Buchmesse Frankfurt 11.10.2017

Mittwoch 11.10.2017

Erst einmal stand mein üblicher Walk durch die Halle 3.0 an, zum Eingewöhnen.
In Ruhe an den Ständen vorbeischlendern, einen ersten Überblick verschaffen, in Büchern stöbern war angesagt.

Ein sehr nettes und informatives Gespräch hatte ich mit den Damen von TreTorri, Frau Schlötterer und Frau Jansen, u.A. habe ich einige Dinge über deren Chef Ralf Frenzel erfahren, seinen Werdegang, etc. Mir ist nun klar woher die Ausrichtung des Verlages in Richtung Wein und gutes Essen kommt.
Angefangen mit Lehre zum Koch, dann Ausbildung zum Restaurantfachmann in der Ente vom Lehel unter Wodarz, Sommelier und dann über verschiedene Stationen, die immer mit der Liebe zum Kochen und zum Wein verbunden waren, hin zu seiner heutigen Berufung als Verleger bei TreTorri.

„Frenzels Weinschule“ wurde genau zur Buchmesse fertig. Die habe ich mir natürlich angeschaut. Ein herrliches Buch, tolle Fotos, Texte, die die Liebe zum Wein verspüren lassen.
Solide Beschreibungen wonach der jeweilige Jahrgang eines bestimmten Weines schmeckt. Nicht, wie es heute oft der Fall ist, Sprüche wie „schmeckt nach Wiese bei Sonnenaufgang“ und ähnliche, die ich zuletzt hörte, sondern solide Aromenbeschreibungen und tolle, ansprechende Fotos.

Bei Trödeln traf ich dann ungeplant auf Andreas Wagner, Krimiautor aus Leidenschaft und auch einer der Besitzer vom Weingut Wagner in Essenheim, deren Weine ich sehr schätze. Meine persönlichen Lieblinge sind Jean Riesling trocken und Emilie. Es ergab sich ein Gespräch über den neuen Krimi des Winzers und Autors.
Nun stand noch ein Termin in meinem Terminkalender, die Weinverkostung der Wagner-Weine am Nachmittag am emons-Stand.

Um 12:00 h hatte ich im Rahmen der Reihe „Autoren im Gespräch mit der SZ!“ ein Gespräch von Ulrich Wickert und Franziska Augstein (SZ) auf dem Plan zum Thema „Frankreich muss man lieben, ums es zu verstehen“

Der Titel des Gespräches ist der Titel des Buches von Ulrich Wickert, das im September erschienen ist.
Ulrich Wickert als grosser Frankreichkenner, er hat lange dort als Korrespondent gelebt und hat auch heute noch einen Wohnsitz dort, nahm Stellung zu Franzosen und ihrer Denkweise.
Was ist von Macron zu halten?
Warum ist auch heute noch teilweise das deutsch-französische Verhälrtnis zerrüttet? Wieso wird soviel demonstriert und gestreikt im Gastland der diesjährigen Buchmesse und vieles mehr.


Ein sehr informativer und mitreißender Talk, den ich erleben dürfte.

Es folgte ein Gespräch mit Edouard Louis auf der Bühne.

Um 13:00 h der nächste Termin, den ich im Plan hatte.
Gourmet-Talk mit dem Kritiker Jürgen Dollase, dem Verleger Ralf Frenzel und Ulrich Wickert, moderiert von Martin Maria Schwarz.


Die Herren diskutierten über den Unterschied der deutschen und der französischen Küche.
Die Produktkultur in Frankreich wird beleuchtet, der Stellenwert des Essens und der Gastronomie in beiden Ländern, die Wertschätzung der Gastronomie und des Essens generell in beiden Ländern.
So berichtete Ralf Frenzel, dass in Frankreich, den USA und Großbritannien die Köche Produkte in einer ganz anderen, viel besseren Qualität, bekommen als in Deutschland.
Spannend fand ich auch die Anmerkungen, dass z.B. Rotwein in Frankreich deshalb qualitativ oft besser ist als in Deutschland, da die Reben älter sind. Das war mir nicht bewusst.

Am Mittwoch stand dann noch ein Gespräch mit Gabriele Engelke, der Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Christian-Verlag, an. Danke Gabriele für den Einblick auf die kommenden Neuerscheinungen.

Und zu guter Letzt die Weinverkostung der leckeren Weine vom Weingut Wagner bei Andreas Wagner.

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Guido Cantz Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 14.10.2015

Danke an den Verlag Bastei Lübbe und an Guido Cantz, die mir auf der Buchmesse das Gespräch mit Guido Cantz ermöglicht haben.

Ursprung für meinen Wunsch mit Guido Cantz war sein neues Buch „Wo ist der Witz“ , das ich bereits gelesen und rezensiert habe. Mehr finden Sie hier.

Auf der Buchmesse habe ich den Künstler und Autor zweimal erlebt, zunächst am Stand von Bastei Lübbe im Gespräch mit Klaus Reichert und auch im persönlichen Gespräch. Um Wiederholungen zu vermeiden, fasse ich aus beiden Gesprächen zusammen.
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Beim Gespräch mit Klaus Reichert wird schnell klar, dass Guido Cantz nicht lange überlegen muss, um witzig zu sein, sondern es einfach aus ihm heraussprudelt.
„Deutsche galten als korrekt, das hat sich geändert nach den manipulierten Abgaswerten“
„Im Alltag versteckt sich viel Humor, den man nur erkennen muss“ sind nur wenige Beispiele, die fallen.

Befragt danach wer mehr Humor hat, Männer oder Frauen, sagt Guido er glaube Männer haben einfach einen anderen Humor als Frauen, bei Männern gehöre Humor in den Bereich des Imponiergehabes. Darüber habe ich auf dem Heimweg nachgedacht und es passt bei so manch einem Beispiel das mir einfiel.

Besonders gut eignen sich seiner Meinung nach für Witze als Berufsgruppen Ärzte und Polizisten.

Da ich das Buch bereits gelesen hatte, aber darüber schon viel geschrieben wurde, haben mich zunächst einige persönliche Dinge interessiert.

Wie passt das BWL-Studium zu der heutigen Tätigkeit des Comedian??
Eigentlich gar nicht, vor allem die Mathematik nicht, das war mit ein Grund sich nach anderen Berufsmöglichkeiten umzuschauen und eine Ausbildung zum staatl. gepr.kaufmännschen Medienassistenten am Joseph-Dumont-Berufskolleg zu machen.

Durch die vielfältigen Karnevalsauftritte kam Guido Cantz zu seinem heutigen Beruf.

Auf seiner Homepage im Steckbrief habe ich erfahren, dass Guido Cantz als Sprachen angibt : Englisch, Sächisch Kölsch, Bayrisch.
Auf Nachfrage habe ich dann erfahren, dass Sächsich und Bayrisch gerne nachmacht. Erklären konnte ich mir diese Sprachen nämlich nicht.

Guido Cantz hat durch die Sendung „Vorfahren gesucht“ auf den Spuren seiner Ahnen wandeln können.
Das war ihm wichtig. Auch der Besuch in der Heimat der Ahnen hat ihm gut gefallen.
Über seinen Vorfahr Kaspar Kantz ist er verwandt mit Theodor Heuss, dessen Enkel Ludwig ist ein Cousin und über den Vorfahren Carl Maier, der nach Amerika ausgewandert ist, ergibt sich, dass Fürst Albert von Monaco ein Neffe von Guido Cantz ist. Eine illustre Verwandschaft.

Das erste „Arsch huh“ -Konzert 2012 hat er auf dem Chlodwigplatz miterlebt, ist auch mit T-Shirt rumgelaufen, um ein Zeichen zu setzen.
Guido Cantz hält solche Aktionen gerade in der heutigen Zeit für wichtig.

Er spielt auch Fußball und begrüsst es wie der Sport Menschen verschiedener Nationen verbindet. Die freundliche Aufnahme von Menschen aus anderen Kulturen und Ländern ist sehr wichtig.

Für seinen Sohn Paul wünscht er sich, dass er in einer Welt aufwachsen und leben darf, „die nicht so wahnsinnig weiter geht wie jetzt“.

Guido Cantz engagiert sich auch auf sozialem Gebiet unter anderem für die Kinderklinik Porz und für die Bethanien Kinderdörfer.
Ein Engagement für Kinder, denen es nicht so gut geht wie dem eigenen Sohn.

Ich habe Guido Cantz als einen Menschen erlebt, der sicher den Schalk im Nacken hat, aber auch ernst sein kann. Ein rundum sympathischer Mensch

Danke für ein angenehmes Gespräch und für die Zeit, die Du Dir genommen hast.

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