Lydia Möcklinghoff : Ich glaub, mein Puma pfeift

Lydia Möcklinghoff hat in ihrem Buch „Ich glaub, mein Puma pfeift – Als Forscherin im reichsten Tierparadies der Welt“ auf wundervolle Art und Weise uns Lesern die Welt einer Naturforscherin nahe gebracht.

Lydia Möcklinghoff ist Biologin, sie liebt Köln und das Kölsch und am meisten liebt sie Ameisenbären.
Ja richtig gelesen, Ameisenbären oder es um es korrekt zu schreiben der große Ameisenbär hat es ihr angetan. Er ist der Forschungsschwerpunkt von Lydia Möcklinghoff.
Ihre Promotion hat sie über ihn geschrieben und auch heute ist er ihr „Forschungstier“. Dazu berichtet sie auch auf ihrem Blog.

Möcklinghoff hat eine erfrischende Art zu schreiben. Sie schreibt mit einer gehörigen Portion Humor über ihre Forschungsaktivitäten.
Ein Kapitel trägt den Untertitel „Vergnügliche Massenveranstaltung in meinem Bett“ Und nein, damit sind nicht viele Männer gemeint sondern Bettwanzen.

Wer also mal lesen will wie heftig das Leben einer Forscherin ist aber auch wieviel Spaß es macht, der ist hier genau richtig.
Eine eigentlich trockene Materie wie der Ameisnenbär wird locker aufgearbeitet.
Man hat neben dem Kennenlernen der Tätigkeit von Lydia Möcklinghoff auch den Menschen hinter der Forscherin und ganz viel Neuigkeiten zu den Ameisenbären und dem Leben in Brasilien.
Man begleitet sie zur „Pink Tour“ genauso wie in die Kölschkneipe.

Ein tolles Buch.

Quelle: Bastei – Lübbe

ISBN: 9783404608614
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Hefele/Hüsler : Alpenwelten

Stefan Hefele ist Abenteuer- und Landschaftsfotograf. Auf seiner Homepage schreibt er, dass Fotografie für ihn eine Sprache ist. Und wahrlich seine Bilder transportieren eine Botschaft.

Eugen Eduard Hüsler, geboren in Zürich, hat schon viele Reiseführer und Wanderführer veröffentlicht.

Gemeinsam haben Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler diesen faszinierenden und umfangreichen Bildband über die Alpen erschaffen.
Das Buch ist riesig und zwar sowohl vom Format her ( 29,5 x 37,5 cm), von der Menge an meist grossformatigen Fotos (etwa 200) und vom Inhalt.
Zu schwer für die Küchenwaage ist das Buch. So umfangreich ist es.

Gewaltig auch der Inhalt.
Das Buch zeigt uns Betrachter die Alpen in Ihrer Vielfalt, wie ich sie noch nicht wahrgenommen habe.
Das Buch „Alpenwelten“ trägt den Untertitel „Eine Reise durch unberührte Landschaften“ und es nimmt einen mit auf eine Reise  zu beeindruckenden Alpengipfeln genauso wie in faszinierende Schluchten und Täler.
Egal ob See oder Gipfel, weite Landschaft oder knorrige Bäume, die Fotos sind beeindruckend.
Aber nicht nur die Fotos sind beeindruckend, sondern auch die Texte.
Texte,die uns die Alpen in ihrer Schönheit nahe bringen, aber auch genauso die Risiken, wie etwa den Klimawandel.

Es ist den Verfassern des Buches „Alpenwelten“ gelungen, mich mit ihrem Buch in die Welt der Alpen eintauchen zu lassen auf eine ganz andere Art als bei Wanderungen.
Man erfährt als Leser sehr viel über die Alpen und taucht zugleich ein in die Landschaft.

Das Buch vermittelt in nicht allzu langen Texten ein enormes Hintergrundwissen zu den Alpen, zu Fauna und Flora und vielem mehr.
Hervorragend hat Eugen E.Hülser Zitate von z.B. Rilke, Geschichten und sein grosses Wissen über die Alpen einfliessen lassen.
Stets unaufdringlich und doch nachhaltig lernt man als Leser etwas über diese Gegend.

Stefan Hefele ist es mit seine faszinierenden Fotos gelungen, uns Betrachtern die Alpen in ihrer ganzen Schönheit nahezubringen.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die Ihnen zeigen, das das Thema „Alpenwelten“ in seiner ganzen Breite enthalten ist:
– Mythos Alpen
– Im Südwesten der Alpen
– Die Schweiz
– Die Bayerischen Alpen
– Tirol und Voralberg
– Im Osten der Alpen
– Die Dolomiten
– Der Süden
dazu noch
– Making Of , eine Alpen-Übersichtskarte und ein detailliertes Register.

Ich konnte mich kaum entscheiden welche Fotos meine Favoriten sind.
Das Foto auf S.27, das zeigt wie die Gewalt des Wassers die Welt gestalten kann und S.92/93 zu eben diesem Thema sind meine Nr.1.

Ein Zitat von Rilke, das im Buch steht, sagt soviel aus, das ich es hier einfügen möchte.
Rainer Maria Rilke: „Ich lerne sehen, ja, ich fange an. Es geht noch schlecht. Aber ich will die Zeit ausnutzen.“
Die Auswahl dieses Zitates zeigt, hoffe ich, schon wie sorgfältig und mit viel Liebe zu den Alpen und der Thematik dieses Buch gemacht wurde.

2 Warnungen möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben:
– viel Zeit einplanen, wenn Sie dieses Buch anfangen. Man kann es nicht weglegen
– gemütlich und stabil hinsetzen, das Buch ist schwer.

Ich kann das Buch nur jedem Foto – und Naturliebhaber empfehlen und Alpenfans sowieso.

Quelle: Bruckmann-Verlag

Quelle: Bruckmann-Verlag

ISBN: 9783734309267
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Bergmann/Klaus: Spuren und Zeichen der Vögel Mitteleuropas

Prof.Dr.Hans-Heiner Bergmann ist Ornithologe und Verhaltensforscher.
Dr.rer.nat Siegfried Klaus ist Biologe. Er leitete das Referat „Artenschutz, Vogelschutzwarte Seebach“ und ist heute ehrenamtlich im Naturschutz tätig.

Die Autoren Bergmann und Klaus haben sich schon viele Jahre mit Vögeln befasst.
Im Buch „Spuren und Zeichen der Vögel Mitteleuropas“ mit dem Untertitel „Entdecken-Lesen-Zuordnen“ geben sie uns Lesern Hilfestellungen.
Hilfe dazu, wie ich erkenne welcher Vogel in meiner Umgebung ist oder war..

Wer sich für die Natur interessiert und gerne auch mal wandert, am Meer ist, einen Spaziergang macht, der hat es sicher schon erlebt. Man findet Spuren, Federn, etc. und weiß nicht welcher Vogel dies hinterlassen hat.
Diese Rätsel zu entschlüsseln, dabei hilft das Buch.

Die Autoren beginnen mit allgemeinen Ausführungen.
Spuren und Zeichen findet man auf dem Boden, an Bäumen, im Sand, es gilt sie auch zu sehen.
Z.B. hätte ich den Kiefernzapfen am Baum nicht einem Specht zugeordnet. Auch die Lochreihen an der Zirbelkiefern hätte ich nicht beachtet, usw.
Wir lernen Fußspuren kennen, ebenso wie Hack- und Kratzspuren und vieles mehr.
Die Herren Bergmann und Klaus machen uns Leser vertraut mit der Bergung von Spuren, mit der Änderung von Spuren im Jahresverlauf und danach geht es in den umfangreichen Artenteil.

Egal ob Enten, Schwalben, Greifvögel, Eisvögel, etc., eine grosse Vielfalt an Vögeln erwartet einen im Buch.
Systematisch lernt der Leser diese kennen. Der Vogel wird beschrieben und seine Spuren auch und dazu immer die passenden Fotos des Tieres, teils Flugbilder und der Spuren.

Danach folgen Lebensräume und die dazugehörigen Vögel, Fußspuren als Foto mit Bezeichnung des zugehörigen Vogels quasi als Suchmöglichkeiten und viele nützliche Tipps findet man im Buch.

Das Buch ist strukturiert und sehr gut verständlich verfasst.
Ich kann es nur jedem Naturliebhaber empfehlen. Auch Fotografen, die sich dem Thema Vögel widmen, bekommen ein tolles Nachschlagewerk an die Hand.
Ein empfehlenswertes Naturbuch.
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ISBN: 9783891047910
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Kieling,Schönberger: Sehnsucht Wald

„Sehnsucht Wald – Geheimnisvolle Lebensräume in Deutschland“ ist ein Gemeinschaftswerk von Andreas Kieling und Kilian Schönberger.

Andreas Kieling ist sicher fast jedem Naturliebhaber bekannt sein. Er ist seit 1990 als Naturfotograf und Dokumentarfilmer in der ganzen Welt unterwegs.
Obwohl er viel rumgekommen ist, hat er sich ein Herz für die Schönheit der deutschen Natur bewahrt.

Kilian Schönberger ist Diplom-Geograf und arbeitet als Architektur- und Landschaftsfotograf. Er hat einen Teil der Bilder beigesteuert.

Bereits im Vorwort erklärt Andreas Kieling woher die Liebe zum Wald kommt: „Im Wald finde ich die Erinnerungen die Empfindungen meiner Kindheit wieder. Vom Wald habe ich viel gelernt, er hat mich geprägt, und bis heute zieht er mich in seinen Bann.“
Kilian Schönberger vergleicht in seinem Vorwort den Wald mit einem Zauberreich.

Die Faszination, die der Wald auf die beiden  Autoren ausübt, spürt man im ganzen Buch.

Unterteilt ist das Buch in 10 Kapitel, die sich zum einen an den 4 Jahreszeiten orientieren, dazu kommen noch die Rubriken Bergwälder, Bayerischer Wald, Rothaargebirge, Norddeutsche Wälder, Mein Lieblingsbaum und Holunderkücherl.

Wundervolle Landschafts- und Tierfotos haben mich beim Betrachten und Lesen des Buches ständig schwärmen lassen.
Man erfährt als Leser auch sehr viel Interessantes.
Mich hat erstaunt, dass man bei den Murmeltieren an den Pfiffen quasi hören kann was los ist. Von Andreas Kieling habe ich gelernt, dass ein Doppelpfiff heißt „Ein Feind kommt auf 4 Pfoten“ und ein einzelner Pfiff „Feind lauert in der Luft“.
Egal ob die Situation des Problembären Bruno, eine Buche am Ende ihrer Lebensphase, passende Gedichte zu Fotos, die Gewohnheiten von Wildkatzen und ihrem Nachwuchs, der Lieblingsbaum von Andreas Kieling in der Colbitz-Letzlinger Heide oder das Rezept für Holunderkücherl, dieses Buch rund um den Wald in Deutschland bietet für jeden Naturliebhaber etwas.

Waldbewohner lernen wir Leser intensiv kennen, egal ob nun Tiere oder Pflanzen und Bäume.
Man kann eintauchen in wundervolle Landschaften.

Obwohl ich den Niederrhein gut kenne, auch die Gegend um Erkelenz, so kannte ich die Hasenglöckchen noch nicht.
Die wilden Narzissen im Hohen Venn sind wundervoll eingefangen. Jeder kann Neues entdecken bei der Vielfalt, die das Buch bietet.

Der Bayerische Wald wäre schon ein eigenes Buch wert, aber das Kapitel bietet schon viele Einblicke auch in das Wildfreigehege.

Andreas Kieling und Kilian Schönberger ist es gelungen ein Buch zu erstellen, das sehens- und lesenswert ist.
Ich kann es nur empfehlen.

Quelle: www.verlagshaus.de

Quelle: www.verlagshaus.de

ISBN: 9783866904774
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Hutter : Heimat des Weines

Claus-Peter Hutter ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Leiter der Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg.
Er setzt sich schon lange für die Bewahrung der Weinberglandschaften ein und für die landschaftsökologische Inwertsetzung flurbereinigter Rebgebiete.

Der Wein ist in Deutschland ein Kulturgut.
In 13 sehr unterschiedlichen Weinanbaugebieten werden diverse Rebsorten angebaut. All dies lässt uns der Autor Claus-Peter Hutter im Buch entdecken.

Bereits im Vorwort merkt man, dass dem Autor der Wein und die Weinberge am Herzen liegen.
„..überall, wo Weinberge bewirtschaftet und ehemalige Rebflächen als wertvolle Lebensräume gepflegt werden, ist rund 2000 Jahre zurückreichende Kulturgeschichte spürbar und an vielen Orten lebendige Natur erlebbar.“
Dieser Satz des Autors hat mich beeindruckt.

Ich lebe in Mainz, Rheinhessen und der Rheingau liegen vor der Haustür. Oft führen uns Spaziergänge in den Wingert (Weinberg). Lieblingsweingüter hat man auch.
Aber so richtig mit der Geschichte des Weinbaus habe ich mich nie beschäftigt.
Die Weinbaugebiete als Kulturland hat mir der Autor nun nahe gebracht. Das Neumagener Römer-Weinschiff finde ich sehr faszinierend.
Die sehr gut verständlichen Texte des Autors, die jede Menge Informationen zum Thema Wein, aber auch Weinbau und Geschichte liefern, werden ergänzt durch stimmungsvolle Fotos.

Kurz und knapp ermöglicht Hutter einen Einblick in den weltweiten Weinbau.

Den Hauptteil des Buches nehmen die Vorstellungen der einzelnen deutschen Weinbaugebiete ein:
– Franken
– Saale-Unstrut
– Sachsen
– Württemberg
– Baden
– Pfalz
– Nahe
– Mosel, Saar und Ruwer
– Ahr
– Rheingau
– Mittelrhein
– Rheinhessen
– Hessische Bergstraße.
Dazu erfahren wir Leser etwas über die Weinbaunachbarn und die Rebsorten werden detailliert vorgestellt.

Claus-Peter Hutter beschreibt zu jedem Gebiet das Typische. Bei Franken fehlt der Bocksbeutel ebensowenig wie die Raddampfer in Sachsen, die Steilhänge, Schloß Hambach, usw.
Jede Region bietet andere Rebsorten, kulturelle Highlights, Begleitpflanzen, Weinbergsbewohner, wie z.B. Schmetterlinge oder Vögel, Kräuter, etc.
Auch die Geschichte ist jedes Mal eine andere.

In einer Art Steckbrief erfährt man das Wichtigste zur Region: Geografie/Klima, Geologie/Böden, Weinbauregionen, wichtigste Rebsorten, Naturhighlights, kulturelle Highlights und Links zu weiterführenden Informationen, auch touristisch.

Das Buch hat mich angeregt auch mal Weine aus Rebsorten zu probieren, die ich bislang noch nicht getrunken habe. Man hat ja meist „Standardweine“.
Mein Fazit: ein sehens- und lesenswertes Buch nicht nur für Weinliebhaber, das aufgrund seiner Aufmachung auch gut als Geschenk geeignet ist.

Quelle: Kosmos-Verlag

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 978-3-440-14604-0
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Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Axel Gomille : Deutschlands wilde Wölfe

Axel Gomille, der Autor des Buches „Deutschlands wilde Wölfe“, ist Biologe, Naturfotograf und Naturfilmer und hat beim ZDF eine Ausbildung als Redakteur gemacht.
Hauptsächlich macht er Filme für das ZDF, aber er stellt auch seine Fotos aus.
Er hat das grosse Privileg Leidenschaft und Beruf verbinden zu können.

„Deutschlands wilde Wölfe“ ein Buch das beginnt mit dem Statement „Wölfe haben gezeigt, dass sie mit uns leben können. Nun müssen wir zeigen, ob wir mit ihnen leben wollen.“
Wie wahr, wieviel Ungereimtheiten gibt es zum Thema Wölfe.
Unbegründete Ängste aus Unwissenheit, Anlocken auch aus  Unwissenheit und sich dann wundern, warum ein auf den Menschen geprägter Wolf zu nahe kommt.
Axel Gomille räumt in diesem Buch auf mit den „Märchen“ rund um den Wolf. Weg vom Glauben, dass Wölfe eine Gefahr darstellen, hin zum Verständnis des Wolfes und Wölfe als das sehen was sie sind, nämlich tolle Tiere, das ist das Anliegen des Autors.
Der Autor besucht seit 2009 deutsche Wolfsgebiete, er hat über Wölfe in Dokumentationen berichtet.
Dieses Buch ist entstanden in Kooperation mit den Biologinnen Ilka Reinhardt und Gesa Kluth vom „LUPUS-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland“.

Aus meiner Sicht ist dieses wundervolle Buch sehr strukturiert aufgebaut.
Es beginnt mit dem Mythos Wolf. Wer kennt nicht „Rotkäppchen und der böse Wolf“? Das Märchen, in dem der Wolf als böse dargestellt wird.
Zum Mythos gehören aber auch positive Mythen, wie der Gründungsmythos von Rom. Es überwiegen aber leider die negativen Mythen.

Axel Gomille hat sein Buch unterteilt in mehrere Kapitel,, die aufeinander aufbauen und dem Leser den Wolf in Deutschland nahebringen
– Mythos Wolf
– Sie sind wieder da!
– Wolfsforschung
– Wolfssommer
– In den Sümpfen
– Leben mit Wölfen
– Noch mehr Wölfe, mit den weiterführenden Informationen.

Wer sich mit bislang mit dem Thema Wölfe noch nicht auseinandergesetzt hat, dem mag ein Foto wie auf Seite 14-15 bedrohlich erscheinen.
Wölfe, die kämpfen? Nein das ist normal, sieht bei unseren Hunden nicht anders aus und die sind „harmlose“ Golden Retriever.
Gomillle berichtet darüber, dass sich Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz aufhalten und hat ein wundervolles Foto der Wolfswelpen parat.
Truppenübungsplätze sind ganz entscheidend dafür, dass wir in Deutschland wieder Wölfe erleben können.

Fundiert beschreibt Gomille wie sich Wölfe verhalten.
Und er gibt auch Tipps wie man sich als Mensch verhalten soll, wenn man einem Wolf begegnet und zwar alleine und mit Hunden.
Und dies deckt sich mit dem was Elli H.Radinger und Günther Bloch, die Freilandforscher zum Thema Wölfe, auf dem Wolfstag in Wetzlar auch empfohlen haben.
Die beiden bringen auch in 2017 ein Buch heraus „Der Wolf kehrt zurück“, das wieder aus der Forschersicht das Thema global beleuchtet.

Axel Gomille ist es mit diesem Buch, das ja zum grossen Teil ein Bildband ist, geschafft ganz viele wundervolle Fotos mit toll recherchierten und fundierten Texten zu verbinden und über die Wölfe in Deutschland zu berichten und zu informieren.
Ich kann das Buch nur allen Naturliebhabern, Wolfsfreunden und Fotofans empfehlen.
Wie gerne würde ich dem Autor bei der Tierfotografie mal über die Schulter schauen.

Quelle: Verlagshaus 24

Quelle: Verlagshaus 24

ISBN: 9783954161478
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Mark Robertz : Deutschlands Landschaften fotografieren

Mark Robertz ist Landschaftsfotograf.
Auf seiner Homepage kann man tolle Fotos entdecken.
Nun hat dieses sehens- und lesenswerte Buch „Deutschlands Landschaften fotografieren“ geschrieben.
Es trägt den Untertitel „Vom Wattenmeer über das Elbsandsteingebirge bis zum Berchtesgardener Land“.

Mark Robertz hat es in diesem Buch geschafft zwei Dinge zu vereinen. Er bringt dem Leser die deutschen Nationalparks nahe in ihrer ganzen Schönheit.
Und ganz ehrlich wieviele Fotografen reisen rund um die Welt, um tolle Landschaften zu entdecken und kennen die deutschen Nationalparks nicht.
So frei nach dem Motto „Sieh das Gute liegt so nah“ lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen quer durch deutsche Landschaften.
An den Beispielen aus den deutschen Nationalparks lässt uns Mark Robertz teilhaben an seinem grossen Erfahrungsschatz.

Die Tipps von Mark Robertz sind vielfältig. Um mal Beispiele zu nennen, es gibt blau hinterlegte Kästchen mit speziellen Tipps, wie z.B. was man machen sollte, damit am Strand kein Flugsand beim Wechseln des Objektives ins Gehäuse kommt. Aber auch Tipps zum Einsatz von Filtern, etc. gibt es. Dies zieht sich durch das ganze Buch.

Bei jedem Foto findet man die Brennweite, die Belichtungszeit, ISO, WB, welcher Filter, wenn einer verwendet wurde.
So hat man schon mal das erste Rüstzeug.
Im Verlaufe des Buches, ich habe einmal komplett gelesen und werde mir dann nach und nach, je nach Situation, wieder einzelne Dinge vornehmen, bekommt man sehr viele hilfreiche Tipps.
Auch URLs zu weiterführenden Informationen sind dabei.

Um es an einem Beispiel zu vertiefen. Mark Robertz gibt den Tipp einer Kutschenfahrt im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Dabei findet man im Text sogar Hinweise zur Sitzwahl auf der Kutsche, um die optimale Position für tolle Fotos zu haben.

Ich hoffe an diesen Beispielen kann man erkennen, dass der Autor nicht nur technische Hinweise parat hat, die man in vielen Büchern findet, sondern quasi den Leser an der Location an die Hand nimmt und ihm Hilfestellung gibt.

Da ich in einigen Nationalparks schon war und auch fotografiert habe und mir der Nationalpark Eifel besonders vertraut ist, kann ich nur sagen, Mark Robertz hat sich die Locations intensiv angeschaut und gut ausgesucht.
Der Kermeter ist immer eine Tour wert, mein persönlicher Tipp.

Man kann sich auch, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie der Fotograf arbeitet, einen Podcast anschauen.
Eine Leseprobe des Buches und das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Und eins darf ich nicht vergessen, die Fotos sind alle sehenswert. Die Stimmung ist toll eingefangen, man will einfach nur los.

Mein Fazit: wer ein Buch sucht, das ihm die wundervollen Nationalparks Deutschlands nahebringt und gleichzeitig jede Menge Tipps für die Landschaftsfotografie parat hat, der ist hier richtig.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836241670
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Nill, Pröhl, Ziegler : Siegertypen

Das Buch „Siegertypen“ mit dem Untertitel „Überlebensstrategien der Greifvögel“ wurde von Dietmar Nill, Torsten Pröhl und Bernhard Ziegler zusammen herausgegeben.

Dietmar Nill ist Naturfotograf und -filmer. Für Naturfans lohnt ein Blick auf seine Homepage.
Torsten Pröhl beschäftigt sich schon lange mit Biologie und ist ebenfalls Naturfotograf. Auch betreibt er eine Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen.
Bernhard Ziegler ist Biologe und Umweltpädagoge. Er arbeitet im Umweltbildungszentrum Listhof in Reutlingen. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen.

Dietmar Nill und Bernhard Ziegler haben bereits 2013 das wunderbare Buch „Tiere der Nacht“ geschrieben. Das Buch habe ich verschlungen, nun habe ich auf das neue Buch  gespannt erwartet.

Wenn man das Buch aufschlägt, erwartet einen gleich zu Anfang ein stimmunsgvolles Foto.

In den Kapiteln „Greifvögel“ und „Strategien und Perspektiven“ geht es allgemein über die Greifvögel.  Die Autoren erklären was das Buch bewirken soll.
„Siegertypen“ „..soll einen Beitrag dazu leisten, dass die Bestände unserer Greifvögel stabil bleiben oder sogar noch wachsen..“
Und wahrlich, wer dieses Buch gelesen hat und dann nicht Feuer und Flamme für diese wundervollen Tiere ist, den kann ich nicht verstehen.

Den grössten Teil des Buches nehmen dann die Vorstellungen der einzelnen Greifvögel ein.
Unterteilt haben die Autoren diese in die Kapitel:
– Segelflieger und Flugkünstler mit Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Kornweihe & Wiesenweihe
– Pfeilschnelle Jäger – wenige Jäger mit Wanderfalke, Baumfalke, Sperber und Habicht
– Brudermörder – Schreiadler
– Nahrungsspezialisten mit Seeadler, Fischadler, Bartgeier und Wespenbussard.

Es schliesst sich an die Kapitel an „den Greifvögeln ganz nah – ein Blick hinter die Kulissen“.

Es ist faszinierend die wundervollen Fotos zu betrachten. Im Text erfährt man jede Menge über die Greifvögel. Sie sind echte Siegertypen.
Man beobachtet ja schon mal Greifvögel, wenn man unterwegs ist. Und ich habe mich oft gefragt wie schnell die eigentlich sind, wenn sie auf eine Beute losstürzen.
Nun weiß ich, dass der Wanderfalke im Sturzflug eine Geschwindigkeit bis zu 300 km/h erreichen kann. Die Autoren erläutern auch gleich wie er jagt.
300 km/h Sturzflug birgt ja auch eine Verletzungsgefahr beim Aufprall. Aber auch da hat die Natur vorgesorgt.

Auch wusste ich nicht, dass ein Baumfalke gar kein Nest baut. Er nimmt einfach verlassene Nester von z.B. Krähe oder Elster.

Die Autoren haben sehr viel Hintergrundwissen und bringen uns Lesern auch Dinge  nahe wie man z.B. Seeadlerpopulationen am Aussterben hindert. Normalerweise würde Seeadler nur eins seiner Nachkommen hüten und aufziehen. Das macht man sich zunutze, indem man das 2. quasi „Backup-Ei“ nutzt, um ein weiteres Küken aufzuziehen.

Das Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Geballte Information, kurz und allgemeinverständlich, begleitet von faszinierenden Fotos, bringen dem Leser die Siegertypen nahe.
Ich finde auch den Blick hinter die Kulissen sehr gut. Er zeigt wieviel Mühe und Arbeit es macht ein solches Buch zu erstellen. Das Engagement der Autoren für diese Tierart wird auch deutlich. Hut ab was Sie alles auf sich nehmen.

Und als „Bonbon“ gibt es eine App über die man Filme zu den einzelnen Arten anschauen kann. Toller Zusatznutzen, die Filme sind so toll.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 978-3-440-14670-5
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Peter Wohlleben : Das Seelenleben der Tiere

Peter Wohlleben ist Förster in der Eifel, genauer in Hümmel im Kreis Adenau.
Viel habe ich über sein erstes Buch „Das geheime Leben der Bäume“ gehört, gelesen habe ich es noch nicht. Das werde ich aber nach der Lektüre des neuen Buches von Peter Wohlleben definitiv nachholen.

Peter Wohlleben ist durch seinen Beruf als Förster mit der Natur, egal ob Flora oder Tierwelt, bestens vertraut.
Daneben kann der Autor auch Haustiere, wie Hund und Pferd beobachten. Ebenso hat Wohlleben die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Tier und Seele, einfliessen lassen.

Jeder der ein Tier hat, weiß, dass Tiere ein Seelenleben haben. Bei unseren Vierbeinern kann man sehr genau den Zustand der seelischen Verfassung ablesen.

Wohlleben berichtet auch von Schleimpilzen, halt werden Sie vielleicht jetzt denken, die ist im falschen Buch. Das dachte ich auch zuerst, dann habe ich die Erklärung von Peter Wohlleben gelesen.
Die Wissenschaft rückt die Pilze nun eher Richtung Tiere und weg von den Pflanzen.
So gibt es einen Schleimpilz (Physarum polycephalum), der Haferflocken mag. Ja und die würde eine Pflanze wohl eher nicht verspeisen.
Und eben dieser Schleimpilz schafft es in einem Labyrinth den Ausgang zu finden, an dem Haferflocken liegen. Er braucht zwar lange, aber er kann sich orientieren, faszinierend.

Aber zurück den Tieren, das Tiere eine Seele haben und unterschiedlich „ticken“ kann jeder feststellen, der mehrere Tiere einer Art hat.
Unsere Hunde sind Halbgeschwister und unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Es trifft dabei ein Sensibelchen mit Sturkopf auf einen schnell zu beeindruckenden eher aufgeregten Hund.
Aber in vielen Dingen sind sie sich einig.

Und, um beim Hundebeispiel zu bleiben, Peter Wohllebens hat auch mutig ein Reh und einen Hirsch verjagt. Ja und dann greift das Hirschkalb an. Das ist Mut, die Mutter ist weggelaufen, die hätte ja ihr Kind verteidigen müssen.
Ein anderes Beispiel des Autors ist die Krähe, die jeden Morgen an der Pferdeweide wartet.
Tauben können in einer Studie 725 verschiedene Darstellungen unterscheiden.
Können Tiere denken, am Ende noch logisch denken?
Schweine kann man antrainieren auf ihren dreisilbigen Namen zu reagieren. Das ist doch kein Reflex.

Und Mitgefühl gibt es allemal bei Tieren. Hundehalter können das sicher bestätigen. Es geht einem schlecht und der Hund leidet mit. Man schimpft mit ihm und er geht „in Sack und Asche“.
Die Liste ließe sich erweitern.

Peter Wohlleben hat es verstanden ein Buch zu schreiben, das man kaum aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das faszinierend und lehrreich zugleich ist. Peter Wohlleben lässt den Leser ganz tief eintauchen in die heimische Tierwelt.
Er bringt uns die Verhaltensweisen der Tiere in unserer Umgebung nahe, egal ob Haus- oder Wildtier. Wir lernen den bewussten als auch den emotionalen Anteil des Tierlebens kennen.
Ich werde jetzt die Krähen mit ganz anderen Augen sehen, nicht mehr nur als den Schreihals auf der Wiese.

Faszinierend.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Natur im Allgemeinen, für Tiere und unsere faszinierende Umwelt interessiert.

Quelle: Randomhouse

Quelle: Randomhouse

ISBN: 9783453280823
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Gerth, Zopfi : Faszination Bergwiesen

Das Buch „Faszination Bergwiesen“ ist im AS-Verlag erschienen. Diesen Schweizer Verlag kannte ich bislang gar nicht.
Ein Blick auf die Homepage des Verlages lohnt sich, wenn man Berge mag und/oder tolle Bildbände.

Roland Gerth und Emil Zopfi haben dieses sehens- und lesenswerte Buch erstellt.
Roland Gerth ist für die Fotos verantwortlich, Emil Zopfi für den Text, zumindest vorrangig.
Beide lieben die Schweizer Berge und das merkt man auf jeder Seite des Buches.

Das Vorwort zum Buch hat der Zentralsekretär von Pro Natura geschrieben, Dr.Urs Leugger-Eggiman.
Es ist ein Appell daran zu denken was Bergwiesen und Natur überhaupt bedeutet, wie gefährdet diese wunderbare Landschaft ist.

Den Autoren ist es gelungen im Buch sowohl durch Fotos wie auch durch den hervorragenden Text, zu zeigen wie wundervoll die Bergwiesen sind.
Ein Teil der Natur, den man einfach erhalten muss.
Emil Zopfi beschreibt zunächst einmal was „das farbenprächtige Kleid der Alpen“ überhaupt ist.
Herrlich zu lesen wie es in seiner Kindheit war, wenn es ins Heu ging, ins Wildheu.
Er verdeutlicht uns Lesern was die Bergwiesen sind, egal ob nun Lebensgrundlage, Naturapotheke, Heilkraft, usw.
Was bedeutet Biodervisität? Nicht jeder wird sich bislang Gedanken darüber gemacht haben.

Nach diesen grundlegenden Ausführungen geht es ab in die Natur.
Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel, entsprechend der regionalen Gegebenheiten:
– Ostschweiz
– Graubünden
– Zentralschweiz und Tessin
– Bern und Freiburg
– Wallis und Waadt und
– Jura.
Im Inhaltsverzeichnis kann man sich anhand der Seitenzahlen genau orientieren wo man was findet. Die Orte sind einzeln aufgeführt unter den Kapitelüberschriften.

Wundervolle Fotos mit kurzen, sehr informativen Erläuterungen lassen uns Leser quer durch die Welt der Bergwiesen machen.
Diese unberührte Natur muss man einfach lieben, wenn man sich noch Gefühl für die wunderbare Landschaft bewahrt hat.
Es gibt Bücher, die kann ich nicht weglegen bis ich sie komplett gelesen habe, dieses gehört dazu.

Ich kann das Buch nur empfehlen für alle, die Natur lieben, Fotoliebhaber und jeden, der sich zum Thema informieren will.

Quelle: AS-Verlag

Quelle: AS-Verlag

ISBN 978-3-906055-42-8
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