Eib Eibelshäuser : Licht

Fotos gestalten mit Licht? Klar werden Sie sagen, ist wichtig das Thema.
Welche Arten von Licht gibt es und wie beeinflussen sie das Foto? Da wird es schon schwerer, zumindest ging mir das so.
Bis ins Detail wusste ich das nicht und lernen kann man immer noch etwas und über neue Ideen freue ich mich sowieso.

Das Buch von Eib Eibelshäuser mit dem Titel ” Licht – die große Fotoschule ” hat mich schon vom Titelbild her angezogen.
Ungewöhnliche Fotos habe ich dort gesehen.
Ein Blick auf die Homepage des Autors ließ mich noch mehr Fotos entdecken, die eher ungewöhnlich sind, mir aber sehr gut gefallen.
Fotos, die eher einfach strukturiert sind, aber durch die Einbindung des Lichts wirken. Klar war ich nach dem Buchtitel auch für das Thema Licht sensibilisiert.

Ich habe dann mal weiter gestöbert was ich zum Autor finde.
Er ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Lehrbereich Fotografie an der FH Düsseldorf. Dort hat er Design studiert.
Und wie er selber im Vorwort des Buches schreibt, kommt sein Verständnis für das Licht eher aus der Malerei.

Und seine Einstellung zum Thema Fotografie “Gemäß meiner Sicht der Dinge konnte und kann sich ein guter Fotograf lediglich durch eine besondere Lichtkomposition von allen anderen Fotografen unterscheiden.”
Je länger ich darüber nachgedacht habe und sein Buch komplett gelesen habe, umso mehr muss ich ihm Recht geben.

Und ganz logisch beginnt dann auch das Buch mit dem Thema “Das gemalte Licht”.
Beispiele von Bildern mehrerer Maler, er vergleicht ein Bild von Lucas Cranach dem Älteren mit einem Bild von Giovanni Battista Moroni, verdeutlichen wie man Licht in ein Gemälde bringt. Explizit beschreibt Eibelshäuser wo die Unterschiede sind, warum das 2.Bild realistischer wird. Auch weitere Gemälde dienen der Erläuterung.
Und so nach kann man als Leser die Wirkung des Lichts auf die Stimmung eines Gemäldes nachvollziehen.
Der Autor ermutigt den Leser doch mal ein Gemälde nachzustellen und dann genau zu beobachten wie die Wirkung des Lichtes ist.

Im Buch arbeitet Eibelshäuser mit vielen Beispielen. Er zeigt auch mal, durch eingefügte Kommentare, was wo zu sehen ist an Lichtwirkung und wie sie zustande kommt.
Auch zeigt er an Beispielen wie man, z.B. in einer RAW-Datei den Helligkeitsspielraum nutzen kann.

Beim Lesen dieses Buches habe ich immer wieder festgestellt, dass man oft etwas macht, ohne nun exakt zu beachten was sich dadurch ändert.
Sicher habe ich schon ganz viele Chancen vergeben durch das Licht ein Foto ausdrucksstärker zu machen.

Auch das Thema Licht und Schatten wird reich bebildert genau erklärt.
Es folgen Kapitel zum fotografierten Licht, zum Licht in der Landschaft, zu Porträts im Freien, die blaue Stunde lernen wir Leser näher kennen, man lernt viel über Langzeitbelichtungen, wird ermutigt das Available Light auszunutzen, die Möglichkeiten und Grenzen des Studiolichts werden aufgezeigt, Lichtformer und ihre Wirkung besprochen , die Blitzlichtfotografie hat ihren Platz ebenso wie Lightpainting, Infrarotfotografie und Computer Generated Imagery.

Wie Sie schon sehen, ein grosser Strauß an Wissen, Tipps, Anregungen, erklärenden Fotos und vieles mehr wartet auf den Leser.

Mein Buch ist jetzt voll von Klebezetteln und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu Probieren.
Eins weiß ich aber ganz sicher, einmal lesen reicht mir nicht.

Das Buch ist ein Arbeitsbuch.

Wer das Inhaltsverzeichnis in allen Details lesen will oder auch eine Leseprobe sucht, bitte hier schauen.

Copyright:Rheinwerk-Verlag

Copyright:Rheinwerk-Verlag

417 Seiten, 2015, gebunden, in Farbe
ISBN 978-3-8362-3068-1

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Haarmeyer, Westphalen : Canon EOS 7D MarkII

Als ich gerade meinen neuen Body der Canon EOS 7D Mark II gekauft habe, war die Freude groß über eine Beilage im Karton.
Ich konnte mir das Kamerahandbuch des Rheinwerk-Verlages anfordern passend zur Kamera. Da ich die Bücher dieses Verlages ohnehin sehr schätze, habe ich sofort ein Mail losgeschickt, eine nette Rückmeldung bekommen und trotz Vorweihnachtszeit in ganz kurzer Zeit das Buch erhalten.
Herzlichen Dank dafür an den Rheinwerk-Verlag.

Die Autoren des Buches sind Holger Haarmeyer und Christian Westphalen, beide Profis im Bereich der Fotografie und Kameras.
Das Buch ist, wie bei diesem Verlag gewohnt, sehr hochwertig. Ein stabiler Einband ist genau richtig für ein solches Arbeitsbuch.
Der Untertitel verspricht “Ihre Kamera im Praxiseinsatz”, ein hoher Anspruch. Aber das Buch erfüllt diesen ganz und gar.
Mit Canon – Kameras bin ich sehr vertraut, ich war aber gespannt, ob auch ein Anfänger mit dem Buch klar kommen würde. Ich muss sagen, ja absolut. Das Buch ist auch geeignet für jemanden, der eine DSLR das erste Mal in die Hand nimmt oder die erste Canon hat.

Zunächst wird die Kamera vorgestellt, für Technikfans gibt es auch kurze Abrisse zu Prozessor und Sensor.
Dann geht es an die praktischen Dinge: die Bedienelemente, Tasten, Anschlüsse, Sucher, LCD-Panel. Hier fand ich dann auch die Unterschiede zur alten Kamera.
Für Anfänger kommen dann so wesentliche Parts wie “Fotos und Videos auf den PC übertragen”, Grundlagen der Technik, Dateiformate, etc.

Und dann wieder etwas was auch für mich ganz neu ist, GPS.

Nach diesen grundlegenden Punkten kommt man danach zu den verschiedenen praxisbezogenen Kapiteln.
Die Kapitel sind sehr strukturiert aufgebaut und gut unterteilt, man kann schnell finden was man sucht.
Die Kapitel sind:

– Die Canon EOS 7D Mark II kennenlernen
– Autofokus und Schärfe
– Belichtung
– Blitzfotografie
– Objektive
– Filmen mit der Canon EOS 7D Mark II
– Alle Menüs und Einstellungen im Überblick

Immer findet man die entsprechenden theoretischen kurz und verständlich erklärt und dann die Praxis.
Begleitet wird der Text durch erklärende Fotos, Screenshots und Grafiken.
Die Praxistipps findet man immer auf andersfarbigen Seiten zusammengefasst.
Viele Beispielfotos verdeutlichen welche Auswirkungen eine Einstellung auf das Bild hat.

Mit diesem Buch sind Sie gut gewappnet für den Einsatz der Canon EOS 7D Mark II.
Ich habe viel dazu gelernt dieses Buch wird mich, wie bereits die anderen Bücher aus dieser Reihe, wieder ein Kameraleben lang begleiten. Falls Sie mal ins Buch reinschnuppern wollen, können Sie das hier machen.


 

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Jürgen Wolf : Photoshop Elements 14

Jürgen Wolf ist Digitalfotograf und Autor.
Mit dem Programm “Photoshop Elements” beschäftigt er sich bereits seit mehreren Programmversionen intensiv auch in seinen Büchern.

Im Rheinwerk-Verlag hat er nun das neue Buch zu Photoshop Elements “Photoshop Elements 14 Das umfassende Handbuch” herausgegeben.
Und umfassend ist dieses Buch in der Tat.

Das Buch 1026 Seiten und dazu hat man die Möglichkeit mehr als 1 Stunde Material zu downloaden.
Unterteilt hat der Autor diese große Informamtionsmenge in mehrere große Kapitel und diese wiederum in kleine “Portionen”.

Die Kapitel sind
– Der Fotoeditor
– der Organizer
– Bildkorrektur
– Farbe, Farbveränderungen und Schwarzweiß
– Schärfen und Weichzeichnen
– Freistellen und Ausrichten
– Auswählen
– Ebenen
– RAW und (H)DRI
– Reparieren und Retuschieren
– Mit Text und Formen arbeiten
– Präsentieren und Teilen

Sie sehen schon anhand dieser Kapitel, dass das Buch keine Fragen zum Programm offen lässt. Man muss es nicht abarbeiten, sondern kann auch stets da einsteigen, wo man Bedarf.
Für Neulinge bei Photoshop Elements ist es toll, dass man wirklich ab dem ersten Öffnen des Programms begleitet wird und dieses mittlerweile sehr umfangreiche Programm Schritt-für-Schritt kennenlernen kann.
Alle, die schon mal die Grundzüge von PSE kennen, können gezielt via Inhaltsverzeichnis oder Index einsteigen an dem Punkt, an dem sie Hilfe brauchen.

Wenn man dann mal in die einzelnen Kapitel hereinschaut, eröffnet sich ein Quell von Tipps und Tricks. Egal, ob man alte Fotos restaurieren will, wer hat nicht welche aus Kindheitstagen, die mit verblassten Farben einhergehen oder gar leichte kaputte Fotos, die restauriert werden wollen. Oder man will kreativ werden, Karten gestalten, Schriftzüge einbauen. Im Buch findet man Hilfe.

Der Autor hat es verstanden Text und Workshop zu den verschiedenen Themen zu verknüpfen, so findet sich auf für jeden Lerntyp etwas.
Der Text wird stets erklärt durch Screenshots, man sieht also genau wie der eigene Bildschirm aussehen muss, damit man auch an dem Schritt ist, den der Autor erklärt.
Viele Grafiken und Fotos ergänzen den Text.

Jürgen Wolf hat sein Fachwissen didaktisch sehr gut aufgearbeitet.

Ergänzt wird das Buch mit Links zu Videolektionen zum Thema, die auch noch mal verdeutlichen wie man vorgeht.

Das Buch kann ich Einsteigern und Fortgeschrittenen ins Programm nur empfehlen.

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Robert Mertens : Der eigene Blick

Robert Mertens ist Fotograf, Trainer, Autor. Er macht Fotoworkshops.
Seine Fotos gleichen Gemälden, ein Blick auf seine Homepage lohnt sich.
Regelmässig leitet er auch Workshops bei “Leica Masterclass”. Auch Ausstellungen sind das Metier des Autors.

Selten hat mich ein Fotobuch so gefangen genommen.
Der Untertitel des Buches lautet “So entwickeln Sie Ihre persönliche fotografische Handschrift!”
Und darunter dann “Machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer fotografischen Entwicklung: Robert Mertens gibt Ihnen die Impulse, die Sie zu Ihrer eigenen fotografischen Bildsprache führen”.

Dies lässt schon erahnen, dass die Leser keine Anleitungsbuch erwartet, sondern etwas ganz anderes.
Robert Mertens hat es verstanden ganz viel Impulse ins Buch zu packen, das “Backrezept” wie man nun zum fertigen Foto kommt, fehlt aber.
Eigentlich logisch, oder? ES geht ja darum die eigene Handschrift zu entwickeln. Und jeder von uns ist anders, jede Handschrift ist anders.

Schon die ersten Konzertfotos haben mich fasziniert, da spielt nicht der Musiker die Hauptrolle, sondern eine Stimmung, Licht, Atmosphäre… jeder wird etwas dabei empfinden, jeder nach seinem Gefühl.

Ein Appell des Autors ist “Verlassen Sie die Komfortzone!” Ja und das muss man, um weiterzukommen.
Es geht um Gewohnheiten zuhause lassen, experimentieren, Fehler zulassen, Fehler zum Bild zu machen, usw.

Robert Mertens hat zu allen Themen, und das sind viele, zunächste seine Gedanken, Tipps und Anregungen aufgeschrieben und dann einen Workshop angehangen. Der Workshop ist so strukturiert, dass man dem Thema immer näher kommt, man muss alle Schritte der Reihe nach durchgehen und lernt so ganz nebenbei.

Im Buch bekommt der Leser sehr viele Denkanstösse, an Grundsätzen wird gerüttelt, kurz und gut, viele Dogmen werden vom Sockel gestossen.
Technik steht nicht im Vordergrund, eher Kreativität.

In diesem Buch steckt soviel drin, so viele Ideen, die mir beim Lesen und Ausprobieren gekommen sind. Ich werde sicher ganz oft zur Hand nehmen.
Das Buch ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Buch für alle, die an sich und ihrer Art zu fotografieren arbeiten wollen.

Ich schätze man merkt wie gefangen ich bin von tollen Bildern, neuen Ideen, Denkanstössen, usw.
Ein langer Weg will bewältigt werden.

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Hunde fotografiert von Uli Stein

Seit vielen Jahren schätze ich die Arbeit von Uli Stein. Ich liebe seine Cartoons.
Bis zur Buchmesse war nicht bewusst, dass er auch ein begnadeter Fotograf ist.
Dort habe ich sein Buch “Hunde” entdeckt.

Uli hat bei Lappan das Buch mit dem Titel “Hunde fotografiert von Uli Stein” herausgegeben.

Uli Stein ist ein Bildband mit tollen Hundefotos gelungen.
Zunächst erzählt er wie es zu dem Buch kam.
Dino der war erste und einzigste Hund von Uli Stein. Dino gibt es schon lange nicht mehr. Aber was Uli Stein geblieben ist, ist seine Liebe zu Hunden.
Hierin liegt auch der Grund dafür, dass es von ihm viele Bücher mit Hunden gibt.

Und ein Hund ist ja auch oft da, “Fräulein Bruni”, die seiner Assistentin gehört.

Uli Stein ist auch Blogger, auch das hatte ich auf seiner Homepage noch nicht entdeckt. Im Blog findet man einen Teil seiner wundervollen Fotos.

Im Frühjahr 2014 kam Uli Stein die Idee Hunde mal nicht nur zu zeichnen, sondern auch zu fotografieren. Dieser Idee verdanken wir nun dieses Buch.
Ja es ging um die Lust am Fotografieren. Shootings wurden gemacht, ganz professionell. Uli Stein hat die Hunde porträtiert.

Bewundern kann man in Buch nun z.B. Amelie die Bordeaux-Dogge, eine Basenji-Dame, Pego und viele mehr.
Es sind Fotos, die ganz viel aussagen über den Fotografen und den Hund.
Die English Bulldog- Dame auf dem Sofa, das an Loriot erinnert ist einfach nur knuffig. Leicht arroganter Blick, ein toller Farbkontrast, ein hinreissendes Bild.

Wer ist Goethe? Nein nicht der Dichter. Entdecken Sie es im Buch.

Die Fotos im Buch sind sehr unterschiedlich. Uli Stein hat mit den Texturen gespielt. Manche Fotos wirken wie gemalte Bilder.Bei anderen ist der gähnende Hund einfach nur im richtigen Moment erwischt.
Die kurzen Texte zu vielen Fotos sind sehr schön, sie erklären ein wenig zur Situation oder zum Hund.

Uli Stein hat sich auch nicht gescheut Bilder ins Buch aufzunehmen, die so ganz und gar nicht den Regeln der Tierfotografie entsprechen, Fotos, die jede Regel brechen.
So das Foto auf Seite 62/63, der Fotograf (Uli Stein) liegt einem Mastiff zu Füssen. Das Gesicht des Hundes nicht gerade scharf, wohl aber ein Teil der Beine.
Die Grundregel vom Fokus auf den Augen wurde oft nicht eingehalten, aber die Stimmung passt einfach.

Uli Stein hatte den Anspruch “Hunde…Ihnen in die Augen und für einen winzigen Moment in die Seele zu schauen.” Diesem Anspruch ist er mehr als gerecht geworden. Er hat die Seele in seinen Fotos ins Buch transportiert.
Ich denke man merkt wie begeistert ich bin.
Allzu gerne würde ich mal bei einem solchen Shooting dabei sein.

Mein Fazit: dieses Buch lohnt sich für alle Hundebesitzer, alle Fotografen, man lernt eine andere Art der Hundefotografie so eben nebenbei kennen und für alle Liebhaber toller Fotos und für Uli Stein-Fans sowieso.
Und ein tolles Weihnachtsgeschenk, ich habe es gleich unten verlinkt.

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ISBN: 978-3-8303-6256-2

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Harold Davis : Kreativ Fotografieren

Harold Davis ist bekannt dafür, dass er nicht müde wird, für Kreativität in der Fotografie zu kämpfen.

Zu dem Thema “Kreativ Fotografieren” hat er ein neues Buch geschrieben mit dem Untertitel “Entfalten Sie Ihr fotografisches Potenzial”.

Übersetzt wurde das Buch von Jacqueline Essen, also von einem Fotoprofi. Das sorgt auch dafür, dass wir in der deutschen Ausgabe auch wirklich lesen können, was der Autor ausdrücken will.
Wer kennt das nicht? Gerade im Fach- und Sachbuchsektor liest man durchaus auch Bücher, bei denen man sich fragt, ob der Übersetzer auch nur einen Hauch von Ahnung von der Thematik hat.

Der Einband des Buches, die Fotos von Harold Davis, hat mich angezogen.
6 Bilder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Egal ob Schwarz-Weiß oder Farbe, ob scharf oder gewollt unscharf, einfach schöne Fotos.

Das Buch selber hat Harold Davis so aufgebaut, dass es quasi einen Workshop bei ihm, an dem wir nun mal nicht alle teilnehmen können, ersetzen soll.
Der Autor lässt uns teilhaben an seinen Gedanken zur kreativen Fotografie. Und er beschert uns auch einen Arbeitsteil, der eng mit dem ersten Teil verknüpft ist.

Das Buch beginnt mit der Frage : “Hatten Sie schon mal das Gefühl, dass Sie nicht der Fotograf sind, der Sie eigentlich sein könnten? Dass Sie nicht diese wirklich tollen Fotos machen, die Sie eigentlich machen wollen?”
Von mir ein klares Ja.
Und ich gehe davon aus, dass alle, die Bücher zum Thema Fotografie lesen auch ja sagen werden, sonst würde man sich ja gar nicht mit diesem Thema beschäftigen.

Harold Davis hat das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt:
– Starten Sie jetzt
– Der Anfang
– Entfesseln Sie Ihre Fantasie
– Werden Sie ein kreativerer Fotograf
– Technik und Techniken sind wichtig
– Vom Foto in die Welt
– Entfalten Sie Ihr Fotografisches Potenzial : Die Übungen

Der Autor hat eine lockere Art zu schreiben. Er schreibt sehr strukturiert, man kann als Leser seine Gedankengänge gut nachvollziehen.
Ergänzt wird der Text oft durch Grafiken, die diesen gut ergänzen und natürlich von Beispielfotos und Fotos, die einfach zum Thema passen.

Viele Dinge macht Davis deutlich, indem er sie an einem konkreten Foto klar beschreibt, z.B. auf Seite 21 was eine Langzeitbelichtung bewirken können. Das Bild ähnelt einem Gemälde.
Eigentlich technische Kleinigkeiten, aber eine grosse Wirkung. Nicht immer mache ich mir das bewusst.
Auch ermuntert er dazu die eigenen Bilder zu bewerten.
Die Schritte, die dazu nötig sind, sind detailliert aufgelistet und auch grafisch dargestellt.
Eine Übung gibt es dazu auch.

Im Text wird stets auf die passende Übung verwiesen, man kann also durchaus springen zwischen Text und Übung oder, wie ich es gemacht habe, erst alles lesen und dann an die Übungen.
Auch bei den Übungen finden sich die Verweise auf die Textseiten.

Mein Fazit: ein Buch, das einen ganz anderen Weg geht. Es regt zum Nachdenken über das eigene Tuen, gibt Tipps und Raum dafür selber Lösungen zu finden. Das Buch ist ein Quell von Ideen gepaart mit Übungen, die das Gelesene einüben lassen.

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Scott Kelby : Lightroom 6 und CC für digitale Fotografie

Nachdem ich mit dem Buch zu Lightroom 5 die Bücher von Scott Kelby schätzen gelernt habe, musste na klar zu Lightroom 6 auch das passende Buch her.
Wie schon das Buch zur Vorgängerversion ist es bei Vierfarben erschienen.

Alleine der Umfang lässt vermuten, dass Kelby dieses Mal noch mehr Tipps für den Leser parat hat. Und so ist es.

Da Lightroom 6 und CC quasi identisch sind, reicht ja ein Buch für beide Programmvarianten.
Beim Buch zur 5er Version habe ich mir den einleitenden Teil, der laut Autor in diesem Buch eher für Einsteiger ist, geschenkt. Ich habe gezielt nach Themen gesucht, die ich benötigte.
Jetzt habe ich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite durchgearbeitet und es hat sich gelohnt.

Einsteiger in Lightroom sollten das auf alle Fälle machen, wer das Programm kennt und die Zeit hat, sollte dies ruhig auch tuen.
Ich habe viele Denkanstösse bekommen. Bislang habe ich meine Fotos nach Jahr der Aufnahme abgespeichert. Dank Kelby werde ich das ändern. Auch habe ich angefangen mehr mit Metadaten zu arbeiten.
Der Autor erklärt seinen persönlichen Workflow vom Speichern über das Importieren genau. Und sein System hat was.

Viele Zusatzinfos findet der Leser auch, wenn er sich zusätzlich die Extras auf der Homepage des Autors anschaut. Es gibt viel Zusatzmaterial, zu dem man die Links im Buch findet.

Scott Kelby hat das Buch sehr gut strukturiert und in folgende Kapitel unterteilt:
– Importieren
– Bibliothek
– Anpassen
– Basics der Bildbearbeitung
– Lokale Korrekturen
– Spezialeffekte
– Lightroom für Mobilgeräte
– Problemfotos
– Bilder exportieren
– Der Sprung zu Photoshop
– Book of Love
– Diashow
– Das große Drucken
– Das Layout
– DSLR: Der Film
– Mein Workflow für Porträts.

Alle Kapitel sind aufgeteilt in kleine Sequenzen, man kann sich immer wieder genau das heraussuchen was man gerade braucht.
Und das Extrakapitel über den Workflow für Porträts hat mir sehr geholfen. Porträt ist nicht mein Lieblingsthema.

Klar gibt es auch Scott Kelbys Killertipps.
Die Texte sind immer ergänzt durch erklärende Bilder, zum einen Beispielbilder, zum anderen Screenshots, alle Schritte lassen sich ganz einfach nachvollziehen.

Mir ist nichts aufgefallen was fehlt im Buch.
Das Buch ist meine absolute Empfehlung für Lightroom – Einsteiger und – Fortgeschrittene.

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Björn Göttlicher : Fotografieren wie ein Profi

Björn Göttlicher ist Profi-Fotograf, seine Schwerpunkte sind u.a. Portrait- und Reisefotografie.

In seinem Buch nimmt er der Leser quasi mit. Laut Vorwort “Dieses Buch ist dein Praktikum beim Berufsfotografen!”.
Wer eine klar strukturierte Fotoschule erwartet, ist hier falsch.
Wer lernen will und offen ist für Ideen, ist hier richtig.

Man kann als Leser quasi dem Profi über die Schulter schauen bei seiner Arbeit.
Björn Göttlicher beginnt zunächst damit warum Fotografie ihn und andere einfach fasziniert.
Danach geht es los mit den Grundlagen:
– Licht & Belichtung
– Schärfe und Unschärfe
– Blitz
– Farbe
– schwarzweiß
– Bildgestaltung.

Und dann geht es richtig an die Arbeit. Der Autor nimmt uns Leser mit in den Bereich der Porträtfotografie, in die Landschaftsfotografie können wir ihm folgen. Stadt sprich Architekturfotografie lernen wir näher kennen, auch die Streetfotografie. Ja auch Events und Action fehlen nicht.
Egal ob nun Party, Konzertfotografie, Fluss, Prachtbau, Pilger, viel gibt es zu entdecken.

Zu allen Themen hat Göttlicher seine Erfahrungen aufgeschrieben, ebenso gibt er viele Tipps am Rande, z.B. Recht am Bild, etc.

Das Buch ist so eine Art Aufarbeitung der Tätigkeit des Profi-Fotografen anhand derer Einsteiger in die Fotografie viel lernen können.
Für Fortgeschrittene gibt es auch neue Denkanstösse.

Viele Beispielfotos runden den Text ab.

Was mich stört ist die Tatsache, dass ganz viele Fotos aus Analog-Zeiten stammen und analog fotografieren sicher die wenigsten Einsteiger.
Hier fände ich eine konsequente Nutzung von digitalen Fotos mit den EXIF-Daten viel besser, weil man daran mehr lernen kann.
Man kann ja von analog zu digital die Einstellungen nicht 1:1 übernehmen.

Mein Fazit. ein richtig gutes Buch für Einsteiger in die Fotografie, es bietet viel Grundlagenwissen und Denkanstösse.

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Jürgen Held : HDR-Fotografie

Im Rheinwerk-Verlag ist ein neues Buch zum Thema HDR-Fotografie erschienen.
Der Autor ist Jürgen Held ist Fotograf und Medienpädagoge. Mehr über ihn erfährt man seiner Seite.

Das neue Buch von Jürgen Held zum Thema HDR-Fotografie ist nicht schnell gelesen.
Soviel Wissen auf einmal, das muss man erste einmal lesen und verarbeiten.

Dieses Buch bietet so eine Art “Rundum-Sorglos-Paket” zum Thema HDR-Fotografie.
Angefangen vom Prinzip, der Belichtunsgreihe, über Tone Mapping, die Ausrüstung, Brennweiten, der grossen Fotomenge hin zu den Programmen.
Egal was man zum Thema sucht oder ob man sich erst einarbeiten will, so wie ich, hier findet man jede Menge Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Und so ganz nebenbei kann man noch mehr lernen. Das Kapitel zu Lightroom und HDR bietet nämlich noch eine ganze Reihe Lightroom-Tipps.
Auf der DVD ist eine Demoversion des Programms “Photomatrix”, man kann also gleich mal testen, ob einem das Programm liegt.

In den verschiedenen Kapiteln findet man Themen wie Belichtungsreihe, für HDR fotografieren, RAW, HDR-Bilder erzeugen, Nachbearbeitung, HDR-Panoramafotografie, HDR-Projekte und ganz super gemacht auch jede Menge HDR-Workshops.

Bei den Workshops hat es mir die Architekturfotografie besonders angetan.

Angereichert wird das Buch von wundervollen Beispielaufnahmen, man bekommt nebenbei ganz viele Ideen mit geliefert.

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich mich ins Thema nur einlesen, mich faszinieren die Fotos aber so sehr, dass ich nun nur noch die Zeit finden muss, um die Tipps nacheinander in die Tat umzusetzen.

Ich kann dieses umfassende Werk zu Thema HDR-Fotografie nur empfehlen.

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Von erfolgreichen Fotografen lernen: Naturfotografie

Dieses Buch, das ja schon im Titel enthält, dass man es mit mehreren Naturfotografen als Autoren zu tuen hat, ist kein Lehrbuch im üblichen Sinne.

In diesem Werk bringen uns Lesern 7 Naturfotografen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihre Art der Naturfotografie nahe.

Die Fotografen und ihre Vorlieben sind

Stefan Hefele : Landschaftsfotografie
Ines Modon : Makrofotografie
Reinhard Hölzl : Tierfotografie
Axel Gebauer : Malen mit Licht und Kamera
Stephan Fürnrohr : Die Natur als Spiegel
Uli Kunz : Unterwasserfotografie
Marko König : Highspeed – Fotografie

Wie man schon an den Titeln sieht, werden alle Facetten der Naturfotografie abgedeckt.

Jeder dieser Fotografen beschreibt seine Arbeitsweise, man kann in tollen Fotos schwelgen, die mit EXIF-Daten versehen sind. Es gibt dazu jede Menge zusätzliche Hinweise, wie z.B. wo man Polarlichtvorhersagen findet, Sonnenstände, zur Ausrüstung, zur Ansitzfotografie, Filter und ganz viel mehr.

Da jeder Fotograf anders arbeitet, anderes Equipment hat und andere Schwerpunkte, ist dieses Buch ein Quell an Informationen.

Mich hat auch begeistert, dass Stefan Hefele auch ein Kleinkind mitnimmt und gleich zeigt, wie er dies transportiert. Hobby und Familie muss sich ja nicht ausschliessen, auch, wenn man es intensiv betreibt.

Immer wieder gibt es Exkurse in die Bildbearbeitung und die technische Seite der Fotografie.

Sehr spannend zu lesen sind auch die Interviews mit den Fotografen, auch daraus habe ich viel gelernt.

Mein Fazit: ein ungewöhnliches Buch zum Thema Naturfotografie, das dem Leser ganz viele Facetten des Themas nahebringt. Man kann daraus viel lernen und auch jede Menge Inspirationen mitnehmen.

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