Ann Cleeves : Die Tote im roten Kleid

Ann Cleeves hat mit „Die Tote im roten Kleid“ den 7.Band ihrer Reihe rund um Inspektor Jimmy Perez vorgelegt.
Die Serie spielt auf den Shetland-Inseln.

Ich lese nun mein erstes Buch aus der Reihe was kein Problem, ist.
Cleeves hat es verstanden das Buch so zu schreiben, dass man auch als Perez-Neuling der Handlung folgen kann. Jimmy Perez hat ein bewegtes Privatleben. Seine Verlobte ist tot und er zieht deren Tochter Cassie groß. Keine einfache Aufgabe, der sich der Ermittler stellt.

Ravenswick ist die Heimat von Perez.
Bei einer Beerdigung kommt es zu einem Erdrutsch. Dabei wird eine Leiche freigelegt. Eine Frau in einem roten Kleid aus Seide.
Wer ist die Tote?? Perez muss es herausfinden.
Bei seinen Ermittlungen wird Perez unterstützt von Sandy Wilson.
Die beiden kommen nicht so richtig weiter, ein Geheimnis scheint mit der Frau verbunden zu sein.

Perez bittet seine Kollegin Willow Reves aus Inverness um Hilfe.
Es bleibt nicht bei einer Toten.
Was ist bloß los in Ravenswick?

Das müssen Sie selber lesen.

Cleeves beschreibt die Gegend, die Einwohner, diese verschworene Gemeinschaft sehr detailreich. Auch kommt Jimmy Perez als Mensch nicht zu kurz, man wird zu seinem Begleiter.
Für mein Empfinden ist allerdings die reine Krimihandlung sehr in die Länge gezogen.

Mein Fazit: ein Buch, das auf den Shetlands spielt, den Leser teilhaben lässt am Leben in dieser wunderschönen Landschaft und einem Krimi als Nebenhandlung.

ISBN: 9783499273780

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Gin Phillips : Nachtwild

„Nachtwild“ von Gin Phillips wird als Thriller vermarktet.
Das Buch wird vom Verlag mit spannend, ja sogar „unerträglich spannend“ beschrieben auf der Seite zum Buch.

Ich habe auf „Nachtwild“ gewartet, auf einen tollen Thriller und wurde enttäuscht.
Gelesen habe ich Buch von der ersten bis zur letzten Seite, da ich immer noch auf die Spannung wartete, sie kam nicht.

Joan ist mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo als sie Schüsse hört.
Lincoln ist 4 Jahre alt, kein Alter um Leichen zu sehen, denkt Joan, die die Toten sieht.
Fieberhaft überlegt sie was sie tuen soll. Joan versteckt sich mit ihrem Sohn in einem Gehege.
Sie müssen leise sein, um die Täter nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Im Klappentext findet sich eine Formulierung, die zeigt was man nun wirklich denkt als Mutter „Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte..“
Dies ist auch realistisch, fieberhaft nachdenken wie man das Kind und sich selber retten kann, das würde jede Mutter machen.
Zunächst macht auch Joan das. Aber dann läuft die Handlung von „Nachtwild“ in eine seltsame Richtung. Joan überlegt wie sie ihr Kind mit Essbarem versorgen kann.
Das wäre in Realität wohl die letzte Sorge, die eine Mutter hätte.

Joan hat Angst, dass Lincoln lautstark nach Essen verlangen könnte und sie damit verraten könnte.
Dies ist für mein Gefühl so weit ab von jeder Realität, dass es nur stört. Seitenlang dreht sich die Handlung nur um dieses Thema.
Man möchte als Leser eingreifen und Joan einen Erziehungsratgeber in die Hand drücken.
Ein 4-jähriges Kind ist ja nun sehr wohl in der Lage zu merken, wenn eine Situation brisant ist und es ruhig sein muss.

Auch werden die Handlungen der Täter so geschildert, dass sie den Zoo und die Morde als Spiel auf einem Spielplatz ansehen. Auch dies wieder unrealistisch.

Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Großartig angekündigt, aber es hält nicht was die Ankündigung verspricht.
Kaum Spannung, dafür aber eine Handlung, die weit ab jeder Realität ist, so habe ich das Buch empfunden.

ISBN: 9783423261968

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David Lagercrantz : Verfolgung

„Verfolgung“ ist Band 5 aus der Millenium-Reihe.
Band 1-3 stammen aus der Feder des grandiosen Stieg Larsson. Nach seinem Tod hat David Lagercrantz nun nach den Ideen von Larsson bereits seinen 2. und damit den 5.Band der Reihe geschrieben.

Im Mittelpunkt stehen die Hackerin Lisbeth Salander und der Journalist Mikael Blomkvist.

Lisbeth ist immer noch auf der Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit. Dabei hilft ihr ihr Mentor Holger Palmgren.

Nun hat es Lisbeth nach Flodberga, dem berüchtigten Frauengefängnis verschlagen. Eine kurze Strafe hat sie dort hin gebracht.
In Flodberga trifft Lisbeth auf Benito, eine brutale Insassin, die das Gefängnis beherrschrt und die von niemanden in ihre Schranken verwiesen wird.
Alvar Olsen der Abteilungsleiter schaut weg, wenn Benito andere Gefangene quält. Er ist tief in diesen Sumpf verstrickt.
Auch Lisbeth versucht sich rauszuhalten. Es gelingt ihr nicht ,sie muss eine Zellennachbarin schützen, Faria Kazi, die sehr unter Benito zu leiden hat.
Ein Kampf zwischen Lisbeth und Benito beginnt, es wird brenzlig.

Währenddessen hat Holger Palmgren Hinweise gefunden, die darauf schliessen lassen, dass Leo Mannheimer, der sehr wohlhabend und einflussreich ist, etwas mit Lisbeths Vergangenheit zu tuen.
Mikael hilft Lisbeth bei den Recherchen. Abgründe tuen sich auf. Die müssen Sie aber selber lesen.

Die Story ist aus meiner Sicht nicht so gut geschrieben von Lagercrantz wie es Band 4 war, der mich begeistert hat.

Einer der Höhepunkte, aus meiner Sicht, der Millenium-Reihe war immer das Eintauchen in Lisbeths Gedankenwelt. Ich habe mit ihr gelitten und gefiebert.
Dieses habe ich in diesem Band vermisst.

Die Geschichte verläuft weniger spannend als die vorherigen Bände. Ich bedaure das sehr, da Lagercrantz in Band 4 bewiesen hat, dass er die Idee von Stieg Larsson durchaus hervorragend weiterführen kann.

Mein Fazit: eine Story, die etwas vor sich hinplätschert, die wirklichen Highlights der vorherigen Bände fehlen.

ISBN: 9783453270992

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Martina Kempff : Umkehrschuss

Martina Kempff hat mit „Umkehrschuss“ ihren 8.Eifel-Krimi aus der Reihe rund um das Dorf Kehr geschrieben.
Dies ist der erste Krimi, den ich von der Autorin lese.
Zunächst musste ich mich einlesen, da mir die Zusammenhänge des kleinen Dorfes Kehr, das in der Eifel liegt, und vor allem der Dorfgemeinschaft, fehlten.

Kehr gibt es nicht nur in der Fantasie von Martina Kempff, sondern es gibt das Dorf wirklich.
Das Besondere an dem kleinen Ort zeigt ein Zitat aus Wikipedia:
„Kehr ist ein Dorf in der Eifel, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Die Grenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 265. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt…“

Das muss erst einmal ein Ort nachmachen, ein kleines Dorf, wenige Familien, die dort leben, aber 2 Länder und auch dazu im deutschen Teil noch 2 Bundesländer.
All das ist die Kulisse eines Mordes.

Dorfmittelpunkt ist die „Einkehr“ das Restaurant von Katja Klein, die mit Marcel Langer, dem belgischen Polizisten befreundet ist. Da geht der internationale Kuddelmuddel schon los.

Der Tote wird auf dem Friedhof gefunden, aber nicht einem Grab sondern er liegt auf dem Rasen und ein Loch ist in der Brust.
Was soll das? Unruhe kommt auf im Eifeldorf. Wer hat das getan? Verdächtigungen über Verdächtigungen.

Mehr verrate ich nun nicht. Lesen Sie selber.
Martina Kempff ist es gelungen einen Eifel-Krimi zu schreiben, der geprägt ist von unterschiedlichen Charakteren, herrlichen Schilderungen der Familienverquickungen, der Schilderung alten, teils störrischen Eifeler, dem Kompetenzgerangel der Polizeibeamten,aber auch deren Zusammenarbeit.
Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen, auch, wenn ich dafür etwas gebraucht habe, um die Charaktere zuzuordnen.

Ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Eifel-Fans.

ISBN: 9783954413867

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Tilman Schulze : Provinzabgründe

„Provinzabgründe“ wurde von Tilman Schulze geschrieben. Es ist ein Krimi der anderen Art, skurill und sehr ungewohnt.

Gustav Meta, Musiklehrer, wird ermordet. Aber bei einem Mord bleibt es nicht, es folgen mehrere. In kurzer Zeit kann man im kleinen, beschaulichen Ort schon 5 Tote verzeichnen.
Wer ist der Mörder? Das ist die Frage. In einem Ort, in dem jeder jeden kennt, aber nicht alle sich mögen, geht das Rätseln los.

Soweit so gut. Ein ganz normaler Krimi könnte man meinen. Ist es aber nicht.
In   „Provinzabgründe“ lässt der Autor Tote denken, z.B. Gustav. Aber auch andere Dorfbewohner denken und alle Gedanken zu den Todesfällen, zu den Toten, den Verhältnissen untereinander und miteinander hat der Autor in die Handlung einfliessen lassen, nein sie sind sogar die Handlung.

Die Handlung an sich ist mal ganz was anderes und gefällt mir gut.
Die Orientierung im Text, wer nun gerade seine Gedanken äussert, ist mir schwergefallen. Auch direkte Rede ist nicht unbedingt gekennzeichnet.

Ich finde es verwirrend das Buch zu lesen, habe mir Notizen gemacht, um die Personen zu sortieren.

Mein Fazit: ein Krimi der anderen Art, gelungen von der Idee, aber aus meiner Sicht mühsam zu lesen, da nicht gleich zu erkennen, wer nun wieder sein Wissen oder seine Vermutungen zum Besten gibt.

ISBN: 9783845917849

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Chris Karlden : Der Totensucher

„Der Totensucher“ ist mein erstes Buch von Chris Karlden.
Karlden hat als Schauplatz für seinen Krimi Berlin gewählt. Der Autor ist hauptberuflich Jurist.

Bereits im Epilog erfährt man als Leser die tragische Geschichte, die im Krimi von Karlden eine Rolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle, spielen wird.
Lucy, die Tochter von Kriminalhauptkommissar Adrian Speer, der bei der Drogenfahndung der Kriminalpolizei ist, wird wach. Sie hat ein Geräusch gehört. Ihre Mutter ist nicht zuhause, ihr Bruder Jonathan übernachtet bei einem Freund, aber Papa müsste ja reagieren.
Stille, keine Antwort, Lucy ruft den Vater an, der zu einem Einsatz musste und nun sofort kommt. Er beruhigt sie während der Fahrt via Handy.
Bis er zuhause ankommt, ist Lucy weg, entführt.

Adrian Speer erlebt schlimme Zeiten. Er geht davon aus, dass er Lucy nie mehr sehen wird, dass sie tot ist.

Nach 2 Jahren fängt er bei der 8.Mordkommission an, die von Robert Bogner geleitet wird. Zum Team gehört auch noch Oberkommissarin Tina Jeschke.

Fernanda Gomez ist Leiterin des Dezernats für Tötungsdelikte bei der Berliner Polizei.
Sie überträgt der neuen 8.Mordkommission einen besonders grausamen Fall. Gefunden wird die Leiche von Horst Rokov, einer Kiezgröße. Dieser wurde übel zugerichtet.

Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass ein Serienmörder mit einer besonders perfiden Handschrift am Werke ist.
Die 8.MK ermittelt in viele Richtungen.

Mehr nehme ich nicht vorweg, ausser, dass Karlden einen sehr spannenden Krimi geschrieben hat, der trotz der Brutalität der Taten, sehr gut lesbar, ist.
Die Charaktere sind hervorragend geschildert. Als Leser taucht man ein in die Gefühlswelt des Adrian Speer, aber man wird auch Zeuge eines pädophilen Netzwerks mit Mitgliedern, die man nicht erwartet hätte.
Alte Geschichten und Verletzungen spielen eine Rolle.

Der Psychothriller ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

ISBN: 9783746633428

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Christoph Güsken : Das Wunder von Hiltrup

„Das Wunder von Hiltrup“ ist ein Krimi, der im Münsterland spielt. Geschrieben hat ihn Christoph Güsken, den ich bislang als Krimiautor nicht auf dem Schirm hatte, das wird sich ändern.

Die Hiltruper Kanalinsel liegt im Dortmund-Ems-Kanal. Das erleichterte mir die örtliche Einordnung des Geschehens.

Malina Kerssenbrock, 4.Klässerin, soll auf dem Schulweg eine schöne Frau erschienen sein, die neben sich einen Heiligenschein hatte. So entstand „Das Wunder von Hiltrup“.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine Kapelle gebaut.

Und dann entsteht etwas ganz Ungewöhnliches, vor allem wenn man bedenkt, dass es im streng katholischen Münsterland ist. Es wird „Pope City“ gebaut, ein katholischer Freizeitpark.
Das Bistum Münster hat investiert und hofft auf Gewinn. Passt das zu einem Bistum? Vergnügen und Kapelle nebeneinander. Erscheinung und Vergnügen?
Ich kam ins Grübeln. Und nicht nur ich.

Niklas de Jong war mal Polizist und ehemals auch Kollege von Küppers, der nun auch nicht mehr bei der Polizei ist und als Privatdetektiv in Everswinkel arbeitet.
Küppers will verreisen und de Jong, der auf einem Hausboot wohnt, vertritt ihn. Kann ja nicht viel Arbeit bedeuten im beschaulichen Münsterland.
Ja könnte man meinen, aber es kommt eine Leiche dazwischen. Eine Leiche, die schon gar nicht mehr da ist.
Mickie Kelzenberg, ein Mitschüler von de Jong, ist mittlerweile Musiker, hat eine Band und hat eine Radiooper mit dem Titel „Tod macht blau“ geschrieben.
Weiter kommt Mickie zunächst nicht mit seiner Recherche, denn Mickie wird als Leiche entsorgt.

Es gibt auch  eine mysteriöse Gesellschaft „GSO-Gesellschaft für Selbstoptimierung“ mit Sitz im Langstrumph-Haus.
Pater Monk spielt eine Rolle, Catweazle auch. Den kennen wir doch woanders her.
Der Schauspieler Pinkwart alias Hauptkommissar Rilke (im Krimi) stirbt und es gibt noch mehr Leichen.
Wo ist bloß der Zusammenhang? De Jong grübelt genauso wie der Polizist Merzenich.

Mehr verrate ich nicht.

Christoph Güsken ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der spannend ist, aber auch oft zum Schmunzeln verführt, wenn man sich die Typen, die er beschreibt, vorstellt.
Skurile Gestalten tummeln sich im Krimi.
Wie kommt es zu den Morden? Wer ist der Mörder? Wo ist der Schlüssel, um die Geheimnisse zu lüften?
De Jong auf Wegen und Abwegen. Wir Leser können ihn begleiten.
Es ist ein Krimi der etwas anderen Art. Mir hat er gut gefallen.

ISBN: 9783954413836
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Dora Heldt : Wir sind die Guten

Nach „Böse Leute„, dem ersten Sylt-Krimi von Dora Heldt, ist nun der neue Krimi „Wir sind die Guten“ da.

Dora Heldt lässt wieder Maren Thiele, Polizeiobermeisterin, ihrem nicht gerade beliebten Chef Runge  auch Anna von der Kripo Flensburg mitspielen.
Und, na klar, auch die „Rentner-Ermittler“ sind dabei, allen voran Karl Sönnigsen. Er war lange Kriminalhauptkommissar und der Vorgänger von Runge.
Onno Thiele, der Vater von Maren, der mit Helga angebandelt hat, gehört dazu. Zur Rentnergang gehören auch noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.
Inge ist mit Walter verheiratet und ihr Bruder Walter mit Charlotte.
Sie sehen es bleibt in der Familie.

Dann ist da noch Rike, Marens beste Freundin und Robert, Marens Freund, der 10 Jahre jünger ist als sie und in Hamburg lebt.

Inge und Charlotte haben eine Putzhilfe, Sabine Schäfer. Davon dürfen ihre Männer nichts wissen. Sabine wohnt im Keller von Wilma und die Wohnung ist nicht angemeldet.
Eines Tages wird Sabine vermisst. Wilma will nicht auffliegen wegen der illegalen Wohnung und bittet Helga, dass diese Karl und Onno um Hilfe bittet bei der Ermittlung.

Und was ist mit Corinna, die tot sein soll?
Eine Leiche am Roten Kliff in Kampen spielt eine Rolle. Ebenso die Freunde Kai Kruse, der ein Haus auf Sylt hat, Dirk Nowak und Alexander von der Heyde.

Ein Toter, eine Vermisste, ganz schön viel auf einmal denkt sich die Truppe um Karl.
Maren ermittelt im Fall des Leichenfundes.

Die Truppe um Karl ermittelt auch, aber anders als die Polizei dies kann und in beiden Fällen.

Ein rätselhaftes Foto einer jungen Frau sorgt für Aufsehens. Wie ist die Gärtnerei Tiedemann darin verwickelt? Diese ist in Altmannshausen Nähe Oldesloe.
Welche Rolle spielt Wolf Bertram?

Diese Fragen werden Sie sich stellen, wenn Sie dieses spannende und zugleich amüsante Buch lesen.
Verraten werde ich es nicht.
Nur soviel, es erwarten Sie 506 Seiten im Buch und eine Story, die es sich zu lesen lohnt.

Dora Heldt ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem vieles anders scheint als es ist.
Werden da etwa Tote lebendig?
Auch hat Dora Heldt es verstanden, viel Sylter Lebensart einzubauen, man merkt, dass die Autorin ihre Heimat liebt.
Die Personen sind herrlich beschrieben mit ihren Macken und ihren liebenswerten Seiten.
Man fühlt sich als Leser als sei man Teil der Handlung.

Eintauchen in die Geschichte lohnt sich.

ISBN: 9783423261494
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Jutta Profijt: Unter Fremden

Die ersten Krimis von Jutta Profijt habe ich verschlungen. Dann kamen welche, die mir so gar nicht gefallen haben und ich bin froh, dass ich diesen neuen Krimi von Jutta Profijt gelesen habe.
Er ist ganz anders als die alten Krimis der Autorin, ein tolles Buch.

Jutta Profijt hat in diesem Kriminalroman, der, aus meiner Sicht, gar nicht so richtig in die dieses Genre passt, ein Meisterwerk geschrieben.
Krimi ist zu wenig für dieses hervorragende Buch.

Jutta Profijt stellt Madiha in den Mittelpunkt der Story. Madiha ist eine junge syrische Frau, die geflohen ist vor den Gräueltaten in ihrer Heimat.
Madiha hat die Flucht geschafft und überlebt mit der Hilfe von Harun. Harun ist auch Flüchtling wie sie und ihr Lebensretter.
Madiha lebt in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie kann nicht schreiben und nicht lesen, aber sie spricht Deutsch.
Madiha ist die einzigste der 437 Flüchtlinge, die Deutsch spricht. Amelie, eine der Helferinnen braucht sie ständig als Dolmetscherin, ebenso die Flüchtlinge.
Auf Madihas Bedürfnisse nimmt niemand Rücksicht.

Dabei ist Harun, ihr Retter, verschwunden.
Madiha hat den Schlüssel von Haruns Spind, er hat ihr diesen anvertraut für den Fall, dass Harun weg ist.
Die Jagd auf Haruns Hab und Gut beginnt. Rafiq bedroht Mahida. Das beeindruckt sie wenig, sie will Harun finden.

Jutta Profijt lässt uns Leser teilhaben an den Nöten und Ängsten von Madiha, aber auch an ihrem Willen Harun zu finden.
Eine junge Frau, die unfreiwillig noch einen kleinen Jungen im Schlepptau hat, konfrontiert wird mit Dingen, denen sie entfliehen wollte, ihren Onkel kennenlernt und vieles mehr.
Jutta Profijt hat es verstanden den Lesern ihres Buches die Welt der Flüchtlinge mit ihrer Vergangenheit nahe zu bringen. Das Ganze verpackt in einen Kriminalfall, der zur Nebensache wird.

Das Buch kann ich nur empfehlen.

ISBN: 9783423261654
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Werner Schmitz: Tote Jäger schiessen nicht

Der Krimi „Tote Jäger schiessen nicht“ trägt den Untertitel „Schreiber und der Wolf“.
Werner Schmitz, der Autor des Krimis, arbeitet als Journalist, Buchautor und Übersetzer. Schmitz ist leidenschaftlicher Jäger.
Nichts lag für ihn näher als einen Jagdkrimi zu schreiben.

Kaum ein Tier polarisiert im Moment mehr als der Wolf.
Der Wolf spielt eine Hauptrolle in diesem Krimi.

Hans Schreiber ist Reporter beim Magazin. 15 Jahre ist er bereits dort. Sein neuer Chef ist Bartelmus. Der ehemalige Polizeireporter ist nun Chefredakteur.
Eine Agenturmeldung sorgt dafür, dass Schreiber, selbst Jäger, einen neuen Auftrag bekommt.
Baron Lewin von Vitzewitz hat einen Wolf erschossen.

Schreiber und seine Weimaraner-Hündin „Goethe“ fahren nach Busow, im Oderbruch, wo der Wolf vom durchgeknallten Baron erschossen wurde.
Sie kommen nur in die Nähe des Schlosses. Demonstranten und TV-Teams belagern dieses. Man sieht Spruchbänder wie „Den Wölfen das Leben, den Jägern den Schrot.“

Es gelingt Schreiber von Zitzewitz zu sprechen, der ihm die ganze Geschichte erzählt.

Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nichts so ist wie es scheint. Morde passieren, der Leser lernt einen Oderbruch-Indianer kennen, ebenso eine alte Freundin von Schreiber.
Im Laufe der Handlung gerät man in Konflikte von Jägern untereinander, die Ossi-Wessi-Auseinandersetzung spielt eine Rolle, ein Wolf wird aus einem Käfig befreit, das Leben von Schreiber ist bedroht, dunkle Geschäfte fliegen auf und vieles mehr.

Dass Werner Schmitz Jäger ist, merkt man. Mit detailliertem Fachwissen werden Abläufe bei der Jagd, Gewehre und die dazugehörige Munition, usw. beschrieben.
Er arbeitet die Charaktere sehr gut heraus. Tierschutz und Haß spielen eine Rolle.

Es macht Spaß den Krimi zu lesen und in die Welt der Jäger einzutauchen.

Eins finde ich persönlich nicht so gelungen, das ist das Cover, aber das ist Geschmackssache. Mich erinnert es eher an ein Kinderbuch.

ISBN: 9783440158142
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