Adenauer – Eine Geschichte in Bildern

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Wer kennt ihn nicht? Konrad Adenauer, ein Politiker der die Geschichte unseres Landes entscheidend geprägt hat.
Dieses Buch ist “ Eine Geschichte in Bildern „.
Herausgegeben wurde das Buch von der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus.

Im Buch lernt man Konrad Adenauer, der vom Enkel Konrad als “ ein großer Vater “ bezeichnet wurde, von der privaten Seite und auch von der öffentlichen Seite her kennen.
Adenauer verstarb in Rhöndorf, dort wo er seine Rosen im Garten mit großer Hingabe pflegte, wo der Mittelpunkt der großen Adenauer- Familie war, am 19.4.1967.
Er war 91 Jahre alt.

Man führt sich ja normalerweise gar nicht vor Augen was Konrad Adenauer alles erlebt und überlebt hat.
Geboren am 5.1.1876, also im 19.Jahrhundert und gelebt hat er bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts.
Er hat das Kaiserreich erlebt, ebenso die Weimarer Republik, die Nazi-Zeit und auch die Bundesrepublik Deutschland.

Das Kapitel, das mich am meisten beeindruckt hat, ist das „Erinnerungsbild „Der Alte von Rhöndorf“ Mein Großvater „, das Konrad Adenauer sen. geschrieben hat.
Sein Enkel, der dem Großvater sehr nahe stand.
Er hat mit ihm bis Mitte 1948 in Rhöndorf gewohnt. Auch konnte er den Großvater zu vielen wichtigen Terminen begleiten.
In seinen Schilderungen merkt man die Verbundenheit mit dem Großvater.

Im Buch findet man detailliert das Lebensbild von Konrad Adenauer, man lernt seine Handlungen kennen, die nicht allen gepasst haben.
Er hat sich aus ganz einfachen Verhältnissen hochgearbeitet zu einem der Staatsmänner überhaupt.
Er hat auch die Weltpolitik beeinflusst.

Das Buch ist geprägt von Bildern, offizielle Fotos und auch viele private Fotos bringen uns den Menschen Konrad Adenauer nahe.
Z.B. auch die Tatsache, dass er das Fernsehen und die beginnende Macht dahinter nur zögerlich akzeptierte.

Auch die Familie lernt man kennen.
U.A. auch die Tochter Ria Reiners, die in Mönchengladbach gelebt und der ich als Kind mal begegnet bin und deren Familie, zuletzt Jan Reiners, die die Textilindustrie in Mönchengladbach entscheidend geprägt haben.

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3777439082

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Helmut Schmidt und der Scheißkrieg: Die Biografie 1918 bis 1945 Gebundene Ausgabe – von Sabine Pamperrien (Autor)

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Mein Vater war Jahrgang 1918 und viele Verwandte in dieser Zeit geboren. Sie haben diese Zeit, um die es im Buch geht, erlebt. Es wurde bei uns in der Familie auch viel über diese entsetzliche Zeit gesprochen. Daher weiß ich sehr genau, dass die Menschen in der Zeit nicht alles, was sie machten, freiwillig taten. Oft wurden auch Erlebnisse verdrängt, damit man sein Leben noch weiterführen konnte.
Mit diesem Hintergrund habe ich die unten stehende Rezension geschrieben.

Die Autorin Sabine Pamperrien hat Rechtswissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte studiert und arbeitet als Journalistin.

Sie ist wissenschaftliches Arbeiten gewöhnt und das Buch ist voll von Quellenangaben. Dies ist zwar lobenswert, man kann immer schauen woher sie ihre Kenntnisse hat, aber es stört auch den Lesefluss.

Die Autorin schildert das Leben Helmut Schmidts von 1918-1945.

Im Vorwort steht über Helmut Schmidt „Bei den Erinnerungen an sein eigenes Leben verlässt ihn jedoch sein phänomenales Gedächtnis.“
Ich frage mich da schon, ob ein Mensch in dem Alter nicht mal Jahreszahlen, und um die geht es im weiteren Text u.A., durcheinander bringen darf.
Überhaupt empfinde ich das Vorwort so, dass die Autorin gleich mit einer negativen Einstellungen gegenüber Helmut Schmidt dieses Buch geschrieben hat.

Nachdem ich das Buch komplett gelesen habe empfinde ich dies um so stärker.

Auch finde ich diese These im Vorwort befremdlich „Die soldatische Sozialisation ist bis heute Dreh- und Angelpunkt von Schmidts Wertesystem. Die „Tragödie des Pflichtbewusstseins“ besteht im Missbrauch des Patriotismus und Pflichtbewusstseins seiner Generation durch den Nationalsozialismus.“
Mein Vater war auch Jahrgang 1918 und ich verwehre mich dagegegen, dass die Autorin hier eine ganze Generation in eine bestimmte Ecke drängt. Dies stimmt auch so nicht, ich kenne und kannte genügend Altersgenossen.

Im Buch erfolgt eine Darlegung der Jahre 1918-1945 im Leben des Helmut Schmidt, so lässt der Titel vermuten. In Wahrheit beginnt es aber eher, nämlich schon vor der Geburt. Die Autorin beleuchtet schon die Herkunft. Es geht um den Vater, der unehelich geboren wurde, usw.
Aus diesen Tatsachen zieht die Autorin Schlüsse.
Zulässig?
Weiter geht es dann mit Helmut Schmidts Geburt, Schulzeit, es werden Dinge aufgezeigt, die die Autorin anders recherchiert hat, als sie in Helmut Schmidts Erinnnerungen oder Biographien vorhanden sind.

Einen grossen Teil nimmt die Zeit Schmidts in der Hitlerjugend ein.
Hier wird er von der Autorin in die Ecke der Nationalsolizialisten geschoben.
Immer alles durch Quellen belegt.
Ich frage mich nur, ob man wirklich behaupten kann, dass dies alles bewusst passiert ist oder ob es nicht eher so war, dass man ja in der Zeit keine andere Chance hatte. Und sicher, wie ich aus Gesprächen in meiner Familie weiß, auch viele Menschen dies verdrängt haben.

Es geht weiter mit den Kriegsjahren, Schmidts Großvater, der Jude war usw.

Die Autorin schildert Fälle wie den der Erna Stahl, ehemalige Lehrerin der Schmidts, die mit der „Weißen Rose“ in Zusammenhang gebracht wurde und ein Hilfegesuch an Helmut Schmidt in seiner Eigenschaft als Offizier. Helmut Schmidt teilte hierzu mit, er habe das Schreiben als Falle angesehen, die Autorin sieht das anders.

Unbestreibar hat die Autorin ein gut recherchiertes Buch vorgelegt. Die Quellenangaben sind entsprechend umfangreich von Seite 297-337. Zumindest gut recherchiert in der Richtung, dass sie die Quellen konkret benennt und ich unterstelle dies mal, auch gelesen hat.
Das Buch ist aber für mein Empfinden recht tendenziös gegen Helmut Schmidt geschrieben.
Die Fakten sind klar, was die Autorin daraus macht, finde ich teilweise fragwürdig.

Mein Fazit: Für dieses Buch wurde viel recherchiert, man erfährt viel über die frühen Jahre des Helmut Schmidt. Die Schlüsse, die die Autorin aus ihren Recherchen zieht, sind oft nicht nachvollziehbar. Ich hätte es begrüsst, wenn die Autorin alles sachlich geschildert hätte, ohne Schmidt zu verunglimpfen. Man kann als Leser, so wie ich es gemacht habe, viele Informationsquellen aus dem Buch beziehen und muss dann für sich entscheiden, ob man den Auslegungen der Autorin folgt oder seine eigenen Schlüsse zieht.

Helmut Schmidt und der Scheißkrieg
Sabine Pamperrien
Die Biografie 1918 bis 1945
Erschienen am 08.12.2014
352 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05677-9

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Wolfgang Bosbach: Jetzt erst recht!: Die Biografie [Gebundene Ausgabe] Anna von Bayern

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Anna von Bayern , die Journalistin und Autorin ist und Geschichte und Politik studiert hat, hat Wolfgang ein Stück des Weges begleitet, den er gerdade nimmt.

Sie hat den Menschen und den Politiker Bosbach kennengelernt und viele Gespräche geführt mit Menschen, die ihn gut kennen.
Mit seiner Familie ebenso wie mit Freunden und anderen Wegbegleitern.

Wolfgang Bosbach, der als Lehrling im Supermarkt anfing, dann das Abitur nachgemacht hat und Jura studiert hat.
Ein Mann, der bei diesem Weg von seinen Eltern stets unterstützt wurde und diese Unterstützung  auch noch heute erfahren darf.
Seine Familie, Eltern genauso wie seine Frau und seine Kinder, gibt ihm die Kraft für sein Tuen.

Viele Gespräche mit Anna von Bayern fanden statt bei einem Kurzurlaub auf Mallorca, den er mit seiner Tochter verbrachte. In den Aufzeichungen dieser Gespräche erfährt der Leser ganz viel über das Denken des Wolfgang Bosbach.

Das Leben und Handeln von Wolfgang Bosbach ist geprägt von seinem Glauben, von seinem Selbstbewusstsein.
Er lässt sich nicht blind einem Fraktionszwang unterwerfen, er wagt es zu widersprechen. Das ihn dies auch durchaus mal einen erhofften Ministerposten kostet, tut weh, aber das ist ihm egal.

Bosbach trotz auch seinen Krankheiten. „Jetzt erst recht!“ ist das Lebensmotto dieses Mannes. Er lässt sich auch nicht vom Krebs bezwingen. Er lebt sein Leben einfach weiter.

Diese Biografie kann ich nur jedem empfehlen, der mit seinem Schicksal hadert, weil er krank ist.
Ein rundum gelungenes Buch, das ich kaum weglegen konnte.

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