Mallet : Das einfachste Kochbuch der Welt

Nachdem ich schon vom Dessertbuch aus dieser Reihe begeistert war, musste „Das einfachste Kochbuch der Welt“ her.
„Richtig gut kochen mit maximal 6 Zutaten“ das verspricht der Satz auf dem Cover des Kochbuchs von J.-F. Mallet.

Da ist man erst einmal skeptisch, aber bei den Rezepten, die ich bislang ausprobiert habe, stimmt es mit den 6 Zutaten.
Ich finde die Aufmachung des Buches, die Mallet gewählt hat, witzig und gut.

Die Zutaten, die man für das Gericht benötigt, sind mit Mengenangabe abgebildet, da ist der Einkaufszettel schnell geschrieben.
Die Zeitangaben sind sofort zu finden, auch gut verständliche Hinweise, wenn etwas zu beachten ist.
Die Zubereitung ist groß und deutlich geschrieben. Das hat einen grossen Vorteil, wenn man, wie ich, eine Lesebrille benötigt.
Die kann man nun auslassen, da die beim Kochen sowieso nur stört.
Auf der rechten Seite sieht man ein Foto, das zeigt wie das fertige Produkt aussehen soll.

Das Schöne ist, dass Mallet die Rezepte so gut erklärt, dass man, mit dem quasi Grundrezept als Grundlage, sehr schnell experimentierfreudig werden kann.

Bereits vorweg beschreibt der Autor am Anfang des Kochbuchs einige Küchentechniken, Grundzutaten und andere nützliche Grundlagen.
Diese Seiten sollte man, wenn Anfänger ist, erst einmal durchlesen.

Man findet im Kochbuch Rezepte für:
– Aperitifs
– Vorspeisen
– Hauptgänge und Desserts.
Diese Aufteilung findet man auch im ersten Register, dazu gibt es ein weiteres Register, das nach Zutaten sortiert ist.

Eine Ananas muss weg, schnell mal schauen was man daraus machen kann, Lust auf Tomaten? man findet Rezepte dazu.
Ich finde diese Möglichkeit sehr praktisch.

Bislang sind meine Favoriten die Käseschnecken am Anfang, die sind flott gemacht, wenn man eine Kleinigkeit zum Wein braucht, das Tomaten-Risotto ist schnell gemacht, ebeno der Makkaroni-Schinken-Auflauf und vieles mehr.
Man kann auch die Rezepte abwandeln, so habe ich die Pizza mit Birnen und Löwenzahn mit Rucola gemacht.

Egal ob man Kochanfänger ist oder gerne kocht und neue Ideen für schnelle, wenig aufwendige Rezepte sucht, hier ist man richtig.

ISBN: 9783863555801

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Land & Lecker 3

„Land & Lecker“ mit dem Untertitel „18 Landfrauen kochen mit Herz und Leidenschaft“ ist das Kochbuch zur gleichnamigen WDR-Serie.

Ich mag diese Reihe sehr, man erfährt etwas über die Menschen im jeweiligen Landstrich, egal ob die Landfrauen nun als Bäuerin, Käserin, Geflügelbäuerin, Ziegenbäuerin, arbeitet, ob sie Wald oder Büffel hat, usw., jede der Landfrauen hat eine spezielle Ausrichtung und wohnt in einer anderen Ecke von Nordrhein-Westfalen.
Diese Vielfalt führt auch zu ganz unterschiedlichen Gerichten.

Die Reihe führt in ganz unterschiedliche Gegenden, von Bottrop-Kirchellen über Mechernich und Kaarst bis Bad Münstereifel, Dorsten, Barlo und viele Ecken mehr.

Mir gefällt die Art, wie das Buch aufgemacht ist, sehr gut.
Auf einer Übersichtskarte kann man sehen welche Landfrau wo wohnt, dies gewährt einen ersten Einblick in das was den Leser und Betrachter erwartet.
Dann geht es auf Tour.
Jede Landfrau wird zunächst vorgestellt, woher kommt sie, welche Art von Hof hat sie, was zeichnet den Hof/die Landfrau aus.
Und danach gibt es die Rezepte der Gerichte aus der Sendung.
Sehr schöne Fotos von der Heimat der Landfrau und auch Fotos zu den einzelnen Gängen des Menüs, bringen uns Betrachtern das Menü und die Köchin näher.

Die Rezepte zeichnen sich aus durch sehr detaillierte Zutatenlisten und ausführliche Zubereitungshinsweise.
Man kann alles leicht nachkochen.

Bislang habe ich schon ein paar Lieblingsrezepte, Kalbsschnitzel in Kräuterhülle..,Käsekuchen mit Lachs und Paprika, Rinderbraten mit Pfefferrahmsauce,Zwetschgen mit Buttermilch-Mousse, aber ich werde noch mehr probieren.
Für den Spargel-Flammkuchen muss ich auf die Spargelzeit warten, Erdbeeren gibt es gerade auch nicht.

Aus meiner Sicht, ein sehr schönes Kochbuch. Es ist schön aufgemacht und auch als Geschenk geeignet.

ISBN: 9783898836951
Bestellen können Sie das Buch bei amazon hier.

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Nils Egtermeyer : Einfach frisch kochen

Nils Egtermeyer ist Profikoch und bekannt durch die Fernsehsendung „Die Kochprofis“.
Selber Kochen ist einfach toll und frische Sachen nutzen, noch besser, finde ich.

Egtermeyer sieht es wohl genauso, denn sein neues Kochbuch „Einfach frisch kochen“ enthält Rezepte, die gar nicht aufwendig sind, weder was das Einkaufen angeht, noch das Kochen.
Im Buch sind Rezepte enthalten für die man nicht ewig in der Küche stehen muss, sondern man kann sie als Berufstätiger auch abends noch nachmachen.
Nils Egtermeyer schreibt zu Beginn des Buches „Unkompliziert zu genießen heißt für mich, frisch und einfach zu kochen.“
Und genau das ist es doch was man will. Es muss flott gehen beim Kochen und trotzdem soll etwas Frisches und Schmackhaftes auf den Tisch.

Also auf, weg von Fast Food und Convenience – Produkten und selber kochen.
Das Kochbuch beginnt damit, dass der Autor erklärt was grundlegende Dinge angeht, welches Fett wofür?, wie plane ich? was wiegen Obst und Gemüse?, usw.
Wer also nicht viel Übung beim Kochen hat, wird hier quasi an die Hand genommen und bekommt die Basics für das Kochen mit frischen Zutaten.

Und dann geht es los mit Rezepten zu den Themen
– Suppen und Salate
– klein und vorab
– vegetarisch & co.
– Fleisch und Geflügel
– Fisch und Meeresfrüchte
– Cremig und süß

Im Anhang finden sich dann Vorschläge für komplette Menüs.

So nach und nach werde ich jetzt noch mehr Rezepte ausprobieren.
Es gibt stets eine detaillierte Zutatenliste und eine sehr gute Beschreibung für die Zubereitung und dazu auch noch Tipps des Autors.

Der Brotsalat ist top, geht auch flott zu Steaks. Ratatouille ganz anders als ich es kenne und sehr schmackhaft, Rinderbacke einfach nur lecker, und der Fisch hmmm.
Auch die anderen bereits ausprobierten Rezepte haben tolle Speisen hervor gezaubert.

Ich kann das Buch nur empfehlen für alle, die flott selber kochen wollen. Es ist auch für noch nicht so geübte Menschen geeignet.

ISBN: 9783517095127
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Restaurant Herz & Niere unser Kochbuch

Das Restaurant „herz & niere“ in Berlin – Kreuzberg wird von Christoph Hauser als Küchenchef und Michael Köhle als Gastgeber geleitet.
Ihre Philosophie ist „Der Respekt vor dem Tier gebietet es, dass es von Kopf bis Fuß – from nose to tail – genutzt wird.“ (Zitat von der Homepage)

Wenn man genau darüber nachdenkt, haben die beiden Recht. Man kann viel mehr als nur z.B. das Filet eines Tieres essen. Oft sind andere Teile sogar schmackhafter.
Dies gilt genauso für Gemüse, viele sind Vergessenheit geraten und dabei so lecker, ich denke spontan an Schwarzwurzel.

Das „herz & niere“ – Kochbuch ist für mein Gefühl viel mehr als ein Kochbuch.
Das Buch ist so wunderschön, dass ich es erst einmal komplett angeschaut habe.
Alleine im vorderen Einband erwarten den Betrachter Fotos, die Lust machen gleich mal in der Küche loszulegen.
Wo bekomme ich Brombeeren her? war mein Gedanke. Ich sehe es ein, für das Rezept muss ich noch warten.

Christoph Hauser stammt von der schwäbischen Alb , kochen hat er von seiner Mutter gelernt und in Hotels und Restaurants, wie z.B. der Villa Rothschild in Königstein, Rutz Weinbar, etc.
Der Wunsch nach einer Küche, in der schalten und walten konnte, wie er wollte, war groß.
Und er erfüllte sich die sen Traum mit „herz & niere“ nachdem er Michael Köhle als Mitbesitzer fand.
Die beiden nehmen ihren Grundsatz „Alles wird verwertet“ sehr ernst. Oft werden sogar Kerne von Früchten zu Öl verarbeitet.
Die Zutaten für die Speisen bekommen sie von Bauern aus der Umgebung, Beeren werden auch mal selber gesammelt, auf Nachhaltigkeit wird Wert gelegt.

Diese Philosophie spiegelt sich in den Rezepten in diesem Kochbuch.
Was macht man, wenn man frische Zutaten verwenden will? Man kocht zu jeder Jahreszeit etwas anderes.
Folgerichtig sind die Rezepte nach den Jahreszeiten unterteilt.
Sie finden diese also für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Da ich aber auf manche Speisen sehr neugierig war, habe ich einfach mal nur einen Teil des Rezeptes ausprobiert. So schmeckt der Hefezopf auch ohne Berberitzenaufstrich hervorragend.
Der Mirabellenkuchen gelingt auch mit gefrorenen Kirschen, das Kartoffel – Lauch-Gemüse passt zu vielen Fleischsorten, usw.
Im Buch sind immer komplette Gänge angeboten, man kann aber gut einzelne Beilagen variieren.

Die wunderschönen Fotos der Speisen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Das Buch ist aus meiner Sicht ein Kochbuch mit tollen Ideen, aber auch ein Buch, das, wenn man liest, wie Christoph Hauser und Michael Köhle über die Verwertung des ganzen Tieres, des ganzen Gemüses, etc. denken, auch ein Denkanstoss.
Jetzt muss ich mich bei manchen Rezepten nur noch gedulden bis es , jahreszeitbedingt, die Zutaten dafür gibt, um sie nachzukochen.

Mich hat das Buch erinnert an viele Rezepte, die ich noch von meiner Oma kenne und schätze, in denen auch der grösste Teil eines Nahrungsmittels verwandt wurde.

Das Buch ist sehr hochwertig hergestellt, es ist auch als Geschenk gut geeignet.

Quelle :Verlag Tre Torri

ISBN: 9783944628813
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Das große Kochbuch 4

„Das große Kochbuch 4 Best of“ bietet die besten Rezepte aus den 3 Kochbüchern ,die zur Sendung „Die Kochprofis Einsatz am Herd“ erschienen sind.
Ich kenne die Sendung nicht, aber ich liebe nun mal Koch- und Backbücher.

Skeptisch war ich schon, als ich mir dieses Buch angesehen habe.
Oft sind Bücher, die aufgrund von Fernsehsendungen entstehen, mit Rezepten gefüllt, die man ohnehin im Alltag nicht nachkocht.
Und dann die toll dekorierten Teller dazu auf Hochglanzfotos. Ich habe nicht die Zeit Essen zu dekorieren, sondern möchte einfach leckere Gerichte kochen und gut essen, ohne Firlefanz.

Dieses Kochbuch hat mich gleich angesprochen.
Klar gibt es schöne Fotos, aber die Speisen sind ohne grossen Aufwand auf den Tellern angerichtet.
Und vor allem sind es Gerichte, die nicht allzu aufwendig sind.

Im Vorwort steht „Kochen kann jeder, sagen Frank Oehler, Nils Egtermeyer, Ole Plogstedt und Andi Schweiger, man muss sich nur rantrauen!“
Wie wahr und dieses Buch liefert auch Basics.

Die Rezepte stammen von:
Frank Oehler
Nils Egtermeyer
Ole Plogstedt und
Andi Schweiger.
Alle 4 sind Profis in der Küche, z.T. auch Sterneköche.

Die Rezepte sind unterteilt in mehrere Kategorien:
– vorneweg –   Suppen & Eintöpfe, Salate & Vorspeisen, Kleine Gerichte & Snacks
– dazu –            Gemüse, Kartoffeln, Pasta, Reis & Co.
– mittendrin – Fleisch & Geflügel, Fisch & Vegetarisches
– danach –        Fruchtiges, Cremiges & Gebackenes, Eisgekühltes.

Man findet Rezepte wie Käse – Lauch – Suppe mit Hackbällchen, die einfach super schmeckt und doch recht flott und mit wenig Aufwand gemacht ist, Sushi mit Tipp für die Sauce, aber auch frische Salate wie Wassermelone mit Feta, Honig und Pinienkernen bei den Vorspeisen.
Auch eher aussergewöhnliche Dinge wie Cevapcici – Hot Dog und flotte Hauptgerichte wie Penne mit Steinpilzen und Trüffelöl, bietet das Buch.

Die Rezepte sind mit detaillierten Zutatenlisten und Zubereitungshinweisen versehen. Da kann fast nichts schief gehen.

Aus meiner Sicht kommt auch ein Anfänger in der Küche mit den Rezepten klar.
Alles was wir bislang ausprobiert haben, war recht einfach, mit Zutaten, die man überall bekommt und hat gut geschmeckt.

Mir gefällt dieses Kochbuch sehr gut.

Quelle: Tre Torri

Quelle: Tre Torri

ISBN: 9783960330042
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Cettina Vicenzino : Italia

„Italia“ ist mehr als Kochbuch. Erstellt hat dieses Buch Cettina Vicenzino, die auf Sizilien geboren wurde, dann mit ihrer Familie nach Köln kam.
Am Herd im elterlichen Restaurant hat sie gerne Gerichte ausprobiert.

Mittlerweile lebt sie in Bayern und auf Sizilien und arbeitet u.A. als Fotografin und Autorin.

Für „Italia“ hat sich die Autorin auf eine Reise durch ihr Heimatland begeben. 20 Provinzen galt es zu erkunden.
Ihre Reisemitbringsel sind tolle Fotos, für die jeweilige Provinz typische Rezepte und ein Eintauchen in die jeweilige Gegend mit Hilfe der locker geschrieben Texte.

Die Autorin lässt uns teilhaben an ihrer Reise, auch daran, dass Mütter manchmal auch um erwachsene Kinder besorgt sind.
Wir Leser lernen die Frauen von Aosta kennen, die im Aostatal oft in eher ärmlichen Verhältnissen leben.
Sie nimmt uns mit auf den Berg bei Eis und Schnee, ebenso nach Venedig und an den Strand.

Viele Rezepte gilt es zu entdecken.
Der Fenchelsalat ist von den Rezepten, die ich bislang ausprobiert habe, gerade mein Favorit.

Mit dem Buch „Italia“ hat Cettina Vicenzino es geschafft eine Art Reiseführer, Reisebericht, Bildband und Kochbuch zu vereinen.
Über 100 Rezepte aus den 20 italienischen Provinzen, Gerichte wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, findet man im Buch.
Und mehr als 600 Fotos nehmen uns mit auf die Reise. Man lernt Land und Leute kennen.
Italien ganz ursprünglich, meist abseits der Touristenströme, hat die Autorin eingefangen in Wort und Bild.

Dem Anspruch „La Cucina Vera – Das Beste aus allen Regionen“ wird das Buch gerecht.

Das Buch „Italia“ ist sehr schön aufgemacht, es eignet sich auch hervorragend als Geschenk für alle Italienfans und für alle, die gerne Kochen und mal andere Inspirationen suchen als die üblichen Rezepte.
ISBN: 9783862447619

Quelle: Christian Verlag

Quelle: Christian Verlag

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Annabelle Schachmes : Die jüdische Küche

Annabelle Schachmes hat für Magazine wie Vanity Fair und Vogue als Journalistin gearbeitet.

Mittlerweile hat sie sich der Rezeptentwicklung und der Foodfotografie zugewandt.
Und ich kann nur sagen, sie beherrscht ihr Handwerk.

Ich habe ja einen „Kochbuch-Tick“ aber die jüdische Küche sagte mir nun gar nichts.

Als ich dann auf das Buch von Annabelle Schachmes „Die jüdische Küche, Eine kulinarische Reise zwischen Tradition und Moderne“ stieß, war ich neugierig.
Gibt es eine jüdische Küche?? Wenn man dann bei Wikipedia schaut, stellt man fest, nein.
Es gibt nicht eine jüdische Küche sondern mindestens mal 2, die aschkenasischeund die sephardische bzw. israelische Küche.
Im Vorwort zum Buch schreibt Amanda Sthers, die franzöische Roman- und Drehbuchautorin, „Es gibt nämlich ungefähr so viele verschiedene jüdische Küchen wie es Juden gibt!“.

Und was erwartet mich nun im Buch habe ich mich gefragt?
Annabelle Schachmes schreibt dazu in der Einleitung, dass die jüdische Küche eine Weltküche ist. Das merkt man im Buch, Rezepte aus vielen Ländern erwarten den Leser und Koch.
In jeder jüdischen Familie gibt es ein „heiliges“ kleines Buch mit Rezepten. Schachmes hat sich auf ihrer Recherchereise für dieses Buch viele dieser Bücher angesehen.
Sie ist lange Zeit gereist in jede Menge Länder.
„Aber es ist auch eine Art Quintessenz aller „heiligen Büchlein“, all jener Rezepte, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Denn das wäre in gewisser Weise, als ob wir unsere Geschichte vergessen würden“
Dieses Zitat sagt sehr viel über das Buch.

Annabelle Schachmes hat nicht nur Rezepte gesammelt, nein, sie hat in ihren Fotos und begleitenden Texten ganz viel jüdisches Leben rund um den Globus eingefangen.
Egal ob Speisen, Märkte, Restaurants, Auslagen vor Läden oder im Geschäft, stimmungsvolle Fotos erwarten den Betrachter. Fotos, die mich teils auch nachdenklich gemacht haben.
Bewusst kenne ich kein jüdisches Geschäft, aber ich werde darauf achten, möchte eins besuchen.

Zu einzelnen Fotos, die oft mehreren Rezepten voran gestellt sind, gibt es Erläuterungen, wie z.B. beim Hering.
Auch bei den Speisen stehen Informationen, wie z.B. bei Pierogi von denen ich nun weiß, dass sie aus der polnischen Küche stammen.
Oft, wie in dem gerade genannten Beispiel, gibt es ein Grundrezept und verschiedene Füllungen oder Abwandlungen.

Direkt gemacht habe ich Böreks. Die sind richtig lecker. Wir haben die in der kurzen Zeit, seit ich das Buch habe, schon 2x gemacht.
Böreks passen hervorragend zu Gegrilltem aber auch einfach zu einem Glas Wein.

Die Autorin Annabelle Schachmes hat die Rezepte unterteilt in mehrere Kapitel, die Ihnen schon die grosse Vielfalt des Buches zeigen:
– Gewürztes, Eingelegtes & Würzmittel
– Vorspeisen
– Hauptgerichte
– Beilagen
– Suppen
– Street Food & New Yorker Delis
– Brot & Backwaren
– Desserts

und als besonderes Kapitel dahinter „Jüdische Feiertage“.
In dem letzten Kapitel bringt uns die Autorin nahe wie die jüdischen Feiertage heissen und was sie bedeuten. Dies ist eine tolle Ergänzung des Buches und auch für meinen Horizont, mit dem Thema hatte ich mich noch nie beschäftigt.
Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist auch ein tolles Geschenk für Kochbegeisterte.

Die juedische Kueche von Annabelle Schachmes

Die juedische Kueche von Annabelle Schachmes

ISBN: 9783517095219
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Guerrieri Gonzage : Meine italienische Küche

Marchesa Violante Guerrieri Gonzaga, im Folgenden Violante, lebt in Rom, im Herzen der Stadt, im Palazzo Taverna.
Das Palazzo Taverna ist eine Familienresidenz aus der Familie mütterlicherseits. Auf Violantes Homepage kann dieses wundervolle Gebäude ansehen.

Volante hat an der Kunstakademie „Accademia die Belle Arti“ studiert und danach eine ganze Reihe Kochschulen besucht.
Wenn ich dieses liebevoll gestaltete Buch so sehe, muss ich sagen, es hat sich gelohnt.
Volante hat Rezepte und Eindrücke von ihren vielen Reisen mitgebracht.
Heute gibt sie ihre Liebe zur traditionellen italienischen Küche, der „cucina casalinga“ im Rahmen von Kochkursen in ihrer Kochschule weiter.

Zunächst stellt sich Violante vor, für die beginnt das Kochen bereits mit dem Einkauf möglichst frischer Zutaten.
Die Fotografien für das Buch wurden liebevoll ausgesucht und gemacht. Ein Teil der Fotograafien stammt vom Weingut ihrer Familie.
Als Leser begleitet man Violante auf den Markt, zum Tischdecken, in den Gemüsegarten des Weinguts, sammelt tolle Eindrücke von Rom, lernt Violantes Art der Speisenpräsentation kennen und vieles mehr. Allein dafür lohnt es sich dieses Buch zu lesen.

Die Rezepte, der Hauptinhalt des Buches, sind unterteilt in mehrere Kapitel:
– Antipasti
– Primi piatti
– Secondi piatti
– Dolci.

Ein Register macht das Auffinden einzelner Rezepte leichter.

Bei mir ist nun das Buch voll mit Klebefähnchen und ich weiß gar nicht in welcher Reihenfolge ich die Speisen zubereiten soll, sie sind alle so appetitanregend.

Die Rezepte tragen immer den italienischen Namen der Speise, die deutsche Übersetzung ist auch dabei.
Es ist genau angegeben wie groß die Menge ist, z.B. 40 Stück oder für 6-8 Portionen.
Die Zutaten sind leicht verfügbar im allgemeinen.
Die Beschreibung der Zubereitung ist leicht verständlich.
Manche Arbeitsschritte werden in Fotos gezeigt.

Als erstes habe ich die Schinkenhörnchen probiert, das geht flott mit fertigem Blätterteig. Sie schmecken super.
Die Farfalle mit Zitronensauce auch nur himmlisch.

Violante hat in diesem Buch Rezepte zusammengefasst, die größtenteils, vom Aufwand her, in den Alltag passen. Die wenigen aufwendigeren kann man ja am Wochenende machen.

Mein Fazit: Ein Buch für alle Liebhaber der italienischen Küche und für Italienliebhaber. Ein Augen – und nach dem Kochen auch Gaumenschmaus. Und eine Auszeit vom Alltag beim Betrachten der Fotos ist inklusive.

ISBN: 9783944628769

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Quelle: Tre Torri Verlag

Quelle: Tre Torri Verlag

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Lorusso, Polak : Apulien

Die Autoren diese Buches sind Luca Lorusso und Vivienne Polak, ein Paar, das von der Vita her unterschiedlicher nicht sein könnte.
Luca Lorusso ist Süditaliener und stammt aus einer Gastronomenfamilie. Lange Jahre hat er in der Gastronomie gearbeitet.

Bis 1983, er hatte eine Saisonarbeit beendet und fuhr mit dem Zug von Rimini nach Apulien in seine Heimat.
Dort fragte ihn Carol, eine wunderschöne Frau, nach einem Kaffee. Bekommen hat sie Espresso und Luca, der ihr nach Australien folgte.

Immer schon wollte Luca ein Buch über Apulien und seine Küche schreiben und er bekam Unterstützung von Vivienne, Carols beste Freundin und Reisebegleiterin.
Vivienne ist auch Australierin und hat tschechische Wurzeln und sie ist Lucas Kochpartnerin.

Aus dieser Verbindung von Süditaliener und eigensinniger Australierin entstand dieses wundervolle Buch.
Die beiden haben die Rezepte des Volkes gesammelt, sie haben dafür Apulien bereist.
Apulien ist dies Stück Italien, das im Absatz des Stiefels und eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat, mal war es griechisch, dann römisch, es unterstand der Herrschaft der Lombarden, Normanen, Schwaben, Türken, Venezianer und Spanien.
Kein Wunder, dass die Küche so gar nichts gemein hat mit der üblichen italienischen Küche.

Das Buch ist wundervoll gestaltet.
Der Einband erinnert an eine Tischdecke,die man sich auf dem Tisch einer Familie in Apulien vorstellen könnte.
Die Innenseite erscheint mir wie das Kochbuch meiner Oma, mit den Fettflecken, die es mit der Zeit bekommen hatte.
Die Seiten sind wundervoll gestaltet, es ist viel mehr als eine reine Rezeptsammlung, es ist ein Stück Apulien.
Angereichert ist der Text durch wundervolle Fotos aus Apulien.

Los geht es mit Küchenbasics. Man lernt viel über den Einkauf z.B. von Oliven, Mehltypen, das Zubereiten einer Artischocke und vieles mehr.

Die Autoren unterbreiten uns Menüvorschläge für jede Jahreszeit. Na klar, man bekommt nicht alles zu jeder Zeit frisch.
Allein die Gänge der Menüs lassen einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Ja und dann kommen die Rezepte, ergänzt durch appetitanregende Fotos.
Die Rezepte sind unterteilt in:
– Antipasti
– Zuppe (Suppe)
– Pasta
– Pesce e Frutti die Mare (Fisch und Meeresfrüchte)
– Carne (Fleisch)
– Insalate (Salate)
– Verdure (Gemüse)
– Pane (Brot)
– Dolce e Bevandi (Desserts und Getränke).

Und damit das Auffinden einfacher wird, gibt es auch ein Register.

Die Rezepte sind sehr gut beschrieben und die Ergebnisse schmecken fabelhaft, Panzerotti con Pomodre e Mozarella, frisch aus dem Ofen, ein Gedicht.
Viele Gemüsegerichte findet man. Die Brote sind wenig aufwendig und schmecken super.
Der Feigenkuchen ist ein Gedicht.

Ich höre jetzt auf zu Schwärmen.

Sie müssen schon selber kochen und Backen, es lohnt sich.

Ich kann dieses sehr schöne und liebevoll gestaltete Buch nur empfehlen, es ist auch ein tolles Geschenk.

44951
Christian Verlag GmbH; Auflage: 1 (22. Februar 2016)
Deutsch
ISBN: 9783862449514

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Nigel Slater : Das Küchentagebuch

Sie kochen gerne, sie lieben Kochbücher, immer nach Rezept kochen ist aber nicht Ihr Ding?
Dann sind Sie hier richtig.
Sie suchen gute Rezepte, die sich gut nachkochen lassen, dann sind Sie hier auch richtig.

Nigel Slater ist ja ein wenig unkonventionell. Er ist nicht einer der üblichen Sterneköche, die mal wieder ein Buch rausgeben, sondern er ist Food-Journalist.

Dieses Buch trägt den Untertitel „Mit 250 Rezepten durch das Jahr“. Aber den Leser erwartet viel mehr als 250 Rezepte. Das wäre ja auch zu einfach.

Erst einmal zum Äusseren, das Buch hat einen hellgrünen Leineneinband, schon mal ganz ungewöhnlich für ein Buch, das Rezepte beinhaltet. Auf der Seite ein Ausschnitt eines Fotos, das wie ein Gemälde anmutet. Und drumherum eine Banderole mit einem Porträt des Autors und dem Titel.
Das Buch erinnert eher an einen Kunstband als an ein Kochbuch. Und es geht so weiter, Fotos, die eher an den künstlerischen Bereich erinnern als an die Küche. Wundervoll arrangiert und fotografiert von Jonathan Lovekin, der Landschaften genauso hinreißend fotografiert wie ein Gericht, ein Stilleben.

Im Vorwort schreibt Nigel Slater „Ich koche. Das tue ich an so ziemlich jedem Tag meines Lebens…Aber im allgemeinen bloß schlichte, unaufdringliche Rezepte, eher zum Austauschen als zum ehrfürchtigen Bestaunen.“
Wie erfahren, dass Nigel Slater so eine Art Tagebuch führt, Notizbücher mit Einkaufslisten und Ideen für Rezepte. Er sammelt darin alles Wichtige zu seinen Rezepten, egal ob es nun darum geht welche Temperatur des Backofens nun falsch war für den Kuchen, welche ideal, waren 2 oder 3 Eier besser. Einfach die Kleinigkeiten, die ein Gericht perfekt werden lassen oder es zerstören.
Diese Notizkladden waren die Grundlage für dieses Buch.

Nigel Slater lässt uns Leser teilhaben an seinen Überlegungen, z.B. das Schummeln beim Blätterteig. Hier gibt der Autor frank und frei zu, dass er auch den tiefgefroren Blätterteig nimmt.
Herrlich, wenn er uns Tipps und Tricks an die Hand gibt, ehrlich ist und uns hilft beim Kochen und Backen.
Die Rezepte erstrecken sich von einer einfachen Suppe aus Speck und Sellerie über eine Pie aus Hühnchen und Lauch, die mit dem Schummelm beim Blätterteig, superlecker, bis zum Aprikosen-Streuselkuchen, usw.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei und man kann ganz viel lernen beim Lesen der Texte, die weit über die Rezepte hinausgehen.
Egal ob es um den gusseisernen Schmortopf geht oder Rezeptzutaten.

Es macht grossen Spaß das Buch zu lesen, Rezepte nachzukochen, zu erleben wie lecker einfache Gerichte wie z.B. Gewürzter Brot-und-Butter-Pudding mit gebratenen Bananen ist, dient auch der Resteverwertung oder auch der Mozarella-Salat mit Tomatenbröseln.
Mich hat das Buch auch animiert mit diesem und jenem zu experimentieren, wenn man etwas jahreszeitbedingt nicht bekommt oder etwas nicht zuhause ist. Nigel Slater ermutigt dazu.

Das Buch ist auch sehr gut als Geschenk geeignet, aus meiner Sicht, für alle, die gerne kochen, schon alles haben und offen sind für neue Ideen.

Quelle:DUMONT

Quelle:DUMONT

Nigel Slater
Das Küchentagebuch.
Mit 250 Rezepten durch das Jahr
532 Seiten , 180 farbige Abbildungen, Originalverlag: Harper Collins, Originaltitel: Kitchen Diaries II
Erscheinungstag: 29.12.2014
ISBN 978-3-8321-9477-2

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