nicht“ heißt der neue Krimi von Olaf Müller.

Der Eifel – Krimi ist wieder einmal sehr gut gelungen.

Zunächst führt der Weg nach Halle zur Leopoldina. Dort liegt ein toter Bieber mit einer roten Rose daneben.
Der Hausmeister will schnell die Blutspur auf dem Marmorboden beseitigen und den toten Bieber, da kommt Prof. Hermann Haberstock und sagt „Scheiße, ein toter Bieber“.

Prof.Haberstock ist 75 Jahre alt und emeritierter Lehrstuhlinhaber Biologie der RWTH Aachen.
In Halle ist er, weil er einer der Top-Referenten des 13. Biber-Symposiums an der Leopoldina ist.
Dies ist der 3.tote Bieber seit Beginn des Kongresses.

Haberstock bittet den Hausmeister Mateo Modic den Bieber einzupacken, möglicherweise hat er die Pest und ist ansteckend.
Es wird Zeit die Polizei einzuschalten denkt Haberstock.
3 Biber der Sachsen-Population tot, das ist viel.

Haberstock fährt danach nach Kraakau zu einem Folgekongreß und dann will er in die Vorkarpaten bei einem Biberproblem helfen.
Auf der Busfahrt dahin ist Agniezka Globus eine Sitznachbarin, die gerne und viel erzählt.
Haberstock verstirbt in Krakau.

Auch in der Eifel hat der Biberexperte schon geholfen.
In Heimbach konnte ein Gebiet durch die Umsiedlung der Biber erschlossen werden, Ferienhäuser können gebaut werden.
Und er hat seltene Erden gefunden

Die Kriminalpolizei in Aachen, die Herren Fett und Schmelzer, die schon in den anderen Krimis von Olaf Müller eine Rolle spielen, müssen in die Eifel.
An der Victor-Neels-Brücke in der Nähe der ehemaligen Ordensburg Vogelsang hängt ein Toter.
Es ist der aus Aachen stammende Dr.Wilfried Brauers, der Geschäftsführer der Eifel-All-Inklusive-GmbH“.
Brauers gehörte zur Aachener Stadt-Prominenz.

Sie ermitteln in Aachen, suchen nach dem Motiv für den Tod von Brauers. Die erste Anlaufstelle von Fett und Schmelzer ist die Chefsekretärin von Brauers Marion Schnell.
Schnell ist quasi der Schatten von Brauers gewesen.
Selbstmord schließt Marion Schnell aus.Sie kannte ihren Chef schon 20 Jahre. Die geschäftlichen Termine können die Polizisten auf dem PC einsehen, sie nennt ihnen das Passwort.

Die Polizisten telefonieren nachdem sie wieder im Büro sind, mit allen Leuten, die möglicherweise Informationen über das Opfer haben.
Am Sonntagmorgen fährt Fett nach Mariawald, das Kloster soll geschlossen worden und Brauers wollte es kaufen.
Dann geht es weiter nach Vogelsang. Der Tod von Brauers, weiß man nun, trat zwischen 4 und 5 Uhr durch Genickbruch ein.

Der Bürgermeister von Heimbach hat nur die geplanten Investionen von Brauers im Kopf, hilfreich isr er nicht.
In Moresnet wurden seltene Erden entdeckt, erfahren Fett und Schmelzer, belgische Firmen interessieren sich dafür.

Bei Kloster Steinfeld entdecken Wanderer einen Toten im Klärbecken. Kriminaloberkommissar Edgar Etheber kommt und Nadine die Kriminaltechnikerin.
Der Tote ist „Büb“, wie ihn alle nennen, aus Sötenich. Pfarrer Vincken erzählt dem Kommissar, dass Büb angerufen hatte und zur Beichte kommen wollte.
Im Laufe der Ermittlungen kommt WIDUKIND ins Spiel, Hambi, Sonja, der Staatsschutz und viele mehr.

Was alles passiert, wer mit wem verbandelt ist, wer hinter welcher Tat steckt, das müssen sie selber lesen.

Auch dieses Mal ist Olaf Müller ein sehr spannender Krimi gelungen.
Der Autor beweist wieder einmal wie gut er die Gegend (in der ich in der Kinder- und Jugendzeit immer im Urlaub war und sehr gut kenne) kennt, die Charaktere der Menschen dort nachempfinden kann, die Querelen, aber auch die Geschichte der Gegend. Er lässt im Krimi auch viel Hintergrundwissen einfliessen, z.B. zur Ordensburg Vogelsang, usw..

Es macht Freude das Buch zu lesen und es fesselt einen.
Ich kann den Krimi nur empfehlen.

ISBN: 978-3839227664

Quelle: Gmeiner -Verlag

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