Expeditionen ins Licht Rheinwerk-Verlag

„Expeditionen ins Licht – Auf den Spuren außergewöhnlicher Bilder“ ist ein ungewöhnliches Buch.
Ein Buch mit 2 Seiten, genauer mit 2 Titelseiten.

Ich war verdutzt als ich das Buch in Hand nahm, es sollten 6 Autoren sein und nur 3 standen drauf. Auf der Rückseite suchte ich nach weiteren Informationen.
Und siehe da, keine Rückseite, sondern eine weitere Vorderseite mit den anderen 3 Autoren.

Dieses Buch ist zwar aus der Rubrik Fotografie des Rheinwerk – Verlages, aber es ist keins der Lehrbücher, die man aus der Rubrik kennt.

Die meisten Fotografen haben eine Leidenschaft, ein Gebiet in der Fotografie, das ihnen besonders am Herzen liegt.
Für dieses Buch haben sich 6 Fotografen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum Thema Licht zusammen geschlossen.
Andreas Drobny zeigt seine Tropfenfotografie.
Bernhard Rauscher liebt das Lightpainting.
Karl Deckart hat den Schwerpunkt Mikrofotografie.
Christian Westphalen lässt uns in die Ferne schauen mit Sternenfotografie.
Dennis Oswald liebt rauhe Zeiten Extremwetterfotografie.
Timo Lieber hebt ab mit Luftbildfotografie.

Die Autoren sind sehr unterschiedlich, das spiegelt sich in ihren Fotos wieder.

Andreas Drobny widmet sich der Highspeedfotografie und hier speziell der Tropfenfotografie, seine Werke kann man bei flickr bewundern ( auf den Namen klicken führt hin).
Karl E.Deckart ist Dipl.-Ing.der Elektrotechnik und begeistert Mikro- und Makrofotograf im technischen Bereich.
Timo Lieber hat sich auf Luftbild- und Landschaftsfotografie spezialisiert, seine großformatigen Bilder sind auch auf Ausstellungen zu finden.
Dennis Oswald präferiert die Extremwetter- und Landschaftsfotografie.
Bernhard Rauscher beschäftigt sich seit längerer Zeit mit Lightpainting.
Christian Westphalens Leidenschaft ist die Sternen- und Nachtfotografie. Er ist bekannt als Verfasser vieler Fotobücher.

Alleine die Schwerpunkte der Fotografen zeigen schon das breite Spektrum, das die Fotos im Buch abbilden.
Ich hatte mir bislang nicht bewusst gemacht welche unterschiedlichen Genre der Fotografie man unter dem Thema „Licht“ zusammenfassen konnte.
Licht ließ mich eher an Portaitfotografie und richtige Beleuchtung denken, an Outdoorfotografie, Produktfotos, etc.

Das Buch „Expeditionen ins Licht“ ist kein Lehrbuch. Das Buch ist , ich nenne es mal so, ein Inspirationsbuch. Ein passender Begriff fällt mir nicht ein.
Lernen kann man viel oder einfach nur tolle Fotos anschauen.
Jeder Autor erklärt worauf es ihm ankommt bei seinem bevorzugten Gebiet.
Zu den Fotos, die immer eine Seite umfassen, sind die Aufnahmedaten notiert, also welche Art der Kamera, Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO.
So hat einige Daten an der Hand, um selber zu üben, wenn einem die Art eines Fotos besonders gut gefällt.

Mich hat an dem Buch fasziniert wieviel Inspirationen man bekommen kann, wenn 6 ganz unterschiedliche Fotografen sich eines Themas annehmen.

Wer sich erst einmal selber ein Bild machen will, der kann sich hier eine Leseprobe anschauen.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN:9783836242240
Kaufen können Sie das Buch hier.

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Hans-Joachim Schneider : Unterirdisch

Hans-Joachim Schneider stellt uns Lesern in sehr vielen wunderschönen Fotos und Texten die unterirdische Welt vor.
Der Text zu „Unterirdisch“ von Hans-Joachim Schneider, der auch die Idee zum Buch hatte.
Die Fotos haben mehrere Fotografen beigesteuert und doch wirkt alles wie aus einem Guß.

Was fällt einem spontan ein, wenn man an unterirdisch denkt? Mir fiel Tunnel, Bergbau, Höhle ein.
Und, na klar, findet man diese, z.B. den alten Elbtunnel in Hamburg, die Iberger Tropfsteinhöhle und das Kalkbergwerk Militz.
Aber unterirdisch gibt es noch sehr viel mehr zu entdecken.

Und sollten Sie unterirdisch mit eng, schmutzig, Ratten, etc. verbinden und mit Angst, dann schauen Sie sich diesen Bildband an und Sie werden Lust darauf bekommen die Unterwelt zu erkunden.

Egal ob Kernkraftwerk, Atomendlager Gorleben, Bunkeranlagen, U-Bahn, Salzheilstollen, Schiefergrube, Felsengrotten, Regenwasserrückhaltebecken,usw.
Viele Orte kann man besichtigen.

Der Autor hat sich die Mühe gemacht und am Ende des Buches alle 54 Orte, die im Buch zu finden sind, aufzuführen.
An der Farbe erkannt man, ob man das Unterirdische selber entdecken kann bei einer Besichtigung.
Wenn das der Fall ist, es ist meistens möglich, steht auch genau wo man sich anmelden kann, etc.

Hans-Joachim Schneider bringt uns Lesern die unterirdischen, sehenswerten Orte in kurzen, prägnanten Texten nahe.
Wunderschöne Fotos zeigen dann die ganze Pracht der Location.

Die Fotos sind alle sehr schön, man erfährt viel im Buch und möchte gleich Touren planen.

Egal, ob man nun daran interessiert ist, etwas zu erkunden oder selber gerne fotografiert.
Das Buch „Unterirdisch“ ist ein toller Bildband mit ergänzenden Texten aus meiner Sicht.
Sehens- und lesenswert, es ist ein beeindruckendes Buch.

Quelle: Mairdumont

Quelle: Mairdumont

ISBN: 9783770188864
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Mark Robertz : Deutschlands Landschaften fotografieren

Mark Robertz ist Landschaftsfotograf.
Auf seiner Homepage kann man tolle Fotos entdecken.
Nun hat dieses sehens- und lesenswerte Buch „Deutschlands Landschaften fotografieren“ geschrieben.
Es trägt den Untertitel „Vom Wattenmeer über das Elbsandsteingebirge bis zum Berchtesgardener Land“.

Mark Robertz hat es in diesem Buch geschafft zwei Dinge zu vereinen. Er bringt dem Leser die deutschen Nationalparks nahe in ihrer ganzen Schönheit.
Und ganz ehrlich wieviele Fotografen reisen rund um die Welt, um tolle Landschaften zu entdecken und kennen die deutschen Nationalparks nicht.
So frei nach dem Motto „Sieh das Gute liegt so nah“ lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen quer durch deutsche Landschaften.
An den Beispielen aus den deutschen Nationalparks lässt uns Mark Robertz teilhaben an seinem grossen Erfahrungsschatz.

Die Tipps von Mark Robertz sind vielfältig. Um mal Beispiele zu nennen, es gibt blau hinterlegte Kästchen mit speziellen Tipps, wie z.B. was man machen sollte, damit am Strand kein Flugsand beim Wechseln des Objektives ins Gehäuse kommt. Aber auch Tipps zum Einsatz von Filtern, etc. gibt es. Dies zieht sich durch das ganze Buch.

Bei jedem Foto findet man die Brennweite, die Belichtungszeit, ISO, WB, welcher Filter, wenn einer verwendet wurde.
So hat man schon mal das erste Rüstzeug.
Im Verlaufe des Buches, ich habe einmal komplett gelesen und werde mir dann nach und nach, je nach Situation, wieder einzelne Dinge vornehmen, bekommt man sehr viele hilfreiche Tipps.
Auch URLs zu weiterführenden Informationen sind dabei.

Um es an einem Beispiel zu vertiefen. Mark Robertz gibt den Tipp einer Kutschenfahrt im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Dabei findet man im Text sogar Hinweise zur Sitzwahl auf der Kutsche, um die optimale Position für tolle Fotos zu haben.

Ich hoffe an diesen Beispielen kann man erkennen, dass der Autor nicht nur technische Hinweise parat hat, die man in vielen Büchern findet, sondern quasi den Leser an der Location an die Hand nimmt und ihm Hilfestellung gibt.

Da ich in einigen Nationalparks schon war und auch fotografiert habe und mir der Nationalpark Eifel besonders vertraut ist, kann ich nur sagen, Mark Robertz hat sich die Locations intensiv angeschaut und gut ausgesucht.
Der Kermeter ist immer eine Tour wert, mein persönlicher Tipp.

Man kann sich auch, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie der Fotograf arbeitet, einen Podcast anschauen.
Eine Leseprobe des Buches und das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Und eins darf ich nicht vergessen, die Fotos sind alle sehenswert. Die Stimmung ist toll eingefangen, man will einfach nur los.

Mein Fazit: wer ein Buch sucht, das ihm die wundervollen Nationalparks Deutschlands nahebringt und gleichzeitig jede Menge Tipps für die Landschaftsfotografie parat hat, der ist hier richtig.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836241670
Bestellen können Sie das Buch gleich hier.

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Kyra und Christian Sänger : Canon EOS 760D/750D

Canon EOS 760D und 750D, die beiden Schwestermodelle unterscheiden sich nur minimal.
Kyra und Christian Sänger, die ja für Bücher im Bereich der Fotografie bekannt sind, haben darum ein Buch für beide Modelle geschrieben.

Zusätzlich zum Buch kann man kostenlos ein ebook laden. Das ebook steht nur als PDF zur Verfügung.

Die Autoren, die ich schon anderen Büchern her kenne, haben mal wieder ein Buch herausgebracht, in dem sie dem Einsteiger und dem Fortgeschritten gut verständlich erklären, wie man mit der Kamera ansehnliche Bilder machen kann.

Da die beiden Kameras eher dem Einsteigersegment der digitalen Spiegelreflexkameras zuzuordnen sind, ist folgerichtig auch dieses Buch so geschrieben, dass der Einsteiger in die Spiegelreflexfotografie erst einmal Grundlagen kennenlernt, z.B. warum benötigt man Kontakte am Bajonett. Der Fortgeschrittene kann dies locker überblättern.
Selbst auf die Lösung bei einzelnen Fehlermeldung, die schnell durch Fehlbedienung auftauchen können, wird eingegangen.
Jedes Bedienteil wird auf den Bildern gezeigt, nummeriert und erklärt.

Screenshots zeigen wie man Kameraeinstellungen findet, wie man alles einstellt, usw.
Die Autoren geben Tipps was sinnvolle Einstellungen an den Canon – Kameras sind aus ihrer Sicht.
Da die Kameramenüs viele Möglichkeiten bieten, gehen die Autoren diese Schritt-für-Schritt durch.
Wie fotografiere ich im Livebild-Modus? warum und wann macht das Sinn? Wie bediene ich den Touchscreen? All das wird erklärt.

Danach geht es ans Fotografieren, von der Speicherkarte über RAW und JPEG, die unterschiedlichen Bildqualitäten werden allgemeinverständlich dargelegt.
Und so geht es durch die grundlegenden Themen weiter.

Autofokus und Schärfentiefe werden beleuchtet, ebenso wie Porträt, Natur, usw.
Zu allen wichtigen Themen vom Fotografieren im Automatikmodus hin zu den Kreativmodi geht der Weg im Buch.
Auch die Möglichkeiten der Videoaufnahme werden erklärt, WLAN und Bildbearbeitung ist Raum eingeräumt.
Selbst die Canon-Software, die beiliegt und zunächst für die Bildbearbeitung ausreicht, wird erklärt.

Das alles ist wirklich richtig gut.

Leider gibt es aber auch Negativpunkte.
Eine ganze Reihe Fotos sind in sehr flauen Farben abgedruckt, man nehme nur das erste 2-seitige Foto vom See, auf Seite 33 die Tulpe, usw. In meinen Augen machen diese Fotos keine Lust die Kamera zu schnappen und loszuziehen. Wenn ich Einsteiger wäre, würde ich mich fragen, ob ich die falsche Kamera gekauft hätte, ich käme wohl eher nicht auf die Idee, das der Druck nicht so gut ist.

Das 2.Manko ist das ebook, ich kann es nur laden, wenn ich mich registriere mit email-Adresse, Namen, Adresse, etc. Wo bleibt da der Datenschutz. Es gibt da bei anderen Verlagen deutlich bessere Möglichkeiten. Vor allem finde ich es bedenklich, dass die Seite auf der man sich registrieren muss, dem Verlag des Buches gehört und dieser so die Leserdaten erhält.

Was mich auch beim Lesen gestört ist, ist die Tatsache, dass im Text immer schwarze und blaue Schrift abwechseln, der Sinn ist mir schon klar, aber mich persönlich stört es im Lesefluss.

Mein Fazit: das Buch ist inhaltlich sehr hilfreich und von den Autoren gut geschrieben. Leider ist die Druckumsetzung und das Handling bzgl. des ebooks nicht so gut. Schade.
Ich habe für Bücher zu Kameras und zur Fotografie einen Lieblingsverlag, bei dem die Qualität bislang immer einwandfrei war. Ich bin da wohl verwöhnt. Und preisgünstiger ist dieses Buch nicht.
Und die Datenschutzproblematik beim ebook muss auch jeder sich selber bedenken.

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten, ich teste dann noch genauer als bei gekauften.

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Eib Eibelshäuser : Licht

Fotos gestalten mit Licht? Klar werden Sie sagen, ist wichtig das Thema.
Welche Arten von Licht gibt es und wie beeinflussen sie das Foto? Da wird es schon schwerer, zumindest ging mir das so.
Bis ins Detail wusste ich das nicht und lernen kann man immer noch etwas und über neue Ideen freue ich mich sowieso.

Das Buch von Eib Eibelshäuser mit dem Titel “ Licht – die große Fotoschule “ hat mich schon vom Titelbild her angezogen.
Ungewöhnliche Fotos habe ich dort gesehen.
Ein Blick auf die Homepage des Autors ließ mich noch mehr Fotos entdecken, die eher ungewöhnlich sind, mir aber sehr gut gefallen.
Fotos, die eher einfach strukturiert sind, aber durch die Einbindung des Lichts wirken. Klar war ich nach dem Buchtitel auch für das Thema Licht sensibilisiert.

Ich habe dann mal weiter gestöbert was ich zum Autor finde.
Er ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Lehrbereich Fotografie an der FH Düsseldorf. Dort hat er Design studiert.
Und wie er selber im Vorwort des Buches schreibt, kommt sein Verständnis für das Licht eher aus der Malerei.

Und seine Einstellung zum Thema Fotografie „Gemäß meiner Sicht der Dinge konnte und kann sich ein guter Fotograf lediglich durch eine besondere Lichtkomposition von allen anderen Fotografen unterscheiden.“
Je länger ich darüber nachgedacht habe und sein Buch komplett gelesen habe, umso mehr muss ich ihm Recht geben.

Und ganz logisch beginnt dann auch das Buch mit dem Thema „Das gemalte Licht“.
Beispiele von Bildern mehrerer Maler, er vergleicht ein Bild von Lucas Cranach dem Älteren mit einem Bild von Giovanni Battista Moroni, verdeutlichen wie man Licht in ein Gemälde bringt. Explizit beschreibt Eibelshäuser wo die Unterschiede sind, warum das 2.Bild realistischer wird. Auch weitere Gemälde dienen der Erläuterung.
Und so nach kann man als Leser die Wirkung des Lichts auf die Stimmung eines Gemäldes nachvollziehen.
Der Autor ermutigt den Leser doch mal ein Gemälde nachzustellen und dann genau zu beobachten wie die Wirkung des Lichtes ist.

Im Buch arbeitet Eibelshäuser mit vielen Beispielen. Er zeigt auch mal, durch eingefügte Kommentare, was wo zu sehen ist an Lichtwirkung und wie sie zustande kommt.
Auch zeigt er an Beispielen wie man, z.B. in einer RAW-Datei den Helligkeitsspielraum nutzen kann.

Beim Lesen dieses Buches habe ich immer wieder festgestellt, dass man oft etwas macht, ohne nun exakt zu beachten was sich dadurch ändert.
Sicher habe ich schon ganz viele Chancen vergeben durch das Licht ein Foto ausdrucksstärker zu machen.

Auch das Thema Licht und Schatten wird reich bebildert genau erklärt.
Es folgen Kapitel zum fotografierten Licht, zum Licht in der Landschaft, zu Porträts im Freien, die blaue Stunde lernen wir Leser näher kennen, man lernt viel über Langzeitbelichtungen, wird ermutigt das Available Light auszunutzen, die Möglichkeiten und Grenzen des Studiolichts werden aufgezeigt, Lichtformer und ihre Wirkung besprochen , die Blitzlichtfotografie hat ihren Platz ebenso wie Lightpainting, Infrarotfotografie und Computer Generated Imagery.

Wie Sie schon sehen, ein grosser Strauß an Wissen, Tipps, Anregungen, erklärenden Fotos und vieles mehr wartet auf den Leser.

Mein Buch ist jetzt voll von Klebezetteln und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu Probieren.
Eins weiß ich aber ganz sicher, einmal lesen reicht mir nicht.

Das Buch ist ein Arbeitsbuch.

Wer das Inhaltsverzeichnis in allen Details lesen will oder auch eine Leseprobe sucht, bitte hier schauen.

Copyright:Rheinwerk-Verlag

Copyright:Rheinwerk-Verlag

417 Seiten, 2015, gebunden, in Farbe
ISBN 978-3-8362-3068-1

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Haarmeyer, Westphalen : Canon EOS 7D MarkII

Als ich gerade meinen neuen Body der Canon EOS 7D Mark II gekauft habe, war die Freude groß über eine Beilage im Karton.
Ich konnte mir das Kamerahandbuch des Rheinwerk-Verlages anfordern passend zur Kamera. Da ich die Bücher dieses Verlages ohnehin sehr schätze, habe ich sofort ein Mail losgeschickt, eine nette Rückmeldung bekommen und trotz Vorweihnachtszeit in ganz kurzer Zeit das Buch erhalten.
Herzlichen Dank dafür an den Rheinwerk-Verlag.

Die Autoren des Buches sind Holger Haarmeyer und Christian Westphalen, beide Profis im Bereich der Fotografie und Kameras.
Das Buch ist, wie bei diesem Verlag gewohnt, sehr hochwertig. Ein stabiler Einband ist genau richtig für ein solches Arbeitsbuch.
Der Untertitel verspricht „Ihre Kamera im Praxiseinsatz“, ein hoher Anspruch. Aber das Buch erfüllt diesen ganz und gar.
Mit Canon – Kameras bin ich sehr vertraut, ich war aber gespannt, ob auch ein Anfänger mit dem Buch klar kommen würde. Ich muss sagen, ja absolut. Das Buch ist auch geeignet für jemanden, der eine DSLR das erste Mal in die Hand nimmt oder die erste Canon hat.

Zunächst wird die Kamera vorgestellt, für Technikfans gibt es auch kurze Abrisse zu Prozessor und Sensor.
Dann geht es an die praktischen Dinge: die Bedienelemente, Tasten, Anschlüsse, Sucher, LCD-Panel. Hier fand ich dann auch die Unterschiede zur alten Kamera.
Für Anfänger kommen dann so wesentliche Parts wie „Fotos und Videos auf den PC übertragen“, Grundlagen der Technik, Dateiformate, etc.

Und dann wieder etwas was auch für mich ganz neu ist, GPS.

Nach diesen grundlegenden Punkten kommt man danach zu den verschiedenen praxisbezogenen Kapiteln.
Die Kapitel sind sehr strukturiert aufgebaut und gut unterteilt, man kann schnell finden was man sucht.
Die Kapitel sind:

– Die Canon EOS 7D Mark II kennenlernen
– Autofokus und Schärfe
– Belichtung
– Blitzfotografie
– Objektive
– Filmen mit der Canon EOS 7D Mark II
– Alle Menüs und Einstellungen im Überblick

Immer findet man die entsprechenden theoretischen kurz und verständlich erklärt und dann die Praxis.
Begleitet wird der Text durch erklärende Fotos, Screenshots und Grafiken.
Die Praxistipps findet man immer auf andersfarbigen Seiten zusammengefasst.
Viele Beispielfotos verdeutlichen welche Auswirkungen eine Einstellung auf das Bild hat.

Mit diesem Buch sind Sie gut gewappnet für den Einsatz der Canon EOS 7D Mark II.
Ich habe viel dazu gelernt dieses Buch wird mich, wie bereits die anderen Bücher aus dieser Reihe, wieder ein Kameraleben lang begleiten. Falls Sie mal ins Buch reinschnuppern wollen, können Sie das hier machen.


 

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Jürgen Wolf : Photoshop Elements 14

Jürgen Wolf ist Digitalfotograf und Autor.
Mit dem Programm „Photoshop Elements“ beschäftigt er sich bereits seit mehreren Programmversionen intensiv auch in seinen Büchern.

Im Rheinwerk-Verlag hat er nun das neue Buch zu Photoshop Elements „Photoshop Elements 14 Das umfassende Handbuch“ herausgegeben.
Und umfassend ist dieses Buch in der Tat.

Das Buch 1026 Seiten und dazu hat man die Möglichkeit mehr als 1 Stunde Material zu downloaden.
Unterteilt hat der Autor diese große Informamtionsmenge in mehrere große Kapitel und diese wiederum in kleine „Portionen“.

Die Kapitel sind
– Der Fotoeditor
– der Organizer
– Bildkorrektur
– Farbe, Farbveränderungen und Schwarzweiß
– Schärfen und Weichzeichnen
– Freistellen und Ausrichten
– Auswählen
– Ebenen
– RAW und (H)DRI
– Reparieren und Retuschieren
– Mit Text und Formen arbeiten
– Präsentieren und Teilen

Sie sehen schon anhand dieser Kapitel, dass das Buch keine Fragen zum Programm offen lässt. Man muss es nicht abarbeiten, sondern kann auch stets da einsteigen, wo man Bedarf.
Für Neulinge bei Photoshop Elements ist es toll, dass man wirklich ab dem ersten Öffnen des Programms begleitet wird und dieses mittlerweile sehr umfangreiche Programm Schritt-für-Schritt kennenlernen kann.
Alle, die schon mal die Grundzüge von PSE kennen, können gezielt via Inhaltsverzeichnis oder Index einsteigen an dem Punkt, an dem sie Hilfe brauchen.

Wenn man dann mal in die einzelnen Kapitel hereinschaut, eröffnet sich ein Quell von Tipps und Tricks. Egal, ob man alte Fotos restaurieren will, wer hat nicht welche aus Kindheitstagen, die mit verblassten Farben einhergehen oder gar leichte kaputte Fotos, die restauriert werden wollen. Oder man will kreativ werden, Karten gestalten, Schriftzüge einbauen. Im Buch findet man Hilfe.

Der Autor hat es verstanden Text und Workshop zu den verschiedenen Themen zu verknüpfen, so findet sich auf für jeden Lerntyp etwas.
Der Text wird stets erklärt durch Screenshots, man sieht also genau wie der eigene Bildschirm aussehen muss, damit man auch an dem Schritt ist, den der Autor erklärt.
Viele Grafiken und Fotos ergänzen den Text.

Jürgen Wolf hat sein Fachwissen didaktisch sehr gut aufgearbeitet.

Ergänzt wird das Buch mit Links zu Videolektionen zum Thema, die auch noch mal verdeutlichen wie man vorgeht.

Das Buch kann ich Einsteigern und Fortgeschrittenen ins Programm nur empfehlen.

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Robert Mertens : Der eigene Blick

Robert Mertens ist Fotograf, Trainer, Autor. Er macht Fotoworkshops.
Seine Fotos gleichen Gemälden, ein Blick auf seine Homepage lohnt sich.
Regelmässig leitet er auch Workshops bei „Leica Masterclass“. Auch Ausstellungen sind das Metier des Autors.

Selten hat mich ein Fotobuch so gefangen genommen.
Der Untertitel des Buches lautet „So entwickeln Sie Ihre persönliche fotografische Handschrift!“
Und darunter dann „Machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer fotografischen Entwicklung: Robert Mertens gibt Ihnen die Impulse, die Sie zu Ihrer eigenen fotografischen Bildsprache führen“.

Dies lässt schon erahnen, dass die Leser keine Anleitungsbuch erwartet, sondern etwas ganz anderes.
Robert Mertens hat es verstanden ganz viel Impulse ins Buch zu packen, das „Backrezept“ wie man nun zum fertigen Foto kommt, fehlt aber.
Eigentlich logisch, oder? ES geht ja darum die eigene Handschrift zu entwickeln. Und jeder von uns ist anders, jede Handschrift ist anders.

Schon die ersten Konzertfotos haben mich fasziniert, da spielt nicht der Musiker die Hauptrolle, sondern eine Stimmung, Licht, Atmosphäre… jeder wird etwas dabei empfinden, jeder nach seinem Gefühl.

Ein Appell des Autors ist „Verlassen Sie die Komfortzone!“ Ja und das muss man, um weiterzukommen.
Es geht um Gewohnheiten zuhause lassen, experimentieren, Fehler zulassen, Fehler zum Bild zu machen, usw.

Robert Mertens hat zu allen Themen, und das sind viele, zunächste seine Gedanken, Tipps und Anregungen aufgeschrieben und dann einen Workshop angehangen. Der Workshop ist so strukturiert, dass man dem Thema immer näher kommt, man muss alle Schritte der Reihe nach durchgehen und lernt so ganz nebenbei.

Im Buch bekommt der Leser sehr viele Denkanstösse, an Grundsätzen wird gerüttelt, kurz und gut, viele Dogmen werden vom Sockel gestossen.
Technik steht nicht im Vordergrund, eher Kreativität.

In diesem Buch steckt soviel drin, so viele Ideen, die mir beim Lesen und Ausprobieren gekommen sind. Ich werde sicher ganz oft zur Hand nehmen.
Das Buch ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Buch für alle, die an sich und ihrer Art zu fotografieren arbeiten wollen.

Ich schätze man merkt wie gefangen ich bin von tollen Bildern, neuen Ideen, Denkanstössen, usw.
Ein langer Weg will bewältigt werden.

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Hunde fotografiert von Uli Stein

Seit vielen Jahren schätze ich die Arbeit von Uli Stein. Ich liebe seine Cartoons.
Bis zur Buchmesse war nicht bewusst, dass er auch ein begnadeter Fotograf ist.
Dort habe ich sein Buch „Hunde“ entdeckt.

Uli hat bei Lappan das Buch mit dem Titel „Hunde fotografiert von Uli Stein“ herausgegeben.

Uli Stein ist ein Bildband mit tollen Hundefotos gelungen.
Zunächst erzählt er wie es zu dem Buch kam.
Dino der war erste und einzigste Hund von Uli Stein. Dino gibt es schon lange nicht mehr. Aber was Uli Stein geblieben ist, ist seine Liebe zu Hunden.
Hierin liegt auch der Grund dafür, dass es von ihm viele Bücher mit Hunden gibt.

Und ein Hund ist ja auch oft da, „Fräulein Bruni“, die seiner Assistentin gehört.

Uli Stein ist auch Blogger, auch das hatte ich auf seiner Homepage noch nicht entdeckt. Im Blog findet man einen Teil seiner wundervollen Fotos.

Im Frühjahr 2014 kam Uli Stein die Idee Hunde mal nicht nur zu zeichnen, sondern auch zu fotografieren. Dieser Idee verdanken wir nun dieses Buch.
Ja es ging um die Lust am Fotografieren. Shootings wurden gemacht, ganz professionell. Uli Stein hat die Hunde porträtiert.

Bewundern kann man in Buch nun z.B. Amelie die Bordeaux-Dogge, eine Basenji-Dame, Pego und viele mehr.
Es sind Fotos, die ganz viel aussagen über den Fotografen und den Hund.
Die English Bulldog- Dame auf dem Sofa, das an Loriot erinnert ist einfach nur knuffig. Leicht arroganter Blick, ein toller Farbkontrast, ein hinreissendes Bild.

Wer ist Goethe? Nein nicht der Dichter. Entdecken Sie es im Buch.

Die Fotos im Buch sind sehr unterschiedlich. Uli Stein hat mit den Texturen gespielt. Manche Fotos wirken wie gemalte Bilder.Bei anderen ist der gähnende Hund einfach nur im richtigen Moment erwischt.
Die kurzen Texte zu vielen Fotos sind sehr schön, sie erklären ein wenig zur Situation oder zum Hund.

Uli Stein hat sich auch nicht gescheut Bilder ins Buch aufzunehmen, die so ganz und gar nicht den Regeln der Tierfotografie entsprechen, Fotos, die jede Regel brechen.
So das Foto auf Seite 62/63, der Fotograf (Uli Stein) liegt einem Mastiff zu Füssen. Das Gesicht des Hundes nicht gerade scharf, wohl aber ein Teil der Beine.
Die Grundregel vom Fokus auf den Augen wurde oft nicht eingehalten, aber die Stimmung passt einfach.

Uli Stein hatte den Anspruch „Hunde…Ihnen in die Augen und für einen winzigen Moment in die Seele zu schauen.“ Diesem Anspruch ist er mehr als gerecht geworden. Er hat die Seele in seinen Fotos ins Buch transportiert.
Ich denke man merkt wie begeistert ich bin.
Allzu gerne würde ich mal bei einem solchen Shooting dabei sein.

Mein Fazit: dieses Buch lohnt sich für alle Hundebesitzer, alle Fotografen, man lernt eine andere Art der Hundefotografie so eben nebenbei kennen und für alle Liebhaber toller Fotos und für Uli Stein-Fans sowieso.
Und ein tolles Weihnachtsgeschenk, ich habe es gleich unten verlinkt.

Hundecover_Hunde-Fotoband.indd
ISBN: 978-3-8303-6256-2

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Harold Davis : Kreativ Fotografieren

Harold Davis ist bekannt dafür, dass er nicht müde wird, für Kreativität in der Fotografie zu kämpfen.

Zu dem Thema „Kreativ Fotografieren“ hat er ein neues Buch geschrieben mit dem Untertitel „Entfalten Sie Ihr fotografisches Potenzial“.

Übersetzt wurde das Buch von Jacqueline Essen, also von einem Fotoprofi. Das sorgt auch dafür, dass wir in der deutschen Ausgabe auch wirklich lesen können, was der Autor ausdrücken will.
Wer kennt das nicht? Gerade im Fach- und Sachbuchsektor liest man durchaus auch Bücher, bei denen man sich fragt, ob der Übersetzer auch nur einen Hauch von Ahnung von der Thematik hat.

Der Einband des Buches, die Fotos von Harold Davis, hat mich angezogen.
6 Bilder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Egal ob Schwarz-Weiß oder Farbe, ob scharf oder gewollt unscharf, einfach schöne Fotos.

Das Buch selber hat Harold Davis so aufgebaut, dass es quasi einen Workshop bei ihm, an dem wir nun mal nicht alle teilnehmen können, ersetzen soll.
Der Autor lässt uns teilhaben an seinen Gedanken zur kreativen Fotografie. Und er beschert uns auch einen Arbeitsteil, der eng mit dem ersten Teil verknüpft ist.

Das Buch beginnt mit der Frage : „Hatten Sie schon mal das Gefühl, dass Sie nicht der Fotograf sind, der Sie eigentlich sein könnten? Dass Sie nicht diese wirklich tollen Fotos machen, die Sie eigentlich machen wollen?“
Von mir ein klares Ja.
Und ich gehe davon aus, dass alle, die Bücher zum Thema Fotografie lesen auch ja sagen werden, sonst würde man sich ja gar nicht mit diesem Thema beschäftigen.

Harold Davis hat das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt:
– Starten Sie jetzt
– Der Anfang
– Entfesseln Sie Ihre Fantasie
– Werden Sie ein kreativerer Fotograf
– Technik und Techniken sind wichtig
– Vom Foto in die Welt
– Entfalten Sie Ihr Fotografisches Potenzial : Die Übungen

Der Autor hat eine lockere Art zu schreiben. Er schreibt sehr strukturiert, man kann als Leser seine Gedankengänge gut nachvollziehen.
Ergänzt wird der Text oft durch Grafiken, die diesen gut ergänzen und natürlich von Beispielfotos und Fotos, die einfach zum Thema passen.

Viele Dinge macht Davis deutlich, indem er sie an einem konkreten Foto klar beschreibt, z.B. auf Seite 21 was eine Langzeitbelichtung bewirken können. Das Bild ähnelt einem Gemälde.
Eigentlich technische Kleinigkeiten, aber eine grosse Wirkung. Nicht immer mache ich mir das bewusst.
Auch ermuntert er dazu die eigenen Bilder zu bewerten.
Die Schritte, die dazu nötig sind, sind detailliert aufgelistet und auch grafisch dargestellt.
Eine Übung gibt es dazu auch.

Im Text wird stets auf die passende Übung verwiesen, man kann also durchaus springen zwischen Text und Übung oder, wie ich es gemacht habe, erst alles lesen und dann an die Übungen.
Auch bei den Übungen finden sich die Verweise auf die Textseiten.

Mein Fazit: ein Buch, das einen ganz anderen Weg geht. Es regt zum Nachdenken über das eigene Tuen, gibt Tipps und Raum dafür selber Lösungen zu finden. Das Buch ist ein Quell von Ideen gepaart mit Übungen, die das Gelesene einüben lassen.

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