Jürgen Todenhöfer : Inside IS

twitterrss
twitter

Wer Jürgen Todenhöfer und seine Bücher kennt, weiß, dass er den Islam verteidigt wo er nur kann.
Nicht die Religion und die demokratischen Muslime sind die Gewalttäter, sondern Radikale, Terroristen.

Im Post zur Lesung in Frankfurt habe ich dies auch mit Zitaten von Jürgen Todenhöfer belegt.

Das Buch ist erschreckend und spannend zugleich.

Ich will nicht die Einstellung des Autors Jürgen Todenhöfer (JT) ins Visier nehmen. Das steht mir auch nicht zu. JT polarisiert, das ist klar. Für ihn sind die westlichen Staaten, allen voran die USA, schuldig.

Er, sein Sohn und ein Begleiter waren 10 Tage im Islamischen Staat. Todenhöfer schildert die langen Vorbereitungen. Lange vor dem Besuch wurden Interviews per Skype geführt.
Letztendlich verließ sich die Gruppe auf die Zusage des Kalifen, dass sie wieder lebend heim kämen.
Mutig sind die 3 Männer dann in den Islamischen Staat gereist. Sie sind wieder zurück gekommen, haben für ihre Sache Todesängste ausgestanden und Torturen auf sich genommen.

JT ist es aber wichtig aufzuklären, auch gerade junge Menschen, die in den IS wollen in guter Absicht, will er aufrütteln was dahinter steckt.

Dieser Staat, der, mit im Verhältnis wenigen Kämpfern, grosse Landstriche seiner Herrschaft unterworfen hat. Mit Kämpfern für die ein Menschenleben nichts wert ist.
Schonungslos schildert JT wie diese Männer vorgehen.
Oft sind die treibenden Kräfte Europäer.
Mit einem der bekanntesten IS-Kämpfer, der aus Solingen stammt, hat Jürgen Todenhöfer ein langes Interview geführt. Wenn man diesen Teil des Buches liest, kann es einem schlecht werden. Ein junger Mann, der anbietet auch mal so nebenbei zur Demonstration seiner Macht einen Menschen umzubringen.c2efb36825394cb89994e8b2c8ecd4ab

Nach aussen erlebt die Gruppe natürlich, dass man ihnen den Islamischen Staat als rechtlich einwandfreien Staat präsentiert. Man hat dort eine Gesundheitsfürsorge, Kranke werden versorgt, Polizei, etc. alles ist da.
Die Gräueltaten werden oft verschwiegen oder aber herausgestellt als Taten im Sinne von Allah.
Der Koran wird vorgeschoben, obwohl dieser im eigentlichen Sinne Frieden predigt.

Das große Anliegen des Autors ist die Tatsache, dass der Koran und der Islam mit diesem Islamischen Staat und seinen Machenschaften nichts zu tuen hat.

Mein Fazit: ein lesenswertes Buch. Beim Thema bleibt es nicht aus, dass es stellenweise grausam ist. Dieses Buch bringt die Wahrheit über den IS dem Leser schonungslos nahe.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Lesung und Gespräch Jürgen Todenhöfer : Inside IS 18.6.2015 Frankfurt

twitterrss
twitter

Jürgen Todenhöfer war gestern zu Besuch in Frankfurt. Der Raum im Saalbau Griesheim war bis auf den letzten Platz besetzt. Das hatte ich nicht erwartet.
Und Herrn Todenhöfer ging es nicht anders wie manch einem Besucher, er stand im Stau. Die Verspätung hat ihm aber niemand übel genommen. Vor allem nicht nach diesem furiosen Abend.

Der Publizist hat es, als einziger westlicher Mensch bisher, geschafft den IS zu besuchen.
Es gehört schon jede Menge Mut dazu, dies zu tuen. Die grösste Sorge galt dem mitreisenden Sohn.

Seine Erlebnisse hat Jürgen Todenhöfer in dem Buch – Inside IS – 10 Tage im „Islamischen Staat“- niedergeschrieben.

Der Abend war beeindruckend, geprägt von dem Mut des Autors auch „heisse Eisen“ anzufassen, von der Liebe zu seinen Kindern und den Sorgen um sie, von der Sympathie, die er allen Menschen entgegen bringt.
Charakterisiert wird er am besten durch einige Zitate
„Islam ist etwas Wunderbares“
„Islam und IS sind wie Himmel und Hölle“.
Jürgen Todenhöfer hebt auch hervor, dass die Nächstenliebe, die er auf früheren Reisen nach Syrien, den Irak und andere Länder in der Ecke, kennenlernen dürfte, viel grösser ist als in Deutschland.

Der Autor hatte den festen Willen in den IS zu reisen, ganz entgegen aller Sicherheitsbedenken. Er hat es auch geschafft mit Hilfe des Kalifen, der ihm garantierte, dass er lebend wieder raus käme, aber kann man auf eine solche Garantie setzen??
Es war zwar eine schwierige Rückkehr aber sie ist geglückt.

Es folgt eine Lesung aus dem Buch, bei vielen Passagen überkamen mich Schauer. Wie grausam können Menschen nur sein. Es fällt schwer sie überhaupt Menschen zu nennen.
Auch scheuen sich die Führungskräfte nicht selbst vor laufender Kamera ihre Menschenverachtung zu zeigen. Das Interview mit einem deutschen Dschihadisten gibt es hier.

Auch findet man auf der Seite von Jürgen Todenhöfer Fotos von der Reise.

Im Laufe der Diskussionsrunde kamen Fragen auf nach der Beteiligung westlicher Länder am Zustandekommen des IS. Es gibt Dokumente aus 2012 dazu, die belegen, dass die USA beteiligt waren. Was daraus wurde hat man wohl nicht geahnt.

Es wurde auch gefragt wie hoch der Ausländeranteil bei den Kämpfern ist.
Syrien ca 20000 Kämpfer mit einem Ausländeranteil von 70 %, die IS ist in Syrien unbeliebt
Irak ca 30000 Kämpfer mit einem Ausländeranteil von 30 %, die IS wird dort in sunitischen Städten toleriert

Jürgen Todenhöfers Vorschlag für eine Lösung des Konflikts ist eine Friedenskonferenz, ähnlich wie die KSZE, zwischen den Staaten. Dies muss die westliche Welt vorantreiben.

Das Buch liegt hier, ich werde es sicher mit gemischten Gefühlen lesen. Ich weiß mich erwartet ein gut recherchiertes Buch, aber auch Grausamkeiten, so grausam wie der IS.

 

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Jürgen Todenhöfer Lesung Frankfurt : Inside IS 18.6.2015

twitterrss
twitter

Donnerstag, den 18.Juni 2015 um 18:00 Uhr liest
Jürgen Todenhöfer aus einem Buch „Inside IS-10 Tage im Islamischen Staat

Jürgen Todenhöfer ist es als erstem westlichen Publizisten gelungen in die Welt des Islamischen Staates zu reisen.

Die Erlöse des Buches spendet  er.

 

 

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird