Rudolf Jagusch : Eifelmonster

Rudolf Jagusch gehört zu den Autoren, deren Bücher ich sehr mag. Sie spielen in der Eifel.

Die Eifel ist eine Gegend, die ich liebe und Rudolf Jagusch hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dieses fast Mystische was die Eifel ausmacht, die wundervolle Landschaft und die knorrigen Menschen für die Handlung des Krimis einzusetzen.

Jan Welscher muss seine erste Liebe zu Grabe tragen. Nein, keine Angst, nicht seine Freundin, sondern seinen alten Fiesta.
Dies setzt Rudolf Jagusch theatralisch in Szene „Es kam ihm vor, als hätte er ein Todesurteil gesprochen. Wie ein römischer Kaiser Kaiser, der mit dem gesenkten Daumen gnadenlos über den unterlegenen Gladiator richtet.“

Und genau in diesem bewegenden Moment ruft Hotte Fischbach an, der Kollege von Jan.
Es muss wichtig sein, denn er sollte nur in Notfällen anrufen.
Jan Welscher ist Kriminaloberkommissar, denn selbst in der sonst eher beschaulichen Eifel gibt es Verbrechen.
Jan muss los. Eine Leiche wurde aufgefunden.

Rudolf Jagusch beschreibt die Szene so, dass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt.

Fischbachs Harley steht bereits in der Einfahrt.
Jan geht in die Ausstellungshalle des Autohauses. Die Halle ist voll mit Oldtimern.
Der Tote ist Peer Clerk, er ist der Besitzer des Autohauses.
Ein edel gekleideter Mann mit einer Breitling am Handgelenk, der erschossen wurde. Offensichtlich war der Täter ein Scharfschütze.

Peer Clerk und Frank Lux, der Angestellte von Clerk, sind im Organisationsteam der „Eifel-Klassik“, einer Oldtimer-Tour durch die Eifel.
Ein niederländischer Geschäftsmann, der in Bad Münstereifel lebt, als Mordopfer.
Jan und Hotte können sich keinen Reim darauf machen.

So, mehr verrate ich nicht.
Es wird spannend.

Die Polizei ermittelt im Umfeld des Peer Clerk. Ein Kriminalkommissar a.D. kommt ins Spiel.
Die Oldtimerrallye spielt eine Rolle.
Die Jagd nach dem Mörder nimmt dramatische Züge an.

Rudolf Jagusch lässt uns Leser abtauchen in die Welt der Ermittlungen und des Verbrechens.
Wir lernen die Hintergründe kennen und die Ermittler lieben. Auch das Privatleben der Kommissare wird einbezogen.

Ein Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert ist.

Danke an den Autor, dass ich das Buch als Eifelkrimifan vorab lesen konnte.

Quelle : Emons-Verlag

Quelle : Emons-Verlag

ISBN 978-3-95451-778-7
Bestellen könne Sie das Buch hier.

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Helmut Wichlatz : Mordsclique

Helmut Wichlatz hat Germanistik und Sozialpsychologie studiert. Aufgewachsen ist er in Erkelenz, wo er auch heute lebt.
Er arbeitet als Werbetexter und war als Journalist für einige Printmedien und für „Radio 90,1“ tätig.

Wo lässt der Autor seinen Krimi spielen? Na klar da wo er sich auskennt, in Erkelenz. Und damit spielt dieser Krimi im Rheinland, 15 km von Mönchengladbach entfernt, zwischen Niederrhein und Maas, mittlerweile auch von Garzweiler, dem Braunkohletagebau betroffen.

Helmut Wichlatz hat den Krimi in 2 Zeiträumen plaziert, zum einen 1988 und zum anderen 2009.
1988 waren die Hauptpersonen des Krimis noch in der Schule auf dem Cusanus-Gymnasium, 2009 zum Jubiläum des Gymnasiums, es wird 150 Jahre alt, kommen sie zurück in die Heimat.

Dr.Hermann Sonnenschein, verkündet auf einer Pressekonferenz, dass er unter den ehemaligen Schülern drei Prominente entdeckt hat, die er eingeladen hat und die die Feier bereichern sollen.
Wirklich nur die Feier oder will sich der Schulleiter im Glanz der Promis sonnen.
Luc Martens, der bekannte Rockstar, der in USA lebt und sehr erfolgreich ist, Ellen Kamps, das Model und Bernd Jacobs, Erfinder eines grossen Verkaufsportals.
Alle 3 werden anreisen in die Heimat und an der Feier teilnehmen.
Die Presse ist erstaunt.

Der grosse Tag naht, man wartet auf die Gäste und findet eine Leiche.
Luc Martens ist tot.

Warum nur??

Im Laufe des Krimis erfährt man als Leser viel über die Schulzeit des Trios, auch über die Gegenwart.
Spannend beschreibt der Autor wie die Polizei und ein Journalist ermitteln, wie immer mehr Personen aus Erkelenz und Umgebung in die Handlung verwoben werden. Wer ist schuldig, wer nicht? Wer ist verdächtig? Was geschah 1988??

Ich werde es sicher nicht verraten.

Helmut Wichlatz hat es hervorragend verstanden die Personen zu beschreiben, wenn man, wie ich, auch in der Ecke aufgewachsen ist, fühlt man sich zuhause.
Der Leser wird von der Handlung in den Bann gezogen.
Der Wechsel zwischen 1988 und 2009 macht beim Lesen kein Problem, es ist alles klar getrennt und doch ergänzt es sich ganz wunderbar.

Es macht Spaß diesen spannenden Krimi zu lesen auch für nicht Einheimische.

ISBN: 978-3954005666

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Rudi Jagusch : Mordsommer

Rudi Jagusch ,der ja schon mehrere wundervolle Eifelkrimis geschrieben hat, hat wieder einmal morden lassen.
Eine Leseprobe können Sie hier finden.

Viel besser ist es aber den Krimi gleich zu lesen.

Staatsanwältin Nina Lehmann, geboren und aufgewachsen in Mönchengladbach, musste 1991 mit ihrer Familie nach Köln in das Nobelviertel Marienburg ziehen und das kurz vor dem Abitur. Sie hatte einen Vater, der immer tat was er wollte, und dazu gehörte es auch seinen Reichtum zu zeigen. An diese Zeit muss sie denken, als ein Gruppenbild ihrer Clique von damals in ihre Hände kommt. Es war in einem Brief.

Die Kölner Clique mit Tim, Fabian, Rike, Mike, Steff, Jana und ihr.
Erinnerungen kommen hoch, Erinnerungen an Steff, den Verlobunsgring trägt sie noch, aber auch unschöne Erinnerungen.
Sie erhielt noch einen zweiten Brief mit einem Katzenknochen und einem Zettel, mit der Aufschrift “ Dorfkrone, 54649 Mauel, 27.Juni 15 Uhr“.

Nina, die Staatsanwältin, die viel gewohnt ist, die das Zeug zur Oberstaatsanwältin hat, bekommt es mit Angst zu tuen.
Beide Briefe sind mit einer Schrift geschrieben. Der Zusammenhang ist klar.
Aus der selbstsicheren Juristin wird eine ängstliche Frau, die sich mit Schrecken an die Taten der Clique erinnert.

Ich werde sicher nicht verraten was das war. Selber lesen ist angesagt.

In Mauel versammelt sich dann in der Dorfkrone die Clique von damals.
Zumindest erscheinen dort 5 weitere Mitglieder. Der Wirt übergibt ihnen Rucksäcke, die bereits gepackt sind. Auch einen Zettel bekommen sie. Sie ziehen los, um zu erkunden, was sie in Mauel sollen.

Es beginnt ein Psychokrimi der besonderen Art. Rudi Jagusch hat es verstanden eine Spannung aufzubauen, die dazu geführt hat, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Schlafen und arbeiten kamen mir in die Quere und weiter ging es. Als Leser begleitet man die Clique in die Zeit um 1991/92 und in der Gegenwart.

Was ist in der Jugendzeit passiert? Wer hat sie nach Mauel bestellt?
Wie reagieren die einzelnen Charaktere auf diese Herausforderung?
Wie sind die Gefühle der einzelnen Mitglieder der Clique?
All dies lässt uns der Autor erleben.

Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Rudi Jagusch zieht den Leser dermassen in den Bann, ich warte jetzt schon auf sein neues Buch.

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