Michael Tsokos : Abgefackelt

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Michael Tsokos hat einen neuen Krimi geschrieben „Abgefackelt“.
Der Autor ist Professor für Rechtsmedizin, Experte für Forensik und er leitet das Institut für Rechtsmedizin an der Charité.

Paul Herzfeld ist Assistenzarzt am Institut für Rechtsmedizin in Kiel.
Er ist gerade mit einer Sektion beschäftigt. Mit der Sektionsassistenin Annette Bartels ist obduziert er die Leiche von Sven Theissen, 22 Jahre aus Flensburg.

Herzfeld ist überlastet, auch aus privaten Gründen, und sein Chef Dr.Schwan schickt ihn ans Elbklinikum nach Itzehoe. Dort ist der Pathologe Dr. Jan Petersen verstorben bei einem Unfall auf dem Klinikgelände, Herzfeld soll die Vertretung übernehmem.
Petersens Chef Dr.Kießling hatte Schwan um Hilfe gebeten.

Paul Herzfeld zieht also für eine kurze Zeit um in die Gästewohnung des Elbklinikums.
Am neuen Arbeitsplatz hilft ihm Levke Hermanns bei der Einarbeitung.

Herzfeld wird konfrontiert mit Geschehnissen aus der Vergangenheit seines verstorbenen Kollegen Petersen, die er zunächst nicht zuordnen kann.
Dr.Petersen ist verbrannt in einem Nebengebäude der Klinik wie Herzfeld erst spät erfährt.
Mysteriöse Todesumstände und kaum Erklärungen gibt es.
Herzfeld taucht immer tiefer in Petersens Arbeit ein, tiefer als gut ist.

Er lernt den Unternehmer Nommensen kennen, der im Bereich Strommasten sehr aktiv ist.
Herzfeld merkt, dass man ihm etwas verschweigt. Hauptkommissar Denecke kommt ins Spiel, Selina Novak spielt eine wichtige Rolle, ebenso Bauer Lüdgers.

Was steckt hinter dem Tod vom Kollegen Petersen? Oder wer?
Was hat Elektrosmog damit zu tuen oder ist das nur Hysterie?
Wer ist die Frau im Porsche?

Ich werde micht mehr verraten.

Michael Tsokos ist ein excellenter Krimi gelungen. Er hat ihn mit seinem grossen Fachwissen geschrieben.
Das Buch ist spannend und macht auch nachdenklich.
Was ist Fiktion, was ist Wirklichkeit?

ISBN: 978-3426524404

Quelle: Knaur

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Michael Tsokos: Schwimmen Tote oben?

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Michael Tsokos räumt in „Schwimmen Tote oben?“ mit Irrtümern im Bereich der Rechtsmedizin auf.
Prof.Tsokos ist Gerichtsmediziner an der Charité.
Er wird oft als Experte hinzugezogen, wenn es sich um Katastrophen, wie bei den Tsunami-Opfern und ihrer Identifizierung, handelt.

Sein Buch „Sind Tote immer leichenblass?“, das Vorgängerbuch, hat mich sehr angesprochen. Darum musste ich das neue Buch lesen.
Prof.Tsokos räumt mit weiteren Irrtümern aus dem Bereich der Rechtsmedizin auf.
Auch erfährt man etwas über die Arbeit eines Rechtsmediziners, was ich sehr interessant finde.
So sind etwa 1/4 aller gerichtlichen Obduktionen Suizide, 5 % ärztliche Kunstfehler, 45 % natürliche Todefälle und ca. 20 % tödliche Unfälle, in Berlin zumindest.

Ein Rechtsmediziner hilft dabei aufzuklären, ob ein Toter, der von der S-Bahn überfahren wurde, Suizid begangen hat oder es ein Unfall war.
Sicherheitsobduktionen dienen dazu einen nicht natürlichen Tod auszuschließen.

Auch erfährt man im Buch viel über den Alltag eines Rechtsmediziners. Es ist nicht so, wie es oft im Krimi ist, dass ein festes Team aus Kriminalbeamten und Rechtsmediziner besteht. Das ist Fiktion.
Man lernt den Arbeitsalltag des Autors kennen zu dem auch viel Schreibtischarbeit gehört, Teilnahme an Gerichtsverhandlungen als Sachverständiger, etc.
Dieser erste Teil des Buches ist sehr interessant.

Es folgen dann Beispiele zu oft falschen Behauptungen, Dingen, die im Krimi falsch dargestellt werden aus Sicht des Autors.
Diese sind teils interessant, teils wenig ansprechend.
Hier bringt der Autor so einige Beispiele, die wirklich schon bekannt sind oder fast selbsterklärend.
Leider finde ich diesen Teil nur teilweise interessant.

Mein Fazit: Das Buch ist gut, aber nicht sehr gut, da es durchaus Teile gibt, die langweilig sind, wenig Neues bieten.
Ich hätte vom Autor ein spannenderes Buch erwartet.

ISBN: 978-3426277645

Quelle Droemer

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Michael Tsokos : Die Zeichen des Todes

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Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin an der Charité, das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin-Moabit und auch, von ärztlicher Seite, die Gewaltschutzambulanz der Charité.
Er kennt Gewaltverbrechen und muss sich, meist post mortem, mit den Opfern beschäftigen.

Im neuen Buch „Die Zeichen des Todes“, beschreibt Michael Tsokos eine ganze Reihe von Fällen, die er aus seiner praktischen Arbeit kennt.
Auch Fälle, die man durch die Presse schon kennt, sind dabei, wie den Fall des ehemaligen Mitglieds der Piratenpartei Gerwald Claus-Brunner, der Mirko getötet hat. Ein Fall, der für Aufruhr gesorgt hat.
Aber auch der Tod des kleinen Volkan, der durch den Hund Zeus getötet wurde, wird im Buch dokumentiert.
Es sind auch viele andere Fälle beschrieben, meist sehr erschreckende Fälle.

Tsokos hat dieses Mal, aus meiner Sicht, weniger seine Arbeit dokumentiert, was ich beim vorhergehenden Buch sehr geschätzt habe, als die gesamte Ermittlungsarbeit zum Fall und quasi das Umfeld des Falls.
Exemplarisch möchte ich am Fall Volkan verdeutlichen was ich damit meine: Tsokos stellt auf S.61 die Frage „Warum manche Hunde Menschen attackieren“ und geht auf das Thema Kampfhunde ein. Ebenso berichtet er über die Kampfhund-Debatte, die nach dem Tod des Jungen entbrannt ist.

Mir hat das Vorgehen des Autors in „Sind Tote immer leichenblass?“, mehr über die Arbeit des Gerichtsmediziners zu erfahren, besser gefallen.
Es ist zwar interessant einen Fall incl. der Diskussionen, die danach geführt werden, zu betrachten, davon zu lesen, aber ich hätte es begrüsst, wenn Tsokos den Fall nur aus der Sicht des Gerichtsmediziners betrachtet hätte.

Alles in allem aber ein lesenswertes Buch, wenn man sich damit beschäftigen möchte, welche grausamen Taten begangen werden, wie die Hintergründe auch aus dem sozialen Hintergrund heraus und auch die Betrachtung des generellen Umfeldes sind und welche Rolle die Medien spielen.

ISBN: 9783426276174

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Michael Tsokos : Sind Tote immer leichenblass?

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Michael Tsokos, Rechtsmediziner, räumt in „Sind Tote immer leichenblass?“ auf mit den größten Irrtümern der Rechtsmedizin.
Michael Tsokos ist Rechtsmediziner und Professor an der Charité. Er ist  international angesehen und hat u.A. geholfen bei der Indentifizierung der Tsunami-Opfer.
An der Charité leitet er ebenso die Gewaltschutzambulanz und er ist ärzlicher Leiter des Landesinstitutes für soziale und gerichtliche Medizin in Berlin.

Tsokos hat viel Erfahrung im Feld der Rechtsmedizin.
Rechtsmedizin ist ein Fachgebiet in der Medizin, das eine lange Ausbildung voraussetzt. 6 Jahre, um Mediziner zu werden, dann 5 Jahre Facharztausbildung, davon 4 Jahre in einem Institut für Rechtsmedizin und je ein halbes Jahr Pathologie und Psychiatrie. Dies ist das Minimum. Es sind also 11 Jahre und mehr ins Land gegangen bis man den Titel „Arzt für Rechtsmedizin“ erlangen kann.
Viele Voraussetzungen müssen erfüllt sein, eine gewisse Anzahl an Obduktionen, Leichenschauen, Mikroskopie, Gutachten, etc. bis man sich zur Facharztprüfung anmelden kann.
Diesen steinigen Weg schildert der Autor, um dem Leser zu verdeutlichen, dass der Rechtsmediziner in Realität wenig mit den diversen Formen im Fernsehen zu tuen hat.

Was in Film und Fernsehen locker aussieht, ist in Wahrheit ein harter Beruf. An den Aussagen der Rechtsmediziner hängt sehr viel. Sie haben eine grosse Verantwortung.
Tsokos räumt im Buch auf mit Irrtümern, die sich einschleichen durch das was Standard ist in Filmen.
Er verdeutlicht warum nicht Pathologen sich mit der Aufklärung von Todesumständen beschäftigen sondern Rechtsmediziner.
Viele Begriffe werden in Krimis vermischt.

Launig und gut verständlich werden verschiedene Irrtümer nacheinander aufgeklärt.
Kein Angehöriger wird in der Realität in den Obduktionssaal kommen, um einen Angehörigen zu identifizieren.
Nein Rechtsmediziner sehen nicht nur Leichen. Sie haben auch ganz andere Aufgaben im Rahmen der Forensik, z.B. Beweise sichern bei Vergewaltigungen, usw.
Man hört keine klassische Musik bei der Arbeit wie Prof.Boerne aus dem Münsteraner Tatort.

Michael Tsokos bringt uns Lesern nahe wie Tote identifiziert werden.
Dass Nägel und Haare nach dem Tod wachsen stimmt auch nicht, die Erklärung finden Sie im Buch.

Auch Mentholpaste unter der Nase, keine Bereitschaftsdienste, etc. sind Fiktion.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, wenn man sich über den Alltag eines Rechtsmediziners informieren möchte, der alles andere als nur Obduktionen umfasst.

Quelle: Droemer Knaur

Quelle: Droemer Knaur

ISBN: 9783426277003
Bestellen können Sie das Buch hier.

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