Löckenhoff : Dogwalk

„Dogwalk“ mit dem Untertitel „Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung“ wurde von Ursula Löckenhoff geschrieben.

Die Autorin, die mit Pferd und Hunden aufgewachsen ist, hat sich lange Jahre neben ihrem Beruf als Grafikerin im Tierschutz engagiert.
2009 hat sie eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin gemacht und seit 2010 betreibt sie ein Hundehotel. Sie hat ihre Leidenschaft, das Zusammenleben mit Hunden, zum Beruf gemacht.
Ursula Löckenhoff hat das Dogwalk-Konzept entwickelt, mit dem Sie eine Möglichkeit beschreibt, Hunde ohne Leckerlies zu führen.

Der Titel des Buches „Dogwalk“ mag zu Missverständnissen führen. Es ist kein Gassi-Trainings-Buch, sondern ein Buch zum Konzept der Autorin.
Und der Dogwalk beginnt schon vor dem Spaziergang draussen. Wenn der Hund im Haus keine Beziehung zu seinem Führer hat, so kann es auch draussen nicht funktionieren.
Folgerichtig baut die Autorin  im Buch Schritt-für-Schritt ihre Anleitung zu einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung auf.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Kommunizieren und eine Einheit bilden: Kontaktaufnahme, Körpersprache, Einsatz der Stimme, Augenkontakt, Arbeit mit der Leine
– Jeder Walk beginnt im Haus: Hunde ruhen, Regeln und Rituale, sinnvolles Zubehör, entspannt unterwegs
– Auf der Strasse und in der Stadt
– Der Wald – ein echtes Abenteuer
– Auf der Wiese – verführerische Weite
– Im Wasser – völlig losgelöst, u.A. den Hund ans Wasser heranführen
– Nach dem Walk ist vor dem Walk – von Duschen, abtrocknen bis Massage

Im Serviceteil findet man weiterführende Literatur.

Der Autorin ist es gelungen, teils auch durch Bilder, die zeigen was sie meint, wie sie es macht, uns Lesern ihr Konzept des Miteinander von Mensch und Hund zu vermitteln. Dabei ist es egal ob man einen oder mehrere Hunde hat. Infos für Mehrhundehalter sind immer wieder eingeschoben. Im Fazit findet man grundlegende zusammenfassende Statements.
Mir gefällt auch die Rubrik …auf einen Blick“. Dort hat Lückenhoff stichpunktartig die wichtigsten Punkte einer Aktion aufgeführt, die z.B.  bei „Ableinen und „GO“ auf einen Blick“ noch durch eine Bildstrecke ergänzt werden.

Ursula Löckenhoff hat die Themen, die man im Alltag mit dem Hund benötigt, gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben.
Das Buch ist aus meiner Sicht auch für Hundeanfänger geeignet.

ISBN: 9783440153598
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Bloch / Radinger : Der Wolf kehrt zurück

„Der Wolf kehrt zurück“ ist das neue Buch von Günther Bloch und Elli H.Radinger, den einzigsten deutschen Wolf – Freilandforschern.
Das Buch trägt den Untertitel „Mensch und Wolf in Koexistenz?“ und diesem Titel wird das Buch absolut gerecht.

Eigentlich könnte ich meine Buchbesprechung mit einem Zitat aus dem Vorwort, das Dr.Dorit Urd Feddersen-Petersen geschrieben hat, beenden, mache ich natürlich nicht.
„Dieses Buch besticht durch Fakten und den immensem Kenntnisreichtum seiner Autoren, denen ein überaus praktikables Handbuch zum Leben mit Wölfen in Deutschland gelungen ist.“
Recht hat sie.

Der Wolf ist schon da, was ein Glück. Der Wolf gehört einfach dazu, um ein Gleichgewicht in der Natur zu gewährleisten.

Die Autoren sind beide lange Jahre in der Wolfsforschung als Freilandforscher tätig.
Günther Bloch, der nach seiner Tätigkeit als Hundetrainer und Experte für Hunde, in die Canidenforschung ging, zunächst zum Thema freilebende Hunde arbeitete (Pizza-Hunde als Stichwort) und 1998 – 2014 in Kanada die Beobachtung der Bowtal-Wolf-Familie durchgeführt hat ist einer der Wolfsexperten überhaupt.
Elli H.Radinger ist Fachjournalistin und verbringt viel Zeit mit der Wolfsbeobachtung im Yellowstone-Nationalpark. Auch sie ist eine angesehene Wolfsexpertin.
Die beiden durfte ich zuletzt 2016 beim Wolfstag in Wetzlar erleben und viel von ihnen lernen.

Das Buch der beiden Autoren soll helfen das Leben mit dem Wolf in Deutschland für beide Seiten erträglich zu gestalten.
Der Wolf ist doch nicht mehr der Bösewicht wie in Rotkäppchen, aber doch sind eine ganze Reihe Menschen ängstlich, wenn es um den Wolf geht.

Eins ist sicher klar, es gibt nicht <strong>den</strong> Wolf, genauso wie es nicht <strong>den</strong> Menschen gibt. Auch das Verhalten des jeweiligen Wolfes ist von vielen Faktoren abhängig, sei es Alter, Lebensumfeld, Erfahrungen, Charakter, usw.
Aber es gibt grundsätzliche Überlegungen und Tipps zum Thema Koexistenz Mensch-Wolf und diese haben Günter Bloch und Elli Radinger auf sehr gut verständliche Art und Weise, strukturiert und hilfreich in ihrem Buch zusammengefasst.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Willkommen Wolf- auf leisen Pfoten
– Die Rolle der Medien und der Sprache
SOKO Wolf – im Dienst der Wissenschaft
Herdenschutz – Übergriffe auf Nutztiere
– Wolf und Jäger – ein ambivalentes Verhältnis
– Angst vorm Wolf? – Wie gefährlich ist er wirklich?
– Begegnung Wolf und Mensch
– Konfliktpotenzial „Problemwolf
– Wolfstourismus
Wolfspolitik – Wege zum Zusammenleben
– Service – Wissenswertes für Wolfsfreunde

Im Buch erfährt man als Leser grundsätzliche Dinge, wie z.B., dass der Wolf normalerweise sein Revier hat und dort bleibt, wie er sich meist verhält, was tue ich bei einer Begegnung mit einem Wolf, wenn ich alleine bin, mit Hund, mit Pferd, etc. Da erinnere ich mich an den Wolfstag und den Tipp von Günther Bloch man solle hampeln und sich groß machen wie ein Flugzeugeinweiser, ein Bild, das mir im Kopf geblieben ist.
Aber man lernt noch viel mehr.
Ich finde es interessant zu erfahren, dass es mehrere Institute/Einrichtungen gibt, die Daten zu den Wölfen in Deutschland sammeln oder auch dabei helfen, festzustellen ob nun ein Wolf oder ein Wolfshund gesichtet wurde.

Auch der Fall „Kurti“ , der sogenannte Problemwolf, der abgeschossen wurde, wird detailliert behandelt. Soweit hätte es gar nicht kommen müssen, man hat nicht versucht den Wolf zu vergrämen, nicht auf den Experten gehört, etc.
Im Buch wird anhand dieses Wolfes genau erklärt was Hysterie auslösen kann und wie man mit Vernunft und Sachverstand hätte handeln können.

Die Autoren verschweigen auch keinesfalls, dass Wölfe auch Nutztiere töten. Nein, das passiert möglicherweise. Aber man kann als Nutztierhalter vorbeugen und hierzu bekommt man die Anleitungen im Buch, incl. der genauen Zäune, etc. Angegeben sind detailliert Stromstärke, Dicke des Zaunes, welcher Lärm,etc.
Auch ist Herdenschutzhund nicht gleich Herdenschutzhund, und auch hierfür findet man Referenzen und Hinweise wie man den geeigneten Hund/Züchter findet.

Als Leser lernen wir was notwendig ist, um das Leben von Mensch und Wolf in Koexistenz möglich zu machen und wozu wir Wölfe brauchen.
Aus meiner Sicht sollte dieses Handbuch Pflichtlektüre sein für alle verantwortlichen Politiker und Sachbearbeiter, aber auch für Journalisten, die über Wölfe schreiben, für Verantwortliche in Jagd – und Bauernverbänden, etc..
Lesenswert ist es für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, aus meiner Sicht auch für Lehrer und Erzieher, um nicht ein falsches Bild zu vermitteln aus Unwissenheit heraus.
Man findet im Serviceteil auch jede Menge Informationsquellen und Anlaufstellen, wenn man sich für Wölfe interessiert.

Günther Bloch und Elli H.Radinger haben es mal wieder verstanden ein sehr gut verständliches und hilfreiches Buch zu schreiben.
Wer stets auf dem neuesten Stand zum Thema Wolf bleiben möchte, dem kann ich den von mir sehr geschätzen monatlichen Newsletter zum Thema Wolf empfehlen, den man hier kostenlos abonnieren kann.

ISBN: 9783440154045
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Claudia Toll: Kommt nicht gibt’s nicht

Claudia Toll ist Fachjournalistin und Autorin. Sie ist erfahrene Hundehalterin und hält Workshops ab.

Eins vorweg, das Versprechen vom Titel des Buches „Kommt nicht – gibt’s nicht , so klappt der Rückruf bei jedem Hund“ ist etwas hoch gegriffen.
Es ist sicher realistischer von „bei fast jedem Hund“ zu sprechen.
Wir haben ein sehr dickfälliges Exemplar und üben immer wieder. 100 % ist da nicht.

Claudia Toll hat sehr verständlich und anschaulich beschrieben was Herankommen bedeutet und wie man es trainiert.
Sie erklärt was Herankommen bedeutet, immer kommen, egal in welcher Situation.
Es ist eine Sache der Mensch-Hund-Beziehung.
Toll hat auch Erfahrungsberichte ins Buch einfliessen lassen.

Sie baut Schritt-für-Schritt das Training im Buch auf.
Angefangen von den Grundlagen, das Thema Geschirr oder Halsband, welche Belohnung, usw.
Tipps und Regeln ergänzen den Text genauso wie Fotos, die zeigen was gemeint ist.

Das Üben mit der Schleppleine, wie wird es aufgebaut, worauf ist zu achten, all das beschreibt die Autorin sehr gut und strukturiert.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die schon zeigen wie alles aufeinander aufbaut, wie der Weg zum Erfolg verläuft:
– Nichts weiter als Herankommen
– Lernmethoden und Lernschritte
– Orientierung am Menschen
– Junghund und erwachsener Hund
Im Serviceteil dann weiterführende Lektüre und nützliche Adressen.

Ein Unterpunkt ist „Der Hund kommt nicht?“, bis auf das Laufen mit Packtasche kennen wir alles. Das ist noch einen Versuch wert bei unserem Dickkopf.
Und danach schreibt Claudia Toll dann „Leine lebenslang“. Dabei gibt sie zu, dass es eben Hunde gibt, die nicht ohne Leine gehen können.
Und diese Ausnahmen wird es immer geben. 100 % Garantie aufs Herankommen gibt es nicht.

Aber die Hoffnung sollte man nie aufgeben. Unser dickköpfiger Hund findet mittlerweile Leckerlies spannend, dafür ist er 7 Jahre alt geworden.
Auf die Altersweisheit kann man also auch noch hoffen.

Mein Fazit: Claudia Toll hat ein sehr gut verständliches und strukturiertes Buch zum Thema Rückruf geschrieben. 100 % Garantie, dass es klappt kann sie aber auch nicht geben.
Gerade für Welpenbesitzer ein sehr hilfreiches Buch und für Ersthundebesitzer, die einen älteren Hund bekommen. Eine gute Ergänzung zum Training in der Hundeschule.
Für alle anderen Fellnasenbesitzer eine gute Auffrischung und Erinnerung, dass man ständig üben muss und Anleitungen dafür.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 9783440148723
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Nill, Pröhl, Ziegler : Siegertypen

Das Buch „Siegertypen“ mit dem Untertitel „Überlebensstrategien der Greifvögel“ wurde von Dietmar Nill, Torsten Pröhl und Bernhard Ziegler zusammen herausgegeben.

Dietmar Nill ist Naturfotograf und -filmer. Für Naturfans lohnt ein Blick auf seine Homepage.
Torsten Pröhl beschäftigt sich schon lange mit Biologie und ist ebenfalls Naturfotograf. Auch betreibt er eine Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen.
Bernhard Ziegler ist Biologe und Umweltpädagoge. Er arbeitet im Umweltbildungszentrum Listhof in Reutlingen. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen.

Dietmar Nill und Bernhard Ziegler haben bereits 2013 das wunderbare Buch „Tiere der Nacht“ geschrieben. Das Buch habe ich verschlungen, nun habe ich auf das neue Buch  gespannt erwartet.

Wenn man das Buch aufschlägt, erwartet einen gleich zu Anfang ein stimmunsgvolles Foto.

In den Kapiteln „Greifvögel“ und „Strategien und Perspektiven“ geht es allgemein über die Greifvögel.  Die Autoren erklären was das Buch bewirken soll.
„Siegertypen“ „..soll einen Beitrag dazu leisten, dass die Bestände unserer Greifvögel stabil bleiben oder sogar noch wachsen..“
Und wahrlich, wer dieses Buch gelesen hat und dann nicht Feuer und Flamme für diese wundervollen Tiere ist, den kann ich nicht verstehen.

Den grössten Teil des Buches nehmen dann die Vorstellungen der einzelnen Greifvögel ein.
Unterteilt haben die Autoren diese in die Kapitel:
– Segelflieger und Flugkünstler mit Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Kornweihe & Wiesenweihe
– Pfeilschnelle Jäger – wenige Jäger mit Wanderfalke, Baumfalke, Sperber und Habicht
– Brudermörder – Schreiadler
– Nahrungsspezialisten mit Seeadler, Fischadler, Bartgeier und Wespenbussard.

Es schliesst sich an die Kapitel an „den Greifvögeln ganz nah – ein Blick hinter die Kulissen“.

Es ist faszinierend die wundervollen Fotos zu betrachten. Im Text erfährt man jede Menge über die Greifvögel. Sie sind echte Siegertypen.
Man beobachtet ja schon mal Greifvögel, wenn man unterwegs ist. Und ich habe mich oft gefragt wie schnell die eigentlich sind, wenn sie auf eine Beute losstürzen.
Nun weiß ich, dass der Wanderfalke im Sturzflug eine Geschwindigkeit bis zu 300 km/h erreichen kann. Die Autoren erläutern auch gleich wie er jagt.
300 km/h Sturzflug birgt ja auch eine Verletzungsgefahr beim Aufprall. Aber auch da hat die Natur vorgesorgt.

Auch wusste ich nicht, dass ein Baumfalke gar kein Nest baut. Er nimmt einfach verlassene Nester von z.B. Krähe oder Elster.

Die Autoren haben sehr viel Hintergrundwissen und bringen uns Lesern auch Dinge  nahe wie man z.B. Seeadlerpopulationen am Aussterben hindert. Normalerweise würde Seeadler nur eins seiner Nachkommen hüten und aufziehen. Das macht man sich zunutze, indem man das 2. quasi „Backup-Ei“ nutzt, um ein weiteres Küken aufzuziehen.

Das Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Geballte Information, kurz und allgemeinverständlich, begleitet von faszinierenden Fotos, bringen dem Leser die Siegertypen nahe.
Ich finde auch den Blick hinter die Kulissen sehr gut. Er zeigt wieviel Mühe und Arbeit es macht ein solches Buch zu erstellen. Das Engagement der Autoren für diese Tierart wird auch deutlich. Hut ab was Sie alles auf sich nehmen.

Und als „Bonbon“ gibt es eine App über die man Filme zu den einzelnen Arten anschauen kann. Toller Zusatznutzen, die Filme sind so toll.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 978-3-440-14670-5
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Hoefs / Führmann / Franzke : Erziehungsprogramm für Hunde

Das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde wurde von 3 erfahrenen Hundetrainerinnen geschrieben.
Nicole Hoefs, Petra Führmann und Iris Franzke, alle von der Aschaffenburger Hundeschule, wobei Nicole Hoefs mittlerweile nur noch als Autorin tätig ist, haben dieses Erziehungsprogramm, das geprägt ist durch ihre praktischen Erfahrungen,als Hundetrainerinnen, aufgelegt.
Hunde sind ihr Leben, das merkt man.

Auf dem Einband findet man ein Zitat von Dr.Dorit Urd Feddersen-Petersen, die neben Dr.Udo Gansloßer, ein Vorwort zum Buch geschrieben hat : „Dieses Werk ist der Klassiker der Hundeerziehung. Es geht von biologischen Grundlagen aus und wählt Herangehensweisen, die sich für jedes Mensch-Hund-Team anbieten.“

Eigentlich könnte ich hier schon Schluß machen, denn dieses Statement einer ganz grossen Dame der Hundeszene sagt alles.
Das Buch, das sich von der ersten bis zur letzten Seite der Erziehung der Hunde widmet, ist aus meiner Sicht sowohl für Anfänger, wie auch für Menschen, die schon einen Hund haben und ein Programm suchen oder einzelne Tipps geeignet.
Denn, wenn wir Hundeleute alle mal ehrlich sind, den perfekt erzogenen Hund sucht man wohl eher vergeblich.
Immer mal wieder kommt man einen Punkt, eine Marotte, die einen stört und man möchte dran arbeiten.
Dabei hilft das Buch „Erziehungsprogramm für Hunde“.

Das Buch startet mit grundsätzlichen Überlegungen, mit den Erziehungsgrundlagen.
Dann geht es im praktischen Teil weiter.
Die Autorinnen haben kompetent beschrieben wie der Weg der Erziehung eines Welpen beschritten werden kann. Man kann gleich mit dem Grundgehorsam anfangen, auch Hausstandsregeln sind für die Trainerinnen selbstverständlich.
Die Übungen sind nach Lebensalter aufgebaut, wo nötig.

Die Beschreibungen sind gut verständlich, die Trainingssequenzen sind mit exakten Anleitungen und Fotos Schritt-für-Schritt dargestellt.
Im Buch findet man ganz detaillierte Trainingspläne.

Egal ob man nun mit der Schleppleine arbeiten will oder muss oder Beschäftigungsideen sucht, ein Antigiftköder-Training machen will oder Autofahren geübt werden muss, man findet im Buch eine Anleitung. Und zu vielen anderen Themen auch.
Dazu auch immer praktische Tipps, um die Gesundheit des Hundes nicht zu gefährden, z.B. das breite Halsband beim Gebrauch der Schleppleine.

Die Autorinnen sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Das bemerkt man als Leser.

Nur eins, die „Wattebausch-Fraktion“ ist hier falsch, wie bei den verantwortungsvollen Trainern oder Forschern sowieso. Ich nenne in dem Zusammenhang nur, den von mir sehr geschätzten, Günther Bloch, der gerade auf dem Wolfstag in Wetzlar noch einmal deutlich gezeigt hat, dass es für Mensch und Hund nicht gut ist, alles nur mit Sanftheit zu erledigen. Erziehung ist nun mal Arbeit und einer muss das Sagen haben.

Quelle Kosmos-Verlag

Quelle Kosmos-Verlag

ISBN: 978-3-440-15352-9
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Danja Klüver : BARF Rohfütterung für Hunde

Dr.med.vet Danja Klüver ist Tierärztin und Ernährungsberaterin in Schleswig-Holstein.

Die Autorin hat sich intensiv mit der Ernährung von Hunden und Katzen auseinandergesetzt.
In diesem Buch und auf Ihrer Homepage gibt es jede Menge Tipps zum Thema BARF.
Kaum ein Thema polarisiert mehr in der Hundeszene.

Man findet alles, von sehr kompetenten Anleitungen bis hin zu völligem Unfug.
Die Anfänge starteten Leute wie Swanie Simon, die eine kleine Broschüre herausgegeben hat, die richtig gut ist.
Aber das reicht einem Anfänger zum Thema Barfen nicht unbedingt aus. Vor allem dann nicht, wenn man sich eingehender mit dem Thema beschäftigen will und Angst hat etwas falsch zu machen.

Wir barfen unsere Fellnasen nun schon viele Jahre. Auch ich habe noch tolle Ideen und Tipps im Buch entdeckt.

Danja Klüver hat das Buch in mehrere Kapitel aufgeteilt, die aufeinander aufbauen:
– Richtig Barfen – Informationen vorab
– Der Bedarf – Energie, Protein und Nährstoffe
– Barf-Rationen – gestalten und berechnen
– barfen im Alltag – die praktische Fütterung
ergänzt wird das alles durch einen großen Serviceteil.

Die Autorin erklärt detailliert was es zu bedenken gibt, aber Sie räumt auch Bedenken aus, die man vielleicht hat, wenn man mit den Gegensätzen in der Diskussion um die Hundeernährung konfrontiert wird.
Egal, ob es um die Angst vor Keimen geht, für den Hund oder den Menschen, Danja Klüver klärt auf. Oder die Themen Kohlenhydrate ja oder nein, Nahrungsergänzungsmittel, Knochen, Getreide, usw.
Kompetent und sehr gut verständlich findet man im Buch Hilfe.

Ausgesprochen praktisch finde ich im Rückeinband die Tabelle zum Körpergewicht, die Arbeitstabelle, die Futtermitteltabelle und die Ergänzungsfuttermittel. Damit hat man als Hundebesitzer schon mal jede Menge Hilfsmittel an der Hand, um die Rationen sinnvoll zusammenzustellen.
Im Text gibt es auch immer wieder an der entsprechenden Stelle Tabellen für die Umrechnung der Energie-Energieeinheiten, den täglichen Energiebedarf, den Proteinbedarf, den Kalzium- und Phosphorbedarf, die tägliche Futtermenge, etc.

Und, wenn dann noch Fragen übrig bleiben, kann man die Autorin über die Kosmos-Infoline erreichen.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch so eine Art Rundum-Sorglos-Paket für BARF – Einsteiger.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 978-3-440-14796-2
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Johanna Esser : Körpersprache von Hund und Mensch

Johanna Esser ist Journalistin und schreibt speziell zum Thema Hunde, ebenso züchtet sie Pointer.

Wer einen Hund hat und sich mit seiner Erziehung von Grund auf beschäftigt, weiß, dass die Körpersprache wichtig ist.
Körpersprache ist Mimik, Körperhaltung und Bewegung. UNd zwar Körpersprache des Hundes und des Halters.

Was ich bei unseren Fellnasen immer wieder sehe ist die Tatsache, dass die Körpersprache Hund-Mensch eine ganz andere ist als Hund-Hund. Man muss den Hund quasi lesen lernen, um zu ahnen was passieren kann. Und klappen tut das ohnehin nicht immer.

Johanna Esser bringt uns Lesern das Thema Körpersprache in diesem Buch in Wort und Bild – und hier ist das Bild ganz wichtig- nahe.

Gegliedert ist das Buch in mehrere Kapitel:
– Körpersprache – warum sie so wichtig ist
– Was Ihr Körper sagt
– Was der Körper des Hundes sagt
– Körpersprache im Hundetraining
und am Schluß gibt es Tipps zu weiterführender Literatur, etc.

Im Buch gibt die Autorin Hilfestellung zum Training unter Berücksichtigung der Körpersprache. Schritt-für-Schritt und Bild-für-Bild wird gezeigt wie man vorgehen soll.
Es kommen Themen wie Stimmungsübertragung, Leinenführigkeit, Aufreiten, Angst und vieles mehr zur Sprache.

Die Autorin schreibt gut verständlich.

Aus meiner Sicht ist das Buch für Hundeanfänger sehr gut geeignet, um sich in die Thematik einzulesen. Diese bekommen Tipps und Hilfestellungen und vor allem klare Trainingsanleitungen.
Wer mit seinem Hund ein Training in einer vernünftigen Hundeschule genossen hat, der kennt die Inhalte der Ausführungen im Buch.
Für quasi Fortgeschrittene bleibt die Autorin zu sehr an der Oberfläche.
112 Seiten
158 Farbfotos
Klappenbroschur (2 Klappen)
240 x 172 mm (LxB)

Quelle:Kosmos-Verlag

Quelle:Kosmos-Verlag


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-440-14532-6
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Jochen Baier : Natürlich gut backen

Jochen Baier ist Bäcker in Herrenberg. Er war einer der Juroren der ZDF-Sendung „Deutschlands bester Bäcker“.
Backen ist Leidenschaft und Beruf zusammen für Jochen Baier. Er führt, in der 6.Generation, die 1835 von Jakob Friedrich Baier gegründete „Brot- und Feinbäckerei Baier“.

Ich backe sehr gerne Brot und Kuchen, etc. selber. Alleine der Duft in der Küche ist es wert, ausserdem schmeckt es einfach nur gut.
Und, na klar, musste ich auch dieses neue Backbuch haben.

Das Vorwort zum Buch „Natürlich gut backen“ schrieb Johann Lafer, der mit dem Autor zusammen für die ZDF-Serie gebacken hat.
Jochen Baier berichtet zu Beginn des Buches über seinen Werdegang, seine Bäckerei und mehr aus seinem Leben. Man spürt seine Leidenschaft für das Backen.
Danach gibt es Tipps vom Profi, damit das Backgut gelingt. Wir Leser lernen Sauerteig selber zu machen, tourierte Teige herzustellen und Biskuit & Buttersand.
Diese ersten Grundlagen sind quasi das Rüstzeug bevor es an die Rezepte geht.

Unterteilt sind die Rezepte in verschiedene Kapitel:
– Brot & Brötchen
– Kuchen
– Gutsle & Süße Stückle
– Herzhaftes Gebäck.

Es schliesst sich ein Glossar an und 2 Register zum Auffinden der Rezepte, einmal ein Register von A-Z und dann ein Themenregister, entsprechend der Kapitel.

Was ich bisher probiert habe, ist gelungen und hat toll geschmeckt. Meine Favoriten bislang, ich habe aber noch nicht alles probiert, Butterhefezopf, Müslibrötchen und Dinkel-Briegel.
Da ich Dinkelmehl nicht so gern mag, habe ich, sorry Herr Baier, Roggenvollkornmehl und Dinkelmehl gemischt. Das hat auch geklappt und geschmeckt hat es auch.

Die Fotos, die einem Lust aufs Backen machen, stammen von Catrin Goebels.

Und da Bilder und Filme oft mehr sagen als Worte, gibt es zum Buch eine Seite mit Videos, Rezepten, etc. Sie finden Sie hier.
Aus meiner Sicht sind die Rezepte dieser Seite auch gut geeignet, um sich selber ein Bild zu machen, wie gut verständlich die Rezepte von Jochen Baier sind.
Sie bestehen aus einer detaillierten Zutatenliste, dem Zeitbedarf ( incl. Auskühlzeit, etc.) und toll beschriebener Zubereitung.
Da kann für mein Gefühl nichts schief gehen.

Für Sie als Leser gilt nur noch – loslegen. Das Buch bestellen können Sie gleich hier.

ISBN: 978-3-440-15030-6
9783440150306

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Bloch / Radinger : Der Mensch-Hund-Code

Ich hatte die Ehre, und das meine ich ernst, das neue Buch von Günther Bloch und Elli H.Radinger „Der Mensch – Hund – Code“ bereits vor der Veröffentlichung lesen zu dürfen.
Danke an die Autoren und den Verlag für das Vertrauen.

Seit vielen Jahren sind die Autoren ein Garant für geballte Kompetenz, wenn es um das Thema Hund geht.
Beide beobachten seit Jahrzehnten wilde Hunderudel und Haushundegruppen und „lesen“ deren Verhalten untereinander.
Ausserdem sind beide im Bereich der Wolfsbeobachtung tätig und zwar nicht bei Gehegewölfen, sondern bei frei lebenden Wölfen.

Im Buch werden viele Erkenntnisse aus dem „Tuscany Dog Project„, das unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr.Udo Gansloßer stand, geschildert. Ebenso findet man Buch Verhaltenserkenntnisse aus den Beobachtungen an wilden Hunderudeln in einem kanadischen „Native Reservat“.

Das Buch „Der Mensch-Hund-Code“ hat den Untertitel „Selbstbewusst durch den Dschungel der Hundeszene“. Und genau dies ist ja wichtig.
Welcher Hundehalter kennt das nicht? Buch über Buch, Artikel über Artikel, wie man richtig mit seinem Hund umgehen soll. Ja und widersprüchlicher geht es oft nicht.
Trainer A sagt hüh und Trainer B hott und was soll ich daraus machen? Wer hat Recht? Wem soll ich glauben?
Die Antwort fällt meist nicht leicht.

Günther Bloch und Elli H.Radinger wollen mit ihrem Buch dabei helfen, sie geben uns Hundehaltern einen Führer für die Hundehaltung an die Hand.

Ihr Buch haben sie unterteilt in mehrere große Kapitel:
– Der Mensch-Hund-Code
– Wilde Hunderudel
– Gemischte Pensionsgruppen
– Mensch-Hund-Gruppen-Code
– Der Dschungel der Hundeszene.

Viele hoffnungslose Hundehalter wenden sich an die Autoren, nichts klappt im Umgang mit ihrem Hund.
Mehrere Trainer durch, alles probiert Hund und Halter verzweifelt.
Gleich in der Einleitung gehen die Autoren darauf ein und wie die beiden denken, zeigt dieses Zitat: „Wir haben der Hundehalterin damals nur geraten, statt überteuerter „Therapie“ eine Woche lang unser Standardprogramm aus der Hippiezeit umzusetzen „Guck mal hier!“…..einfach nur „Guck mal hier!“ und kommentarlos mit Trudi weitergehen, wenn die Leine locker ist…“
Günther Bloch und Elli H.Radinger reduzieren sich und ihre Tipps eher auf schnell und unkompliziert durchführbare Maßnahmen.

Und mal ehrlich, glauben Sie eine Hundemutter würde mit den Welpen lange diskutieren? Garantiert nicht, wenn man mal den Umgang von Hunden untereinander beobachtet, sieht man wie das geht, Lefze hoch oder ähnliche Zeichen und Ruhe ist.

Im Buch bekommt man Hilfestellung wie man die „Scharlatane, Blender und Schaumschläger“ in der Hundeszene erkennt.
Es wird dargestellt wie man erfolgreich Gruppen zusammenstellt, dass es bei Hunden auch Drama-Queen und Drama-King gibt.
Oh wie oft haben mich Stellen aus dem Buch an meine beiden Rüden erinnert, wo mir meist auch nur einfällt alles laufen lassen frei nach dem Motto „It´s Showtime“,
wenn sie mal wieder „kämpfen“.

Das Thema Bindung wird aufgearbeitet. Wie oft schätzt man etwas als gute Bindung ein und es ist es nicht. Mir ist soviel klar geworden.
Danke auch für die mitgelieferten Tests im Buch.
Und es gibt so viele Arten von Bindung, das war mir gar nicht bewusst. Man reduziert sich ja meist auf die Mensch-Hund-Bindung.

Viele Tipps und Trainingsmöglichkeiten drehen sich rundum das Thema „Leinenaggression“.

Einen besonders grossen Teil des Buches nehmen die Beobachtungen der freilebenden Hunderudel ein.
Diese werden, gut verständlich und exakt belegt, aufgearbeitet. Welch ein Aufwand dahinter steckt, bemerkenswert.

Und danach geht es an die praktischen Dinge, wie z.B. die Zusammenstellung von Gruppen in Hundepensionen, die die Autoren als „soziale Gruppe mit Faktor Mensch“ bezeichnen.
Was kann da alles schief gehen, auch in der Spielgruppe, etc.

In meinen Augen ausgesprochen hilfreich ist auch der Weg durch den Methodendschungel, das Thema wird kompetent und knackig aufgearbeitet.
Ja und dann „Der Hundehalter im „Haifischbecken““ mit dem Statement „Wer unkritisch jeden Rat annimmt, von dem er sich Hilfe verspricht, läuft Gefahr, in die Manipulationsfalle zu tappen!“. Wie wahr, es gibt leider zu viele Geschäftemacher in dem Bereich, die das Tier gar nicht interessiert.
Wie man diese erkennt und mit ihnen umgeht, dabei helfen uns die Autoren.

Und als Service gibt es noch jede Menge Literaturhinweise, wenn man sich weiter einlesen möchte.

Ich schätze mal man merkt wie sehr mich dieses Buch begeistert hat.
Es liefert jede Menge Tipps, Denkanstösse, wundervolle und stets passende Fotos und macht Laune sich dem Hund immer wieder zu widmen und seinen Weg zu gehen und zu hinterfragen, egal was gerade Mode ist, genau wie die Autoren.
Was mich absolut beeindruckt hat und ich an Günther Bloch und Elli H.Radinger sehr schätze, ist die Tatsache, dass sie dazu stehen, dass auch sie vor vielen Jahren aus Unwissenheit Dinge geraten haben, die sie heute „verteufeln“.
Bleibt so Ihr Hardliner, Ihr wisst wie ich das meine. Und nach dem Lesen des Buches wissen Sie es auch.

Foto : KOSMOS

Foto : KOSMOS

176 Seiten
140 Farbfotos
laminierter Pappband
249 x 178 mm (LxB)
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-440-13410-8

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Sami el Ayachi : Körpersprachliches Longieren mit Hund

Sami el Ayachi lebt und arbeitet in Köln. Er arbeitet in 2 Berufen, zum einen als Rechtsanwalt und als Hundetrainer.
Sein Schwerpunkt als Hundetrainer liegt im Bereich der Mensch – Hund – Beziehung.

Sami el Ayachi hat als Kommunikationsmethode eine Methode entwickelt, die ungewohnt ist, das „körpersprachliche Longieren“.
Diese Methode hat gleich 2 Seiten, zum einen die bessere und präzisere Kommunikation zwischen Mensch und Hund und zum anderen eine Auslastung des Hundes so ganz nebenbei.

Im Buch lernt man sehr strukturiert wie die Methode funktioniert und wie man sie anwendet.
Der Autor erklärt warum er diese Methode anwendet, welche Vorteile sie hat.
Die Grundlagen, wie Motivation des Hundes, Leinenführung, usw. werden genau erklärt. Alles ist gut verständlich geschrieben und erklärend bebildert.

Dann geht es an die einzelnen Lernschritte. Bild für Bild wird genau gezeigt wie es geht. Man bekommt kurze Infos, erklärenden Text, Vorübungen und die fortführenden Übungen. Und es sind die Kleinigkeiten auf die es ankommt und sei es nur eine kleine Gewichtsverlagerung des Menschen.
Um die Methode zu verstehen und einsetzen zu können, kann man auch zunächst mit Menschen üben, auch das wird erklärt.

Unterteilt ist das Buch in viele kleinere Kapitel. Man wird Schritt-für-Schritt durch das Training geführt.

Das Buch beinhaltet klare Trainingspläne.
Links und QR-Codes führen zu sehr hilfreichen Filmen. Diese Filme sind eine gute Ergänzung zum Text und den Fotos. Bewegte Bilder sagen oft doch noch einmal mehr.

Der Autor hat es verstanden seine Methode, didaktisch sehr gut aufbereitet, dem Leser nahezubringen.
Es macht Spaß das Buch zu lesen und mit seiner Hilfe zu üben. Man entscheidet selber, wann und wieviel man übt. Und eine tolle Beschäftigung für den Hund ist das Longieren allemal.

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