Werner Schmitz: Tote Jäger schiessen nicht

Der Krimi „Tote Jäger schiessen nicht“ trägt den Untertitel „Schreiber und der Wolf“.
Werner Schmitz, der Autor des Krimis, arbeitet als Journalist, Buchautor und Übersetzer. Schmitz ist leidenschaftlicher Jäger.
Nichts lag für ihn näher als einen Jagdkrimi zu schreiben.

Kaum ein Tier polarisiert im Moment mehr als der Wolf.
Der Wolf spielt eine Hauptrolle in diesem Krimi.

Hans Schreiber ist Reporter beim Magazin. 15 Jahre ist er bereits dort. Sein neuer Chef ist Bartelmus. Der ehemalige Polizeireporter ist nun Chefredakteur.
Eine Agenturmeldung sorgt dafür, dass Schreiber, selbst Jäger, einen neuen Auftrag bekommt.
Baron Lewin von Vitzewitz hat einen Wolf erschossen.

Schreiber und seine Weimaraner-Hündin „Goethe“ fahren nach Busow, im Oderbruch, wo der Wolf vom durchgeknallten Baron erschossen wurde.
Sie kommen nur in die Nähe des Schlosses. Demonstranten und TV-Teams belagern dieses. Man sieht Spruchbänder wie „Den Wölfen das Leben, den Jägern den Schrot.“

Es gelingt Schreiber von Zitzewitz zu sprechen, der ihm die ganze Geschichte erzählt.

Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nichts so ist wie es scheint. Morde passieren, der Leser lernt einen Oderbruch-Indianer kennen, ebenso eine alte Freundin von Schreiber.
Im Laufe der Handlung gerät man in Konflikte von Jägern untereinander, die Ossi-Wessi-Auseinandersetzung spielt eine Rolle, ein Wolf wird aus einem Käfig befreit, das Leben von Schreiber ist bedroht, dunkle Geschäfte fliegen auf und vieles mehr.

Dass Werner Schmitz Jäger ist, merkt man. Mit detailliertem Fachwissen werden Abläufe bei der Jagd, Gewehre und die dazugehörige Munition, usw. beschrieben.
Er arbeitet die Charaktere sehr gut heraus. Tierschutz und Haß spielen eine Rolle.

Es macht Spaß den Krimi zu lesen und in die Welt der Jäger einzutauchen.

Eins finde ich persönlich nicht so gelungen, das ist das Cover, aber das ist Geschmackssache. Mich erinnert es eher an ein Kinderbuch.

ISBN: 9783440158142
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Volker Dützer: Freier Fall

Nachdem ich vor Kurzem den Krimi „Der Schacht“ von Volker Dützer gelesen habe und begeistert war vom Ermittlerduo Funke und Stein, war es klar, dass der neue Krimi von Volker Dützer, mit dem Titel“Freier Fall“, flott auf meinen Bücherstapel musste.
Es ist mein 3.Krimi, den ich vom Autor lese und jedes Mal hat sich die Qualität mit dem neuen Krimi nochmals gesteigert.

Volker Dützer lebt und arbeitet im Westerwald und auch „Freier Fall“ spielt in der Gegend rund um Koblenz und dem Westerwald.

Helen Stein, Kriminalhauptkommissarin und Profilerin, ist immer noch traumatisiert von den Geschehnissen im letzten Fall, auch, wenn sie sich dies selber nicht eingesteht.
Ben Funke, eher knorrig und wortkarg, Polizist in Hachenburg im Westerwald hat seine Tochter mit Helens Hilfe gefunden, und sortiert sein Leben neu.

Funke hat wieder Freude am Leben gefunden, Nora, seine Tochter, die aufgrund der Dinge, die sie erlebt hat, einen Autismus hat, der Golden Retriever Joker, der nicht von Noras Seite weicht, sind sein Leben. Er hat keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Ja selbst eine Geliebte hat Funke mittlerweile, Carola Wesseling, Ehefrau von Holger Wesseling, dem bekannten Politiker.
Langsam findet Funke wieder in sein altes Leben zurück.
Mit Carola trifft er sich immer im Ferienhaus der Wesselings am Dreifelder Weiher.

Auch jetzt freut er sich auf Carola, die ihn dringend sehen will.
Irgendwann erwacht Funke neben seiner toten Geliebten, die offensichtlich mit seiner Dienstwaffe erschossen wurde.

Ich werde nun nicht verraten wie es weitergeht, das müssen Sie selber lesen.
Auf alle Fälle erwartet den Leser ein Krimi, der sehr spannend ist, eine unvorhersehbare Handlung und mitreissende Szenen.

Volker Dützer hat es wieder einmal verstanden den handelnden Personen quasi Leben einzuhauchen. Die Personen im Krimi werden so genau beschreiben, besonders auch ihre Handlungen und deren Hintergründe, dass man sich völlig in sie hineinversetzen kann.
Auch die Art der Menschen im Menschen, manchmal etwas schroff, kommt nicht zu kurz.
Ein vor Arroganz triefender Ehemann Wesseling begegnet uns Lesern genauso wie empathische Ärztin Dr.Elenor Cox.

Geschehnisse in Afrika, ein Amulett, ein Krimiautor und seine Phantasien und ein arroganter Polizist namens Kain, spielen eine Rolle.

Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache, dass Volker Dützer noch nicht weiß, ob es einen dritten Krimi mit Ben und Helen gibt. Den muss es geben.

ISBN: 9783954413829
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B.C.Schiller: Targa

„Targa“ ist geschrieben worden von B.C.Schiller. Dahinter verbirgt sich das Ehepaar Barbara und Christian Schiller.
Ein erstaunlicher Krimi ist dem Paar, das auf Mallorca und in Wien lebt gemeinsam mit ihrem Ridgeback Jabali, gelungen.

Wer ist Targa? Man sieht sie auf dem Cover von hinten.
Was hat es mit dem Titel des Buches „Targa Der Moment, bevor Du stirbst?“ auf sich, habe ich mich gefragt, als ich das Cover sah.
Wenn man diesen Krimi gelesen hat, weiß man die Antwort.

Schonungslos haben die Autoren die Handlung geschrieben, die in einer Intensität in die Untiefen der Motivation des Täters absteigt, wie man es nicht für möglich hält.

Aber lassen Sie mich von vorne anfangen.
Das Buch beginnt mit einem Prolog. Ein Sportwagen hält am Hintereingang eines Krankenhauses, zwei Säuglinge, Zwillinge, werden auf den eiskalten Stufen abgelegt von Luisa, 17. Diese wird vom Fahrer des Wagens dazu gezwungen. Luisa wird später vom Fahrer auf einer Brücke aus dem Wagen geworfen und begeht Selbstmord.
Die Zwillinge werden gefunden, eins der Mädchen kann nicht mehr gerettet werden, Yella. Targa überlebt.
Ihre Namen, die Margarete Hendricks, die Targa aufgenommen hat, ihnen gegeben hat, beruhen darauf, dass es ein gelber Porsche Carrera Targa war, der, in dem die Mutter gefahren wurde.

30 Jahre später beginnt die Handlung.
Eine junge Frau erschiesst sich im Supermarkt, sie hat eine Puppe bei sich.

Targa Hendricks lebt in einem alten VW-Bus zusammen mit ihren Hund „Hund“.
Sie arbeitet undercover für die Polizei. Und sie ist auf der Suche nach ihrem Vater.

Ein Täter hat 4 junge Mädchen erstickt, die Frau aus dem Supermarkt hat vermutlich mit ihm zusammengearbeitet.
Volker Lundt, seit 5 Jahren Leiter der Sonderabteilung K2 braucht Targas Hilfe.
Das K2 hat mehrere Teams für Undercover-Einsätze.
Der Dienstsitz ist einem ehemaligen Stasi-Gebäude.
Zum Team gehören neben Targa, Pierre, der IT-Spezialist, Rita und die Analytikerin und Strategin.
Warum und wie sind die Mädchen erstickt?? Es gibt keine Anzeichen für eine Strangulation. Das Team tippt auf eine Dekompressionskammer, wie Kampftaucher sie nutzen.

Alle toten Mädchen und auch die Selbstmörderin aus dem Supermarkt haben etwas mit dem Blog „Famous Last Words“ zu tuen. Betreiber des Blogs ist Prof.Falk Sandmann.

Derweil wird Erik Holm, der bei einer internationalen Sicherheitsfirma arbeitet, in einem Gefängnis für die Bewachung von Carlos Schmidt eingeteilt. Keine leichte Aufgabe.

Carlos Schmidt hat ein Privileg, er darf regelmässig mit einer jungen Frau skypen. Wer ist diese Frau?

Mehr verrate ich nicht.
Wie es Targa und Lundts gelingt den Täter zu überführen, ob Targa ihren Vater findet, welche Rolle Falk Sandmann spielt, all das können Sie in diesem spannenden Thriller lesen.

Es ist den Autoren gelungen, die Spannung über die gesamte Handlung aufrecht zu erhalten.
Die Charaktere leben förmlich, man hat das Gefühl sie zu begleiten. B.C.Schiller lassen uns Leser oft an den Gedankengängen der handelnden Personen teilhaben und zwar an den positiven wie auch an ganz perfiden.

Ich warte nun auf die versprochene Fortsetzung der Reihe mit Targa Hendricks, die sensibel und robust zugleich ist.

ISBN: 9783328101512
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Ethan Cross : Spectrum

„Spectrum“ ist der erste Krimi vom Ethan Cross, den ich lese. Garantiert ist dies nicht der letzte.
Der Krimi hat mich von ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

„Spectrum“ verbindet Szenarien, die schon Realität sein könnten mit Fiktion und einer mitreißenden Handlung.
Die Person, die „Spectrum“ Leben einhauchen sind realiätsnahe geschildert, man sieht sie quasi vor dem geistigen Auge vor sich und fiebert mit ihnen.

Der Autor verbindet in seinem Krimi mehrere Standorte der Handlung und auch sehr unterschiedliche Charaktere.
Isabel Price ist Südafrikanerin, sie arbeitet als Constable bei der südafrikanischen Polizei SAPS. Ihr Sohn Tyler und dessen leibliche Mutter starben im Squatter-Camp.
Idris Madeira, genannt Krüger, ist ein Profikiller, ein Söldner aus Mosambik. Seine Frau spielt auch eine Rolle.
Felix Ginger, der Engel, spielt eine Rolle.

Dominic genannt „Nic“ Juliano ist bei der SWAT, stammt aber aus einer Mafia-Sippe. Nics Großvater war unter dem Namen „Großer Schlächter“ bekannt.
Nic arbeitet mit Special Agent Samuel Carter zusammen. Auch Ortiz, genannt Taz ist mit von der Partie. Carter zieht noch Dr.August Burke hinzu.
Dr.Burke hat 2 Masterabschlüsse und hat in  Kriminalpsychologie promoviert. Burkes Gehirn arbeitet schneller und anders als die der Kollegen. Die meisten können nicht verstehen wie er tickt.
Dr.Burke ist anders, er hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus. Menschlicher Kontakt ist nicht seins, aber kombinieren, denken, wie die „normalen“ Menschen nicht denken können, das ist das was August Burke ausmacht.
Viele andere Personen tragen auch zu der spannenden Handlung bei.

Seien Sie gespannt was Sie erwartet. In diesem Krimi ist nichts wie es zuerst erscheint.
FBI und CIA spielen eine Rolle, geheime Gänge und Labore. Was wollen die Täter? Geld scheint es nicht zu sein.
Ich werde nichts verraten.

Ethan Cross ist mit „Spectrum“ ein fesselnder Krimi gelungen. Der Krimi lebt von der nicht vorher sehbaren Handlung ebenso wie von den Charakteren, die der Autor excellent beschreibt.
Meine Leseempfehlung für alle, die Krimi mit realitästnahem Hintergrund und spannenden Charakteren lieben.

ISBN: 9783404175550
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Cathrin Moeller :Mordsacker

Das Buch von Cathrin Moeller „Mordsacker“ spielt in Mecklenburg, genauer gesagt im Dorf Mordsacker.

Nach Mordsacker hat es die Familie von Franziska Bach, der Schauspielerin aus Berlin, verschlagen.
Offiziell sind Franziska Bach, ihr Mann Paul und ihre Tochter Sophie bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Franziska heisst jetzt Klara Himmel und ihr Mann hat sich für einen Job als Dorfpolizist in Mordsacker entschieden. Sophie ist dort Ärztin in einer Landarztpraxis.
Dabei war Sophie Assistenzärztin in der Herzchirurgie in der Charité, hatte große Pläne für ihre Zukunft.

Klaras Mann war im Undercover-Einsatz und jetzt muss die Familie im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms unter anderem Namen in der Pampa leben.
Die Schuld gibt sich Klara, sie hatte nicht richtig zugehört, als ihr Mann mit ihr den geplanten Einsatz und die Gefahren besprochen hatte. Sie hatte zugestimmt und muss nun die Konsequenzen tragen.
Schluß mit der Schauspielerei, dem Job an der Schauspielschule, mit Berlin.

Gefühlt versteht sich Paul zu gut mit seiner Kollegin Anette.
Das Hausfrauendasein ist nichts für Klara, das Backen eines Käsekuchens gerät zur gefühlten Katastrophe.

Sophie wird zu einem Notfall gerufen und Paul zu einem Einsatz, den er trotz einer heftigen Erkältung ausführt.
Bauer Schlönkamp wird tot in der Güllegrube gefunden.
Paul liegt krank im Bett, Anette ermittelt. Irgendwie lässt die Langeweile Klara keine Ruhe. Sie ermittelt heimlich mit im geheimnisvollen Todesfall von Mordsacker.
Im Verlaufe des Geschehens kommt sie Isabel, der Tochter der Schlönkamps, näher, arbeitet im Stall, tanzt Tango, lernt die Landfrauen und die Familienverhältnisse im Dorf kennen und vieles mehr.

Mehr verrate ich nicht. Lesen Sie den Dorfkrimi selber.

Cathrin Moeller hat diesen Krimi mit viel Witz und Spannung geschrieben.
Leider haben sich wenige Fehler eingeschlichen.

Mein Fazit: ein witziger Landkrimi, es macht Spaß ihn zu lesen.

ISBN: 9783956496813
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Dora Heldt : Böse Leute

Dora Heldt kann auch Krimis schreiben, das beweist sie mit „Böse Leute“.
Da ich Sylt liebe, lese ich die Bücher von Dora Heldt sehr gerne. Sie schafft es immer ins Buch auch eine gehörige Portion Inselflair einzubauen.

Nach etlichen Büchern, die auf Sylt spielen und eher Familiengeschichten sind, hat Dora Heldt nun einen Krimi geschrieben.
Im vorderen Einband schreibt sie, dass sie mal „böse Leute“ in der Geschichte haben wollte.
Und diese gibt es in „Böse Leute“ genug.

Karl Sönnigsen war lange Kriminalhauptkommissar, er ist nur berentet. Leicht fällt ihm dieses süße Nichtstuen nicht.
Seine Frau ist nach einer Operation in Reha. Gut, dass es seinen Freund Onno Thiele gibt, dessen Frau verstorben ist.
Zum Rentnerquartett gehören noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.

Maren Thiele, Onnos Tochter, die Polizeiobermeisterin ist, kommt nach 20 Jahren zurück auf die Insel.
Sie hat sich frisch von Henry getrennt, will zurück auf die Insel und zu Rike, ihrer besten Freundin.
Maren hat auf Sylt gleich alle Hände zu tuen.

Dora Heldt lässt Maren keine Zeit dafür erst einmal richtig anzukommen, nein sie muss gleich arbeiten. Ihr Chef Funke, Karls Nachfolger, ist kein Sympathieträger.

Auf der Insel gibt es eine Einbruchsserie, Jutta Holler stirbt und vieles mehr.
Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch das Quartett um Karl ist im Undercover-Einsatz.
Wer ist der Mörder? Ist der Mörder auch der Einbrecher? Was hat es mit gut aussehenden jungen Herren auf sich? Welches Familiengeheimnis wird gelüftet?
Lesen Sie selbst.

Dora Heldt hat es geschafft einen spannenden Krimi zu schreiben, mit ganz viel Syltflair, herrlichen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und oft auch einem Augenzwinkern.

Ich finde das Buch sehr gelungen und freue mich auf Krimi Nr.2 der Autorin. Dora Heldt ist ihrem Anspruch Unterhaltungsliteratur zu schreiben, mal wieder gerecht geworden.
„Böse Leute“ ist ein Buch das der Entspannung dient.

ISBN: 9783423216777
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Volker Dützer : Der Schacht

Koblenz ist der Startpunkt des Krimis „Der Schacht“ von Volker Dützer.
In Koblenz arbeitet Helen Stein. Sie ist Profilerin beim LKA und die jüngste Fallanalytikerin in Rheinland-Pfalz.

Georg Starbacher jagt mit seinem Team einen Serienmörder, den Maskenmann, wie ihn die Presse nennt.
Das Team um Starbacher herum, der seit 4 Jahren im Rollstuhl sitzt, besteht aus Ralf König, Heyrich und Bender. Helen ist auch an den Ermittlungen, an der Jagd des Triebtäters, beteiligt.
Der Täter tötet junge Frauen aus dem Drogenmilieu. Sein „Markenzeichen“ ist es dem Opfer eine Hand abzuhaken.

Helen hat einen Lockvogel gefunden, Mia, die bereits 2 Suizidversuche hinter sich hat. Eine vermeintlich sichere Falle wird dem Täter gestellt.
„Es kann überhaupt nichts schiefgehen!“ , so Helens Aussage. Ein SEK mit 20 Leuten ist unter der Führung von Karsten Engelhardt positioniert. Der Treffpunkt des Mädchens mit dem vermeintlichen Mörder ist übersichtlich.

Es kommt wie es kommen muss, dem Täter gelingt es, das Mädchen vor den Augen der Polizei zu entführen. Ein Modellauto spielt eine Rolle.
Helen verfolgt das Opfer und wird selber zum Opfer des Täters mit der Stiermaske. 36 Stunden ist sie in seiner Gewalt.
Danach taucht Helen traumatisiert auf.

Mehr verrate ich nicht, nur soviel, Funke, ein Bekannter von Starbacher und Chef der Polizei in Hachenburg, kommt ins Spiel. Helen wird nach Hachenburg versetzt und soll dort in Therapie.
Ein Golfhotel soll im Ort gebaut werden. Hängen die Morde damit zusammen?
Ist Funkes Tochter wirklich tot? Fragen über Fragen, deren Beantwortung im spannenden Buch zu finden ist.

Helen taucht in die Hachenburger Unterwelt ein.

Es ist Volker Dützer wieder einmal gelungen einen sehr spannenden Krimi mit einem lokalen Bezug zu schreiben.
Der Autor wohnt im Westerwald und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Man sieht bei seinen Beschreibungen den Mühlstein, die alte Mühle, die knarrenden Äste, usw. vor seinem inneren Auge.
Mir hat es besonders gefallen, dass die handelnden Personen auch ein Leben neben der Handlung haben, an dem der Autor uns teilhaben lässt. Wir erleben als Leser die Ängste genauso wie Freude. Wie kommt Kunz vom Alkohol ab? Was wird aus Helen, kann sie die inneren Dämonen bekämpfen? Diese Fragen werden beantwortet.
Nun warte ich auf die Fortsetzung mit dem Duo Funke + Stein, die der Autor verspricht. Wer Krmis mag, die mit einem Schuß Lokalkolorit geschrieben sind und den Leser teilhaben lassen am Leben der Protagonisten, der ist hier genau richtig.

ISBN: 9783954413164
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Derek Meister: Blutebbe

Derek Meister ist mit „Blutebbe“ wieder ein sehr spannender Krimi mit dem Ermittlerteam Knut Jansen und Helen Henning aus Valandsiel gelungen.
Nach dem Jungfrauenmacher und der Sandwitwe musste ich auch diesen Krimi lesen, keine Frage.

Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA. Man lernt die beiden im „Jungfrauenmacher“ kennen.
Helen hat ein Restaurant, aber es ist ihr nicht vergönnt dies in Ruhe zu führen.
Knut ist seinem Vater Thor auf den Platz im Valandsieler Polizeirevier als Revierleiter gefolgt.
Knuts Begleiter ist Butch, sein Labrador.

Knut macht Musik im Dock-5 und spielt Klassiker wir Suzanne, My Secret Love, usw.
Dieses Mal ist Veith, sein Kollege dabei.
Nur aus dem Gig wird nichts, das Handy meldet sich, Jörn Werth meldet, dass ein Geisterschiff gesichtet wurde.

Knut rast zu Jörn und findet ihn auf der Tischplatte, Bauch und Brust geöffnet.
Auf dem Geisterschiff finden sich zwei Frauenleichen, die auch so zugerichtet sind und dazu aufgehangen wurden, wie man Fische zum Räuchern aufhängt.
Das Schlimmste für Knut ist es, seinen Gefährten Butch in seinem Blut liegend aufzufinden, auch dieser wurde aufgeschnitten.
Drei Runen wurden auf die Wohnzimmerscheibe geschrieben mit Butchs Blut. In einer Schachtel iegt Butchs Lunge und darunter ein Zettel mit einer Botschaft.

Knut und seiner Mannschaft ist klar, hier haben sie es mit einem brutalen Mörder zu tuen.
Immer mehr Leichen werden gefunden. Ein Trittbrettfahrer? Thor erinnert sich an alte Fälle, die auch wie Ritualmorde waren.

Mehr verrate ich nicht.

Dieses spannend geschriebene Buch „Blutebbe“, durch das sich die Blutspur wie ein roter Faden zieht, ist lesenswert.
Für mein persönliches Empfinden werden die Bücher von Derek Meister mit jedem neuen Krimi noch spannender.
Die Charaktere sind exzellent beschrieben, man fiebert und leidet mit den Ermittlern, aber man begleitet sie auch im Privatleben.

Wie geht es mit Helen und Knut weiter? ist die Frage, die auch dieses Mal unbeantwortet bleibt.
Das lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Eine Krimi-Reihe mit Suchtfaktor ist dem Autor gelungen.

ISBN: 9783734104787
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Sibylle Narberhaus : Syltleuchten

Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ ihren ersten Krimi veröffentlicht.
Als Syltfan hat mich das Cover und der Titel gleich angesprochen. Der Giebel eines typischen Hauses auf Sylt mit rotem Stein, weissem Törchen, Reetdach, Friesenwall, etc. prangt auf dem Buch. Klar musste ich das lesen.

Erst nach dem Lesen habe ich mich dafür interessiert wer die Autorin ist, was sie noch geschrieben hat, wollte mehr von ihr lesen, und musste feststellen, dass es das erste Buch von Sibylle Narberhaus ist.

Frühling auf Sylt, es ist eine schöne Jahreszeit auf der Insel in der das Buch spielt.
Anna Bergmann, die ein Haus auf der Insel geerbt hat, hat sich dort als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht und gerade ihren ersten grossen Auftrag erhalten.
Sie lebt mit ihrem Freund Nick, dem Polizisten und dem Hund Pepper auf Sylt.

Ihre Eltern Maria und Volker leben in Hannover und vermissen ihre Tochter sehr.
Marcus, der Ex-Freund ihrer Tochter (Zahnarzt und Kieferchirurg) sucht die Bergmanns auf und braucht die Anschrift von Anna, angeblich eine Versicherungsangelegenheit.
Maria Bergmann will ihm die Anschrift nicht geben, sie weiß, dass Anna alle Verbindungen zu Marcus abgebrochen hat.
Er drängt, es sei wichtig für Anna, und bekommt die Anschrift. Schließlich weiß Maria ja nicht welche Lawine sie lostritt.

Auf der Insel gibt es zu der Zeit etliche Brände. Nick und der Rest der Polizei von Sylt haben mit den Ermittlungen alle Hände voll zu tuen.
Eine verbrannte Frauenleiche spielt eine Rolle. Anna wird vermisst, usw.

Mehr will ich nicht verraten, lesen Sie selber was auf Sylt passiert, wie es Anna und Nick ergeht. Warum Nick und sein Kollege Uwe Anna suchen müssen…

Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ einen Krimi vorgelegt, der das Flair von Sylt , eine spannende Handlung und interessante Charaktere vereint.
Der Autorin ist es gelungen die Spannung vom Anfang bis zum Ende aufrecht zu erhalten.
Als Leser fühlt man sich als sei man auf der Insel. Viele Tipps, die man einem Sylt – Urlauber mit auf den Weg geben könnte, hat die Autorin im Buch drin, vom „Kuhstall“ über die „Syltquelle“, bestimmte Strandübergänge und sogar Parkmöglichkeiten sah ich gleich vor mir beim Lesen.

Wir Leser haben teil am Leben von Anna und Nick und ihren Freunden, nichts ist wie es scheint, manches ist schlimmer als erwartet.
Die Charaktere hat die Autorin excellent beschrieben, man fiebert mit ihnen mit, sieht sie vor dem geistigen Auge.

Zum Schluß bleibt mir ausser der Leseempfehlung nur die Frage: Wann kommt das nächste Buch?

ISBN: 9783839220399
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Kristina Ohlsson : Schwesterherz

Kristina Ohlsson hat mit „Schwesterherz“ einen neuen Krimi vorgelegt.
Über Kristina Ohlsson hatte ich viel Gutes gelesen. Nun wollte auch ich mal diese Autorin entdecken.
Gleich vorweg, ich bin enttäuscht. Dies ist mein erstes und zugleich letztes Buch der Autorin.

Ich habe mich durch das Buch gequält bis zum Ende. Es hättte ja sein können es wird noch besser. Ausserdem beurteile ich Bücher nach dem Gesamtinhalt.
Aber das Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ hat mich nicht weitergebracht. „Schwesterherz“ hat mich enttäuscht.

Der Stoff hat das Potenzial für einen richtig guten Krimi.
Martin Brenner, Anwalt, erhält von Bobby Tell den Auftrag, dessen verstorbene Schwester Sara Tell, genannt Sara Texas, zu verteidigen. Posthum soll ihre Unschuld bewiesen werden.
Bobby ist fest davon überzeugt, dass die rechtskräftig verurteilte Sara unschuldig wahr, Opfer eines Justizirrtums.
Martin Brenner ermittelt in Sachen „Schwesterherz“ zusammen mit seiner Exfreundin Lucy.

Da geht es schon los mit den Dingen, die mich am Buch stören.
Lucy ist die Exfreundin von Martin. Kristina Ohlsson wird aber nicht müde ständig, und es ist so aufdringlich, dass es mich genervt hat, zu betonen, dass die beiden trotz Trennung häufig Sex miteinander haben. Was das mit der Story zu tuen hat, ist mir verschlossen geblieben.
Am meisten stört mich die Sprache der Autorin, vulgär, derb, obszön ist ihre Ausdrucksweise. Und dies, ohne dass es für Handlung notwendig wäre.

Die Autorin hat sich bemüht Martin Brenner positiv darzustellen. Er kümmert sich liebevoll um Belle, die Tochter seiner verstorbenen Schwester. Allerdings ist Sex mit Lucy wichtiger als Belle, die ist ja versorgt durch die Betreuung.

Die Handlung hat mich auch nicht gefesselt. Jedem Kapitel wird ein Interview mit einem Journalisten und Martin Benner voran gestellt.
Egal ob Drogengeschäfte, Morde, verschwundenes Kind (der Sohn von Sara Texas) oder sonstige Handlungen, mich hat das Buch nicht überzeugt.

Mein Fazit: „Schwesterherz“ ist ein Buch, dass mich in keinster Weise gefesselt hat, weder durch die dahin plätschernde Handlung noch durch die Art der Autorin zu schreiben und ihre Sprache.

ISBN: 9783809026631
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