Elke Schwab : Mord ohne Grenzen

Elke Schwab legt mit „Mord ohne Grenzen“ ihrer ersten Elsass – Krimi vor.
Soweit musste es ja mal kommen.
Die Autorin ist Saarländerin, sie lebt aber im Elsass in Schopperten.

Der Krimi spielt im „Krummen Elsass„. Die Erklärung für „Krummes Elsass“ liefert Elke Schwab gleich mit.
Gemeint ist die Gegend im Nordwesten des Elsass, die an Lothringen (katholisch) grenzt und protestantisch ist. Die Menschen dort sind umgeben von Katholiken und leben quasi wie Inselbewohner. Dazu ist die Landschaft buckelig also krumm.

Der Krimi spielt in Potterchen. Welche ein Zufall, Schopperten und Potterchen klingt ähnlich, oder? Beide Orte liegen nahe bei Saare-Union.

Sabine Radek hat in Potterchen, das gerade mal 200 Einwohner hat, ein Haus von ihrem Onkel geerbt.
Mit ihrer Tochter Annabel (4 Jahre) fährt die alleinerziehende Mutter hin. Das Haus Rue de la Gare 12 ist schnell gefunden.
Sabine erkundet das Haus und  Annabel entdeckt Pferde, sie liebt Pferde.

Sabine ist erschrocken. Plötzlich ist Annabel verschwunden.  Sabine hat nicht gemerkt, dass ihre Tochter das Haus verlassen hat.
Wo kann sie schon sein? Bei den Pferden, wenn es welche gibt im Ort, denkt Sabine.
Weit gefehlt, beim Reitstall ist sie nicht, aber sie ist offensichtlich ausgeritten mit anderen Kindern unter der Führung von Pascal Barriston, dem Schwiegersohn von Ernest Leibfried, dem Bürgermeister. Das vermutet der Bürgermeister.
Die Reiter kommen zurück ohne Annabel, niemand weiß wo sie ist.

Ist Annabel einem Mord zum Opfer gefallen?

In ihrer Verzweiflung ruft Sabine ihre Freundin Tanja Gestier an, die Kriminalkommissarin ist, und Mutter von Lara – Annabells Freundin.
Tanja muss helfen.
Tanja beginnt zu ermitteln, aber das darf sie ja als deutsche Polizistin nicht so einfach in Frankreich.
Sie wird deutsche Verbindungsbeamtin und ermittelt gemeinsam mit ihrem französischen Kollegen Jean-Yves, der von der Strassburger Polizei ist und Potterchen gut kennt.
Seine verstorbene Frau war aus dem kleinen Ort.

Verraten wird jetzt nichts.
Es ist ein durch und durch spannendes Buch mit Mord und Unfällen oder nur Unfälle, oder nur Morde?
Korruption, eine Klosterruine spielt eine Rolle, Intrigen, Verdächtigungen, Nähe und vieles mehr.

Und so ganz nebenbei lernt man auch viel.
Elke Schwab lässt in „Mord ohne Grenzen“ ein grosses historisches Wissen zur Geschichte des Elsass einfliessen.
Die Autorin beschreibt den kleinen Ort und seine Menschen so, dass man sich als Leser völlig in die Handlung hineinversetzen kann.
Ihre Ortskenntnis sorgt für detailgetreue Schilderungen der Gegend. Und mit dem Wein des Elsass kennt sie sich auch aus.
Nichts ist wie es scheint.

Der Krimi ist spannend vom Anfang bis zum Ende.
Ich kenne viele Krimis von Elke Schwab. Dieser ist ganz anders als die saarländischen Krimis.
Bleib dran Elke, ich warte auf eine Fortsetzung der „Grenzüberschreitung“.

Quelle: www.elkeschwab.de

Quelle: www.elkeschwab.de

ISBN: 9783741288753
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Dieter Aurass: Frankfurter Kaddisch

Dieter Aurass war lange Jahre als Polizist in verschiedenen Funktionen tätig.
Egal ob Personenschutz, Terrorismusbekämpfung, Spionageszene, ist ihm nichts fremd.
Kurz vor dem Eintritt in den „Unruhestand“ hat Aurass angefangen als Autor tätig zu werden.

„Frankfurter Kaddisch“ ist ein Krimi, der in Frankfurt spielt. Das Buch profitiert vom enormen Erfahrungsschatz des ehemals als Polizisten tätigen Autors Dieter Aurass.

Frankfurt ist der Schauplatz für 3 Selbstmorde. Jedes Mal sind die Toten ältere Menschen und dazu auch noch Juden.
Ein Zusammenhang zwischen Selbstmorden, gibt es das?
Da es teils mysteriöse Suizide sind, ermittelt die Polizei.

Was liegt näher als Gregor Mandelbaum, er ist jüdischer Abstammung, ermitteln zu lassen.
Das Team von Gregor besteht aus vielen unterschiedlichen, teils skurrilen Typen, die ihm das Leben nicht immer leicht machen.
Jutta Beltermann, genannt Mutti, Dieter Alsmann, ein altgedienter Hauptkommissar, Klaus Braake, ein Nerd, und die erst 22-jährige Jenny bilden zusammen mit Gregor Mandelbaum eine Mordkommission.

Mandelbaum stammt aus der Familie, der das alt eingesessene Frankfurter Bankhaus Mandelbaum gehört. Er ist jung, hochbegabt, ist Autist und nicht immer einfach zu handhaben.
Sein Sozialverhalten gibt Anlass auf Abstand zu bleiben, sowohl für sein Team wie auch für seinen Chef Lohmeyer. Beliebt ist Gregor nicht.

Gregor Mandelbaum muss für die Ermittlungen mit Dr.Sonja Savoyen von der Rechtsmedizin zusammenarbeiten.
Auch dies gestaltet sich zunächst nicht einfach.

Aufgewachsen sind Gregor und seine Schwester in der Villa ihres Onkels Jakob. Erzogen wurden sie vom Butler Jonathan, der für die Geschwister Vaterersatz ist.

Dieter Aurass hat es verstanden einen Krimi zu schreiben, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist.
Das Buch ist nicht nur aufgrund der Todesfälle spannend, nein es spielt auch das Leben der Juden in Frankfurt hinein.
Sowohl historische Gegebenheiten, als auch aktuelle Verquickungen spielen eine Rolle. Gregor sieht auch seine Lebensgeschichte im Laufe des Buches von einer anderen Seite.

Als Leser kann man auch eintauchen in die Welt eines hochbegabten Autisten, dessen Leben nicht immer einfach ist.
Die Charaktere und Orte lässt der Autor so lebendig werden, dass man das Gefühl bekommt als Beobachter bei der Geschichte dabei zu sein.
Ein sehr lesenswerter Krimi, ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Quelle: Gmeiner

Quelle: Gmeiner

ISBN: 9783839219591
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Ingrid Schmitz: Spiekerooger Utkieker

Da ich gerne Krimis lese, besonders auch regionale, musste ich irgendwann wohl auch bei Ingrid Schmitz landen.

Mia Magaloff, die Protagonisten, ist Privatermittlerin in Krefeld. Bislang kannte ich Mia nicht und dabei liebe ich doch den Niederrhein, wo ich aufgewachsen bin.
Gut, dass ich auf den Krimi von Ingrid Schmitz aufmerksam gemacht wurde.

Jetzt fange ich gleich mal mit dem Ende des Buches an, dem Nachwort von Ingrid Schmitz. Ich hatte mich gewundert warum Mia, die am Niederrhein agiert, auf Spiekeroog ermittelt.
Wie kommt eine Autorin auf die Idee?
Die Autorin beantwortet die Frage selber. Heike und Peter Gerdes vom Leda-Verlag haben Ingrid Schmitz gefragt, ob Mia Magaloff wohl auch mal auf den Ostfriesischen Inseln ermitteln könnte.

Im Laufe der Recherchen kam Ingrid Schmitz dann auf den Namensgeber des Krimis, den Utkieker, den es wirklich als Statue auf Spiekeroog gibt. Anschauen kann man sich den Utkieker hier.

Mia Magaloff arbeitet als Privatermittlerin in Krefeld. Ihr Partner ist Mario, obwohl sie gerade selber nicht weiß, ob sie nun eine Beziehung haben oder nicht.
Die beiden haben eine typische On-Off-Beziehung was Mia nervt.
Mia wird bald 50 und will nun endlich eine echte Beziehung haben.
Sie will eine Auszeit zum Nachdenken.

Mario schenkt Ihr eine Woche in einer Pension, der „Grünen Fee“ auf Spiekeroog. Was er verschweigt, ist die Tatsache, dass Fee, die Pensionswirtin, seine Ex-Freundin ist.
Das geht ja gut los für Mia. Direkt kommt wieder grosses Misstrauen auf. Sie will doch Abstand gewinnen, sich über ihre Beziehung klar werden. Da ist Marios Verhalten nicht förderlich.
Ist er der Richtige? Soll sie sich trennen?

Und was macht man bei Frust auf einer ostfriesischen Insel? Richtig, raus und die Insel erkunden. Also Rucksack an, Inselplan in die Hand und los.
In den Dünen entdeckt Mia den Utkieker, eine Skulptur. Die Skulptur ist über 3 m groß. Als Mia diese betrachtet, kommt ein Mann, der ähnlich hager ist wie die Skulptur und sicher 2 m lang ist auf Mia zu.
Er nennt sich Utkieker, in Realität ist er Ubbo, der Obdachlose.

So mehr wird nicht verraten, ausser dass es Tote gibt, Mia und Ubbo ermitteln, Ubbo ein Tatverdächtiger wird… aber lesen Sie selbst.

Ingrid Schmitz muss gründlich auf der Insel recherchiert haben. Sie hat das Inselcafé entdeckt, in dem Mia häufiger anzutreffen ist.
Die Polizeiinspektion ist auch in Realität unter der Adresse zu finden, usw.

Die Ostfriesen, die eine Rolle spielen, sind exakt beschrieben. Man kann sich als Leser vorstellen, dass die Menschen genau so sind.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Ingrid Schmitz Mia neben den Ermittlungen auch Gefühle zugesteht. Angst, Zerrissenheit in Bezug auf die Beziehung, jede Menge Empathie, Mut und vieles mehr.
Man kann  sich als Leser Mia gut vorstellen und die anderen handelnden Personen auch. Die Autorin lässt diese lebendig werden im Text.

Und sie macht auch Lust mal Spiekeroog zu erkunden.

Mein Fazit: Ich warte auf den nächsten Mia-Band.

Quelle: Ingrid Schmitz

Quelle: Ingrid Schmitz

ISBN: 9783864120978
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Mareike Marlow : Blutroter Flieder

Mareike Marlow, die Autorin von „Blutroter Flieder“ kannte ich nicht. Dies ist das erste Buch, das ich von ihr lese.

Wie es dazu kam? Nein nicht der Flieder ist schuld.
Mareike Marlow ist das Pseudonym von Marion Meister.
Ja und Marion Meister ist verheiratet mit Derek Meister, dessen Bücher „Der Jungfrauenmacher“ und „Die Sandwitwe“ ich verschlungen habe.
Und über die facebook-Seite von Derek habe ich dieses Buch entdeckt.
Zum Glück muss ich sagen.

„Blutroter Flieder“ ist ein spannender Krimi, genau 2 Abende habe ich gebraucht. In einem Rutsch lesen ging nicht, schlafen musste ich auch mal.
Mareike Marlow hat lange in Berlin gelebt bevor die Familie Meister in einen kleinen Ort in der Nähe des Steinhuder Meeres gezogen ist.
Die Ortskenntnisse aus diesen verschiedenen Wohnorten und die Eigenschaften der Menschen in den Gegenden hat die Autorin in diesen Krimi einfliessen lassen.

Tessa hat als Journalistin in Berlin gelebt, sie ist eine typische „Großstadtpflanze“. Kaffee in diversen Variationen aus dem Kaffeevollautomat ist ihr Lebenselixier.
Sie hat eine Halbschwester, Jana, die in Burgheide lebt, einem kleinen Ort zwischen Lüneburg und Bremen. 30 Jahre Altersunterschied liegen zwischen Jana und Tessa.
Jana war Landärztin in Burgheide, sie ist mittlerweile im Ruhestand. Jana lebt im Haus am See, dem Haus, das Joona, der Vater der beiden Schwestern, ihnen vererbt hat mit einer Bedingung.
Jana und Tessa müssen 1 Jahr zusammen im Haus wohnen bleiben.

Jana und Tessa, 2 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Jahr zusammenleben. Horror oder nicht?
Als erstes stellt Tessa fest, dass Jana keine Kaffeemaschine hat. Tee soll sie trinken oder Instant-Kaffee. Das geht gar nicht, eine Kaffeemaschine wird sofort bestellt.
Auch sonst fühlt Tessa sich nicht so ganz wohl. Langweilig ist Burgheide, nur Ruhe, nichts los.

Dann wird Sara, die Profireiterin und Mitbesitzerin eines Gestütes tot aufgefunden. In den Flieder gestürzt. Von ihrem geliebten Pferd „Dancing Queen“ gestürzt. Sara ist tot.
Sara ohne Helm? Sie reitet nur mit Helm. Und ihr Helm hängt im Stall.
Es gibt eine Reihe Ungereimtheiten.

So nach und nach, Sie können es sich denken, beginnen Tessa und Sara zu ermitteln.

Mehr verrate ich nicht.

Mareike Marlow ist es gelungen, den Leser eintauchen zu lassen ins Geschehen. Man fühlt sich mittendrin im Dorfgeschehen, lernt schrullige und weniger schrullige Menschen kennen.
Die Menschen, die mit dem Gestüt zu haben, spielen eine Rolle, Martin und der mit Alkohol gebackene Kuchen und vieles mehr.
Und so ganz nebenbei bekommt man auch noch Rezepte für leckere Kuchen.

Wer Krimis mit einem Schuß Humor, die mit grossem Einfühlungsevrmögen in die handelnden Personen geschrieben sind, mag, der ist hier richtig.

Quelle : Droemer Knaur

Quelle : Droemer Knaur

ISBN: 9783426517000
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Krüger & Krüger : Die Tränen der Vögel

Nachdem ich von Uwe Krüger bereits das Buch „Frankfurter Fische“ gelesen habe, ein toller Krimi, hat mich auch der neue Krimi „Die Tränen der Vögel“ interessiert.
Der Autor Uwe Krüger hat in Frankfurt gelebt, er hat dort Zoologie, Hydrologie, Mikrobiologie und Botanik studiert und in einem Zierfischgroßhandel gearbeitet.
Sein Bruder Jonas Torsten Krüger, der auch in Frankfurt geboren wurde, hat Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Botanik studiert.

Wer mehr über die beiden Autoren, die nun „Die Tränen der Vögel“ zusammen geschrieben haben, erfahren möchte, möge hier schauen.
Klar fragt man sich, warum ein Frankfurt – Krimi mit Vögeln, Ornithologie und Verbrechen sein muss. Welch eine Verbindung gibt es. Antworten geben die Krüger-Brüder in einem Interview.

Frankfurt, die grosse Stadt am Main, ist Schauplatz des neuen Krimis „Die Tränen der Vögel“ der Brüder Uwe und Jonas Torsten Krüger.
Der Hintergrund der Brüder Krüger, beide haben ein biologisches Studium absolviert, fließt in die Handlung des Krimis ein. Genauer gesagt die Ornithologie.

Die Kommissarin Karola Bartsch wird zu einem Tatort gerufen. Neben der Leiche sitzt eine Nachtschwalbe.
Ja und, werden Sie sagen. Vögel gibt es nun mal in der Stadt. Klar, aber der Schnabel dieser Nachtschwalbe ist blutig. Und die Leiche liegt nicht im Park, wo man Vögel vermutet, sondern im Gebäude der Firma Orni Charm Pharmaceutical.
Der Tote ist Dr.Sven Seidelmann, Mitarbeiter der Orni Charm. Orni Charm Pharmaceuticals arbeitet an ornithologischen Präparaten.

Die ersten Ermittlungen am Tatort oder ist es nur der Ort, an dem die Leiche aufgefunden wurde, gestalten sich schwierig.
Jede Menge aufgeregte Vögel flattern in Käfigen herum. Ähnlich aufgeregt sind die Mitarbeiter der Pharmafirma.

Karola und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Was hat der Vogel mit dem Toten zu tuen? Wieso hat er Blut am Schnabel?
Und mit Vögeln kennen sie sich auch nicht aus. Da kommt Karola die Idee, dass ihr Bruder Karsten Hobby-Ornithologe ist. Karsten, der Ex-Drogenfahnder, muss also helfen.
Was die Kommissarin nicht ahnt, ist, dass ihr Bruder nun anfängt zu ermitteln.
Der Fall hat mit seiner Vergangenheit zu tuen.
Karsten kümmert sich zwar mittlerweile um die Gestrandeten der Stadt, um Junkies, usw. aber das „Fahndergen“ hat er noch.
Der Staatsanwalt Wollbricht verhält sich seltsam, welchen Grund gibt es dafür?

Es gibt viele Ungereimtheiten. Wird Karola Bartsch den Fall auflösen? Ja sie wird, mehr verrate ich aber nicht.
Ausser, dass der Leser hier einen Krimi hat, wie er spannender nicht sein könnte.

Die Krügers haben es geschafft, die handelnden Personen exakt zu beschreiben, als Menschen, mit ihren Gefühlen und Ängsten.
Man kann tief eintauchen in Abgründe der Seelen der Protagonisten und in deren Leben. Es spielen viele Menschen aus dem Umfeld der Hauptpersonen mit, wie Mirko, der Diensthundeausbilder, Laurenz, Lotty, Jannick….
Den Autoren ist gelungen ein Buch zu schreiben, dass spannend ist vom Anfang bis zum Ende, ein Buch, das ich nicht weglegen konnte.

Und so ganz nebenbei gibt es auch noch etwas Ornithologieunterricht.

Meine Bitte an die Autoren, lasst uns Leser nicht so lange auf ein neues Buch warten, wie von den „Frankfurter Fischen“ bis zu diesem.

Quelle:Emons-Verlag

Quelle:Emons-Verlag

ISBN: 9783954518104
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Harald Schneider : Sagenreich

Harald Schneider lässt mal wieder Reiner Palzki ermitteln.
“ Sagenreich „, der Titel sagt einem zunächst einmal nichts.
Ich hatte mich sehr auf den Krimi mit Reiner Palzki als Ermittler gefreut. Die Bücher dieser Reihe habe ich bislang verschlungen.

Ja und dieses Mal habe ich das Buch leider mehrfach angefangen und auch wieder weg gelegt.
Es ist so schade, Sagenreich hat von der Idee her das Potenzial ein ganz grosser Krimi zu werden.
Aber leider ist er, zumindest, wenn man die anderen Palzki-Krimis kennt, langweilig.

Es wiederholt sich sehr viel. Die Figur des Reiner Palzki bekommt keine neuen Facetten dazu.
Ewig die Meinungsverschiedenheiten zwischen seinem Vorgsetzten KPD und Palzki, dazu Dr.Metzger und die üblichen Verdächtigen.
Dazu dieses Mal langatmig geschrieben, das kenne ich von Harald Schneider so gar nicht.

Palzki und seine Frau besuchen mit KPD und dessen Frau die Nibelungenfestspiele in Worms. Und wie immer bei Palzki, passiert gleich ein Mord, eine Komparsin wird mit einem Speer erstochen.
Und Palzki beginnt zu ermitteln, obwohl dies ja Sache der Wormser Polizei wäre.

Es gibt auch eine Szene mit 5 Pfälzern, die der Autor in tiefstem Pälzisch sprechen lässt. Das ist an und für sich eine nette regionale Einlage. Leider kommt es dieses Mal so rüber als es seien alles dümmliche Menschen, die dort sprechen.
Im Verlauf passiert nicht viel was mich fesselt.

Mich hat dieser Krimi nicht wirklich überzeugt, ich bin sehr enttäuscht, da dies eine meiner Lieblingsreihen war.

Quelle:Gmeiner-Verlag

Quelle:Gmeiner-Verlag

ISBN: 9783839217436
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Rudolf Jagusch : Eifelmonster

Rudolf Jagusch gehört zu den Autoren, deren Bücher ich sehr mag. Sie spielen in der Eifel.

Die Eifel ist eine Gegend, die ich liebe und Rudolf Jagusch hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dieses fast Mystische was die Eifel ausmacht, die wundervolle Landschaft und die knorrigen Menschen für die Handlung des Krimis einzusetzen.

Jan Welscher muss seine erste Liebe zu Grabe tragen. Nein, keine Angst, nicht seine Freundin, sondern seinen alten Fiesta.
Dies setzt Rudolf Jagusch theatralisch in Szene „Es kam ihm vor, als hätte er ein Todesurteil gesprochen. Wie ein römischer Kaiser Kaiser, der mit dem gesenkten Daumen gnadenlos über den unterlegenen Gladiator richtet.“

Und genau in diesem bewegenden Moment ruft Hotte Fischbach an, der Kollege von Jan.
Es muss wichtig sein, denn er sollte nur in Notfällen anrufen.
Jan Welscher ist Kriminaloberkommissar, denn selbst in der sonst eher beschaulichen Eifel gibt es Verbrechen.
Jan muss los. Eine Leiche wurde aufgefunden.

Rudolf Jagusch beschreibt die Szene so, dass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt.

Fischbachs Harley steht bereits in der Einfahrt.
Jan geht in die Ausstellungshalle des Autohauses. Die Halle ist voll mit Oldtimern.
Der Tote ist Peer Clerk, er ist der Besitzer des Autohauses.
Ein edel gekleideter Mann mit einer Breitling am Handgelenk, der erschossen wurde. Offensichtlich war der Täter ein Scharfschütze.

Peer Clerk und Frank Lux, der Angestellte von Clerk, sind im Organisationsteam der „Eifel-Klassik“, einer Oldtimer-Tour durch die Eifel.
Ein niederländischer Geschäftsmann, der in Bad Münstereifel lebt, als Mordopfer.
Jan und Hotte können sich keinen Reim darauf machen.

So, mehr verrate ich nicht.
Es wird spannend.

Die Polizei ermittelt im Umfeld des Peer Clerk. Ein Kriminalkommissar a.D. kommt ins Spiel.
Die Oldtimerrallye spielt eine Rolle.
Die Jagd nach dem Mörder nimmt dramatische Züge an.

Rudolf Jagusch lässt uns Leser abtauchen in die Welt der Ermittlungen und des Verbrechens.
Wir lernen die Hintergründe kennen und die Ermittler lieben. Auch das Privatleben der Kommissare wird einbezogen.

Ein Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert ist.

Danke an den Autor, dass ich das Buch als Eifelkrimifan vorab lesen konnte.

Quelle : Emons-Verlag

Quelle : Emons-Verlag

ISBN 978-3-95451-778-7
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Derek Meister : Sandwitwe

Derek Meister hat seinen zweiten Krimi geschrieben.
Wenn man sich seine Homepage anschaut, stellt man fest, dass er vom Genre seiner Bücher her nicht festgelegt ist.
Bislang war er eher im Bereich der historischen Krimis unterwegs. Meister hat Film- und Fernsehdramaturgie in Babelsberg studiert und ist als Serien- und Filmautor tätig.

„Der Jungfrauenmacher“ ist der erste Krimi aus einer Serie rund um das Ermittlerduo Helen Henning und Knut Jansen. Ich habe ihn verschlungen, mehr hier.
Keine Frage, dass der neueste Krimi von Derek Meister auch gleich gelesen werden musste.
Der Titel „Die Sandwitwe“ lässt nun so gar nicht erkennen um was es geht.
Ich war sehr gespannt, ob ich mich dieser Krimi wieder so fesseln würde, wie der erste.

Die „Sandwitwe“ spielt an der Nordseeküste, wie auch „Der Jungfrauenmacher“.
Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA.
Sie ist zurück in Deutschland, in ihrer Heimat.
Jansen zur Seite steht Bernd Magnussen, ein Kriminalbeamter, der im Krankenhaus liegt.

Helen Henning lebt seit 3 Monaten im Haus ihres verstorbenen Vaters.
Als Knut mit einem Todesfall konfrontiert wird, braucht er Helens Hilfe. Robert Jäger wurde ermordet. Der Täter flieht erst als die Polizisten am Tatort sind.
Ist das Absicht, will der Mörder das ???
Auch gibt es eine Zeugin, Melanie Roth. Diese ist aber in der Klinik und nicht vernehumgsfähig.

Anneke Goldmann, erfolgreiche Architektin, fühlt sich beobachtet, im Büro findet sie im Regal ein Sandtürmchen.
Sie flieht.

Es bleibt nicht bei einer Leiche.
Und die Art der Tötung ist bei allen gleich, Ersticken durch Sand. Und ein Sandtürmchen wird immer gefunden.

Lange tappt die Polizei im Dunkeln, das LKA, vertreten durch den Kollegen Maas ermittelt mit und auch Knuts Vater Thor, der Vorgänger von Knut mischt sich ein.
Wir Leser bekommen vom Autor mehr Informationen. Hervorragend eingestreut ins Buch, sind Erlebnisse aus vergangener rund um die „Black Dogs“.

Mehr verrate ich nicht.
Dieses spannende und hervorragend geschriebene Buch, müssen Sie schon selber lesen.
Derek Meister hat auch dieses Mal ein Buch geschrieben, dass ich kaum aus der Hand legen konnte.
Der Autor schafft es uns Leser teilhaben zu lassen an der Handlung so, als wären wir mittendrin in den Köpfen der handelnden Personen.
Man fühlt mit Helen mit, wenn sie Probleme mit ihrer Prothese hat, spürt die Angst der Verfolgten.

Ich warte auf den nächsten Band.

Quelle : Blanvalet

Quelle : Blanvalet

ISBN: 9783734100611

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Derek Meister : Der Jungfrauenmacher

Sie lieben die Nordsee. Sie mögen Krimis bei denen man nicht auf den ersten 10 Seiten schon den Täter kennt.
Dann sind Sie hier richtig.

Derek Meister war mir als Autor völlig unbekannt.
Wenn man sich seine Homepage anschaut, stellt man fest, dass er vom Genre seiner Bücher her nicht festgelegt ist.
Bislang war er eher im Bereich der historischen Krimis unterwegs. Meister hat Film- und Fernsehdramaturgie in Babelsberg studiert und ist als Serien- und Filmautor tätig.

„Der Jungfrauenmacher“ ist der erste Krimi aus einer Serie rund um das Ermittlerduo Helen Henning und Knut Jansen.
Knut Jansen ist Polizeichef in Valandsiel, einem beschaulichen Ort an der Nordsseküste. Helen Henning war Profilerin in den USA.
Jansen zur Seite steht Bernd Magnussen, ein Kriminalbeamter.

Helen ist in ihrer Heimat, weil ihr Vater verstorben ist. Die Polizei ruft sie wegen eines Einbruchs in das Haus ihres Vaters.
Da sie eine Waffe trägt, fällt sie auf und muss erklären wer sie ist und warum sie einen Waffenschein hat. So weiss die Valandsieler Polizei um ihre Ausbildung.

Am Strand wird eine Frauenleiche angespült. Diese Frau ist dekoriert mit weißen Perlen, die Leiche ist ausgetrocknet und eine Verletzung erinnert an Kiemen.
Und dann sind auch noch die Fingernägel lackiert. Alles seltsam oder??

Knut Jansen wird unruhig als eine zweite, ebenso präparierte Leiche an Land geschwemmt wird.
Ein Serienkiller und das in Valandsiel. Jansen ist völlig überfordert und bittet Helen Henning um Hilfe.
Helen, die unter Verfolgungswahn leidet, sich ständig bedroht fühlt, will so gar nicht mitmachen. Sie lässt sich dann aber überzeugen.

Die beiden Polizisten ermitteln.
Mehr will ich nicht verraten.

Die Geschichte wird spannend erzählt, zumindest zum grössten Teil. Es gibt mittendrin mal einen Teil, der etwas langatmig ist. Es lohnt sich aber durchzuhalten.
Geschildert wird das Geschehen grösstenteils aus der Sicht der Ermittler, spannend wird es dadurch, dass auch der Täter immer wieder „zu Wort“ kommt.

Die Handlung ist ungewöhnlich, nicht vorhersehbar und es macht Spaß das Buch zu lesen. Ich bin gespannt was Teil 2 so bringt.

Blanvalet

Blanvalet

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783734100604

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Oliver Bottini : Im weissen Kreis

Oliver Bottini hat den mittlerweile 6.Band der Krimis um die Ermittlerin Louise Boni vorgelegt.

Louise Boni ist Kriminalkommissarin bei der Kripo in Freiburg.
Ein Informant gibt ihr den Tipp, dass russische Kriminelle 2 Waffen an einen Mann verkauft haben.
Diese Information kommt von Kilian, einem ehemaligen Kollegen, der nun undercover für das LKA arbeitet.
Was hat der Mann nur mit den Waffen vor?

Im Laufe der Ermittlungen stossen Louise und ihr Team auf den Halter des Wagens mit dem der Waffenkäufer gefahren ist.
Nur ist dieser Mann nicht gefahren, er hat ein unumstössliches Alibi.
Der Fahrer des Wagens war Ricky Janisch. Janisch ist kein Unbekannter. Die Abteilung Staatsschutz kennt ihn. Er ist Mitglied der „Brigade Südwest“ einer rechtsradikalen Vereinigung.
Und die haben Waffen gekauft?
Was planen diese Männer?

Die Ermittlungen führen Louise und ihre Kollegen immer tiefer in das rechtsradikale Milieu. Walczak, ein Campingplatz und viele mehr kommen ins Visier der Ermittler.
Ja und dann gibt es noch Kabangu, den Afrikaner, der seinen Großvater Mabruk sucht.

2 Fälle sind zu arbeiten.
Viel zu viel für so wenige Kriminalbeamte.
Louise wird immer tiefer in den Fall hinein gezogen.
Janischs Leiche wird gefunden.
Kabangu verschwindet. Geht noch alles mit rechten Dingen zu??
Findet Louise Großvater Mabruk?
Kann sie den rechtsradikalen Sumpf trocken legen?

Ich will jetzt nicht zuviel verraten. Sie müssen schon selber lesen.

Es erwartet sie ein Krimi der Extraklasse. Oliver Bottini versteht es die Charaktere sehr exakt zu beschreiben.
Man lernt die berufliche und private Seite der Ermittler kennen. Seiten, die man oft nicht trennen kann.

Die Spannung bleibt das ganze Buch über erhalten. Man muss einfach mitfiebern.

Mein erstes Buch des Autors, aber nicht mein letztes.

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