Charlie Dombrow : Fotografie Lost Places

Charlie Dombrow ist Fotograf im Bereich der Werbefotografie und Location Scout.

Auch Lost Places haben es ihm angetan, oft geben sie ja auch einen guten Hintergrund für Werbeaufnahmen ab. Tolle Fotos aus dem Bereich findet man auf der Homepage des Autors.

Das Buch “Fotografie Lost Places” führt den Leser und Betrachter in oft verborgene Welten.
Der Autor schreibt bereits im Vorwort, dass er bei der Auswahl, der im Buch vorgestellten Locations, nicht alle tollen Lost Places aufführen kann. Viele davon kann man aus rechtlichen Gründen nicht öffentlich machen, oft ist es verboten zu fotografieren.

Im Buch lässt uns der Autor teilhaben an seinen Gedanken zum Thema “Lost Places”. Wie wunderbar ist oft der Charme eines alten maroden Gebäudes und wie entsetzlich wäre ein Renovierung, besonders, wenn sie nicht richtig gemacht würde.

Dann geht es los in die verschiedenen Bereiche des Buches.

Es ist unterteilt in mehrere Kapitel:
– Vergessene Welten
– Begegnungen im No-Go-Land
– Lex Urbex
– Gut gerüstet ins Abenteuer
– Urbex Bootcamp
– Orte der Erinnerung
– Sagenwelten
– Vergessene orte
– Urbexexpeditionen
– Leben im Lost Place
– Das kleine Einmaleins
– HDR-Sandwiches
– Pixelpolitur
– Jäger der verlorenen Schätze.
Die Überschriften zeigen schon was man als Leser und Betrachter im Buch alles geboten bekommt.
Neben ganz vielen sehr guten und stimmungsvollen Fotos von Lost Places über das geeignete Equipment hin zu Bearbeitungsprogrammen, stürzenden Linien, wie finde ich beeindruckende Lost Places? oder auch alte Bäume, die als Kulisse für Shootings dienen könnten? bis hin zu vielen Links zu weiterführenden Seiten.

Im Buch habe ich ein Foto entdeckt, das ein altes Hotel zeigt. Ich hielt es zunächst für eine Postkarte aus alten Zeiten. Weit gefehlt, der Autor zeigt man Beispiel wie man aus einer normalen Aufnahme ein solches Foto macht. Er gibt im Buch ganz viel Denkanstösse zum Thema Lost Places, wie schaffe ich es auf Fotos den Charme des morbiden Baus rüber zu bringen, wie fange ich die Szene ein, wie kann ich in der Bildbearbeitung eine recht nichtssagende Aufnahme mit der Simulation z.B. einer Nachtaufnahme, zu einem wahren Kunstwerk machen.

Es fehlen im Buch auch nicht Tipps, dass man als Urbexer besser nicht alleine losgeht, da es immer Gefahren mit sich bringt, wenn man Lost Places betritt.

Das Buch von Charlie Dombrow zum Thema “Lost Places” ist eine Augenweide und der Autor hat es im Buch geschafft neben den Fotos, die den Charme der Location abbilden, auch ganz viele Tipps (auch für Einsteiger verständlich) zu geben, von fotografischen bis hin zu rechtlichen.

ISBN: 9783645605144
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Tilo Gockel : Bokeh !

“Bokeh! – Fotografieren mit seidenweicher Unschärfe” ist ein sehr lesenswertes Buch zum Thema von Tilo Gockel.

Tilo Gockel ist Fotograf und Autor, auch mit der Bildbearbeitung kennt er sich gut aus.

Bokeh ist mittlerweile ein beliebtes Stilmittel in der Fotografie.
Bokeh ist mit Unschärfe gleichzusetzen.
Diese Unschärfe wird bewusst genutzt.

Bislang habe ich mit diesem Thema nicht auseinandergesetzt. Mir gefallen aber, gerade bei Porträts, Fotos mit Bokeh.
Unschärfe bewusst einsetzen, das muss ich erst einmal lernen.

Dieses Buch von Tilo Gockel ist eine grosse Hilfe dabei.
Eins vorweg, das Buch ist aus meiner Sicht für Fotoeinsteiger nicht geeignet.
Wohl aber ist ein tolles Buch für alle, die schon länger fotografieren und nun das Thema Bokeh, strukturiert angehen oder vertiefen wollen.

Der Autor hat sein Buch unterteilt in mehrere grosse Kapitel:
1. Grundlagen
2. Essen und Trinken
3. Schöne Dinge
4. Menschen
5. Stadt und Land.

In den Grundlagen bringt Gockel uns Lesern nahe wie man Bokeh erzeugen kann. Zum einen über verschiedene Objektive, für Mutige gibt es Freelensing, bitte den Warnhinweis beachten, Defocus Stacking,aber auch mit Hilfe der Bildbarbeitung, etc.
In diesem Kapitel findet jeder, für mein Empfinden, die Methode oder die Methoden, die zu ihm passen.

Danach folgen die Einsatzgebiete, egal ob Foodfotografie, Porträts, Landschaften, Produktfotografie. Jede Kategorie wird mit ihren Besonderheiten behandelt.

Tilo Gockel hat alles was er erklärt reich bebildert. Man bekommt quasi Schritt – für – Schritt – Anleitungen mit sehr gut verständlichem erläuterndem Text.

Die Beispielfotos helfen bei Motivsuche.

Das Buch ist sehr gut geeignet, um sich in das Stilmittel Bokeh einzuarbeiten.
Ich kann das Buch von Tilo Gockel nur empfehlen.

ISBN: 9783864903939
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Hoffmann : Der abstrakte Blick

Torsten Andreas Hoffmann ist Fotograf und Buchautor.
Er hat schon in vielen Ländern fotografiert und etliche Preise für seine Fotos bekommen.

Das Buch heisst zwar “Der abstrakte Blick” und es ist laut Untertitel eine “Kompositionsschule für eine künstlerische Fotografie”, aber aus meiner Sicht hat der Autor es geschafft anhand künstlerischer Fotos die Begriffe der Bildkomposition zu verdeutlichen auch für die ganz normale Fotografie.

Interessant finde ich gleich zu Beginn die Definition des Autors zur abstrakten Fotografie :”Abstrakte Gedanken sind Gedanken, die ein Eigenleben entwickeln. Bei abstrakten Fotografen beginnt sich die Farb- und Formensprache vom Gegenständlichen zu lösen und entwickelt ebenfalls ein Eigenleben auf der Bildfläche.”
Dies sagt aus meiner Sicht ganz viel aus über die Art der Fotos, die den Betrachter und Leser im Buch erwartet.

Erst einmal habe ich mir die Fotos nur angeschaut. Oft habe ich mich bei dem Gedanken ertappt ob es noch Fotos sind.
Wo hört das Foto auf und wo beginnt das Bild? Falls man diese Trennung überhaupt noch vollziehen kann und möchte.

Der Autor hat mit seinem abstrakten Blick und der Kamera Kunstwerke geschaffen, die an Bilder im Museum oder einer Galerie erinnern.

Hoffmann erklärt gut verständlich und anhand vieler Beispiele wie man welchen Effekt erzielt, welche kompositorischen Regeln man beachten soll.
Das Buch “Der abstrakte Blick” ist eine sehr gut strukturierte Kompositionsschule.

Gleich zu Beginn schildert der Autor seine Sicht der Abstraktion. Abstraktion nicht alleine in der Kunst sondern auch in der Fotografie.
Oft erinnert es an den Kubismus was man beachten muss bei der abstrakten Fotografie.

Danach führt Torsten Andreas Hoffmann uns Leser in mehreren Kapiteln durch alle Punkte, die die Komposition eines Fotos ausmachen:
– Formensprache – von den Grundformen über Kombination von Formen, Formmuster usw.
– Gestaltung mit Farbe – Farbe kann starke Akzente im Foto setzen
– Der abstrakte Blick in der Praxis
– Wege zur vollkommen Abstraktion.

Der Autor zieht in seinen Beschreibungen Parallelen z.B. zu Kandinsky und seiner Arbeit.
Wir lernen etwas zu der Reduktion von Formen und vieles mehr.
Man sieht Farben wie bei Yves Klein auf Fotos, die eine faszinierende Wirkung erzielen.

Kontraste und ihre Wirkung lernt man genauso bewusst kennen wie Ton in Ton.
Fasziniert hat mich “Prägnante Kompositionen im Genre Stadt verdichten” – ich konnte entdecken, wie achtlos ich im Alltag an faszinierenden Motiven vorbei gehe.
Eigentlich dürfte ich, nachdem ich das Buch verschlungen habe, gar nicht mehr ohne Kamera aus dem Haus gehen.
Man kann soviel entdecken auf dem Weg, wenn man nur den Blick etwas ändert.

Ein tolles Buch für alle, die sich mit dem Thema Komposition in der Fotografie auseinandersetzen möchten und erst recht für diejenigen, die mal andere Wege Richtung Abstraktion beschreiten möchten. Sicher kein Buch für Anfänger.
Das komplette Inhaltsverzeichnis und Leseproben finden Sie hier.

Quelle: dpunkt.verlag

Schauen Sie rein, ob Sie genau fasziniert sind wie ich vom Buch.

Bestellen können Sie das Buch hier.

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Maike Jarsetz : Google Nik Collection

Maike Jarsetz ist Fotografin, Autorin und Trainerin.
Ich schätze ihre Bücher und Video-Trainings sehr, da sie immer sehr strukturiert und gut verständlich sind.

Da es die “Google Nik Collection” mittlerweile kostenlos gibt, wird sie immer mehr genutzt.
Ich habe die Nik Collection schon länger, noch in der kostenpflichtigen Version, auf dem Rechner und nutze sie bei Lightroom und Photoshop.

Dieses Videotraining von Maike Jarsetz hat mir nun aber noch ganz viele Tipps gezeigt, die ich nicht kannte.
Wer kennt das nicht, man nutzt immer identische Dinge, damit kennt man sich aus.
Nik Collection ist aber ein solch gewaltiger Werkzeugkasten, dass ich alleine nicht alles ausprobiert habe.

Maike Jarsetz nimmt einen virtuell an die Hand und zeigt Schritt für Schritt an der Software wie man welchen Effekt erzielt. Das Videotraining ist quasi ein Kurs für zuhause.
Sowohl am PC als auch am Tablet kann man es anschauen.

Unterteilt hat Maike Jarsetz das Training in mehrere Kapitel:
– der Start mit der Google Nik Collection
– Faszinierende Bildlooks mit “Analog Effex Pro”
– Farblooks und stilvolle Effekte mit “Color Efex Pro”
– Perfekte Schwarz-Weiß-Bilder mit “Silver Efex Pro”
– Tonemapping und HDR-Looks mit “HDR Efex Pro”
– Farbe und Licht gezielt steuern mit “Viveza”
– “Define” – die professionelle Rauschreduzierung
– Perfekte Bildschärfe mit “Sharpener Pro”

Jedes Kapitel ist unterteilt in kleine Untereinheiten. Wer das komplette Inhaltsverzeichnis anschauen will, kann das hier tuen.
Auf der Seite von Rheinwerk findet man auch Hinweise, wie man das Training aufs Tablet bekommt. Auch findet man dort erste Testlektionen, so können Sie sich erst einmal anschauen, ob es etwas für Sie ist.
Durch das Videotraining kann jeder soviel anschauen und ggf. gleich nachvollziehen am heimischen PC, wie er schafft.

Ich habe mir erst einmal alles angeschaut und bin nun dabei, je nach Bedarf, die einzelnen Parts anzuschauen und selber anzuwenden.

Mit dem Video-Training von Maike Jarsetz kann man unter professioneller Anleitung den Workflow zur Nik Collection lernen bei freier Zeiteinteilung.
Ich finde das sehr praktisch.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN 978-3-8362-4311-7
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Mark Robertz : Deutschlands Landschaften fotografieren

Mark Robertz ist Landschaftsfotograf.
Auf seiner Homepage kann man tolle Fotos entdecken.
Nun hat dieses sehens- und lesenswerte Buch “Deutschlands Landschaften fotografieren” geschrieben.
Es trägt den Untertitel “Vom Wattenmeer über das Elbsandsteingebirge bis zum Berchtesgardener Land”.

Mark Robertz hat es in diesem Buch geschafft zwei Dinge zu vereinen. Er bringt dem Leser die deutschen Nationalparks nahe in ihrer ganzen Schönheit.
Und ganz ehrlich wieviele Fotografen reisen rund um die Welt, um tolle Landschaften zu entdecken und kennen die deutschen Nationalparks nicht.
So frei nach dem Motto “Sieh das Gute liegt so nah” lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen quer durch deutsche Landschaften.
An den Beispielen aus den deutschen Nationalparks lässt uns Mark Robertz teilhaben an seinem grossen Erfahrungsschatz.

Die Tipps von Mark Robertz sind vielfältig. Um mal Beispiele zu nennen, es gibt blau hinterlegte Kästchen mit speziellen Tipps, wie z.B. was man machen sollte, damit am Strand kein Flugsand beim Wechseln des Objektives ins Gehäuse kommt. Aber auch Tipps zum Einsatz von Filtern, etc. gibt es. Dies zieht sich durch das ganze Buch.

Bei jedem Foto findet man die Brennweite, die Belichtungszeit, ISO, WB, welcher Filter, wenn einer verwendet wurde.
So hat man schon mal das erste Rüstzeug.
Im Verlaufe des Buches, ich habe einmal komplett gelesen und werde mir dann nach und nach, je nach Situation, wieder einzelne Dinge vornehmen, bekommt man sehr viele hilfreiche Tipps.
Auch URLs zu weiterführenden Informationen sind dabei.

Um es an einem Beispiel zu vertiefen. Mark Robertz gibt den Tipp einer Kutschenfahrt im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Dabei findet man im Text sogar Hinweise zur Sitzwahl auf der Kutsche, um die optimale Position für tolle Fotos zu haben.

Ich hoffe an diesen Beispielen kann man erkennen, dass der Autor nicht nur technische Hinweise parat hat, die man in vielen Büchern findet, sondern quasi den Leser an der Location an die Hand nimmt und ihm Hilfestellung gibt.

Da ich in einigen Nationalparks schon war und auch fotografiert habe und mir der Nationalpark Eifel besonders vertraut ist, kann ich nur sagen, Mark Robertz hat sich die Locations intensiv angeschaut und gut ausgesucht.
Der Kermeter ist immer eine Tour wert, mein persönlicher Tipp.

Man kann sich auch, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie der Fotograf arbeitet, einen Podcast anschauen.
Eine Leseprobe des Buches und das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Und eins darf ich nicht vergessen, die Fotos sind alle sehenswert. Die Stimmung ist toll eingefangen, man will einfach nur los.

Mein Fazit: wer ein Buch sucht, das ihm die wundervollen Nationalparks Deutschlands nahebringt und gleichzeitig jede Menge Tipps für die Landschaftsfotografie parat hat, der ist hier richtig.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836241670
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Gerth, Zopfi : Faszination Bergwiesen

Das Buch “Faszination Bergwiesen” ist im AS-Verlag erschienen. Diesen Schweizer Verlag kannte ich bislang gar nicht.
Ein Blick auf die Homepage des Verlages lohnt sich, wenn man Berge mag und/oder tolle Bildbände.

Roland Gerth und Emil Zopfi haben dieses sehens- und lesenswerte Buch erstellt.
Roland Gerth ist für die Fotos verantwortlich, Emil Zopfi für den Text, zumindest vorrangig.
Beide lieben die Schweizer Berge und das merkt man auf jeder Seite des Buches.

Das Vorwort zum Buch hat der Zentralsekretär von Pro Natura geschrieben, Dr.Urs Leugger-Eggiman.
Es ist ein Appell daran zu denken was Bergwiesen und Natur überhaupt bedeutet, wie gefährdet diese wunderbare Landschaft ist.

Den Autoren ist es gelungen im Buch sowohl durch Fotos wie auch durch den hervorragenden Text, zu zeigen wie wundervoll die Bergwiesen sind.
Ein Teil der Natur, den man einfach erhalten muss.
Emil Zopfi beschreibt zunächst einmal was “das farbenprächtige Kleid der Alpen” überhaupt ist.
Herrlich zu lesen wie es in seiner Kindheit war, wenn es ins Heu ging, ins Wildheu.
Er verdeutlicht uns Lesern was die Bergwiesen sind, egal ob nun Lebensgrundlage, Naturapotheke, Heilkraft, usw.
Was bedeutet Biodervisität? Nicht jeder wird sich bislang Gedanken darüber gemacht haben.

Nach diesen grundlegenden Ausführungen geht es ab in die Natur.
Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel, entsprechend der regionalen Gegebenheiten:
– Ostschweiz
– Graubünden
– Zentralschweiz und Tessin
– Bern und Freiburg
– Wallis und Waadt und
– Jura.
Im Inhaltsverzeichnis kann man sich anhand der Seitenzahlen genau orientieren wo man was findet. Die Orte sind einzeln aufgeführt unter den Kapitelüberschriften.

Wundervolle Fotos mit kurzen, sehr informativen Erläuterungen lassen uns Leser quer durch die Welt der Bergwiesen machen.
Diese unberührte Natur muss man einfach lieben, wenn man sich noch Gefühl für die wunderbare Landschaft bewahrt hat.
Es gibt Bücher, die kann ich nicht weglegen bis ich sie komplett gelesen habe, dieses gehört dazu.

Ich kann das Buch nur empfehlen für alle, die Natur lieben, Fotoliebhaber und jeden, der sich zum Thema informieren will.

Quelle: AS-Verlag

Quelle: AS-Verlag

ISBN 978-3-906055-42-8
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Robert Mertens : Der eigene Blick

Robert Mertens ist Fotograf, Trainer, Autor. Er macht Fotoworkshops.
Seine Fotos gleichen Gemälden, ein Blick auf seine Homepage lohnt sich.
Regelmässig leitet er auch Workshops bei “Leica Masterclass”. Auch Ausstellungen sind das Metier des Autors.

Selten hat mich ein Fotobuch so gefangen genommen.
Der Untertitel des Buches lautet “So entwickeln Sie Ihre persönliche fotografische Handschrift!”
Und darunter dann “Machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer fotografischen Entwicklung: Robert Mertens gibt Ihnen die Impulse, die Sie zu Ihrer eigenen fotografischen Bildsprache führen”.

Dies lässt schon erahnen, dass die Leser keine Anleitungsbuch erwartet, sondern etwas ganz anderes.
Robert Mertens hat es verstanden ganz viel Impulse ins Buch zu packen, das “Backrezept” wie man nun zum fertigen Foto kommt, fehlt aber.
Eigentlich logisch, oder? ES geht ja darum die eigene Handschrift zu entwickeln. Und jeder von uns ist anders, jede Handschrift ist anders.

Schon die ersten Konzertfotos haben mich fasziniert, da spielt nicht der Musiker die Hauptrolle, sondern eine Stimmung, Licht, Atmosphäre… jeder wird etwas dabei empfinden, jeder nach seinem Gefühl.

Ein Appell des Autors ist “Verlassen Sie die Komfortzone!” Ja und das muss man, um weiterzukommen.
Es geht um Gewohnheiten zuhause lassen, experimentieren, Fehler zulassen, Fehler zum Bild zu machen, usw.

Robert Mertens hat zu allen Themen, und das sind viele, zunächste seine Gedanken, Tipps und Anregungen aufgeschrieben und dann einen Workshop angehangen. Der Workshop ist so strukturiert, dass man dem Thema immer näher kommt, man muss alle Schritte der Reihe nach durchgehen und lernt so ganz nebenbei.

Im Buch bekommt der Leser sehr viele Denkanstösse, an Grundsätzen wird gerüttelt, kurz und gut, viele Dogmen werden vom Sockel gestossen.
Technik steht nicht im Vordergrund, eher Kreativität.

In diesem Buch steckt soviel drin, so viele Ideen, die mir beim Lesen und Ausprobieren gekommen sind. Ich werde sicher ganz oft zur Hand nehmen.
Das Buch ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Buch für alle, die an sich und ihrer Art zu fotografieren arbeiten wollen.

Ich schätze man merkt wie gefangen ich bin von tollen Bildern, neuen Ideen, Denkanstössen, usw.
Ein langer Weg will bewältigt werden.

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Harold Davis : Kreativ Fotografieren

Harold Davis ist bekannt dafür, dass er nicht müde wird, für Kreativität in der Fotografie zu kämpfen.

Zu dem Thema “Kreativ Fotografieren” hat er ein neues Buch geschrieben mit dem Untertitel “Entfalten Sie Ihr fotografisches Potenzial”.

Übersetzt wurde das Buch von Jacqueline Essen, also von einem Fotoprofi. Das sorgt auch dafür, dass wir in der deutschen Ausgabe auch wirklich lesen können, was der Autor ausdrücken will.
Wer kennt das nicht? Gerade im Fach- und Sachbuchsektor liest man durchaus auch Bücher, bei denen man sich fragt, ob der Übersetzer auch nur einen Hauch von Ahnung von der Thematik hat.

Der Einband des Buches, die Fotos von Harold Davis, hat mich angezogen.
6 Bilder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Egal ob Schwarz-Weiß oder Farbe, ob scharf oder gewollt unscharf, einfach schöne Fotos.

Das Buch selber hat Harold Davis so aufgebaut, dass es quasi einen Workshop bei ihm, an dem wir nun mal nicht alle teilnehmen können, ersetzen soll.
Der Autor lässt uns teilhaben an seinen Gedanken zur kreativen Fotografie. Und er beschert uns auch einen Arbeitsteil, der eng mit dem ersten Teil verknüpft ist.

Das Buch beginnt mit der Frage : “Hatten Sie schon mal das Gefühl, dass Sie nicht der Fotograf sind, der Sie eigentlich sein könnten? Dass Sie nicht diese wirklich tollen Fotos machen, die Sie eigentlich machen wollen?”
Von mir ein klares Ja.
Und ich gehe davon aus, dass alle, die Bücher zum Thema Fotografie lesen auch ja sagen werden, sonst würde man sich ja gar nicht mit diesem Thema beschäftigen.

Harold Davis hat das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt:
– Starten Sie jetzt
– Der Anfang
– Entfesseln Sie Ihre Fantasie
– Werden Sie ein kreativerer Fotograf
– Technik und Techniken sind wichtig
– Vom Foto in die Welt
– Entfalten Sie Ihr Fotografisches Potenzial : Die Übungen

Der Autor hat eine lockere Art zu schreiben. Er schreibt sehr strukturiert, man kann als Leser seine Gedankengänge gut nachvollziehen.
Ergänzt wird der Text oft durch Grafiken, die diesen gut ergänzen und natürlich von Beispielfotos und Fotos, die einfach zum Thema passen.

Viele Dinge macht Davis deutlich, indem er sie an einem konkreten Foto klar beschreibt, z.B. auf Seite 21 was eine Langzeitbelichtung bewirken können. Das Bild ähnelt einem Gemälde.
Eigentlich technische Kleinigkeiten, aber eine grosse Wirkung. Nicht immer mache ich mir das bewusst.
Auch ermuntert er dazu die eigenen Bilder zu bewerten.
Die Schritte, die dazu nötig sind, sind detailliert aufgelistet und auch grafisch dargestellt.
Eine Übung gibt es dazu auch.

Im Text wird stets auf die passende Übung verwiesen, man kann also durchaus springen zwischen Text und Übung oder, wie ich es gemacht habe, erst alles lesen und dann an die Übungen.
Auch bei den Übungen finden sich die Verweise auf die Textseiten.

Mein Fazit: ein Buch, das einen ganz anderen Weg geht. Es regt zum Nachdenken über das eigene Tuen, gibt Tipps und Raum dafür selber Lösungen zu finden. Das Buch ist ein Quell von Ideen gepaart mit Übungen, die das Gelesene einüben lassen.

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Markus Wäger : Die kreative Fotoschule

Markus Wäger ist Fotograf, Designer und Autor. Er arbeitet als Dozent für Photoshop.

Das Buch von Markus Wäger fiel mir auf, da es von Rheinwerk (ehemals Galileo Press) herausgegeben wird, man das aber nicht gleich sieht.
Ich mag die Bücher des Verlages sehr, habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Der Einband ist völlig anders als die der Bücher, die man aus dem Verlag kennt.
Er ist hell und frisch gestaltet.

Ja und nicht nur das Äußere ist anders als andere Fotolehrbücher, nein auch der Inhalt.
Dieses Buch hat der Autor geschrieben, weil er ein Fotolehrbuch vermisste, das den Spagat schafft zwischen Bildgestaltung und Fototechnik.
Markus Wäger hat in diesem Buch beides hervorragend verbunden.

Das Buch richtet sich zwar an Anfänger, der Untertitel lautet schließlich “Fotografieren lernen mit Markus Wäger”, aber es bietet auch ganz viele Ideen für fortgeschrittenere Anwender.
Diese Fotoschule bietet tolle Erklärungen zu, gerade für Anfänger, komplexen Themen, wie welche Brennweite für welches Motiv und warum.
Ich finde die Tabelle toll, in der die verschiedenen Formatfaktoren (DX, Canon APS-C, Faveon, MFT,CX, 2/3″, 1/1.7″ und 1/2/03) und die Umrechnungen welche Brennweite sich ergibt zu gängigen Brennweiten von 13 – 200 mm aufgeführt sind. Und auch die 2. Tabelle mit der Umrechnung der Werte auf von KB-Format auf das eigene ist toll.
Wie oft kommt es vor, dass man mit mehreren Fotobegeisterten unterwegs ist, jeder hat eine andere Kamera und eine Brennweite wird bei unterschiedlichen Motiven genutzt. Ich hab ehäufiger erlebt, dass gerade noch nicht so fortgeschrittene Nutzer dies nicht nachvollziehen können.

Markus Wäger versucht bei allen Themen, die er behandelt, so vorzugehen, dass auch der Anfänger versteht was er meint.
Auch bietet er total praktische Tipps, wie den Hinweis auf eine App zur Crop-Faktorberechnung, um bei dem obigen Beispiel zu bleiben.

Zum Thema Fokus gibt er pro Punkt, den er abhandelt genau an wie die jeweilige Einstellung bei den gängigen Kameraherstellern heisst. So kann der Leser bei seiner Kamera auch genau nachvollziehen welche Einstellung er nehmen soll.

Es geht um Fokusspeicherung ebenso wie um den Schärfenindikator.
Jeder Fortgeschrittene kennt das, aber nutzt man es immer? Ich nicht, mir sind viele Dinge, die man weiß aber nicht intuitiv nutzt wieder bewusst geworden.

Tolle Grafiken und Bildbeispiele machen das Lesen des Buches und das Verstehen leicht.Sehr viele Tipps zum Thema Bildgestaltung, immer mit passenden Fotos liefern tolle Ideen für Fotos, auch Ideen mal übliche Wege zu verlassen, habe ich bekommen.

Auch haben mich die Beispiele inspiriert einbfach mal neue Motive durch die Linse zu sehen.

Ein rundum gelungenes Buch, das sehr verständlich geschrieben ist.

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