Buchmesse Frankfurt 12.10.2017

Donnerstag 12.10.2017

Am Donnerstag hatte ich das Glück mehrere Autoren zu einem Gespräch zu treffen .

Los ging es mit Elli H.Radinger. Elli Radinger und ihre Bücher kenne ich nun bereits viele Jahre und es ist immer große Freude und Inspiration sie zu treffen. Danke Elli, dass es Dich gibt und  danke für Dein Vertrauen.
Elli ist Wolfsexpertin, Naturforscherin und Buchautorin.

Elli H.Radinger liebt die Wölfe, sie ist stets im Kampf mit den Pro’s und Contra’s zu dem Thema.
Sie kann aus persönlichen Erfahrungen mit Wölfen berichten nicht aufgrund grauer Theorie. Elli hat viel positive Erfahrungen gemacht mit Wölfen,wie auch Konflikte erlebt.

Elli war lange Jahre als Freilandforscherin im Yellowstone-Nationalpark und hat die Wölfe beobachtet, quasi auch mit ihnen gelebt.
Mir ist stets aus dem Buch „Minnesota Winter“ der Autorin im Gedächtnis, wie mitreissend sie von ihrem „Frühstücksfreund“ so will ich ihn mal nennen, berichtet. Ein Wolf, der, wenn sie morgen am Rand des Sees saß in ihrer Nähe war.

Im Moment ist sie gefragter denn je, da das Thema Wölfe gerade hochkocht.
Da werden mal eben im Nationalpark Bayerischer Wald Wölfe aus dem Gehege gelassen, mittlerweile vermutet man ja, dass es Sabotage aus politischen Gründen war. Diese armen Tiere werden nun erschossen. Ihnen wird zum Verhängnis, dass sie an den Menschen gewöhnt sind. Auch das ist etwas, das die Wolfsforscherin aufregt.

Am 30.10.17 erscheint nun endlich das neue Buch von Elli H.Radinger
„Die Weisheit der Wölfe:Wie sie denken, planen, füreinander sorgen. Erstaunliches über das Tier, das dem Menschen am ähnlichsten ist“.
Ich habe beim Titel den Link zu Ellis Seite versteckt, wenn Sie sich schon mal das wundervolle Cover anschauen wollen oder sich einen kleinen Vorgeschmack gönnen möchten.
Die Wölfe sind das Tier, das dem Menschen am ähnlisten ist.
Vor 2 Jahren hat mir Elli von dem Projekt erzählt, 2 lange Jahre musste ich schweigen, nun ist es endlich da das neue Buch auf das ich warte. Ich werde über das Buch berichten sobald es erschienen und ich es gelesen habe (wird mich sicher wieder einige Stunden Schlaf kosten, da ich nicht aufhören kann).

Ich zitiere mal aus der Ankündigung zu „Die Weisheit der Wölfe“ von der Homepage der Autorin:
„Liebe deine Familie, sorge für die, die dir anvertraut sind, gib niemals auf und hör nie auf zu spielen – das sind die Prinzipien der Wölfe.“
Prinzipien, die wir Menschen uns vielleicht zu unseren eigenen machen sollten.
Was mich sehr beeindruckt hat, ist das globale Interesse am Thema Wolf. Das Buch wird in 10 Sprachen in 11 Ländern erscheinen.

Gerade habe ich das Go bekommen noch auf einen TV-Auftritt von Elli H.Radinger hinweisen zu dürfen:
Elli H.Radinger ist am 7.11.17 bei Markus Lanz in der Sendungen, es wird sicher spannend zu sehen und zu hören was Elli zu berichten hat.

Elli H.Radinger ist aber nicht nur Wolfsforscherin und Autorin, nein sie ist auch ein Mensch, der Prioritäten hat. Im Moment ist das Thema Wolfsbeobachtung quasi auf Eis gelegt, da ihre Hündin mittlerweile 12 Jahre alt. Die Zeit, die ihr verbleibt – hoffentlich noch lange – will Elli bei ihr sein, sie auch beim Sterben begleiten.
Das ist das was Elli ausmacht und wofür ich sie, neben ihrem enormen Wissen, schätze, ihre Liebe zu Mensch und Tier und ihre Verlässlichkeit.

Ich habe dabei noch kurz den Autor Lars Simon kennengelernt, der dazu kam.

Mit Frank Behrendt war ich locker verabredet un des hat geklappt mit einem Treffen.
Am 16.10. erscheint Franks neues Buch „Die Winnetou-Strategie: Werde zum Häuptling deines Lebens“. Er berichtete, dass sein Vater den Grundstein zum Titel gelegt hat zu dem Buch, dass dem Vater gewidmet ist. Er hat Frank immer Helden als Vorbild gezeigt wie Winnetou und Han Solo.
Ich bin gespannt auf das Buch.

Weiter ging es zur Kochshow von Christian Henze, dessen neues Buch „So kocht man heute“ ich bereits rezensiert habe (hier zu finden) und das mir gut gefällt.
Henze zeigt wie flott man einen Lachs zubereiten kann, Kaiserschmarrn und einen Salat.
Man merkt, dass der Koch die Show aus dem Fernsehen gewohnt ist. Er gab Tipps wie man ohne grossen Aufwand kochen kann.
Eins hat mich ganz massiv gestört, und zwar, dass er mehrfach Dinge mit einem Löffel probiert hat und diesen Löffel zum Rühren verwendet hat. Das ist für mich ein NoGo.

Dann stand ein Interviewtermin an, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Ich habe bei dtv Dora Heldt getroffen.
Ich mag die Bücher von Dora Heldt, es sind Bücher zum Entspannen und auch die Krimis, die sie jetzt schreibt, sind herrlich.
Die Krimis habe ich bereits gelesen und rezensiert, „Böse Leute“ und „Wir sind die Guten„. In den Krimis verbindet die Autorin Syltfeeling und eine spannende Krimihandlung.

Mich interessierte wie Dora Heldt zum Schreiben kam. Nach der Tätigkeit als Buchhändlerin wurde sie Verlagsvertreterin, ein Saisongeschäft, in dem es anstrengende und auch langweiligere Phasen gibt. Um die weniger spannenden Phasen auszufüllen, fing Dora Heldt an zu schreiben.
Und wie kam zu den Krimis? wollte ich wissen. Eine solche Erklärung hätte ich nie vermutet, es liegt an Ihrer Arbeitsweise. Ein Literaturagent sagte Dora Heldt sie könne keinen Krimi schreiben, so wie sie arbeiten würde. Sie wollte das Gegenteuil beweisen, denn Krimi schreiben heisst ganz strukturiert zu arbeiten. Man muss immer den roten Faden sehen, darf nichts vergessen, muss dran bleiben. Das ist normalerweise nicht ihr Ding.
Toll, dass die Autorin dies bewiesen hat, ich finde die Krimis Klasse, bitte weitermachen.

Oft erschien es mir in Verfilmungen von Dora Heldt’s Büchern so als seien sie nicht ganz am Buch orientiert, darum kam mir die Frage, ob sie auf das Schreiben des Drehbuches Einfluß nimmt, was sie verneint. Die Erklärung dazu, man könne Drehbuch schreiben in Kursen erlernen, dazu fehlt die Zeit, etc. und da sie es nie gelernt hat, hält sich die Autorin ganz raus.

Oft schreibt sie auf Sylt. Mir war bei „Wir sind die Guten“ aufgefallen, dass ich das Gefühl hatte, Unterschiede zu merken zu manch anderm Buch und mehr „Inselfeeling“ zu verspüren, daher kam meine Frage danach.

Was mir sehr gut gefällt an Dora Heldt ist, dass für sie Autorin kein Beruf ist, sondern sie auch weiterhin teilweise in ihrem alten Beruf arbeitet und das Schreiben eher Berufung ist.
Ganz herzlichen Dank an Dora Heldt für dieses offene Gespräch. Die Autorin steht mit beiden Beinen im Leben und ist sehr sympathisch.

Im Anschluß bin ich zu einem Gespräch in der Reihe „Politik trifft Autor“ mit Hülya Özkan und Thorsten Schäfer-Gümbel gegangen.
Hülya Özkan schreibt die Krimis „Mord in Istanbul“ und hat zuletzt „In Erdogans Visier“ geschrieben das mir sehr gut gefällt.
Erschreckend finde ich wie weit man nun für Dreharbeiten für „Mord in Istanbul“ ausweichen muss. Zunächst wurde in Istanbul gedreht, dann aus Sichergründen in Izmir und da es in der Türkei zu unsicher ist, muss man nun nach Thailand ausweichen.
Ein sehr interessantes Gespräch über die Deutschtürken und Erdogans Einfluß, über Erdogans wirklichen und vermeintlichen Einfluß in Deutschland, wie kam es zu dem Wandel von Erdogan? Ist es ein Wandel oder war es von Anfang Berechnung? Es wurde durchaus kontrovers diskutiert.

Zu guter Letzt auf der Buchmesse habe ich mich Alexandra Schwarting zu einem Gespräch über ihre weiteren Projekte und die Arbeit im Selfpublishing-Bereich unterhalten. Es wird wohl dieses Jahr, wenn alles glatt läuft noch ein neues Buch geben und dann in 2018 Band 3 ihrer Serie.
Toi,toi,toi Alex, dass alles so läuft wie es geplant ist.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Buchmesse Frankfurt 11.10.2017

Mittwoch 11.10.2017

Erst einmal stand mein üblicher Walk durch die Halle 3.0 an, zum Eingewöhnen.
In Ruhe an den Ständen vorbeischlendern, einen ersten Überblick verschaffen, in Büchern stöbern war angesagt.

Ein sehr nettes und informatives Gespräch hatte ich mit den Damen von TreTorri, Frau Schlötterer und Frau Jansen, u.A. habe ich einige Dinge über deren Chef Ralf Frenzel erfahren, seinen Werdegang, etc. Mir ist nun klar woher die Ausrichtung des Verlages in Richtung Wein und gutes Essen kommt.
Angefangen mit Lehre zum Koch, dann Ausbildung zum Restaurantfachmann in der Ente vom Lehel unter Wodarz, Sommelier und dann über verschiedene Stationen, die immer mit der Liebe zum Kochen und zum Wein verbunden waren, hin zu seiner heutigen Berufung als Verleger bei TreTorri.

„Frenzels Weinschule“ wurde genau zur Buchmesse fertig. Die habe ich mir natürlich angeschaut. Ein herrliches Buch, tolle Fotos, Texte, die die Liebe zum Wein verspüren lassen.
Solide Beschreibungen wonach der jeweilige Jahrgang eines bestimmten Weines schmeckt. Nicht, wie es heute oft der Fall ist, Sprüche wie „schmeckt nach Wiese bei Sonnenaufgang“ und ähnliche, die ich zuletzt hörte, sondern solide Aromenbeschreibungen und tolle, ansprechende Fotos.

Bei Trödeln traf ich dann ungeplant auf Andreas Wagner, Krimiautor aus Leidenschaft und auch einer der Besitzer vom Weingut Wagner in Essenheim, deren Weine ich sehr schätze. Meine persönlichen Lieblinge sind Jean Riesling trocken und Emilie. Es ergab sich ein Gespräch über den neuen Krimi des Winzers und Autors.
Nun stand noch ein Termin in meinem Terminkalender, die Weinverkostung der Wagner-Weine am Nachmittag am emons-Stand.

Um 12:00 h hatte ich im Rahmen der Reihe „Autoren im Gespräch mit der SZ!“ ein Gespräch von Ulrich Wickert und Franziska Augstein (SZ) auf dem Plan zum Thema „Frankreich muss man lieben, ums es zu verstehen“

Der Titel des Gespräches ist der Titel des Buches von Ulrich Wickert, das im September erschienen ist.
Ulrich Wickert als grosser Frankreichkenner, er hat lange dort als Korrespondent gelebt und hat auch heute noch einen Wohnsitz dort, nahm Stellung zu Franzosen und ihrer Denkweise.
Was ist von Macron zu halten?
Warum ist auch heute noch teilweise das deutsch-französische Verhälrtnis zerrüttet? Wieso wird soviel demonstriert und gestreikt im Gastland der diesjährigen Buchmesse und vieles mehr.


Ein sehr informativer und mitreißender Talk, den ich erleben dürfte.

Es folgte ein Gespräch mit Edouard Louis auf der Bühne.

Um 13:00 h der nächste Termin, den ich im Plan hatte.
Gourmet-Talk mit dem Kritiker Jürgen Dollase, dem Verleger Ralf Frenzel und Ulrich Wickert, moderiert von Martin Maria Schwarz.


Die Herren diskutierten über den Unterschied der deutschen und der französischen Küche.
Die Produktkultur in Frankreich wird beleuchtet, der Stellenwert des Essens und der Gastronomie in beiden Ländern, die Wertschätzung der Gastronomie und des Essens generell in beiden Ländern.
So berichtete Ralf Frenzel, dass in Frankreich, den USA und Großbritannien die Köche Produkte in einer ganz anderen, viel besseren Qualität, bekommen als in Deutschland.
Spannend fand ich auch die Anmerkungen, dass z.B. Rotwein in Frankreich deshalb qualitativ oft besser ist als in Deutschland, da die Reben älter sind. Das war mir nicht bewusst.

Am Mittwoch stand dann noch ein Gespräch mit Gabriele Engelke, der Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Christian-Verlag, an. Danke Gabriele für den Einblick auf die kommenden Neuerscheinungen.

Und zu guter Letzt die Weinverkostung der leckeren Weine vom Weingut Wagner bei Andreas Wagner.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Baedeker Frankfurt am Main

Baedeker Frankfurt am Main, das Buch hat Rita Henss geschrieben.
Die Autorin ist Journalistin und Buchautorin und sie lebt in Frankfurt. Die Stadt kennt sie sehr gut.

Das Buch ist für alle die Leser geeignet, die Frankfurt richtig kennenlernen möchten. Es ist nicht der typische Touristenstadtführer, sondern auch ein Buch für Einheimische.
Der neue Baedeker ist erfrischend anders als die älteren Baedeker.
Man findet Fakten wie Bevölkerung, Wirtschaft, usw. genauso wie den Alltag, die Geschichte der Stadt, usw.

Was ich an den Büchern aus dieser Reihe faszinierend finde, sind die 3-D-Darstellungen.
Man findet diese zum Commerzbank-Tower, zur Alten Oper, zur Paulskirche. Die Skyline wird ähnlich dargestellt.

Egal ob Wäldchestag, Stadtwald, die vielen Museen, die für jedes Interessengebiet etwas bieten, der Zoo, die EZB, der Flughafen, die Grünanlagen, Friedhöfe, die sehenswert sind, und vieles mehr findet man.
Auch das alte Städtchen Höchst kommt nicht zu kurz.

Die Autorin hat es verstanden uns Lesern die Stadt nahezubringen. Und zwar die verschiedenen Facetten der Stadt. Buchmesse und Börse, Flughafen und Main, all das ist Frankfurt.
Aber auch Judentum, Paulskirche, Nobelhotels und Fischkneipe, ein Kloster in der Stadt mit einem wundervollen Garten, auch das ist Frankfurt.

Es gibt viele berühmter Frankfurter, die kurz vorgestellt werden, man findet Bettina von Arnim neben Erich Fromm, Liesel Christ neben Anne Frank.

Frankfurt ist nun mal eine Stadt, die für Hochhäuser und Finanzwelt aber auch für Kultur steht.
Genau dies hat die Autorin sehr gut beschrieben, immer in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen was muss ich wissen und wo kann ich mich weiter informieren.

Im Buch lernt man Gaststätten kennen, um beim Stadtbummel zu entspannen und sich zu stärken, aber genauso Märkte und die Kleinmarkthalle zum Einkaufen und trödeln, Möglichkeiten mit Kindern etwas zu unternehmen oder bei Regenwetter ins Museum zu verschwinden.
Auch komplette Tourenvorschläge kann man nutzen.

Sehr hilfreich ist die Karte, die zum einen einen Plan der ganzen Umgebung liefert, zum anderen einen Cityplan und den Schnellbahnplan.
So kann man einen Tagesausflug oder mehrere Tage planen.

Angereichert ist der Text durch sehr gute Fotos. Am Ende des Buches findet man jede Menge Informationen, egal ob die Notdienstnummern, die man hoffentlich nicht braucht, Literaturtipps,Verkehrstipps.

ISBN: 9783829713702

Bestellen können Sie das Buch hier Baedeker Reiseführer Frankfurt am Main: mit GROSSEM CITYPLAN
.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Frankfurter Buchmesse 16.10.2015

Nachdem der Stau nicht ganz so heftig war wie am Vortag, hatte ich erst einmal Zeit über die Buchmesse zu trödeln und mir neue Bücher anzuschauen.

Mit Frau Maier von Mairdumont hatte ich ein sehr informatives und nettes Gespräch über die weitere Ausrichtung des Verlages, über Blogger, Rezensionen, neue Projekte und vieles mehr.
Danke dafür.


Na klar habe ich mir auch an diesem Stand Bücher angesehen, es gab viel zu entdecken.

Auf der Fläche von „Vorwärts“ Autoren und Politiker im Gespräch, konnte ich zunächst Manuela Schwesig erleben. Das Gespräch sollte über das Buch „Muslim Girls“ gehen.
Die Autorin Sineb El Masrar war aber ausgefallen.
So ging es nun mit der Moderatorin um das Leben der Flüchtlinge in Deutschland, Fragen aus dem Publikum wurden beantwortet.
Auch fragten Zuschauer wo sie sich melden könnten, um z.B. Deutschunterricht zu geben.
Frau Schwesig begrüsste die Ideen und half mit Anlaufadressen.

Dann ging es ins Lesezelt zu Corinne Hofmann, die berichtete über ihr Buch „Das Mädchen mit dem Giraffenhals“. Mehr zum Gespräch hier.

Bloggertreffen standen an.

Und noch mal ein Ausflug zur Vowärts-Fläche.
Ulrich Wickert im Gespräch mit Doris Ahnen über sein neues Buch “ Das Schloss in der Normandie“.
Interessant war es zu hören, dass zwar die Sachbücher des Autors ins Französische übersetzt werden, aber nicht die Krimis.
In seinen Krimis greift Ulrich Wickert auch „heiße Eisen“ an. In diesem 6.Krimi geht es um Korruption und Frauenhandel. Höchste Kreise sind in diese Vorgänge verwickelt und auch Journalisten. Da Wickerts Krimihandlung immer reale Ursprünge haben, Zitate ohne Namensnennung verwendet werden, wundert es nicht, dass man über diese Bücher nichts in Frankreich hört.
Er schildert in den Krimis auch klar das französiche Gesellschaftbild, nämlich eine Klassengesellschaft.

Die Idee zum Krimi kam dem Autor bei einer Veranstaltung bei der sich nur langweilte. Er hatte die Idee ihm fiel ein Plot ein und los ging es.
Krimis wollte er schon schreiben bevor er Journalist wurde.

Doris Ahnen erzählte, dass sie begeisterte Krimileserin ist. Es begann mit Frauenkrimis.
Im Gespräch mit Ulrich Wickert erzählt sie auch, dass die Gesellschaft mehr sensibilisiert ist für Mädchen-und Frauenhandel. Sie verweist auf die Initiative von Schwester Lea Ackermann SOLWODI, die sich für Frauen in Not einsetzt.

Ulrich Wickert erzählt noch von den Unterschieden zwischen deutschen und französichen Politikern und vieles mehr.
Es war eine sehr informative Veranstaltung.

Aurélie Bastian stellte ihr neues Buch „Französisch kochen“ vor. Es gab auch Häppchen zum Probieren.

Danach bin ich noch zu Thomas Gottschalks Vorstellung seiner Autobiographie „Herbstblond„, die ich ja bereits gelesen und rezeniert habe.
Er wollte nicht richtig lesen. lieber was erzählen. Das liegt ihm deutlich mehr.
Thomas Gottschalk steht dazu, dass die Art Unterhaltungssendungen, die er gemacht hat, nicht mehr lange existieren.
Wie in Kindertagen, eine große Samstagabend-Show und die Familie sitzt vor dem Fernseher, das geht nicht mehr.
Die Familie wie zu seiner und seiner Zuschauer Kinder- und Jugendzeit existiert nicht mehr.

Ein wenig hat er aus dem Buch doch gelesen. Hat erzählt wie es war eine Lesung in seiner alten Schule zu machen.
Klar er hat auch, wie gewohnt, lockere Sprüche drauf gehabt, aber man konnte auch dabei eine nachdenkliche Seite des Entertainers erleben.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Frankfurter Buchmesse Mittwoch 14.10.2015

Nicht wie so oft auf der Frankfurter Buchmesse, erwartete die Besucher Sonne, nein diesmal gab es Regen und teilweise auch Schnee.
An manchen Messeständen geriet das Programm durcheinander, da die Autoren nicht durch den wetterbedingten Stau kamen.

Mein Programm war gefüllt. Unter anderem mit 2 Interviews.
Getroffen habe ich Elli H. Radinger und Guido Cantz, der auch sein neues Buch vorstellte.

Danke auch an Frau Jessika Lübbe von Bastei Lübbe für das nette Gespräch.
Am Stand stellten diverse Autoren ihre Bücher vor. Unter Ihnen auch Maite Kelly, die mir vor die Linse kam.
P1000640

 

 

 

 

 

 

Mein Tag begann mit einer Lesung im Lesezelt von Thomas Friess, der aus seinem Buch „wer nichts zu verbergen hat, kann dennoch verlieren..“ vorlas und darüber sprach.
Das Buch ist laut Autor ein NSA-Krimi. Der Autor ist Insider in der Datenbranche und will durch seinen Krimi warnen vor allzu viel Sorglosigkeit im Umgang mit seinen Daten im Netz.
Das Anliegen begrüsse ich sehr. Die Passagen aus dem Buch und das was der Autor sonst zum besten gab, haben mich nicht wirklich überzeugt. Für mein Empfinden war das zuviel Lobhudelei in eigener Sache.

Bei Spiegel live war Julia Klöckner, die CDU-Politikerin zu Gast bei Spiegel-Chefredaktuer Klaus Brinkbäumer.
Das Gespräch begann mit den Lesevorlieben von Frau Klöckner und endete mit der Politik.
Kurz wurde über das Buch von Julia Klöckner : Zutrauen gesprochen, ein Buch bei dem kurzfristige Änderungen vor dem Erscheinungstermin wegen geänderter politischer Bedingungen nötig wurden.

Frau Klöckner liest Bücher zum Entspannen am liebsten im Bett oder auf der Couch, sie schätzt Ringelnatz, Philip Roth und Kästner.
Roth findet sie spannend, er arbeitet seine Biographie und seinen jüdischen Hintergrund in den Büchern ab, Kästners Reisegeschichten schätzt sie.

Als nächstes Buch hat sie sich „Altes Land“ vorgenommen.
Als Kind liebte sie die 3 Fragezeichen.
Einladen zum Dinner würde sie die Autoren Juli Zeh, Rafik Shami und Murakami.

Sie äussert sich deutlich zur Flüchtlingspolitik, bei der Deutschland schon weiter sein könnte, wenn der Bundesrat nicht rot-grün dominiert sei, zur Kanzlerin, zu Sigmar Gabriel.
Ich hätte länger zuhören können. Dies war meine erste Begegnung mit dieser Politikerin, die auch deutlich machte, warum ihr Privatleben nicht in der Öffentlichkeit stattfindet, nämlich, um ihre Familie zu schützen.
Hut ab.

Na klar musste ich auch beim Stand des deutschen Fotobuch-Preises 2015 vorbeischauen und entdecke auch ein von mir hochgeschätzes Buch aus dem Rheinwerk-Verlag.

Meine Rezension zu „Schwarzweiß-Fotografie. Die Große Fotoschule“ hier.

Zu guter Letzt ging es nach einem Schlendern über die Messe noch zu Harper Collins, die in Deutschland neu anfangen.
Der CEO war anwesend.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Guido Cantz Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 14.10.2015

Danke an den Verlag Bastei Lübbe und an Guido Cantz, die mir auf der Buchmesse das Gespräch mit Guido Cantz ermöglicht haben.

Ursprung für meinen Wunsch mit Guido Cantz war sein neues Buch „Wo ist der Witz“ , das ich bereits gelesen und rezensiert habe. Mehr finden Sie hier.

Auf der Buchmesse habe ich den Künstler und Autor zweimal erlebt, zunächst am Stand von Bastei Lübbe im Gespräch mit Klaus Reichert und auch im persönlichen Gespräch. Um Wiederholungen zu vermeiden, fasse ich aus beiden Gesprächen zusammen.
P1000642

Beim Gespräch mit Klaus Reichert wird schnell klar, dass Guido Cantz nicht lange überlegen muss, um witzig zu sein, sondern es einfach aus ihm heraussprudelt.
„Deutsche galten als korrekt, das hat sich geändert nach den manipulierten Abgaswerten“
„Im Alltag versteckt sich viel Humor, den man nur erkennen muss“ sind nur wenige Beispiele, die fallen.

Befragt danach wer mehr Humor hat, Männer oder Frauen, sagt Guido er glaube Männer haben einfach einen anderen Humor als Frauen, bei Männern gehöre Humor in den Bereich des Imponiergehabes. Darüber habe ich auf dem Heimweg nachgedacht und es passt bei so manch einem Beispiel das mir einfiel.

Besonders gut eignen sich seiner Meinung nach für Witze als Berufsgruppen Ärzte und Polizisten.

Da ich das Buch bereits gelesen hatte, aber darüber schon viel geschrieben wurde, haben mich zunächst einige persönliche Dinge interessiert.

Wie passt das BWL-Studium zu der heutigen Tätigkeit des Comedian??
Eigentlich gar nicht, vor allem die Mathematik nicht, das war mit ein Grund sich nach anderen Berufsmöglichkeiten umzuschauen und eine Ausbildung zum staatl. gepr.kaufmännschen Medienassistenten am Joseph-Dumont-Berufskolleg zu machen.

Durch die vielfältigen Karnevalsauftritte kam Guido Cantz zu seinem heutigen Beruf.

Auf seiner Homepage im Steckbrief habe ich erfahren, dass Guido Cantz als Sprachen angibt : Englisch, Sächisch Kölsch, Bayrisch.
Auf Nachfrage habe ich dann erfahren, dass Sächsich und Bayrisch gerne nachmacht. Erklären konnte ich mir diese Sprachen nämlich nicht.

Guido Cantz hat durch die Sendung „Vorfahren gesucht“ auf den Spuren seiner Ahnen wandeln können.
Das war ihm wichtig. Auch der Besuch in der Heimat der Ahnen hat ihm gut gefallen.
Über seinen Vorfahr Kaspar Kantz ist er verwandt mit Theodor Heuss, dessen Enkel Ludwig ist ein Cousin und über den Vorfahren Carl Maier, der nach Amerika ausgewandert ist, ergibt sich, dass Fürst Albert von Monaco ein Neffe von Guido Cantz ist. Eine illustre Verwandschaft.

Das erste „Arsch huh“ -Konzert 2012 hat er auf dem Chlodwigplatz miterlebt, ist auch mit T-Shirt rumgelaufen, um ein Zeichen zu setzen.
Guido Cantz hält solche Aktionen gerade in der heutigen Zeit für wichtig.

Er spielt auch Fußball und begrüsst es wie der Sport Menschen verschiedener Nationen verbindet. Die freundliche Aufnahme von Menschen aus anderen Kulturen und Ländern ist sehr wichtig.

Für seinen Sohn Paul wünscht er sich, dass er in einer Welt aufwachsen und leben darf, „die nicht so wahnsinnig weiter geht wie jetzt“.

Guido Cantz engagiert sich auch auf sozialem Gebiet unter anderem für die Kinderklinik Porz und für die Bethanien Kinderdörfer.
Ein Engagement für Kinder, denen es nicht so gut geht wie dem eigenen Sohn.

Ich habe Guido Cantz als einen Menschen erlebt, der sicher den Schalk im Nacken hat, aber auch ernst sein kann. Ein rundum sympathischer Mensch

Danke für ein angenehmes Gespräch und für die Zeit, die Du Dir genommen hast.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird