Derek Meister: Blutebbe

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Derek Meister ist mit „Blutebbe“ wieder ein sehr spannender Krimi mit dem Ermittlerteam Knut Jansen und Helen Henning aus Valandsiel gelungen.
Nach dem Jungfrauenmacher und der Sandwitwe musste ich auch diesen Krimi lesen, keine Frage.

Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA. Man lernt die beiden im „Jungfrauenmacher“ kennen.
Helen hat ein Restaurant, aber es ist ihr nicht vergönnt dies in Ruhe zu führen.
Knut ist seinem Vater Thor auf den Platz im Valandsieler Polizeirevier als Revierleiter gefolgt.
Knuts Begleiter ist Butch, sein Labrador.

Knut macht Musik im Dock-5 und spielt Klassiker wir Suzanne, My Secret Love, usw.
Dieses Mal ist Veith, sein Kollege dabei.
Nur aus dem Gig wird nichts, das Handy meldet sich, Jörn Werth meldet, dass ein Geisterschiff gesichtet wurde.

Knut rast zu Jörn und findet ihn auf der Tischplatte, Bauch und Brust geöffnet.
Auf dem Geisterschiff finden sich zwei Frauenleichen, die auch so zugerichtet sind und dazu aufgehangen wurden, wie man Fische zum Räuchern aufhängt.
Das Schlimmste für Knut ist es, seinen Gefährten Butch in seinem Blut liegend aufzufinden, auch dieser wurde aufgeschnitten.
Drei Runen wurden auf die Wohnzimmerscheibe geschrieben mit Butchs Blut. In einer Schachtel iegt Butchs Lunge und darunter ein Zettel mit einer Botschaft.

Knut und seiner Mannschaft ist klar, hier haben sie es mit einem brutalen Mörder zu tuen.
Immer mehr Leichen werden gefunden. Ein Trittbrettfahrer? Thor erinnert sich an alte Fälle, die auch wie Ritualmorde waren.

Mehr verrate ich nicht.

Dieses spannend geschriebene Buch „Blutebbe“, durch das sich die Blutspur wie ein roter Faden zieht, ist lesenswert.
Für mein persönliches Empfinden werden die Bücher von Derek Meister mit jedem neuen Krimi noch spannender.
Die Charaktere sind exzellent beschrieben, man fiebert und leidet mit den Ermittlern, aber man begleitet sie auch im Privatleben.

Wie geht es mit Helen und Knut weiter? ist die Frage, die auch dieses Mal unbeantwortet bleibt.
Das lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Eine Krimi-Reihe mit Suchtfaktor ist dem Autor gelungen.

ISBN: 9783734104787
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

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Sylvia Lott : Die Inselfrauen

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Sylvia Lott ist Journalistin und Autorin. Ihr Roman „Inselfrauen“ spielt auf Borkum.
Bereits 1968 hat Sylvia Lott, als Kind, Urlaub auf Borkum gemacht. Später hat sie in den Sommerferien zweimal dort gejobbt. Auch heute muss die Autorin jedes Jahr mindestens einmal nach Borkum.

Ich habe eine seichte Urlaubslektüre erwartet. Und bekommen habe ich… lesen Sie selbst.

Die Inselfrauen erleben die Periode von 1967 bis 2010, eine wahrlich bewegte Zeit für Frauen.

Tant´ Theda hat eine Pension hat eine Pension auf Borkum.
1967 arbeitet Nina nach ihrem Abitur in der Frühstückspension von Theda. In der Zeit jobben dort auch 3 andere Mädchen.

Theda serviert ihren Gästen selbst gebackene Kuchen und ihren legendären Krintstuut, einen verführerisch duftenden und sensationell schmeckenden Rosinenstuten.
Den Krintstuut, den Geruch, den er verbreitet und seinen Geschmack beschreibt Sylvia Lott so mitreißend, dass ich froh bin, dass es das Rezept dazu in 3 Variationen im Buch gibt.
Der wird nämlich am Wochenende gleich mal ausprobiert bei uns.

Die Mädchen, die bei Theda in der Saison helfen, können sich ihre Schichten einteilen, da bleibt auch Zeit die Gegend zu erkunden und Insulaner kennenzulernen.
Es kam wie es kommen musste, Nina verliebte sich in Klaas, eine Sommerliebe.

Nina wird Journalistin, sie reist durch die Welt, berichtet aus vielen Ländern.
Als sie eine Auszeit nehmen will, fährt sie nach Borkum zu Tant´Theda, die mittlerweile aufgrund ihres Alters nur noch die Zimmer vermietet und ans Aufhören denkt.
Da in der Zeit auch Ninas Nichte Rosalie bei Theda arbeitet und gleichzeitig ihre Examensarbeit schreiben will, sie recherchiert über die Geschichte der Frauen der Insel und die Geschichte von Borkum, ist es klar, dass Nina gerne dort hin will.
Da Nina keine Kinder hat, ist Rosalie ihr ans Herz gewachsen.

Die drei Frauen Theda, Nina und Rosalie verstehen sich hervorragend.
Nina entdeckt eine neue Leidenschaft, das Backen.

Mehr verrate ich nicht.

Der Autorin ist es gelungen die Geschichte der Insel, die Geschichte der Frauenbewegung – wie war Jugend 1967, wie ist es heute? Das Weltbild, Werte, Selbstverständnis von Frauen 1967 und heute, so ganz nebenbei zu einem wichtigen Teil der Handlung zu machen.
Von Antisemitismus bis Pille rankt sich das Spektrum der Themen.
Ein Walzer spielt eine Hauptrolle.

Und die Geschichte 3er Frauen aus verschiedenen Generationen, die viel erlebt und erlitten haben und doch am Schluß das zu ihnen passende Leben finden.

Das Buch hat mich fasziniert und von seichter Unterhaltung ist es weit entfernt. Dabei ist es sehr gut lesbar.

Quelle: Blanvalet

Quelle: Blanvalet

ISBN: 9783734100598
Bestellen können Sie das Buch gleich hier.

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Derek Meister : Der Jungfrauenmacher

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Sie lieben die Nordsee. Sie mögen Krimis bei denen man nicht auf den ersten 10 Seiten schon den Täter kennt.
Dann sind Sie hier richtig.

Derek Meister war mir als Autor völlig unbekannt.
Wenn man sich seine Homepage anschaut, stellt man fest, dass er vom Genre seiner Bücher her nicht festgelegt ist.
Bislang war er eher im Bereich der historischen Krimis unterwegs. Meister hat Film- und Fernsehdramaturgie in Babelsberg studiert und ist als Serien- und Filmautor tätig.

„Der Jungfrauenmacher“ ist der erste Krimi aus einer Serie rund um das Ermittlerduo Helen Henning und Knut Jansen.
Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA.
Jansen zur Seite steht Bernd Magnussen, ein Kriminalbeamter.

Helen ist in ihrer Heimat, weil ihr Vater verstorben ist. Die Polizei ruft sie wegen eines Einbruchs in das Haus ihres Vaters.
Da sie eine Waffe trägt, fällt sie auf und muss erklären wer sie ist und warum sie einen Waffenschein hat. So weiss die Valandsieler Polizei um ihre Ausbildung.

Am Strand wird eine Frauenleiche angespült. Diese Frau ist dekoriert mit weißen Perlen, die Leiche ist ausgetrocknet und eine Verletzung erinnert an Kiemen.
Und dann sind auch noch die Fingernägel lackiert. Alles seltsam oder??

Knut Jansen wird unruhig als eine zweite, ebenso präparierte Leiche an Land geschwemmt wird.
Ein Serienkiller und das in Valandsiel. Jansen ist völlig überfordert und bittet Helen Henning um Hilfe.
Helen, die unter Verfolgungswahn leidet, sich ständig bedroht fühlt, will so gar nicht mitmachen. Sie lässt sich dann aber überzeugen.

Die beiden Polizisten ermitteln.
Mehr will ich nicht verraten.

Die Geschichte wird spannend erzählt, zumindest zum grössten Teil. Es gibt mittendrin mal einen Teil, der etwas langatmig ist. Es lohnt sich aber durchzuhalten.
Geschildert wird das Geschehen grösstenteils aus der Sicht der Ermittler, spannend wird es dadurch, dass auch der Täter immer wieder „zu Wort“ kommt.

Die Handlung ist ungewöhnlich, nicht vorhersehbar und es macht Spaß das Buch zu lesen. Ich bin gespannt was Teil 2 so bringt.

Blanvalet

Blanvalet

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783734100604

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