Dieter Aurass : Frankfurter Schattenjagd

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„Frankfurter Schattenjagd“ hat mich sehr überrascht.
Dieter Aurass, der lange beim BKA und bei der Bundespolizei gearbeitet hat, hat zwar einen „Frankfurt“-Krimi geschrieben, aber Frankfurt im Jahr ??.

Frankfurt ist nun die Hauptstadt der „Föderation der europäischen Staaten“.
Was hat Dieter Aurass sich da nur ausgedacht, dachte ich nach den ersten Seiten, da war ich noch sehr skeptisch, ob mir der Krimi gefällt.

Die Wohnungssituation in Frankfurt ist noch prekärer als es heute schon der Fall ist. Die Stadt ist auf 8 Millionen Bewohner angewachsen.
Beamte aus ganz Europa müssen in der Hauptstadt wohnen.

DEX, Kriminalhauptkommissar kann sich kein Zimmer leisten und es steht ihm, da er ledig ist, auch nicht zu, er wohnt in einer WG.
Er arbeitet bei der EPO – European Police Organisation
DEX heisst mit vollem Namen Xaver Xiang, den bayerischen Vornamen Xaver hat er von der Mutter, den Nachnamen vom chinesischen Vater.

Zu seinen Mitarbeitern in der Abtlg. „Organisierte Kriminalität“ zählen noch
Basil Brown der Engländer, einer der erfahrensten Ermittler bei Scotland Yard
Lieutenant de Police Jacqueline Bertrand (32),
Oberkommissarin Sabina Semjunk,
Kapitan Boris Kasov, Russe aus Aserbaidschan,
Detective Lee Chang (24), ein Hongkong-Chinese, der excellent Computer und Technik beherrscht, 7 Sprachen spricht und extrem gut kombinieren kann.

Aufgeteilt werden die Menschen in dieser fernen oder gar nicht mehr so fernen Zukunft in
NEO-Mix, wie DEX – die Eltern gehören 2 verschiedenen Ethnien an, bei ihm 1 x Europa, einmal Chinese,
Ethno-Mix – ein Elternteil aus Europa ein Elternteil im Rahmen des Exodus nach Europa geflohen.

Es werden Leichenteile gefunden, diese wurden über eine Strecke von 200 m aus einem fahrenden Zug geworfen.
In Frankfurt herrscht der Mafiapate Radenko und Shixin und Tamisaka treiben ihr Unwesen.
Wer hat etwas damit zu tuen? Wer weiß etwas?

So, nun genug verraten.

Dieter Aurass ist ein Krimi gelungen mit Szenarien, die man sich nicht vorstellen möchte. Dabei sind sie teilweise schon da, vieles merken wir sicher gar nicht.
Die Macht der Computer und der Technik wird uns drastisch aufgezeigt, aber auch die Machtspielchen, Bandenkriege, usw. die es schon immer in der Geschichte gab.

Ein sehr ungewöhnlicher Krimi, ungewohnte Protagonisten und viele Verquickungen.
Mich hat das Buch sehr angesprochen.

ISBN: 9783839222119

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Olaf Müller : Rurschatten

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“ Rurschatten „, ja richtig gelesen, Olaf Müller nennt seinen Krimi “ Rurschatten „. Das ist kein Tippfehler.

Die Annakirmes ist immer ein Großereignis in Düren. Düren, eine kleinere Stadt, die bekannt ist für die Papierindustrie, Heimat von Toni Schumacher und Karl-Heinz Schnellinger und alljährlich der Ort an die Annakirmes stattfindet. Die Annakirmes ist weit über die Dürener Stadtgrenze bekannt, nicht zuletzt für das Kirschkernweitspucken.

Am 1.8.2008 ist ein 3er-Team der Polizei auf der Annakirmes unterwegs, Kommissarin Sabine Höllerath, Thomas Weidenpesch, Hauptkommissar, und Anwärter Wolfgang Niebergall.
Diese werden über Funk verständigt, sie sollen zur Geisterbahn kommen.
In einer Monstergondel ein einzelner älterer Mann, Blut am Kopf und Blut auf dem Sitz, tot.
Die Kollegen in Aachen werden verständigt. Die dortige Kriminalpolizei ist für Düren zuständig.
Die Herren Schmelzer und Michael Fett fahren nach Düren.

Der Tote ist Alexander Rütters, 88 Jahre, aus Düren.
Er wird bereits von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, Anna und Peter Hoven, vermisst.

Alexander Rütters bekam eine SMS „Rurschatten. 22.20 Uhr im Geisterschloss. Nimm einen Wagen.“. Das tat er und kam tot heraus.

Mehr Hinweise gibt es zunächst nicht.

Die Aachener Kripobeamten ermitteln in alle Richtungen.
Die Familienverhältnisse werden durchleuchtet, ein Ferienhaus am Obersee, man muss natürlich nach Düren, ins Forschungszentrum Jülich und nach Lüttich. Die Lösung liegt weit zurück.

Was ist der Rurschatten?? Wer kennt den Rurschatten?

Es ist dem Autor gelungen, mit detaillierter Geschichts- und Ortskenntnis, einen spannenden Krimi zu schreiben.
Der Krimi ist nicht nur für Einheimische geeignet, sondern für jeden.
Es spielen viele politische und geschichtliche Dinge hinein, es lohnt sich das Buch zu lesen.

ISBN: 9783839223314

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Hanke & Kröger : In der Heide brodelt es

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Kathrin Hanke und Claudia Krüger sind Krimi – Autorinnen.

Der Titel ihres Buches „In der Heide brodelt es“ lässt die Vermutung zu, dass sie gemeinsam einen Krimi geschrieben haben.
Weit gefehlt, schon das Cover verrät wo es brodelt. Im Topf brodelt es und der steht mitten in der Lüneburger Heide.

Das Autorinnenduo tummelt sich dieses Mal auf einem anderen Feld und hat ein Kochbuch geschrieben.
Die Figuren ihrer Krimis und auch andere Persönlichkeiten aus der Heide präsentieren uns Lesern ihre Lieblingsrezepte.
Welch witzige Idee ist das denn.

Kriminell geht es teilweise zu bei den Kapitelüberschriften:
– Snacks, für die man töten kann
– Unheimlich leckere Suppen & Eintöpfe
– Gefährlich verführerische Pasta – & Reisgerichte
– Kriminell gute Fleischgerichte
– Raffiniert geplante Fischgerichte
– Mörderisch köstliche Ei- & Gemüsegerichte
– Reuelos genussvolle Gebäckspezialisten
– Entsetzlich spannende Desserts & Drinks.

Die Speisen, die ich bislang ausprobiert habe sind kriminell lecker.
Dreierlei gefüllte Champignons mörderisch lecker, eignet sich Beilage und als Hauptgang ergänzt z.B. mit Baguette.
Die Schinkenkringel sind flott gemacht und total lecker.
Tagliatelle mit Feigen, dafür könnte man töten.
Der Fisch – Spinat – Auflauf à la Markus mit einem französischen Weißbrot oder Ciabatta serviert einfach super.
Und vom Käsekuchen ohne Boden kann man die Finger nicht lassen, er ist eine Sünde wert.

Ein tolles Kochbuch der anderen Art, auch ein schönes Geschenk für Krimifans.
Die Rezepte sind sehr detailliert beschrieben.
Ergänzt werden sie durch nette Beschreibungen und ansprechende Fotos.

ISBN: 9783839222195

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Sibylle Narberhaus : Syltleuchten

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Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ ihren ersten Krimi veröffentlicht.
Als Syltfan hat mich das Cover und der Titel gleich angesprochen. Der Giebel eines typischen Hauses auf Sylt mit rotem Stein, weissem Törchen, Reetdach, Friesenwall, etc. prangt auf dem Buch. Klar musste ich das lesen.

Erst nach dem Lesen habe ich mich dafür interessiert wer die Autorin ist, was sie noch geschrieben hat, wollte mehr von ihr lesen, und musste feststellen, dass es das erste Buch von Sibylle Narberhaus ist.

Frühling auf Sylt, es ist eine schöne Jahreszeit auf der Insel in der das Buch spielt.
Anna Bergmann, die ein Haus auf der Insel geerbt hat, hat sich dort als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht und gerade ihren ersten grossen Auftrag erhalten.
Sie lebt mit ihrem Freund Nick, dem Polizisten und dem Hund Pepper auf Sylt.

Ihre Eltern Maria und Volker leben in Hannover und vermissen ihre Tochter sehr.
Marcus, der Ex-Freund ihrer Tochter (Zahnarzt und Kieferchirurg) sucht die Bergmanns auf und braucht die Anschrift von Anna, angeblich eine Versicherungsangelegenheit.
Maria Bergmann will ihm die Anschrift nicht geben, sie weiß, dass Anna alle Verbindungen zu Marcus abgebrochen hat.
Er drängt, es sei wichtig für Anna, und bekommt die Anschrift. Schließlich weiß Maria ja nicht welche Lawine sie lostritt.

Auf der Insel gibt es zu der Zeit etliche Brände. Nick und der Rest der Polizei von Sylt haben mit den Ermittlungen alle Hände voll zu tuen.
Eine verbrannte Frauenleiche spielt eine Rolle. Anna wird vermisst, usw.

Mehr will ich nicht verraten, lesen Sie selber was auf Sylt passiert, wie es Anna und Nick ergeht. Warum Nick und sein Kollege Uwe Anna suchen müssen…

Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ einen Krimi vorgelegt, der das Flair von Sylt , eine spannende Handlung und interessante Charaktere vereint.
Der Autorin ist es gelungen die Spannung vom Anfang bis zum Ende aufrecht zu erhalten.
Als Leser fühlt man sich als sei man auf der Insel. Viele Tipps, die man einem Sylt – Urlauber mit auf den Weg geben könnte, hat die Autorin im Buch drin, vom „Kuhstall“ über die „Syltquelle“, bestimmte Strandübergänge und sogar Parkmöglichkeiten sah ich gleich vor mir beim Lesen.

Wir Leser haben teil am Leben von Anna und Nick und ihren Freunden, nichts ist wie es scheint, manches ist schlimmer als erwartet.
Die Charaktere hat die Autorin excellent beschrieben, man fiebert mit ihnen mit, sieht sie vor dem geistigen Auge.

Zum Schluß bleibt mir ausser der Leseempfehlung nur die Frage: Wann kommt das nächste Buch?

ISBN: 9783839220399
Bestellen können Sie das Buch via amazon gleich hier.

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Harald Schneider : Sagenreich

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Harald Schneider lässt mal wieder Reiner Palzki ermitteln.
“ Sagenreich „, der Titel sagt einem zunächst einmal nichts.
Ich hatte mich sehr auf den Krimi mit Reiner Palzki als Ermittler gefreut. Die Bücher dieser Reihe habe ich bislang verschlungen.

Ja und dieses Mal habe ich das Buch leider mehrfach angefangen und auch wieder weg gelegt.
Es ist so schade, Sagenreich hat von der Idee her das Potenzial ein ganz grosser Krimi zu werden.
Aber leider ist er, zumindest, wenn man die anderen Palzki-Krimis kennt, langweilig.

Es wiederholt sich sehr viel. Die Figur des Reiner Palzki bekommt keine neuen Facetten dazu.
Ewig die Meinungsverschiedenheiten zwischen seinem Vorgsetzten KPD und Palzki, dazu Dr.Metzger und die üblichen Verdächtigen.
Dazu dieses Mal langatmig geschrieben, das kenne ich von Harald Schneider so gar nicht.

Palzki und seine Frau besuchen mit KPD und dessen Frau die Nibelungenfestspiele in Worms. Und wie immer bei Palzki, passiert gleich ein Mord, eine Komparsin wird mit einem Speer erstochen.
Und Palzki beginnt zu ermitteln, obwohl dies ja Sache der Wormser Polizei wäre.

Es gibt auch eine Szene mit 5 Pfälzern, die der Autor in tiefstem Pälzisch sprechen lässt. Das ist an und für sich eine nette regionale Einlage. Leider kommt es dieses Mal so rüber als es seien alles dümmliche Menschen, die dort sprechen.
Im Verlauf passiert nicht viel was mich fesselt.

Mich hat dieser Krimi nicht wirklich überzeugt, ich bin sehr enttäuscht, da dies eine meiner Lieblingsreihen war.

Quelle:Gmeiner-Verlag

Quelle:Gmeiner-Verlag

ISBN: 9783839217436
Bestellen könne Sie das Buch hier.

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Jenewein/Rothfuss : Stuttgart – Kesseltreiben und Höhenrausch

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Stuttgart 66 Lieblingsplätze und 11 Stäffelstouren.
Was sind Stäffelstouren werden Sie fragen, habe ich auch getan.
Stäffele sind Treppen und davon hat Stuttgart jede Menge, 400 Stück mindestens meint Wikipedia.

Die Autoren arbeiten beide in der Lokalredaktion der Stuttgarter Nachrichten. Sie sind also Insider und kennen die Stadt.
Sie bringen uns Lesern diese Stadt, die in den Verkehrsnachrichten immer vertreten ist, nahe.
Egal ob die Mitte von Stuttgart, den Süden, den Norden, den Westen und den Osten, Bad Cannstadt und auch die Umgebung, es gibt mehr zu entdecken als das Cannstadter Volksfest.
Pippi Langstrumpf und Jim Knopf, Die Raupe Nimmersatt erinnern an die Kindheit. Alte Arbeitersiedlungen gilt es zu erkunden, aber auch eine Seilbahn läft zur Fahrt ein, ein Hallenbad zum Entspannen. Kunst verschafft Momente der Erholung.
Im Buch findet man Einkehrmöglichkeiten, Jugendstil, neben Rock n Roll, der Traum in Rosa und vieles mehr.

Die Autoren haben es verstanden dem Leser Stuttgart nahe zu bringen.

Fotos reichern das Buch an. Über die Fotos kann man teilweise streiten. Mir persönlich gefällt der Stil des Fotografen Leif-Hendrik Piechowski teilweise nicht. Die Fassade vom Literaturhaus „stürzt“ nach hinten weg, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich weiß, manche Fotografen nutzen dies als Stilmittel, ich mag es nicht.

Copyright Gmeiner-Verlag

Copyright Gmeiner-Verlag

192 S. / 14 x 21 cm / Paperback
Juni 2013

ISBN 978-3-8392-1471-8

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