Klara Holm : Rabenaas

Klara Holm, die Autorin vom „Rabenaas“ liebt Rügen als Urlaubsziel.
Holm hat sich folgerichtig Rügen als Schauplatz einer Krimireihe ausgesucht.
Viel Gutes hatte ich von dieser Reihe gelesen und nun musste nun auch mal einen der Rügen – Krimis lesen.

Hauptkommissar Luka Kroczek ist Leiter der Kripo in Bergen.
Kerstin, die ebenfalls bei der Kripo arbeitet, ist gedanklich bei ihrem Vater, der im Sterben liegt.
Da wird  sie zu einem Einsatz gerufen und nimmt Finn, den Streifenpolizisten mit. Gottfried Probst meldet einen Fall von Vandalismus und macht die Schreppers verantwortlich.
Die Schreppers sind die Horror-Familie des Ortes. Die Eltern waren schon im Knast, die Brüder beschützen ihre Schwester, eine kriminelle Sippe, so ist sind sie im Ort bekannt.
Die Mutter, das „Rabenaas“, die dem Buch den Titel verlieh, ist quasi das Oberhaupt.

Im Verlauf des Einsatzes erschiesst Kerstin die Tochter, die im Drogenrausch ist, in Notwehr.

Die Ermittlungen gegen Kerstin nehmen ihren Lauf. Die Schreppers bezichtigen sie des Mordes.
Im Verlauf der Handlung erfährt man als Leser viele Híntergründe und Verwicklungen.
Ist Kerstin schuld? War es Notwehr?
Antworten gibt es im Buch.

Ich bin zwiegespalten was die Beurteilung des Buches angeht.
Die erste Hälfte ist sehr langatmig. Danach nimmt die Handlung Fahrt auf, es wird richtig spannend. Beim ersten Drittel wollte ich es aber schon weglegen.

Der Autorin ist es auf alle Fälle gelungen die Personen sehr gut zu beschreiben, die Charaktere herauszuarbeiten. Aber eine Kürzung der ersten Hälfte auf das Wesentliche hätte dem Buch gut getan.

ISBN: 9783499272721
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Mathias Wünsche : Engel und Tod

Mathias Wünsche hat einen neuen Krimi geschrieben, der in Siegburg in Umgebung spielt.
Schon einmal vorweg, es lohnt sich den Krimi zu lesen.

Mathias Wünsche arbeitet, nach seinem Studium der Sozialpädagogik, seit über 20 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe in Köln.
1999 erschien sein erster Krimi, damit startete Mathias Wünsche seinen Nebenberuf als Autor. Mittlerweile schreibt er auch Krimis für Erwachsene.
Da das wohl nicht reicht, ist er  seit 2003 auch musikalisch aktiv, mittlerweile in der Band Conte.

„Engel und Tod“ ist das erste Buch des Autors das ich lese aber garantiert nicht das letzte.

Lou Parker war bei der Kriminalpolizei und arbeitet mittlerweile als Detektiv. Gerade ist er von Köln nach Siegburg umgezogen, nicht ganz freiwillig.
Aber als selbstständiger Privatdetektiv und auf Aufträge angewiesen, kommt es ihm gerade recht, dass er im Haus seiner Mutter mietfrei wohnen kann. Köln ist halt teuer.

Er war als Kommissar für den Bereich Prostitution, Menschenhandel und Drogendelikte zuständig und hat diesen Job verlassen müssen.
In seinem Job war er in Zusammenhang mit einem Fall von Kinderpornographie einem einflussreichen Politiker zu nahe gekommen.
Tina Rottländer wurde als Lockvogel auf ihn angesetzt und Lou tappte prompt in die Falle. Das war das Ende seiner Polizeilaufbahn.

Und genau diese Tina, die Ex-Prostituierte, die nun als Immobilienmaklerin arbeitet, bittet Lou um Hilfe.
Tina soll gegen Manu Stanko, eine Größe im Rotlichtmilieu, aussagen und hat Angst, berechtigte Angst wie sich zeigt.
Lou, der mittlerweile mit Alexandra, genannt Alex, befreundet ist, empfindet immer noch etwas für Tina und stimmt zu.

Ja und dann wird auch noch sein Freund und Kollege Thomas Winkler vermisst. Lou verspricht dessen Frau bei der Suche zu helfen.
Ana Schuch, ein 15-jähriges Mädchen, wird vermisst und vieles mehr.
Ich will nun nicht mehr verraten, lesen müssen Sie selber.

Uns Leser erwartet ein spannender Krimi, der in Gegend zwischen Köln, Siegburg und Bonn spielt, eine Gegend in der Mathias Wünsche sich gut auskennt.
Der Autor führt uns an Orte, die real existieren, man möchte auch in der Sonne sitzen, die Abtei sehen, etc.
Auch die musikalische Ader des Autors fliesst ein, ich mag auch „Riders on the storm“ von den Doors.
Ohne den FC geht in Köln, und damit auch in „Engel und Tod“, nichts.

Man sieht beim Lesen den beleibten Lou Parker vor sich, der einen flotten MX5 fährt.
Mathias Wünsche beschreibt die handelnden Personen, die Orte und die Atmosphäre so genau, dass man völlig in die Handlung abtauchen kann.
Ich kann den Krimi nur empfehlen.

ISBN: 9783954413560
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Claudia Schmid : Wer mordet schon in Mannheim?

Claudia Schmid habe ich für ihre Krimis schätzen gelernt.
Die Autorin  hat mit „Wer mordet schon in Mannheim?“ eine Kombination aus Mannheim- Führer und regionalem Krimi geschrieben.
Der Untertitel des Buches sagt alles über den Inhalt „Der kriminelle Freizeitplaner : 11 Krimis und 125 Freizeittipps.“

Claudia Schmid schickt Kriminalhauptkommissarin Melanie Härter los. Sie ermittelt in 11 Kurzkrimis.
Egal ob in den Quadraten ( ja in Mannheims Innenstadt gibt es keine Straßenname, sondern Quadrate, da fährt man dann nach E5, C4, etc.), zum Stadtbad, Schiller folgend, mit Personenschutz, usw. geht es quer durch die Stadt bei der Ermittlungstour.

Zunächst ist das Lesen des Buches etwas ungewohnt, da markierte Zahlen in den Text eingestreut sind, aber man gewöhnt sich dran. Nach der Geschichte findet man dann zu den Zahlen die Tipps was man sich anschauen kann.

Claudia Schmidt ist es gelungen dem Leser auf diese ungewohnte Art und Weise Krimis zu liefern, die gut zu lesen und spannend sind und auch eine Entdeckung der Stadt Mannheim zu ermöglichen.

Quelle:Gmeiner-Verlag

ISBN: 9783839216569
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Ingrid Schmitz: Spiekerooger Utkieker

Da ich gerne Krimis lese, besonders auch regionale, musste ich irgendwann wohl auch bei Ingrid Schmitz landen.

Mia Magaloff, die Protagonisten, ist Privatermittlerin in Krefeld. Bislang kannte ich Mia nicht und dabei liebe ich doch den Niederrhein, wo ich aufgewachsen bin.
Gut, dass ich auf den Krimi von Ingrid Schmitz aufmerksam gemacht wurde.

Jetzt fange ich gleich mal mit dem Ende des Buches an, dem Nachwort von Ingrid Schmitz. Ich hatte mich gewundert warum Mia, die am Niederrhein agiert, auf Spiekeroog ermittelt.
Wie kommt eine Autorin auf die Idee?
Die Autorin beantwortet die Frage selber. Heike und Peter Gerdes vom Leda-Verlag haben Ingrid Schmitz gefragt, ob Mia Magaloff wohl auch mal auf den Ostfriesischen Inseln ermitteln könnte.

Im Laufe der Recherchen kam Ingrid Schmitz dann auf den Namensgeber des Krimis, den Utkieker, den es wirklich als Statue auf Spiekeroog gibt. Anschauen kann man sich den Utkieker hier.

Mia Magaloff arbeitet als Privatermittlerin in Krefeld. Ihr Partner ist Mario, obwohl sie gerade selber nicht weiß, ob sie nun eine Beziehung haben oder nicht.
Die beiden haben eine typische On-Off-Beziehung was Mia nervt.
Mia wird bald 50 und will nun endlich eine echte Beziehung haben.
Sie will eine Auszeit zum Nachdenken.

Mario schenkt Ihr eine Woche in einer Pension, der „Grünen Fee“ auf Spiekeroog. Was er verschweigt, ist die Tatsache, dass Fee, die Pensionswirtin, seine Ex-Freundin ist.
Das geht ja gut los für Mia. Direkt kommt wieder grosses Misstrauen auf. Sie will doch Abstand gewinnen, sich über ihre Beziehung klar werden. Da ist Marios Verhalten nicht förderlich.
Ist er der Richtige? Soll sie sich trennen?

Und was macht man bei Frust auf einer ostfriesischen Insel? Richtig, raus und die Insel erkunden. Also Rucksack an, Inselplan in die Hand und los.
In den Dünen entdeckt Mia den Utkieker, eine Skulptur. Die Skulptur ist über 3 m groß. Als Mia diese betrachtet, kommt ein Mann, der ähnlich hager ist wie die Skulptur und sicher 2 m lang ist auf Mia zu.
Er nennt sich Utkieker, in Realität ist er Ubbo, der Obdachlose.

So mehr wird nicht verraten, ausser dass es Tote gibt, Mia und Ubbo ermitteln, Ubbo ein Tatverdächtiger wird… aber lesen Sie selbst.

Ingrid Schmitz muss gründlich auf der Insel recherchiert haben. Sie hat das Inselcafé entdeckt, in dem Mia häufiger anzutreffen ist.
Die Polizeiinspektion ist auch in Realität unter der Adresse zu finden, usw.

Die Ostfriesen, die eine Rolle spielen, sind exakt beschrieben. Man kann sich als Leser vorstellen, dass die Menschen genau so sind.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Ingrid Schmitz Mia neben den Ermittlungen auch Gefühle zugesteht. Angst, Zerrissenheit in Bezug auf die Beziehung, jede Menge Empathie, Mut und vieles mehr.
Man kann  sich als Leser Mia gut vorstellen und die anderen handelnden Personen auch. Die Autorin lässt diese lebendig werden im Text.

Und sie macht auch Lust mal Spiekeroog zu erkunden.

Mein Fazit: Ich warte auf den nächsten Mia-Band.

Quelle: Ingrid Schmitz

Quelle: Ingrid Schmitz

ISBN: 9783864120978
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Mareike Marlow : Blutroter Flieder

Mareike Marlow, die Autorin von „Blutroter Flieder“ kannte ich nicht. Dies ist das erste Buch, das ich von ihr lese.

Wie es dazu kam? Nein nicht der Flieder ist schuld.
Mareike Marlow ist das Pseudonym von Marion Meister.
Ja und Marion Meister ist verheiratet mit Derek Meister, dessen Bücher „Der Jungfrauenmacher“ und „Die Sandwitwe“ ich verschlungen habe.
Und über die facebook-Seite von Derek habe ich dieses Buch entdeckt.
Zum Glück muss ich sagen.

„Blutroter Flieder“ ist ein spannender Krimi, genau 2 Abende habe ich gebraucht. In einem Rutsch lesen ging nicht, schlafen musste ich auch mal.
Mareike Marlow hat lange in Berlin gelebt bevor die Familie Meister in einen kleinen Ort in der Nähe des Steinhuder Meeres gezogen ist.
Die Ortskenntnisse aus diesen verschiedenen Wohnorten und die Eigenschaften der Menschen in den Gegenden hat die Autorin in diesen Krimi einfliessen lassen.

Tessa hat als Journalistin in Berlin gelebt, sie ist eine typische „Großstadtpflanze“. Kaffee in diversen Variationen aus dem Kaffeevollautomat ist ihr Lebenselixier.
Sie hat eine Halbschwester, Jana, die in Burgheide lebt, einem kleinen Ort zwischen Lüneburg und Bremen. 30 Jahre Altersunterschied liegen zwischen Jana und Tessa.
Jana war Landärztin in Burgheide, sie ist mittlerweile im Ruhestand. Jana lebt im Haus am See, dem Haus, das Joona, der Vater der beiden Schwestern, ihnen vererbt hat mit einer Bedingung.
Jana und Tessa müssen 1 Jahr zusammen im Haus wohnen bleiben.

Jana und Tessa, 2 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Jahr zusammenleben. Horror oder nicht?
Als erstes stellt Tessa fest, dass Jana keine Kaffeemaschine hat. Tee soll sie trinken oder Instant-Kaffee. Das geht gar nicht, eine Kaffeemaschine wird sofort bestellt.
Auch sonst fühlt Tessa sich nicht so ganz wohl. Langweilig ist Burgheide, nur Ruhe, nichts los.

Dann wird Sara, die Profireiterin und Mitbesitzerin eines Gestütes tot aufgefunden. In den Flieder gestürzt. Von ihrem geliebten Pferd „Dancing Queen“ gestürzt. Sara ist tot.
Sara ohne Helm? Sie reitet nur mit Helm. Und ihr Helm hängt im Stall.
Es gibt eine Reihe Ungereimtheiten.

So nach und nach, Sie können es sich denken, beginnen Tessa und Sara zu ermitteln.

Mehr verrate ich nicht.

Mareike Marlow ist es gelungen, den Leser eintauchen zu lassen ins Geschehen. Man fühlt sich mittendrin im Dorfgeschehen, lernt schrullige und weniger schrullige Menschen kennen.
Die Menschen, die mit dem Gestüt zu haben, spielen eine Rolle, Martin und der mit Alkohol gebackene Kuchen und vieles mehr.
Und so ganz nebenbei bekommt man auch noch Rezepte für leckere Kuchen.

Wer Krimis mit einem Schuß Humor, die mit grossem Einfühlungsevrmögen in die handelnden Personen geschrieben sind, mag, der ist hier richtig.

Quelle : Droemer Knaur

Quelle : Droemer Knaur

ISBN: 9783426517000
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Michael Theißen : Leons Erbe

„Leons Erbe“ ist der Debütroman von Michael Theißen.
Michael Theißen lebt in Korschenbroich. Der Autor hat Sozialwissenschaften in Köln studiert.
Er ist ein Fan von Psychothrillern, die er gerne liest und schreibt. Nun hat er seinen ersten Psychothriller veröffentlicht.
Im Moment gibt es nur das ebook, bald ist dann auch das Taschenbuch verfügbar (laut Verlagsseite ab 11.7.16).

Katja Helmke ist in einer bürgerlichen Familie zusammen mit ihrer Schwester Nicole, genannt Nicci, aufgewachsen.
Nicci ist seit etwa einem halben Jahr verschwunden.
Verheiratet ist Katja mit Markus. Sie haben einen Sohn, Leon, der gerade auf der Schwelle vom Jugendlichen zum Erwachsenen steht.

Und nun kommt der zweite große Schicksalsschlag für Katja. Leon wird angefahren und verstirbt. Der Unfallfahrer hat ihn einfach liegen lassen.
Für Katja und Markus bricht eine Welt zusammen. Katja leidet, Markus gibt keine Ruhe, er schaltet einen Detektiv ein. Der soll herausfinden wer Leon getötet hat.
Leon könnte vielleicht noch leben, wenn der Mensch, der ihn überfahren hat, direkt Hilfe geholt hätte.
Viel schwirrt im Kopf von Katja herum.

Und in mitten in der Trauer, in dieser schlimmen Phase, ruft der Notar Kruse an. Katja solle schnell zu ihm kommen, er habe etwas, das er ihr geben solle.
Katja fährt hin und erhält ein Paket von Leon, dass der Notar ihr überreichen soll, wenn Leon etwas zustösst.
Es ist ein Armband drin das Nicci gehört hat.

Katja vergisst das Kästchen von Leon und wird, als sie es holen will, in weitere Geschehnisse verstrickt.

Ein Unfallzeuge meldet sich.

Mehr verrate ich nicht, ausser dass es sehr spannend wird.
Der Leser begleitet Katja auf ihrer Suche nach der Wahrheit.

Michael Theißen hat es verstanden die Handlung schlüssig und nachvollziehbar zu schildern.
Er verzichtet auf Schnörkel. Der Autor hat einen klaren Schreibstil. Die Spannung steigt von Seite zu Seite.

Auch beschreibt der Autor die Gefühlswelt von Leon sehr gut. Man kann sich in den jungen Mann hinein versetzen.
Ebenso die Geschichte von Katjas Familie, sowohl ihrer Ursprungsfamilie wie auch ihrer eigenen kleinen Familie, bietet genug Stoff für Spannung pur.

Hut ab für einen solchen Debütroman, bin gespannt was als nächster Thriller von Michael Theißen kommt.

Quelle : Bastei Lübbe

Quelle : Bastei Lübbe

Taschenbuch
ISBN: 978-3-7413-0014-1
ebook
ISBN: 978-3-7325-2510-2

Bestellen können Sie gleich hier das ebook und hier das Taschenbuch.

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Nele Löwenberg : Straße nach Nirgendwo

Nele Löwenberg ist das Pseudonym, der Mädchenname von Nele Neuhaus.
Nele Neuhaus ist uns Lesern bekannt als Autorin ihrer bekannten Taunus-Krimis und ihrer Jugendbücher.
Unter dem Namen Nele Löwenberg schreibt sie nun auch eine andere Art von Büchern.

Ich muss gestehen, ich war skeptisch, Nele Löwenberg und dann kein Taunuskrimi? Geht das??
Was soll ich sagen, Skepsis ade, ich bin begeistert von dem Buch.

„Straße nach Nirgendwo“ ist eine Familiengeschichte. Keine einfache Familiengeschichte, nein kein „Friede, Freude, Eierkuchen“, ganz im Gegenteil.
Nele Löwenberg lässt uns Leser Sheridan Grant einen Teil des Lebensweges begleiten.

Sheridan Grants Leben ist eine Tragödie. Spät erfährt sie, dass sie adoptiert wurde.
Ein Leben auf einer Farm in Nebraska hat sie bislang gelebt. Ein Leben mit mehreren Brüdern, einer alles beherrschenden Mutter und einem liebevollen Vater.

Willow Creek, die Farm der Grants wird zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens.
Detective Lieutenant Jordan Blystone wird dorthin berufen. Es soll eine Schießerei mit mehreren Verletzten und mindestens einem Toten gegeben haben.
Begrüsst wird er bei der Ankunft von Sheriff Lucas Benton, der ihm berichtet, dass es 5 Tote und 2 Schwerverletzte gibt.
Es sind Familienmitglieder und Mitarbeiter der Familie Grant erschossen worden.
Ermordet und verletzt wurden diese Menschen von Esra, einem der Söhne der Grants. Dieser ist flüchtig.

Die Grants sind in der Gegend sehr bekannt, die Presse schaltet sich ein.
Vermisst wird die 17-jährige Tochter Sheridan Grant. Sie wird von der Presse gesucht.
Vernon Grant, der Vater, wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wie einer der Söhne auch. Rachel Grant erleidet einen Nervenzusammenbruch und kommt auch in die Klinik.
Sheridan wird gesucht. Sheridan, die die Tagebücher ihrer leiblichen Mutter Carolyn gefunden hatte und dadurch erfahren musste, dass sie adoptiert ist.
Sheridan, die unter Rachel und ihrem Bruder Esra gelitten hat.
Rachel gibt Sheridan die Schuld an dem Amoklauf von Esra. Es geht das Gerücht um, dass Sheridan ihren Vater Vernon Grant verführt haben soll.

Detective Jordan Blystones Leben nimmt auch eine ganz neue Wendung und er deckt ein lange gehütetes Familiengeheimnis auf.
Sheridans Leben nimmt eine ganze Menge Wendungen.

Nele Löwenberg hat es verstanden die Flucht von Sheridan, die abenteuerlich ist, detailliert zu schildern. Dabei hat die Autorin die junge Frau und die Irrungen und Wirrungen ihrer Kindheit und der Familiengeschichte so zu schildern, dass man ständig mit Sheridan mitfiebert.
Liebevoll schildert sie die Ängste und Sehnsüchte der jungen Frau. Ebenso schildert sie die anderen Personen so, dass man als Leser das Gefühl bekommt mitten in der Geschichte zu sein.

Ein lesenswertes Buch, das einen oft schlucken lässt ob der Bosheiten, die Menschen einfallen können.

Quelle:Ullstein

Quelle:Ullstein

ISBN: 9783548287386
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Krüger & Krüger : Die Tränen der Vögel

Nachdem ich von Uwe Krüger bereits das Buch „Frankfurter Fische“ gelesen habe, ein toller Krimi, hat mich auch der neue Krimi „Die Tränen der Vögel“ interessiert.
Der Autor Uwe Krüger hat in Frankfurt gelebt, er hat dort Zoologie, Hydrologie, Mikrobiologie und Botanik studiert und in einem Zierfischgroßhandel gearbeitet.
Sein Bruder Jonas Torsten Krüger, der auch in Frankfurt geboren wurde, hat Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Botanik studiert.

Wer mehr über die beiden Autoren, die nun „Die Tränen der Vögel“ zusammen geschrieben haben, erfahren möchte, möge hier schauen.
Klar fragt man sich, warum ein Frankfurt – Krimi mit Vögeln, Ornithologie und Verbrechen sein muss. Welch eine Verbindung gibt es. Antworten geben die Krüger-Brüder in einem Interview.

Frankfurt, die grosse Stadt am Main, ist Schauplatz des neuen Krimis „Die Tränen der Vögel“ der Brüder Uwe und Jonas Torsten Krüger.
Der Hintergrund der Brüder Krüger, beide haben ein biologisches Studium absolviert, fließt in die Handlung des Krimis ein. Genauer gesagt die Ornithologie.

Die Kommissarin Karola Bartsch wird zu einem Tatort gerufen. Neben der Leiche sitzt eine Nachtschwalbe.
Ja und, werden Sie sagen. Vögel gibt es nun mal in der Stadt. Klar, aber der Schnabel dieser Nachtschwalbe ist blutig. Und die Leiche liegt nicht im Park, wo man Vögel vermutet, sondern im Gebäude der Firma Orni Charm Pharmaceutical.
Der Tote ist Dr.Sven Seidelmann, Mitarbeiter der Orni Charm. Orni Charm Pharmaceuticals arbeitet an ornithologischen Präparaten.

Die ersten Ermittlungen am Tatort oder ist es nur der Ort, an dem die Leiche aufgefunden wurde, gestalten sich schwierig.
Jede Menge aufgeregte Vögel flattern in Käfigen herum. Ähnlich aufgeregt sind die Mitarbeiter der Pharmafirma.

Karola und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Was hat der Vogel mit dem Toten zu tuen? Wieso hat er Blut am Schnabel?
Und mit Vögeln kennen sie sich auch nicht aus. Da kommt Karola die Idee, dass ihr Bruder Karsten Hobby-Ornithologe ist. Karsten, der Ex-Drogenfahnder, muss also helfen.
Was die Kommissarin nicht ahnt, ist, dass ihr Bruder nun anfängt zu ermitteln.
Der Fall hat mit seiner Vergangenheit zu tuen.
Karsten kümmert sich zwar mittlerweile um die Gestrandeten der Stadt, um Junkies, usw. aber das „Fahndergen“ hat er noch.
Der Staatsanwalt Wollbricht verhält sich seltsam, welchen Grund gibt es dafür?

Es gibt viele Ungereimtheiten. Wird Karola Bartsch den Fall auflösen? Ja sie wird, mehr verrate ich aber nicht.
Ausser, dass der Leser hier einen Krimi hat, wie er spannender nicht sein könnte.

Die Krügers haben es geschafft, die handelnden Personen exakt zu beschreiben, als Menschen, mit ihren Gefühlen und Ängsten.
Man kann tief eintauchen in Abgründe der Seelen der Protagonisten und in deren Leben. Es spielen viele Menschen aus dem Umfeld der Hauptpersonen mit, wie Mirko, der Diensthundeausbilder, Laurenz, Lotty, Jannick….
Den Autoren ist gelungen ein Buch zu schreiben, dass spannend ist vom Anfang bis zum Ende, ein Buch, das ich nicht weglegen konnte.

Und so ganz nebenbei gibt es auch noch etwas Ornithologieunterricht.

Meine Bitte an die Autoren, lasst uns Leser nicht so lange auf ein neues Buch warten, wie von den „Frankfurter Fischen“ bis zu diesem.

Quelle:Emons-Verlag

Quelle:Emons-Verlag

ISBN: 9783954518104
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Rudolf Jagusch : Eifelmonster

Rudolf Jagusch gehört zu den Autoren, deren Bücher ich sehr mag. Sie spielen in der Eifel.

Die Eifel ist eine Gegend, die ich liebe und Rudolf Jagusch hat es auch dieses Mal wieder geschafft, dieses fast Mystische was die Eifel ausmacht, die wundervolle Landschaft und die knorrigen Menschen für die Handlung des Krimis einzusetzen.

Jan Welscher muss seine erste Liebe zu Grabe tragen. Nein, keine Angst, nicht seine Freundin, sondern seinen alten Fiesta.
Dies setzt Rudolf Jagusch theatralisch in Szene „Es kam ihm vor, als hätte er ein Todesurteil gesprochen. Wie ein römischer Kaiser Kaiser, der mit dem gesenkten Daumen gnadenlos über den unterlegenen Gladiator richtet.“

Und genau in diesem bewegenden Moment ruft Hotte Fischbach an, der Kollege von Jan.
Es muss wichtig sein, denn er sollte nur in Notfällen anrufen.
Jan Welscher ist Kriminaloberkommissar, denn selbst in der sonst eher beschaulichen Eifel gibt es Verbrechen.
Jan muss los. Eine Leiche wurde aufgefunden.

Rudolf Jagusch beschreibt die Szene so, dass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt.

Fischbachs Harley steht bereits in der Einfahrt.
Jan geht in die Ausstellungshalle des Autohauses. Die Halle ist voll mit Oldtimern.
Der Tote ist Peer Clerk, er ist der Besitzer des Autohauses.
Ein edel gekleideter Mann mit einer Breitling am Handgelenk, der erschossen wurde. Offensichtlich war der Täter ein Scharfschütze.

Peer Clerk und Frank Lux, der Angestellte von Clerk, sind im Organisationsteam der „Eifel-Klassik“, einer Oldtimer-Tour durch die Eifel.
Ein niederländischer Geschäftsmann, der in Bad Münstereifel lebt, als Mordopfer.
Jan und Hotte können sich keinen Reim darauf machen.

So, mehr verrate ich nicht.
Es wird spannend.

Die Polizei ermittelt im Umfeld des Peer Clerk. Ein Kriminalkommissar a.D. kommt ins Spiel.
Die Oldtimerrallye spielt eine Rolle.
Die Jagd nach dem Mörder nimmt dramatische Züge an.

Rudolf Jagusch lässt uns Leser abtauchen in die Welt der Ermittlungen und des Verbrechens.
Wir lernen die Hintergründe kennen und die Ermittler lieben. Auch das Privatleben der Kommissare wird einbezogen.

Ein Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert ist.

Danke an den Autor, dass ich das Buch als Eifelkrimifan vorab lesen konnte.

Quelle : Emons-Verlag

Quelle : Emons-Verlag

ISBN 978-3-95451-778-7
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Cornelia Härtl : Finstere Geschäfte

Cornelia Härtl lebt schon lange im Rhein-Main-Gebiet.
Sie hat in diesen spannenden Krimi ihre Erfahrungen aus ihrer Verwaltungstätigkeit und ihre Ortskenntnisse einfliessen lassen.

Emilia Hornauer wird erhängt im Offenbacher Stadtwald aufgefunden.
Emilias Schwester Christine glaubt nicht an Selbstmord und bittet ihre alte Schulfreundin Lena um Hilfe.
Lena Boroswki ist auch Sozialarbeiterin. Sie ist völlig schockiert, als sie erfährt, dass ihre lebenslustige Kollegin tot ist.
Selbstmord kann das nicht sein, das ist für Lena klar. Das passt so gar nicht zu Emilia, die das Leben geliebt trotz ihres harten Jobs.

Cornelia Härtl siedelt die Handlung in Offenbach und Frankfurt an.
Lena wohnt dort. Sie vermisst Tamae ihre Geliebte, die beruflich in Neuseeland weilt.
Überhaupt ist ihr Leben gerade nicht so ganz in Ordnung.
Neben Tamae gibt es noch Gerd Rohloff, der ihr den Hof macht. Ein Mann aus dem Frankfurter Rotlichtmilieu. Und Karin gibt es auch noch.

Lena kannte Emilia, hat noch vor kurzem mit ihr gesprochen. Nach dem Tod von Emilia muß Lena teilweise deren Job übernehmen.
So langsam versteht sie warum Emilia so verstört und unruhig war in der letzten Zeit.

Daneben hat Cornelia Härtl stets, kursiv geschrieben, eine 2. Handlung eingeflochten. Ich werde sicher nicht verraten welche. Das müssen Sie schon selber lesen. Nur soviel, es ist absolut spannend, aber auch grausam.

Cornelia Härtl hat es geschafft, mehrere sehr schwierige aber auch aktuelle Themen in ihren Krimi einfliessen zu lassen.
Sie schildert alles so, dass man das Gefühl hat als Zuschauer dabei zu sein.
Absolut schonungslos werden die Gefühle der handelnden Personen, die Grausamkeiten, die Menschen teils erleben müssen, Ängste usw. geschildert.

Leider gibt es heute aber Brutalität, gerade in bestimmten Milieus. Aber auch Liebe gibt es.
All dies ist in dem Buch verwoben.
Es lohnt sich diesen Krimi, der mit einem Schuß regionaler Besonderheiten versehen ist, zu lesen.

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ISBN: 978-3-95400-574-1

Quelle: Sutton Verlag

Quelle: Sutton Verlag

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