Petra Hülsmann : Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen

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„Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ ist das erste Buch, das ich von Petra Hülsmann lese.
Und gleich vorweg, wie Petra Hülsmann das Thema ausgefüllt hat, hat mir besser gefallen als ich es erwartet hatte.

Aber der Reihe nach.
Annika Paulsen, 27 Jahre alt, ist Lehrerin für Musik und Geografie an einem Hamburger Elitegymnasium, dem Werther – Gymnasium.
Annika fühlt sich sehr wohl dort und hat sich schnell mit einigen Kollegen angefreundet, besonders mit Meike und Volker ist sie eng befreundet.

In Hamburg herrscht Lehrermangel und das Werther-Gymnasium hat eher zu viele Lehrer. Es kommt wie es kommen muß, ein Lehrer muss wechseln.
Herr Friedrich, der Direktor, bittet Annika zu ihm zu kommen und eröffnet ihr, dass sie für 1 – 3 Jahre in der Astrid – Lindgren – Schule in Ellerbrook aushelfen muss.
Annika will das natürlich nicht und der Schreck ist groß. Die Astrid – Lindgren – Schule, kurz ALS im Buch, ist eine Stadtteilschule mit einem sehr schlechten Ruf.
Es ist eine Brennpunktschule und genau dahin soll Annika, die Tochter aus gutem Haus, unvorstellbar für sie.

Annika lebt in einer Wohnung mit ihrer Freundin Nele zusammen in Eilbek. Zusammen mit ihren Nachbarn Sebastian und Kai haben sie fast so etwas wie eine WG.
Der Weg zur neuen Schule ist kürzer als der Weg ins Werther – Gymnasium, das ist aber auch der einzigste Vorteil.
Sebastian erzählt, dass er auf der ALS war.

Annika fängt in der neuen Schule, alles erscheint ihr schlimm, ihr einzigster, permanent vorhandener Gedanke ist, dass sie weg muss.
Sie kommt dann auf eine vermeintliche Lösung ihres Problems.
Dazu reaktiviert sie Tristan, ihren Schwarm aus Jugendzeiten.
Viele andere Personen werden in die Verwirklichung des Traumes einbezogen.

Von allen Seiten wird sie bemitleidet.

Und dann, ja dann, merkt Annika, um was es bei den Schülern der Astrid – Lindgren – Schule wirklich geht. Sie erfährt von Schicksalen, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Mehr will ich nicht verraten.

Thematisch hat mir das Buch gut gefallen. Die Art von Petra Hülsmann zu schreiben gefällt mir auch gut.
Aber ich habe auch Kritikpunkte.
Petra Hülsmann verwendet viele Markennamen, gerade bei Alkohol, das stört mich. Es wird ohnehin gut und ausgiebig dem Alkohol zugesprochen, da habe ich mich gefragt, ob das nötig und zeitgemäß ist.
Die Astrid – Lindgren – Schule gibt es wirklich in Hamburg – Eimsbüttel, mir hätte es besser gefallen, wenn der Name keiner real existierenden Schule zugeordnet werden könnte, da dies ja die Schüler der Schule in gewisser Weise stigmatisiert.
Und zu guter Letzt stört mich die Abkürzung ALS für die Astrid – Lindgren – Schule, da dies ja ein feststehender Begriff für eine schwere Erkrankung, die „Amyotrophe Lateralsklerose“ ist und aus meiner Sicht nichts in diesem Zusammenhang zu suchen hat.

Mein Fazit: ein Buch das mehr Tiefgang hat als ich es erwartet hatte. Meine Kritikpunkte habe ich aufgeführt.

ISBN: 9783404176908

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