Volker Dützer: Freier Fall

Nachdem ich vor Kurzem den Krimi „Der Schacht“ von Volker Dützer gelesen habe und begeistert war vom Ermittlerduo Funke und Stein, war es klar, dass der neue Krimi von Volker Dützer, mit dem Titel“Freier Fall“, flott auf meinen Bücherstapel musste.
Es ist mein 3.Krimi, den ich vom Autor lese und jedes Mal hat sich die Qualität mit dem neuen Krimi nochmals gesteigert.

Volker Dützer lebt und arbeitet im Westerwald und auch „Freier Fall“ spielt in der Gegend rund um Koblenz und dem Westerwald.

Helen Stein, Kriminalhauptkommissarin und Profilerin, ist immer noch traumatisiert von den Geschehnissen im letzten Fall, auch, wenn sie sich dies selber nicht eingesteht.
Ben Funke, eher knorrig und wortkarg, Polizist in Hachenburg im Westerwald hat seine Tochter mit Helens Hilfe gefunden, und sortiert sein Leben neu.

Funke hat wieder Freude am Leben gefunden, Nora, seine Tochter, die aufgrund der Dinge, die sie erlebt hat, einen Autismus hat, der Golden Retriever Joker, der nicht von Noras Seite weicht, sind sein Leben. Er hat keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Ja selbst eine Geliebte hat Funke mittlerweile, Carola Wesseling, Ehefrau von Holger Wesseling, dem bekannten Politiker.
Langsam findet Funke wieder in sein altes Leben zurück.
Mit Carola trifft er sich immer im Ferienhaus der Wesselings am Dreifelder Weiher.

Auch jetzt freut er sich auf Carola, die ihn dringend sehen will.
Irgendwann erwacht Funke neben seiner toten Geliebten, die offensichtlich mit seiner Dienstwaffe erschossen wurde.

Ich werde nun nicht verraten wie es weitergeht, das müssen Sie selber lesen.
Auf alle Fälle erwartet den Leser ein Krimi, der sehr spannend ist, eine unvorhersehbare Handlung und mitreissende Szenen.

Volker Dützer hat es wieder einmal verstanden den handelnden Personen quasi Leben einzuhauchen. Die Personen im Krimi werden so genau beschreiben, besonders auch ihre Handlungen und deren Hintergründe, dass man sich völlig in sie hineinversetzen kann.
Auch die Art der Menschen im Menschen, manchmal etwas schroff, kommt nicht zu kurz.
Ein vor Arroganz triefender Ehemann Wesseling begegnet uns Lesern genauso wie empathische Ärztin Dr.Elenor Cox.

Geschehnisse in Afrika, ein Amulett, ein Krimiautor und seine Phantasien und ein arroganter Polizist namens Kain, spielen eine Rolle.

Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache, dass Volker Dützer noch nicht weiß, ob es einen dritten Krimi mit Ben und Helen gibt. Den muss es geben.

ISBN: 9783954413829
Bestellen können Sie das Buch über amazon gleich hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Cathrin Moeller :Mordsacker

Das Buch von Cathrin Moeller „Mordsacker“ spielt in Mecklenburg, genauer gesagt im Dorf Mordsacker.

Nach Mordsacker hat es die Familie von Franziska Bach, der Schauspielerin aus Berlin, verschlagen.
Offiziell sind Franziska Bach, ihr Mann Paul und ihre Tochter Sophie bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Franziska heisst jetzt Klara Himmel und ihr Mann hat sich für einen Job als Dorfpolizist in Mordsacker entschieden. Sophie ist dort Ärztin in einer Landarztpraxis.
Dabei war Sophie Assistenzärztin in der Herzchirurgie in der Charité, hatte große Pläne für ihre Zukunft.

Klaras Mann war im Undercover-Einsatz und jetzt muss die Familie im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms unter anderem Namen in der Pampa leben.
Die Schuld gibt sich Klara, sie hatte nicht richtig zugehört, als ihr Mann mit ihr den geplanten Einsatz und die Gefahren besprochen hatte. Sie hatte zugestimmt und muss nun die Konsequenzen tragen.
Schluß mit der Schauspielerei, dem Job an der Schauspielschule, mit Berlin.

Gefühlt versteht sich Paul zu gut mit seiner Kollegin Anette.
Das Hausfrauendasein ist nichts für Klara, das Backen eines Käsekuchens gerät zur gefühlten Katastrophe.

Sophie wird zu einem Notfall gerufen und Paul zu einem Einsatz, den er trotz einer heftigen Erkältung ausführt.
Bauer Schlönkamp wird tot in der Güllegrube gefunden.
Paul liegt krank im Bett, Anette ermittelt. Irgendwie lässt die Langeweile Klara keine Ruhe. Sie ermittelt heimlich mit im geheimnisvollen Todesfall von Mordsacker.
Im Verlaufe des Geschehens kommt sie Isabel, der Tochter der Schlönkamps, näher, arbeitet im Stall, tanzt Tango, lernt die Landfrauen und die Familienverhältnisse im Dorf kennen und vieles mehr.

Mehr verrate ich nicht. Lesen Sie den Dorfkrimi selber.

Cathrin Moeller hat diesen Krimi mit viel Witz und Spannung geschrieben.
Leider haben sich wenige Fehler eingeschlichen.

Mein Fazit: ein witziger Landkrimi, es macht Spaß ihn zu lesen.

ISBN: 9783956496813
Bestellen können Sie das Buch über amazon hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Dora Heldt : Böse Leute

Dora Heldt kann auch Krimis schreiben, das beweist sie mit „Böse Leute“.
Da ich Sylt liebe, lese ich die Bücher von Dora Heldt sehr gerne. Sie schafft es immer ins Buch auch eine gehörige Portion Inselflair einzubauen.

Nach etlichen Büchern, die auf Sylt spielen und eher Familiengeschichten sind, hat Dora Heldt nun einen Krimi geschrieben.
Im vorderen Einband schreibt sie, dass sie mal „böse Leute“ in der Geschichte haben wollte.
Und diese gibt es in „Böse Leute“ genug.

Karl Sönnigsen war lange Kriminalhauptkommissar, er ist nur berentet. Leicht fällt ihm dieses süße Nichtstuen nicht.
Seine Frau ist nach einer Operation in Reha. Gut, dass es seinen Freund Onno Thiele gibt, dessen Frau verstorben ist.
Zum Rentnerquartett gehören noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.

Maren Thiele, Onnos Tochter, die Polizeiobermeisterin ist, kommt nach 20 Jahren zurück auf die Insel.
Sie hat sich frisch von Henry getrennt, will zurück auf die Insel und zu Rike, ihrer besten Freundin.
Maren hat auf Sylt gleich alle Hände zu tuen.

Dora Heldt lässt Maren keine Zeit dafür erst einmal richtig anzukommen, nein sie muss gleich arbeiten. Ihr Chef Funke, Karls Nachfolger, ist kein Sympathieträger.

Auf der Insel gibt es eine Einbruchsserie, Jutta Holler stirbt und vieles mehr.
Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nicht nur die Polizei ermittelt, sondern auch das Quartett um Karl ist im Undercover-Einsatz.
Wer ist der Mörder? Ist der Mörder auch der Einbrecher? Was hat es mit gut aussehenden jungen Herren auf sich? Welches Familiengeheimnis wird gelüftet?
Lesen Sie selbst.

Dora Heldt hat es geschafft einen spannenden Krimi zu schreiben, mit ganz viel Syltflair, herrlichen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und oft auch einem Augenzwinkern.

Ich finde das Buch sehr gelungen und freue mich auf Krimi Nr.2 der Autorin. Dora Heldt ist ihrem Anspruch Unterhaltungsliteratur zu schreiben, mal wieder gerecht geworden.
„Böse Leute“ ist ein Buch das der Entspannung dient.

ISBN: 9783423216777
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Volker Dützer : Der Schacht

Koblenz ist der Startpunkt des Krimis „Der Schacht“ von Volker Dützer.
In Koblenz arbeitet Helen Stein. Sie ist Profilerin beim LKA und die jüngste Fallanalytikerin in Rheinland-Pfalz.

Georg Starbacher jagt mit seinem Team einen Serienmörder, den Maskenmann, wie ihn die Presse nennt.
Das Team um Starbacher herum, der seit 4 Jahren im Rollstuhl sitzt, besteht aus Ralf König, Heyrich und Bender. Helen ist auch an den Ermittlungen, an der Jagd des Triebtäters, beteiligt.
Der Täter tötet junge Frauen aus dem Drogenmilieu. Sein „Markenzeichen“ ist es dem Opfer eine Hand abzuhaken.

Helen hat einen Lockvogel gefunden, Mia, die bereits 2 Suizidversuche hinter sich hat. Eine vermeintlich sichere Falle wird dem Täter gestellt.
„Es kann überhaupt nichts schiefgehen!“ , so Helens Aussage. Ein SEK mit 20 Leuten ist unter der Führung von Karsten Engelhardt positioniert. Der Treffpunkt des Mädchens mit dem vermeintlichen Mörder ist übersichtlich.

Es kommt wie es kommen muss, dem Täter gelingt es, das Mädchen vor den Augen der Polizei zu entführen. Ein Modellauto spielt eine Rolle.
Helen verfolgt das Opfer und wird selber zum Opfer des Täters mit der Stiermaske. 36 Stunden ist sie in seiner Gewalt.
Danach taucht Helen traumatisiert auf.

Mehr verrate ich nicht, nur soviel, Funke, ein Bekannter von Starbacher und Chef der Polizei in Hachenburg, kommt ins Spiel. Helen wird nach Hachenburg versetzt und soll dort in Therapie.
Ein Golfhotel soll im Ort gebaut werden. Hängen die Morde damit zusammen?
Ist Funkes Tochter wirklich tot? Fragen über Fragen, deren Beantwortung im spannenden Buch zu finden ist.

Helen taucht in die Hachenburger Unterwelt ein.

Es ist Volker Dützer wieder einmal gelungen einen sehr spannenden Krimi mit einem lokalen Bezug zu schreiben.
Der Autor wohnt im Westerwald und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Man sieht bei seinen Beschreibungen den Mühlstein, die alte Mühle, die knarrenden Äste, usw. vor seinem inneren Auge.
Mir hat es besonders gefallen, dass die handelnden Personen auch ein Leben neben der Handlung haben, an dem der Autor uns teilhaben lässt. Wir erleben als Leser die Ängste genauso wie Freude. Wie kommt Kunz vom Alkohol ab? Was wird aus Helen, kann sie die inneren Dämonen bekämpfen? Diese Fragen werden beantwortet.
Nun warte ich auf die Fortsetzung mit dem Duo Funke + Stein, die der Autor verspricht. Wer Krmis mag, die mit einem Schuß Lokalkolorit geschrieben sind und den Leser teilhaben lassen am Leben der Protagonisten, der ist hier genau richtig.

ISBN: 9783954413164
Bestellen können Sie diesen Krimi via amazon hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Derek Meister: Blutebbe

Derek Meister ist mit „Blutebbe“ wieder ein sehr spannender Krimi mit dem Ermittlerteam Knut Jansen und Helen Henning aus Valandsiel gelungen.
Nach dem Jungfrauenmacher und der Sandwitwe musste ich auch diesen Krimi lesen, keine Frage.

Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA. Man lernt die beiden im „Jungfrauenmacher“ kennen.
Helen hat ein Restaurant, aber es ist ihr nicht vergönnt dies in Ruhe zu führen.
Knut ist seinem Vater Thor auf den Platz im Valandsieler Polizeirevier als Revierleiter gefolgt.
Knuts Begleiter ist Butch, sein Labrador.

Knut macht Musik im Dock-5 und spielt Klassiker wir Suzanne, My Secret Love, usw.
Dieses Mal ist Veith, sein Kollege dabei.
Nur aus dem Gig wird nichts, das Handy meldet sich, Jörn Werth meldet, dass ein Geisterschiff gesichtet wurde.

Knut rast zu Jörn und findet ihn auf der Tischplatte, Bauch und Brust geöffnet.
Auf dem Geisterschiff finden sich zwei Frauenleichen, die auch so zugerichtet sind und dazu aufgehangen wurden, wie man Fische zum Räuchern aufhängt.
Das Schlimmste für Knut ist es, seinen Gefährten Butch in seinem Blut liegend aufzufinden, auch dieser wurde aufgeschnitten.
Drei Runen wurden auf die Wohnzimmerscheibe geschrieben mit Butchs Blut. In einer Schachtel iegt Butchs Lunge und darunter ein Zettel mit einer Botschaft.

Knut und seiner Mannschaft ist klar, hier haben sie es mit einem brutalen Mörder zu tuen.
Immer mehr Leichen werden gefunden. Ein Trittbrettfahrer? Thor erinnert sich an alte Fälle, die auch wie Ritualmorde waren.

Mehr verrate ich nicht.

Dieses spannend geschriebene Buch „Blutebbe“, durch das sich die Blutspur wie ein roter Faden zieht, ist lesenswert.
Für mein persönliches Empfinden werden die Bücher von Derek Meister mit jedem neuen Krimi noch spannender.
Die Charaktere sind exzellent beschrieben, man fiebert und leidet mit den Ermittlern, aber man begleitet sie auch im Privatleben.

Wie geht es mit Helen und Knut weiter? ist die Frage, die auch dieses Mal unbeantwortet bleibt.
Das lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Eine Krimi-Reihe mit Suchtfaktor ist dem Autor gelungen.

ISBN: 9783734104787
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Sibylle Narberhaus : Syltleuchten

Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ ihren ersten Krimi veröffentlicht.
Als Syltfan hat mich das Cover und der Titel gleich angesprochen. Der Giebel eines typischen Hauses auf Sylt mit rotem Stein, weissem Törchen, Reetdach, Friesenwall, etc. prangt auf dem Buch. Klar musste ich das lesen.

Erst nach dem Lesen habe ich mich dafür interessiert wer die Autorin ist, was sie noch geschrieben hat, wollte mehr von ihr lesen, und musste feststellen, dass es das erste Buch von Sibylle Narberhaus ist.

Frühling auf Sylt, es ist eine schöne Jahreszeit auf der Insel in der das Buch spielt.
Anna Bergmann, die ein Haus auf der Insel geerbt hat, hat sich dort als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht und gerade ihren ersten grossen Auftrag erhalten.
Sie lebt mit ihrem Freund Nick, dem Polizisten und dem Hund Pepper auf Sylt.

Ihre Eltern Maria und Volker leben in Hannover und vermissen ihre Tochter sehr.
Marcus, der Ex-Freund ihrer Tochter (Zahnarzt und Kieferchirurg) sucht die Bergmanns auf und braucht die Anschrift von Anna, angeblich eine Versicherungsangelegenheit.
Maria Bergmann will ihm die Anschrift nicht geben, sie weiß, dass Anna alle Verbindungen zu Marcus abgebrochen hat.
Er drängt, es sei wichtig für Anna, und bekommt die Anschrift. Schließlich weiß Maria ja nicht welche Lawine sie lostritt.

Auf der Insel gibt es zu der Zeit etliche Brände. Nick und der Rest der Polizei von Sylt haben mit den Ermittlungen alle Hände voll zu tuen.
Eine verbrannte Frauenleiche spielt eine Rolle. Anna wird vermisst, usw.

Mehr will ich nicht verraten, lesen Sie selber was auf Sylt passiert, wie es Anna und Nick ergeht. Warum Nick und sein Kollege Uwe Anna suchen müssen…

Sibylle Narberhaus hat mit „Syltleuchten“ einen Krimi vorgelegt, der das Flair von Sylt , eine spannende Handlung und interessante Charaktere vereint.
Der Autorin ist es gelungen die Spannung vom Anfang bis zum Ende aufrecht zu erhalten.
Als Leser fühlt man sich als sei man auf der Insel. Viele Tipps, die man einem Sylt – Urlauber mit auf den Weg geben könnte, hat die Autorin im Buch drin, vom „Kuhstall“ über die „Syltquelle“, bestimmte Strandübergänge und sogar Parkmöglichkeiten sah ich gleich vor mir beim Lesen.

Wir Leser haben teil am Leben von Anna und Nick und ihren Freunden, nichts ist wie es scheint, manches ist schlimmer als erwartet.
Die Charaktere hat die Autorin excellent beschrieben, man fiebert mit ihnen mit, sieht sie vor dem geistigen Auge.

Zum Schluß bleibt mir ausser der Leseempfehlung nur die Frage: Wann kommt das nächste Buch?

ISBN: 9783839220399
Bestellen können Sie das Buch via amazon gleich hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Klara Holm : Rabenaas

Klara Holm, die Autorin vom „Rabenaas“ liebt Rügen als Urlaubsziel.
Holm hat sich folgerichtig Rügen als Schauplatz einer Krimireihe ausgesucht.
Viel Gutes hatte ich von dieser Reihe gelesen und nun musste nun auch mal einen der Rügen – Krimis lesen.

Hauptkommissar Luka Kroczek ist Leiter der Kripo in Bergen.
Kerstin, die ebenfalls bei der Kripo arbeitet, ist gedanklich bei ihrem Vater, der im Sterben liegt.
Da wird  sie zu einem Einsatz gerufen und nimmt Finn, den Streifenpolizisten mit. Gottfried Probst meldet einen Fall von Vandalismus und macht die Schreppers verantwortlich.
Die Schreppers sind die Horror-Familie des Ortes. Die Eltern waren schon im Knast, die Brüder beschützen ihre Schwester, eine kriminelle Sippe, so ist sind sie im Ort bekannt.
Die Mutter, das „Rabenaas“, die dem Buch den Titel verlieh, ist quasi das Oberhaupt.

Im Verlauf des Einsatzes erschiesst Kerstin die Tochter, die im Drogenrausch ist, in Notwehr.

Die Ermittlungen gegen Kerstin nehmen ihren Lauf. Die Schreppers bezichtigen sie des Mordes.
Im Verlauf der Handlung erfährt man als Leser viele Híntergründe und Verwicklungen.
Ist Kerstin schuld? War es Notwehr?
Antworten gibt es im Buch.

Ich bin zwiegespalten was die Beurteilung des Buches angeht.
Die erste Hälfte ist sehr langatmig. Danach nimmt die Handlung Fahrt auf, es wird richtig spannend. Beim ersten Drittel wollte ich es aber schon weglegen.

Der Autorin ist es auf alle Fälle gelungen die Personen sehr gut zu beschreiben, die Charaktere herauszuarbeiten. Aber eine Kürzung der ersten Hälfte auf das Wesentliche hätte dem Buch gut getan.

ISBN: 9783499272721
Bestellen können sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Mathias Wünsche : Engel und Tod

Mathias Wünsche hat einen neuen Krimi geschrieben, der in Siegburg in Umgebung spielt.
Schon einmal vorweg, es lohnt sich den Krimi zu lesen.

Mathias Wünsche arbeitet, nach seinem Studium der Sozialpädagogik, seit über 20 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe in Köln.
1999 erschien sein erster Krimi, damit startete Mathias Wünsche seinen Nebenberuf als Autor. Mittlerweile schreibt er auch Krimis für Erwachsene.
Da das wohl nicht reicht, ist er  seit 2003 auch musikalisch aktiv, mittlerweile in der Band Conte.

„Engel und Tod“ ist das erste Buch des Autors das ich lese aber garantiert nicht das letzte.

Lou Parker war bei der Kriminalpolizei und arbeitet mittlerweile als Detektiv. Gerade ist er von Köln nach Siegburg umgezogen, nicht ganz freiwillig.
Aber als selbstständiger Privatdetektiv und auf Aufträge angewiesen, kommt es ihm gerade recht, dass er im Haus seiner Mutter mietfrei wohnen kann. Köln ist halt teuer.

Er war als Kommissar für den Bereich Prostitution, Menschenhandel und Drogendelikte zuständig und hat diesen Job verlassen müssen.
In seinem Job war er in Zusammenhang mit einem Fall von Kinderpornographie einem einflussreichen Politiker zu nahe gekommen.
Tina Rottländer wurde als Lockvogel auf ihn angesetzt und Lou tappte prompt in die Falle. Das war das Ende seiner Polizeilaufbahn.

Und genau diese Tina, die Ex-Prostituierte, die nun als Immobilienmaklerin arbeitet, bittet Lou um Hilfe.
Tina soll gegen Manu Stanko, eine Größe im Rotlichtmilieu, aussagen und hat Angst, berechtigte Angst wie sich zeigt.
Lou, der mittlerweile mit Alexandra, genannt Alex, befreundet ist, empfindet immer noch etwas für Tina und stimmt zu.

Ja und dann wird auch noch sein Freund und Kollege Thomas Winkler vermisst. Lou verspricht dessen Frau bei der Suche zu helfen.
Ana Schuch, ein 15-jähriges Mädchen, wird vermisst und vieles mehr.
Ich will nun nicht mehr verraten, lesen müssen Sie selber.

Uns Leser erwartet ein spannender Krimi, der in Gegend zwischen Köln, Siegburg und Bonn spielt, eine Gegend in der Mathias Wünsche sich gut auskennt.
Der Autor führt uns an Orte, die real existieren, man möchte auch in der Sonne sitzen, die Abtei sehen, etc.
Auch die musikalische Ader des Autors fliesst ein, ich mag auch „Riders on the storm“ von den Doors.
Ohne den FC geht in Köln, und damit auch in „Engel und Tod“, nichts.

Man sieht beim Lesen den beleibten Lou Parker vor sich, der einen flotten MX5 fährt.
Mathias Wünsche beschreibt die handelnden Personen, die Orte und die Atmosphäre so genau, dass man völlig in die Handlung abtauchen kann.
Ich kann den Krimi nur empfehlen.

ISBN: 9783954413560
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Claudia Schmid : Wer mordet schon in Mannheim?

Claudia Schmid habe ich für ihre Krimis schätzen gelernt.
Die Autorin  hat mit „Wer mordet schon in Mannheim?“ eine Kombination aus Mannheim- Führer und regionalem Krimi geschrieben.
Der Untertitel des Buches sagt alles über den Inhalt „Der kriminelle Freizeitplaner : 11 Krimis und 125 Freizeittipps.“

Claudia Schmid schickt Kriminalhauptkommissarin Melanie Härter los. Sie ermittelt in 11 Kurzkrimis.
Egal ob in den Quadraten ( ja in Mannheims Innenstadt gibt es keine Straßenname, sondern Quadrate, da fährt man dann nach E5, C4, etc.), zum Stadtbad, Schiller folgend, mit Personenschutz, usw. geht es quer durch die Stadt bei der Ermittlungstour.

Zunächst ist das Lesen des Buches etwas ungewohnt, da markierte Zahlen in den Text eingestreut sind, aber man gewöhnt sich dran. Nach der Geschichte findet man dann zu den Zahlen die Tipps was man sich anschauen kann.

Claudia Schmidt ist es gelungen dem Leser auf diese ungewohnte Art und Weise Krimis zu liefern, die gut zu lesen und spannend sind und auch eine Entdeckung der Stadt Mannheim zu ermöglichen.

Quelle:Gmeiner-Verlag

ISBN: 9783839216569
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Elke Schwab : Mord ohne Grenzen

Elke Schwab legt mit „Mord ohne Grenzen“ ihrer ersten Elsass – Krimi vor.
Soweit musste es ja mal kommen.
Die Autorin ist Saarländerin, sie lebt aber im Elsass in Schopperten.

Der Krimi spielt im „Krummen Elsass„. Die Erklärung für „Krummes Elsass“ liefert Elke Schwab gleich mit.
Gemeint ist die Gegend im Nordwesten des Elsass, die an Lothringen (katholisch) grenzt und protestantisch ist. Die Menschen dort sind umgeben von Katholiken und leben quasi wie Inselbewohner. Dazu ist die Landschaft buckelig also krumm.

Der Krimi spielt in Potterchen. Welche ein Zufall, Schopperten und Potterchen klingt ähnlich, oder? Beide Orte liegen nahe bei Saare-Union.

Sabine Radek hat in Potterchen, das gerade mal 200 Einwohner hat, ein Haus von ihrem Onkel geerbt.
Mit ihrer Tochter Annabel (4 Jahre) fährt die alleinerziehende Mutter hin. Das Haus Rue de la Gare 12 ist schnell gefunden.
Sabine erkundet das Haus und  Annabel entdeckt Pferde, sie liebt Pferde.

Sabine ist erschrocken. Plötzlich ist Annabel verschwunden.  Sabine hat nicht gemerkt, dass ihre Tochter das Haus verlassen hat.
Wo kann sie schon sein? Bei den Pferden, wenn es welche gibt im Ort, denkt Sabine.
Weit gefehlt, beim Reitstall ist sie nicht, aber sie ist offensichtlich ausgeritten mit anderen Kindern unter der Führung von Pascal Barriston, dem Schwiegersohn von Ernest Leibfried, dem Bürgermeister. Das vermutet der Bürgermeister.
Die Reiter kommen zurück ohne Annabel, niemand weiß wo sie ist.

Ist Annabel einem Mord zum Opfer gefallen?

In ihrer Verzweiflung ruft Sabine ihre Freundin Tanja Gestier an, die Kriminalkommissarin ist, und Mutter von Lara – Annabells Freundin.
Tanja muss helfen.
Tanja beginnt zu ermitteln, aber das darf sie ja als deutsche Polizistin nicht so einfach in Frankreich.
Sie wird deutsche Verbindungsbeamtin und ermittelt gemeinsam mit ihrem französischen Kollegen Jean-Yves, der von der Strassburger Polizei ist und Potterchen gut kennt.
Seine verstorbene Frau war aus dem kleinen Ort.

Verraten wird jetzt nichts.
Es ist ein durch und durch spannendes Buch mit Mord und Unfällen oder nur Unfälle, oder nur Morde?
Korruption, eine Klosterruine spielt eine Rolle, Intrigen, Verdächtigungen, Nähe und vieles mehr.

Und so ganz nebenbei lernt man auch viel.
Elke Schwab lässt in „Mord ohne Grenzen“ ein grosses historisches Wissen zur Geschichte des Elsass einfliessen.
Die Autorin beschreibt den kleinen Ort und seine Menschen so, dass man sich als Leser völlig in die Handlung hineinversetzen kann.
Ihre Ortskenntnis sorgt für detailgetreue Schilderungen der Gegend. Und mit dem Wein des Elsass kennt sie sich auch aus.
Nichts ist wie es scheint.

Der Krimi ist spannend vom Anfang bis zum Ende.
Ich kenne viele Krimis von Elke Schwab. Dieser ist ganz anders als die saarländischen Krimis.
Bleib dran Elke, ich warte auf eine Fortsetzung der „Grenzüberschreitung“.

Quelle: www.elkeschwab.de

Quelle: www.elkeschwab.de

ISBN: 9783741288753
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird