Jürgen Ehlers : Abmurksen und Gin trinken

Jürgen Ehlers , der „Abmurksen und Gin trinken“ geschrieben hat, schreibt Krimis. Von Hause aus ist er Geowissenschaftler.

Im Buch kommen Sätze vor wie dieser „Dies ist eine wahre Geschichte. Aber ich bin eigentlich kein Verbrecher.“
Also ganz ernst sollte man die Geschichten rund um den bereits emeritierten Professor von Lohbergen und den anderen handelnden Personen der Organisation nicht nehmen.
Man ist schon älter was bleibt einem anders übrig als ein Job als Auftragskiller? Hartz 4 ist nicht erstrebenswert.

Aus der Perspektive von Jürgen wird die Geschichte der älteren Herren und der jungen Dame erzählt.

Walfleisch soll es als Essen geben, was gibt es wirklich? Wo ist der Zusammenhang mit der Leiche?
Eine Kalaschnikow kommt ins Spiel und Hans-Dieter.
Im Altersheim ist was los.
Wir besuchen die Niederlande. Gab es ein Krötensterben?, Otto kommt ins Spiel, er knackt keine Geldschränke mehr, Hamminkeln auch und Susanne..

Genug Verwirrung gestiftet?? Ja das machen die Personen im Krimi auch.

Es ist Jürgen Ehlers gelungen einen spannenden Krimi zu schrieben mit einer riesigen Schuß Humor.
Es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Ernst nehmen sollte man die Story nicht. Die Lachmuskeln werden bewegt.
Eine skurrile Geschichte für Freunde des schwarzen Humors.

ISBN: 9783954414109

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Martina Kempff : Umkehrschuss

Martina Kempff hat mit „Umkehrschuss“ ihren 8.Eifel-Krimi aus der Reihe rund um das Dorf Kehr geschrieben.
Dies ist der erste Krimi, den ich von der Autorin lese.
Zunächst musste ich mich einlesen, da mir die Zusammenhänge des kleinen Dorfes Kehr, das in der Eifel liegt, und vor allem der Dorfgemeinschaft, fehlten.

Kehr gibt es nicht nur in der Fantasie von Martina Kempff, sondern es gibt das Dorf wirklich.
Das Besondere an dem kleinen Ort zeigt ein Zitat aus Wikipedia:
„Kehr ist ein Dorf in der Eifel, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Die Grenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 265. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt…“

Das muss erst einmal ein Ort nachmachen, ein kleines Dorf, wenige Familien, die dort leben, aber 2 Länder und auch dazu im deutschen Teil noch 2 Bundesländer.
All das ist die Kulisse eines Mordes.

Dorfmittelpunkt ist die „Einkehr“ das Restaurant von Katja Klein, die mit Marcel Langer, dem belgischen Polizisten befreundet ist. Da geht der internationale Kuddelmuddel schon los.

Der Tote wird auf dem Friedhof gefunden, aber nicht einem Grab sondern er liegt auf dem Rasen und ein Loch ist in der Brust.
Was soll das? Unruhe kommt auf im Eifeldorf. Wer hat das getan? Verdächtigungen über Verdächtigungen.

Mehr verrate ich nun nicht. Lesen Sie selber.
Martina Kempff ist es gelungen einen Eifel-Krimi zu schreiben, der geprägt ist von unterschiedlichen Charakteren, herrlichen Schilderungen der Familienverquickungen, der Schilderung alten, teils störrischen Eifeler, dem Kompetenzgerangel der Polizeibeamten,aber auch deren Zusammenarbeit.
Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen, auch, wenn ich dafür etwas gebraucht habe, um die Charaktere zuzuordnen.

Ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Eifel-Fans.

ISBN: 9783954413867

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Christoph Güsken : Das Wunder von Hiltrup

„Das Wunder von Hiltrup“ ist ein Krimi, der im Münsterland spielt. Geschrieben hat ihn Christoph Güsken, den ich bislang als Krimiautor nicht auf dem Schirm hatte, das wird sich ändern.

Die Hiltruper Kanalinsel liegt im Dortmund-Ems-Kanal. Das erleichterte mir die örtliche Einordnung des Geschehens.

Malina Kerssenbrock, 4.Klässerin, soll auf dem Schulweg eine schöne Frau erschienen sein, die neben sich einen Heiligenschein hatte. So entstand „Das Wunder von Hiltrup“.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine Kapelle gebaut.

Und dann entsteht etwas ganz Ungewöhnliches, vor allem wenn man bedenkt, dass es im streng katholischen Münsterland ist. Es wird „Pope City“ gebaut, ein katholischer Freizeitpark.
Das Bistum Münster hat investiert und hofft auf Gewinn. Passt das zu einem Bistum? Vergnügen und Kapelle nebeneinander. Erscheinung und Vergnügen?
Ich kam ins Grübeln. Und nicht nur ich.

Niklas de Jong war mal Polizist und ehemals auch Kollege von Küppers, der nun auch nicht mehr bei der Polizei ist und als Privatdetektiv in Everswinkel arbeitet.
Küppers will verreisen und de Jong, der auf einem Hausboot wohnt, vertritt ihn. Kann ja nicht viel Arbeit bedeuten im beschaulichen Münsterland.
Ja könnte man meinen, aber es kommt eine Leiche dazwischen. Eine Leiche, die schon gar nicht mehr da ist.
Mickie Kelzenberg, ein Mitschüler von de Jong, ist mittlerweile Musiker, hat eine Band und hat eine Radiooper mit dem Titel „Tod macht blau“ geschrieben.
Weiter kommt Mickie zunächst nicht mit seiner Recherche, denn Mickie wird als Leiche entsorgt.

Es gibt auch  eine mysteriöse Gesellschaft „GSO-Gesellschaft für Selbstoptimierung“ mit Sitz im Langstrumph-Haus.
Pater Monk spielt eine Rolle, Catweazle auch. Den kennen wir doch woanders her.
Der Schauspieler Pinkwart alias Hauptkommissar Rilke (im Krimi) stirbt und es gibt noch mehr Leichen.
Wo ist bloß der Zusammenhang? De Jong grübelt genauso wie der Polizist Merzenich.

Mehr verrate ich nicht.

Christoph Güsken ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der spannend ist, aber auch oft zum Schmunzeln verführt, wenn man sich die Typen, die er beschreibt, vorstellt.
Skurile Gestalten tummeln sich im Krimi.
Wie kommt es zu den Morden? Wer ist der Mörder? Wo ist der Schlüssel, um die Geheimnisse zu lüften?
De Jong auf Wegen und Abwegen. Wir Leser können ihn begleiten.
Es ist ein Krimi der etwas anderen Art. Mir hat er gut gefallen.

ISBN: 9783954413836
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