Leon Sachs : Mein ist die Macht

Leon Sachs hat mit „Mein ist die Macht“ einen spannenden Krimi mit aktuellem Hintergrund geschaffen.
In Köln im Hotel Excelsior und im Grand Hotel Petersberg treffen sich am 5.12. wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Kirche, um den Friedensvertrag der Religionen zu unterzeichnen.
29 Religionen sind vertreten.

Am 20.11. wurde in Köln die Zentralmoschee in die Luft gesprengt, acht Menschen starben dabei. Man fühlt sich an die Progromnacht erinnert.
Glaubenskriege erschüttern die Welt, Antisemitimus ist wieder aktueller denn je.
Die Tochter des US-Präsidenten ist auf dem Petersberg, es scheint als würde ein Attentat auf sie geplant.
Verdächtigt wird Fabrice Mannarino, ein alter Rabbiner aus Bordeaux. Er wird verhaftet.

Ein solcher Anschlag kurz vor dem Treffen des Rates der Religionen kann niemand brauchen. Die Ermittlungen sollen zu einem schnellen Ergebnis führen. Da ist jeder vermeintliche Ermittlungserfolg recht.

Prof.Alexander Kaufmann, Natalie Villeneuve hatten grossen Anteil an der Aufdeckung und Verhaftung der Vereinigung „Die Wächter“.
Alex, Natalie und Esther, die Frau von Fabrice vermuten, dass diese ihre Finger im Spiel haben.
Sie suchen Volker Aurach, den Chef des Staatsschutzes auf und möchten mit seiner Hilfe Fabrice frei bekommen.

Man weiß mittlerweile, dass die Reichsbürger beim Anschlag auf die Zentralmoschee ihre Finger im Spiel hatten.
Welche Verwicklungen gibt es noch? Wieso soll die First Daughter Ziva, Jüdin, bedroht sein?
Fragen über Fragen.
Die Journalistin Cara Allegri kommt ins Spiel, die Anwältin Olivia, der CIA und andere Geheimdienste, ebenso alte Freunde aus Frankreich, deutsche Geschäftsleute mit viel Macht und vieles mehr.

Beim Lesen des Buches gruselte es mich oft, so realitätsnah hat Leon Sachs das Buch geschrieben. Man fühlt sich erinnert an reale Taten der Reichsbürger, an ein Erstarken rechter Kräfte, an Antisemitismus und Islamismus.
Auch die Einflüsse vieler Lobbyisten und reicher Drahtzieher im Hintergrund ist sehr real. Die Rolle der Geheimdienste und Politiker ist  erschreckend nahe an der Realität.

Es ist Leon Sachs gelungen einen sehr spannenden und realitätsnahen Krimi zu schreiben.
Ein Buch, das sowohl der Unterhaltung dient als auch Mahnung ist.

ISBN: 9783740804336

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Leon Sachs : Falsche Haut

Leon Sachs ist das Pseudonym von Marc Merten.
Leon Sachs hat in Fribourg in der Schweiz Medienwissenschaften studiert.
Gearbeitet hat er einige Jahre als PR-Berater. Danach hat er in Durham Theologie und Religion studiert. Ein, wie ich finde, eher ungewöhnlicher Werdegang.
Heute lebt und schreibt Marc Merten als Journalist in Köln. Und, wenn man auf seine Homepage schaut, ist er absoluter 1.FC Köln – Fan, der Geißbock lässt grüßen.

Dieser Thriller, und es ist ein Thriller durch und durch, ist der Debütroman des Autors. Ich hoffe es folgt bald der nächste.
Das Buch hat mich total gefesselt.
Unter dem Titel „Falsche Haut“ konnte ich mir so gar nichts vorstellen.
Der Thriller spielt zwischen 2.Weltkrieg, deutsch-französischer Geschichte, Geheimbund oder soll ich eher Mafia auf französisch sagen, Wein, und vielem mehr.
Leon Sachs muss sehr viel Zeit in die Recherche investiert haben, er hat soviel Details aus der Zeit des 2.Weltkriegs, der Juden in dieser Zeit, usw. in die Handlung eingebracht, die weiß man nicht so schnell nur aus einem Geschichtsbuch.

Alex Kauffman ist Professor für Geschichte an der Universität Fribourg. Seine Freundin aus Kindheitstagen, Natalie Villeneuve, lebt bei Adoptiveltern in Paris und braucht seine Hilfe.
Alex und Natalie waren Waisen und sind in einem Heim in Hagenau aufgewachsen. Ein Schicksal das die beiden verbindet.
Das 2. das die beiden verbindet, ist die Tatsache, dass beide Juden sind.
Alex Eltern waren tödlich verunglückt, Natalie wurde vor dem Waisenhaus abgelegt.
Aufgewachsen sind die beiden wie Geschwister.

So verwundert es nicht, dass Natalie, die in Paris lebt, als sie Hilfe braucht, Alex anruft und ihn bittet zu kommen.
Régis, Natalies Adoptivvater, ist tot. Auch er und seine Frau sind Juden.
Natürlich eilt Alex gleich zu ihr. Er hatte Régis versprochen, wenn dieser sterben sollte, für Natalie dazu sein.
Natalies Onkel Christophe, der sehr wohlhabend ist, hat bereits für die Unterbringung von Alex gesorgt.
Alles scheint normal, eine Familie, die in der Zeit nach einem Schicksalsschlag zusammenhält.

Es ist aber alles andere als normal, nur das verrate ich nicht.
Leon Sachs hat es verstanden, mit grosser Liebe zum Detail,  eine Story zu schaffen, in deren Verlauf Natalies Leben bedroht ist und Alex immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird.
Als Leser lernt man viel über die französisch-deutsche Geschichte, die Verwicklungen von Politikern und sonstigen einflussreichen französischen Bürgern in der Zeit nach dem Krieg, in Machenschaften, die man nicht für möglich hält.
Es gibt Todesfälle, Entführungen und jede Menge Grausamkeiten.
Aber auch glückliche Momente, z.B. in denen Natalie erfährt wer ihre Eltern waren.

Alex und Natalie sind diejenigen, die den „Wächtern“ gefährlich werden können. Spannung pur.
Dieses Buch hat mich gefangen genommen von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein grosses Werk, das ich in diesem Ausmaß in einem Debütroman nicht erwartet hätte.

Quelle: emons

Quelle: emons

ISBN: 9783954517732
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