Stephanie Bräuer : Frauen an den Herd

Stephanie Bräuer, die auch eine Plattform geschaffen hat für Frauen in der Gastronomie, etc. https://www.culinary-ladies.de/,
hat das Buch „Frauen an den Herd! – Wie Spitzenköchinnen die Sterne vom Himmel holen“ geschrieben.
20 Spitzenköchinnen hat sie besucht, 24 haben ihr Rede und Antwort gestanden.

Köchin ein Frauenberuf oder nicht?
Spitzenköchin, einen Stern bekommen ist schon eher selten. Die Damen, die in Portäts vorgestellt werden und auch jeweils Rezepte beigesteuert haben zum Buch, haben es an die Spitze geschafft.
Jede hat einen anderen Weg genommen, bekommt Job und Privatleben anders geregelt. Ein Rezept für alle gibt es nicht.
Aber eins haben sie gemeinsam, sie lieben ihren Beruf, das merkt man beim Lesen des Buches.
13 Köchinnen aus Deutschland sind dabei, darunter Sarah Henke und Sybille Schönberger, 3 aus Österreich, 2 aus der Schweiz und je eine aus Belgien, Italien, Spanien, Slowenien und Südafrika.
Es ist interessant zu erfahren wie unterschiedlich die Köchinnen sich und ihren Beruf, auch regional unterschiedlich, wahrnehmen.

Im Buch sind auch tolle Rezepte, aber diese sind aus meiner Sicht geeignet, um Ideen zu bekommen, weniger zum Nachkochen, da sie sehr aufwendig sind. Ich habe halt kein Personal, das mir zur Seite steht.

Es ist ein interessantes Buch, das Einblicke gewährt in die harte Welt der Spitzenköchinnen und zeigt wie unterschiedlich die Frauen sind, die den Weg an die Spitze geschafft haben.

ISBN: 9783959612432

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Dora Heldt: Drei Frauen am See

„Drei Frauen am See“ heißt der neue Roman von Dora Heldt.
Das Cover ließ mich an alte Zeiten denken, das Bild wirkt historisch. Das passt doch gar nicht zu Dora Heldt, dachte ich mir.
Ja der Roman ist anders als die gewohnten Sylt – Geschichten. Aber er ist einfach schön.

Die Freundinnen Marie, Jule, Friederike und Alexandra sind gemeinsam auf einem Foto 1981 am See.
Das Haus am Se,e wo sich die Freundinnen regelmässig treffen, gehört Maries Eltern.
Damals schreiben die Mädels auf wie sie sich und ihre Freundschaft in 30 Jahren sehen.
Sie können nicht ahnen wieviel in den 30 Jahren passiert.

Alexandra ist mittlerweile eine erfolgreiche Verlegerin und wohnt in München.
Jule Petersen lebt in Weißenburg in Norddeutschland und hat sich ihren Berufswunsch erfüllt, sie ist Physiotherapeutin mit eigener Praxis.
Friederike Brenner lebt in Bremen und leitet ein 5-Sterne Hotel.
Marie lebt in Lübeck, sie kränkelt nach wie vor, wie schon als Kind – ein Herzfehler. Marie ist eine bekannte Fotografin geworden, ein Traum ging in Erfüllung.

Die Treffen am See gibt es nicht mehr nach einem heftigen Streit.
Jede der Frauen lebt ihr Leben mit Höhen und Tiefen, manche haben sporadisch noch Kontakt.
Eines Tages bekommen alle, ausser Marie, die Einladung eines Notars in Hamburg.
Teils fahren sie mit Widerwillen hin, weil sie die eine oder andere der Freundinnen nicht sehen wollen. Warum sind es nun 3 Frauen am See?

Mehr verrate ich nicht.
Es ist Dora Heldt gelungen, eine mitreissende Geschichte der 4 so unterschiedlichen Frauen, ihrer Leben und ihrer Gefühle zu schreiben.

Als Leserin begleitet man die 4 durch Höhen und Tiefen fast wie ein Schatten in manchen Sequenzen, die so exakt beschrieben sind, dass man sich in die Szene versetzt fühlt.

Für mich war das ein ganz anderes Dora Heldt – Buch, aber ein ganz tolles.
Ein Buch das auch in die Seele der Personen blicken lässt, uns an ihren Gefühlen, Ängsten, Freuden teilhaben lässt.
Und vor allem ein Plädoyer für die Freundschaft.

Die Geschichte, die Dora Heldt erzählt, hat mich sehr berührt.

ISBN: 9783423262064

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Alexandra Jamieson : Frauen Essen Sehnsüchte

Alexandra Jamieson lebt in New York.
Sie ist Ernährungs- und Gesundheitsberaterin.

Nachdem die Autorin selber Probleme mit Essstörungen hatte, hat sie sich mit den Themen Hunger, Essen, Sehnsüchte, intensiv auseinander gesetzt.
In ihrem Buch schildert sie die Zusammenhänge aus ihrer Sicht.

Man vermisst etwas im Leben, hat Sehnsucht nach Freundschaft, Erfolg, usw. und kann diese Sehnsüchte nicht erfüllen.
Zur Kompensation greift man dann zu Essbarem. Klar, wer kennt das nicht? Schokolade mal so eben genascht aus Frust.
Es ist eben oft eine Frage der Menge und ob man sich bewusst ist, was man alles isst.

Und sicher hat die Autorin Recht damit, wenn sie einen Zusammenhang herstellt zwischen psychischem Befinden und Kompensation durch Nahrunsgmittel.

Jamieson hat eine Art von Diät für ihre Klientinnen entwickelt. Zuerst weg mit Milchprodukten, es folgen andere Nahrungsbestandteile, Zucker, Gluten, usw.
Dies empfinde ich als ein dogmatisches Verordnen. Sie schildert Kundinnen und wie sie sich danach fühlen. Alle sind danach glücklich, frei von z.B. Hautproblemen, Übergewicht.

Das Buch rüttelt wach, es macht dem Leser bewusst wieviel man unbewusst und nebenbei isst. Und das ist gut.
Was mir nicht so gefallen hat, ist die Art, wie die Autorin ihren Weg als den einzig wahren Weg herausstellt.
Aber das macht wohl jeder Autor, der damit Geld verdient.

Sicher gibt es mehrere Ansätze und nicht für jeden, der Probleme hat und diese durch Nahrung kompensiert, ist dieser Weg der einzig wahre.
Oft reicht ja schon sich bewusst zu werden woran Essstörungen liegen.
Und gerade auf den Hype um Gluten aufzuspringen, naja ob das immer der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln. Ich mag einfach dieses Missionieren nicht.

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