An jedem einzelnen Tag: Mein Leben mit einem Stalker Taschenbuch – von Mary Scherpe (Autor)

Die Autorin Mary Scherpe ist Bloggerin. Sie verdient ihren Lebensunterhalt im Internet.
Das geht sehr lange gut.
Bis eines Tages ein Stalker in ihr Leben tritt.

Zunächst bemerkt sie dies gar nicht. Es werden Sachen bei ihr angeliefert, die sie nicht bestellt hat.
Der Stalker schikaniert sie wo er nur kann. Es gibt Instagram-Konten, die ihre zu sein scheinen, aber der Name ist nur ganz wenig abgeändert, anders geschrieben, ebenso bei anderen Social Media-Accounts.

Es erscheinen Kommentare auf Blogeinträge, die der Autorin zu weit gehen.
Mary Scherpe wird es schwer gemacht Ihr Geschäft noch aufrecht zu erhalten.
Sie lernt, dass man einem solchen Stalker hilflos ausgeliefert ist. Der Stalker ist clever genug nicht angreifbar bzw. aufgreifbar zu sein für Social Media – Unternehmen, etc.

Die Polizei kann ihn nicht ausfindig machen.

Mal eben ein Blog schliessen geht nicht, wenn es die Erwerbsquelle darstellt.
Was auch immer Mary Scherpe versucht, es stachelt den Stalker offensichtlich nur an.

Soll sie aufgeben? Das will sie nicht. Also auf, Angriff ist die beste Verteidigung.
Die Autorin nutzt die ihr bekannten Wege des Internets und macht dem Stalker nun ihrerseits das Leben schwer. Sie leitet die Aufmerksamkeit auf ihn.
Das wird dem Stalker zuviel.

Dieses Buch ist kein Ratgeber für Stalkingopfer.
Es ist ein Sachbuch, das das Leben von Mary Scherpe beschreibt ( sie hat alles dokumentiert ) nachdem der Stalker in ihr Leben getreten ist.
Das Buch ist eine Art Abrechnung mit ihm.

Mir erscheint es auch als eine Selbsttherapie, als eine Art des Verarbeitens der Geschehnisse.
Und es macht aufmerksam darauf wie schlimm Stalking für Betroffene ist, wie es den Opfern das Leben ruiniert.

Man schätzt, dass etwa 600 000 Stalkingfälle/Jahr in Deutschland passieren.

 ISBN: 978-3-404-60829-4

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Papst Franziskus: Aufbruch und Neuanfang Gebundene Ausgabe – von Jürgen Erbacher (Autor)

Jürgen Erbacher ist Vatikan-Journalist beim ZDF.
Er ist Theologe und Politikwissenschaftler, war Redakteur bei Radio Vatikan und hat lange in Rom gelebt.
Er ist ein Kenner des Vatikans und der Gremien.

Dieses Buch handelt vom Neuanfang in der katholischen Kirche mit Papst Franziskus.
Warum gibt es ihm eine neue Richtung in der katholischen Kirche? Was kann man von ihm erwarten?
Erschienen ist das Buch 2013 also zu den Anfangszeiten von Papst Franziskus. Man erfährt im Buch ganz viel zu dem Menschen Jorge Mario Bergoglio.

Der Autor hat mit ganz viel Hintergrundwissen und guter Recherche ein Buch geschrieben, das dem Leser den Papst nahe bringt.
Ein Papst, der der „Kardinal der Armen“ war. Ein Mensch, der aufräumen will mit alten Traditionen.
Der keinen Wert auf Etikette legt sondern zurück will zu den Ursprüngen. Er kümmerte sich schon als Bischof um die Armen.
Wollte unter den Menschen leben und tut dies auch als Papst. Prunk liegt ihm fern.
Warum dies so ist, wie er groß geworden ist, wie er als Jesuit gelebt hat, all das schildert der Autor.

Auch erklärt das Buch warum der Papst den Namen Franziskus gewählt hat, welches Signal er damit setzen wollte. Warum er Franz von Assisi als Vorbild nimmt, der sich um die Armen kümmerte.
Ich finde es auch spannend zu erfahren was um das Konklave herum geschah, dass Bergoglio schon mal Kandidat war für das Amt des Papstes, warum aber jetzt erst die Zeit reif war für ihn.

Jürgen Erbacher hat auch Eindrücke von 6 deutschsprachigen Konklave-Kardinälen, wie Karl Lehmann, Reinhard Marx, etc. in sein Buch eingebracht. Auch diese schildern wie man den Papst aus der Sicht der deutschsprachigen Kirche sieht.

Im Anhang findet man den Lebenslauf des Papstes, Literaturhinweise, weiterführende Seiten im Internet.

Mein Fazit: ein sehr gut recherchiertes und spannend geschriebenes Buch über Papst Franziskus, das sicher nicht nur für gläubige Katholiken lesenswert ist, sondern für jeden, der diesen Menschen näher kennenlernen möchte.

ISBN :978-3629130471

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Die Stunde der Patinnen: Frauen an der Spitze der Mafia-Clans Gebundene Ausgabe – von Mathilde Schwabeneder-Hain (Autor)


Mathilde Schwabeneder hat in Rom Romanistik studiert. Seit 2007 arbeitete sie als Auslandskorrespondentin für den ORF in Italien.
Sie kennt die Mentalität der Menschen und vor allem auch der italienischen Frauen sehr genau.
Seit langem ist bekannt, dass auch Frauen eine große Rolle spielen in der Welt der italienischen Mafia. Egal ob bei der Cosa Nostra, der Camorra oder Ndrangheta. Frauen stehen an der Spitze von Mafia-Clans, weil die Brüder oder Ehemänner nicht zur Verfügung stehen. Nicht selten sind diese in Haft.
Der Autorin ist es gelungen in diese Welt einzudringen. Sie hat das Vertrauen von 14 dieser Patinnen gewonnen, die aus der Mafia ausgestiegen sind.
Frauen, die sich gegen die Welt der Gewalt entschieden. Frauen, die sich der Gefahr ausgesetzt haben und ein neues Leben angefangen haben.
Eindrucksvoll schildert Mathilde Schwabenender das Leben dieser Frauen zur Zeit als sie noch Mitglied der Mafia waren. Man erfährt wie freiwillig oder unfreiwillig diese Frauen in die Welt der Verbrechen kamen und auch wie sie erlebt haben.
Genauso mitreißend lässt uns die Autorin teilhaben am Ausstieg der Patinnen.
Dies bedeutet oft Lebensgefahr für die Mafiafrauen und auch ihre Kinder.
Erschütternd ist wie die Mafiosi ihre Familien benutzen, auch und gerade wenn sie im Gefängnis sind.
Da müssen Kinder mit zum Besuch und laut spielen, damit der Ehefrau Anweisungen zugeflüstert werden können. Kleine Zettel mit Anweisungen werden in Schokoladetafeln herausgeschmuggelt und vieles mehr.
Manche Patin findet ihr Leben völlig normal, genießt ihre Macht. Aber oft kommt die Zeit des Nachdenkens, des Zweifelns und des Ausstiegs.
14 mutige Aussteigerin haben zusammen mit der Autorin ermöglicht, dass man als Leser eintauchen kann in diese Welt und in ihr Leben.
Dies ist kein reines Sachbuch, nein es ist viel mehr. Es sind Lebensgeschichten, Einsichten in Welten, die man sich nicht vorstellen kann und ganz viel Gefühle.
Der Autorin ist gelungen die Frauen und Kinder so eindrücklich zu schildern, dass man die Belastungen und Ängste förmlich spüren kann.

Danke für ein aufrüttelndes Buch, das mit ganz viel Sachverstand, sehr guter und aufwändiger Recherche und viel Empathie geschrieben wurde.
ISBN: 978-3-222-13461-6

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Alexander Horn: Die Logik der Tat

Alexander Horn, Leiter der Dienststelle für Operative Fallanalyse (OFA) bei der bayerischen Polizei, beschreibt in diesem Buch seine Arbeit.
Der Untertitel des Buches „Erkenntnisse eines Profilers“ ist nicht korrekt.
Der Autor erklärt den Unterschied zwischen Profiler und Fallanalytiker und dass er kein Profiler ist.

Als Fallanalytiker berät er Sonderkomissionen bei der Suche nach Tätern.
Alexander Horn und seine Kollegen sind nicht weisungsbefugt. Das dies ein Problem sein kann, erfahren Sie als Leser des Buches. Sie sind nur beratend tätig.
Fallanalytiker kümmern sich um die Ergründung des Gesamtzusammenhangs. Sie helfen den oder die Täter zu finden.
Horn schildert wie er vorgeht bei seiner Arbeit.

Die Fallanalytiker sind weltweit vernetzt. In Deutschland ist dieser Bereich der Kripo noch im Aufbau und mittlerweile ein separater Ausbildungsweg, der zusätzlich erfolgen kann.
Fallanalytiker lernen aus verschiedenen Bereichen, wie Forensische Psychiatrie, Gerichtsmedizin, Spurenauswertung, usw.
Sie arbeiten im Bereich der Sexualdelikte, besonders, wenn es sich um Serientaten handelt, im Bereich von schwerwiegender Kriminalität und Serientaten.

Alexander Horn beschreibt an 2 Fällen, die ihn lange beschäftigt haben, wie man als Fallanalytiker vorgeht.
Lange Jahre hat er den „Maskenmann“ gesucht, der etliche Sexualdelikte begangen hat.
Ein weiterer Fall waren die NSU-Morde, allerdings lange bevor diese der NSU zugerechnet wurden.

Der Autor beschreibt aber auch, wie belastend sein Beruf ist, welche Auswirkungen es auf das Privatleben gibt, welche auf die Psyche.
Sehr offen wird dem Leser vor Augen geführt, wie schwer es für Alexander Horn immer noch ist, dass er im Fall der NSU-Morde nicht mehr erreichen konnte, da eine Soko seiner Einschätzung nicht gefolgt ist.

Auch wird im Buch deutlich, dass dies eine Teamarbeit ist. Alleine ist man in dem Bereich nicht in der Lage die Zusammenhänge alle objektiv zu bewerten und die umfassende Arbeit zu leisten.
Das Buch räumt auch auf mit dem was man im Fernsehen vorgesetzt bekommt, in Bezug auf die Arbeit dieser hochqualifizierten Polizisten.

Mein Fazit: Dieses Buch schildert eindrucksvoll die Tätigkeit eines Fallanalytikers, die so gar nichts mit dem zu tuen hat, was man aus Krimis so kennt.
Gleichzeitig wird aber auch klar was dieser Beruf mit einem Menschen macht. Man kann nicht mit dem Verlassen des Arbeitsplatzes die Belastungen, die der Beruf mit sich bringt, abschütteln.
Ein tolles Buch für alle, die sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen wollen, kein Krimi, kein Unterhaltungsbuch.

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Glücklich sterben?: Mit dem Gespräch mit Anne Will Gebundene Ausgabe – von Hans Küng (Autor), Anne Will

Hans Küng, der als Professor für ökumenische Theologie an der Universität Tübingen tätig war, ist schon länger für seine Einstellung zum Thema bekannt.
Ich bin kein „Küng-Fan“, aber das Thema interessiert mich sehr.

Provokativ fragt der Autor in seiner Einleitung „Kann Sterben glücklich sein?“. Sterben und Glück, eins oder schließt es sich aus?
Das hängt sicher von der Situation des betroffenen Menschen ab.
Ich habe sterben im nahen Umfeld als Qual erlebt, aber auch das Glück, dass der Wunsch „umfallen und tot sein“, Realität wurde.

Leider ist aber immer wieder das Sterben eher eine Qual, sei es, weil der Betroffene körperlich schwer krank ist, dement ist und nicht mehr er selbst oder aufgrund psychischer Erkrankungen.
Bis heute ist in Deutschland der Umgang mit dem Thema Sterbehilfe sehr schwierig, egal ob aktive oder passive Sterbehilfe.
Hochaktuell ist das Thema gerade, da auch politisch Bewegung reinkommt.

Hans Küng und sein, mittlerweile verstorbener, Mitkämpfer Walter Jens, wollten nicht unter Qualen sterben.
 Nicht unerträgliche Schmerzen durchleben müssen oder dement vor sich hin vegetieren, das war das Ziel der Beiden.

Dieses Buch besteht zum einen aus einer Abschrift eines Gespräches zwischen Anne Will und Hans Küng und zum anderen aus einem Teil, in dem Hans Küng seine Meinung zum Thema aufgeschrieben hat.
Beeindruckt hat mich, dass Küng als Theologe nicht die Meinung der Kirche vertritt, sondern seine eigene.
Er fordert, dass jeder Mensch das Recht auf einen glücklichen Tod haben soll, wenn er das möchte.
Glücklich sterben nicht nur durch Selbsttötung sondern auch durch Sterbehilfe.

Nicht jeder ist am Ende seiner Tage in der Lage seinem Leben selbst ein Ende zu setzen. Manch einer benötigt zur Erfüllung dieses Herzenswunschs Hilfe.
Dies sollte aber kein Geschäft sein.

Dieses Buch ist ein Plädoyer für ein Sterben, das menschenwürdig ist.
Ein Buch das wachrüttelt, nie polemisch ist. Es lohnt sich das Buch zu lesen.

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Welcher Stern ist das?: Sterne und Planeten entdecken und beobachten Gebundene Ausgabe – von Joachim Herrmann (Autor)

Das Buch ist ein toller Ratgeber für alle, die sich für Sterne, Sternbilder und Planeten interessieren.
Unser Sohn hat das Thema für sich entdeckt und uns angesteckt.

Oft fragt man sich was man gerade am Himmel sieht.
In diesem Buch findet man die Antwort.
Es ist sehr gut verständlich geschrieben.
Der Autor fängt zunächst einmal mit einer Art Gebrauchsanleitung für das Buch an.
Dann geht es los mit der Himmelskunde. Wie orientiert man sich am Himmel? Welche Planeten gibt es? Genauere Information über Sonne und Mond bekommt man. Die Sterne lernt man kennen.
Es gibt Tipps zu Fernrohr und Fernglas.

Dann folgen Sternkarten und Sternbilder.
Himmelsereignisse bis 2026 sind im Buch erfasst, man hat lange Freude an dem Buch.
Uns macht es nun noch mehr Spaß durchs Teleskop zu schauen oder auch so die Sterne zu beobachten.

Für jeden Monat gibt es Beschreibungen was man sehen kann.

Angereichert ist der Text, der sehr hilfreich ist, mit tollen Fotos und Zeichnungen.
Auch bekommt man eine Art Packliste, wenn man losziehen will zur Himmelsbeobachtung.

Und wer nun nach dem Lesen des Buches vom „Himmelsfieber“ befallen ist, der findet auch Adressen von Planetarien, etc. und Tipps zum Weiterlesen.

Es ist ein Buch für die ganze Familie.

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Besser fix als fertig: Hirngerecht arbeiten in der Welt des Multitasking Gebundene Ausgabe – von Bernd Hufnagl (Autor)

Bernd Hufnagl war lange Jahre Hirnforscher, heute arbeitet er auch beratend in Unternehmen.

Dieses Buch mit dem Untertitel „Hirngerecht arbeiten in der Welt des Multitasking“ ist ein Appell so zu arbeiten, dass man sich, und vor allem sein eigenes Gehirn, nicht überfordert.
Burn-Out kommt nicht von einem Zuviel an Arbeit, sonderm vom falschen Umgang mit dem Gehirn.

Man kann durchaus viel arbeiten, kein Problem, solange man beachtet was man mit seinem Gehirn macht.
Haben wir ein Froschhirn oder sind wir eine Spitzmaus?

Nein ich spinne nicht.
Es ist wichtig zu wissen ob gerade das Froschhirn angesprochen wird. Es hat seinen eigenen Arbeitsstil.
Froschhirn
– sagt friss alles was Du siehst
– dann kümmere Dich um die Fortpflanzung
– und dann folgt Agression, gegen z.B. konkurriende Frösche, Thema Futterneid, etc.

Anhand solcher Beispiele erklärt der Autor in sehr gut verständlicher Sprache, mit tollen Beispielen, die Erkenntnisse aus der Hirnforschung.
Bernd Hufnagl schafft es ganz komplexe Vorgänge sehr einfach zu beschreiben.

Nach den Grundlagen wie unser Gehirn in welcher Situation reagiert, kommen dann die Erläuterungen, auch zum gerade so modernen Thema Burn-Out.
Der Autor erklärt wie ein Arbeitstag ist, wie man ihn ändern kann und gibt auch Tipps wie man Mitarbeiter hirngerecht führt.
Da ich mich ja auch als meinen eigenen Mitarbeiter sehen kann, kann ich es auch auf mich anwenden.

Mein Fazit: dieses Buch sollte ein Muss sein für alle Führungskräfte, Personalverantwortlichen, Lehrer aus meiner Sicht auch und für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.

Das Buch ist sehr gut verständlich und es macht Spaß es zu lesen.

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Lob des Irrtums: Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt [Gebundene Ausgabe] Jürgen Schaefer (Autor)

Jürgen Schaefer ist Wissenschaftsjournalist und arbeitet bei GEO als Redakteur.

Das Buch mit dem Untertitel „Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt“ macht Mut den Perfektionismus abzulegen.

Ärgern wir uns nicht alle über Fehler, die wir machen.
Ich persönlich habe es schon in der Schule gehasst, wenn rote Striche am Rand einer Klassenarbeit Fehler signalisierten. Damit bin ich sicher nicht alleine.
So sind wir nun mal erzogen. Hin zur Fehlerlosigkeit.

Eindrucksvoll, mit ganz vielen Belegen aus der Neurowissenschaft, der Evolution, man denke nur an Darwin, usw. erklärt der Autor warum es Fehler braucht.

Der Autor fordert dazu auf seine eigenen Fehler zu lieben.
Das fällt schwer, aber Jürgen Schaefer hat so eindeutige Beispiele dafür, dass sich die Mühe des Weges dahin lohnt.

Besonders beeindruckt hat mich seine Schilderung der Geschichte von Ang Lee, der aus Taiwan in die USA emigrierte, um seinen grossen Traum zu verwirklichen.
Er wollte Schauspieler werden.
Während des Studiums legt er sich fest Regisseur zu werden.

Für seine Diplomarbeit wird er ausgezeichnet, er hofft auf den grossen Durchbruch.
Die Agentur, die ihn vertritt, beschafft ihm keinen Job. Er und seine Familie leben vom Geld das seine Frau verdient. Er will umschulen. Dies verhindert seine Frau.

Nach 6 Jahren gewinnt er einen Wettbewerb . Mit dem Preisgeld dreht er in 48 Tagen einen Film der zu Herzen geht.

Der Durchbruch ist geschafft. Ang Lee wurde für 38 Oscars nominiert, 12 mal hat ihn bekommen.
Dies ist einer der Beweise, dass auch Niederlagen zum Erfolg führen können.

Viele Irrtümer fallen uns ja gar nicht auf. Zeugenaussagen, die beeinflusst sind vom Individuum das sie macht. In bester Absicht und mit der festen Überzeugung die Wahrheit zu sagen, aber beeinflusst von der subjektiven Wahrnehmung.
Optische Täuschungen verschieben die Wahrheit ebenso.

Es gibt viele Beispiele im Buch von Jürgen Schaefer. Beispiele, die auf der einen Seite Mut machen Fehler zuzulassen, auf der anderen Seite aber auch aufzeigen, dass ein Leben ohne Fehler gar nicht möglich ist. Fehlerlos leben würde Stillstand bedeuten.

Viele Entdeckungen verdanken wir auch Irrtümern.
Ohne Irrtum hätten wir kein Penicillin und viele andere Dinge mehr.

Hierzu liefert der Autor sowohl den wissenschaftlichen Hintergrund wie auch Beispiele.
Das Buch ist sehr fundiert geschrieben.

Ich kann es nur jedem Leser empfehlen, der bereit ist neue Gedanken zuzulassen.


 

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Vom Gottesteilchen zur Weltformel: Urknall, Higgs, Antimaterie und die rätselhafte Schattenwelt [Gebundene Ausgabe] Rüdiger Vaas (Autor)

Nachdem ich schon ein anderes Buch des Autors gelesen habe und begeistert war, habe ich auch dieses über 500 Seiten starke Buch angetan.

Cern gab 2012 die Entdeckung der Gottesteilchen (Higgs-Boson) bekannt.
Der Nobelpreis wurde 2013 an die Forscher Higgs und Englert verliehen. Darum spricht man auch von Higgs-Teilchen.
Die Teilchenphysik ist eine rundum spannende Materie. Diese bekam nun auch noch die Bestätigung der Arbeit von Higgs einen Auftrieb.

Leider hat mich dieses Buch nicht ganz so überzeugt wie das andere Buch des Autor (Hawkings Universum), das ich gelesen habe.
Dieses Buch ist für Laien, ich bin keine Physikerin nur Naturwissenschaftlerin, schwer zu lesen. Teilweise finde ich die Texte auch sehr lang und trocken geschrieben.

Nicht falsch verstehen, der Inhalt an sich ist einfach super, obwohl es ab und an Wiederholungen gibt.
Der Schreibstil macht es dieses Mal sehr anstrengend das Buch zu lesen.

Es ist eher ein Buch für Fachleute, gewünscht hätte ich mir wieder ein für jedes Publikum verständliches Buch zu dem spannenden Thema.

 

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Wenn die Seele brennt: Mit eigener Kraft aus der Krise [Broschiert] Christian Lüdke (Autor), Andreas Becker (Autor)

Christian Lüdke, der Kinder – und Jugendpsychotherapeut ist und lange für die Polizei gearbeitet hat, ist Traumatherapeut.
Er hat zusammen mit dem Illustrator Andreas Becker ein Buch zu einem Thema geschrieben, das in aller Munde ist, aber nur selten in seinem Buch „Burn – Out“.

Äusserst gut zu lesen ist der Ratgeber von Dr.Lüdke, der zum einen aufzeigt, was schon die Seele brennen lassen kann und zum anderen auch konkrete Hilfen anbietet.
Angeregt durch die Teilnahme des Autors an einer Fernsehsendung, habe ich das Buch gelesen. Er versteht es, auch einem Laien, schwierige Sachverhalte zu verdeutlichen.

Nicht der Stress im Beruf ist, wie viele denken, der Auslöser für psychische Probleme. Es sind oft die Kleinigkeiten.
Und ein Trauma ist auch nicht zwangsläufig mit einer Katastrophe verbunden, sondern auch so Dinge, die einfach passieren, wie die Krankheit eines Angehörigen oder Freundes.
Und davon verkraftet unsere Seele und damit auch unser Körper, nur eine bestimmte Menge. Dies ist auch abhängig davon wie stabil man psychisch und physisch ist, wie die Verarbeitungsmechanismen, etc, sind.

Christian Lüdke liefert hier Informationen auch zu den Vorgängen im Menschen, die zur Erschöpfung führen und gibt auch Hilfestellung, wie man es schafft aus dem Feuer der Seele wieder rauszukommen.
Angefangen von den 5 Tibetern über die Selbsthynose, ganz viel Hinweise auf Hilfsangebote, hier findet man Tipps oder Wege zur Hilfe.

Mich hat das Buch, das auch sehr schöne Illustrationen zum Thema beinhaltet, ganz stark zum Nachdenken angeregt, zum Nachdenken über mich selbst und meine Mitmenschen.
Ebenso hat es mich veranlasst, mehr an mich zu denken und meine Seele zu „pflegen“. Gelesen habe ich es in 2 Tagen, weglegen ging kaum.

Mein Fazit, ich kann das Buch jedem empfehlen, der meint er sei gestresst und etwas dagegen tuen will, genauso wie auch allen, die beruflich oder privat mit Menschen zu tuen haben, die in weitestem Sinne Lebenskrisen durchmachen und auch allen, die wie ich, erst einmal nur neugierig sind und dann feststellen, dass sie auch selber schon mal anfangen sollten ihre Ziele auszubauen.

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