Keil/Scherf: Das letzte Tabu

Annelie Keil und Henning Scherf haben zusammen das Buch „Das letzte Tabu – Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ geschrieben.

Annelie Keil ist Sozialwissenschaftlerin, sie war lange Professorin in Bremen.
Heute arbeitet sie im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung.

Henning Scherf war Politiker und Bürgermeister von Bremen.
Er engagiert sich stark im sozialen Bereich.

Die Autoren sind schon lange befreundet. Ein gemeinsames Anliegen ist es, das Thema Sterben aus der Tabuzone herauszuholen.
Sterben ist das Ende des Lebensweges, ein Weg den jeder Mensch gehen muss.
Beide haben ganz unterschiedliche familiäre Hintergründe, unterschiedliche Erfahrungen aus denen sie schöpfen.

Keil und Scherf tragen ihre Gedanken bei zu diesem Buch. Gedanken zum Sterben, das so vielfältige Gesichter haben kann.
Dabei ist die Sicht von Annelie Keil eher geprägt von der wissenschaftlichen Seite, teils esoterisch angehaucht.
Henning Scherf ist da pragmatischer.

Ihre Berichte aus der Sterbebegleitung, egal wie auch immer geartet, verdeutlichen wie wichtig es ist zu erfahren welchen Tod, welche Begleitung sich der Mensch, der im Sterbeprozess ist,  wünscht.
Man sollte bereits vor dieser Phase offen über das Thema Sterben reden, Wünsche äussern. Das vereinfacht dem Sterbenden und den Angehörigen und Freunden den Umgang mit diesem Lebensabschnitt.
Scherf und Keil machen Mut dieses Thema anzupacken.

Auch das Thema Suizid lassen die Autoren nicht aus, ebenso wie die Sterbehilfe.

Annelie Keil und Henning Scherf geben aus ihren Erfahrungen Tipps und Anregungen für das Gespräch über dieses wichtige Thema, aber auch, um erst einmal selber darüber nachzudenken.

Annelie Keil berichtet auch aus der Erfahrung ihrer Arbeit darüber was Sterbende oft bereuen, was sie gerne noch erledigt hätten.

Ein lesenswertes Buch das wachrüttelt. Mir persönlich haben die Teile von Henning Scherf besser gefallen.

Quelle:Herder-Verlag

Quelle:Herder-Verlag

ISBN: 978-3-451-34926-3
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Henning Scherf : Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung

Der Autor des Buches ist Henning Scherf, Jahrgang 1938. Er war Politiker, seine Vita findet sich hier.

Henning Scherf hat sein Buch untertitelt mit „Lektionen des Lebens“.
Im Buch schildert er viele Stationen und Erfahrungen seines Lebens.

Mit dem Buch will der Autor Mut machen, Mut im Kopf nicht alt zu werden , auch wenn man es nach Jahren wird.

Der Satz „Alt ist, wer mit 50 Prozent seiner Gedanken in der Vergangenheit ist, jung ist wer mit 50 Prozent seiner Gedanken in der Zukunft ist. Dieses Zitat, das Henning Scherf heranzieht beinhaltet soviel Wahrheit. Und es kennzeichnet auch das Leben von Henning Scherf.

Scherf berichtet über die Nachkriegszeit genauso mitreißend wie über das Leben heute in der Wohngemeinschaft für die er die Brötchen holen geht.
Man lernt seine Vorbilder, z.B. Gustav Heinemann, kennen.
Kann Gesprächen von Hans-Jochen Vogel mit Dieter Hildebrandt lauschen.

Der Autor versteht es den Leser mitzunehmen auf eine Reise durch das Leben des Menschen und des Politikers Henning Scherf.
Dieser Mann ist im Kopf viel jünger als viele andere Menschen an Jahren.

Die Denke des Autors und wie er sein Leben gelebt hat und noch lebt, haben Vorbildcharakter.
Danke für diese Einblicke.

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