Harald Schneider : Künstlerpech

Wieder ein neuer Palzki – Krimi von Harald Schneider.

Ein toter Bühnenarbeiter im Frankenthaler Congressforum sorgt für Arbeit für Kommissar Palzki und seine Kollegen.
Harald Schneider hat auch diesen Krimi in seiner gewohnten Art, akribisch recherchiert und wie immer mit einem gehörigen Schuß Humor geschrieben.
Palzki dieser etwas knorrige aber liebenswerte Kommissar und sein Chef Diefenbach, genannt KPD, der unter einer massiven Profilneurose leidet, ebenso die Kollegen und die Kollegin von Palzki sind die Hauptpersonen von der kriminalistischen Seite her.

Na klar fehlt auch Palzkis Familie nicht, die Tochter sorgt für eine Menge Aufruhr und viel Gelächter, oh wie soll er das nur seiner Frau Stefanie beibringen??
Dr.Metzger mit seiner mobilen Praxis spielt auch eine Rolle, diesmal sogar als Beteiligter und nicht nur, wie gewohnt als Zaungast.
War der Bühnenarbeiter eigentlich das Ziel?? Oder ein Versehen? Wer ist das eigentliche Anschlagsziel?
Was hat Pako damit zu tuen? Das Vorbild für Pako ist der Künstler Chako Habekost. Pako ein Comedian mit einer Vorliebe für vegetarische Küche.

Auf keiner Seite wird es langweilig und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Neben dem eigentlichen Fall ist Palzki auch noch von KPD eingespannt für einen Vortrag und auch das meistert er mit ganz viel Humor und Einfallsreichtum.

Harald Schneider hat eine Reihe reale Personen, mit deren Genehmigung, eingebaut in die Handlung, z.B. Frau Steinbeißer, auch im realen Leben eine Journalistin.

Die Orte der Handlung sind u.a. das Capitol in Mannheim, das Congressforum Frankenthal, das Lukom und natürlich die nähere Umgebung. Auch als Leserin, die keinerlei Ortskenntnis hat, kann ich sagen, dass der Autor sehr viel Zeit inverstiert haben muss, um die Gebäude so exakt beschreiben zu können.

Ein rundum gelungener Krimi für alle Freunde der Gegend, für alle, die humorvolle Krimis mögen und erst recht für Palzki – Liebhaber. Palzki ist wie alter Wein, er wird immer besser. Und alle,die Palzki noch nicht kennen, sollten dies nun tuen, es lohnt sich.

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Bernd Franzinger : Todesnetz

Bernd Franzinger hat einen total spannenden Krimi geschrieben und dazu noch zu einem hochaktuellen Thema, Kriminalität via social network.

Das Todesnetz hat „Spider“ gesponnen. Ein Spinnen-Freak. Obwohl ich ja eine Spinnenphobie habe, war das Buch nur spannend. Da stören die kleinen Viecher gar nicht. Tannenberg ermittelt wieder in der Pfalz gewohnt gründlich. Ebenso ist sein Freund Rainer, der Gerichtsmediziner wieder mit von der Partie.

Zunächst wird seiner Nichte auf dem Dürkheimer Wurstmarkt die Tasche geklaut. Ärgerlich so ein Dieb, dass etwas ganz Grosses dahintersteckt ahnt zu dem Zeitpunkt niemand.
Es wird eine Joggerin entführt. Und seine Nichte soll ihr ein Mail geschickt haben. Wie passt das denn zusammen. Marieke ist doch hochschwanger und will joggen?

Verwicklungen über Verwicklungen. Es wird klar, dass Tannenberg irgendwie dem Täter bekannt sein muss, er bekommt Post an seine Privatadresse.
Ist sein Postbote der Täter, er ist schliesslich ein Spinnenfanatiker? Alles passt, man glaubt den Täter zu haben.

Mehr verrate ich nun aber nicht, dass müssen Sie schon selber lesen, wie exakt der Täter von langer Hand alles geplant hat. Wie hängt ein Freunde-Netzwerk im Internet da drin? Ob er sein Werk vollenden kann? Ob es Tote gibt? Wie Tannenberg drinhängt?

Und alles garniert mit dem Schuß Humor in den Frotzeleien der Polizisten untereinander, der dem Ganzen gut tut.

Ich habe 2 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen, weglegen ging kaum, so toll ist es geschrieben.

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Jacques Berndorf : Eifel-Bullen

Wieder einmal ein lesenswerter Krimi aus der Feder von Jacques Berndorf.

Siggi Baumeister, Journalist, sein Freund Rodenstock, Kriminalrat a.D., müssen mal wieder zur Lösung eines Falles beitragen.

Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt Tessa, die Staatsanwältin, und Emma, Rodenstocks Ehefrau und niederländische Polizistin.
2 Polizeibeamte werden erschossen, neben ihrem Streifenwagen aber völlig abseits von ihrem Revier. Was haben sie da zu suchen gehabt? Wer hat sie erschossen?
Sind sie einem Geheimnis auf die Spur gekommen?

Berndorf beschreibt wieder einmal akribisch, wie von ihm gewohnt, das Umfeld der Tat, seinen Hauptakteur Siggi Baumeister und dessen Leben. Der hat nämlich gerade das Problem, dass sein geliebter Kater Satchmo sehr krank ist. Und was ist mit Tessa?
Vorlieben und Abneigungen der Personen untereinander werden liebevoll und detailgetreu geschildert. Man fühlt sich gedanklich in der Szene gefangen, sieht die Pfeife, die Siggi stopft, usw.

Letztendlich lösen die vier den Fall zusammen mit der Mordkommission auf gewohnt pfiffige Art mit einer gehörigen Portion Eifeler Lebensart, wo doch die Uhren manchmal anders gehen. Man taucht als Leser in die Untiefen einiger honoriger Eifeler Bürger ein und erfährt, dass es auch in dem ruhigen Streifen Erde zu einer gehörigen Portion Kriminalität kommen kann für deren Aufklärung man Verbindungen und ein gewisses Fingerspitzengefühl braucht.

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Kurt Geisler . Küstengold Gmeiner-Verlag

Kurt Geisler hat die Verquickung der Krimihandlung mit einer Ode an seine Heimat Schleswig-Holstein verbunden.

Helge Stuhr, der als Pensionär so nebenbei noch detektivisch tätig ist, will ja nur Urlaub in St-Peter-Ording machen. Dabei gerät er in einen Strudel von Morden, dunklen Machenschaften in der Energiewirtschaft und auch Gefahren für ihn.

Sein Freund Kommissar Hansen schickt ihn nach Rendsburg und er lässt auch Neumünster, etc nicht aus. Der Krimi gerät zu einer Rundreise durch das nördlichste Bundesland und man merkt, dass der Autor sich zum einen dort gut auskennt und zum anderen auch seine Heimat liebt.

Stuhr erlebt Urlaub, Liebe, Detektivarbeit, frühere Kollegen, wie hängen die denn damit zusammen, und vieles mehr.

Rundum ein Krimi, der einen in den Bann zieht.

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Gerhard Loibelsberger : Quadriga Ein Venedig-Krimi

Dies ist mein erstes Buch des Autors, aber ganz sicher nicht mein letztes.
Donna Leon, die Meisterin der Venedig – Krimis, hat eine starke Konkurrenz bekommen. Dabei ist der Autor aus Österreich und nicht aus Italien.

Lupino als Detektiv und Fremdenführer und sein ehemaliger Kollege der Commissario Ranieri, jagen den Venedig-Ripper. Ein Mörder, der Jungen umbringt.
Ist er ein Massenmörder, ein Pädophiler oder was steckt hinter der Anhäufung von nackten Knabenleichen?

Was zunächst unaufklärbar scheint, entpuppt sich als, auch für altgediente Kommissare, schreckliches Szenario.
Der Traum eines Kunstwerkes gepaart mit schrecklichen Gedanken wie man ihn erfüllen kann, führt zu erschreckenden Taten.

Was hat der reizende Amerikaner damit zu tuen, dem Marco so vertraut? Rätsel über Rätsel, die akribisch von Lupino und Ranieri und einigen Anderen gelöst werden.

Neben den Krimihandlungen ,die auch in die Welt der Mafia führen, erfährt man ganz nebenbei auch viel über Venedig, über die Mentalität der Einwohner, kulinarische Genüsse, usw.

Ich kann Ihnen Spannung pur versprechen. Das Buch lässt einen nicht los.

ISBN 978-3-8392-1312-4
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Harald Schneider: Pilgerspuren

Wieder einmal ermittelt Kommissar Palzki in um die Pfalz.
Diesmal gerät der Speyerer Dom in den Mittelpunkt des Geschehen.

Und kein Palzki-Krimi ohne Dr.Metzger, der sich für die Pilgerer wieder etwas Besonderes als Geldquelle hat einfallen lassen und auch der Student Becker ist wieder mit von der Partie.
Dazu Palzkis private Seite, er wird Vater. Kann er den Fall vorher lösen?

Palzki ist Zeuge eines Anschlags auf den Geschäftsführer und den Chefredakteur der Speyerer Bistumszeitung. Der Anschlag ist kein Einzelfall, wie er erfährt. Palzki bekommt Hilfe bei den Ermittlungen durch den Kanzleidirektor Wolf von der kirchlichen Seite.
Gibt es da noch Leichen im Keller?

Die beiden ermitteln im Umfeld des Bistums und des Verlages und geraten immer tiefer in den Strudel der kirchlichen Abgründe und Verstrickungen. Fast hätte dies Palzki selbst das Leben gekostet.
Leicht chaotisch, wie bei den Palzki-Krimis gewohnt, kommen die Beiden dem Ganzen auf die Spur.

Wie bei Harald Schneider Usus, wird es nie langweilig, bleibt spannend von der ersten bis zur letzten Seite und der Krimi ist angereichert mit einer Reihe von heiteren Anekdoten.

Ein Kirchenkrimi der besonderen Sorte. Und durch fachkundige Hilfe aus Kirchen- und Verlagskreisen, auch immer ganz nah dran an der Realität. 

ISBN 9783839213186

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Susanne Kronenberg. Edelsüß Gmeiner-Verlag

Susanne Kronenberg ist wieder ein vom Anfang bis zum Ende spannender Krimi umd die Privatdetektivin Norma Tann gelungen.

Alles beginnt ganz harmlos. Normas Schwiegervater, Lutz Tann, möchte ein Weingut im Rheingau kaufen.
Bei einer Besichtigung in Schierstein fängt der eigentliche Fall schon an, ohne dass Norma das ahnen kann.

Sie lernt auf einem , nach dem Glykolskandal der 80er Jahre aufgegebenen Weingut, Angela Bennefeld, eine Staatsanwältin, kennen.
Kurz darauf ertrinkt Angela, eine Alkoholikerin, im Schiersteiner Hafen. Ein Unfall, was sonst?
Angelas Stiefmutter bezweifelt das und beauftragt Norma Tann mit den Ermittlungen.

Dann bekommt Norma Tann noch „Knochenpost“. Fein säuberlich zersägte Knochenteile in Päckchen. Um dieses Knochenpuzzle zusammenzusetzen braucht sie die Hilfe des Gerichtsmediziners.
Im Laufe des Krimis wird das Knäuel aus Indizien, Beweisstücken und Hinweisen immer wirrer. Norma Tann gelingt es mit detektivischem Spürsinn zu entwirren, hierbei helfen ihr ihre alten Kontakte zur Polizei, die Beziehungen der Schwiegervaters, Timon, der Gerichtsmediziner, ganz viel Spürsinn und ihre Hartnäckigkeit.

Susanne Kronenberg hat einen lesenswerten Krimi geschrieben mit ganz viel Detailwissen zum Rheingau, Weinbau und Wiesbaden, angereichert mit raffiniert angelegten Handlungen rund um Norma, die der Dreh- und Angelpunkt des Buches ist.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen so sehr hat es mich gefesselt. 

 

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Kurt Lehmkuhl : Kardinalspoker Gmeiner-Verlag

Wieder einmal ein Krimi von Kurt Lehmkuhl,der vom Anfang bis Ende spannend und auch humorvoll ist.Der Krimi spielt zwischen Köln und Aachen und lässt auch Frotzeleien zwischen Alemannia Aachen – und FC Köln -Fans nicht aus.

Hauptäschlich spielt die Handlung im politischen Milieu und in der „Unterwelt“
Und wenn nicht zu Beginn darauf hingewiesen würde,dass es eine fiktive Handlung ist,dann könnte man meinen,dass Tatsachen beschrieben würden.

Hochaktuell,wie immer,wird sogar der Einsturz des Kölner Stadtarchivs eingebunden.Es werden mehrere Tote aufgefunden.Der Ex-Komissar Böhnke wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert als er wieder mal ermittelt.
Und mit viel List und Verbindungen ermitteln er und sein Freund der Rechtsanwalt Grundler die wahren Täter,mit denen man nicht gerechnet hätte.

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Brigitte Glaser : Himmel un Ääd , Emons-Verlag

Katharina Schweitzer ist eine Spitzenköchin, die immer wieder in Kriminalfälle verwickelt wird. Dieses Mal wird ihre Küchenhilfe Minka tot aus dem Rhein geborgen.

Warum wurde denn eine Küchenhilfe ermordet? Oder wurde sie gar nicht ermordet? Zunächst ist für Katharina alles unklar. Dann gerät ihr Freund Ecki unter Mordverdacht. Sie muss sich mit Informationen über ihn auseinandersetzen, die ihr Weltbild heftig durcheinander bringen.
Er soll ein Verhältnis mit Minka gehabt haben.

Und wie passt dazu das „All-inclusive“ und der Chef der Gastronomie Eike Eilert. Fragen über Fragen. Katharina freut sich, dass sie ihre Freunde und Mitbewohner Adela und Kuno an ihrer Seite hat. Aber können die ihr helfen?
Und dann taucht noch der nette Kommissar Brandt auf.

Katharina kommt der Lösung immer näher. Mehr will ich nicht verraten.

Brigitte Glaser hat es mal wieder geschafft einen, von der ersten bis zur letzten Seite, spannenden Krimi zu schreiben, der die Liebe zu Köln, die Gastroszene und feinsinnige Kriminalistik verbindet. 

ISBN 978-3-89705-933-7
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