Knipping / Rampp: Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg

„Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg – Vom Blitzkrieg zum Untergang“ ein Titel, der bereits erahnen lässt, dass es im Buch nicht nur um die Eisenbahn geht, was man erwarten könnte.

Wenn man sich dann über die Autoren informiert, stösst man darauf, dass Andreas Knipping nicht nur Autor ist, sondern auch Richter am Sozialgericht war.
Wikipedia „In seiner Spruchpraxis war Knipping unter anderem mit Streitigkeiten um Entschädigungszahlungen nach dem Ghettorentengesetz befasst.“
Damit erklären sich solche manche Passagen im Buch, die keinen Bezug zur Eisenbahn haben.
Brian Rampp wurde geboren in den USA und hat in München Ökonomie studiert.

Im Buch erfährt man recht viel zur Geschichte der Eisenbahn generell im Zweiten Weltkrieg. Es geht nicht nur um die Reichsbahn, sondern auch andere Bahnen in Europa werden beleuchtet.
Viele Fotos im Buch stammen von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann.
Sie dokumentieren, dass Hitler und seine Offiziere die Reichsbahn für Propagandzwecke genutzt haben.
Auch werden Truppentransporte aber auch Transporte von Juden in Vernichtungslager in Fotodokumenten gezeigt.

Das Buch dokumentiert einen Teil des 2.Weltkrieges und auch die Beteiligung der Eisenbahn in mehreren Ländern Europas am Krieg.
Die Fotos haben dokumentarischen Wert man bekommt sie in dieser gebündelten Form sonst eher nicht zu sehen.

Ein Buch für Geschichtsinteressierte mit einem Titel, der in die Irre führt.

ISBN: 9783956130731

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Andreas Eschbach : NSA

Andreas Eschbach hat mit „NSA“ mal wieder ein Buch geschrieben, das man kaum weglegen kann.

1933 Adolf Hitler übernimmt die Macht und damit auch das NSA das „Nationales-Sicherheits-Amt“ von der Weimarer Republik. Die Kontrolle aller Bürger ist sein Bestreben.

Und so vereint der Autor im Buch die Möglichkeiten der NSA 2018 = National Security Agency mit der NSA 1933 = Nationales-Sicherheits-Amt.
Erschreckend real schildert er wie es gewesen wäre, wenn man zur Zeit Hitlers bereits die technischen Möglichkeiten von heute gehabt hätte. Die volle Kontrolle der Menschen.
Helene ist Programmiererin, sie strickt schnell mal ein Programm mit dem man, anhand verschiedener Parameter, versteckte Juden entdecken kann.

Telefone sind voll überwacht, Internetaktivitäten sowieso und das Bargeld wird auch abgeschafft.
Der Mensch wird gläsern. Alle Aktivitäten können überwacht werden.

Es dauert bis Helene und auch ihr Kollege Eugen Lettke durchschauen was ihre Arbeit bei der NSA letztendlich bedeutet, was daraus resultiert.
Helene, die eine jüdische Freundin hat, die in die Niederlande geflohen ist. Helenes Eltern Nazis, die diesen Kontakt unterbinden.
Eugen Lettke, der Rache nehmen will an einer Frau und dadurch selber massive Probleme bekommt.
Helene, die mit Hilfe von Freunden einen Juden versteckt und einen verhassten Mann heiratet, um Arthur die Flucht zu ermöglichen.
Helene, die ins Gefängnis kommt, der eigene Programme zum Verhängnis werden.

Im Buch ist stets die Realität mit der Fiktion verquickt.
Viele Dinge, die heute in Planung sind, wie das bargeldlose Zahlen, werden in der Story zur Realität und uns Lesern wird drastisch vor Augen geführt wie gläsern wir heute schon sind und was passieren kann, wenn unsere Daten in die falschen Hände geraten.

Die Handlung ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Andreas Eschbach hat ein Buch geschaffen, dass toll zu lesen ist, eine Story, die spannend ist aber auch zum Nachdenken anregt.
Weit sind wir vom fiktiven Teil nicht mehr entfernt.

Absolute Leseempfehlung

ISBN: 9783785726259

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