Carolina Setterwall : Falls ich sterbe

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Carolina Setterwall schreibt mit „Falls ich sterbe“ , eine wahre Geschichte auf, autofiktional.
Carolina ist eine völlig überforderte Mutter, die Mutter von Ivan.
Der Vater der Kindes ist Aksel. Aksel ist der Mann den sie liebt.
Zu Aksel gehört auch eine sehr hilfsbereite und herzliche Familie, seine Familie.
Diese Familie wird Carolina schätzen lernen.

Carolina wirkt sehr empfindlich. Ivan überfordert sie völlig.
Weinerlich schildert sie ihren Alltag.
Carolina ist eine Frau, die ihr Leben nicht im Griff hat, ständig Hilfe braucht.

Vor Aksel hat sie Affären gehabt, aber nichts Verbindliches, keine Beziehung in der sie Verantwortung übernehmen musste.

Eine Tages bekommt Carolina eine Mail von Aksel mit dem Betreff „Falls ich sterbe“.
Diese Mail enthält alle Passwörter und jede Menge wichtige und praktische Tipps für Carolina für den Fall, dass Aksel stirbt. Noch ahnt Carolina nicht wie wichtig dieses Mail für sie ist.
Denn tatsächlich stirbt Aksel bald und sie steht alleine mit Ivan da. Aber sie ist nicht alleine. Aksels Familie und ihre Familie helfen wo es nur geht.
Sie zieht sich zurück in ihre Trauer, in Selbstmitleid.

Eines Tages lernt sie einen anderen Mann kennen. Eine Affäre und sie wird schwanger. Das Kind will sie nicht.

Carolina Setterwall hat die Geschichte einer Frau geschrieben, die es nicht gewöhnt ist für sich und ihr Kind Verantwortung zu übernehmen.
Auch für ihr Leben übernimmt sie keine Verantwortung.
Die Geschichte einer Frau mit großen psychischen Problemen findet sich im Buch, einer Frau, die es gewöhnt ist, dass man alles für sie erledigt.

Eigentlich eine gute Geschichte, die dazu dienen könnte, manche unselbstständigen Frauen wachzurütteln.
Aus meiner Sicht ein Buch das dazu dient die eigene Vergangenheit zu bewältigen.
Mich persönlich stört das ständige Jammern, das nicht zur Vernunft kommen.
Das Buch kann auch eine Mahnung für ähnlich unselbständige Frauen sein, sich zumindest mit grundlegenden Dingen des eigenen „Überlebens“ im Fall des Todes des Partners, etc. auseinanderzusetzen.

ISBN ‏ : ‎ 978-3462052602

Quelle : Verlag

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Horst Lichter : Ich bin dann mal still

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Horst Lichter hat das neue Buch “ Ich bin dann mal still – Meine Suche nach der Ruhe “ genannt.
Entstanden ist das Buch zusammen mit Till Hoheneder.

Der öffentliche Horst Lichter wirkt oft wie ein Hans-Dampf-in-allen Gassen.
Der sprühende Mensch, der die Öffentlichkeit sucht und liebt.

Das ist nur eine Seite von Horst Lichter.
Ich habe bereits die vorhergehenden Bücher von ihm gelesen, in denen man viel über sein Schicksal erfährt, sein wahres Ich.
Da ist der Verlust des Kindes, den er nicht vregessen kann, wie auch. Die harte Zeit Burn-Out, Depressionen, getrieben durch andere.
Auf der anderen Seite die Frau, die er liebt, der Umzug in die neue Heimat, die Ruhe dort, aber auch die unausweichliche Rückkehr nach Köln wo der Arbeitsalltag ist.

Horst Lichter wollte zur Ruhe kommen, Stille erleben, sich regenerieren. So der Plan, er ging in ein Kloster und landete in einem Zen-Kurs.
Es ist wundervoll wie er beschreibt was da abläuft die Gegensätze der Zen-Meister und er.
Mir ging durch den Kopf, dass es mir genauso ergehen würde.
Also nimmt sich Horst Lichter seine persönliche Auszeit, wandert, erlebt die Natur, genießt die Natur in der kargen Umgebung.
Er will dem ständigen Druck im Alltag entkommen, der Fremdbestimmung.
Was ihn wirklich entspannt sind die Waldspaziergänge.

Das Essen macht auch keine Freude.
Sehr offen und ehrlich beschreibt Horst Lichter wie es ihm geht in der selbst verordneten Stille.

Im Buch lernt man auch die andere Seite des Erfolges kennen, die Fremdbestimmung.
„Bares für Rares“ wird zu einem erfolgreichen Fernsehformat, die Forderungen des Senders kann er kaum erfüllen, die Freude geht fast verloren.
Er lässt sich für 1 Jahr auf das tägliche Format ein, dann ist Schluss.
Von seinem Zuhause muss er für die Sendung 400 km fahren. Das macht keine Spaß mehr, das ist Stress.

Entspannung findet er beim „Männer-Yoga“ = Garage aufräumen, Gartenarbeit, putzen, basteln, wandern.

Die Rückkehr nach Köln bedeutet mehr Zeit für seine geliebte Frau, die Kinder und Enkelkinder.
Ein Zitat aus dem Buch „wenn das Materielle den inneren Frieden kostet, dann ist der Preis dafür zu hoch.“.
Dies zeigt wie der Mensch Horst Lichter, der wahre Mensch nicht der öffentliche denkt.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt.
Horst Lichter gibt viele Denkanstösse. Steckt man selber auch in der Tretmühle, ist fremdgesteuert? Habe ich genug Zeit für mich?
Was ist wirklich wichtig, diese Gedanken gingen mir beim Lesen durch den Kopf.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der Horst Lichter von einer ganz privaten, verletzlichen Seite kennenlernen möchte, und auch denen, die mal so einen kleinen Stups von außen benötigen, um über das eigene Leben nachzudenken.

ISBN: 978-3-426-67604-2

Quelle : Knaur

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Anouska Knight : Weil wir zusammengehören

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Anouska Knight war mir bislang völlig unbekannt.
Es lohnt sich, zumindest bei diesem Buch, ihre Bücher zu lesen.

Die Autorin hat eine lockere Art zu schreiben. Sie bringt die Gefühle der Protagonisten rüber, ohne dabei „schnulzig“ zu werden.
Man hat als Leser den Eindruck mitten in der Handlung zu sein.

Amy und James arbeiten in einem grossen Architekturbüro Cyan.
Philippa genannt Phil ist Amys beste Freundin, ihre Vertraute. Amy ist stets elegant angezogen, ganz business-like.

Amy und James wünschen sich nichts mehr als ein Kind. Sie haben sich für ein Adoptivkind beworben. Nach langem Warten bekommen Sie das OK des Komitees, sie werden ein Kind bekommen.
Ein Grund für einen Riesenjubel oder??
Leider nein, denn Amy hat bemerkt, dass James eine Affäre mit Sadie aus dem Büro hat.
Sie vertraut ihm nicht mehr.

Das Kind??? Soll sie es alleine adoptieren? Ihre Welt ist gerade zusammengebrochen. Amy ist mutig und sagt die Adoption ab.

Anouska Knight beschreibt die Zerrissenheit von Amy, ihre Gedanken, ihre Gefühle mit ganz viel Gefühl. Eine Autorin mit Empathie, wie man sie selten findet.
Amy ist bei ihrer Mutter, die Schulleiterin ist und sozial enorm engagiert ist.

Bei einem Auftrag lernt Amy, die sich vor lauter Frust nur noch in die Arbeit stürzt, Rohan kennen, der sie für die Planung und Durchführung einer Renovierung braucht.

Rohan ist so ganz anders als James. Mehr verrate ich jetzt nicht.

Wird Amys Sehnsucht nach einem Kind noch erfüllt? Wird sie glücklich? Lesen Sie selber dieses wundervolle Buch.

ISBN: 9783956492716

Bestellen können Sie das Buch hier.

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Dada Peng : Scheiss aufs Schicksal

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Dada Peng ist Künstler, Autor, Flugbegleiter, Songwriter, Lebenskünstler.
Für ihn kann man viele unterschiedliche Bezeichnungen finden.

Bekannt wurde er, der das Grundstudium der Film- und Fernsehwissenschaften absolviert hat, durch die Moderation des Tigerenten Clubhauses auf KIKA und einer Kindertalkshow.

Dada Peng, aufgewachsen in Dortmund, hat alle Höhen und Tiefen des Lebens mitgenommen.

Mehrfach wurde er mit dem Tod konfrontiert. Beide Elternteile sind an Krebs verstorben. Er hat ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung. Ist er nun in Panik und Trauer verfallen, nein.
Religiös konnte er sich nicht einordnen, Christ, Jude, Islam, egal, es passt nicht.

Er hatte Angst sich als homosexuell zu outen, hätte er nicht haben müssen.
Ich bin ein Fernsehstar, verdiene gut, kann mir alles leisten, so schien es. In Hartz IV endete es.
Viele Menschen wären verzweifelt. Dada Peng nicht. Er hat die Verantwortung für sein Leben nicht abgegeben. Er hat sie angenommen.

Ein Schicksalsschlag nach dem anderen traf den Autor, er hat sich nicht entmutigen lassen.

Dada Pengs Lebensgeschichte macht Mut einfach das Schicksal in die Hand zu nehmen, es anzunehmen und sich dem eigenen Leben zu stellen.
Frei nach dem Motto „Alles wird gut.“
Oder wie die Rheinländer sagen : alles weed joot.

Ändern kann man das Schicksal sowieso nicht, wohl aber die Einstellung dazu.

Auf der Rückseite des Buches steht „Der Personal Trainer für Menschen, die ihr Leben selbst bestimmt verändern wollen.“
Das Buch wird dem Untertitel „Über Dein Glück entscheidest Du“ absolut gerecht.

Genau einen Abend habe ich gebraucht, um das Buch zu lesen.
Der Autor schreibt flüssig, gut lesbar, teils etwas schnodderig.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, auch, wenn man gerade gut drauf ist. Das Schicksal nimmt einem keiner ab.

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