Andreas Eschbach : NSA

Andreas Eschbach hat mit „NSA“ mal wieder ein Buch geschrieben, das man kaum weglegen kann.

1933 Adolf Hitler übernimmt die Macht und damit auch das NSA das „Nationales-Sicherheits-Amt“ von der Weimarer Republik. Die Kontrolle aller Bürger ist sein Bestreben.

Und so vereint der Autor im Buch die Möglichkeiten der NSA 2018 = National Security Agency mit der NSA 1933 = Nationales-Sicherheits-Amt.
Erschreckend real schildert er wie es gewesen wäre, wenn man zur Zeit Hitlers bereits die technischen Möglichkeiten von heute gehabt hätte. Die volle Kontrolle der Menschen.
Helene ist Programmiererin, sie strickt schnell mal ein Programm mit dem man, anhand verschiedener Parameter, versteckte Juden entdecken kann.

Telefone sind voll überwacht, Internetaktivitäten sowieso und das Bargeld wird auch abgeschafft.
Der Mensch wird gläsern. Alle Aktivitäten können überwacht werden.

Es dauert bis Helene und auch ihr Kollege Eugen Lettke durchschauen was ihre Arbeit bei der NSA letztendlich bedeutet, was daraus resultiert.
Helene, die eine jüdische Freundin hat, die in die Niederlande geflohen ist. Helenes Eltern Nazis, die diesen Kontakt unterbinden.
Eugen Lettke, der Rache nehmen will an einer Frau und dadurch selber massive Probleme bekommt.
Helene, die mit Hilfe von Freunden einen Juden versteckt und einen verhassten Mann heiratet, um Arthur die Flucht zu ermöglichen.
Helene, die ins Gefängnis kommt, der eigene Programme zum Verhängnis werden.

Im Buch ist stets die Realität mit der Fiktion verquickt.
Viele Dinge, die heute in Planung sind, wie das bargeldlose Zahlen, werden in der Story zur Realität und uns Lesern wird drastisch vor Augen geführt wie gläsern wir heute schon sind und was passieren kann, wenn unsere Daten in die falschen Hände geraten.

Die Handlung ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Andreas Eschbach hat ein Buch geschaffen, dass toll zu lesen ist, eine Story, die spannend ist aber auch zum Nachdenken anregt.
Weit sind wir vom fiktiven Teil nicht mehr entfernt.

Absolute Leseempfehlung

ISBN: 9783785726259

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Leon Sachs : Falsche Haut

Leon Sachs ist das Pseudonym von Marc Merten.
Leon Sachs hat in Fribourg in der Schweiz Medienwissenschaften studiert.
Gearbeitet hat er einige Jahre als PR-Berater. Danach hat er in Durham Theologie und Religion studiert. Ein, wie ich finde, eher ungewöhnlicher Werdegang.
Heute lebt und schreibt Marc Merten als Journalist in Köln. Und, wenn man auf seine Homepage schaut, ist er absoluter 1.FC Köln – Fan, der Geißbock lässt grüßen.

Dieser Thriller, und es ist ein Thriller durch und durch, ist der Debütroman des Autors. Ich hoffe es folgt bald der nächste.
Das Buch hat mich total gefesselt.
Unter dem Titel „Falsche Haut“ konnte ich mir so gar nichts vorstellen.
Der Thriller spielt zwischen 2.Weltkrieg, deutsch-französischer Geschichte, Geheimbund oder soll ich eher Mafia auf französisch sagen, Wein, und vielem mehr.
Leon Sachs muss sehr viel Zeit in die Recherche investiert haben, er hat soviel Details aus der Zeit des 2.Weltkriegs, der Juden in dieser Zeit, usw. in die Handlung eingebracht, die weiß man nicht so schnell nur aus einem Geschichtsbuch.

Alex Kauffman ist Professor für Geschichte an der Universität Fribourg. Seine Freundin aus Kindheitstagen, Natalie Villeneuve, lebt bei Adoptiveltern in Paris und braucht seine Hilfe.
Alex und Natalie waren Waisen und sind in einem Heim in Hagenau aufgewachsen. Ein Schicksal das die beiden verbindet.
Das 2. das die beiden verbindet, ist die Tatsache, dass beide Juden sind.
Alex Eltern waren tödlich verunglückt, Natalie wurde vor dem Waisenhaus abgelegt.
Aufgewachsen sind die beiden wie Geschwister.

So verwundert es nicht, dass Natalie, die in Paris lebt, als sie Hilfe braucht, Alex anruft und ihn bittet zu kommen.
Régis, Natalies Adoptivvater, ist tot. Auch er und seine Frau sind Juden.
Natürlich eilt Alex gleich zu ihr. Er hatte Régis versprochen, wenn dieser sterben sollte, für Natalie dazu sein.
Natalies Onkel Christophe, der sehr wohlhabend ist, hat bereits für die Unterbringung von Alex gesorgt.
Alles scheint normal, eine Familie, die in der Zeit nach einem Schicksalsschlag zusammenhält.

Es ist aber alles andere als normal, nur das verrate ich nicht.
Leon Sachs hat es verstanden, mit grosser Liebe zum Detail,  eine Story zu schaffen, in deren Verlauf Natalies Leben bedroht ist und Alex immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird.
Als Leser lernt man viel über die französisch-deutsche Geschichte, die Verwicklungen von Politikern und sonstigen einflussreichen französischen Bürgern in der Zeit nach dem Krieg, in Machenschaften, die man nicht für möglich hält.
Es gibt Todesfälle, Entführungen und jede Menge Grausamkeiten.
Aber auch glückliche Momente, z.B. in denen Natalie erfährt wer ihre Eltern waren.

Alex und Natalie sind diejenigen, die den „Wächtern“ gefährlich werden können. Spannung pur.
Dieses Buch hat mich gefangen genommen von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein grosses Werk, das ich in diesem Ausmaß in einem Debütroman nicht erwartet hätte.

Quelle: emons

Quelle: emons

ISBN: 9783954517732
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