Mertens : Der kreative Fotograf

Heidi und Robert Mertens haben eine neue, überarbeitete Ausgabe des Buches “Der kreative Fotograf” geschrieben.
2011 erschien das erste Buch der Autoren, in dieses Buch sind viele neue Impulse eingeflossen, wie die Autoren schreiben.

Heidi und Robert Mertens sind Fotografen und leiten auch viele Workshops zum Thema Fotografie. In 6 Jahren entwickelt man sich da weiter und lernt neue Ideen kennen und muss sich weiteren Herausforderungen stellen.
Da ist richtig mal wieder ein “Update” herauszugeben.

Auf dem Cover steht ein Satz, der viel sagt zum Konzept der Fotografen: “Anders sehen. Quer denken. Kreativ fotografieren.”

Zunächst schildern die Mertens ihr Konzept, man darf Fehler machen, soll es sogar. Ideen suchen soll man, sich fragen, ob man kreativ ist, usw. Selbstreflexion ist wichtig.

Und 2 Sätze sind aus meiner Sicht ganz wichtig:
S.14 “Auf Sie kommt allerdings noch ein zusätzlicher Aufwand zu, denn Sie müssen die Denkansätze und Workshops noch auf Ihre eigene fotografische Arbeit und Persönlichkeit übertragen. Nur eine solche Vorgehensweise – in der Sie aktiv mitdenken und mitarbeiten – wird Ihnen langfristig den gewünschten kreativen Erfolg bringen.”
Diese Sätze zeigen, dass die Autoren kein Lesebuch, sondern ein Mitmachbuch für den Fotografen geschrieben haben.
Das Buch ist die Grundlage, vermittelt Denkanstösse, zeigt Beispiele, lässt uns Workshops erleben, wenn wir sie dann auch mitmachen.

Wichtig ist den Mertens, dass man eine Standortbestimmung und eine Zielbestimmung macht. Sie zeigen auch auf warum, es ist ja auch logisch, aber bewusst macht man es sich im fotografischen Alltag nicht.

Das Buch liefert soviel Denkanstösse in Wort und Bild, dass ich Zeit brauche, um die Ideen umzusetzen.
Ich habe das Buch erst einmal gelesen mit “Fähnchen” markiert was ich ausprobieren oder nochmals lesen will und nun geht es ans Ausprobieren.

Begeistert bin auf S.27 von roten Liegestühlen vor einer Bergkulisse, S.38 der alten Elektroinstallation und der gemalten Glühbirne, dies ist auch auf dem Cover. Die Land-Art fasziniert mich und vieles mehr.
Toll auch das Beispiel auf S.239, ein Foto durch Farbverschiebung in der Bildbearbeitung zu ganz viel unterschiedlichen Bildern gemacht.

Wichtig für mich sind überhaupt die ganzen Überlegungen zum Thema Farbe. Welche Farbe entspricht welcher Denkweise? und die seriellen Farbtafeln.

Jetzt höre ich mal auf zu schwärmen.

Mein Fazit: dieses Buch ist empfehlenswert für alle Fotografen, die andere Wege in der Fotografie gehen wollen, neue Ideen suchen und sich auf eine andere Denke einlassen können.

ISBN: 9783836245166

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Robert Mertens : Der eigene Blick

Robert Mertens ist Fotograf, Trainer, Autor. Er macht Fotoworkshops.
Seine Fotos gleichen Gemälden, ein Blick auf seine Homepage lohnt sich.
Regelmässig leitet er auch Workshops bei “Leica Masterclass”. Auch Ausstellungen sind das Metier des Autors.

Selten hat mich ein Fotobuch so gefangen genommen.
Der Untertitel des Buches lautet “So entwickeln Sie Ihre persönliche fotografische Handschrift!”
Und darunter dann “Machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer fotografischen Entwicklung: Robert Mertens gibt Ihnen die Impulse, die Sie zu Ihrer eigenen fotografischen Bildsprache führen”.

Dies lässt schon erahnen, dass die Leser keine Anleitungsbuch erwartet, sondern etwas ganz anderes.
Robert Mertens hat es verstanden ganz viel Impulse ins Buch zu packen, das “Backrezept” wie man nun zum fertigen Foto kommt, fehlt aber.
Eigentlich logisch, oder? ES geht ja darum die eigene Handschrift zu entwickeln. Und jeder von uns ist anders, jede Handschrift ist anders.

Schon die ersten Konzertfotos haben mich fasziniert, da spielt nicht der Musiker die Hauptrolle, sondern eine Stimmung, Licht, Atmosphäre… jeder wird etwas dabei empfinden, jeder nach seinem Gefühl.

Ein Appell des Autors ist “Verlassen Sie die Komfortzone!” Ja und das muss man, um weiterzukommen.
Es geht um Gewohnheiten zuhause lassen, experimentieren, Fehler zulassen, Fehler zum Bild zu machen, usw.

Robert Mertens hat zu allen Themen, und das sind viele, zunächste seine Gedanken, Tipps und Anregungen aufgeschrieben und dann einen Workshop angehangen. Der Workshop ist so strukturiert, dass man dem Thema immer näher kommt, man muss alle Schritte der Reihe nach durchgehen und lernt so ganz nebenbei.

Im Buch bekommt der Leser sehr viele Denkanstösse, an Grundsätzen wird gerüttelt, kurz und gut, viele Dogmen werden vom Sockel gestossen.
Technik steht nicht im Vordergrund, eher Kreativität.

In diesem Buch steckt soviel drin, so viele Ideen, die mir beim Lesen und Ausprobieren gekommen sind. Ich werde sicher ganz oft zur Hand nehmen.
Das Buch ist ein Arbeitsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Buch für alle, die an sich und ihrer Art zu fotografieren arbeiten wollen.

Ich schätze man merkt wie gefangen ich bin von tollen Bildern, neuen Ideen, Denkanstössen, usw.
Ein langer Weg will bewältigt werden.

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