Susann Kreihe : Kuchenklassiker ohne Zucker

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Susann Kreihe hat das Buch “ Kuchenklassiker ohne Zucker“ geschrieben.
Kuchen ohne Zucker?? Dafür kann es verschiedene Gründe geben.
Manch einer will den Haushaltszucker aus der Küche verbannen, andere haben medizinische Gründe.

Im Buch findet man jede Menge tolle Kuchenrezepte ohne Zucker.

Das Buch beginnt aber mit einer Einleitung, in der sich die Autorin grundsätzlich mit dem Thema Zucker auseinandersetzt.
Susann Kreihe verzichtet selber schon länger auf Zucker. Nur die Familie sah das anders und der Freundeskreis auch. Kuchen ohne Zucker schmeckt nicht.
Zucker weglassen ohne Alternative geht gar nicht war das Fazit des Versuchs.

Die Autorin schildert wo man Zucker überall findet, welche Formen von Zucker es gibt, wie die Auswirkungen auf den Körper sind.
Es folgt ein Teil mit Zuckeralternativen, die ich noch ergänzen kann mit Rübenkraut. Das nehme ich für Saucen, etc.
Es ist sicher meiner niederrheinischen Herkunft und meiner Oma, die Köchin war, geschuldet, dass an Bratensaucen oft Printen (lange getrocknet) und Rübenkraut kommt, zum Abbinden der Sauce und für den Geschmack. Und in den Brotteig kommt auch Rübenkraut.
Klar ist auch wieder ein Zucker aber nicht so wie Saccharose was den Blutzuckeranstieg angeht.

Die Autorin bringt uns dann das Konzept ihres Buches nahe.
Man findet eine Tabelle mit Zuckeralternativen und bei welchem Kuchen / welcher Speise man wodurch austauschen kann.
Es folgt das Backwissen.

Und dann geht es an die tollen Rezepte in mehreren Kapiteln.
Bei jedem Kapitel wird genau erklärt wie man den jeweiligen Teig herstellt, Schritt-für-Schritt und bebildert, da sollte nichts schiefgehen.
Ich habe die Rezepte, die ich ausprobiert habe, dazu geschrieben.

– Klassiker mit Rührteig – Brownies mit Kirschen, Donauwelle, Kokoskuchen mit Buttermilch, Schokobrot mit Haselnüssen
– Klassiker mit Mürbeteig – Cookis Grundrezept, American Cheesecake, Kirschkuchen mit Streuseln
– Klassiker mit Biskuit – Käsesahnetorte ganz klassisch
– Klassiker mit Hefeteig – Butterkuchen mit Mandelbelag, Christstollen mit Rumrosinen, Hefeschnecken
– Von allem etwas – Franzbrötchen, Waffeln, Windbeutel
– Grundrezepte – selbst gemachte Dattel-/Aprikosenpaste, selbst gemachte Schokolade…

Kritik möchte ich am Titel des Buches üben. „Ohne Zucker“ ist nicht korrekt, es müsste ohne Haushaltszucker, ohne raffinierten Zucker, etc. heißen. denn z.B. in Datteln, Aprikosen ist ja auch Zucker nur kein Industriezucker.

Mein Fazit: ein gutes Buch für alle, die Zucker bei Backwaren reduzieren wollen.
Mir persönlich waren manche Backwaren durch das im Rezept verwendete Dinkelmehl nicht so angenehm im Geschmack, bin nicht der Dinkelfreund und die Dattelpaste ist mir zu süß.
Man muss probieren ob ein Rezept 1 : 1 zum eigenen Geschmack passt und man kann dann ja variieren mit den möglichen Alternativen.

ISBN : 978-3959614160

Quelle: Christian-Verlag

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Brendel / Müller : Die Zuckerlüge

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„Die Zuckerlüge“ mit dem Untertitel „Wie das Lebensmittelkartell uns einredet, dass Essen krank macht“ rechnet ab mit allen Vorurteilen, dass Zucker den Tod bringt, krank macht und was es da sonst noch gibt.

Da ich selber Oecotrophologie studiert habe und täglich beruflich mit allem um Medizin herum, zu tuen habe, rege ich mich oft genug auf über den Unsinn, der so verfasst wird.
Selbst Paracelsus (1493-1541) wusste schon“Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.“
Und wenn wir alle ganz ehrlich sind, wie oft übertreiben wir, weil die Schokolade so gut schmeckt, etc. Das allein macht aber ein Lebensmittel nicht zum Gift, es ist der Umgang damit.

Den Zucker brauchen wir nun mal zum Leben.
Süß ist der einzigste Geschmackssinn der von Geburt an da ist. Muttermilch ist leicht süßlich, es hat also alles seinen Sinn.
Und wer einmal einen Alzheimerpatienten beobachtet hat, der soweit ist, dass er kaum noch reagiert, dem man ein Stückchen Schokolade, ein Eis oder ähnlich Süsses gibt, der kann erleben, dass selbst bei den Patienten noch eine positive Reaktion erfolgt.

Die Autoren sind Sven-David Müller und Detlef Brendel.
Müller ist Diätassistent, Diabetesberater und hat angewandte Ernährungsmedizin studiert. 2005 wurde er für sein Engagement in der Ernährunsgaufklärung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Brendel ist Kommunikationsforscher und Publizist, er leitet eine Presseagentur.

Die Autoren schildern sachlich die Problematik der Zuckerlüge.
Sie zitieren die Pro und Contra – Seiten, man kann als Leser, wenn man möchte, problemlos die Quellen heraussuchen und nachlesen, was im Originaltext steht.
Die Autoren nehmen gezielte Kampagnen der Industrie, die am Zucker verdient, auseinander.

Ebenso wird genau erläutert was Zucker ist. Rein chemisch gesehen, sind da grosse Unterschiede.
Kennen Sie den Unterschied zwischen Mono- und Disaccharid? Wissen Sie was Glykogen ist?? Was macht das im Körper? Ist Honig so gesund, wie man meint? Tee als Heilmittel?
Die meisten Menschen wissen das wohl eher nicht.
Um aber beurteilen zu können was uns Konsumenten so alles erzählt wird, sollte man ein Grundwissen haben.
Dafür sorgen die Autoren.

Selbst die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit äussert sich zum Thema dahingehend, dass Menschen, die sich kohlenhydratreich ernähren, weniger dazu neigen Körperfett zu bilden.
Die Erklärung finden sie im Buch.

Die Zusammenhänge werden gut verständlich erklärt.
Es finden Beurteilungen von Thesen wie Zucker fördert Krebs, etc. statt. Die ketogene Ernährung und ihre Auswirkungen werden beleuchtet. Ebenso Süßstoffe, Stevia und alles was im Zusammenhang steht. Früchtetees und ähnliche zuckerhaltige Lebensmittel werden besprochen.

Gesammelt werden von den Autoren zu den mannigfaltigen Themen rund um den Zucker die Thesen, die aufgestellt werden und die Belege für und wider.

Ich finde das Buch gut. Als Leser ist einem ja selber überlassen was man annimmt und was nicht.
Wer nicht genug Hintergrundwissen hat, aber bereit ist sich zu informieren findet genügend Informationsquellen im Buch, besonders in den Anmerkungen gibt es viele Literaturstellen.

Natürlich haben Industrie und die Autoren ganz unterschiedliche Standpunkte.
Lassen Sie sich darauf ein sich Ihr eigenes Bild zu machen.
In meinen Augen sollte man als Verbraucher alle Seiten kritisch beleuchten.

Ich füge noch 2 Artikel ein, die Ihnen einen ersten Überblick darüber geben, dass nicht nur die Autoren des Buches die Zuckerlüge anprangern.

Ernährungsunsinn des Monats

Spektrumartikel

zucker
Verlag: Ludwig Buchverlag (18. Januar 2016)
ISBN-10: 345328075X
ISBN-13: 9783453280755

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