Adam Wrede : Neuer kölnischer Sprachschatz

Adam Wrede war Philologe, Sprachwissenschaftler und Volkskundler. Er hat die „Bibel“ der kölnischen Sprache geschrieben, und dies bereits 1956/58 damals in 3 Bänden.
Da der „Wrede“ deutsches Kulturgut ist, gibt es jetzt eine Neuauflage in einem Band.

Die Einleitung hat Wolfgang Niedecken (BAP) geschrieben, der die kölsche Sprache liebt und lebt wie kaum ein anderer. Es gilt Kulturgut zu erhalten.
Herrlich, wie er erzählt, dass er Angst vor dem „Huppet Huhhot hatte“ und erst ca 60 Jahre im Wrede entdeckt hat, dass dies nicht etwa ein schauriger Riese ist, wie er vermutet hatte als Kind, sondern ein „neckischer Kobold“.

Auch ich kenne und liebe viele Ausdrücke aus der Kindheit, die Bedeutung der Worte, die man so nutzt, war mir aber nicht immer klar.
Umso schöner ist es jetzt dieses Buch, dessen Einband ein Foto mit dem Ausschnitt der Spiegelungen der Richter-Fenster im Kölner Dom ziert, in Händen zu halten.
Ich kenne die älteren Ausgaben nicht.

1147 Seiten Heimatgefühl liegen neben mir. Heimatliche Klänge wie erömkrose, jebläut, Jebött, et Schelderhüsje, usw., weglegen kann ich das Buch kaum.
Ein Wörterbuch, eigentlich, aber auch wieder ein Buch, das mich nicht loslässt.
Die Erklärungen von Adam Wrede sind sehr gut und nachvollziehbar und man weiß endlich wie welches Wort geschrieben wird. Denn sprechen und schreiben sind 2 Dinge beim kölnischen Sprachschatz.

Ich bin ja nicht direkt aus Köln, halte es aber mit Wolfgang Niedeckens Song „Für ne Moment“, in dem es heisst
„sprich mer’n Sprooch,
die do jewaaße, die mer övverall erkennt,
die mer’n Düsseldorf zwar »Rheinisch«,
doch em Rest der Welt »Kölsch« nennt.“

In meiner Heimat redet man auch so, ist ja auch nicht weit von Köln entfernt. Es ist eine Sprache, die mich berührt. Worte und Redewendungen, die ich mit Personen verknüpfe, das finde ich im Buch.

Das Buch von Adam Wrede liefert nicht nur kölnische Worte, teils in mehreren Abwandlungen, sondern auch Straßennamen, Wendungen, einfach Geschichte und kölsche Lebensart.
Es ist eins der Bücher, die ich häufiger, einfach nur zum Schmökern, in die Hand nehmen werde.

ISBN3: 9783774306776
Sie können das Buch hier über amazon bestellen.

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Dumont Bildatlas Rhein zwischen Köln und Mainz

Der „Dumont Bildatlas Rhein – Zwischen Köln und Mainz“ kombiniert Reiseführer und Bildband.

Wenn man, so wie ich, selber gerne fotografiert, wird man von den Fotos begeistert sein.
Christian Bäck ist der Fotograf der wundervollen Fotos.
Er fotografiert, wenn man auf seine Homepage schaut, viel in Richtung Reisefotografie.
Mit den Fotos in diesem Buch ist es ihm gelungen das Flair der jeweiligen Location in seinen Fotos einzufangen.
Egal ob auf dem Titelbild der Rhein von oben, das „Alte Haus“ in Bacharach, Kloster Eberbach, der Kölner Dom – auch die Innenaufnahmen, etc., tolle Impressionen erwarten den Betrachter.
Alleine beim Anschauen der Fotos sieht man schon wie vielfältig die Gegend am Rhein zwischen Köln und Mainz ist. Von Kölsch und Karneval bis zum Wingert in Rheinhessen spannt sich der Bogen.
Eins hat mich gestört, und das ist die Qualität des Drucks S.8-9, diese wird dem Foto des Rheintals mit der Marksburg nicht gerecht.

Klaus Simon ist der Autor des Bildatlas. Er hat seine Schwerpunkte im Bereich Reise, Gastronomie, Wein, etc. Und Wein gibt es genug entlang des Rheines.
Gut recherchierte Artikel, persönliche Tipps, ungewöhnliche Einsichten in die Gegend werden dem Leser geboten.

Unterteilt ist der Bildatlas in mehrere große Kapitel
– Impressionen
– Köln
– Unteres Mittelrheintal – von Bonn über Linz und Andernach
– Oberes Mittelrheintal – das Unesco Weltkulturerbe gilt es zu entdecken
– Rheingau – Wein, Kloster Eberbach, Eltville aber auch der leidige Bahnverkehr
– Mainz, Rheinhessen

Die Rubrik „DuMont Aktiv“ ist aussergewöhnlich und einfach super. Von der Segway – Tour im Rheinauhafen über den Rotweinwanderweg bis hin zur Mainz – Tour in Joggingschuhen erstreckt sich das Spektrum.
Auch sonst bietet der Dumont Bildatlas viele Informationen.
Sie finden etwas zum Museum Ludwig, zur Kunstbar, zu Schloß Augustusburg ebenso wie zu Koblenz, dem Steinberg und dem Binger Mäuseturm.

Spezialitäten lernen sie genauso kennen wie nette Restaurants und Cafés.
Straßenkarten erleichtern die Orientierung. Die Empfehlungen des Autors sind sehr gut ausgesucht, egal ob sehenswert, Museen, Kultur, Umgebung, alles passt.
Egal ob Sie nun einen Tagesausflug planen oder einen Urlaub oder Kulturtour, das Buch bietet für jeden etwas.

Der Bildatlas ist aus meiner Sicht gelungen.

Quelle: Mairdumont

ISBN: 9783770194643
Bestellen können Sie den Bildatlas hier.

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Marianne Bongartz: Köln

„Dumont direkt Köln“ ist ein Stadtführer, der von Marianne Bongartz geschrieben wurde.

Marianne Bongartz ist Rheinländerin. Sie lebt seit ihrem Studium in Köln, ist also Imi.
Die Autorin lebt aber lange genug in Köln, um die Stadt bestens zu kennen.
Und sie liebt die Stadt, das haben wir beide gemeinsam.

Die Reihe „Dumont direkt“ ist aufgefrischt worden, das Cover zeigt gleich schon mal den Dom, ohne den geht Köln sowieso nicht, dazu schon mal ein der Highlights aus dem Buch.

Im Inneneinband des Stadtführers findet man eine Karte mit den eingezeichneten kölschen Highlights der Autorin unter dem Titel „15 x Köln direkt erleben.“
Der Bogen wird hier gespannt vom Mediapark über das belgische Viertel, die Südstadt bis zum Deutzer Rheinufer.

Im Stadtführer lernt man Köln von den unterschiedlichsten Seiten kennen.
In der Rubrik „Das Beste zu Beginn“ findet man zu verschiedenen Themen etwas, egal ob Kölsch, ja ich mag auch Päffgen, über Köln aus der Vogelperspektive, von Ufer zu Ufer, Köln per Rad, vom Wasser aus oder Hör- und Lesegenuß.
Weiter geht es mit „Das ist Köln“, Köln in Zahlen, „Was ist wo?“, in den Augenblicken typische Augenblicke im Foto mit kleinen Texten, ja und dann ab und Köln entdecken.

Die 15 Punkte aus der Karte im Einband gilt es zu sehen, zu erfahren, kennenzulernen und dabei auch kölsche Lebensart zu entdecken.
Natürlich fehlen danach auch die Museen, die Stadtbefestigungen, die Kirchen, Essen und Trinken, Shoppen, Abend – und Nachtaktivitäten und spezielle Tipps nicht.

Im Rückeinband findet man eine Karte mit Cityplan, Zentrumskarte, Umlandkarte und ÖPNV-Plan.
Die letzte Seite präsentiert die für die Autorin 9 wichtigen Kölner, da vermisse ich Willi Millowitsch.

Aus meiner Sicht ist es der Autorin gelungen Köln so darzustellen wie es ist, weltoffen, jeder wird akzeptiert, eine sehenswerte Stadt eben.

ISBN: 9783770183517

Bestellen können Sie den Stadtführer von Köln unten.

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Raus & Los Köln Bonn

Man bekommt nicht nur einen der üblichen Reiseführer, sondern auch eine Erlebniskarte, man könnte sie auch Freizeitkarte nennen.
Mich erinnert die Aufmachung sehr an eine Reihe von Karten, die ich sehr geschätzt habe und die uns jeden Urlaub begleitet haben.
Diese Karten wurden nun “aufgepeppt” und um einen Reiseführer ergänzt. Eine tolle Idee des Verlages.
Beides steckt in einer Kunststoffhülle, so kann man zum einen nichts verlieren und verknicken und es ist vor Verschmutzungen geschützt.
Das Format ist absolut tauglich für Tasche oder Rucksack.

Der Reiseführer ist für das Gebiet rund um Köln und Bonn und die weitere Umgebung.
Es erstreckt sich von Leverkusen im Norden bis Andernach im Süden und von Jülich im Westen bis Hachenburg im Osten.

Schöne Ecken gibt es zu entdecken rund um Köln, Bonn, einen Teil der Eifel und rein ins Bergische Land.
Egal ob man nun Wandern will, Natur geniessen, Stadt, Land, Tierpark oder Schloss, in diesem Führer findet jeder etwas.
Es gibt in dieser Gegend viel zu entdecken.
Die Nordeifel mit Bad Münstereifel, Zülpich, Kommern, dann Bad Neuanhr-Ahrweiler und na klar Köln und Bonn selber.
Egal ob die Oleftalbahn, den Hochwildpark in Mechernich, die Römerthermen in Zülpich, Rotweinwanderweg, Kletterpark, usw.
Eine kulturell sehr unterschiedliche Gegend gilt es zu besuchen.
Hier kann man besichtigen von Museen über Kirchen, shoppen, verweilen.
Begleitet wird der Text von Fotos, die schon mal einen ersten Eindruck geben.

Die Sehenswürdigkeiten oder sehenswerten Punkte, die im Buch beschrieben sind, finden sich unter Nummer, die im Buch ist, auf der Karte wieder.
Das ist total praktisch, man kann sich eine Ecke für einen Ausflug aussuchen, schauen was es dort gibt und sich im Buch dazu informieren.
Auf der Karte sind auch Wanderparkplätze und Einkehrmöglichkeiten zu finden, die man im Führer wiederfindet. Ebenso findet man Radtouren.

Ein gut durchdachtes Konzept erwartet den Leser im Reiseführer.
Rund um die Karte gibt es kleine Bilder, auch wieder passend nummeriert, die Lust auf Ausflüge machen.

Der Reiseführer selber ist praktisch untergliedert.
Im Einband eine Karte mit den Nummerierungen.
Der Führer beginnt mit Tabellen, in denen man die Nummerierungen mit den zugehörigen Orten findet und daneben Rubriken, in denen die Orte einsortiert wurden.
Die Rubriken sind: Kultur, Natur, mit Kindern, bei Regenwetter, Wasser-Erlebnisse, Tier-Erlebnisse,Burgen und Schlösser und Museen. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Klar sind die Interessen der Menschen unterschiedlich und dem trägt das Buch Rechnung.

Auch findet man Hofläden, Lokale, Stadtführungen, Radtouren und vieles mehr.

Ergänzend kann man sich noch gezielter informieren zu
Köln als Stadt, Köln und Kultur, der Eifel und Burgen und Schössern in der Eifel.

Mein Fazit: Der Reiseführer ist rundum gelungen und durch die Verbindung von Karte und Buch eine Art Rundum-Sorglos-Paket für Urlauber. Sicher werden auch Einheimische noch Tipps finden.

Quelle:Mairdumont

Quelle:Mairdumont

ISBN: 978-3829741187
Bestellen können Sie gleich hier.

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Marco Polo Köln

Die Marco Polo Reiseführer haben ein neues Gesicht bekommen.
Rein optisch finde ich sie schon mal zeitgemässer und ansprechender.

Was ich auch hilfreich finde, ist die Tatsache, dass die Marco Polos nun eine Touren-App haben, die zu den Erlebnis-Touren die Offline-Karten hat und die Navigation ermöglicht.
Es werden auch die empfohlenen Aktivitäten, Genuß-, Kultur – und Shoppingtipps auf dem Weg der Tour angezeigt.
Der Online-Update-Service bietet zusätzlich zum Buch nicht nur Termine und Updates, sondern auch Änderungen von Öffnungszeiten, etc.
Auch dies herunterladbar oder als PDF zum Ausdrucken. Ein toller zusätzlicher Service.

Den Marco Polo Stadtführer Köln hat der Autor Jürgen Raap geschrieben. Er ist Kölner und lebt in Köln. Bekannt ist er für seine Krimis.

Gut ist, dass es von Köln eine Neuauflage gibt. Da im letzten Führer manches nichts mehr stimmte, habe ich erst einmal ganz gründlich geschaut.
Dieser Führer nach meinem Wissenstand aktuell.

Im Einband geht es los den Marco Polo Highlights.
Hier trifft man nicht auf die üblichen „Verdächtigen“ wie den Dom, das römisch-germanische Museum, etc. sondern es gibt auch einen Musikclub.

Die Best of.. mit „Tolle Orte zum Nulltarif“ Typisch Köln, den Regenwetteraktivitäten, usw. bieten einen ersten Überblick.
Danach geht es weiter mit „Entdecken Sie Köln!“, man erfährt dies und das, neben kulturellen Highlights, etwas über die Menschen und ihre Arbeit, Traditionen der Gegend, der Mentalität der Einwohner, usw.
Und die Mentalität der Kölner ist einzigartig. Von Klüngel bis Karneval findet man hier Infos.
Der Führer hilft sich in der Stadt zu orientieren, man kann sich Tagestouren zusammenstellen. Egal ob Altstadt, Südstadt, Deutz oder wo man hin will, man findet überall Orte, die eine Erkundung wert sind. Kleine Pläne im Buch helfen beim Rundgang.

Unterteilt ist der neue Marco Polo Reiseführer in die Kapitel:
– Insider-Tipps
– Best Of
– Auftakt
– Im Trend
– Fakten, Menschen, News
– Sehenswertes
– Essen und Trinken
– Einkaufen
– Am Abend
– Erlebnistouren
– Mit Kindern unterwegs
– Events, Feste & Mehr
– Links, Blogs, Apps & Co. – eine tolle Rubrik mit weiterführenden Tipps, auch super für die Vorbereitung.
– Praktische Hinweise
– Cityatlas & Strassenregister
– Bloss Nicht! – diese Seite kann ich Ihnen nur wärmstens empfehlen, die Tipps sind wirklich gut.

In den Kapiteln finden Sie, wie Sie sehen so ziemlich alles was man für Reisevorbereitung und vor Ort braucht.

Die Brauhäuser gehören zu Köln wie die Luft zum Atmen. Im Führer findet man sie ebenso wie Shoppingtipps, Theater, Restaurants und vieles mehr.
Man kann über manche Dinge sicher streiten, ob sie die Highlights sind, Geschmäcker sind verschieden.

Hoteltipps sind dabei, ebenso wie Spielplätze und Stadtspaziergänge.

Toll ist der separate Plan zum Mitnehmen.

Alles in allem muss ich sagen, ich schätze Marco Polo-Reiseführer sehr.
Der Relaunch dieser bekannten Reiseführer ist gelungen.
Toll ist auch das weiterhin kompakte Format, er passt in den Rucksack, aber auch in eine grössere Handtasche und auch in die Jackentasche.

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Marco Polo Köln

Den Marco Polo Stadtführer Köln hat der Autor Jürgen Raap geschrieben. Er ist Kölner und lebt in Köln.

Eins vorweg, der Autor hat wohl nicht ganz gründlich recherchiert. Mir sind zumindest Fehler aufgefallen, Das Restaurant MoschMosch, das angegeben ist, gibt es nicht mehr, offensichtlich gab es das auch bei Drucklegung auch nicht mehr.
Es gibt auch Öffnungszeiten, die nicht mehr stimmen.

Was aber stimmt, sind die Beschreibungen von Köln, die Insider-Tipps, usw.
Die Best of.. mit „Tolle Orte zum Nulltarif“ Typisch Köln, den Regenwetteraktivitäten, usw. bieten einen ersten Überblick.
Der Führer hilft sich in der Stadt zu orientieren, man kann sich Tagestouren zusammenstellen. Egal ob Altstadt, Südstadt, Deutz oder wo man hin will, man findet überall Orte, die eine Erkundung wert sind. Kleine Pläne im Buch helfen beim Rundgang.

Die Brauhäuser gehören zu Köln wie die Luft zum Atmen. Im Führer findet man sie ebenso wie Shoppingtipps, Theater, Restaurants und vieles mehr.
Man kann über manche Dinge sicher streiten, ob sie die Highlights sind, Geschmäcker sind verschieden. Den „Früh am Dom“ als Insidertipp, naja den findet jeder Tourist.

Hoteltipps sind dabei, ebenso wie Spielplätze und Stadtspaziergänge.

Toll ist der separate Plan zum Mitnehmen.

Alles in allem muss ich sagen, ich schätze MarcoPolo-Reiseführer sehr. Dieser ist aber leider eher eine der schwächeren Ausgaben. Ich hoffe auf die neue Ausgabe in 2016.

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Barbara Schock-Werner : Köln auf den Punkt

Prof.Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin a.D., kennt Köln sehr gut. Von 1999-2012 war sie Dombaumeisterin des Kölner Doms.
Sie ist Architekten, Kunsthistorikerin, Denkmalpflegerin und Hochschullehrerin.
In ihrer Amtszeit wurden im Kölner Dom die Fenster von Gerhard Richter eingebaut.

Über dieses Buch hat Rainer Maria Kardinal Woelki gesagt „Das Buch öffnet Augen und macht Lust auf Köln – den Alteingesessenen, den „Imis“ und den Heimkehrern wie mir.“
Und wahrlich, das Buch macht Lust auf Köln, wobei ich diese Stadt sowieso liebe.

Barbara Schock-Werner hat eine Kolumne im Kölner Stadtführer. Diese war Grundlage dieses Buches, das sie gemeinsam mit dem Journalisten Joachim Frank geschrieben hat.
Die Kolumnenreihe ist so angesehen, dass sie mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Das Vorwort hat kein geringerer als Gerhard Richter geschrieben.

Unterteilt hat Prof.Schock-Werner das Buch in verschiedene Teile:
– Auf und Ab am Rhein – die heimliche Kunstmeile Kölns
– Scheusslich, schön – die zwei Seiten einer Seiten
– Augen auf beim lieben Gott – eine kleine Schule des Sehens in Kölner Kirchen.

Die Autorin, die ja als kreativ, streitbar, zu ihrer Sache stehend, offen und vor allem sachkundig bekannt ist, hat es verstanden, Köln von vielen Seiten zu beleuchten.
Wenn man sich als Leser von ihr „an die Hand“ nehmen lässt, so lernt man neue Dinge zu bekannten Orten und auch viele bislang eher unbeachtete Orte kennen.
Sie versteht es auf mitreissende Art und Weise einem markante Plätze, aber auch Architektursünden nahe zu bringen.

Sie legt den Finger in die Wunde, wie z.B. bei der Skulptur „Licht und Bewegung“ von Otto Piene am Wormland – Haus auf der Hohe Straße. Wer die ZERO-Gruppe kennt und ihr Schaffen verfolgt hat, weiß, welche Schande es ist, dass diese Skulptur nicht wieder in Betrieb genommen wurde.
Ein Stück grosser deutscher Kunst dümpelt vor sich hin.
Solche Missstände prangert Prof.Schock-Werner an, zugleich stellt sie auch die Bedeutung dieser Fassade heraus. Ich gehe davon aus, dass auch viele Kölner achtlos vorbeigehen, ohne zu wissen, dass sich ein Blick nach oben lohnt.
Schock-Werner „Ein bisschen ist das mal wieder symptomatisch für Köln und die Kölner : Sie kümmern sich nicht um ihre Schätze, beachten und pflegen sie nicht.“

Ich weiß jetzt von wo aus ich demnächst den Dom von oben fotografieren kann, aus welcher Richtung ich die Fenster Gerhard Richters im Dom betrachten werde, dass sich eine U-Bahn, unterbrochen durch Pausen an manch einem Bahnhof lohnt und vieles mehr.

Wunderschöne Fotos illustrieren die Texte.

Mein Fazit: ein sehr lesenswertes Buch für alle, die Köln lieben, kennenlernen wollen, für Einheimische und Touristen.

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