Erich Schütz : Bodensee 66 Lieblingsgenüsse und 11 Winzer

Nachdem der Autor ja schon seine Lieblingsplätze vorgestellt hat im vorigen Buch, folgt nun ein „Reiseführer“ der ganz anderen Art. Für mich ist es ein „Genussführer“.
66 Lieblingsgenüsse und 11 Winzer rund um den Bodensee stellt Erich Schütz vor.

Man lernt im Laufe des Lesens Gasthöfe und Restaurants kennen, bei denen man heimische Küche entdecken kann, ebenso wie Weine, Käsesorten und allerhand Leckereien der Bodenseeregion.

Als Leserin, die die Gegend nur vom Urlaub kennt und darum mit der Sprache nicht vertraut ist, habe ich gleich Sprachunterricht dazu bekommen für die deutsche und die schweizerische Seite.
Kennen Sie z.B.Zibarten-Likör oder Dinnele? Nein, dann lernen Sie es mit Hilfe dieses Buches kennen.
Oder der Unterschied zwischen Mostbröckli und Bündnerfleisch? Den gibt es garniert mit der Anschrift des Metgers und dem Tipp Buurleschübig, nein ich verrate nicht was das ist.

Meist wird ein Teil Geschichtliches voran gestellt oder im Text miterzählt, es gibt ein passendes Foto, Anschriften und ergänzende Geheimtipps.
Das alles kann nur ein Einheimischer liefern, der seine Heimat und ihre Genüsse besonders gut kennt und liebt.

Und manch ein Ausflug oder eine Wanderung lassen sich gut mit Genüssen kombinieren. Anhand der Karte, in der die Orte des Genusses verzeichnet sind, kann man auch den Urlaub incl. Genuß planen.

Sicher finden auch viele Einheimische hier noch Dinge, die sie nicht kennen.

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Bernd Franzinger : Todesnetz

Bernd Franzinger hat einen total spannenden Krimi geschrieben und dazu noch zu einem hochaktuellen Thema, Kriminalität via social network.

Das Todesnetz hat „Spider“ gesponnen. Ein Spinnen-Freak. Obwohl ich ja eine Spinnenphobie habe, war das Buch nur spannend. Da stören die kleinen Viecher gar nicht. Tannenberg ermittelt wieder in der Pfalz gewohnt gründlich. Ebenso ist sein Freund Rainer, der Gerichtsmediziner wieder mit von der Partie.

Zunächst wird seiner Nichte auf dem Dürkheimer Wurstmarkt die Tasche geklaut. Ärgerlich so ein Dieb, dass etwas ganz Grosses dahintersteckt ahnt zu dem Zeitpunkt niemand.
Es wird eine Joggerin entführt. Und seine Nichte soll ihr ein Mail geschickt haben. Wie passt das denn zusammen. Marieke ist doch hochschwanger und will joggen?

Verwicklungen über Verwicklungen. Es wird klar, dass Tannenberg irgendwie dem Täter bekannt sein muss, er bekommt Post an seine Privatadresse.
Ist sein Postbote der Täter, er ist schliesslich ein Spinnenfanatiker? Alles passt, man glaubt den Täter zu haben.

Mehr verrate ich nun aber nicht, dass müssen Sie schon selber lesen, wie exakt der Täter von langer Hand alles geplant hat. Wie hängt ein Freunde-Netzwerk im Internet da drin? Ob er sein Werk vollenden kann? Ob es Tote gibt? Wie Tannenberg drinhängt?

Und alles garniert mit dem Schuß Humor in den Frotzeleien der Polizisten untereinander, der dem Ganzen gut tut.

Ich habe 2 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen, weglegen ging kaum, so toll ist es geschrieben.

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F.Steinhauer / W. Spyra : Zur Strecke gebracht Forenische Geschichten

Franziska Steinhauer, die neben ihrer Tätigkeit als Autorin noch Forensic Sciences and Engineering studiert, und Prof.Dr.Wolfgang Spyra, der einen Lehrstuhl für Kriminalistik hat, haben ein Buch mit dem Untertitel „Forensische Geschichten“ geschrieben.

Dsa Buch mit 9 Geschichten (es wird zwar von 8 Geschichten geschrieben, aber ich habe 9 gelesen), die auf echten Fällen beruhen.
In bester CSI – Manier wird hier mit Hilfe der Kriminaltechnik ermittelt. Im Anschluß an jeden Fall bekommt der Leser Erklärungen zu Technicken wie : DNA- Analyse, Gaschromatographie, etc. Methoden, die halt nicht alltäglich sind und die gut verständlich vom Fachmann erklärt werden.

Die Fälle werden von Franziska Steinhauer in Kurzkrimis verpackt. Spannend zu lesen für alle Freunde von CSI, etc. Leider empfinde ich die Krimis manchmal etwas langatmig und konstruiert. Sonst schreibt die Autorin spannender. Bin vielleicht von ihr verwöhnt und es liegt daran, dass die Realität der Kriminalisten nicht immer so spannend ist sondern viel Detailarbeit erfordert.

Meine Empfehlung für alle Leser, die wissen wollen wie wahre Polizeiarbeit verläuft, wie ermittelt wird und vor allem auch welche Zeiträume realistisch sind und das 90 Min im Fernsehen oft Wochen in der Realität entsprechen. Ein lesenswertes Buch mit hohem Informationsgehalt bzgl. der Forensik und sehr verständlich geschrieben. Ungewohnt als Krimi.

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Jacques Berndorf : Eifel-Bullen

Wieder einmal ein lesenswerter Krimi aus der Feder von Jacques Berndorf.

Siggi Baumeister, Journalist, sein Freund Rodenstock, Kriminalrat a.D., müssen mal wieder zur Lösung eines Falles beitragen.

Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt Tessa, die Staatsanwältin, und Emma, Rodenstocks Ehefrau und niederländische Polizistin.
2 Polizeibeamte werden erschossen, neben ihrem Streifenwagen aber völlig abseits von ihrem Revier. Was haben sie da zu suchen gehabt? Wer hat sie erschossen?
Sind sie einem Geheimnis auf die Spur gekommen?

Berndorf beschreibt wieder einmal akribisch, wie von ihm gewohnt, das Umfeld der Tat, seinen Hauptakteur Siggi Baumeister und dessen Leben. Der hat nämlich gerade das Problem, dass sein geliebter Kater Satchmo sehr krank ist. Und was ist mit Tessa?
Vorlieben und Abneigungen der Personen untereinander werden liebevoll und detailgetreu geschildert. Man fühlt sich gedanklich in der Szene gefangen, sieht die Pfeife, die Siggi stopft, usw.

Letztendlich lösen die vier den Fall zusammen mit der Mordkommission auf gewohnt pfiffige Art mit einer gehörigen Portion Eifeler Lebensart, wo doch die Uhren manchmal anders gehen. Man taucht als Leser in die Untiefen einiger honoriger Eifeler Bürger ein und erfährt, dass es auch in dem ruhigen Streifen Erde zu einer gehörigen Portion Kriminalität kommen kann für deren Aufklärung man Verbindungen und ein gewisses Fingerspitzengefühl braucht.

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Gansloßer, Kitchenham : Forschung trifft Hund Kosmos-Verlag

Es hat ein wenig gedauert bis ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, aber es ist so gut von der ersten bis zur letzten Zeile, dass ich wirklich alles ganz genau lesen wollte. Und das Buch bietet viele Zeilen.

Anhand vieler Beispiele, z.B. Trainierbarkeit eines Hundes, Temperament, Gefühle, usw. werden hier Forschungsergebnisse detailliert und vor allem gut verständlich dem Leser nahe gebracht.
Dazu kommt immer eine exakte Beschreibung der Forschungsarbeit mit Intention, Methodik, etc, und zu guter Letzt wird immer der jeweilige Forscher vorgestellt.

Es ist spannend und enorm informativ zugleich ein solchermassen aufgebautes Buch zu lesen. Zuerst war es etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist genau die richtige Mischung, die sowohl ein Hundehalter braucht, der sich mit dem Thema Hund auseinandersetzen möchte und zwar über oberflächliches Wissen und auch z.T. Halbwissen hinaus. Ebenso finde ich es ist eine Pflichtlektüre für Hundetrainer. Hier finden seriöse Trainer die Bestätigung für ihr Tuen und für viele Dinge, die sie sicher schon vermutet haben und sicher darüber hinaus auch neue Impulse.

Behandelt wird zum Beispiel der genetische Zusammenhang zwischen Fellfarbe und Verhalten des Hundes.
Ich fand es sehr spannend Erklärungen dafür zu bekommen, warum unsere beiden Hunde oft ein ganz unterschiedliches Verhalten zeigen obwohl sie Halbgeschwister sind. Beim Lesen des Buches hatte ich viele Aha-Erlebnisse bis hin zu dem Punkt, dass das Training und die Art des Trainings im Junghundalter ganz entscheidend ist für das weitere Zusammenleben mit dem Hund.

Zusammen mit dem Buch von Mechtild Käufer über das Spielverhalten, das ich letzthin gelesen habe, eins der besten Bücher zum Thema Hund.

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Jan Hübler : Dresden: 66 Lieblingsplätze und 11 Erlebnistouren

Der Autor selber nennt im Vorwort sein Buch „Zweitreiseführer“. Für mich sind die Bücher aus dieser Reihe Reiselesebücher.

Jan Hübler hat es verstanden ein Buch zu schreiben, das die Innenstadt Dresdens ebenso gut darstellt wie die Umgebung der Stadt.
Er vebindet die Geschichte der Stadt ganz locker mit Tipps wie z.B. Ballonfahrten.
Und dies alles mit der Liebe zu Dresden, die man nur haben kann, wenn man die Stadt schon lange kennt, wie es hier der Fall ist. Es ist die Heimatstadt des Autors.

Der Autor weist auch mal hin auf Dinge, die noch aus der DDR – Zeit stammen. Dies würde man als Tourist sonst nicht erkennen und es doch Teil der Geschichte unseres Landes.
Es fehlen natürlich nicht die bekannten Highlights von Dresden, wie die Semperoper, das Taschenbergpalais, usw. Aber es gibt auch Tipps zum Verkehrsmuseum, das Kinderaugen zum strahlen bringen kann , besondere Kinos, Parks, auch sehenswerte Friedhöfe fehlen nicht.
Rundum das was Dresden und seine Umgebung ausmacht.

Angereichert werden diese excellenten Beschreibungen mit anprechenden Fotos und toll beschrifteten Karten, die den Weg zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten weisen.

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Vera Sieben . Frösche die quaken töten nicht

Man nehme eine Prise Wellness, eine Prise Düsseldorf, eine Handvoll Herz – Schmerz und einen Kriminalfall oder auch nicht und mixe das Ganze mit einer neugierigen Journalistin und herauskommt ein lesenswertes Buch.

Liv, die Journalistin, will sich eine Auszeit in einem Düsseldorfer Hotel gönnen. Und gleich beim Frühstück fällt der Chef des Hotels tot vom Stuhl.
Klar wittert Liv einen Mord. Der zuständige Kommissar ist ihr alter Freund Frank. Livs Arbeitgeber wittert die grosse Story. Düsseldorfs Schickeria und ein Mord, welch ein Aufmacher.
So kommt Liv zu einem bezahlten Wellness – Aufenthalt und sie ermittelt heftigst zwischen Ehefrau des Toten, seinen Kindern, der Freundin und noch einer Freundin, wieviele hatte er denn.
Dann kommen noch Frösche ins Spiel und eine zweite Leiche.

Dazu eine andere Frau, die Frank recht nahe kommt, beruflich oder nicht?

Zwischen Fitness – und Kosmetikterminen erlebt Liv die Höhen und Tiefen der Hoteliersfamilie, wird Vertraute oder doch nur benutzt?
Ich will nicht zuviel verraten.

Lesen Sie selbst. Wenn Sie Krimis mögen, die von der Handlung drumherum leben, sind Sie hier genau richtig.

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Friederike Schmöe : Oberfranken: 66 Lieblingsplätze und 11 Brauereien

Bislang kannte ich Friederike Schmöe nur als Krimiautorin und dazu noch als sehr gute. Nun konnte ich sie von einer anderen Seite kennen lernen.

66 Lieblingsplätze und 11 Brauereien aus Oberfranken stellt die Autorin vor. Da ich schon mehrfach in der Gegend Urlaub gemacht habe, kann ich behaupten, dass dieses Buch mehr bietet als die üblichen „Touristentrampelpfade“. Die findet man in jedem Reiseführer. Friederike Schmöe ist es gelungen nicht nur Bamberg und seine wundervollen Kirchen in den Mittelpunkt zu stellen, sondern sie zeigt dem Leser ganz viele Kleinigkeiten am Rande. Klar fehlt auch der Dom in Bamberg nicht, aber die Tipps wie eine Schäferei, ein Hofcafé, ein Marionettentheater, Burgen, Trachten, usw. sind es, die dieses Reiselesebuch so lesenswert machen.

Da fehlt ein Pralinen – Werksverkauf am Wegesrand genauso wenig, wie Hinweise für wundervolle Wanderungen oder die Brauereien mit ihrem Rauchbier.

Mir hat das Buch wieder Lust auf einen erneuten Urlaub in der Gegend gemacht.

Es ist absolut empfehlenswert für Reisende, Einheimische oder auch alle, die schön bebilderte Bücher von sehenswerten deutschen Landstrichen genauso gerne lesen wie ich es tue.

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Carsten Sebastian Henn : Der letze Aufguss

Prof Dr.Dr. Adalbert Bietigheim, Professor für Kulinaristik und Hanseat ist Gastprofessor in Cambridge, da seine beiden Vorgänger als Leiche eingelegt in Tee aufgefunden wurden.

Er wäre nicht Adalbert Bietigheim, wenn er nicht auf die Suche nach den Todesursachen und dem Serienmörder gehen würde. Ist es überhaupt ein Serienmörder?
In diesem Krimi, der wieder einmal mit viel Sachverstand zum Thema Tee, mit Ortskenntnis in Cambridge und vor allem mit einem großen Einfühlungsvermögen in die handelnden Personen, von Carsten Sebastian Henn geschrieben wurde, wird die Krimihandlung verbunden mit einer guten Portion Lehrstunde zum Thema Tee und einer großen Prise subtilem Humor.

Das Buch musste ich einfach schnell lesen, es ist sehr spannend geschrieben und macht nach dem Vorgänger „Die letzte Reifung“ Lust auf das nächste Buch mit Prof. Bietigheim und seinem ständigen Begleiter dem Terrier Benno von Saber. Es fehlen auch nicht die gelegentlichen Hinweise auf Julius von Eichendorff, der dem Leser vielleicht aus den Ahrtal – Krimis des Autors bekannt ist.

Am Ende des Buches auch wieder einige Rezepte, die im Buch vorkommen, auch dies eine schöne Tradition bei den Büchern des Autors.

Das Buch ist meine Empfehlung für Krimi – Liebhaber, die auch etwas übrig haben für Tee oder kulinarische Genüsse im allgemeinen.


ISBN 978-3-86612-256-7

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Metz / Schalke : Hundeführerschein & Sachkundenachweis

Dieses  Buch ist kein Erziehungsratgeber für Hundehalter und das will es auch gar nicht leisten. Dafür kommen auch manche Themen zu kurz. Jedoch ist eine sehr hilfreiche Vorbereitung auf den VDH -Hundeführerschein und die Sachkundeprüfung.

Immer mehr Gemeinden bieten mit dem Hundeführerschein eine Reduzierung der Hundesteuer an. Deshalb steigt auch ständig der Bedarf an Hundehaltern, die den Hundeführerschein machen möchten, je nach Rasse wird ja auch ein Sachkundenachweis verlangt. Die Hundeschulen bieten dafür oft Kurse an. Aber die Theorie muss man doch oft auch zuhause noch mal lernen. Ich vergleiche das jetzt einfach mal mit dem Führerschein, wer traut sich da die theoretische Prüfung zu machen ohne dafür zu lernen mit Buch oder ähnlichem Hilfsmittel.

Wenn Sie also ein Buch suchen, das Sie perfekt vorbereitet auf diesen theoretischen Teil der Hundeführerscheins und Ihnen zum Üben auch noch den Frage – Antwort – Katalog des VDH zur Verfügung stellt und das Ganze kompakt und zu einem akzeptablen Preis, sind Sie bei diesem Buch genau richtig.

ISBN 978-3-440-13248-7

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