Burkhard Voss : Deutschland auf dem Weg in die Anstalt

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Burkhard Voss, der Autor, ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie.

Er prägt den Begriff der Reflexivkultur. Darunter versteht er die Überhöhung des reflexiven Denkens, das die Aufmerksamkeit von der Umwelt auf das eigene Selbst lenkt.
Selbstverständlichkeiten werden zum Drama hoch stilisiert. Die Menschen reagieren nicht mehr natürlich, wie es vor Jahren noch der Fall war, sondern suchen in allem was passiert eine Krankheit, eine Störung.

Getrauert wurde immer, man hat das oft im Stillen getan oder auch offen und irgendwann war es gut. Heute brauchen viele Menschen dafür eine Therapie.
Meine Oma hatte immer den Spruch „Bis Du heiratest ist das weg“, wenn irgend etwas bei uns Enkeln war. Eine gesunde Einstellung. Diese ist heute oft verloren gegangen.

Burkhard Voss fordert nun endlich den Therapiewahn zu beenden.
An vielen Beispielen und mit einem gehörigen Schuß Ironie packt er das Thema an.

Herrlich finde ich seine Ausführungen zum Thema Gender-Mainstreaming-Ideologie. Ich bin ja eine Frau, bin auch für Gleichberechtigung, aber für mich sind Studenten nun mal Studenten und keine Studierenden, man kann alles übertreiben.
Auch soll der Bessere den Job bekommen, egal ob nun Mann oder Frau, da hat der Autor völlig recht.

So manch ein Psychologe oder Coach macht sich seinen Markt selber.
Es heisst ja nicht, dass alle Ratgeber falsch sind, aber das Ganze kritisch betrachten, dazu regt das Buch an.

Wer offen ist für Denkanstösse, die nicht unbedingt in die momentane Jammergesellschaft passen und auch mit Ironie umgehen kann, wird beim Lesen des Buches herzhaft lachen.

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About Sabine

wohnhaft in Mainz

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