Michael Tsokos : Zerrissen

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Michael Tsokos hat mit „Zerrissen“ wieder einen neuen, spannenden True-Crime-Thriller vorgelegt.

Alles was ihm gehörte wurde ihm genommen.
Er muss sich beeilen, er muss Berlin schnell verlassen.
Zu spät, er sitzt in der Falle, die Tür wird aufgebrochen, 3 Männer treten und schlagen ihn.
Dann stecken sie ihn in einen Sack, den sie zunähen.

23.12. Leichenanahme der Charité.
Julien Blohn hat Nachtdienst. Er hat dort als einen Nebenjob als Student in der Rechtsmedizin.
Er nimmt die Leichen an, die in der Nacht gebracht werden.

Angeliefert wurde eine alte Dame, die tot in der Wohnung lag.
Und jetzt ein Sack in dem sich etwas bewegt. Er spürt Schläge gegen den Sack, die von innen kommen.

Dr. Fred Abel von der Rechtsmedizin wird auf die Kinderintensivstation der Charité gerufen.
Dort liegt ein Mädchen mit schweren Verletzungen, die noch lebt.

Dr.Fred Abel arbeitet in der rechtsmedizinischen Abteilung der BKA-Einheit „Extremdelikte“.

Das Mädchen zu deren Begutachtung er gerufen wurde, ist 2 Jahre legt und liegt im Intensivzimmer.
Sie erinnert ihn an Schneewittchen.
Dr.Marco Weise, Assistenarzt und Stationsarzt kommt, er hat die Rechtsmediziner gebeten zu kommen, da es den Verdacht auf Kindesmisshandlung gibt.

Das Kind ist 22 Monate alt, asiatische Herkunft. Die Mutter hat Siara bewusstlos in der Wohnung gefunden und sofort gebracht.
Die Zwillingsschwester des Mädchens ist unverletzt und vom Jugendamt in Obhut genommen worden.

Festgestellt wird ein Bruch des Schädeldaches, eine schwere Verletzung des Hirngewebes…

Der Assistensarzt sagt, dass die Tante des Mädchens Ärztin sein und er die Telefonnummer hat.
Abel findet massive Kopfverletzungen deren Ursache defintiv nicht der Sturz ist.
Er fotografiert den Röntgenbefund, etc.

Die Mutter des Mädchens ist Mailin, die Schwester von Abels Kollegin Sabine Yao, wie sich herausstellt.
Diese kann sich nicht vorstellen, dass ihre Schwester dem Kind etwas getan ist.
Mailin erzählt, dass sie auf dem Friedhof war bei Tranh, ihrem verstorbenen Mann, um den sie immer noch trauert.
Er ist bei einem Arbeitsunfall verstorben.

Sabine Yao hat sich das Protokoll der Polizei organisiert, dort findet sie keine Indizien die die Schwester entlasten könnten.

Lars Moewig ist ausgebildeter Einzelkämpfer, er war Fernspäher bei der Bundeswehr, in Afghanistan im Einsatz.  Er hat eine Lizens als Privatdetektiv, ist nicht mehr im Ausland tätig.
Karel Mazur fährt zum Kickboxstudio „Drachenhöhle“, dort ist Moewig jeden Tag, um fit zu bleiben.
Die Tür ist aufgebrochen.
Sie gehen gemeinsam rein. Das Büro ist zu.

Moewig stösst gegen einen Boxsack, da fliesst Blut aus dem Sack, aus einer nur grob verschlossenen Naht.

Derweil hat Abel eine „lebende Tote“ aus dem Leichenschauhaus zu der er muss. Theresa Maschewski wurde am 24.7. zum 2.Mal für tot erklärt.
Er findet Anzeichen, die durch intensivmedizinische Behandlung erklärbar sind, aber keine Zeichen äußerer Gewalt.
Abel und Sabine Yao untersuchen sie.
Es gibt keinen Totenschein nur eine vorläufige Todesbescheinigung. Alles seltsam

Dr.Fred Abel lebt mit Lisa Suttner, Staatsanwältin zusammen. Sie ist schwanger was er noch nicht weiß. Sie hatte schon mehrere Fehlgeburten und will es Abel erst sagen, wenn sie die ersten 3 Schwangerschaftsmonate hinter sich hat.

Abel wird auch durch Moewig informiert über den Toten im Boxsack. Sein Kollege Scherz ist damit beschäftigt.
Im Verlaufe des sehr spannneden Thrillers werden wir Leser „Zuschauer“ bei Szenarien, die man sich gar nicht ausdenken kann.

Ist die Schwester von Sabine Yao eine Frau, die ihr Kind misshandelt?
Wer ist Im Boxsack und wieso?
Wie geht es weiter mit der Schwangerschaft von Lisa?
Welche Rolle wird Moewig noch spielen?
Wer ist Manon?

Ich verrate nichts.
Dieses Buch ist wieder einmal sehr spannend.
Die Story profitiert vom enormen Wissen eines Gerichtsmediziners, der schon an genug Fällen beteiligt war, die unglaublich erscheinen.

Ich konnte das Buch kaum weglegen, gut, dass ich in den Ferien auch bis in die Nacht lesen konnte.
Der Thriller von Michael ist Tsokos ist eine absolute Leseempfehlung.

ISBN : 978-3426525494

Quelle: Droemer Knaur

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Michael Tsokos : Abgefackelt

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Michael Tsokos hat einen neuen Krimi geschrieben „Abgefackelt“.
Der Autor ist Professor für Rechtsmedizin, Experte für Forensik und er leitet das Institut für Rechtsmedizin an der Charité.

Paul Herzfeld ist Assistenzarzt am Institut für Rechtsmedizin in Kiel.
Er ist gerade mit einer Sektion beschäftigt. Mit der Sektionsassistenin Annette Bartels ist obduziert er die Leiche von Sven Theissen, 22 Jahre aus Flensburg.

Herzfeld ist überlastet, auch aus privaten Gründen, und sein Chef Dr.Schwan schickt ihn ans Elbklinikum nach Itzehoe. Dort ist der Pathologe Dr. Jan Petersen verstorben bei einem Unfall auf dem Klinikgelände, Herzfeld soll die Vertretung übernehmem.
Petersens Chef Dr.Kießling hatte Schwan um Hilfe gebeten.

Paul Herzfeld zieht also für eine kurze Zeit um in die Gästewohnung des Elbklinikums.
Am neuen Arbeitsplatz hilft ihm Levke Hermanns bei der Einarbeitung.

Herzfeld wird konfrontiert mit Geschehnissen aus der Vergangenheit seines verstorbenen Kollegen Petersen, die er zunächst nicht zuordnen kann.
Dr.Petersen ist verbrannt in einem Nebengebäude der Klinik wie Herzfeld erst spät erfährt.
Mysteriöse Todesumstände und kaum Erklärungen gibt es.
Herzfeld taucht immer tiefer in Petersens Arbeit ein, tiefer als gut ist.

Er lernt den Unternehmer Nommensen kennen, der im Bereich Strommasten sehr aktiv ist.
Herzfeld merkt, dass man ihm etwas verschweigt. Hauptkommissar Denecke kommt ins Spiel, Selina Novak spielt eine wichtige Rolle, ebenso Bauer Lüdgers.

Was steckt hinter dem Tod vom Kollegen Petersen? Oder wer?
Was hat Elektrosmog damit zu tuen oder ist das nur Hysterie?
Wer ist die Frau im Porsche?

Ich werde micht mehr verraten.

Michael Tsokos ist ein excellenter Krimi gelungen. Er hat ihn mit seinem grossen Fachwissen geschrieben.
Das Buch ist spannend und macht auch nachdenklich.
Was ist Fiktion, was ist Wirklichkeit?

ISBN: 978-3426524404

Quelle: Knaur

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Michael Tsokos: Schwimmen Tote oben?

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Michael Tsokos räumt in „Schwimmen Tote oben?“ mit Irrtümern im Bereich der Rechtsmedizin auf.
Prof.Tsokos ist Gerichtsmediziner an der Charité.
Er wird oft als Experte hinzugezogen, wenn es sich um Katastrophen, wie bei den Tsunami-Opfern und ihrer Identifizierung, handelt.

Sein Buch „Sind Tote immer leichenblass?“, das Vorgängerbuch, hat mich sehr angesprochen. Darum musste ich das neue Buch lesen.
Prof.Tsokos räumt mit weiteren Irrtümern aus dem Bereich der Rechtsmedizin auf.
Auch erfährt man etwas über die Arbeit eines Rechtsmediziners, was ich sehr interessant finde.
So sind etwa 1/4 aller gerichtlichen Obduktionen Suizide, 5 % ärztliche Kunstfehler, 45 % natürliche Todefälle und ca. 20 % tödliche Unfälle, in Berlin zumindest.

Ein Rechtsmediziner hilft dabei aufzuklären, ob ein Toter, der von der S-Bahn überfahren wurde, Suizid begangen hat oder es ein Unfall war.
Sicherheitsobduktionen dienen dazu einen nicht natürlichen Tod auszuschließen.

Auch erfährt man im Buch viel über den Alltag eines Rechtsmediziners. Es ist nicht so, wie es oft im Krimi ist, dass ein festes Team aus Kriminalbeamten und Rechtsmediziner besteht. Das ist Fiktion.
Man lernt den Arbeitsalltag des Autors kennen zu dem auch viel Schreibtischarbeit gehört, Teilnahme an Gerichtsverhandlungen als Sachverständiger, etc.
Dieser erste Teil des Buches ist sehr interessant.

Es folgen dann Beispiele zu oft falschen Behauptungen, Dingen, die im Krimi falsch dargestellt werden aus Sicht des Autors.
Diese sind teils interessant, teils wenig ansprechend.
Hier bringt der Autor so einige Beispiele, die wirklich schon bekannt sind oder fast selbsterklärend.
Leider finde ich diesen Teil nur teilweise interessant.

Mein Fazit: Das Buch ist gut, aber nicht sehr gut, da es durchaus Teile gibt, die langweilig sind, wenig Neues bieten.
Ich hätte vom Autor ein spannenderes Buch erwartet.

ISBN: 978-3426277645

Quelle Droemer

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Michael Tsokos : Die Zeichen des Todes

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Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin an der Charité, das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin-Moabit und auch, von ärztlicher Seite, die Gewaltschutzambulanz der Charité.
Er kennt Gewaltverbrechen und muss sich, meist post mortem, mit den Opfern beschäftigen.

Im neuen Buch „Die Zeichen des Todes“, beschreibt Michael Tsokos eine ganze Reihe von Fällen, die er aus seiner praktischen Arbeit kennt.
Auch Fälle, die man durch die Presse schon kennt, sind dabei, wie den Fall des ehemaligen Mitglieds der Piratenpartei Gerwald Claus-Brunner, der Mirko getötet hat. Ein Fall, der für Aufruhr gesorgt hat.
Aber auch der Tod des kleinen Volkan, der durch den Hund Zeus getötet wurde, wird im Buch dokumentiert.
Es sind auch viele andere Fälle beschrieben, meist sehr erschreckende Fälle.

Tsokos hat dieses Mal, aus meiner Sicht, weniger seine Arbeit dokumentiert, was ich beim vorhergehenden Buch sehr geschätzt habe, als die gesamte Ermittlungsarbeit zum Fall und quasi das Umfeld des Falls.
Exemplarisch möchte ich am Fall Volkan verdeutlichen was ich damit meine: Tsokos stellt auf S.61 die Frage „Warum manche Hunde Menschen attackieren“ und geht auf das Thema Kampfhunde ein. Ebenso berichtet er über die Kampfhund-Debatte, die nach dem Tod des Jungen entbrannt ist.

Mir hat das Vorgehen des Autors in „Sind Tote immer leichenblass?“, mehr über die Arbeit des Gerichtsmediziners zu erfahren, besser gefallen.
Es ist zwar interessant einen Fall incl. der Diskussionen, die danach geführt werden, zu betrachten, davon zu lesen, aber ich hätte es begrüsst, wenn Tsokos den Fall nur aus der Sicht des Gerichtsmediziners betrachtet hätte.

Alles in allem aber ein lesenswertes Buch, wenn man sich damit beschäftigen möchte, welche grausamen Taten begangen werden, wie die Hintergründe auch aus dem sozialen Hintergrund heraus und auch die Betrachtung des generellen Umfeldes sind und welche Rolle die Medien spielen.

ISBN: 9783426276174

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