Michael Albus , Gesine Schwan : Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch

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Auf dieses Buch mit dem Untertitel „Vom Mut Grenzen zu überschreiten“ hatte ich mich sehr gefreut.
Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich Frau Schwan gerade noch als sehr herzlich und engagiert erlebt.

Leider hat mich das Buch etwas enttäuscht.
Ich bin wohl von falschen Voraussetzungen ausgegangen.
Erwartet hatte ich ein Buch von und über den Menschen Gesine Schwan.
Das ist es leider nur teilweise.

Es ist sehr interessant von der Kindheit der Autorin zu lesen, die nicht immer einfach war. Auch ihre erste Ehe, die mit dem Tod des geliebten Ehemanns endet, beschreibt sie mit viel Gefühl.
Die Zeit der Bangens, die Begleitung des Mannes am Sterbebett. Frau Schwan lässt tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zu.
Auch ihre zweite Ehe lässt sie nicht aus, ebenso ihre erwachsenen Kinder, die ihr Halt geben.
Sie schreibt über ihre Zeit als Präsidentin der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, eine Zeit in der sie sich den Polen angenähert hat.

Auch die beiden Kandidaturen zur Bundespräsidentin, beide Male unterliegt sie, thematisiert sie.
Die Flüchtlingskrise hat die engagierte Christin auch ins Buch aufgenommen.

Michael Albus, der Co-Autor, lässt den Leser auch ins Leben ins Gesine Schwan hineinblicken.

Soweit gefällt mir das Buch sehr gut.

Was mir nicht gefällt, sind die politischen Statements der Autorin. Als Beispiel will ich die Griechenland-Krise nennen. Klar gehört die grundsätzliche Einstellung von Frau Schwan zu ihrer Persönlichkeit. Meine Kritik setzt da an, wo sie z.B. den Kleidungsstil von Yanis Varoufakis verteidigt. Was hat das in einem Buch über Gesine Schwan zu suchen.

Mein Fazit: Dies wäre ein ganz hervorragendes Buch über Gesine Schwan, wenn die Ausflüge der Autorin, z.B. die Verteidigung von Varoufakis nicht wären.

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