Susanne Kronenberg : Mord im Kloster Eberbach

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Kloster Eberbach und der Rheingau sind die Schauplätze des neuen Krimis von “ Susanne Kronenberg „, der den Titel “ Mord im Kloster Eberbach “ trägt.
Der bekannte Regisseur Ecki Winterstein hat die Geschichte von Kloster Eberbach als Grundlage für seinen neuen Film genommen.
Kloster Eberbach , bekannt dadurch, dass schon Teile von “ Der Name der Rose “ mit Sean Connery dort gedreht wurden, eignet sich gut als Filmkulisse.
Wer das Kloster kennt, so wie ich, weiß die Schönheit, die Atmosphäre des Ortes zu schätzen. So auch der Regisseur.

Die Biografie des Direktors der Eberbacher Heilanstalt war der Anstoss für den geplanten Film.
Eberbach war lange Heilanstalt für psychiatrische Patienten schon im 19.Jahrhundert, leider auch zur Zeit des 2.Weltkrieges. Der Umzug zum berüchtigten Eichberg erfolgte dann.
Winterstein will ein Psychiatrie Dokumentation für das Fernsehen drehen. Ecki ist Produzent und Regisseur in Personalunion.

Norma Tann, Privatdetektivin, ehemals bei der Kriminalpolizei, ist für die Sicherheit zuständig.
Der Hauptdarsteller hatte einen Unfall und fällt aus, Ersatz wurde gefunden.

Normas Freund ist Dr.Timon Fry, Tatortexperte beim LKA Hessen. Er ist Mediziner und Biologe.
Er und Normas Ex-Kollegen Wolfert Milano werden Norma im Laufe der Handlung helfen.

Zunächst beobachtet Norma, dass in der Basilika eine Kohlezeichnung an einer Säule hängt, die sowohl von Ecki wie auch von Axel Teubener, einem streitsüchtigen Winzer, sehr genau angesehen wird.

Im Laufe der Handlung wird dieser Winzer ermordet. Welche Zusammenhänge gibt es zu Kloster Eberbach?
Eckis „Wohnwagen“ brennt ab.
Einer der Schauspieler wird schwer verletzt bei einem Reitunfall.
Die Geschichte der alten Heilanstalt spielt eine Rolle. Und auch das Privatleben der handelnden Personen kommt nicht zu kurz.

Mehr verrate ich nicht.

Susanne Kronenberg ist wieder einmal ein spannender Krimi gelungen, der einen nicht loslässt.
Der Krimi lebt von der Geschichte des Klosters und Vorkommnissen in alten Zeiten, von den Charakteren der handelnden Personen und vom Detailwissen was das regionale Umfeld von Kloster Eberbach angeht und nicht zuletzt von einer extrem spannenden Handlung.

ISBN-13 : 978-3839228432

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Vinum 2018

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„Vinum Weinguide Deutschland 2018“ mit dem Untertitel „Deutschlands führende Weingüter“ wird von Joel B. Payne und Carsten Henn als Chefredakteuren herausgegeben.
Ein Team das vorher bei Gault Millau war und samt vieler Verkoster gewechselt ist zu Vinum.

Viel Sachverstand erwarte ich da natürlich.
Das Buch hat ein handliches Format, damit verbunden dann natürlich auch eine kleine Schrift. Besonders beim jeweiligen Weingut in der Liste der verkosteten Weine, ist die Schrift dann teilweise schwer zu lesen.

Vorgestellt werden die Weintrends, dann die Winzer, die Vinum als „Persönlichkeiten des Jahres“ auserkoren hat.
Auch Weine des Jahres gibt es.

Einen grossen Teil des Buches machen dann die deutschen Weinregionen mit ihren Weingütern aus.
Da möchte ich dann exemplarisch Rheinhessen herausnehmen.
Ich wohne in Mainz und kenne eine Reihe der Weingüter persönlich.
Eine ganze Reihe der Bewertungen kann ich nachvollziehen, andere wiederum nicht.
Auch stört mich ein Ungleichgewicht bei den Bewertungen.
Wer beim jeweiligen Verkoster, warum auch immer, nicht so gut bewertet wird, ebkommt einen knappen Text, andere werden in epischer Breite dargestellt.

Aus meiner Sicht spielt bei einer Verkostung ja auch der Geschmack des Verkosters eine Rolle und sicher auch schon mal ob man Weingut schon jahrelang kennt und nicht viel ändern muss gegenüber dem Vorjahr oder eben nicht.
Ich greife ein konkretes Beispiel  eines Weingutes heraus das ich gut kenne.
Das Weingut Wagner in Essenheim bekommt als Symbol den Stern ohne Füllung also Einstiegslevel. Ein knapper Text steht dabei und die Bewertungen einiger Weine.
Das ist für mich nicht stimmmig, da das Weingut international schon einige Auszeichnungen für ihre Weine bekommen hat. Dies wird nicht erwähnt.

Andere Weingüter dagegen, die in den letzten Jahren gehypt werden, sind richtig gut bewertet.

Aus meiner Sicht ist dieser Weinguide ein Anhaltspunkt, um Weingüter zu entdecken, aber keine Garantie, dass die nicht an prominenter Stelle stehenden keine soliden, guten Weine machen.
Vinum ist ein Top-Zeitschrift in diesem Bereich, ich hätte auch von „Vinum 2018“ mehr erwartet.
Was mich auch stört ist die Werbung auf dem rückseitigem Einband, das passt nicht und wirkt unseriös für mein Empfinden.

ISBN: 9783959612203
Über amazon können Sie das Buch hier bestellen (Werbung)

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Hutter : Heimat des Weines

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Claus-Peter Hutter ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Leiter der Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg.
Er setzt sich schon lange für die Bewahrung der Weinberglandschaften ein und für die landschaftsökologische Inwertsetzung flurbereinigter Rebgebiete.

Der Wein ist in Deutschland ein Kulturgut.
In 13 sehr unterschiedlichen Weinanbaugebieten werden diverse Rebsorten angebaut. All dies lässt uns der Autor Claus-Peter Hutter im Buch entdecken.

Bereits im Vorwort merkt man, dass dem Autor der Wein und die Weinberge am Herzen liegen.
„..überall, wo Weinberge bewirtschaftet und ehemalige Rebflächen als wertvolle Lebensräume gepflegt werden, ist rund 2000 Jahre zurückreichende Kulturgeschichte spürbar und an vielen Orten lebendige Natur erlebbar.“
Dieser Satz des Autors hat mich beeindruckt.

Ich lebe in Mainz, Rheinhessen und der Rheingau liegen vor der Haustür. Oft führen uns Spaziergänge in den Wingert (Weinberg). Lieblingsweingüter hat man auch.
Aber so richtig mit der Geschichte des Weinbaus habe ich mich nie beschäftigt.
Die Weinbaugebiete als Kulturland hat mir der Autor nun nahe gebracht. Das Neumagener Römer-Weinschiff finde ich sehr faszinierend.
Die sehr gut verständlichen Texte des Autors, die jede Menge Informationen zum Thema Wein, aber auch Weinbau und Geschichte liefern, werden ergänzt durch stimmungsvolle Fotos.

Kurz und knapp ermöglicht Hutter einen Einblick in den weltweiten Weinbau.

Den Hauptteil des Buches nehmen die Vorstellungen der einzelnen deutschen Weinbaugebiete ein:
– Franken
– Saale-Unstrut
– Sachsen
– Württemberg
– Baden
– Pfalz
– Nahe
– Mosel, Saar und Ruwer
– Ahr
– Rheingau
– Mittelrhein
– Rheinhessen
– Hessische Bergstraße.
Dazu erfahren wir Leser etwas über die Weinbaunachbarn und die Rebsorten werden detailliert vorgestellt.

Claus-Peter Hutter beschreibt zu jedem Gebiet das Typische. Bei Franken fehlt der Bocksbeutel ebensowenig wie die Raddampfer in Sachsen, die Steilhänge, Schloß Hambach, usw.
Jede Region bietet andere Rebsorten, kulturelle Highlights, Begleitpflanzen, Weinbergsbewohner, wie z.B. Schmetterlinge oder Vögel, Kräuter, etc.
Auch die Geschichte ist jedes Mal eine andere.

In einer Art Steckbrief erfährt man das Wichtigste zur Region: Geografie/Klima, Geologie/Böden, Weinbauregionen, wichtigste Rebsorten, Naturhighlights, kulturelle Highlights und Links zu weiterführenden Informationen, auch touristisch.

Das Buch hat mich angeregt auch mal Weine aus Rebsorten zu probieren, die ich bislang noch nicht getrunken habe. Man hat ja meist „Standardweine“.
Mein Fazit: ein sehens- und lesenswertes Buch nicht nur für Weinliebhaber, das aufgrund seiner Aufmachung auch gut als Geschenk geeignet ist.

Quelle: Kosmos-Verlag

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 978-3-440-14604-0
Bestellen können Sie das Buch gleich hier.
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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